Neue Förderung für Batteriespeicher ab März 2016 verfügbar

Förderung für Batteriespeicher ab März 2016
Batteriespeicher im Wohnzimmer, Foto: sonnen GmbH

Ende 2015 ist die Förderung für kleine Batteriespeicher in Haushalten ausgelaufen. Es war zwar klar, dass es eine Verlängerung geben würde, aber seit Jahresbeginn konnten keine neuen Anträge zur Förderung gestellt werden. Ab dem 01. März 2016 geht es nun weiter mit der Förderung, wie das BMWi am 19.02.2016 mitgeteilt hat.

Das neue Förderprogramm für Batteriespeicher ist mit 30 Millionen Euro ausgestattet und läuft bis Ende 2018. Mit der Förderung soll die Systemdienlichkeit gestärkt und die Kostenreduktionen bei den Speichertechnologien stärker unterstützt werden.

PV-Batteriespeicherförderung startet am 1. März

Weiter heißt es in der Pressemitteilung des BMWi:

Um Netze zu entlasten und höhere Standards bei Batteriespeichern zu setzen, dürfen geförderte Anlagen künftig lediglich die Hälfte der Spitzenleistung einer PV-Anlage ins Netz speisen, der Rest kann in der Batterie zwischengespeichert werden. Die Förderung erfolgt über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit Tilgungszuschüssen für Kredite und wird an die Kostenreduktionen bei den Batteriesystemen angepasst. Das BMWi wird die Entwicklung von Batteriespeichersystemen weiter beobachten und das Speicher-Monitoring über die Laufzeit des neuen Programms hinaus fortführen.

Im Rahmen des ausgelaufenen Programms hatte die KfW ein Förderbudget von ca. 60 Mio. Euro für ca. 19.000 Zusagen ausgeschüttet und damit Investitionen in Höhe von ca. 450 Mio. Euro angestoßen.

Budget zur Förderung für Batteriespeicher halbiert

Mehr Details stehen in einem verlinkten Dokument, aus dem ich gleich noch ein paar wichtige Stellen raussuchen werde. Aber vorher noch zu den Zahlen.

Das alte Förderprogramm lief von Mai 2013 bis Dezember 2015, also über 32 Monate, und hatte ein Budget von 60 Mio. Euro. Im neuen Programm stehen nur noch 30 Mio. Euro zur Verfügung, das Programm läuft aber über 34 Monate. Die Förderhöhe wird mit Sicherheit deutlich geringer ausfallen als im alten Programm, aber das nur noch halb so hohe Budget für einen längeren Zeitraum zeigt wohl auch, dass weniger Speicher gefördert werden.

Ich weiß nicht wie ich diese Kürzung einschätzen soll und bin gespannt auf weitere Kommentare von Fachleuten.

Wichtigste Informationen zur neuen Speicherförderung

Ein paar wichtige Punkte aus der vorläufigen Fassung der Richtlinie zur Speicherförderung:

  • Fördersätze und Anforderungskriterien werden zum Jahresende an die Marktentwicklung angepasst
  • installierte Leistung der PV-Anlage darf 30 kWp nicht überschreiten
  • Inbetriebnahme des Speichers nach dem 31.12.2012
  • Beteiligung der Antragssteller am Speichermonitoring
  • maximale Leistungsabgabe der Photovoltaikanlage am Netzanschlusspunkt beträgt 50 % der installierten Leistung der Photovoltaikanlage
  • Wechselrichter müssen über eine  Schnittstelle zur Fernsteuerung verfügen
  • Batterien haben eine Zeitwertersatzgarantie für einen Zeitraum von 10 Jahren
  • Anteil der förderfähigen Kosten des Batteriespeichersystems reduziert sich alle sechs Monate, ausgehend von 25% bis zu 10% am Ende.

Ob sich dann Ende 2018 die Mühe der Beantragung einer Förderung noch lohnt wage ich zu bezweifeln. Schon heute gibt es viele, die ohne Förderung, sich einen Speicher kaufen und installieren lassen. Das habe ich bereites von mehreren Seiten gehört. Aber es erklärt vielleicht das oben erwähnte geringere Budget. Nach 2018 kann damit nicht mehr mit einer Förderung gerechnet werden.

Kommentare zur neuen Speicherförderung

Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen erklärt:

„Das Wirtschaftsministerium hätte Herstellern und Nutzern die Verunsicherung der vergangenen Monate ersparen können, wenn es von Anfang an eine Anschlussregelung für die Batteriespeicher-Förderung vorgelegt hätte, so wie wir Grüne es immer gefordert haben. Das Hin-und-her um die Speicherförderung steht stellvertretend für die Bremser-Haltung von Minister Gabriel, wenn es um dezentrale Technologien für die Energiewende in Bürgerhand geht. Es war höchste Zeit, dass der Minister grünes Licht für die weitere Förderung von PV-Batteriespeichern gibt.“

Eine weitere Stellungnahme hat energyload.eu von Philipp Schröder, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing bei der sonnen GmbH, veröffentlicht. Er sieht die Förderung als einen „Schritt in die richtige Richtung, da es eine höhere Qualität und mehr Netzdienlichkeit von Speichersystemen verlangt, wie wir sie mit der sonnenBatterie bereits erfüllen“.

Über Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich. Sie suchen für Ihre Informationsseiten oder Ihren Blog immer wieder nach neuen, interessanten Inhalten? Oder Sie wollen Ihre Online-Kommunikation analysieren lassen? Informationen zum Leistungsangebot von Andreas Kühl finden Sie unter energynet.de/leistungen.

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