Licht Light + Building 2014

Eindrücke von LED auf der Messe Light + Building

Auswahl an LED in Halle 2 (Osram), Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Pietro Sutera
Auswahl an LED in Halle 2 (Osram), Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Pietro Sutera
Auswahl an LED in Halle 2 (Osram), Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Pietro Sutera

Bereits im Vorfeld der Messe Light + Building hatte ich mich moderner energieeffizienter Beleuchtung mit LED-Leuchtmittel befasst. Daher möchte ich auch noch meine Eindrücke und die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich nach dem Ende der Messe zeigen. Das Interesse der Besucher an den Neuheiten war sehr groß, immerhin wurde ein Besucherrekord verzeichnet mit über 210.000 Besuchern in den sechs Tagen.

Die Messe hat eindeutig gezeigt, dass in der Beleuchtung kein Weg mehr an LED vorbei führt. LED sind heute technisch besser als ihre Vorgänger, wie mir schon LED-Blogger Wolfgang Messer im Interview bestätigt hat. Nur die Preise stehen dem Massenmarkt noch im Weg, doch auch die sind immer weiter auf dem Weg nach unten.

Neues Lichterlebnis mit LED

Vor allem bietet LED-Beleuchtung ein völlig neues Lichterlebnis an. Wir können mit LED heute weit mehr machen als nur alte Leuchtmittel ersetzen. Es gibt Leuchtbänder und -streifen, und mit OLED auch Leuchtflächen. Mittlerweile können wir nicht nur die gewünschte Helligkeit einstellen, auch die Lichtfarbe und die Intensität unserer Stimmung anpassen und per Smartphone steuern. Angefangen hat dieser Trend einst mit der Philips Hue, mittlerweile folgen dem einige weitere namhafte Anbieter nach, allen voran LG, Samsung und jetzt auch Osram.

Mit Lightify kann, wie auch bei den anderen Systemen, das Licht vom Smartphone oder Tablet über das WLAN gesteuert werden. Die verschiedensten Licht-Stimmungen können damit eingestellt werden, sowohl manuell durch probieren oder mit einprogrammierten Szenarien. Interessant finde ich, dass es ein breites Sortiment an Lightify-Lampen geben wird für unterschiedliche Einsatzzwecke, vom Wohnzimmer über den Garten bis zum professionellen Einsatz im Büro.

Auf der Messe habe ich noch weitere ähnliche Angebote entdeckt, und sogar LED-Spots mit integriertem Lautsprecher, der per Bluetooth Musik abspielen kann. Wenn es jemand braucht, besonders gut wird beides wohl kaum sein.

Farbwiedergabe von LED immer besser

Civilight mit hohen Werten für die Farbwiedergabe, Foto: Andreas Kühl
Civilight mit hohen Werten für die Farbwiedergabe, Foto: Andreas Kühl

Die wichtigsten Punkte, die man beim Kauf von LED-Leuchtmittel beachten sollte, hatte ich erst kürzlich zusammen gefasst, um den Kauf etwas zu vereinfachen. Einer der Punkte, die ich weggelassen hatte, war die Farbwiedergabe. Damit wird angegeben welche Wirkung das Licht auf farbige Gegenstände hat und wie gut diese Farben unter dem Einfluss des Lichtes wiedegegeben werden. Natürliches Licht von der Sonne ist dabei der Maßstab und erreicht einen Wert von 100, die klassische Glühlampe kommt dem sehr nahe, bei Wikipedia wird das Licht dem der Sonne gleich gesetzt.

Kompaktleuchtstofflampen und LED-Lampen erreichen Werte zwischen 80 und 95. In der Praxis wird der Wert selten angegeben, mir ist aber ein Aussteller auf der Messe aufgefallen, der mit erstaunlich hohen Ra-Werten von über 95 geworben hat. Auf der Website von Civilight wird auch mit diesem hohen Wert geworben, nur das passende Produkt dazu konnte ich nicht finden, immerhin konnte ich LED-Glühbirnen mit Ra von 97 entdecken.

