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Archiv für die 'Heizung' Kategorie

Neuer Förderratgeber für umweltfreundliche Wärme

1. September 2010

Viele Förderangebote zur Heizungsmodernisierung wurden jüngst erheblich umstrukturiert. Hier den Durchblick zu behalten fällt schwer. Übersicht schafft der jetzt erschienene „Leitfaden Förderprogramme“ des Deutschen Heizungsindustrieverbandes BDH. Der Ratgeber fasst die aktuellen Förderangebote des Bundes für Bauherren und Sanierer kompakt zusammen. Er kann kostenlos unter www.bdh-koeln.de heruntergeladen werden.

Pünktlich vor dem Start der nächsten Heizperiode fließen die Fördermittel für den Umstieg auf klimafreundliche Wärme wieder. So werden Solarwärmeanlagen durch das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien (MAP) mit bis zu 90 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche bezuschusst. Für besonders effiziente Lösungen gibt es Bonuszahlungen. So wird beispielsweise der Kesseltausch gegen moderne Brennwerttechnik mit zusätzlichen 400 Euro belohnt. 50 Euro Bonus werden für effiziente Solarkollektorpumpen gezahlt.

Attraktiv gefördert werden im MAP außerdem automatisch beschickte Holzpelletkessel, Holzhackschnitzelanlagen sowie besonders effiziente Wärmepumpen.

Die KfW Förderbank hat ebenfalls ihre Förderangebote zum energieeffizienten Bauen und Sanieren novelliert. So werden energiesparende Maßnahmen – wie der Einbau einer Lüftungsanlage oder eines Brennwertkessels, oder auch die Optimierung der Wärmeverteilung – ab dem 01. September nur noch im Rahmen von Komplettsanierungen eines Gebäudes zu einem „KfW-Effizienzhaus“ gefördert.

Die geänderten Förderangebote treffen auf einen immensen Sanierungsstau in Deutschland: Gerade einmal 13 Prozent der Heizungsanlagen entsprechen dem Stand der Technik. Dabei sparen moderne Heizsysteme 30 bis 50 Prozent Energie und Kosten ein. Wer die Förderangebote jetzt nutzt, hat die Investitionskosten in eine effiziente Anlage deshalb schon nach wenigen Jahren wieder drin.

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Neue Liste von Ablesediensten erleichtert Suche nach dem günstigsten Anbieter

18. August 2010

Die gemeinnützige co2online GmbH hat mit ihrer Untersuchung über die undurchsichtigen Tarife der Heizungsableser eine deutschlandweite Diskussion über die Preispolitik der Branche ausgelöst. Viele Mieter und Vermieter wollen nun wissen, welche Anbieter in ihrer Region aktiv sind. Auf diese Nachfragen reagiert co2online jetzt mit einem neuen Service: Eine Übersicht mit Ablesefirmen aus der jeweiligen Region kann kostenlos auf www.heizspiegel.de heruntergeladen werden. So können Vermieter gezielt Angebote einholen und vergleichen. Die Liste wird kontinuierlich um noch nicht erfasste Anbieter erweitert. Eine Mail an redaktion@heizspiegel.de genügt, um in die Übersicht aufgenommen zu werden.

Kostenloses Heizgutachten zeigt, ob Kosten zu hoch sind

195 Millionen Euro zahlen deutsche Mieter laut der Untersuchung von co2online jedes Jahr zuviel für den Service der Ablesefirmen. „Dass manche Mieter für eine identische Dienstleistung teilweise dreimal so viel bezahlen als andere, ist nicht nachvollziehbar“, sagt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online. Rund 14.000 Verbraucher nutzten bislang den MessCheck express auf www.heizspiegel.de, um sich über die Preise ihres Anbieters zu informieren. Das kostenlose Heizgutachten zeigt Mietern und Vermietern zudem, wie viel Euro sie für den Ablesedienst zuviel bezahlen – und wo weitere Überzahlungen bei den Heizkosten lauern. Es kann auf www.heizspiegel.de angefordert werden.

Mietern empfiehlt co2online, den Vermieter zu bitten, gezielt Angebote von Ablesefirmen aus der Region einzuholen und den günstigsten Anbieter zu beauftragen. Bei der Recherche hilft die kostenlose Anbieterübersicht auf www.heizspiegel.de. Die Kommunikation mit dem Vermieter erleichtert ein vorformulierter Musterbrief, den Nutzer des MessCheck express gratis herunterladen können.

