Kategorie: Bauen

Schwere Auswahl für Einfamilienhaus-Bauherren am Beispiel des Bio-Solar-Haus

Foto eines Bio-Solar-Hauses im Sonnenpark St. Alban, Foto: Bio-Solar-Haus GmbH Wer heute ein Haus bauen möchte, steht vor unzähligen Möglichkeiten und der Qual der Wahl. Es geht längst nicht mehr nur um Massiv- oder Fertighaus. Bei einem zukunftsfähigen Haus zählen Energiesparendes Bauen (Werbe-Link), sparsame Technik und gesunde Baumaterialien.  Wie soll aber ein Laie sich in dieser komplizierten Welt zurecht finden und alle diese Erklärungen der Bauträger, Planer und Baufirmen verstehen? Schon für Fachleute ist es oft nicht gerade einfach Angebote und Webseiten von Baufirmen, Bauträgern oder Fertighäusern zu beurteilen. Oft fehlt es an Transparenz und ausführlichen Darstellungen des Angebots. Bunte Werbebilder und schöne PR-Texte mögen vielleicht hilfreich sein um unbedarfte Bauherren anzulocken, wer es aber genauer wissen möchte, der braucht detaillierte Informationen zum angebotenen Energiebedarf, zu den üblichen Wand- und Dachaufbauten, sowie zur verwendeten oder empfohlenen Technologie. Besonders dann, wenn man sich deutlich abheben möchte von der Masse durch bessere oder ganz andere Bauweisen, suche ich nach genaueren Informationen und finde diese dann oft nicht. So geht es mir, als studierter Bauphysiker, häufig, wenn ich nach meiner Meinung gefragt werde, ob dieses und jenes Angebot taugt. Ich vermisse häufig Angaben nach dem energetischen Baustandard oder nach üblichen Wand- und Dachaufbauten. weiterlesen ›

Was hilft der Diskussion um energetische Gebäudesanierung für ein positives Bild?

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Gute Diskussion beim Open-Table auf den Berliner Energietagen 2014, Foto: Andreas Kühl Noch immer wird die öffentliche Debatte bestimmt von einer Diskussion um die Wärmedämmung. Eine Gesamtbetrachtung von Gebäuden ist hingegen kaum ein Thema.  Wenn aber einzelne Gewerke untereinander um ihre Bedeutung streiten, wird der gesamten Gebäudesanierung kein Gefallen getan. Genauso ist es bei den Diskussionen mit Vorbehalten über die Gebäudedämmung. Dabei sind die Potenziale im Gebäudebestand zur Energie- und CO2-Einsparung immer noch gewaltig. Sie werden aber nicht oder nur wenig ausgenutzt. Die genannten Debatten, besonders um die Dämmung, verunsichern Sanierer und verzögern Modernisierungsvorhaben hinaus. weiterlesen ›

Energieausweis braucht mehr Transparenz für mehr Akzeptanz

Energieausweis, Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Seit der Einführung des Energieausweises für Gebäude in 2002 muss dieser um Akzeptanz auf dem Markt kämpfen. Mit der neuen, seit 01. Mai 2014 gültigen, Energieeinsparverordnung gibt es neue Anforderungen zur Vorlage des Energieausweises bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung von Wohnungen oder Häuser. Spä­tes­tens bei der Besich­ti­gung muss ein Ener­gieaus­weis ohne Aufforderung vor­ge­legt oder wäh­rend der Besich­ti­gung deut­lich sicht­bar aus­ge­legt wer­den. Ansons­ten dro­hen Bußgelder bis zu 15.000 Euro. Doch hilft dieser Vorlage-Zwang für die Durchsetzung des Energieausweises? Dazu hat das Bündnis Energieausweis hat unter Federführung des Deutschen Mieterbundes (DMB) eine Stichprobe zur Vorlagepflicht für Energieausweise bei Wohnungsbesichtigungen in sechs deutschen Städten durchgeführt. Stichproben von Vorlage des Energieausweis bei Wohnungssuche enttäuschend Mit dem Ergebnis kann man nicht zufrieden sein, die verschärften Anforderungen haben bislang nicht zu einer weiteren Verbreitung des Energieausweis gesorgt. Nur acht Ausweise (10,4%) wurden den Testern ohne Nachfrage vorgelegt. Insgesamt gab es bei 54 Wohnungen auch auf Nachfrage keinen Energieausweis zu sehen. Besonders bedenklich scheint dieses Ergebnis, da 72% der besichtigten Wohnungen von Maklern angeboten wurden. weiterlesen ›

Energetische Gebäudesanierung – vom Hoffnungsträger zum Sündenbock

Gebäudesanierung

Ohnehin notwendige Sanierung oder energetische Sanierung?, Foto: Pixabay.com

Als Fachmann, ich bin Dipl.-Ing (FH) für Bauphysik, habe ich mich schon oft über das Erscheinungsbild von energetischen Gebäudesanierungen in den Medien gewundert. Trotz des großen Potentials zum Klimaschutz und steigenden Heizkosten wird sehr negativ und überspitzt über dieses Thema in seriösen Medien berichtet und viele Fehlinformationen werden verbreitet.

