Kategorie: erneuerbare energien

Umwelthilfe zeigt wie Kommunen vom Ausbau der Erneuerbaren Energien profitieren

Kommunen, die sich selbst aktiv einbringen und den Ausbau Erneuerbarer Energien auf ihrem Territorium gezielt steuern. Das ist ein zentrales Ergebnis einer gemeinsamen Forschungsarbeit der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) und des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS, Hochschule Trier). Während der zweijährigen Studie wurde untersucht, welche Rolle Kommunen beim Ausbau regenerativer Energietechnologien spielen und in welchem Umfang sie davon auch finanziell profitieren können. Die Ergebnisse der vom Bundesumweltministerium geförderten Studie „Kommunale Investitionen in Erneuerbare Energien – Wirkungen und Perspektiven“ belegen zum einen, dass eigene Investitionen seitens der Kommunen beziehungsweise ihrer Unternehmen wie Stadtwerken und Wohnungsbaugesellschaften eine entscheidende Voraussetzung für die Umgestaltung des Energieversorgungssystems auf lokaler Ebene darstellen. Zum anderen zeigt die Untersuchung, dass den Kommunen grundsätzlich ein breites Instrumentarium zur gezielten Förderung des Ausbaus Erneuerbarer Energien zur Verfügung steht. Durch planvolles Vorgehen seitens der Kommunen bei der Nutzung dieser Instrumente kann Wertschöpfung vor Ort gebunden werden. weiterlesen ›

Excel-Rechner für EEG-Umlage zeigt Auswirkungen politischer Entscheidungen

Auszug aus dem Rechner für die EEG-Umlage der Agora Energiewende Wie entwickelt sich die Umlage für den Strom aus Erneuerbaren Energien bis 2017? Um diese Frage zu beantworten, mussten Wissenschaftler bisher mehr als 80 Faktoren berücksichtigen und dafür Annahmen treffen. Die Berechnung der EEG- Umlage gilt daher als komplexe Aufgabe. Um sie zu vereinfachen, hat Agora Energiewende eine Software entwickeln lassen, die mit wenigen Mausklicks ausrechnet, wie politische Entscheidungen die EEG-Vergütung beeinflussen. Das Programm ist Excel-basiert und erfordert zur Bedienung nur geringe Vorkenntnisse. Die Software liefert nicht nur die Höhe der EEG-Umlage für die Jahre bis 2017 in Sekundenschnelle, sondern zeigt in Form von Diagrammen auch die Verteilung der Zahlungsströme und die Zusammensetzung der Vergütungssummen auf. Dabei kann der Nutzer unter einer Vielzahl von Szenarien für den energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmen sowie die Ausbaugeschwindigkeit der Erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren auswählen. So lassen sich die jährlichen Zubauzahlen für Erneuerbare Energien genauso variieren wie die Höhe der Strompreise an der Börse, das Ausmaß der Umlagebefreiung für Großverbraucher (Privilegierung) oder die Höhe der Einspeisevergütung für die Anlagenbetreiber. weiterlesen ›

Zeit für eine grundlegende Offensive der Erneuerbaren Energien

Photovoltaik und Windenergie im Havelland, Foto: Andreas Kühl Bei den ganzen, schon lange andauernden Diskussionen um das EEG, die Einspeisevergütung und die EEG-Umlage, hatte ich schon mehrfach gefordert, dass die Interessenverbände der erneuerbaren Energien aus der Deckung kommen sollten. Die permanente Abwehrhaltung haben die Probleme nur verschoben und größer gemacht. Eigentlich hätte man schon zur Diskussion um die EEG-Umlage im letzten Herbst schon mit eigenen Vorschlägen aus der Deckung kommen sollen. Doch es blieb bei den üblichen Abwehrreflexen. Von den Vorschlägen zur Reformierung des EEG von Eurosolar habe ich auch erst bei den Gastbeiträgen von Dr. Fabio Longo erfahren (“Energiewende rückwärts” und “Energiewende vorwärts ist kostengünstiger“). Ansonsten war bis heute Stille. Oder bis gestern, als die Zeitschrift photovoltaik eine Umfrage in der Solarbranche präsentiert hat unter der Überschrift “Raus aus der Defensive“. Die Antworten haben kaum neue Argumente enthalten, nur die Zusammenarbeit der Verbände ist schon mal ein wichtiger Schritt. Drei wichtige Debattenbeiträge zum EEG Heute war dann wohl der große Tag, zumindest kamen heute drei interessante Debattenbeiträge zum Thema EEG auf. Und ich saß im Zug, Guthaben auf dem UMTS-Stick verbraucht und Laptop kaputt. Aber ich möchte jetzt nochmals diese Beiträge genauer betrachten. weiterlesen ›

