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Start Up Energy Transition Award – die Finalisten in der Übersicht

Start Up Energy Transition Award

Start Up Energy Transition AwardAm 20.03.2017 ist es soweit, der erste globale Award für Energie Start-ups, der Start Up Energy Transition Award, wird verliehen. In der vergangenen Woche hat die Deutsche Energie-Agentur (dena), als Initiator und Ausrichter, die 18 Finalisten aus elf Ländern bekannt gegeben. Eine internationale hochrangige Jury hat jeweils drei Finalisten für die sechs Kategorien aus mehr als 500 Bewerbungen aus 66 Ländern ausgewählt. Sie konnten mit ihren innovativen Ideen und Visionen für den weltweiten Klimaschutz und die Energiewende überzeugen. Im Finale am 20. März werden sie beim „Start Up Energy Transition-Tech Festival“ in Berlin ihre Geschäftsmodelle der Jury persönlich präsentieren. Am Abend wird dann die Preisverleihung stattfinden. Doch jetzt möchte ich, als Medienpartner des Festivals, Euch die Finalisten vorstellen.

Award setzt Grundlage für internationales Netzwerk von Innovationen für globale Energiewende

Die Finalisten des Start Up Energy Transition Award kommen aus elf unterschiedlichen Ländern. Fünf Start-ups kommen aus Deutschland, drei aus Frankreich und zwei aus Indien. Jeweils ein Start-up kommt aus dem Vereinigten Königreich, Finnland, Spanien, Bangladesch, Australien, Brasilien, Kenia und Nigeria. Der „Start Up Energy Transition Award“ bildet die Grundlage für den Aufbau eines internationalen Netzwerks mit dem Schwerpunkt auf Innovationen in der globalen Energiewende

„Wir freuen uns riesig über den großen Zuspruch für unser Projekt und über die vielen faszinierenden Ideen und Geschäftsmodelle, die uns aus aller Welt erreicht haben. Es zeigt einmal mehr: Die Innovationsdynamik der globalen Energiewende ist gewaltig“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.

Neben den finalen Pitches der nominierten Startups werden am 20. März international prominente Akteure als Sprecher auf dem Tech Festival mit dabei sein. Zudem kann in Workshops mit Unternehmenspartnern an konkreten Herausforderungen der globalen Energiewende gearbeitet werden.

Leuchtende Ideen für die globale Energiewende, Foto: pexels.com/ Burak Kebapci

Die 18 Finalisten für den Start Up Energy Transition Award aus sechs Kategorien

Der „Start Up Energy Transition Award“ wird in den folgenden sechs Kategorien verliehen: Urban Energy Transition, Cleantech against Climate Change, Future Production & Manufacturing, Mobility meets Energy Transition, Platform and Communities, Special Prize: Sustainable Future for all.

Finalisten der Kategorie „Urban Energy Transition“

In dieser Kategorie geht es um Beiträge zur digitalisierten und nachhaltigen Stadt.

  • Sunew Filmes Fotovoltaicos Impressos S. A. (Brasilien): Mit ihrer sehr geringen Dicke, hohen Flexibilität, Lichtdurchlässigkeit und ihrer dämmenden Eigenschaft können die hauchdünnen organischen Photovoltaikmodule von Sunew Filmes die nächste Generation dieser Technologie sein. Interessant sind daran vor allem die breiten Anwendungs-Möglichkeiten, die sich nicht mehr auf ein Hausdach beschränken.
  • Beebryte – Building Energy Intelligence (Frankreich): BeeBryte hat eine cloud-basierte Software-Lösung entwickelt, die den Energiekonsum optimieren soll. Das System nutzt volatile Strompreise und optimiert den Einkauf für Privat-und Gewerbekunden durch den intelligenten Algorithmus, der den Verbrauch und und das aktuelle Angebot berücksichtigt.
  • Glowee (Frankreich): Glowee entwickelt ein neuartiges Beleuchtungssystem, welches auf biolumineszenten Mikroorganismen basiert und damit eine besonders natürliche und nachhaltige Form der Beleuchtung darstellt. Damit wird Beleuchtung nachhaltig und benötigt keine elektrische Installation mehr.

