Schürt die dena Ängste vor der Energiewende?

Photovoltaikversicherung

Hoppla, gleich nach Weihnachten geht es los mit einer Hammermeldung. Die Deutsche Energie Agentur GmbH (dena) verbreitete heute die Meldung, dass sie von einer Steigerung der Strompreise um 20 Prozent bis 2020 ausgeht. Bedingt durch die Energiewende und dem damit notwendigen Umbau der Energieversorgung mit neuen Kraftwerken, neuen Stromnetzen und einem Ausbau mit Speichern werden die Kosten für Strom deutlich ansteigen.

Damit, so erscheint es mir, werden beim Verbraucher Ängste vor der Energiewende geschürt, anstatt dafür zu werben. Der Anstieg klingt enorm und erschreckend. Für viele Verbraucher könnte diese plakative Aussage doch abschreckend sein, wo doch für die meisten Menschen immer noch nur “Geiz ist Geil” zählt. Sie könnten sich damit gegen die Energiewende positionieren, da sie angeblich den Strompreis erhöht.

Das waren jedenfalls meine erste Gedanken. Dabei ist, wie eine kurze Recherche ergab, der Strompreis im Zeitraum 2000 – 2008 noch viel mehr angestiegen – um mindestens 25% (Quelle: Energiebörse Deutschland). Dann sind 20% bis 2020 doch akzeptabel, wie Ron Kirchner bei Twitter meinte? Immerhin ergab eine Umfrage der Agentur für Erneuerbare Energien eine hohe Akzeptanz der Bevölkerung für die Energiewende und damit verbundenen höheren Kosten.

weiterlesen »

Strom | , , , | Schreib was dazu

Neue Mini-KWK-Förderung will Marktanreize für mehr Flexibilität setzen

Das BHKW-Infozentrum hatte bereits berichtet, dass die Bundesregierung eine Aktivierung der investiven Mini-KWK-Förderung plane. Inzwischen liegt dem BHKW-Infozentrum Rastatt der erste Entwurf der für das Jahr 2012 vorgesehenen „Richtlinie zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kW elektrischer Leistung“ vor.

Ziele der Mini-KWK-Investitionsförderung

Ein zentrales Ziel der Förderung dieser Richtlinie soll es sein, den Absatz hocheffizienter KWK-Anlagen im elektrischen Leistungsbereich bis 20 kW deutlich zu steigern und damit zum Erreichen der nationalen Klimaschutzziele beizutragen.

Betrachtet man aber die Höhe der einmaligen Investitionsförderung gemäß dem Richtlinien-Entwurf vom 09.12.2011 scheinen Zweifel an der Realisierbarkeit dieser Ziele begründet. Die Mini-KWK-Förderung der Jahre 2008/2009 sah eine Förderung von Mini-KWK-Anlagen bis 50 kW vor, wobei eine 1 kW-Anlage rund 1.550,- Euro, eine 5 kW-Anlage rund 7.000,- Euro und eine 20 kW etwas mehr als 10.000,- Euro erhielt. Das für das Jahr 2012 geplante Investitions-Förderprogramm für Mini-KWK-Anlagen sieht eine Förderung von 1 kW-Anlagen mit 1.500,- Euro und von 5 kW-Anlagen mit 2.500,- Euro vor. Eine KWK-Anlage mit 20 kW würde nach dem derzeitigen Entwurf im nächsten Jahr 3.500,- Euro erhalten.

weiterlesen »

Kraft-Wärme-Kopplung | , , | 1 Kommentar

Energiewende beginnt vor Ort in den Kommunen

Gruenspar.de

Vom 27. bis 29. März 2012 wird im Freiburger Konzerthaus erneut über die Chancen und Herausforderungen von Städten und Gemeinden diskutiert, die aktiv die regionale Energiewende vorantreiben wollen. Der erste Kongress im April 2011 zog bereits knapp 250 Besucher aus dem ganzen Bundesgebiet und angrenzenden Ausland an und demonstrierte damit das große Interesse an den Themen rund um die Energieautonomie.