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Wärmepumpen nutzen die Hitze und kühlen

19. Juli 2010

Wärmepumpen sind auch im Hochsommer ein aktuelles Thema. Denn diese energieeffiziente Technologie lässt sich nicht nur zum Heizen von Gebäuden, sondern auch als komfortable Klimaanlage an heißen Tagen einsetzen. Im brandneuen Kameha Grand Hotel in Bonn übernimmt eine große Wärmepumpe derzeit diese kühlende Funktion. Zur 10. Wärmepumpen Fachtagung der EnergieAgentur.NRW kamen am 8. Juli über 130 Architekten, Ingenieure und Vertreter der Wohnungswirtschaft in das futuristische Hotel am Bonner Bogen.

Das architektonisch spektakuläre Haus wurde im Frühjahr mit dem renommierten MIPIM Award der internationalen Immobilienwirtschaft ausgezeichnet. Neben der Architektur hat dazu auch das vorbildliche Energiekonzept des gesamten Gebäudekomplexes beigetragen. Neben dem Hotel gehören aktuell noch vier Bürogebäude mit insgesamt 40.000 Quadratmetern dazu. Die Energiezentrale verfügt über eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe mit 919 kW Wärmeleistung und 625 kW Kälteleistung sowie zwei Gas-Brennwertkessel mit 1 MW und 1,9 MW. Die Ergänzung der Wärmepumpe um einen Grundwasserspeicher bot sich aufgrund der Lage des Hotels an. Durch die Nähe zum Siebengebirge, von dem ständig Wasser herunterströmt, und die direkte Lage am Rhein ist stets genug Grundwasser vorhanden. „Durch die Nutzung dieses Grundwasserspeichers wird die Effizienz der Anlage noch um 10 bis 15 Prozent gesteigert“, erklärte Architekt Karl-Heinz Schommer, der das markante Gebäude entworfen hat.

Die Geothermieanlage deckt nahezu 100 Prozent des Kältebedarfs sowie 70 Prozent der Heizwärme im gesamten Gebäudebestand ab. Sobald der geplante Endausbau umgesetzt ist, wird die Anlage circa 95.000 m2 Gesamtfläche abdecken. Dann beträgt die Energieeinsparung 1.700 MWh pro Jahr gegenüber einer konventionellen Versorgung mit Gaskessel. Das bedeutet eine Einsparung von 400 Tonnen CO2 jährlich.

Die Teilnehmer der 10. Fachtagung erhielten eine Führung durch die Energiezentrale des Hotels. Zudem erlebten sie an einem extrem heißen Sommertag die Vorteile der Klimatisierung mit einer Wärmepumpe. Denn mit dieser Technik können auch sehr große Flächen gekühlt werden. Das in den Leitungen der Fußboden- oder Wandheizung zirkulierende 16 bis 19 Grad kalte Wasser entzieht dem Raum die Wärme. Vermieden wird so der Durchzug und die lästigen Geräusche, wie man sie von klassischen Klimaanlagen kennt. Ein entscheidender Vorteil ist zudem: Bei Wasser/Wasser- und auch bei Sohle/Wasser-Wärmepumpen kann die Wärme, die den Räumen im Sommer entzogen wird, im Erdreich gespeichert werden und dann im winterlichen Heizbetrieb die Effizienz der Anlage erhöhen. Bei allen Wärmepumpen kann zudem mit der überschüssigen Raumwärme auch das Brauchwasser erwärmt werden. Wärmepumpen nutzen also die Hitze clever aus. Eine herkömmliche Klimaanlage gibt die Wärme hingegen ungenutzt an die Umgebungsluft ab.

Neben der interessanten Hoteltechnik wurden auf der Fachkonferenz auch weitere Innovationen im Bereich Wärmepumpe vorgestellt. Ein Thema war die Hybrid-Wärmepumpe, die eine Solaranlage mit einbezieht. Zudem ging es um die Gas-Wärmepumpe, die im Frühjahr als Innovation auf der Fachmesse SHK in Essen vorgestellt wurde. Beide Neuentwicklungen bieten interessante Möglichkeiten, auch ältere Bestandsgebäude nachträglich mit der energieeffizienten Technik der Wärmepumpen auszustatten.

