Kategorie: Solarenergie

Weiterbetrieb der Wagner Solar durch niederländischen Investor gesichert

Installation einer solarthtermischen Anlage, Foto: Wagner-Solar.com Vor einigen Wochen hatte ich einen gut gemeinten Vorschlag für die künftige Ausrichtung der insolventen Wagner Solar GmbH veröffentlicht. Dies war für den Fall der Übernahme des Unternehmens durch die Mitarbeiter gedacht. Es war auch ein Vorschlag für eine zukunftsfähige Ausrichtung des Unternehmens. Heute habe ich eine passende Pressemeldung erhalten. Soweit, wie in dem Vorschlag, kam es nicht, denn seit dem 06.09.2014 ist der Geschäftsbetrieb der Wagner & Co Solartechnik GmbH auf eine Tochter der Sanderink Holding unter der Führung des niederländischen Unternehmers Gerard Sanderink übergegangen. Die Geschäftsbereiche Solarthermie, Photovoltaik und Montagesysteme wurden vollumfänglich übernommen und die Marke Wagner Solar wird fortgeführt. weiterlesen ›

Umfrage zum Thema Photovoltaik-Versicherungen verlost PV-Komplettpaket

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Diese Pressemeldung von der Envaris GmbH gebe ich gerne weiter, betrifft alle Besitzer einer Photovoltaik-Anlage. Umfrage zu PV-Versicherungen, Grafik: Envaris GmbH Es ist Halbzeit bei der deutschlandweiten Umfrage zum Thema Versicherung und Reparatur von laufenden Photovoltaik-Anlagen. Noch bis zum 15. September haben Betreiber von Solaranlagen die Möglichkeit, an der im Auftrag von ENVARIS, SecondSol und Milk the Sun erstellten Umfrage teilzunehmen. Als Dankeschön können Teilnehmer ein Photovoltaik-Komplettpaket der Firma Asola Technologies bestehend aus Photovoltaikmodul, Wechselrechter und Montagebügel gewinnen. Vergangenen Monat haben die Player auf dem Solarmarkt, die Milk the Sun GmbH, die SecondSol GmbH und die ENVARIS GmbH eine Umfrage zum Thema Versicherung und Reparatur von laufenden Solaranlagen gestartet. Bis zum 15. September können Betreiber von Solaranlagen noch an der Umfrage teilnehmen. Die Umfrage zielt vor allem auf das Erfragen der verschiedenen Versicherungsarten, den Umgang der Anlagenbetreiber im Schadenfall, die Wahl von Original- oder Nachbauersatzteilen und die Motivation zum Kauf oder Verkauf von Photovoltaik-Anlagen. weiterlesen ›

SolarContact-Index: PV-Ausbau braucht verlässliche Rahmenbedingungen

Bereits seit 2012 erfasst die Deutsche Auftrags-Agentur DAA die Anfrageintensität nach PV-Anlagen im kleinen und mittleren Leistungsbereich. Der SolarContact-Index gibt Einblicke in das aktuelle Interesse an PV-Anlagen und lässt Rückschlüsse auf den kurzfristig zu erwartenden Auftragsbestand zu. Im Rückblick der letzten 2 Jahre lässt sich feststellen, dass die Nachfrage nach PV-Anlagen vor allem von verlässlichen Rahmenbedingungen abhängt. weiterlesen ›

Tausendundein Solardach für Österreich

Dach mit Photovoltaik-Anlage, Foto: Andreas Kühl

Dach mit Photovoltaik-Anlage, Foto: Andreas Kühl

Im ersten Teil des Interviews mit Energiebloggerin Cornelia Daniel-Gruber ging es um ihren Gestehungskostenrechner. Mit Hilfe dieses Rechners können die Stromkosten je kWh für Strom aus beispielsweise Solarstromanlagen errechnet werden. Diese Transparenz ist sehr wichtig für den Eigenverbrauch von Strom aus der Photovoltaik-Anlage.

Damit komme ich auch zum zweiten Teil des sehr ausführlichen Interviews mit ihr. Denn mit dem Rechner endet ihre Vision nicht, sie möchte den Unternehmen in Österreich zeigen wie attraktiv die eigene Stromerzeugung auf dem Dach ist und mit Hilfe eines Partners auch umsetzen.

Tausendundein Dach – Einkaufsgemeinschaft für günstigeren Strom

energynet.de: Den nächsten Schritt möchtest Du mit einem weiteren, wie ich finde, sehr spannenden Projekt gehen. Du planst gemeinsam mit einem Anlagenbauer ein Paket für Unternehmen in Österreich zu schnüren, das Eigenverbrauchsanlagen für Unternehmen ohne jede Förderung attraktiv machen soll. Was verbirgt sich hinter diesem Projekt 1001Dach?

Cornelia Daniel-Gruber: Ja, Tausendundein Dach ist wohl das wichtigste Projekt in der Dachgold Unternehmensgeschichte. Wie ein Geier habe ich die Gestehungskosten über die Jahre beobachtet und als dann letztes Jahr die Netzparität erreicht war, aber niemand davon Notiz nahm, hab ich mit 10hoch4 einem der größten Anlagenbauer Österreichs, begonnen darüber nachzudenken wie man das ändern könnte.