Qualitäts- und Transparenzlabel für LED-Leuchten

Prüfsiegel des VDE für die Beleuchtung, Foto: Andreas Kühl
Prüfsiegel des VDE für die Beleuchtung, Foto: Andreas Kühl

Kann man den Hersteller-Angaben trauen? Bei den vielen unterschiedlichen Werten, die zu berücksichtigen sind, ist es wichtig, dass sich Lichtplaner darauf verlassen können, dass die Produktdaten stimmen. Hilfreich kann dabei ein unabhängiges Prüfinstitut sein, das eigen Messungen durchführt. Der VDE hat auf der Messe seine Leistungen in diesem Bereich gezeigt, wie die Prüfungen zur ErP-Richtlinie, zur Bestätigung des Energielabels, sowie das Performance-Quality- Label (PQL) für LED-Leuchten. Dieses Label erhöht die Transparenz und damit die Qualität der LED-Leuchten.

Das VDE-Institut ist das Referenzlabor des Forschungsprojekts für das Performance-Quality- Label.  Ziel des Projekts, mit 13 Firmen aus der Licht- und Leuchtenindustrie sowie fünf Forschungseinrichtunge, ist es, Standards für LED-Produkte zu entwickeln, auf deren Grundlage ein Qualitätsbewertungszeichen erstellt werden soll.

Rekordwert für Effizienz einer LED-Röhre

Kurz vor der Messe hatte ich von einem Weltrekord beim effizientesten LED-Chip berichtet. Anhand dieses Beispiels hatte ich die Effizienz  von LED erklärt. Auf der Messe zeigte Osram, die als einziger Hersteller LED-Lampen komplett in Deutschland herstellen, eine LED-Röhre aus dem Forschungs- und Entwicklungslabor mit einer neuen Rekord-Effizienz. Mit dieser Röhre kann der Stromverbrauch, im Vergleich zu gebräuchlichen Leuchtstoff- und LED-Röhren, um die Hälfte reduziert werden, bei gleichzeitig deutlich höherer Farbwiedergabe.

Diese Lampe erreicht eine bisher einmalige Effizienz von 215 Lumen pro Watt. Bisher erreichen aktuell gebräuchliche Leuchtstoff- oder LED-Röhren maximal die Hälfte dieses Wertes. Diese Röhre ist mit 1,20 Meter genauso lang wie eine klassische Leuchtstofflampe. Die Effizienz der Röhre lässt sich sowohl bei warm- als auch bei kaltweißem Licht erzielen.

Technisch basiert der Rekord von Osram auf der Kombination von hocheffizienten roten LED-Chips und grün-weißlichen LEDs von Osram, die einen eigens entwickelten, aber fertigungsnahen Leuchtstoff enthalten. Zudem kommen höchstreflektive Materialien und eine innovative integrierte Optik zur Minimierung aller Absorptionen zum Einsatz. Betrieben wird die Lampe mit einem ebenfalls neu entwickelten Vorschaltgerät, das einen Wirkungsgrad von 95 Prozent hat. Der Demonstrator strahlt 3900 Lumen warmweißes Licht (3000K) ab und erreicht einen sehr guten Farbwiedergabeindex (CRI 90).

Über den Autor

Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich.
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Ein Kommentar

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  • Nachdem ich Kontakt mit dem Osram Lightify-Support hatte, bin ich von diesem Produkt absolut enttäuscht. Lightify ist aktuell absolut nicht ausgereift. Funktionen wie der Abwesenheitsmodus oder Wake-Up-Light sind aktuell nicht in Sicht. Auf der Conrad-Osram-Lightify-Seite wird von einem zeitnahem Update für diese Funktionen gesprochen. Der Support lightify(at)osram.com teilte mir mit, dass diese Funktionen voraussichtlich für das 1. Quartal 2015 vorgesehen sind. Wer das Produkt kauft, macht sich zum absoluten Betatester und zahlt dafür einen utopischen Preis! Finger weg und warten oder Alternativen nutzen. Eine billige ferngesteuerte LED-Lampe bietet den gleichen aktuellen Funktionsumfang von Lightify.

    Der Support reagierte auf meine Anfrage zwar sehr schnell, leider kann das an den fehlenden Funktionen aber nichts ändern.

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