Energieexperte fordert bei Einspeisevergütung eine Phase der Ruhe

Photovoltaikversicherung

Nahaufnahme Solarstrom-Modulte (BSW-Solar/Upmann)Die Solarwirtschaft in Deutschland kommt nicht zur Ruhe. Sie steht unter enormen Kostendruck durch die verdeckt subventionierte Konkurrenz in China. Bei so mancher deutschen Solarfirma geht es derzeit um die nackte Existenz. Erste prominente Insolvenzen wie bei Solar Millennium und Solon sowie die Schwierigkeiten bei Q-Cells und Conergy sprechen Bände.

Wenig Freude machen da die jüngsten Forderungen von Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, die Solarförderung hart zu beschneiden und dabei einen kompletten Systemwechsel zu vollziehen.

Rösler spricht sich dafür aus, die im EEG festgeschriebenen festen und auf 20 Jahre garantierten Einspeisevergütungen aufzugeben. Stattdessen will der Minister die Energieversorger verpflichten, einen bestimmten Teil ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen zu liefern. Sie könnten die Erzeugungsform selbst wählen.

Außerdem fordert Rösler, die Förderung neuer Solarstromanlagen auf einen Bruchteil des bisherigen Zubaus zu beschränken. Nach seinen Vorstellungen soll jährlich nur noch der Zubau von 1 Gigawatt Solarstrom gefördert werden. Das wären knapp 90 Prozent weniger als in den beiden Vorjahren 2010 und 2011.

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Sind die Rekordzubauzahlen der Bundesnetzagentur für Photovoltaik korrekt?

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(Creative Commons License photo credit: Team MassachusettsEs wird so schnell nicht ruhig werden an der Front der Photovoltaik-Förderung. Bei der Art wie mittlerweile dieses Thema diskutiert wird, finde ich meinen Begriff aus der Kriegsrhetorik ganz passend. Es geht hier bei allen Beteiligten um sehr viel, da wird wohl mit allen Mitteln gekämpft.

Gestern stellte das Fachmagazin Photovoltaik die These auf, dass die, von der Bundesnetzagentur, verkündeten Zahlen der neu installierten PV-Leistung für den Dezember 2011 zu sind. Die Bundesnetzagentur hält hingegen nur eine leichte Abweichung von den gemeldeten 3000 Megawatt Zubau im Dezember für möglich. Diese Zahl hat die aktuelle Diskussion über die Förderung der Photovoltaik erst ausgelöst. Die endgültigen Zahlen wird die Bundesnetzagentur erst im März vorlegen.

Banken, Hersteller und Installateure zweifeln an den vorläufigen Zahlen der Bundesnetzagentur, da sie diese Entwicklung nicht nachvollziehen können. Ihre Erfahrungen sehen anderes aus.

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Solarwirtschaft warnt vor Scheitern der Energiewende

Gruenspar.de

Photovoltaik-Anlage auf dem Verbandssitz des BSW-Solar

Quelle: BSW-Solar/Upmann

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) sieht durch die Forderungen von Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, die Solarförderung hart zu beschneiden, die Energiewende und den Photovoltaik-Standort Deutschland mit über 100.000 Arbeitsplätzen in ernster Gefahr.

Der Zusammenschluss von über 800 Solarunternehmen fordert den Minister auf, die im vergangenen Sommer von der Bundesregierung beschlossene Energiewende nicht weiter zu torpedieren. Gestern verhandelten der für die Erneuerbaren Energien verantwortliche Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen erneut mit dem Bundeswirtschaftsminister über eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) (ohne Ergebnis).

Rösler fordert gegenwärtig, die Förderung neuer Solarstromanlagen auf einen Bruchteil des bisherigen Zubaus zu beschränken. Nach seinen Vorstellungen soll jährlich nur noch 1 Gigawatt Solarstrom gefördert werden. Das wären knapp 90 Prozent weniger als in den beiden Vorjahren 2010 und 2011.

