Bauen

Beeindruckend wie Energiesprong die energetische Gebäudesanierung revolutioniert

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Reihenhäuse sind die Zielgruppe von Energiesprong
Reihenhäuser in England, eine potentielle Zielgruppe von Energiesprong, Foto: pixabay/ falco

Die energetische Gebäudesanierung benötigt innovative Methoden um voran zu kommen. Aktuell verharrt sie in Deutschland auf einem zu niedrigen Niveau. Abgesehen vom gescheiterten Versuch der steuerlichen Absetzbarkeit der Kosten für die Sanierung, arbeiten wir seit vielen Jahren mit den gleichen Methoden. Doch weit bringen uns diese Mittel nicht, wenn man bedenkt, die aktuelle Sanierungsrate liegt bei ca. 0,8% und wir wollen eigentlich 2 oder gar 3% erreichen. In den Niederlanden ist Energiesprong dieses Thema sehr innovativ angegangen und kann diesen Weg heute nach Italien, Frankreich und Großbritannien exportieren.

Energetische Sanierung ist viel handwerkliche Arbeit

Beratung und Förderung der energetischen Gebäudesanierung ist sehr aufwändig. Jedes einzelne Objekt wird individuell betrachtet, jeder einzelne Eigentümer wird individuell beraten und hat eine eigene Ausgangssituation. Vor dem Hintergrund ist der Ansatz von Energieheld ein guter Schritt nach vorne. Doch richtig weit werden wir auch damit nicht kommen. …mehr »

Verbände und Institute aus Österreich fordern Klimaschutz-Strategie im Gebäudesektor [Teil 2]

Klimaschutz Gebäudesektor Österreich
Road to Zero – Klöimaschutz für Gebäudesektor in Österreich, Grafik: Passivhaus Austria

Der Gebäudesektor muss künftig einen größeren Beitrag leisten zum Klimaschutz. Nur durch einen deutlich geringeren Wärmebedarf können wir den vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien schaffen. Das sind die zentralen Aussagen die in der vergangenen Woche Passivhaus Austria, Ökologie-Institut, ÖGNB, Energieinstitut Vorarlberg, Umweltdachverband und GLOBAL 2000 als Schlußfolgerung aus dem Pariser Klimaschutzabkommen gefordert haben.

Im ersten Teil habe ich bereits von der Forderung nach dem Ende umweltschädlicher Subventionen und dem Ruf nach höheren Sanierungsraten mit besserer Qualität berichtet. Für Deutschland, und sicher auch für viel andere europäische Länder, gilt das in gleichem Maße.

Weiter geht es jetzt mit dem Neubau und der Roadmap zu einem emissionsfreiem Gebäudesektor bis 2050, welche die Institutionen vorgelegt haben. …mehr »

Verbände und Institute aus Österreich fordern Klimaschutz-Strategie für Gebäudesektor [Teil 1]

Klimaschutz Gebäudesektor Österreich
Road to Zero – Klöimaschutz für Gebäudesektor in Österreich, Grafik: Passivhaus Austria

Das Ende der Klimakonferenz in Paris mit dem neuen weltweiten Klimaschutz-Abkommen ist keine zehn Tage her und schon ist kaum noch die Rede von Klimaschutz. Aktuell stehen natürlich drängendere Probleme auf der Tagesordnung. Doch nach dem überraschend ambitionierten Abkommen fängt die eigentliche Arbeit erst an. Um den Anstieg der globalen Erwärmung so schnell wie möglich zu begrenzen dürfen wir uns nicht alleine auf die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien beschränken. So muss der Gebäudesektor eine deutlich stärkere Rolle spielen in der nachhaltigen Energieversorgung.

