Deutlich höhere Zuschüsse für Solarwärme sind kein Aprilscherz

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Solarwärme für die Heizung im EFH
Solarwärme im Einfamilienhaus mit attraktiver Förderung, Foto: pixabay.com/ bykst

Vorweg, es ist kein Aprilscherz. Seit heute sind die neuen Fördersätze für Heizungen mit erneuerbaren Energien gültig und diese sind zum Teil deutlich angestiegen. Die Förderung für Solarwärme steigt um bis zu 100 Prozent auf rund 3.000 Euro, wie der Bundesverband Solarwirtschaft mitteilt.

Wer seine alte Heizung mit Hilfe von Solarkollektoren modernisieren möchte, sollte dies bereits im Frühjahr erledigen, empfiehlt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Der Hintergrund für diese Empfehlung ist einfach.

Die Förderkonditionen wurden zwar von der Bundesregierung deutlich verbessert, der Fördertopf bleibt für dieses Jahr aber unverändert auf rund 360 Millionen Euro limitiert. 2014 wurden nach Einschätzung des BSW-Solar bereits 112.000 neue Solarwärme-Anlagen in Deutschland errichtet. Der Verband rechnet in diesem Jahr vor dem Hintergrund verbesserter Zuschüsse mit einer Modernisierungswelle und einem Anziehen der Nachfrage.

Änderung für Solarwärme im MAP im Überblick

Von den neuen Förderbedingungen im Marktanreizprogramm für Solarthermie habe ich bereits Mitte März berichtet. Die wichtigsten Änderungen bei Solarwärme-Anlagen:

  • Mindestförderung für Solarwärmeanlagen zur Heizungsunterstützung wird von 1.500 auf 2.000 Euro angehoben.
  • Bei größeren Anlagen mit einer Solarkollektorfläche von mehr als 14 Quadratmetern winken höhere Zuschüsse, durch die Erhöhung der quadratmeterbezogenen Förderung von 90 Euro auf 140 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche.
  • Zusätzlicher Bonus bei Verbindung mit der Modernisierung der Heizung
  • Förderfähig ist auch Solaranlagen-Zubehör, wie beispielsweise der Austausch von Heizkörpern durch Niedertemperaturheizkörper, der Einbau einer hocheffizienten Zirkulationspumpe, notwendige bauliche Maßnahmen am Heiz- und Kesselraum, der Ausbau der Altheizung und deren Entsorgung.
  • Neu ist auch die Förderung von Solaranlagen zur Warmwasserbereitung auf bestehenden Gebäuden. Hierfür beträgt die Förderung 50 Euro je angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche, mindestens aber 500 Euro.
  • Eine Erweiterung bestehender Warmwasseranlagen wird ebenfalls gefördert.
  • Im Neubau werden nur besonders innovative Anwendungen oder Solaranlagen mit besonders hohen solaren Deckungsraten in sogenannten Sonnenhäusern gefördert.

Nutzung der Solarwärme ist so attraktiv wie noch nie

solare Prozesswärme
Solarenergie für die Prozesswärme, jetzt auch förderfähig, Foto: pixabay.com/ singhvp93

Damit ist der Umstieg auf Solarwärme so attraktiv wie noch nie. Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar in Berlin:

„Bis zum Beginn der neuen Heizperiode bleibt ausreichend Zeit für Information, Beratung und Installation einer neuen, umwelt- und klimafreundlichen Sonnenheizung. Aufgrund des limitierten Fördertopfes sollten interessierte Verbraucher ihr Vorhaben jedoch nicht auf die lange Bank schieben und zeitnah den Kontakt zum Fachhandwerk suchen.“

Hinzu kommt im neuen Marktanreizprogramm (MAP) die Öffnung für den gewerblichen Sektor. Im Einsatz bei Unternehmen und in der Wohnungswirtschaft gibt es Zuschüsse von 50 Prozent für die Unterstützung durch Solarwärme mit Prozesswärme. Unternehmen aus dem Mittelstand erhalten einen zusätzlichen Bonus für den Einsatz von Sonnenenergie.

BAFA: Die Energiewende beginnt im Heizungskeller

In dem für die Zuschussbewilligung zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) richtet man sich nun auf ein deutlich höheres Antragsvolumen ein.

„Mit der am 1. April 2015 in Kraft tretenden neuen Richtlinie trägt Bundeswirtschaftsminister Gabriel der Bedeutung des Wärmemarktes für das Gelingen der Energiewende Rechnung. Das dringend benötigte Aufbruchssignal ist nun gegeben“, freut sich der Präsident des BAFA, ​Dr. Arnold Wallraff.

Nach ​Dr. Wallraffs Überzeugung unterstreicht die neue Richtlinie die Bedeutung des MAP für die Energiewende. Das MAP versorge den regenerativen Heizungsmarkt mit den notwendigen finanziellen Impulsen und schaffe ein positives Investitions- und Innovationsklima.

„Nach dem wiederholten Scheitern der Bemühungen um eine steuerliche Abschreibung von energetischen Sanierungsmaßnahmen erweist sich das runderneuerte MAP als zentrales und verlässliches Instrument der Bundesregierung für die Energiewende im Wärmemarkt“, so der Präsident des BAFA.

Über Andreas Kühl

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