Finalisten der Kategorie „Cleantech against Climate Change“

In dieser Kategorie geht es um Technologien zur sektorübergreifenden Reduktion von Treibhausgas-Emissionen.

  • Aurelia Turbines Oy (Finnland): Aurelia produziert effiziente Mikro-Gasturbinen. Durch den hohen Effizienzgrad dieser Turbinen will das Unternehmen die Energieproduktion nachhaltig verändern. Die effizienteste Turbine der Welt kann Dampf produzieren für kleine und mittlere Industrieprozesse.
  • Electrochaea GmbH (Deutschland): Electrochaea bietet den Betreibern von Stromnetzen eine auf dem Power-to-Gas-Ansatz basierende Speicherlösung an. Sie ermöglicht es, Schwankungen in den Stromnetzen auszugleichen. Der Unterschied zu bekannten PtG-Lösungen ist die Kern des Systems mit einem selektiv  entwickelten Mikroorganismus.
  • Hydrogenious Technologies GmbH (Deutschland): Die Liquid Organic Hydrogen Carrier-Technologie ist eine Lösung zur sicheren und verlässlichen Speicherung von Wasserstoff. Hydrogenious Technologies bietet Container-basierte Lösungen zur sicheren und effizienten Speicherung von Wasserstoff in flüssigen organischen Wasserstoffträgern

Finalisten der Katgorie „Future Production & Manufacturing“

In dieser Kategorie geht es um treibhausgasarme Lösungen in der Industrie.

  • CAALA GmbH (Deutschland): CAALA rechnet den Energiebedarf von Gebäuden in der frühen Planungsphase in Echtzeit aus. Gleichzeitig wird eine Lebenszyklus-Analyse inklusive Ökobilanz und Kosten erstellt und anschaulich visualisiert. Der ökologische Fußabdruck eines Gebäudes kann mit CAALA nun in kürzester Zeit ermittelt und bewertet werden.
  • AEInnova (Spanien): HEAT-R ist ein System von AEInnova zur intelligenten Nutzung von Abwärme, deren unterschiedliche Module an verschiedene Wärmequellen anschließbar sind. Dieses System wandelt industrielle Abwärme in elektrischen Strom um.
  • Sicoya GmbH (Deutschland): Sicoya hat kostengünstige, energieeffiziente und skalierbare optische Transceiverchips für Serververbindungen entwickelt, die in die Serienproduktion gehen können. Mit diesen optischen Datencenter-Verbindungen können die Verbindungen von Server zu Server deutlich schneller werden.

Finalisten der Kategorie „Mobility meets Energy Transition“

Hier geht es um nachhaltige Mobilitätskonzepte für das Zeitalter der Energiewende.

  • Thermal Energy Service Solutions Private Limited (Indien): Auf Basis der „Thermal Energy Storage“-Technologie hat das Unternehmen TESSOL eine elektrisch betriebene Kühlung für Lastwagen gebaut, die nach dem „Plug&Chill“-System funktioniert. Dazu werden Phasenwechselmaterialien (PCM) verwendet, die Kälte lange Zeit speichern können.
  • Blue Inductive GmbH (Deutschland): Blue Inductive entwickelt einen kabellosen Super-Charger für E-Autos und mobile Roboter, bei dem das Problem des Ladens der Batterien vollautomatisiert gelöst wird. Der Wirkungsgrad für kabelloses Laden aus dem Netz liegt bereits über 95%.
  • EP Tender (Frankreich): EP Tender ist eine mobile Zusatzbatterie, welche die Reichweite von E-Autos erhöht und in Form eines kleinen Anhängers an das Auto angehängt wird.

Finalisten der Kategorie „Platform and Communities“

In dieser Kategorie sind neue Handels-Plattformen vertreten.