Im Rahmen des Kongressauftakts am ersten Tag bieten drei Workshops die Möglichkeit, sich einen Nachmittag lang intensiv mit einzelnen Themen auseinanderzusetzen. Auf dem Programm stehen Workshops zu Contracting, zu Öffentlichkeitsarbeit und Partizipation sowie zum Projekt des Klima-Bündnis „Coaching kommunaler Klimaschutz“.

Am Hauptkongresstag, dem 28. März, wird Staatssekretär Helmfried Meinel aus dem baden-württembergischen Umweltministerium die Energie-Agenda der grün-roten Landesregierung erläutern und nach dann einem Jahr Regierungszeit einen Rückblick auf das bisher Erreichte wagen. Was einzelne Kommunen bereits selbst erreicht haben, werden Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm aus Lörrach, Bürgermeisterin Anja Pfeiffer aus Weilerbach und Bürgermeister Reinhold Scheer aus Simonswald berichten. weiterlesen »

Veranstaltungen | , , , | 1 Kommentar

Greenwashing und Online PR

Dies ist ein bezahlter Gastbeitrag von reputationsverteidiger.de, auf den Inhalt des Textes hat energynet.de keinen Einfluss. 

Kein größeres Unternehmen kommt heute ohne Greenwashing im weitesten Sinne aus, denn Erfolg am Markt setzt ein positives Image unbedingt voraus. Dabei geht es zwar in erster Linie um Umweltverträglichkeit, aber auch soziale Verantwortung, politische Korrektheit und kulturelle Aufgeschlossenheit des Unternehmens sollen mit Hilfe des Greenwashings vermittelt werden. Diese Botschaften werden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des Marketing Mix transportiert, besonders wichtig ist die Online PR und speziell pro-aktives OnlineReputationManagement (ORM). Hier kann auch in Social Media wie Facebook und Twitter unmittelbar auf Anfragen oder Kritik von Kunden und Öffentlichkeit reagiert werden. Selbstverständlich muss die Wirkung des Greenwashings permanent überwacht werden, auch dies ist online am effektivsten möglich.

Besonders die Automobilindustrie hat das Greenwashing für sich entdeckt. Jeder große Fahrzeughersteller bereitet derzeit die Markteinführung von Fahrzeugen vor, die mit Elektrobatterien betrieben werden. Allerdings handelt es sich bei vollwertigen Autos immer um Hybridfahrzeuge, die zusätzlich zum Batterieantrieb auf einen konventionellen Verbrennungsmotor zurück greifen. Die ist der Tatsache geschuldet, dass die Akkus für Elektroautos (noch) eine zu geringe Reichweite besitzen. Alle Automobilhersteller, die derartige Fahrzeuge anbieten, feiern dies als Durchbruch in Richtung Umweltschutz. Dies mag übertrieben scheinen, weil die Strecken, die tatsächlich nur mit Akku Antrieb zurück gelegt werden, verhältnismäßig gering sind. Aber auf jeden Fall ist es positiv zu werten, dass Umweltschutz überhaupt in diesem Maße ein Verkaufsargument werden konnte.

weiterlesen »

Allgemein | | 5 Kommentare

Das Jahr im Rückblick bei energynet

Angesichts der vielen Rückblicke, möchte ich kurz aufzeigen was die Leser in diesem Jahr am meisten interessiert hat. Ich verzichte darauf einen allgemeinen Rückblick auf den Bereich Energie zu schreiben, im Bereich Bioenergie  hat sich übrigens Ron Kirchner die Mühe gemacht mit einem Bioenergie-Jahresrückblick 2011.

Was hat in diesem Jahr die Leser bewegt und interessiert?