Im Laufe des letzten Jahren haben wir Ideen entwickelt wie der Bewusstseinswandel in der österreichischen Unternehmerlandschaft herbeigeführt werden soll. Die Unternehmen wissen noch gar nicht in welcher privilegierten Lage sie sich befinden. In den Medien hören sie ja nur wie teuer die Photovoltaik ist und, dass sich das eh alles nicht rechnet.

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Wir brauchen mehr Solarwärme-Projektierer statt Hersteller

Offener Brief an alle Wagner-Mitarbeiter und Freunde, von Uwe Trenkner (Trenkner Conulting Brüssel). Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Uwe Trenkner.

Solarthermie-Nutzung mit eloxierten Fassadenkollektoren, Foto: BSW-Solar/Wagner & Co.

Solarthermie-Nutzung mit eloxierten Fassadenkollektoren, Foto: BSW-Solar/Wagner & Co.

Der Zuspruch für Wagner & Co Solartechnik ist groß. Viele Mitarbeiter und Freunde wollen das Unternehmen fortführen und werben für ein genossenschaftliches Modell. Die Vision ist so klar wie einleuchtend: “Wir sind davon überzeugt, dass in Kürze die gesamte Energie, die wir auf der Erde zum Leben brauchen, zu 100% regenerativ erzeugt werden wird.“ (Quelle: www.wir-wenden-weiter.de/vision/).

Ich bin ein Fan und großer Bewunderer der Leistungen von Wagner & Co Solartechnik und ich würde mich riesig freuen, wenn es eine zweite Chance für das Unternehmen gäbe. Aber dazu muss das Insolvenzverfahren als solche begriffen werden – als Chance, das Geschäftsmodell komplett neu zu erfinden. Ich glaube, dass wir für die Energiewende einen wirklichen Neustart benötigen. Hier meine Thesen:

Sonnenwärme und Sonnenstrom sind unterschiedliche Branchen

Die Synergien zwischen Sonnenwärme und Sonnenstrom sind viel geringer als ursprünglich einmal angenommen. Es handelt sich um unterschiedliche Branchen. Daher sollten sich eigenständige Unternehmen voll und ganz ihrer Branche widmen können: Trennt die Thermie-Seite von der Strom-Seite. Kooperiert punktuell, wo es Sinn macht. Da ich in der Solarwärme zu Hause bin, sind die folgenden Thesen auch nur auf diese Sparte bezogen. weiterlesen ›

Gestehungskostenrechner bringt Transparenz bei Eigenverbrauch von Solarstrom

Die Energiebloggerin und Solarenergie-Beraterin Cornelia Daniel-Gruber befasst sich seit mehreren Jahren mit dem Thema Gestehungskosten in der Stromerzeugung, insbesondere im Bereich der Photovoltaik. Dieser neue Bereich, abseits der bekannten Diskussion um Einspeisevergütung, wird um so wichtiger werden, je geringer die Förderung für Strom aus erneuerbaren Energien ausfällt.

Gerade weil es in Österreich noch nie eine Förderung gab, wie das EEG in Deutschland, hat sie schon zu einem Zeitpunkt angefangen sich damit zu befassen, als es hierzulande noch unvorstellbar weit weg war. Heute steht das EEG in Deutschland vor einem Scherbenhaufen und hat als Förderinstrument so gut wie ausgedient. Daher ist es Zeit auch hier nach neuen Wegen zu suchen, denke ich. Dazu habe ich sie im Hinblick auf ihre Aktivitäten in Österreich ausführlich befragt.

Wie kann ein Photovoltaik-Markt ohne Förderung aussehen?

Screenshot des Gestehungskostenrechners

Screenshot des Gestehungskostenrechners

energynet.de: Als Beraterin für Solarenergie hast Du einen Gestehungskostenrechner für Solaratromanlagen entwickelt. Was ist das und wie kam es dazu?

Cornelia Daniel-Gruber: Das ist eine ziemlich lange Geschichte, weil es eine Entwicklung von mehr als drei Jahren war, aber ich versuche es so kurz wie möglich zu machen. Seit 2008 beschäftige ich mich mit der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen. Da Österreich nie wirklich flächendeckende Förderprogramme für Photovoltaik aufgelegt hat und schon gar nicht für Gewerbeunternehmen obwohl diese einer der besten Voraussetzungen für Solarenergie bieten, musste ich mir schon sehr früh überlegen, wie ein Markt ohne Förderung aussehen würde.

Gestehungskosten spielen dabei eine sehr wichtige Rolle und sie sind auch das wichtigste Instrument beim Kraftwerksbau. Jedes Wasser- oder Atomkraftwerk muss sich vor dem Bau einer Gestehungskostenberechung unterziehen. Diese werden über die sogenannte LCOE-Formel berechnet. (Levelized Cost of Energy). weiterlesen ›