Kategorie: Förderung

Weiterentwicklung des EEG oder komplette Änderung der Förderung von erneuerbaren Energien?

Podium der Diskussion zur Zukunft des EEG bei der Agora Energiewende, Foto: A. Kühl Es gibt ja einige Vorschläge für eine neue Gestaltung der Förderung für erneuerbare Energien. Dass sich etwas ändern muss ist klar, und zwar nicht nur kurzfristig vor der Bundestagswahl. Bei zunehmendem Anteil an Solar- und Windenergie im Stromnetz müssen sie auch ihren Beitrag leisten können zur Stabilität des Netzes und zur  Sicherung der Stromversorgung. Mit schon mehr als 25% Anteil an der Stromversorgung werden Sonne und Wind immer mehr zur dominierenden Form der Stromproduktion – die Voraussetzungen  für die Förderung sind also völlig anders als noch vor 13 Jahren bei Einführung des EEG. Soll das EEG nun völlig neu geschrieben werden oder sich weiter entwickeln? Hierbei sind sich auch Fachleute nicht einig, es gibt einige unterschiedliche Ansätze, die alle ihren Vorteil haben. Evolution oder Systemwechsel? Zur Diskussion der unterschiedlichen Vorschläge hat die Agora Energiewende am 13.02. fünf Experten eingeladen, die ihre Konzepte einem Fachpublikum vorgestellt haben. Über 300 Fachleute haben sich für diese Diskussion und die unterschiedlichen Vorschläge interessiert. Was bisher in der Öffentlichkeit diskutiert wird, sind nur kleine Korrekturen. Es gibt aber noch mehr Vorschläge, die Kosten reduzieren und den Ausbau der erneuerbaren  Energien weiter forcieren helfen. weiterlesen ›

Verbesserte Förderbedingungen für energetische Sanierungen statt steuerlicher Vorteile

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Wärmedämmung eines Einfamilienhauses, Bild: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar Aus der steuerlichen Abschreibung von energetischen Gebäudesanierungen ist ja nichts geworden, wie bereits im letzten Jahr berichtet. Als Alternative hatte die Bundesregierung zusätzliche Mittel für Sanierungen angekündigt. Bis zum Jahr 2020 sollen jährlich zusätzlich 300 Millionen Euro Bundesmittel bereit stehen. Wer jetzt mit der Sanierung beginnt und die Förderung der KfW in Anspruch nimmt, kann von der Aufstockung in der Kredit- und in der Zuschussvariante des Förderprogramms “Energieeffizient sanieren” profitieren. Darüber hinaus hat die KfW ein neues Programm für Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer  Energien angekündigt. KfW verbessert Programm Energieeffizient Sanieren Der Bund stellt über das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) für die Verbesserung der bestehenden Zuschussförderung ab sofort und bis 2020 jährlich zusätzliche Bundesmittel i.H.v. 300 Mio. Euro zur Verfügung. Das KfW-Programm Energieeffizient Sanieren wird noch attraktiver: Wer sein Haus oder seine Wohnung energetisch saniert, profitiert künftig von einer Aufstockung der Investitionszuschüsse. Insbesondere private Eigentümer profitieren von höheren Zuschussbeträgen. Die verbesserte Zuschussförderung kann ab sofort direkt bei der KfW beantragt werden. weiterlesen ›

