Crowdfunding

Barikama – die Filmdokumentation zum Solarcontainer für Mali

Barikama - Energie für Afrika
Barikama - die Filmdokumentation zum Solarcontainer von Africa GreenTec im Crowdfunding, Foto: Barikama
Barikama - Energie für Afrika
Barikama – die Filmdokumentation zum Solarcontainer von Africa GreenTec im Crowdfunding, Foto: Barikama

Kaum ist das fünfte Crowdfunding für einen Solarcontainer von Africa GreenTec erfolgreich zu Ende gegangen, läuft jetzt ein Crowdfunding für das Filmprojekt Barikama. Dieses Projekt ist ein unabhängiger Dokumentarfilm über nachhaltige Stromversorgung in Afrika, ihr Potenzial und ihre Herausforderungen. Der Plan ist es den sozialen Stromversorger Africa GreenTec auf einer Reise durch Mali zu begleiten und diese Reise in einem Film festzuhalten. Die Filmemacher wollen dabei mit den Menschen vor Ort sprechen und ihre Erwartungen an die neue Infrastruktur durch den Solarcontainer aufnehmen. Wie kommt das Konzept, das sich für uns so gut anhört, bei den Menschen dort wirklich an? Wie verändert sich das Leben und bringt der Strom Fortschritt und Entwicklung? Der Film soll, wie auch die Solarcontainer, durch ein Crowdfunding finanziert werden.

Barikama, die Idee zum Film

Die Idee zu diesem Film kam dem Filmemacher Lars Tepel, freier Fernsehjournalist, bei der Erstellung des Films für die Finalisten der Handelsblatt Energy Awards 2016. Die Idee hinter dem Start-up Africa GreenTec, mit mobilen Solarcontainer Strom in den ländlichen Raum Afrikas zu bringen, hat ihn so sehr interessiert, dass er sich entschieden hat daraus einen längeren Film zu machen – den Dokumentarfilm „Barikama – Energie für Afrika“.

Das Besondere daran ist, die Produktion des Films soll nicht über eine Fernsehredaktion oder eine Filmförderung laufen – und erst Recht nicht als Imagefilm für ein Unternehmen.

„Wir möchten ohne vorgegebene Perspektive, ohne Scheuklappen zum Dreh fahren und die Geschichte nicht schon am Schreibtisch entwickeln.“ sagt Lars Tepel, freier Fernsehjournalist und Initiator des Projekts. „Wenn ich ein Thema für eine Fernsehsendung umsetze, gibt es immer Formatvorgaben, eine bestimmte Perspektive oder auch nur eine vorgegebene Länge. Das würde diesem Thema jedoch nicht gerecht. Daher möchten wir einen ungewöhnlichen Weg bei der Finanzierung gehen und uns direkt von unseren Zuschauern beauftragen lassen!“

Aus diesem Grund haben die Filmemacher eine Crowdfunding-Kampagne aufgesetzt. Die Crowd soll nicht nur den Film finanzieren, Anregungen und Fragen aus der Community sind ausdrücklich erwünscht.

Das Crowdfunding für den Film „Barikama – Energie für Afrika“

Bis Mitte Juli kann der Film „Barikama – Energie für Afrika“  im Crowdfunding bei Startnext unterstützt werden. Privatpersonen, denen diese Themen am Herzen liegen, können sich schon jetzt die DVD oder ein Ticket für die Kinopremiere sichern, und sogar ihren Namen im Abspann einblenden lassen. Unternehmen und Institutionen, die in einschlägigen Bereichen aktiv sind, können durch ihr Logo im Film sowie allen Begleitmaterialien prominent für sich werben. Die nötige Reichweite garantieren die mehrsprachige Produktion des Films, seine weltweit kostenlose Verfügbarkeit im Internet sowie eine internationale Medienkampagne.

Lars Tepel dazu:

„Sollte es uns gelingen, den Film auf diesem Weg zu finanzieren, könnten wir ein wirklich unabhängiges Bild von Afrika und der Energieversorgung zeichnen – und wären dann ausschließlich der Wahrheit und unseren Zuschauern verpflichtet.“

Hintergrund zum Solarcontainer und zum Film

Über die Solarcontainer von Africa GreenTec hatte ich bereits mehrfach geschrieben. Es handelt sich dabei um Container, die in Deutschland gefertigt werden und mit Solarmodulen, Batteriespeicher und evtl. einem Kleinwindrad ausgestattet sind. Die Module können vor Ort ausgeklappt werden für die Stromerzeugung.

Viele Menschen erhalten damit Zugang zu sauberer und nachhaltiger Energie. Keine alten und schmutzigen Diesel-Generatoren sind mehr notwendig. Die Macher des Projektes sehen diesen Schritt mit 100% erneuerbaren Energien als den Schlüssel zu Entwicklung und lebenswertem Leben.

Die Filmemacher wollen sich vor Ort ein Bild davon machen wie sich der Solarcontainer auf das Leben der Dorfbewohner auswirkt. Sie reden mit ihnen über ihre Erwartungen an die neue Infrastruktur – und über ihre Sorgen. Denn natürlich ist eine solche Veränderung auch ein Eingriff in die Kultur. Der Film will auch der Frage nachgehen ob es fair ist, dass die Menschen für den Strom bezahlen müssen. ? Oder sollte solche Technologie als Entwicklungshilfe und damit kostenlos zur Verfügung stehen? Ist das Konzept letztlich wirklich so vielversprechend, wie es klingen mag?

Barikama - Energie für Afrika
Besprechung der Filmidee Barikama – Energie für Afrika, Foto: Barikama

Es geht um Fluchtursachen, um den Klimawandel und Entwicklungsmärkte

Die Beantwortung dieser Fragen ist nicht nur im Hinblick auf die soziale Entwicklung Südsahara-Afrikas relevant: Es geht um die Ursachen wachsender Flüchtlingsströme nach Europa. Um den Klimawandel, der durch eine Entwicklung Afrikas ohne erneuerbare Energien nur noch schwerwiegender würde. Außerdem geht es um wirtschaftliche Potenziale: Denn Entwicklungsmärkte sind für Anbieter von erneuerbaren Energien hochinteressant. 37 Milliarden Dollar pro Jahr investieren die 1,3 Milliarden Menschen, die bisher keine Stromversorgung haben, alleine in Licht und das Aufladen ihres Handyakkus.

Und nicht zuletzt geht es in Barikama auch um die Bedeutung von Strom in unser aller Leben, um Fortschritt und Entwicklung, aber eben auch um Beschleunigung und Wertewandel.

Das Filmteam will die Ohren und Augen aller Interessierten vor Ort sein und unverfälscht und unabhängig berichten. „Barikama – Energie für Afrika“ soll den Menschen auf Augenhöhe begegnen und zeigen, wie es ist. Die Schönheit des Landes soll dabei auf keinen Fall zu kurz kommen.

Das Filmprojekt klingt fast genauso interessant wie der Solarcontainer an sich. Auch wenn das Team von Africa GreenTec nach meinem Eindruck die Lage vor Ort in Westafrika sehr gut einschätzen kann, ist es doch etwas anderes wenn jemand anderes, unbeteiligtes mit den Menschen spricht und deren Einschätzung für uns festhält. Was meint Ihr dazu? Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn das Projekt zustande kommt.

About the author

Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich.
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Ein Kommentar

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  • Gerade noch etwas weitergestöbert. Sehr interessant das ganze.
    Ich denke mit Strom stehen den Menschen ganz neue Möglichkeiten offen. Super Projekt.
    Danke fürs Vorstellen

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