Bauen

Größte Auswertung von Energieausweisen zeigt schlechte energetischen Stand der Gebäude

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Energieausweis, Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Seit der Einführung des Energieausweises lassen sich einfacher Aussagen machen über die energetische Qualität von Gebäuden. Auch wenn es unterschiedliche Wege gibt den Energieausweis auszustellen, mit jeweils eigenen Problemen (Abhängigkeit vom Nutzer beim verbrauchsabhängigen Energieausweis und theoretische Normbedingungen beim bedarfsgerechten Energieausweis), hat man zumindest einen Anhaltswert. In einer Untersuchung von über 10.000 Energiebedarfsausweisen für Wohngebäude wurde nun ein Bild erstellt von der energetischen Qualität des Wohngebäudebestands in Deutschland.

Für diese Untersuchung hatten TNS Infratest und der Dienstleister Energieausweis48 10.354 zwischen dem 1. Mai 2014 und dem 30. April 2015 erstellte Energiebedarfsausweise für Wohngebäude herangezogen. Seit dem Inkrafttreten der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) am 01. Mai 2014 werden die wesentlichen Gebäudedaten für die Erstellung des Energieausweises zentral beim Deutschen Institut für Bautechnik elektronisch gespeichert. Neu ist auch in der aktuellen Fassung die Einteilung der Gebäude in Energieeffizienzklassen, wie wir sie von Haushaltsgeräten her kennen. weiterlesen

KfW gibt dem Plusenergiehaus statt dem Passivhaus eine Zukunft

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Passivhaus
Neues Einfamilienhaus in Passivhaus-Bauweise, Foto: KfW-Bildarchiv/ Thomas Klewar

Über viele Jahre war das Passivhaus die effizienteste Form eines Gebäudes. Es war weltweit anerkannt, es gibt ein eigenes Forschungsinstitut für den Standard des Passivhauses und es wird von der KfW gfördert. Doch so richtig durchgesetzt auf dem Markt hatte es sich bislang nie, trotz einzelner bemerkenswerten Erfolge – in Frankfurt am Main setzt das städtische Wohnungsunternehmen ABG auf den Passivhaus-Standard. Seit wenigen Jahren steht das Passivhaus im Schatten des Plusenergie- oder Aktivhauses. Im kommenden Jahr soll dann das Passivhaus aus der KfW-Förderung fallen, wie in den letzten Tagen bekannt wurde. Hat das Passivhaus noch eine Zukunft?

Was ist eigentlich ein Passivhaus?

Wer sich nicht genau auskennt, fragt sich jetzt, was macht ein Haus zum Passivhaus? Eigentlich war die Idee mal ganz einfach. Das Passivhaus hat so wenig Wärmeverluste, dass die internen Wärmegewinne durch die Personen und Abwärme der elektrischen Geräte ausreicht, um das Haus warm zu halten. Damit sollte die übliche Heizung eingespart und die Mehrkosten der Gebäudehülle finanziert werden. Doch mittlerweile haben Passivhäuser meistens doch eine Heizung. weiterlesen

Anreizprogramm Energieeffizienz ist kein Ersatz für die steuerliche Förderung

Optimierung Heizung im Anreizprogram Energieeffizienz
„Anreizprogramm Energieeffizienz“ legt den Fokus auf die Verbesserung der Haustechnik, Foto: pixabay.com/ byrev

Etwas mehr als zwei Monate ist das Scheitern der steuerlichen Förderung bereits her. Die verschiedenen Versuche dieses Instrument wieder zu beleben haben ebenfalls kein erfolgreiches Ende genommen. Da hilft es auch nicht, dass jeder weiß Steuer Ersparnisse sind das attraktivste Förderinstrument überhaupt. Die steuerliche Förderung wäre sicher umsetzbar ohne Gegenfinanzierung, doch für die Politik scheint das nicht überzeugend zu sein. Die beteiligten Parteien schieben sich gegenseitig die Schuld am Scheitern zu.

Kann es jetzt eine andere Lösung geben, die eine ähnliche Auswirkung hat wie eine Förderung über Steuerersparnisse? weiterlesen

Welche Amortisationszeit hätten Sie denn gerne?

