Energieeffizienz

Einblick in das Energieeffizienz-Netzwerk Niederbayern EN²

Energieeffizienz-netzwerk Niederbayern EN²
Erstes Treffen der Unternehmen im Energieeffizienz-Netzwerk Niederbayern EN², Foto: C.A.R.M.E.N. e.V.
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Energieeffizienz-netzwerk Niederbayern EN²
Erstes Treffen der Unternehmen im Energieeffizienz-Netzwerk Niederbayern EN², Foto: C.A.R.M.E.N. e.V.

Was machen die Unternehmen in einem Energieeffizienz-Netzwerk und wie sieht die Arbeit in dem Netzwerk aus? Das ist eine wichtige Frage, denn die wenigsten Unternehmer und Energiemanager, die von einer Teilnahme überzeugt werden sollen, können sich die Arbeit eines Energieeffizienz-Netzwerks vorstellen. Da ist ein Einblick in ein Netzwerktreffen sehr hilfreich. Daher freue ich mich über der Bericht, den das Netzwerk C.A.R.M.E.N. e.V. , Initiator des Energieeffizienz-Netzwerk Niederbayern EN² , von einem Netzwerktreffen veröffentlicht hat. Ich denke dieser Bericht zeigt sehr gut den Ablauf eines typischen Netzwerktreffens auf. Er zeigt wie Energiemanager in Unternehmen sich auf Augenhöhe begegnen, ihre Erfahrungen austauschen und neues dazu lernen.

Das Energieeffizienz-Netzwerk Niederbayern EN²

Seit Mai 2017 existiert das Energieeffizienz-Netzwerk Niederbayern EN². Initiator und Moderator des Netzwerks ist C.A.R.M.E.N. e.V. (Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk e.V.) mit Sitz in Straubing. Bislang sind sechs Unternehmen aus der Region Mitglied in diesem Netzwerk. Es ist also noch Platz für weitere Unternehmen, denn in der Regel sind eher acht bis fünfzehn Unternehmen in einem Energieeffizienz-Netzwerk aktiv.

Das Energieeffizienz-Netzwerk Niederbayern EN² gehört auch zur Bayerischen Energieeffizienz-Netzwerk Initiative BEEN-i. BEEN-i unterstützt in Bayern die bundesweite Initiative Energieeffizienz-Netzwerke. Sie hat das Ziel die Energieeffizienz der bayerischen Wirtschaft durch Energieeffizienz-Netzwerke flächendeckend zu verbessern. Im Freistaat Bayern sollen bis Ende 2020 insgesamt 80 Netzwerke gegründet und damit rund 650 Unternehmen angesprochen werden.

Erstes Netzwerktreffen bei JP Industrieanlagen GmbH

Die Netzwerktreffen sind in der Regel bei den einzelnen Mitglieds-Unternehmen. Im Laufe der Dauer des Netzwerks von 2-3 Jahren ist somit jedes Unternehmen einmal der Gastgeber des Treffens. Das erste Treffen beim Energieeffizienz-Netzwerk Niederbayern EN² fand am 27.09.2017 bei der JP Industrieanlagen GmbH in Straubing statt. Das Unternehmen ist tätig im Sondermaschinenbau, in der Automatisierungstechnik und in der Auftragsfertigung..

Weitere Mitglieder in diesem Netzwerk sind die Bischof + Klein SE & Co. KG aus Konzell, die gabo Systemtechnik GmbH aus Niederwinkling, die Stadtwerke Straubing GmbH, die Tanne Kunststofftechnik GmbH aus Hunderdorf und die Wallstabe & Schneider GmbH & Co. KG aus Niederwinkling.

Die JP Industrieanlagen nutzt heute bereits die Abwärme eines Druckluftkompressors. Geplant sind Investitionen in eine LED-Beleuchtung, die sich bereits nach drei Jahren amortisiert, sowie ein neues Hallendach um die Heizkosten zu senken.

Betriebsbesichtigung und Schulung durch Energieberater

Die Besichtigung des Betriebs ist ein wesentliches Element der Netzwerktreffen. Für die Energiemanager aus den Unternehmen sicher auch eines der interessantesten Tagesordnungspunkte. Ein Netzwerk-Moderator und Initiator bezeichnet die Besichtigungen immer als „Sendung mit der Maus für Ingenieure“. Sie schauen sich die Anlagen genau an hinsichtlich des Energieverbrauchs, gewinnen neue Eindrücke und können von ihrer Erfahrung berichten.

Anschließend stand für die Teilnehmer des Netzwerktreffens das Thema Abwärme im Mittelpunkt. Die anwesenden Experten des Ökoenergie-Instituts Bayern (ÖIB), des Zentrums für angewandte Energieforschung Bayern (ZAE), und der eta Energieberatung GmbH betonten, dass die erste Maßnahme stets die Vermeidung unnötiger Wärmeverluste ist. Um unnötige Einbußen zu minimieren, müssen bestehende Schwachstellen analysiert und beispielsweise durch Isolierung optimiert werden. Fällt die Abwärme unvermeidlich an, kann diese wenn möglich in den Prozess rückgeführt werden, um den Prozesswirkungsgrad zu erhöhen, oder an anderer Stelle im Unternehmen genutzt werden. Sind intern alle Potentiale ausgeschöpft, kann die Wärme betriebsextern zum Einsatz kommen und zum Beispiel ein Nahwärmenetz speisen.

Positives Fazit der Teilnehmer nach dem Treffen beim Energieeffizienz-Netzwerk Niederbayern EN²

Die beteiligten Unternehmen haben viele Tipps und Anregungen aus der eintägigen Veranstaltungen mitnehmen können. Sie konnten bestärkt werden in ihren Betrieben an der Energieeffizienz weiter zu arbeiten. Als großen Vorteil des Netzwerkes nannten die Teilnehmer die Regionalität. Dadurch sind die Wege für den Austausch kurz, man spricht die gleiche Sprache und auch die Gegebenheiten vor Ort sind für alle dieselben. Das nächste Netzwerktreffen findet im Dezember statt.

Bringt dieser kurze Bericht einen Einblick in die Arbeit der Energieeffizienz-Netzwerke? Welche Informationen fehlen noch? Gerne schreibe ich auch über andere Netzwerktreffen.

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Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich.
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