  • ME SOLshare (Bangladesch): Mit ihrem dezentralen micro-grid bringt SOLshare Energie in Regionen von Bangladesch, die bisher nicht an das Stromnetz angeschlossen sind, und ermöglicht einen lokalen Handel mit Strom aus nachhaltigen Quellen.
  • Citizengage (Indien): Citizengage bietet mit ihrer Plattform ein Netzwerk für ein nachhaltiges Abfallmanagement, bei dem die beteiligten Akteure miteinander vernetzt und die gewonnenen Daten analytisch aufbereitet werden.
  • Greensync (Australien): Die neu entwickelte Plattform von Greensync koordiniert als Marktplatz Interaktionen von Netzbetreibern, Stromproduzenten und Besitzern regenerativer Energiequellen. Der „Decentralised Energy Exchange „deX“ ist ein offener Marktplatz für den Handel von Strom aus Photovoltaik-Modulen, Batteriespeicher für unterschiedliche Kunden und Netzbetreiber.

Finalisten des Special Prize: Sustainable Future for all

In dieser Kategorie Special Prize: Sustainable Future For All: Startup SDG 7 geht es um Projekte zum siebten Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG 7) der Vereinten Nationen – bezahlbare und sauberen Energie für alle:

  • SunCulture (Kenia): SunCulture hat solarbetriebene Bewässerungssysteme entwickelt, die aufgrund ihrer geringen Größe sogar auf Mofas transportiert werden können – und so zugeschnitten auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe sind.
  • Enterprise Project Ventures Ltd – Inspirafarms (United Kingdom): InspiraFarms stellt modulare Kühlhäuser her, in denen Nahrungsmittel gelagert werden. Die Kühleinheiten werden durch Solarpanels betrieben und funktionieren ohne Zugang zum Stromnetz. Die Technologie reduziert die Kosten der Lebensmittel-Produktion und verringert Verluste durch fehlende Kühlung.
  • Cold Hubs (Nigeria): Cold Hubs ist ein modulares „Plug & Play“-Kühlsystem, das jenseits existierender Stromnetze mit Solarenergie betrieben werden kann und Landwirten die Möglichkeit bietet, die Nutzung über ein pay-as-you-store-System abzurechnen.
Solarenergie für die nachhaltige Entwicklung in Lesotho, Foto: pixabay/ hbieser

Eine große Auswahl an Start Ups aus aller Welt für den Start Up Energy Transition Award, die in ihrer Region oder global die Energiewende und eine nachhaltige Entwicklung vorantreiben. Diese Auswahl wird den Juroren sicher nicht leicht gefallen sein. Mich motivieren die vielen spannenden Geschäftsmodelle mich mehr mit diesen Ideen zu beschäftigen. Es wird spannend wer die Preise in den einzelnen Kategorien gewinnen wird.

Start-ups und Investoren beim Start Up Energy Transition Tech Festival

Beim Tech Festival in der Berliner Kulturbrauerei am 20. März haben Start-ups die Chance, potenzielle Firmenkunden und Investoren kennenzulernen. Eine Ausstellung zeigt erfolgreiche Gründer, die mit innovativen Tätigkeiten zum Klimaschutz beitragen. Das Programm wird ergänzt durch prominente Keynotes und Panels.

Speaker sind unter anderem Felix Zhang (Windkraftanlagenersteller Envision Energy), Peter Terium (Innogy, Stromversorger aus erneuerbaren Energien), Christopher Burghardt (Dienstleistungsunternehmen Uber Technologies), Dr. Jeremy Leggett (Solarenergie-Unternehmen Solarcentury & Solar Aid), Jules Kortenhorst (Rocky Mountain Institute, Organisation zur Forschung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der nachhaltigen Entwicklung), Dirk Ahlborn (Hightech-Start-up Hyperloop Technologies), Prof. Stephan Reimelt (GE Germany & Austria, digitales Industrieunternehmen), Philipp Schröder (Batteriespeicherhersteller Sonnen GmbH), Lisa Besserman (Netzwerk-Organisation Startup Buenos Aires) und Claus Wattendrup (Energiekonzern Vattenfall Europe Innovation GmbH).

Auf dem Tech Festival werde ich sicher wieder viele aus der deutschen Energie Start-up Szene treffen. Als Medienpartner bin ich auch mit dabei und werde auf meinen sozialen Netzwerken berichten.

About the author

Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich.
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