In der vergangenen Woche haben Umwelt-, Energie- und Passivhaus-Verbände aus Österreich eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht mit dem Titel „Road to ZERO by 2050 – Der <1,5°C Pfad für den Gebäudesektor“. Das Ziel lautet den Raumwärmeverbrauch um mindestens 30 % bis 2030 und 50 % bis 2050 zu reduzieren, damit es gelingt, den vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energie zu schaffen. …mehr »

Neue Discounter-Filiale mit Photovoltaik-Anlage als Passivhaus zertifiziert

Netto-Filiale
Dies ist nicht die Passivhaus-Filiale, Foto: pixabay/ wikilmages

Wer sich mit Energieeffizienz in Unternehmen befasst, der muss auch den Handel einbeziehen. Gerade im Einzelhandel ist noch ein großes Einsparpotential vorhanden wie die Studie „Energieeffizienz im Einzelhandel“ der dena aufzeigt. Eine neue Filiale des Lebensmittel-Disocunters Netto hat nun das Potential genutzt und ist als weltweit erster Passivhaus-Disocunter zertifiziert worden. Die Filiale in Hannover wurde jetzt offiziell vom Passivhaus-Institut als Passivhaus zertifiziert.

An der Planung der energieeffizienten und nachhaltigen Filiale waren Fachexperten der Netto-Expansionsabteilung, der Landeshauptstadt Hannover, vom enercity Fonds proKlima sowie vom Passivhaus Institut, der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und der CEV Immobilien GmbH im engen Austausch beteiligt. Investor, Entwickler und Errichter der Immobilie ist Ratisbona. …mehr »

Größte Auswertung von Energieausweisen zeigt schlechte energetischen Stand der Gebäude

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Energieausweis, Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Seit der Einführung des Energieausweises lassen sich einfacher Aussagen machen über die energetische Qualität von Gebäuden. Auch wenn es unterschiedliche Wege gibt den Energieausweis auszustellen, mit jeweils eigenen Problemen (Abhängigkeit vom Nutzer beim verbrauchsabhängigen Energieausweis und theoretische Normbedingungen beim bedarfsgerechten Energieausweis), hat man zumindest einen Anhaltswert. In einer Untersuchung von über 10.000 Energiebedarfsausweisen für Wohngebäude wurde nun ein Bild erstellt von der energetischen Qualität des Wohngebäudebestands in Deutschland.

Für diese Untersuchung hatten TNS Infratest und der Dienstleister Energieausweis48 10.354 zwischen dem 1. Mai 2014 und dem 30. April 2015 erstellte Energiebedarfsausweise für Wohngebäude herangezogen. Seit dem Inkrafttreten der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) am 01. Mai 2014 werden die wesentlichen Gebäudedaten für die Erstellung des Energieausweises zentral beim Deutschen Institut für Bautechnik elektronisch gespeichert. Neu ist auch in der aktuellen Fassung die Einteilung der Gebäude in Energieeffizienzklassen, wie wir sie von Haushaltsgeräten her kennen. …mehr »

KfW gibt dem Plusenergiehaus statt dem Passivhaus eine Zukunft

Passivhaus
Neues Einfamilienhaus in Passivhaus-Bauweise, Foto: KfW-Bildarchiv/ Thomas Klewar

Über viele Jahre war das Passivhaus die effizienteste Form eines Gebäudes. Es war weltweit anerkannt, es gibt ein eigenes Forschungsinstitut für den Standard des Passivhauses und es wird von der KfW gfördert. Doch so richtig durchgesetzt auf dem Markt hatte es sich bislang nie, trotz einzelner bemerkenswerten Erfolge – in Frankfurt am Main setzt das städtische Wohnungsunternehmen ABG auf den Passivhaus-Standard. Seit wenigen Jahren steht das Passivhaus im Schatten des Plusenergie- oder Aktivhauses. Im kommenden Jahr soll dann das Passivhaus aus der KfW-Förderung fallen, wie in den letzten Tagen bekannt wurde. Hat das Passivhaus noch eine Zukunft?

Was ist eigentlich ein Passivhaus?

Wer sich nicht genau auskennt, fragt sich jetzt, was macht ein Haus zum Passivhaus? Eigentlich war die Idee mal ganz einfach. Das Passivhaus hat so wenig Wärmeverluste, dass die internen Wärmegewinne durch die Personen und Abwärme der elektrischen Geräte ausreicht, um das Haus warm zu halten. Damit sollte die übliche Heizung eingespart und die Mehrkosten der Gebäudehülle finanziert werden. Doch mittlerweile haben Passivhäuser meistens doch eine Heizung. …mehr »