Studie "Wirtschaftlichkeit von wärmedämmenden Maßnahmen"
Studie „Wirtschaftlichkeit von wärmedämmenden Maßnahmen“

Folgenden Text habe ich veröffentlicht im Auftrag des Gesamtverband Dämmstoffindustrie e.V. (GDI).

Es kommt bei vielen Investitionen für Energieeffizienz nun mal darauf an, wann die eingesetzte Summe wieder eingespart wird. Der Idealismus alleine reicht den meisten Menschen nicht aus. Es geht immerhin oft um größere Beträge, gerade bei der Sanierung des Gebäudes. Über die Dauer der Amortisation liest man dann ganz unterschiedliche Angaben. Welche Zahlen sind dann richtig?

Vereinfacht gesagt, kann jede dieser Zahlen richtig sein. Dies ist die Grundaussage der Studie, die Prof. Dr. Andreas Holm vom Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München (FIW) am Rande der Berliner Energietage vorgestellt hat. Er plädiert für eine stochastische Bewertung der Amortisationszeiten. weiterlesen

Mitdiskutieren beim Open-Table zur Kommunikation energetischer Gebäudesanierung

Open-Table bei den Berliner Energietagen 2015, Foto: Andreas Kühl
Open-Table bei den Berliner Energietagen 2015, Foto: Andreas Kühl

Von Konferenzen kennt man das übliche Format der Vorträge, Präsentationen und Diskussionen auf dem Podium. Wenn am Ende noch Zeit ist, dürfen vom Publikum eventuell noch Fragen gestellt werden. Es ist als ob man einen Fachartikel liest und dem Autor im Anschluss noch eine Frage stellen darf.

Ein etwas anderes Format durften wir in der vergangenen Woche wieder bei den Berliner Energietagen einsetzen. Bereits zum dritten Mal, nach den Berliner Energietagen 2014 und in der Aktionswoche Berlin spart Energie 2014, haben wir interessierte Fachleute eingeladen mit uns über die Kommunikation der Energiewende am Gebäude zu diskutieren.

Energieblogger kommunizieren mit den Lesern

Wir, das ist die Gruppe der Energieblogger in Zusammenarbeit dem VME-Verlag und im speziellen Kilian Rüfer von blog.sustainment.de und ich, mit Unterstützung von Frank Urbansky von enwipo.de und Clemens Weiß von Energiezukunft.eu, der wieder am schnellsten war mit dem Bericht von der Veranstaltung. weiterlesen

Innovationen zur Finanzierung und Beratung von energiesparender Sanierung

effin Abschlusskonferenz am 25.03.2015 in Berlin, Foto: Andreas Kühl
effin Abschlusskonferenz am 25.03.2015 in Berlin, Foto: Andreas Kühl

Eines der wesentlichen Probleme in der Energieeffizienz von Gebäuden ist die Finanzierung von Effizienz-Maßnahmen. Aber es ist nicht unbedingt so, dass das Geld nicht vorhanden wäre. Für andere Bereiche, wie die Sanierung von Bädern wird sehr viel Geld ausgegeben. Doch dort fragt man nicht nach der Wirtschaftlichkeit der Maßnahme. Die Energieeffizienz von Gebäuden muss sich aber rechnen und ist lange nicht so attraktiv wie ein schickes Badezimmer.

Wie kann die Bereitschaft zur Investition in die energiesparende Sanierung erhöht werden? Welche Hemmnisse bei der Finanzierung gibt es und wie können diese abgebaut werden?

Das waren die wesentlichen Fragen des Projektes effin, das Finanzforum Energieeffizienz in Gebäuden. Dies ist ein Projekt der Umweltorganisation WWF Deutschland und der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), das vom Bundesumweltministerium gefördert wurde.

Auf der Abschlusskonferenz am vergangenen Mittwoch wurden nun die Ergebnisse des Projektes präsentiert. Herausgekommen ist eine ganze Reihe von Innovationen im Finanzierungssektor, Leitfäden für unterschiedliche Bereiche und Praxishilfen für einzelne Akteure. weiterlesen