„Die Fachtagung bot wieder eine gute Gelegenheit, die Neuerungen der Branche und die verschiedenen Facetten von modernen Wärmepumpen kennenzulernen und mit Experten zu diskutieren. Denn es hat sich sehr viel entwickelt in diesem Bereich. Längst ist klar, dass sich große Gebäude sowie der Nicht-Wohnbereich hervorragend mit einer Wärmepumpe ausstatten lassen. Neue Perspektiven eröffnen zudem die Innovationen bei der Wärmepumpentechnik für den Gebäudebestand“, so fasste Sven Kersten, Leiter des Wärmepumpen-Marktplatzes der EnergieAgentur.NRW, den aktuellen Stand zusammen.

Die 10. Wärmepumpen Fachtagung der EnergieAgentur.NRW fand in Kooperation mit der Architektenkammer NRW, dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. NRW, des BFW Landesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. NRW, der Ingenieurkammer-Bau NRW und der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (GEU) statt.

Die Vorträge der 10. Wärmepumpen-Fachtagung sind hier zum Download zu finden.

Hat eigentlich jemand selbst Erfahrung mit einer Wärmepumpe zur Kühlung im Sommer?

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Zahlen Sie zuviel für das Ablesen der Heizung?

8. Juli 2010

Beim täglichen Einkauf oder der Wahl des Stromanbieters ist es selbstverständlich: Verbraucher vergleichen Preise und entscheiden sich für das lukrativste Angebot. Für den Service der Messdienstleister, die einmal im Jahr den Verbrauch der Heizung ablesen, zahlen deutsche Mieter hingegen pro Jahr im Schnitt 13 Euro zu viel. Das geht aus einer Untersuchung von 12.500 Heizkostenabrechnungen der gemeinnützigen co2online GmbH hervor. „Vermieter sind kaum motiviert, einen günstigen Anbieter zu suchen, weil sie die Mehrausgaben mit der Heizkostenabrechnung an ihre Mieter weiterreichen“, sagt co2online-Geschäftsführer Dr. Johannes D. Hengstenberg.

co2online bietet nun erstmals auf www.heizspiegel.de die Möglichkeit, die Preise verschiedener Messdienste zu vergleichen. Zusätzlich können Nutzer des Immobilienportals ImmobilienScout24 in Kürze auf www.immobilienscout24.de den MessCheck express nutzen. So können Mieter und Vermieter in weniger als einer Minute herausfinden, um wie viel Prozent ihr Anbieter im jeweiligen Postleitzahlenbereich über dem günstigsten Messdienst liegt. „Damit sorgen wir endlich für mehr verbraucherfreundliche Transparenz“, sagt Hengstenberg.

Kostenloses Heizgutachten bewertet Heiznebenkosten

Im zweiten Schritt kann auf www.heizspiegel.de ein kostenloses Heizgutachten bestellt werden. Es nimmt den energetischen Zustand der Wohnung oder des Gebäudes unter die Lupe und analysiert die Heizkostenabrechnung und die darin enthaltenden Heiznebenkosten. Dazu gehören die Kosten für den Messdienst und die Ausgaben für den Betriebsstrom sowie die Wartung der Heizung. Außerdem können Mieter gratis bei co2online einen Musterbrief herunterladen. Damit können sie den Vermieter auffordern, den Messdienstleister zu wechseln oder günstigere Konditionen auszuhandeln.

Mieter zahlen jährlich 195 Millionen Euro unnötig zu viel

Bei 15 Millionen Mietwohnungen mit Zentralheizung werden so in Deutschland jährlich 195 Millionen Euro für Messdienstleisterkosten zu viel gezahlt. „Dass Mieter für eine identische Dienstleistung bis zu 70 Prozent mehr bezahlen als andere, ist schlicht nicht nachvollziehbar“, sagt Hengstenberg. Schuld daran sind intransparente Marktverhältnisse und Versäumnisse der Hausverwaltungen. „Viele nehmen ihren Messdienst als gottgegeben hin. Sie wissen offensichtlich gar nicht, dass es verschiedene Anbieter gibt und verlängern bestehende Verträge unbesehen“, ergänzt Dietmar Wall, Rechtsexperte des Deutschen Mieterbundes. Die Infografik von co2online zeigt eine aktuelle Messdienstleister-Rangliste: Große Firmen wie Ista und Techem gehören demnach zu den teuersten Anbietern. Sie liegen mit ihren Gebühren um 24 beziehungsweise 18 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

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Blockheizkraftwerken gehört die Zukunft

21. März 2010

Gastbeitrag von Christian Märtel, www.heizungsfinder.de , als viertem Teil einer Serie von Artikeln zum Thema Heizung (weitere Beiträge sind willkommen).