Anfangen möchte ich mit den meistgelesenen Artikeln in diesem Jahr (bis heute), hier sind die Top10-Artikel des Jahres 2011, wobei viele Artikel schon älter sind:

  1. Photovoltaik-Einspeisevergütung für 2010 veröffentlicht (3.179 Aufrufe, Jahr: 2009)
  2. ORC-Anlage nutzt Abwärme aus Biogasanlagen (2.646 Aufrufe, Jahr: 2008)
  3. Energieeffiziente Beleuchtung mit LED (2.045 Aufrufe, Jahr: 2008)
  4. Jetzt mit Stromspeicher in Haushalten beginnen (1.962 Aufrufe, Jahr: 2011)
  5. Windkraftwerke können in Deutschland mehr Strom erzeugen als Atomkraftwerke (1.880 Aufrufe, Jahr: 2009)
  6. Neue Stromspeichersysteme für erneuerbare Energiequellen (1.677 Aufrufe, Jahr: 2008)
  7. Umstellung auf erneuerbare Energien zur Null-Emissions-Technologie (1.637 Aufrufe, Jahr: 2008)
  8. Neuer KfW-Zuschuss zum Pumpentausch von mindestens 100 Euro (1.368 Aufrufe, Jahr: 2009)
  9. Windenergie-Erträge mit Potenzialkarten abschätzen (1.351 Aufrufe, Jahr: 2009)
  10. Aufbau einer Offshore-Windenergieanlage (1.346 Aufrufe, Jahr: 2008)

In den Jahren 2008 und 2009 waren die Artikel wohl besonders gut, ich hoffe 2012 wird auch wieder so ein Jahr mit guten Artikeln werden. An den meistgelesenen Artikeln kann man schon gut erkennen, welche Themen für die Leser am interessantesten waren.

Welche Theme, bzw. Suchbegriffe, haben die Leser in diesem Jahr zu energynet.de geführt?

  1. Stromspeichersysteme (1.164 Aufrufe)
  2. Brennstoffzellenheizung (564 Aufrufe)
  3. Stromspeicher Photovoltaik (350 Aufrufe)
  4. Alternative Heizung (312 Aufrufe)
  5. Energieeffizienz Unternehmen (273 Unternehmen)
  6. LED (213 Aufrufe)
  7. ORC Anlagen (189 Aufrufe)
  8. ORC Anlage (180 Aufrufe)
  9. Einspeisevergütung 2010 (175 Aufrufe)
  10. Photovoltaik Einspeisevergütung 2010 (166 Aufrufe)

Diese Suchbegriffe und meistgelesenen Artikel geben mir Anhaltspunkte was die Leser interessiert. Auch wenn mein Interessengebiet (energiesparendes Bauen) nicht vorkommt, so weiß ich doch um welche Themen ich mich mehr kümmern muss. In 2012 werde ich mehr selbst geschriebene Artikel mit Fachinformationen oder Kommentaren veröffentlichen und nicht nur aktuelle Pressemeldungen veröffentlichen.

Das Thema das Jahres ist für mich die Stromspeicherung, das hatte ich auch schon vor der Auswertung geahnt. Dieses Thema wird auch im kommenden Jahr interessant bleiben und weiter an Bedeutung zunehmen.

In 2012 wird sich hier noch mehr ändern, dazu aber demnächst mehr in einem eigenen Artikel.

Allgemein | , | 3 Kommentare

Umstrittene neue Energieberaterliste ist online

Wer ein Gebäude energieeffizient bauen oder sanieren möchte, benötigt eine fachliche Beratung z.B. durch einen Energieberater. Der Beruf des Energieberaters ist jedoch nicht geschützt, im Prinzip kann ihn jeder benutzen. Um eine Förderung, z.B. von der KfW, in Anspruch zu nehmen, musste der Energieberater in der BAFA-Liste eingetragen sein, das waren zeichnungsberechtigte Architekten oder Bauingenieure mit Zusatzqualifikation.

Jetzt gibt es eine neue Expertenliste als Anforderung – aufgestellt gemeinsam von der dena, der BAFA, der KfW-Bankengruppe und den Bundesministerien für Bau und für Wirtschaft. Diese Liste soll neue Standards setzen und die Qualität von Energieberatungen und Energieausweisen sichern.

