Strom

Stromsparberatungen erreichen höhere Einsparungen durch Verhaltensänderungen

Stromkosten sparen
Stromkosten können durch Verhaltensänderungen reduziert werden, Foto: pixabay.com/ ChristianOehlenberg
Stromkosten sparen
Stromkosten können durch Verhaltensänderungen reduziert werden, Foto: pixabay.com/ ChristianOehlenberg

Vor einem Monat hatte ich noch berichtet von der Erweiterung des Projektes Stromspar-Check Plus auf Gutscheine für den Tausch der Kühlgeräte. Im Projekt des Caritasverband und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen (eaD) werden Haushalte mit geringem Einkommen beraten, wie sie ihren Stromverbrauch reduzieren und damit die Stromkosten verringern können. In neuen Stichproben hat sich herausgestellt, dass nicht die Hilfsmittel am meisten Strom eingespart haben, sondern Verhaltensänderungen.

In dem Projekt haben bundesweit über 170.000 Haushalte mit geringem Einkommen rund 130 Euro Stromkosten pro Jahr eingespart. Das sind sogar 25 Prozent mehr als ursprünglich prognostiziert, wie Messungen ein Jahr nach der Erstberatung jetzt ergeben haben.

Mit Beratung und Soforthilfe 130 Euro weniger Stromkosten im Jahr

Die höhere Einsparung hat einen einfachen Grund, laut der heutigen Pressemitteilung: die Mieter haben durch ein Umdenken ihr Nutzerverhalten auch langfristig geändert.

Die Stichproben ergaben, dass die Haushalte mehr sparen, als allein durch den Einsatz der kostenlos ausgegebenen Soforthilfen (u.a. energiesparende Beleuchtung, schaltbare Steckerleisten, Kühlschrankthermometer) errechnet wurde. Damit zeigte sich, dass die intensive Beratung vor Ort zu einem veränderten Nutzerverhalten geführt hat.

Wenn die Haushalte darüber hinaus noch die Möglichkeit in Anspruch nehmen, sich den Austausch eines über zehn Jahre alten Kühlgerätes gegen ein hocheffizientes Neugerät mit 150 Euro bezuschussen zu lassen, sinkt die Stromrechnung um weitere 100 Euro.

Gezielte Beratung bewirkt spürbare Verhaltensänderungen

eaD-Vorstandsvorsitzender Michael Geißler sagte:

„Der Stromspar-Check PLUS zeigt, dass man durch gezielte Beratung vor Ort spürbare Verhaltensänderungen bewirken kann. Und er leistet einen Beitrag zum Klimaschutz durch Reduzierung von Energieverbrauch und CO2-Emissionen.“

Prof. Dr. Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverband ergänzte:

„Gerade mit Blick auf hohe Strompreise ist der Stromspar-Check PLUS eine wichtige Entlastung für Haushalte mit geringem Einkommen, die präventiv gegen Energiearmut wirkt.“

Hintergrund zum Stromspar-Check

Der Stromspar-Check wird seit 2009 bundesweit an derzeit 170 Standorten umgesetzt. Dabei besuchen ausgebildete Stromsparhelfer – selbst ehemalige Langzeitarbeitslose – Haushalte und geben nützliche Informationen zum Verbrauchsverhalten. Zusätzlich erhält jeder Haushalt Soforthilfen wie Energiesparlampen oder schaltbare Steckerleisten. Den Stromspar-Check PLUS können Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld kostenlos in Anspruch nehmen.

Über den Autor

Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich.
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