Herkömmliche Großkraftwerke sind nicht nur schwerfällig. Sie haben auch einen sehr niedrigen Wirkungsgrad um die 40 Prozent. Einen Großteil der eingesetzten Energie verpufft als Abwärme nutzlos in der Luft. Viel effizienter sind Blockheizkraftwerke. Sie produzieren Strom und Wärme und erzielen so Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent. Ein umfassender Klimaschutz ist ohne Kraft-Wärme-Kopplung also gar nicht denkbar.

Abkopplung von Großkonzernen

Noch etwas unterscheidet Blockheizkraftwerke von atomaren oder fossilen Großkraftwerken. Sie sind für eine dezentrale Energieversorgung gedacht. Kein aufwändiger Transport von der Großanlage über endlos lange Rohrleitungsnetze – die Energie wird gleich vor Ort verbraucht: in Industriegebieten, Schulen oder Krankenhäusern. Auch das ist ein klarer Pluspunkt.

Blockheizkraftwerke könnten in den nächsten Jahren auch die private Energieversorgung revolutionieren. Der Hamburger Energieanbieter Lichtblick und VW wollen dafür sorgen, dass Kraft-Wärme-Kopplung auch in Einfamilienhäusern genutzt wird. Der Wolfsburger Autobauer plant die Massenproduktion von Mini-Blockheizkraftwerken, die in den Hauskeller passen. Sie werden von einem VW-Gasmotor angetrieben und haben eine elektrische Leistung von 20 Kilowatt. Lichtblick übernimmt den Vertrieb der „Zuhause-Kraftwerke“, die zu einem großen virtuellen Gaskraftwerk vernetzt werden sollen. Das kann als Kampfansage an die etablierten Stromkonzerne verstanden werden. Für Hauseigentümer, die ihre betagte Ölheizung sowieso auswechseln möchten, ist dieses Modell sicherlich attraktiv. Es sollen auch schon mehrere tausend Anfragen eingegangen sein. Die Massenproduktion bei VW startet in diesem Jahr. Geeignet sind die Kellerkraftwerke in erster Linie für Mehrpersonenhaushalte mit hohem Energieverbrauch.

Unabhängigkeit ist bezahlbar

Die Kosten für das Mini-Blockheizkraftwerk schätzt Lichtblick auf 5000 Euro für die Installation und die Entsorgung des alten Heizkessels. Wartung und Reparaturen sind für einen monatlichen Grundpreis von 20 Euro zu haben. Darüber hinaus muss der Lichtblick-Kunde ausschließlich die von ihm verbrauchte Wärme bezahlen. Der Preis richtet sich dabei nach dem Gaspreisindex, den das Statistische Bundesamt ermittelt. Dafür bekommen die Kunden fünf Euro monatliche Kellermiete und 0,5 Cent für jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde.

Lichtblick ist hierzulande der größte unabhängige Ökostromanbieter und drängt mit einer 5-Prozent-Biogas-Beimischung mittlerweile auch in den Wärmemarkt. Mit den Blockheizkraftwerken baut das Unternehmen sein Geschäftsmodell weiter aus. Die Idee, Kraft-Wärme-Kopplung in die Privathaushalte zu bringen, erweckt sicherlich mehr Vertrauen als die Haus-Atommeiler eines US-amerikanischen Herstellers. Dessen Mini-Reaktor produziert genau so Atommüll wie seine großen Brüder in Biblis oder Brunsbüttel.

In Dänemark, Finnland und den Niederlanden übernehmen Blockheizkraftwerke schon zwischen 35 und 50 Prozent der landesweiten Stromerzeugung. Deutschland hinkt, laut Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung, da mit rund 11 Prozent deutlich hinterher, allerdings sind nach einer Studie des Bremer Energie-Instituts 57 Prozent möglich. Allein die kleinen und mittleren Blockheizkraftwerke, die hierzulande seit 2002 installiert wurden, können jetzt schon drei Großkraftwerke ersetzen. Das hat der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung ausgerechnet.