Um sich als Effizienzhaus-Experte in die dena-Expertendatenbank einzutragen, müssen Fachleute neben der Grundqualifikation (Ausstellung von Energieausweisen laut §21 oder §29 EnEV) auch über eine Zusatzqualifikation verfügen. Die Zusatzqualifikation ist eine vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) anerkannte Weiterbildung zum Energieberater oder zum Passivhaus-Planer. Es ist außerdem möglich, eine von der dena anerkannte Zusatzqualifikation einzureichen, durch die – in Kombination mit der Grundqualifikation – das Qualifikationsniveau der BAFA-Anforderungen erreicht wird. Ebenfalls akzeptiert wird eine Mitgliedschaft in qualifizierten Expertennetzwerken, deren Qualifikationsniveau mit den BAFA-Anforderungen an Energieberater vergleichbar ist wie z. B. das energie- und umweltzentrum allgäu (eza) oder die Bremer EnergieExperten.

Die eingetragenenen Experten sind besonders für die Bundesförderprogramme Vor-Ort-Beratung (BAFA) sowie für die Planung und Baubegleitung von KfW-Effizienzhäusern 40 und 55 (Neubau und Sanierung) qualifiziert.

Doch diese Liste ist sehr umstritten unter Energieberatern. Denn der Eintrag in die Liste ist kostenpflichtig und verlangt regelmäßige Weiterbildungen. Das ist ein Aufwand, den nicht alle Energieberater eingehen wollen und sich vermutlich auch nicht leisten können.  weiterlesen »

Bauen | , , , , , | Schreib was dazu

Erneuerbare Energien im Strommix auf dem Vormarsch

Zu den heute veröffentlichten Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft über den Strommix 2011 erklärt der Präsident des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE), Hermann Albers:

“Die Strommixzahlen für 2011 belegen die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Innerhalb weniger Jahre konnten sich die Erneuerbaren aus einer Nische heraus zum zweitwichtigsten Energieträger im deutschen Strommix entwickleln. Die Windenergie konnte ihren Anteil am Strommix trotz eines durchschnittlichen Windjahres und eines nur moderaten Zubaus von im Vorjahr 6 Prozent auf 7,6 Prozent in diesem Jahr steigern. Sie hat dabei mit Abstand den größten Anteil unter den Erneuerbaren Energien am deutschen Strommix.

Die Zahlen belegen außerdem, dass wir auf einem guten Weg in Richtung der Umstellung unserer Energieversorgung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien sind. Entscheidend ist jetzt aber, dass wir weiter den Boden für diesen Weg bereiten. Dazu gehört, dass wir zum einen den dringend erforderlichen Netzausbau vorantreiben. Zum anderen ist entscheidend, dass wir eine andere Struktur für den Strommarkt entwickeln, die den Erneuerbaren Energien gerecht wird. Der jetzige Strommarkt ist auf konventionelle Versorgung ausgelegt. Die positiven Effekte der Erneuerbaren Energien für Umwelt und Gesellschaft müssen jedoch bei einem künftigen Strommarkt berücksichtigt werden.”

Laut Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft liegt der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strommix im Jahr 2011 bei 19,9 Prozent. Der Anteil der Windenergie macht dabei 7,6 Prozent aus.

erneuerbare energien | , , , , | 1 Kommentar

KfW-Förderung wirkt bei energetischen Gebäudesanierungen

Die KfW Bankengruppe hat zwei aktuelle Studien vorgelegt, die die Wirkung der aus Mitteln des Bauministeriums vergünstigten KfW-Förderung von Energieeinsparmaßnahmen im Gebäudebestand evaluieren. Seit 2006 werden die Fördereffekte jährlich untersucht, im Jahr 2010 durch das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) und das Bremer Energieinstitut (BEI).

“Ein entscheidender Eckpunkt der deutschen Energiepolitik ist das Ziel, bis zum Jahr 2050 den Energiebedarf durch massive Effizienzsteigerungen zu reduzieren. Der Gebäudesektor nimmt dabei eine Schlüsselstellung ein, denn große Energieeinsparpotenziale werden derzeit vor allem aufgrund von finanziellen Restriktionen und Informationsdefiziten nicht erschlossen. Genau hier setzen die KfW-Programme an.