Neue innovative Konzepte zur Integration von erneuerbaren Energien in das Stromnetz

Dezentraler Energiespeicher

Dezentrale Energiespeicher von Bosch vereinfachen die Eingliederung der erneuerbaren Energien in das bestehende Stromnetz. Grafik: Robert Bosch GmbH

Während die Politik diskutiert, streitet und immer wieder mit abstrusen neuen Vorschlägen zur Reform des EEG um die Ecke kommt, bewegt sich der Markt für die Integration der erneuerbaren Energien. Wie Markt? Die diskutiert doch noch, wie kann der Markt da schon handeln?

In den letzten Tage scheint große Bewegung in den Markt gekommen zu sein, vielleicht durch E-World in Essen oder durch den politischen und wirtschaftlichen Druck auf die erneuerbaren Energien. Mir sind vier fünf Beispiele untergekommen, die alle sehr spannende Konzepte haben zur Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz bieten. Ich stelle sie hier nur kurz vor.

Betriebssystem für die Energiewende

Auf der Energiemesse E-World in Essen hat Lichtblick eine neue Software vorgestellt zur Vernetzung und Optimierung von dezentralen Kraftwerken und Speichern. Dieser sogenannte SchwarmDirigent soll das Betriebssystem der Energiewende werden. Es soll die ganzen verstreut liegenden Photovoltaikanlagen, Windenergieanlagen, die Lichtblick-ZuhauseKraftwerke, Batteriespeicher und Elektroautos werden damit vernetzt und gesteuert um für eine sichere Versorgung, stabile Netze und einen wirtschaftlich optimalen Betrieb zu sorgen.

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Tagesaktuelle Werte für Stromproduktion erneuerbarer Energien im Vergleich zum Stromverbrauch

Stromerzeugung

Daten zur Stromerzeugung, Quelle: Agora Energiewende

Einige der Leserinnen und Leser werden vielleicht die Daten der Stromerzeung von der EEX-Transparenzplattform der Leipziger Strombörse kennen. Dort sind tagesaktuell und stundenweise die Daten für die geplante Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie, sowie in konventionellen Kraftwerken im Vergleich zur tatsächlichen Produktion zu sehen. Man kann sich auch ansehen wieviel Strom welcher Netzbetreiber einspeist und die Daten runterladen.

Vollständig ist die Übersicht damit nicht, denn es fehlen noch die Wasserkraft und Strom aus Biomasse oder Biogas. Und wieviel Strom wird in der gleichen Zeit verbraucht in Haushalten, Industrie und Gewerbe? Und wie viel Energie exportiert Deutschland in seine Nachbarländer oder wieviel Strom muss importiert werden? Diese Fragen beantwortet Agora Energiewende seit gestern tagesaktuell im überarbeiteten Internetauftritt.

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Energiespeicher brauchen einen neuen Strommarkt

Solarpark im Havelland, Foto: Andreas Kühl

Solarpark im Havelland, Foto: Andreas Kühl

Gestern fand ein Parlamentarischer Abend von Eurosolar und der parteiübergreifenden Eurosolar-Parlamentariergruppe in der Berliner Landesvertretung von Nordrhein-Westfalen statt. Thema des Abends waren Energiespeicher, bzw. Speichertechniken als Baustein der Energiewende.

Laut Einladung benötigt die Energiewende für die Beschleunigung politische Weichenstellungen, insbesondere für den Ausbau von Energiespeichern, ein wichtiger Baustein in einer vollständigen regenerativen Energieversorgung. Ein politisches Loblied auf NRW, den Gastgeber eines beeindruckenden Gebäudes, das einen eigenen Beitrag hier Wert wäre, wollte ich daher eigentlich nicht hören. Ansonsten bemühte man sich um politische Neutralität und Geschlossenheit, wovon abwesende Parteien jedoch ausgenommen waren. Es wird vermutlich auch kein Abgeordneter der FDP bei Eurosolar Mitglied sein.

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