Attraktiv durch staatliche Zuschüsse

Blockheizkraftwerke werden vom Gesetzgeber durch das seit 2002 geltende Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz gefördert. Das funktioniert im Prinzip wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die örtlichen Netzbetreiber müssen den Strom aus Blockheizkraftwerken mit einer festgelegten Einspeisevergütung honorieren. Zur Zeit liegt sie bei 5,1 Cent pro Kilowattstunde für kleine Anlagen bis 50 Kilowatt. Seit einer Gesetzesnovellierung im Jahr 2009 gilt die Vergütung nicht mehr nur für eingespeisten Strom, sondern auch für privat verbrauchten. Wenn ein Biokraftstoff wie zum Beispiel Rapsöl genutzt wird, kann die Einspeisevergütung sogar bis auf 21 Cent pro Kilowattstunde klettern.

Blockheizkraftwerke werden üblicherweise von Verbrennungsmotoren oder Gasturbinen angetrieben. Mit dem KWK-Gesetz soll aber auch die Brennstoffzellentechnik voran gebracht werden, denn für Blockheizkraftwerke ist ebenso Wasserstoff geeignet. Wasserstoff wird als alternativer Energieträger für eine klimaverträgliche Energieversorgung gehandelt. Die Entwicklung im KWK-Bereich steht aber noch am Anfang.

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Mieter zahlen bei Betriebsstromkosten oft zu viel

24. Februar 2010

Nur wenige Mieter kennen die Stromkosten für den Betrieb ihrer Heizanlage, obwohl deutschlandweit 90 Millionen Euro jährlich bei den Betriebsstromkosten eingespart werden könnten. Dies hat die gemeinnützige co2online GmbH bei der Auswertung von mehr als 30.000 Heizkostenabrechnungen ermittelt. Hilfestellung leistet der neue interaktive „BetriebsstromCheck“ von co2online und ein begleitendes Themenspezial auf www.heizspiegel.de. Mit dem Check kann jeder Mieter in einer Minute ermitteln, ob er zuviel für den Betriebsstrom bezahlt. Das individuelle Ergebnis mit Hinweisen für die nächsten Schritte ist so aufbereitet, dass es an den Vermieter oder die Hausverwaltung weitergeleitet werden kann und im Idealfall Optimierungsmaßnahmen an der Heizanlage nach sich zieht.

„Jährlich können 450 Millionen Kilowattstunden Strom und über 290.000 Tonnen CO2 eingespart werden, wenn Vermieter und Hausbesitzer ein paar einfache Eingriffe an ihrer Heizanlage vornehmen lassen und Mieter mehr Transparenz in der Heizkostenabrechnung erhalten“, rechnet Stefanie Jank von co2online und Projektleiterin der vom Bundesumweltministerium geförderten Heizspiegelkampagne vor. Das entspricht ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch einer Stadt von der Größe Augsburgs.

Vielen Heizkostenabrechnungen mangelt es an Transparenz

Ein Problem bei der Ermittlung optimaler Betriebsstromkosten: mangelnde Transparenz der Heizkostenabrechnung. „Die Betriebsstromkosten sollten als Heiznebenkosten in der Heizkostenabrechnung aufgeführt werden. Nur dann kann der Mieter die Kosten wirklich nachvollziehen und prüfen“, erklärt Jank. Dies geschehe jedoch immer noch nicht flächendeckend, wie co2online bei der Analyse der Heizkostenabrechungen festgestellt hat.

Viele Heizkostenabrechnungen seien unvollständig und weisen einzelne Posten wie den „Betriebsstrom“ oftmals gar nicht auf. In diesen Fällen helfe nur noch die direkte Nachfrage beim Vermieter, der zur Darlegung der Grundlage seiner Berechnungen verpflichtet sei. Wo der Mieter auf seiner Abrechnung die Betriebsstromkosten finden kann, was er tun sollte, wenn sie nicht aufgeführt werden und viele weitere Informationen rund um das Thema Betriebsstrom können Mieter ab sofort auf www.heizspiegel.de nachlesen.

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Welche Wärmepumpe soll es denn nun sein?

17. Februar 2010

Passend zu dem Beitrag über Wärmepumpen der vergangenen Woche, habe ich einen Filmbeitrag über die Auswahl von Wärmepumpen gefunden. Welche Art von Wärmepumpe soll es sein? Soll es ein Erdwärmepumpe oder doch lieber eine Luftwärmepumpe sein? Welche Wärmepumpen gibt es darüber hinaus? Worin unterscheiden sie sich und was gilt es zu beachten? Eine Reportage auf N24 gibt Aufschluss.

via “Erdwärme für alle”

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Die Pelletheizung und ihre Vorteile

16. Februar 2010

Gastbeitrag von Fabian Piotrowski, www.heizungsfinder.de , als drittem Teil einer Serie von Artikeln zum Thema Heizung (weitere Beiträge sind willkommen).