Die von Rösler geforderten drastischen weiteren Kürzungen werden von der Solarbranche scharf kritisiert. Diese hätten unweigerlich einen Markteinbruch und die Zerstörung eines Großteils der Solarbranche in Deutschland zur Folge, so die Warnung des BSW-Solar. In den vergangenen Jahren musste die Solarwirtschaft bereits deutliche Einschnitte verkraften. Die Förderung für neue Solarstromanlagen wurde allein seit 2008 halbiert.

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Energielücke in Frankreich beweist Deutsches Erfolgsmodell

Für eine zukunftsfähige Energieversorgung in der Europäischen Union bleibt die forcierte Installation von Erneuerbare-Energien-Anlagen ohne Alternative. Das gilt für Deutschland ebenso wie für die übrigen Mitgliedstaaten im Binnenmarkt. Die am Freitag, 10.01.2012, vom CDU-Wirtschaftsrat verkündete Thesen über eine Gefährdung der Netzstabilität stehen im Widerspruch zur Realität im deutsch-französischen Stromhandel.

In Deutschland hat sich das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) seit seinem Inkrafttreten vor 12 Jahren als verlässliches Instrument zum Marktausbau erwiesen. Rund 20 Prozent des Stromverbrauchs stammen mittlerweile aus Erneuerbaren Energien. „Dafür, dass der Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland die Netzstabilität bedrohen würde, gibt es bislang keinerlei Anzeichen“, betont der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, Philipp Vohrer.

Vohrer wies damit Behauptungen zurück, die der CDU-Wirtschaftsrat im Umfeld eines Pressegesprächs in Berlin aufgestellt hatte. „Vielmehr liefert Deutschland auch in diesem Winter Strom nach Frankreich, um dort das relativ unflexible, stark von der Atomkraft abhängige Stromsystem zu entlasten“, sagte Vohrer. Die dezentrale Photovoltaik sorge zudem für einen Ausgleich und für Stabilisierung im deutschen Netz, während Frankreich mit seinen zentralen Großkraftwerken in diesen Tagen ständig am Rande eines Blackouts stehe.

Den Stellenwert der Photovoltaik zeigen die Daten der Leipziger Strombörse unterwww.transparency.eex.com, während die Leistungskurve der Photovoltaik auf www.sma.de/de/news-infos/pv-leistung-in-deutschland.html veranschaulicht wird.

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Preisentwicklung der Photovoltaik kommt in Diskussionen viel zu kurz

Man kennt ja einen rasanten Preisverfall von PC´s, Notebooks und von moderner Unterhaltungselektronik. Dass es diesen Preisverfall auch bei der Photovoltaik gibt, ist hingegen kaum bekannt. Genau, bei der Photovoltaik, die in öffentlichen und auch in privaten Diskussionen immer wieder als zu teuer bezeichnet wird. Das Argument, dass Photovoltaik zu teuer ist, stammt noch aus einer Zeit, als die Modulpreise deutlich über den heutigen Preisen lagen. Dabei beschwert sich auch keiner, dass z.B. Flachbildfernseher oder Notebooks vor zehn Jahren so teuer waren – heute sind sie viel erschwinglicher und bei Photovoltaik-Systemen ist es auch nicht anders.

Woran das liegt, ist eigentlich einfach und nahe liegend. Denn die Photovoltaik beruht auch auf der Halbleiter-Technologie, deren Fortschritte, wie  in der Informations- und Kommunikationstechnik, eine schnelle Kostensenkung möglich macht. Die Infoseite Your Sun Your Energy beschreibt die Technik schön in einem kurzen Absatz:

Alle Photovoltaik-Module bestehen in der Regel aus einem Halbleitermaterial, einer externen Struktur – entweder einem Rahmen, einer Folie oder einer „Sandwich“-artigen Anordnung aus Glas oder Kunststoff – sowie Kabeln und Anschlüssen, die die durch die Photovoltaik produzierte Energie in das Stromnetz führen.