Allein im Jahr 2010 hat die KfW die energieeffiziente Sanierung und den energieeffizienten Neubau von 428.000 Wohnungen finanziert. Und zudem Energieberatungen und Heizungsoptimierungen für 525.000 Wohnungen unterstützt”, sagte Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. “Mit 1 % liegt der Nominalzins für die Förderkredite derzeit deutlich unterhalb der Inflationsrate. Der Realzins ist damit negativ. Dazu können Tilgungszuschüsse bis zu 12,5 % kommen. Die Energiesparer bekommen faktisch Geld geschenkt.”

weiterlesen »

Bauen, Förderung | , , , , , | Schreib was dazu

Erfolgreiche Modernisierungsbeispiele als Motivation zur Sanierung

Laut Bundesweitem Heizspiegel 2011 sind die Heizkosten in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren um 25 Prozent gestiegen. Verantwortlich für diese Entwicklung sind vor allem die Energiepreise. Durch eine energetische Modernisierung sinken der Heizenergieverbrauch und die Abhängigkeit von steigenden Energiepreisen.

Zahlreiche Hausbesitzer haben das bereits erkannt und ihre Häuser energetisch modernisiert – mithilfe von qualifizierten Architekten, Energieberatern und Handwerkern. Diese können ihre erfolgreichen Modernisierungsbeispiele im BestPractice Archiv kostenlos darstellen.

Mit 20 neuen Objekten umfasst das Archiv aktuell rund 400 Objekte. Modernisierer können ihr Objekt außerdem nun innerhalb weniger Minuten selbst hochladen. Nach einer Plausibilitätsprüfung werden die Objekte in das Archiv aufgenommen und sind auf der Kampagnenwebsite sowie auf zahlreichen Partnerportalen der Klimaschutzkampagne sichtbar.
weiterlesen »

Bauen, Best-Practice | , , , , | Schreib was dazu

Auf welchem Weg ist die Energepolitik in Europa?

Heute morgen hat EU-Energiekommissar Günther Öttinger in Brüssel den Fahrplan für die Energiepolitik in Europa für 2050 vorgestellt. Nach den Zielen für das Jahr 2020 mit 20% mehr Energieeffizienz, 20% mehr Erneuerbare Energien und 20% weniger CO2-Emissionen, sollten frühzeitig neue Ziele für das Jahr 2050 festgelegt werden, um Investoren Planungssicherheit zu geben.

Es ist noch gar nicht klar, ob die Ziele für 2020 erreicht werden können, schon sollen neue Ziele für 2050 mit einem Zwischenschritt 2030 gemacht werden. Bis zur Mitte des Jahrhunderts sollen die CO2-Emissionen um über 80% reduziert werden, Öttinger spricht gar von einer Dekarbonisierung der Energiewirtschaft. Um diese Ziele zu erreichen, müssen die Energieeffizienz weiter erhöht, der Anteil Erneuerbarer Energien weiter gesteigert und die Netze aus gebaut werden. Damit muss schnell angefangen werden, sonst werden die Kosten immer höher.

Kohle und Gas, in Verbindung mit CCS, sollen ebenfalls weiter Bestandteil der Stromerzeugung bleiben. Und Kernenergie? Die hat er mit keinem Wort erwähnt, auch in der offiziellen Pressemitteilung ist nur die Rede davon, dass sie Bestandteil der verschiedenen Szenarien ist. In welchem Maße die Kernenergie nach Öttingers Plänen zur Stromproduktion in Europa beitragen soll, dazu äußert er sich nicht. Dies soll erst in der genauen Festlegung 2013 erfolgen.

Da der Verkehrssektor bis 2020 nicht mehr als 10% an der Minderung der CO2-Emissionen und dem Anteil Erneuerbarer Energien beitragen wird, muss die Stromproduktion einen höheren Anteil erreichen, um das Gesamtziel der EU bis 2020 zu erreichen – das wäre in der Stromproduktion ein Anteil von 35% erneuerbare Energien in der gesamten EU. Um das Ziel von 30% Erneuerbare Energien bis 2030 zu erreichen, müsste die Stromproduktion im Jahr 2030 einen Anteil von 50% Erneuerbarer Energien aufweisen.

weiterlesen »

politik | , , , , , , | 3 Kommentare