Das Heizen mit Holz gewinnt in Zeiten explodierender Energiepreise immer mehr an Bedeutung. Grund dafür ist die kostengünstige Heizform, ebenso wie der hohe Wirkungsgrad der Holzpellets. Insbesondere der Umwelt kommt die Pelletheizung zugute. Denn Holz als Rohstoff zum Heizen wächst auf natürliche Weise nach. Beim Abbrennen der Pellets wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie der Baum aufgenommen hat. Außerdem sind die Heizkessel einer Pelletheizung so angefertigt, dass sie einen sehr hohen Wirkungsgrad besitzen und nur geringe Schadstoffmengen ausstoßen.

Als Brennstoff dienen Hobel- und Sägespäne, die unter hohem Druck in Form, nämlich zu den Pellets, gepresst werden. Diese Abfallprodukte fallen ohnehin bei der Holzverarbeitung an und können in Form der Pellets noch weiter verwertet werden. Sie dürfen allerdings nicht mit Zusatzstoffen versetzt sein. Ebenfalls wird den Spänen durch den hohen Druck beim Zusammenpressen sehr viel Feuchtigkeit entzogen. Durch die hohe Trockenheit entsteht aber auch ein deutlich höherer Energiegehalt der Pellets.

Verwendung der Pelletheizung

Die Pelletheizung kann wahlweise als Einzelofen oder als Zentralheizung eingesetzt werden. In ersterem Fall stellt sie eine Zusatzheizung dar, die bei Bedarf eingeschaltet wird. Der Ofen wird meist im Wohnraum aufgestellt und arbeitet mit offener Flamme, was gleichzeitig noch ein romantisches Flair verbreitet. Ebenfalls ist die Versorgung mit Brennstoff recht einfach. Am Ofen findet sich ein Vorratsbehälter, der von Hand mit frischen Pellets aufgefüllt wird. Diese gelangen von hier aus direkt in den Brennraum. Auch die Heizleistung der Pelletheizung kann individuell von Hand oder mit einem Thermostat eingestellt werden.

Als Zentralheizung eignet sich die Pelletheizung ebenfalls. Sie wird dabei oftmals mit anderen Heizsystemen auf Basis regenerativer Energien verwendet, wie einer solarthermischen Anlage, bei der das Brauchwasser erhitzt wird.

Die Brennstoffe

Die Brennstoffe, also die Pellets, können ebenso wie Öl oder Gas einmal jährlich angeliefert werden. Sie werden dann entweder direkt in einen entsprechenden Tank gefüllt oder säckeweise in einem speziellen Silo gelagert. Wichtig ist, dass der Lagerort vor Feuchtigkeit bestens geschützt ist, um den Wirkungsgrad der Pellets nicht unnötig zu beeinflussen. Bei großen Heizanlagen wird ein Förderband eingesetzt, dass die Holzpellets direkt zur Pelletsheizung transportiert, wo sie dann zur Beheizung des gesamten Hauses verwendet werden.

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Programmierbare Heizkörperthermostate: Energiesparer oder Energiefresser? Teil 2

15. Februar 2010

Gastbeitrag von Benjamin Wirries, Die Einsparinfos, in zwei Teilen im Rahmen der Artikelserie zum Thema Heizung (weitere Beiträge sind noch willkommen)

Die Hersteller dieser Ventile geben stets ein Einsparpotential von bis zu 30% an. Dies wäre bei einer Gasheizung etwa ein Einsparpotential von 37,80 € pro Heizkörper. Diese Zahl stellt jedoch die maximal mögliche Einsparung bei einem durchschnittlichen Energieverbrauch dar. Im Normalfall werden die Heizkörper ja geregelt und viele Heizungsanlagen verfügen auch über eine Nachtabsenkung.

Ganz entscheidend dafür, ob sich die Anschaffung eines Energiesparreglers lohnt ist das persönliche Heizverhalten. Daher betrachten wir im folgenden die Wohnzimmer von zwei Beispielhaushalten mit gleicher Wohnfläche, Personenanzahl, Heizsystem…. .

