Crowdfunding

Mini-Photovoltaik von Solarheld im Crowdfunding unterstützen

Solarheld-Module
Solarheld-Module am Balkon, Foto: Solarheld
Solarheld-Module
Solarheld-Module am Balkon, Foto: Solarheld

Die Stromerzeugung in den eigenen Händen zu haben übt für viele Menschen eine große Faszination aus, auch wenn es nur ein kleiner Anteil  am benötigten Strom ist. Daher sind die kleinen Mini PV-Anlagen mit nur einem Modul für viele Menschen interessant. So kann jeder die Sonne nutzen, auch Mieter und Eigentümer ohne eigene Dachfläche. Die kleinen Anlagen werden für den Betrieb nur in die Steckdose eingesteckt. Aktuell können die Mini PV-Anlagen von Solarheld per Crowdfunding finanziert werden.

Mit Mini PV-Anlage kann jeder zum Solarheld werden

Solarheld nennt sich diese kompakte Mini-Solaranlage des Kölner Unternehmens Infinitum Energie GmbH, die noch bis zum 27.06.2016 bei Startnext unterstützt oder erworben werden kann. Das kleine Sonnenkraftwerk produziert auf wenig Raum sauberen und emissionsfreien Strom für den eigenen Haushalt.

„Wir wollen die Menschen hierzulande wieder für die Energiewende begeistern und ihnen mit dem solarheld ermöglichen, aktiv zu werden und sich direkt zu beteiligen. Ein solarheld allein stoppt noch keinen Kohlemeiler. Aber gemeinsam mit der Crowd ist es möglich!“ beschreibt Alexander Knebel (Technik) seine Vision.

Mit diesen Modulen beginnt der Einstieg für Bürger in die Photovoltaik und damit eine Partizipation an der Stromproduktion, die bisher überwiegend Großkonzernen vorbehalten war. Mit wenigen Handgriffen und einer Investitionssumme von etwa 500 EUR kann jeder auf weniger als zwei sonnigen Quadratmetern einen Teil seines Strombedarfs selbst herstellen. Von Solarheld heißt es, die Technologie ist ausgereift und wirtschaftlich.

Nicht so einfach wie es aussieht mit den Mini PV-Anlagen

Solarheld-Module auf dem Dach
Mit Solarheld den eigenen Strom produzieren, Foto: Solarheld

Theoretisch können die hochwertigen Solarmodule im schwarzen Design je nach Standort und Ausrichtung bis zu 250 kWh im Jahr produzieren. Dazu muss auch der Aufstellwinkel optimal sein und die Module dürfen nicht verschattet werden. Hängt das Modul am Balkongeländer verringert sich der Wirkungsgrad des Moduls auf 70 Prozent, wie Tobias Bucher in seinem Blog gezeigt hat. Damit können nur noch 175 kWh im Jahr erzeugt werden, die Amortisationsdauer erhöht sich entsprechend.

Solch ein kleines Kraftwerk ist auch kein Toaster, der einfach eingesteckt werden kann oder darf. Immerhin sind sie auf der gleichen Seite der Sicherung wie die Stromverbraucher. Übliche Photovoltaik-Anlagen werden auf der Seite der Zuleitung eingebaut und von einem Fachinstallateur angeschlossen. Weitere Punkte, die zu beachten sind, wie die Sicherung, den Anschluss und die eigene Einspeiseleitung, habe ich im letzten Sommer für den südbadischen Energieversorger Energiedienst aufgelistet. Im Magazin Solarify gab es erst letze Woche einen ausführlichen Beitrag zu den Balkon PV-Anlagen.

Was versprochen wird, muss auch eingehalten werden

Ich klinge vielleicht wie ein Skeptiker oder ein Miesmacher. Aber ich möchte nicht, dass es etwas versprochen wird, was nicht eingehalten werden kann und in Fragen der Sicherheit bin ich zu sehr Techniker um mich über Regeln hinweg zu setzen.

Auch Solarheld weist in der Pressemitteilung darauf hin, dass der Anschluss in Deutschland durch einen konzessionierten Elektro-Installateur erfolgen muss. Unverständlich ist auch für mich, dass nicht unterschieden wird, zwischen PV-Kleinanlagen und Großanlagen,  d.h. auch die Mikro-Wechselrichtertechnik muss die Spezifikationen und Normen großer PV-Anlagen erfüllen.

Solarheld im Crowdfunding bei Startnext

Wer sich für die kleinen PV-Anlagen interessiert, dem geht es nicht unbedingt um die Rendite der Anlagen oder um den günstigeren Strom. Es geht um die Beteiligung am Klimaschutz und um die Erzeugung von sauberen Strom, auch wenn es nur ein kleiner Anteil ist. Wer das unterstützen möchte, kann sich noch bis zum 27.06.2015 auf der Crowdfunding-Plattform Startnext daran beteiligen.

Das Team benötigt zur Umsetzung seiner Idee, die Kleinstphotovoltaik in den Städten zu etablieren. eine Fundingsumme von 100.000 Euro. Der Großteil dieser Summe wird dabei für die Beschaffung und Anpassung der Komponenten an die technischen Auflagen in Deutschland benötigt. Unterstützer können sich ab 10,- EUR an der Kampagne beteiligen und dafür als „Dankeschön“ etwa Sticker und Samenbomben oder auch den solarheld selbst für 495,- EUR erwerben.

Bürgern die Teilnahme am Energiemarkt ermöglichen!

Die Energiebranche ist sehr stark reguliert, was in Fragen der Sicherheit durchaus gerechtfertigt erscheint. Doch die Regulierungen dürfen nicht dazu genutzt werden um einzelne Marktteilnehmer vor dem Markt zu schützen und anderen, den Bürgern, die Teilnahme am Strommarkt zu verwehren. Diese Regelungen müssen daher dringend überarbeitet und der technischen Entwicklung angepasst werden.

Über den Autor

Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich.
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