Energiemanagement im Unternehmen systematisiert die Verbesserung der Energieeffizienz

Industrieanlage bei Nacht

Industrieanlage bei Nacht, Quelle: http://www.sxc.hu/photo/898100

In vielen Unternehmen ist ein System für die Qualitätsmanagement nach ISO 9001 bekannt. Dieser Standard hat sich etabliert und wird oft als Voraussetzung für eine geschäftliche Zusammenarbeit gesehen. Eine Zertifizierung nach ISO 9001 zeigt den Kunden die Einhaltung bestimmter Standards im Qualitätsmanagement und, dass diese einen festen Stellenwert im Unternehmen haben.

Analog dazu gibt es seit einem Jahr die neue ISO 50001 mit den Anforderungen an den Aufbau eines Energiemanagementsystems in Unternehmen. Sie hilft Unternehmen Systeme aufzubauen, zur Überwachung und Optimierung energiebezogener Leistungen. Die Energieeffizienz im Unternehmen kann durch den dauerhaften Prozess kontinuierlich verbessert werden, um langfristig Energie einzusparen.

Eine Zertifizierung nach ISO 50001 ist Voraussetzung für die Befreiung von der EEG-Umlage (Quelle: Wikipedia) und künftig für die ermäßigte Energiesteuer (Quelle: Cost-Expert GmbH).

Hier ein Beispiel für die Einführung der ISO 50001 und anschließende Zertifizierung des Automobil-Zulieferers Faurecia:

Das eingeführte Energiemanagementsystem unterstützt Faurecia dabei, Effizienzmaßnahmen systematisch zu erarbeiten und über die verschiedenen Standorte hinweg zu koordinieren. Hierdurch können Energieströme jederzeit überwacht und optimiert werden, um langfristig die Energieeffizienz zu steigern und Kosten zu reduzieren. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 dient dem Unternehmen dabei als Nachweis eines funktionierenden Energiemanagements und leistet einen erheblichen Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit.

Auf dem Weg zur Zertifizierung begleitete der Energieeffizienz-Dienstleister Limón GmbH das Unternehmen, um alle entscheidenden Anforderungen erfolgreich umzusetzen. Erforderliche Maßnahmen bestanden dabei aus einer Energieverbrauchsanalyse, einer energetischen Bewertung der Standorte, der Entwicklung von Energieeffizienzmaßnahmen und eines spezifischen Messkonzeptes. Des Weiteren wurden die benötigten Strukturen für ein kontinuierliches Energiemanagementsystem aufgebaut, eine Energiepolitik entwickelt, die verantwortlichen Energiebeauftragten geschult und Maßnahmen zur Mitarbeitersensibilisierung eingeführt.

Das Energiemanagementsystem wurde in das bereits bestehende Umwelt- und Sicherheitsmanagement integriert, um Synergien zu nutzen und eine einheitliche Dokumentation zu bewirken. Durch interne Energieaudits und das Begleiten des Management-Reviews wurde die Zertifizierung erfolgreich vorbereitet.

Vor allem die „professionelle und strukturierte Vorgehensweise auf dem Weg zur Zertifizierung“ hoben die Gutachter hervor. Gerade die engagierten Mitarbeiter in den Energieteams und die hohe Motivation aller Mitarbeiter zur Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen bei der Faurecia Exteriors wurden explizit vom Zertifizier gelobt.

Positiv ist, dass für jeden Standort der Faurecia Exteriors GmbH ein regionales Energieteam gebildet werden konnte, das in einem überregionalen Energieteam vereinigt wird. „So kann in Zukunft der Austausch zwischen den Standorten noch verstärkt und viele weitere Synergien genutzt werden“, freut sich Limón Projektingenieur Thorsten Nennmann.

Die Faurecia Exteriors GmbH ist eine Tochter des weltweit tätigen Automobilzulieferers Faurecia mit Hauptsitz in Nanterre, Frankreich. Im Geschäftsbereich Exterior Systems werden Front- und Heckstoßfänger sowie Frontendträger für unterschiedliche Automobilhersteller entwickelt und produziert. In Deutschland hat die Faurecia Exteriors GmbH über 2.500 Mitarbeiter und produziert ca. 4,5 Millionen Stoßfänger im Jahr.

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Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible vor allem für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Aber auch die kostenlose Energie, die uns die Natur zur Verfügung stellt ist faszinierend und Herausforderung zugleich.

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