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PV-Studie zeigt, dass Österreich reif für mehr Solarstrom ist

Im letzten Juli hatte Cornelia Daniel in einem Gastbeitrag für die Deutsch-Österreichische PV-Studie geworben, nun ist sie fertig und ich freue mich die Ergebnisse nun präsentieren zu können, bzw. dafür zu werben:

In einer deutsch-österreichischen Kooperation haben die Unternehmen VEND consulting GmbH  und Dachgold e.U die erste private Studie, die sich mit dem österreichischen Photovoltaikmarkt beschäftigt, veröffentlicht. Sie vergleicht die beiden Länder in Sachen Photovoltaik und hat in einer Expertenbefragung Themen wie Marktattraktivität, Ausbaupotenzial, Eintrittsbarrieren und Kooperationsmöglichkeiten untersucht.

Österreich – ein Sonnenzwerg mit Potential

Mit Ausbauzahlen von knapp 100 MWp in Österreich und ca. 17.000 MWp in Deutschland Ende 2010 liegen Welten zwischen den beiden Ländern, was die Entwicklung dieser Zukunftsbranche betrifft und doch geben jüngste politische Entscheidungen Grund zur Annahme, dass nun auch in Österreich die Sonne aufgeht. Experten gehen bis 2015 von einem Ausbaupotential von 1 GWp und bis 2020 bis zu 6,8 GWp aus.

Experten geben Preisausblicke bis 2015

Neben umfassenden Analysen der Energiesituation weltweit und in den beiden Ländern wurden im allgemeinen Teil die historische Entwicklung, Fördersysteme und die Absatzprognosen untersucht. Im empirischen Teil werden Antworten auf Fragen bezüglich Markteintrittsabsichten, Bedrohungspotential und die Preisentwicklung bis 2015 präsentiert. Neben der Online-Expertenbefragung wurden auch führende Persönlichkeiten aus namhaften Unternehme wie Fronius, IBC oder SMA interviewt, um noch genauere Informationen zum Verhältnis der beiden Märkte zu bekommen.

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Solarstrom hat entlastende Preiseffekte

Es gibt immer weniger  Argumente für die Kritik am teuren Solarstrom, der angeblich die Preise für Strom erhöht.

Solarstrom senkt die durchschnittlichen Preise an der EPEX-Strombörse um bis zu zehn Prozent, zur Mittagszeit sogar um bis zu 40 Prozent. Das belegt eine Kurzstudie des Instituts für ZukunftsEnergiesysteme (IZES gGmbH), Saarbrücken, die im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) erstellt worden ist. Insgesamt beläuft sich der Preissenkungseffekt für das Jahr 2011 demnach auf 520 bis 840 Millionen Euro – was einer Preisminderung von vier bis sechs Euro pro Megawattstunde entspricht. „Es wird viel über die Kosten des Solarstroms geredet“, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. „Die IZES-Studie zeigt, dass Solarstrom bereits heute auch entlastende Preiseffekte hat.“

Grund für den Preissenkungs-Effekt: Solarstrom wird zu Spitzen-Nachfragezeiten erzeugt – tagsüber, wenn Strom an der Börse am teuersten ist. Die IZES-Studie belegt, dass mit dem wachsenden Zubau an Solarstrom die Preise für sogenannten Peak-Strom (Peak = Spitze) in den Jahren 2007 bis 2011 kontinuierlich gesunken sind. Peak-Strom wird im Spothandel an der EPEX-Börse gehandelt, in der Zeit von 8.00 bis 20.00 Uhr. Der Spothandel setzt den Preis für den gesamten Stromhandel in Deutschland, also auch für den Terminmarkt und OTC („Over the counter“)-Geschäfte.

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Tunesiens Sonne versorgt ab 2016 europäische Haushalte

Solarthermiekraftwerk Andasol 3 (Spanien), Quelle: RWE InnogyIm nordafrikanischen Wüstensand nimmt die Zukunftsvision der DESERTEC Foundation, die Menschheit mit sauberem Strom aus den Wüsten der Erde zu versorgen, konkrete Formen an. Diese Zukunft beginnt in der Sahara-Wüste Tunesiens mit dem Projekt “TuNur”.

