Crowdfunding

Intelligente Steckdose, die beim Stromsparen hilft

Intelligente Steckdose zum Stromsparen, Foto: parce.de
Intelligente Steckdose zum Stromsparen, Foto: parce.de
Intelligente Steckdose zum Stromsparen, Foto: parce.de

Wenn man genau weiß, wie viel Strom die einzelnen elektrischen Geräte benötigen und wann, dann kann man den Stromverbrauch einfacher reduzieren. Aber den Überblick zu behalten ist recht aufwändig, alleine schon um den gesamten Stromverbrauch im Blick zu behalten, benötigt man technische Hilfsmittel. Ich lese momentan noch meine Strom-, Wärme- und Wasserzähler unregelmäßig ab und trage die Daten im von Hand in den Energiemonitor ein. Alleine deshalb interessiere ich mich für neue Technologien, die mir das Leben einfacher machen.

Ich möchte aber auch wissen wie viel Strom die einzelnen Geräte benötigen, sowohl im aktiven als auch im passiven Zustand. Dazu könnte ich ein Messgerät an die einzelnen Geräte hängen und mir immer den aktuellen Verbrauch anschauen. Kann ich machen, wäre aber auch sehr aufwändig.

Smarte Steckdose schaltet Standby weg

Da passt ein kleines Gadget, das ich heute im Crowdfunding bei indiegogo gefunden habe. Das Parce One ist ein kleiner Zwischenstecker, der zwischen Stecker und der Steckdose eingesteckt wird. Dieses Gadget misst den Stromverbrauch und gibt die Daten in das vorhandene WLAN weiter in die Cloud. Per Smartphone-App hat man bequem den aktuellen Stromverbrauch immer im Blick.

Über diese App kann man die angeschlossenen Geräte auch vom Zwischenstecker abschalten lassen, besonders sinnvoll um die Standby-Verluste zu minimieren. Diese Geräte können auch über die Zeit gesteuert werden, so dass zum Beispiel die Kaffeemaschine morgens zum aufstehen betriebsbereit ist oder der Fernseher erst zum Feierabend eingeschaltet werden kann. So lernt das System und hilft beim Energie sparen.

Transparenz beim Stromverbrauch

Transparenz im Stromverbrauch mit Parce One, Foto: parce.de
Transparenz im Stromverbrauch mit Parce One, Foto: parce.de

Mit einer ganzen Reihe von Parce One erhält man einen guten Überblick über den Stromverbrauch und kann die angeschlossenen Geräte von jedem Ort aus kontrollieren. Es müssen nicht unbedingt die großen Stromverbraucher angeschlossen werden, die vielen kleinen Verbraucher mit Standby-Stromverbrauch tragen in der Summe auch deutlich zum Stromverbrauch bei.

Nach Angaben der Entwickler können gut 150,- € im Jahr eingespart werden mit dem Parce One. Man kann auch ganze Steckdosenleisten damit schalten, um mehrere Geräte gleichzeitig, als Einheit, steuern zu können. Allerdings ist der Preis eines Parce One mit $ 59 für die Early-Birds im Crowdfunding nicht gerade wenig.

Crowdfunding schon jetzt erfolgreich

Erst vor knapp einem Monat wurde das Crowdfunding bei Indiegogo begonnen, um die App und die Cloud fertig entwickeln,  sowie die erste Serie von Parce One Geräte herstellen zu können. Und schon heute, 14 Tage vor Ende des Fundings, liegt die Summe mehr als doppelt so hoch wie das angestrebte Ziel von 20.000 Dollar.

So kann einiges mehr finanziert werden als geplant. Es wird eine Android-App geben (eigentlich selbstverständlich), sowie Versionen für den britischen, den australischen und chinesischen Markt.

Das erfolgreiche Crowdfunding könnte dafür sprechen, dass die intelligente Steckdose gut ankommen wird am Markt. Solange die einzelnen Geräte nicht selbst mit dem Netz verbunden werden können, wird die Nachfrage da sein. Hier ist der Vorteil die Einfachheit und, dass man mit einer einzelnen Steckdose starten kann. Bei anderen Systemen wie digitalstrom sind die Anwendungen zahlreicher, aber die Einstiegshürde ist auch größer.

Kennt Ihr noch andere solcher Systeme oder erwähnenswerte Crowdfunding-Kamapagnen?

