Kategorie: Klima

Wirkungsvoller Klimaschutz mit konkreten Maßnahmen in Entwicklungsländer finanziert durch Kompensationszahlungen

Die non-profit Organisation myclimate entstand im Jahre 2002 als ein gemeinsames Projekt von Professoren und Studenten der ETH Zurüch. In nur kurzer Zeit entwickelte sich dieses einst als Studentenprojekt gedachte Konzept jedoch zu einer hoch professionell geführten, sowie kreativen und innovativen Klimaschutzorganisation. Myclimate fungiert heute in zahlreichen Ländern weltweit und gilt als einer der führenden Anbieter von freiwilligen Kompensationsmaßnahmen bei strenger Einhaltung strikter Kriterien (CDM, Gold Standard).
Um die konkreten Maßnahmen und ihre Auswirkungen ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen, werden im Folgenden einige der in den vergangenen Jahren durchgeführten  Projekte vorgestellt und erörtert.
Biomasseboiler für Papierfabrik in Sao Paolo Die Zellstoff- und Papierfabrik in Caeiras, Brasilien produziert jährlich etwa 100 000 Tonnen Papierartikel sowie  Servietten, Taschen- und Hygienetücher. Der Austausch des ursprünglichen Gasboilers mit einem neuen Biomasseboiler bringt Verbesserung auf ganzer Linie. Für die benötigte Produktion von Wärmeenergie kann nun Biomasse aus verschiedenen Quellen verarbeitet werden. Biomasseabfälle aus nahegelegener Land- und Forstwirtschaft, Industrien sowie bei  Prozessen der Papierproduktion entstandener Schlamm können nun wiederverarbeitet und in Energie umgewandelt werden. Außerdem werden somit Methanemissionen die früher aus Deponien der sonst ungenutzten Biomasseabfälle ausgetreten wären verhindert und eliminiert. Durch die kontrollierte Verbrennung der Abfälle können Waldbrände verhindert werden.
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Universität Düsseldorf sucht Teilnehmer für Studie zum Klimawandel

Viele können das Thema Klimawandel nicht mehr hören, andere ärgern sich wiederum, dass sich in der Klimapolitik nichts bewegt. Der Klimaschutz spaltet meistens die Bevölkerung, in den USA ist der Begriff “climate change” gar zu einem Unwort geworden.
Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist zurzeit auf der Suche nach Personen, die sich an einer Studie zum Klimawandel beteiligen möchten. Uns interessiert, was die Bürger über den Klimawandel denken. Diese Studie umfasst verschiedene kleinere Befragungen in einem zehntägigen Zeitraum der zweiten Junihälfte.
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Mobiler Konsum-Check zeigt Auswirkungen von Produkten auf das Klima vor dem Kauf

Im Vorfeld der Konferenz Ecosummit hatte ich bereits das Unternehmen Get-Neutral vorgestellt. Mit Hilfe einer App wird der CO2-Ausstoss aus einer Datenbank gelesen und Sponsoren sorgen für einen Ausgleich oder eine Neutralisierung dieses Produktes. Weitere Informationen zu Get-Neutral gibt es in einem Interview mit dem CEO Holger Rupp bei cleanthinking.de.
Einen anderen Ansatz verfolgt die bereits viel bekanntere App barcoo. Diese App soll, nach eigenen Angaben, der größte Produkt-Guide Europas sein. In Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen co2online GmbH können Verbraucher den Barcode einzelner Produkte scannen und erhalten umgehend alle relevanten Informationen zum Produkt. Die CO2-Info ist neben Preisinformationen und User-Bewertungen ein wichtiger Bestandteil der App. Mit einem Klick erhalten Nutzer wertvolle Informationen zur Klimafreundlichkeit der gescannten Produkte. „Für Konsumenten wird es immer wichtiger zu wissen, wie sich ihre Kaufentscheidung auf den Klimaschutz auswirkt“, sagt Benjamin Thym, Geschäftsführer von checkitmobile. Im Zuge der jetzt gestarteten Kooperation mit co2online wurden Informationen und Tipps zu den einzelnen Klimabilanzen optimiert.
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Emissionshandel und Klimaschutz hängen stark voneinander ab

Quelle: Michael Staudinger  / pixelio.de

Quelle: Michael Staudinger / http://www.pixelio.de

Zur Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen wie z.B. die energetische Gebäudesanierung oder die Förderung der Elektromobilität hat die Bundesregierung den “Energie- und Klimafonds” eingerichtet. Dieser wird aus den Einnahmen von der Steuer auf Kernbrennstoffe und aus den Erlöses aus dem Emissionshandel gespeist. Nun gibt es in diesen Förderprogrammen aber erhebliche Finanzierungsprobleme (ich berichtete schon Anfang Februar), da die Einnahmen für den Fonds deutlich geringer ausfallen als geplant.