Finanzierung und weitere Förderangebote von Photovoltaik-Anlagen

Dies ist ein Auftragsartikel, der bezahlte Werbelinks enthält. Installation von Solarmodulen, Quelle: BSW-Solar Wenn es um die Förderung von Photovoltaik-Anlagen geht, dann spricht man meistens nur über die Einspeisevergütung nach dem EEG. Dieses Instrument ist auch der wichtigste Faktor in der Frage der Förderung, aber mit Sicherheit nicht der einzige. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Photovoltaik-Anlage einbauen zu lassen, der muss sich in den meisten Fällen auch überlegen wie diese Anlagen finanziert werden soll. Für die meisten wird die Finanzierung die erste Hürde sein auf dem Weg zu einer eigenen Stromerzeugung mit Photovoltaik. Erster Ansprechpartner ist die Hausbank, die einen besonders günstigen Kredit der KfW anbieten kann. Hierzu hat die KfW das Programm “Erneuerbare Energien” eingerichtet. Das Programm bietet günstige Konditionen mit einem geringen Zinssatz, einer tilgungsfreien Anlaufzeit, Finanzierung über zehn Jahre mit einem festen Zinssatz und kann von  Privatperson, Freiberufler, Landwirten oder gemeinnützigen Organisation in Anspruch genommen werden. Ebenfalls gefördert werden privatwirtschaftliche Unternehmen und Unternehmen mit kommunaler, kirchlicher oder karitativer Beteiligung. Bis zu 100% der Nettoinvestitionskosten können damit finanziert werden, maximal jedoch eine Summe von 25 Millionen Euro. weiterlesen ›

Möge die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung in Frieden ruhen

Modernisierungsbeispiel mit Solarwärme, Quelle: erdgas.info

Modernisierungsbeispiel mit Solarwärme, Quelle: erdgas.info

Man hat es fast vergessen, zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung sollte ein steuerlicher Anreiz geschaffen werden. Viele Interessengruppen haben sich auf diese Unterstützung gefreut, damit sollte die Sanierungsrate endlich einen Aufschwung erleben und in Richtung der gewünschten zwei Prozent des Gebäudebestandes sich bewegen. Doch die Bundesregierung konnte sich auch in mehren Anläufen mit den Ländern nicht auf eine Finanzierung einigen – jeder hat wieder einmal die Schuld auf den jeweils anderen geschoben – aber stören tut diese Blockade wohl keinen der beiden Parteien.

Nun ist die steuerliche Förderung wohl von uns gegangen, bevor sie jemals das Licht der Welt erblicken konnte, und in aller Ruhe beigesetzt worden. Der Steuerbonus ist endgültig vom vom Tisch, so berichten das Energie-Fachberater-Portal und das Blog Lexegese.

Damit man nicht allzu lange trauern muss, gibt es auch eine Alternative zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung. Beide berichten, dass geplant ist ab 2014 für einen Zeitraum von 8 Jahren jährlich 300 Millionen Euro als Zuschuss zur Verfügung zu stellen. Die Mittel dazu wird der Bund aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) zur Verfügung stellen.  Vielleicht besser als nichts, aber um die Sanierungsquote auf die angestrebten zwei Prozent des Gebäudebestandes zu heben, wird es nicht ausreichen. Daher spricht auch Michael Hölker von der Wohnungsbau-Initiative bei Baulinks.de von einem Windhundverfahren, bei dem nur die schnellsten Bauherren gewinnen können. Die Verunsicherung werde dem Markt damit nicht genommen, zumal die Zuschüsse erst ab 2014 ausgezahlt werden sollen und damit wieder ein Jahr verschenkt wird.

Während das Thema Strompreise immer wieder diskutiert wird, scheinen die Kosten für die Heizung noch nicht angekommen zu sein in der Diskussion, auch wenn die Heizkosten deutlich ansteigen werden in den nächsten Jahren. Die soziale Dimension interessiert hier nicht mehr, man kann sie ja nicht mehr für seine Zwecke gebrauchen. In diesem Zusammenhang hat das Magazin energie-experten.org von der Landesregierung Schleswig-Holsteins berichtet, die in einer Studie festgestellt hat, dass Kosten für die Wärmeversorgung mit fossilem Heizöl fünf Mal so stark gestiegen sind wie die Stromkosten. Besonders betroffen sind dabei Geringverdiener ohne Transferleistungen.