Haushalt A:
Der Thermostat auf dem Heizkörper steht den ganzen Tag auf Stufe 3, da man es nach der Arbeit, wenn man heim kommt gleich warm haben möchte. An fünf Arbeitstagen in der Woche werden daher die Räume für jeweils 9 Stunden zusätzlich auf einer Temperatur von 21 °C gehalten, obwohl niemand in der Wohnung ist. In dieser Zeit könnte mit einem programmierbaren Thermostat die Raumtemperatur auf 16°C gesenkt werden und eine halbe Stunde, bevor die Personen von der Arbeit heimkommen den Raum wieder auf die gewünschten 21°C aufheizen. Diese Absenkung der Raumtemperatur für achteinhalb Stunden um 5°C könnte in dieser Zeit 30% Heizenergie sparen. Wenn man davon ausgeht das die Absenkung der Raumtemperatur um 1°C den Energieverbrauch um 6% sinken lässt Zusätzlich hat der Haushalt keine Nachtabsenkung der Heizung eingestellt. Für sieben Stunden pro Nacht könnte daher noch einmal die Raumtemperatur um 5°C gesenkt werden, da die Bewohner nachts die Thermostate an ihrem Heizkörper nicht herunterdrehen. Insgesamt könnte mit einem Energiesparregler so an 91,5 Stunden pro Woche Heizenergie gespart werden (das sind 54% der Wochenstunden). Diese 54% multipliziert mit den 30% Heizkostenersparnis während der Absenkphasen ergibt ein Einsparpotential von ca. 16% der Heizenergie. (Dieser Wert ist natürlich sehr stark vom Standort des Heizkörpers und vom Heizverhalten abhängig. Er kann nach oben oder nach unten abweichen.)

Haushalt B:
Hier werden die Räume grundsätzlich nur auf einer Temperatur von 15-16°C gehalten. Die Bewohner regeln aktiv über die konventionellen Thermostate die Raumtemperatur auf 21°C, wenn sie nach der Arbeit heimkommen. Bis der Raum warm ist wird halt ein Fleece-Pullover übergezogen. In den Räumen hängen Thermometer, so das man die Raumtemperatur auch überwachen kann. Nachts wird die Heizungsanlage über eine Nachtabsenkung generell heruntergeregelt. Das Einsparpotenzial für einen Energiesparregler in der Stube geht daher gegen Null, da es praktisch keine Zeiten gäbe in denen er die Raumtemperatur zusätzlich herunterregeln könnte.

Bei der Verwendung eines programmierbaren Thermostates könnte es sogar zu einem Mehrverbrauch kommen. Stellen Sie sich vor, die Bewohner kommen einmal pro Woche außerplanmäßig zwei Stunden später heim als erwartet. In diesen Fällen würde der Energiesparregler schon die Temperatur des Raumes auf 21°C regeln, obwohl gar niemand daheim ist.

Das persönliche Heizverhalten ist entscheidend:
Die beiden Beispiele oben stellen sicherlich zwei extreme Positionen dar. Die Masse der Bevölkerung wird sicherlich zwischen diesen Verhaltensbeispielen bewegen. Entscheidend ob der Einsatz eines Energiesparreglers Sinn macht ist das Heizverhalten der Bewohner in den Haushalten und der Ort an dem er verwendet werden soll. Leider kann nicht generell gesagt werden, dass der Einsatz von programmierbaren Thermostaten x % an Heizenergie pro Jahr spart.

Umso wichtiger ist es möglichst viele Leute darüber aufzuklären wie sie effizient heizen und wo es verhaltensabhängige Einsparpotentiale gibt. Gerade der zweite Punkt gestaltet sich in der Beratung häufig als etwas schwierig. 80% der Haushalte sagen zwar, dass sie sehr bewusst heizen, um Energie zu sparen. Im Alltag schleichen sich dann aber doch häufig wieder Verhaltensmuster ein, die einen sparsamen Umgang mit der Heizenergie zunichte machen.

Fazit:
Programmierbare Energiesparregler können durchaus helfen Heizenergie einzusparen, auch wenn die Angaben der Hersteller übertrieben sind. Wie hoch genau das Einsparpotential im einzelnen ist hängt allerdings einmal vom Standort des Heizkörpers ab, der mit einem solchen Energiesparregler ausgerüstet werden soll. Der zweite, entscheidendere Punkt, ist das Heizverhalten der Bewohner des jeweiligen Haushaltes, das in vielen Fällen suboptimal ist. Die Entscheidung ob sich ein Haushalt ein solches Gerät anschafft, wird jedoch häufig auch durch ein Bedürfnis nach mehr Komfort bei der Heizungsregelung beeinflusst. Eine Empfehlung in der Beratung für oder gegen solche Geräte sollte also stets fallspezifisch gegeben werden.