Laut Zeit-Online stehen fast vier Milliarden Euro weniger zur Verfügung für Gebäudesanierung, Elektromobilität und andere  Maßnahmen für den Klimaschutz, da die Einnahmen aus dem Emissionshandel deutlich geringer ausfallen. Schuld ist ein Preisverfall bei den CO2-Zertifikaten. Eigentlich sollte der Emissionshandel zum Klimaschutz beitragen, mit dieser Ausgestaltung sind aber viele Klimaschutz-Maßnahmen gefährdet. Denn es ist schon so weit gekommen, dass die KfW mittlerweile keine Zuschüsse zur energetischen Gebäudesanierung mehr auszahlt. Sie hat dafür keine Freigabe vom Haushaltsausschuss des Bundestages, wie das Magazin enbausa.de berichtet.

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Große Teilnehmerzahl bei Klimaschutz-Wettbewerb für Schulen

Deutschlands höchstdotierter Klimaschutz-Preis für Schulen geht in die nächste Phase. Anfang Februar hatte ich bereits von diesem Wettbewerb berichtet.  115 Teilnehmer kämpfen um die begehrten Preisgelder von insgesamt 200.000 Euro. Aus den eingereichten Klimaschutzkonzepten wählt eine Sachverständigen-Jury in den nächsten Wochen die besten Schülerideen aus.

Zu den Juroren gehören Energie- und Verkehrsexperten sowie Vertreter der Technischen Universität Berlin, des Bundesumweltministeriums und der BP Europa SE als Initiatorin des Wettbewerbs “Klima & Co”. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren werden bis zum 27. April drei Schulen bestimmt, die im Finale am 22. Mai in Berlin gegeneinander antreten. Dort können sie dann 50.000, 30.000 und 20.000 Euro gewinnen. Außerdem ermittelt die Jury zehn weitere Schulen, deren Konzepte mit jeweils 10.000 Euro ausgezeichnet werden.

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Kölner Haushalte zeigen wie Klimaschutz in den Alltag passt

80 Kölner Haushalte haben seit Mai 2011 als „KlimaHaushalt“ gelebt. Dabei haben sie Tipps und Maßnahmen zum Klimaschutz in den Bereichen Ernährung, Energie und Mobilität in ihrem Alltag umgesetzt. Der Feldversuch lief im Forschungsprojekt KlimaAlltag und ist jetzt erfolgreich abgeschlossen.

Viele wollten ein „KlimaHaushalt“ werden: Ingesamt 240 Bewerbungen erhielt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ NRW), die den Feldversuch betreut. „Wir waren sehr überrascht, dass so viele bereit waren, an unserem aufwendigen Feldversuch teilzunehmen. Das zeigt ein hohes Interesse, aktiv etwas für das Klima zu tun“, sagt Frank Waskow von der VZ NRW. Der Feldversuch mit schließlich 80 Haushalten war Teil des Forschungsprojekts KlimaAlltag, das vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung geleitet wird.

Im Feldversuch hatten sich die „KlimaHaushalte“ aus verschiedenen Milieus und Schichten freiwillig verpflichtet, ihren CO2-Ausstoß zu verringern. Dabei ging es um die Bereiche Wohnen und Energienutzung im Haushalt, Ernährung und Mobilität. Die Haushalte wurden über ein halbes Jahr von der VZ NRW gezielt dazu beraten und der Versuch wissenschaftlich begleitet. Das ISOE hat die KlimaHaushalte während des Versuchs unter anderem nach ihren positiven Erfahrungen und Hemmnissen bei der Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen befragt.

Bereits jetzt lässt sich sagen, dass der Versuch ein Erfolg war und viele die Beratung angenommen haben. So sagt ein Teilnehmer: „Wenn wir aus dem Haus gehen, werden alle Elektrogeräte abgeschaltet, inklusive Stand-by. Das hat sich schon in den Alltag integriert.“ Die Studien werden nun ausgewertet, abschließende Veröffentlichungen liegen noch im Frühjahr vor. Erste Ergebnisse finden Sie in unserem Hintergrundpapier auf www.klima-alltag.de.

Projektleiter Dr. Immanuel Stieß vom ISOE stellt fest: „Der Feldversuch hat gezeigt, dass es quer durch die Bevölkerung eine große Bereitschaft gibt, selbst etwas für den Klimaschutz zu tun. Aber vor allem Haushalte mit geringem Einkommen befürchten, durch Klimaschutzmaßnahmen finanziell oder zeitlich überfordert zu sein. Da sind individuelle Lösungen und Beratung nötig.“

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