Seit bald einem Jahr versuche ich nun die Kommunikation von energetischen Gebäudesanierung zum Thema zu machen. Allein mit fachlichen Angaben und Fakten wird man jedoch mit der Energieeinsparung im Gebäudebestand nicht weit kommen.

Bessere Kommunikation von energetischer Gebäudesanierung notwendig

Angefangen habe ich mit einem Artikel im “Jahrbuch 2014 – Energieeffizienz in Gebäuden” im Namen der Enerieblogger (wer Interesse an dem Buch hat, bitte melden) und dann weiter auf den Berliner Energietagen fortgesetzt, mit einer spontan organisierten Diskussionsrunde mit interessierten Fachleuten.

Alles unter der Frage wie man die Vorteile energetischer Geböudesanierung besser kommunizieren kann. weiterlesen ›

Mit Nachtspeicher-Öfen und Schwarmstrom Stromkosten sparen?

Der ursprüngliche Sinn von flächendeckendem Betrieb für Nachtspeicher-Öfen (NSÖ) lag darin, Überkapazitäten der Stromkonzerne in klingende Münze umzuwandeln. Die speziell für diesen Zweck eingeführten Nachtspeichertarife sorgten am Anfang tatsächlich für billige Heizungswärme. Strom kostete damals quasi nichts.

Auch die Tatsache, dass keine Ascheentsorgung oder Schornsteine für die Abgase notwendig war und fossile Brennstoffe im Haus weder gelagert noch verbrannt werden mussten, bescherte knapp 1,9 Millionen Betreibern eine Elektroheizung mit Nachtstromtarif.

Doch die Tarife für Nachtspeicherstrom zogen an. Auch die Primärenergiekosten für die Stromerzeugung durch Atomkraft, Gas und Kohle stiegen. Das einst als Zukunftsmodell bezeichnete Modell „Nachtstromspeicher“ rechnet sich heute nicht mehr.

Elektroheizungen, welche nach dem thermodynamischen Prinzip arbeiten, werden zu Recht von den Umwelt- und Verbraucherverbände als umweltfeindlichste Energieverschwendung tituliert. Denn die Geräte wurden älter und verbrauchen mehr kWh für die gleiche Wärmemengenerzeugung. Leistungswerte von 4 kWh und höher pro Alt-Gerät sind eher die Regel, als die Ausnahme. Die Stromkosten gehen durch die Decke, bei weiterhin extrem schlechtem Wirkungsgrad für Elektroheizungen. weiterlesen ›

Können energetische Sanierungen über einen umlagefinanzierten Fonds finanziert werden?

Altbausanierung, Foto: pixabay.com

Altbausanierung, Foto: pixabay.com

Im Zuge der Diskussionen um die Sanktionen gegen Russland wird kaum darüber gesprochen wie die Abhängigkeit von russischem Erdgas dauerhaft reduziert werden kann. Immerhin stammen 39% unseres Erdgases aus Russland. Einer der größten Anteile davon wird zur Beheizung der Gebäude benötigt. Höhere Preise für Gas treffen damit vor allem Hausbesitzer und Mieter.

Eine Pressemitteilung des Verbandes UnternehmensGrün weist nun auf eine Studie des Fraunhofer-Institutes IWES für die Bundestagsfraktion Bündnis90/ Die Grünen. Diese Studie hat gezeigt, dass Deutschland in weniger als 16 Jahren unabhängig werden kann von Gasimporten.

Es sind dazu große Anstrengungen in der Gebäudesanierung notwendig, denn mehr als zwei Drittel des Gasverbrauchs wird für die Wärmeerzeugung benötigt (Quelle: green.wiwo.de mit Verweis auf die AG Energiebilanzen). Der Haken daran ist, dass die jährliche Sanierungsquote bei Gebäuden auf 3% gesteigert werden muss von heutigen 0,8%.

Energiewende braucht auch energetische Gebäudesanierungen

Ohne energetische Gebäudesanierung kann es daher keine Energiewende geben, hier ist also mehr notwendig als reine Absichtserklärungen. weiterlesen ›