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Programmierbare Heizkörperthermostate: Energiesparer oder Energiefresser? Teil 1

15. Februar 2010

Gastbeitrag von Benjamin Wirries, Die Einsparberater OHG, in zwei Teilen im Rahmen der Artikelserie zum Thema Heizung (weitere Beiträge sind noch willkommen)

Programmierbare Heizkörperthermostate, auch Energiesparregler genannt, werden gerade in der kalten Jahreszeit an vielen Stellen als „DIE“ Möglichkeit zum Energiesparen auch für Miethaushalte angepriesen. Im folgenden möchte ich kurz erläutern welche Einsparpotentiale mit diesen Geräten zu erzielen sind, und ob sich eine Anschaffung solcher Produkte lohnt.

Was versteht man unter programmierbaren Heizkörperthermostaten?

Die Energiesparregler bestehen aus einer Einheit, die in der Regel ein Thermometer, eine Zeitschaltuhr und einen Elektromotor beinhaltet. Sie werden an Stelle der normalen Thermostate auf die Ventile der Heizkörper montiert. Für die Montage an die Vielzahl der Ventiltypen bei den Heizkörpern sind teilweise separat erhältliche Adapter nötig. Danach wird an dem Energiesparregler festgelegt, wann am Tag welche Temperatur in dem jeweiligen Raum gehalten werden soll. Dies kann für unterschiedliche Wochentage differenziert eingegeben werden. Anschließend regelt der programmierbare Heizkörperthermostat nach den einprogrammierten Vorgaben selbsttätig die Heizleistung der Heizkörper mit Hilfe, des über Batterien betriebenen, Elektromotors. Die Preise für solche programmierbaren Heizkörperthermostate variieren, je nach Ausstattung und Hersteller zwischen 23 und 60 €.

Wie viel Energie wird über einen Heizkörper im Schnitt abgegeben?

Diese Frage ist etwas schwer zu beantworten, zumindest mit den Daten die mir zur Verfügung stehen. Ich werde die Daten daher ableiten, am besten wäre es an dieser Stelle sicherlich die Kalorimeter-Daten von einigen tausend Haushalten zur Verfügung zu haben.

Laut statistischem Bundesamt betrug 2008 die Wohnfläche die im Durchschnitt pro Haushalt vorhanden war 86,4 m². Die Haushaltsgröße betrug 2,2 Personen im Schnitt und es waren 4,4 Räume plus Küche und Bad, also insgesamt 6,4 Räume, vorhanden. (zu den Daten des statistischen Bundesamtes)

Insgesamt gehe ich daher in den weiteren Berechnungen von 6,4 beheizten Räumen pro Haushalt aus, die jeweils einen Heizkörper enthalten.

2007 haben die privaten Haushalte rund 1.653 PJ Energie für die Raumwärme verbraucht (Quelle UBA). Das macht pro Haushalt rund 11.500 kWh an Heizenergie pro Jahr. Teilt man diese 11.500 kWh nun auf die 6,4 Heizkörper je Wohnung auf, so kommt man auf einen rechnerischen Wert von etwa 1.800 kWh Heizenergie pro Heizkörper und Jahr.

Wie viel Energie lässt sich mit einem solchen Thermostat einsparen?

Die Hersteller dieser Ventile geben stets ein Einsparpotential von bis zu 30% an. Dies wäre bei einer Gasheizung etwa ein Einsparpotential von 37,80 € pro Heizkörper. Diese Zahl stellt jedoch die maximal mögliche Einsparung bei einem durchschnittlichen Energieverbrauch dar. Im Normalfall werden die Heizkörper ja geregelt und viele Heizungsanlagen verfügen auch über eine Nachtabsenkung.

Ganz entscheidend dafür, ob sich die Anschaffung eines Energiesparreglers lohnt ist das persönliche Heizverhalten. Daher betrachten wir im folgenden die Wohnzimmer von zwei Beispielhaushalten mit gleicher Wohnfläche, Personenanzahl, Heizsystem…. .

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