Mit Hilfe tausender Spiegel werden die solarthermischen Kraftwerke des TuNur Projektes die tunesische Sonne bündeln und mit ihrer Wärme bis zu 2 Gigawatt Strom erzeugen – etwa die doppelte Menge eines durchschnittlichen Kernkraftwerkes. Der Projektentwickler Nur Energie und seine tunesischen Partner, unter der Leitung von Top Oilfield Services, planen den Bau in mehreren Phasen.

Der Spatenstich der ersten Bauphase ist für das Jahr 2014 geplant – schon zwei Jahre später soll der erste Strom durch eine verlustarme Leitung über Italien nach Europa fließen. Die Solartürme werden auf minimalen Wasserverbrauch ausgelegt. Statt konventioneller Wasserkühlung kommt ein Luftkühlungssystem zum Einsatz.

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Ausbau des Stromnetzes und der Stromspeicher benötigen Regulierungen und Anreize

Die Diskussion, wie viel Erneuerbare Energien das Stromnetz verträgt, und wann die Grenze für das Netz erreicht ist, wird meist viel zu pauschal geführt. Das Thema muss differenzierter betrachtet werden, so war die Grundaussage meines Gesprächs mit Fraunhofer Forscher Jochen Link auf der Solarpraxis-Konferenz “2nd Inverter and PV System Technology Forum”. So ist z.B. in Teilen Bayerns die Grenze der Belastung des Stromverteilnetzes durch großen Zubau an PV-Anlagen erreicht, eine Anpassung des Netzes ist bei weiterem PV-Zubau notwendig. Aber in Regionen,  Großstädten und Lastzentren, wie München, ist hingegen noch viel Potential für einen weiteren Photovoltaik-Ausbau.

Wenn durch die Belastung des Netzes mehr Windenergie- oder Photovoltaik-Anlagen abgeschaltet werden müssen, Stichwort Einspeisemanagement §6 EEG 2012, gehen den Betreibern Einnahmen verloren und Investitionen in Speichertechnologien werden interessanter. Bei großen Windparks werden sich künftig Investitionen in langfristige Energiespeicher, wie Power-to-Gas, z.B. im Hybridkraftwerk von Enertrag, die jetzt Windgas an Greenpeace Energy liefern, lohnen. Für den privaten Besitzer einer Photovoltaik-Anlagen werden hingegen Batterien wirtschaftlich interessant, um den Eigenanteil des Solarstroms zu erhöhen und auch um unabhängiger zu werden von steigenden Strompreisen.

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Förderstopp für PV-Großanlagen in Italien führt zu steigender Bedeutung des Aufdachsegments

Auch eine Art Deckelung, die zum Glück auch eine positive Seite hat.

Wie die italienische Energieagentur GSE (Gestore dei Servizi Energetici) jetzt bekannt gab, erhalten Photovoltaik-Großanlagen im zweiten Halbjahr 2012 keine Förderung mehr. Der Grund dafür ist die Überschreitung des Fördervolumens in 2011. Dadurch verschiebt sich in Zukunft der Fokus innerhalb der Segmente und führt zu einer steigenden Bedeutung regionaler Installateure.

Italien fördert im zweiten Halbjahr 2012 keine großen Photovoltaikanlagen. Dies gab die für die Installation von Anlagen zuständige Energieagentur GSE nun bekannt. In 2011 haben demnach die installierten Großanlagen die bereitgestellten Fördermittel bei weitem überstiegen. Die Differenz der Mehrkosten wird laut Conto Energia IV vom Budget für das zweite Halbjahr 2012 abgezogen. Da die Mehrkosten in 2011 das Fördervolumen des zweiten Halbjahres 2012 übersteigen, entfallen somit die Vergütungen. Betroffen davon sind Dachanlagen ab 1 MW und Freiflächenanlagen, die nicht auf öffentlichen Gebäuden und Grundstücken errichtet werden. Alleine bis zum 31.08.2011 brachten Betreiber Großanlagen mit einer Fördersumme von 1 Milliarde Euro ans Netz. Daneben erhalten auch Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen keine Einspeisevergütung mehr, wenn sie nicht bis Ende März 2012 ans Netz angeschlossen sind.
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