Eine Lösung der Problematik scheint mir noch lange nicht in Sicht, auch wenn sich immer mehr Akteure in die Diskussion einbringen. Der einzige weitere Ansatz, den die Bundesregierung hatte in diesem Jahr, war die Änderung des Mietrechtes

Einer der neuen Akteure, der mehr Engagement für die Gebäudesanierung fordert, ist der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Laut dem Magazin energie-experten.org fordert dieser eine Aufstockung des KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramms und ein weiteres „Kommunalprogramm“ zur Sanierung des kommunalen Immobilienbestandes. Natürlich ist diese Forderung nicht ganz uneigennützig, denn mit dem Handwerk und lokalen Gewerbe profitieren die Städte und Gemeinden von diesen Programm und mit einer Sanierung kommunaler Immobilien können die arg gebeutelten kommunalen Finanzen nachhaltig entlastet werden.

Der Fokus der Energiewende muss in der nächsten Zeit deutlich in Richtung der Themen Wärme und Effizienz verschoben werden. Der reine Blick auf die Stromwende reicht nicht mehr aus.

Quotenmodell ist Vollbremsung für erneuerbare Energien

In der vergangenen Woche hatte ich schon in einem Beitrag auf die Untauglichkeit des Quotenmodells zur Förderung erneuerbarer Energien hingewiesen und zuvor hatte ich in einem Interview Frau Prof. Kemfert dazu befragt. Die Diskussion dazu reißt aber nicht ab, sie wird vermutlich noch weiter an Fahrt aufnehmen in den nächsten Wochen. Daher ist es wichtig, auf die Folgen des Umstiegs zur Quotierung von erneuerbarer Energien hinzuweisen.

Die Meldung des  Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hatte der Solarcontact-Blog bereits veröffentlicht. Diese Meldung begründet sehr ausführlich  die Ablehnung der heute in Berlin vorgelegten Vorschläge der FDP für einen grundlegenden Wechsel in der Förderpolitik für Erneuerbare Energien. “Die Vorstellungen der Liberalen würden das Ende für den dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien bedeuten. Das widerspricht diametral der Entscheidung der schwarz-gelben Bundesregierung, aus der Kernenergie auszusteigen und Erneuerbare Energien schneller auszubauen”, kommentiert BEE-Präsident Dietmar Schütz die von FDP-Generalsekretär Patrick Döring und dem niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Dr. Stefan Birkner, vorgestellten Thesen.

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Erfolgreiches EEG gerät immer mehr unter Druck und wird zu wenig verteidigt

Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung, Quelle: http://pixabay.com/de/alternative-blau-zelle-sauber-eco-21581/

Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung, Quelle: http://pixabay.com/de/alternative-blau-zelle-sauber-eco-21581/

Je länger das Jahr dauert und je näher wir an den Tag der Verkündung der neuen EEG-Umlage für 2013 kommen, umso mehr kommt das EEG in Bedrängnis. Nach wie vor hohe Zubauzahlen in der Photovoltaik, und auch in der Windenergie, werden immer weniger als positive Meldungen wahrgenommen. Die vermutete Erhöhung der EEG-Umlage bewirkt einen hohen Druck auf das erfolgreiche Instrument EEG.

Mittlerweile kommt der Druck nicht mehr nur aus den Reihen einiger konservativer Politiker oder aus der FDP. Jetzt sprechen sich auch einige Verbände und Wissenschaftler für den Umstieg vom erfolgreichen EEG zum planwirtschaftlichen Quotenmodell aus. Dazu gehören nicht nur die Initiative neue soziale Marktwirtschaft, die auch schon bei anderen Themen sich die Wahrheit zu ihren Gunsten zurecht gebogen hat. Auf die Forderung von Sachsen nach dem Quotenmodell hat Robert Dölling bei den energie-experten.org mit der Antwort des Vereins zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien (VEE) hingewiesen. Jetzt hatte er wieder einen Artikel mit der Forderung nach einer effizienten Ordnungspolitik im Elektrizitätssektor. Der Forderung zur Stärkung des Emissionshandels kann ich absolut zustimmen, durch die große Menge an verschenkten Zertifikaten kann man heute noch nicht von einem funktionierenden Emissionshandel sprechen. Eine Heranführung der erneuerbaren Energien an einen marktwirtschaftlichen Ansatz kann ich auch unterschreiben, aber kritiklos von dem Quotenmodell zu sprechen gefällt mir überhaupt nicht.

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