Über den Autor

Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich.
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9 Kommentare

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  • Hallo Andreas,
    Cooles Gadget!
    Mich würde allerdings interessieren, ob man die Daten auch ohne Cloud abrufen kann, oder ob diese zwanghaft extern liegen…
    Zeit- und Fernsteuerung würden sogar fast den Preis rechtfertigen.

  • Der Erfolg solcher Systeme hängt von deren „Intelligenz“ ab. Denn nur ein Bruchteil der Menschen wird sich hinsetzen, die Daten analysieren und Maßnahmen ergreifen. Nur wenn es einfach ist, wird es auch genutzt.
    Und sie müssen noch viel billiger werden. Wieviele dieser Parcer braucht man um die 150€ einzusparen?

  • Eigentlich eine tolle Idee.
    Mich stört allerdings die Sache mit der Cloud.
    „Transparenz im Stromverbrauch in der Cloud“
    Mir wäre eine
    Lösung lieber, bei der die Daten im Haus bleiben.
    Die Analyse kann ein Programm im Smartphone oder PC auch erledigen.
    Die Steckdosen bräuchten nur einen entsprechenden Speicher um die Daten zwischenzuspeichern bis das Programm sie dann ausliest.

  • Gibt eine Menge smarter Stecker. Viele haben aber Schwierigkeiten die Fundingschwelle zu erreichen, deswegen war es klug von Parce die Schwelle so niedrig zu setzen. Ein weiteres erfolgreiches Beispiel ist der MeterPlug (http://www.indiegogo.com/projects/meterplug-lower-your-electricbill-measure-real-electric-cost),der übringends immer noch nicht ausgeliefert wurde.
    Dann gabs letztes Jahr noch Valta (https://www.kickstarter.com/projects/671204280/valta-energy-usage-simplified), die zwar nicht gefundet wurden, das Produkt aber jetzt vertreiben. Aktuell läuft noch ein Kampagne von brightup aus dem Berlin Hardware Accelerator auf Indigogo (http://www.indiegogo.com/projects/brightup-smart-lighting) Ist eher eine Lichtautomationslösung, aber sie haben auch Verbrauchsrückmeldung mit eingebaut. Also erst Komfort und dann Energiemanagement.

  • Wow, Danke für die vielen Kommentare und die Alternativen.

    Ich sehe es auch so, dass solche Systeme so intelligent und einfach bedienen zu sein müssen, damit sie akzeptiert werden auf dem Markt. Ob dazu die Daten in der Cloud liegen müssen, ist fraglich. Aber sobald eine Verbindung zum Smartphone hergestellt wird, ist auch das Netz, bzw, die Cloud im Spiel. Das AVM-Gerät scheint , nicht so schön, aber von der Funktion ähnlich zu sein. Die angebotenen Geräte werden sich vor allem in der Intelligenz unterscheiden. Es wird spannend, was sich davon durchsetzen wird.

    • Wie schon Christoph Jung vor einem Jahr berichtete, kann die Fritz Dect 200 Steckdose den Stromverbrauch über die Zeit genau und einfach protokollieren. Allerdings ist dafür eine FritzBox als Router erforderlich. Die Verbrauchsdaten lassen sich grafisch darstellen (in W und €) und bei Bedarf auch exportieren und es gibt zusätzliche Funktionen wie Zeit- oder verbrauchsabhängiges Ein- und Ausschalten. Letztere Funktion nutze ich seit ca. 2 Jahren für die Abschaltung von Fernseher, Heimkino, Spielkonsole und anderer Multimediageräte, die gemeinsam an einer Dect 200 angeschlossen sind. Wenn alle Geräte im Standby sind (da kommen schon mal um die 20W Standby- Verbrauch zusammen), wird durch Erkennung dieses Verbrauchswertes die Steckdose automatisch abgeschaltet. Einschalten erfolgt dann über ein Dect- Telefon, auf dem auch jederzeit der Stromverbrauch angezeigt wird (natürlich auch nur von AVM) oder über einen Taster in der Steckdose. Je nach Marktsituation bekommt man die Steckdose für ca. 45,- €. Bisher laufen beide von mir seit ca. 2 Jahren eingesetzte Dect 200 absolut fehlerfrei. Als einzigen Nachteil empfinde ich die Tatsache, dass man mit diesen Geräten ausschließlich kompatibel zu AVM- Produkten ist und das System (jedenfalls bisher) nicht zu einer richtigen Hausautomatisierung ausgebaut werden kann.

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