Ein Ausstieg benötigt auch einen Einstieg

Photovoltaikversicherung

Nach dem groß angekündigten und revolutionären Energiekonzept vom vergangenen Herbst, das nicht wirklich etwas verändert hat, hat die schwarz-gelbe Bundesregierung nun eine richtige Revolution und Umwälzung beschlossen. Bis 2022 sollen nun die meisten deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet werden, damit ist nun (vorerst) der Ausstieg aus der Atomkraft beschlossene Sache. Details zum Ablauf gibt es bei der Tagesschau oder bei der FAZ mit einem genauen Ablauf der Entscheidungsfindung. Damit möchte ich mich aber gar nicht aufhalten, ich interessiere mich mehr für das was danach kommt.

Wer aus etwas aussteigen möchte, muss wissen wo  er einsteigen möchte. Diesen Punkt vermisse ich in den Nachrichten des heutigen Tages. Weder das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie noch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit informieren über die wesentliche Entscheidung in der Energiepolitik.  Und die Bundesregierung informiert nur über den Weg zum Ausstieg.

Und die Medien? Das ZDF berichtet in seiner Sendung “Was nun? Atomkraft” sehr einseitig und auch nicht gerade neutral über erneuerbare Energien. Solche Berichte und negative Darstellungen helfen nicht gerade Vertrauen aufzubauen in eine erneuerbare Zukunft. So wird fraglich ob es beim Ausstieg bleibt, denn ein Ausstieg braucht immer auch einen Einstieg. Dass ein Einstieg möglich ist, zeige ich immer wieder in diesem Blog.

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Plädoyer für massive Verbesserung der Energieeffizienz in Gebäuden

Mit einem Plädoyer für eine massive Verbesserung der Energieeffizienz in Gebäuden und betrieblichen Anlagen ist der FIW Wärmeschutztag 2011 zu Ende gegangen. Die Experten waren sich einig, dass die Regierung die Weichen stellen muss, um eine höhere Sanierungsquote zu erreichen. Sie forderten eine attraktive Förderung, deren Mittel stetig und verlässlich sind und ein klares, anspruchsvolles Ordnungsrecht. Vor allem im Gebäudebereich existieren immense Potenziale zur Energieeinsparung. Hier werden rund 40 Prozent der deutschen Endenergie verbraucht und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen produziert.

“Um den Markt für die energetische Gebäudesanierung zu beleben, muss die Förderung kontinuierlich von zwei auf fünf Milliarden Euro jährlich angehoben werden”, so Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). “Der Gebäudesektor ist ein wesentlicher Teil der Energiewende, der  Handlungsspielraum schafft und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen leistet”. weiterlesen »

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Energiewende darf Energieeffizienz nicht vergessen

Gruenspar.de

„Im Schweinsgalopp legt die Bundesregierung nun Entwürfe für Gesetzesänderungen zur Energiewende vor, aber bei diesem Atomausstiegs-Aktionismus lässt sie das Wichtigste unter den Tisch fallen, nämlich die Förderung von Energiesparen und Energieeffizienz“, kritisiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Energiewirtschaftsgesetz, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Baugesetzbuch, Netzausbaubeschleunigungsgesetz – zahllose Gesetze sollen geändert werden, aber fast nirgendwo geht es ums Energiesparen. „Dabei könnten wir alleine mit einer Senkung unseres unnötigen Energieverbrauchs bis zu zehn Atom- und Kohlekraftwerke überflüssig machen“, erklärt Miller. Der NABU fordert die Einrichtung eines Stromeffizienzfonds, um die Durchsetzung der sparsamsten Technologien zu beschleunigen, Innovationen zu fördern und einkommensschwache Haushalte beim Stromsparen zu unterstützen.

„Außer dem Stromverbrauch müssen wir auch unseren Wärmebedarf senken – mit besser gedämmten Häusern und modernen Heizungsanlagen. Das damit eingesparte Erdgas können wir in hocheffizienten und flexiblen Kraftwerken zur Stromerzeugung einsetzen. Das wäre dann eine wirkliche Brücke zu den erneuerbaren Energien“, betont Miller. Dafür müsse die Bundesregierung endlich den angekündigten Sanierungsfahrplan für den Gebäudebestand vorlegen und dabei verbindliche Effizienzvorgaben machen, verknüpft mit einer finanziellen Förderung. „Steueranreize etwa in Form verbesserter Abschreibungsmöglichkeiten für anspruchsvolle energetische Sanierungen können zusätzliche Investitionen auslösen“, erklärt der NABU-Bundesgeschäftsführer. weiterlesen »

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Neu im Kino: Unter Kontrolle – Eine Archäologie der Atomkraft

Der Traum von einer sorgenfreien, sauberen Atomkraft ist ausgeträumt. Der tiefe Glaube an den unaufhaltsamen technischen Fortschritt ist nachhaltig erschüttert. Was passiert wirklich hinter den Mauern der Kernkraftwerke?

UNTER KONTROLLE macht das Unsichtbare sichtbar: Regisseur Volker Sattel besuchte deutsche Atomkraftwerke und konnte – noch unbelastet von kommenden Ereignissen – unglaubliche Einblicke gewinnen.  Die Kamera erfasst die Menschen an ihren Arbeitsplätzen, an denen sie scheinbar selbstverständlich mit der gefährlichsten Materie der Welt umgehen. Es sind Bilder, die die monströse Technik sichtbar machen – zwischen Science Fiction und alltäglichem Wahnsinn. Werden wir tatsächlich so einfach aus dieser Technologie aussteigen können? Welches Erbe hinterlassen wir künftigen Generationen?

Die Diskussion ist nicht zu Ende, sie fängt gerade erst an. weiterlesen »

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Twitter-Interview zum neuen Energielabel bei TV-Geräten

Gestern hatte ich die Gelegenheit per Twitter den Umweltmanager von Sharp, Herrn Stiegler, zum Thema Energielabel für TV-Geräte zu interviewe (zum nach- und weiterlesen: #EELTV). In dem kurzen Interview konnte ich alle Fragen zu dem neuen Energieeffizienzlabel wenigstens kurz ansprechen. Hier das vollständige Interview zum nachlesen:

Energynet: Hallo @sharp_europe , freue mich, dass wir uns jetzt über das neue Energielabel füt TV-Geräte unterhalten können #EELTV

Sharp_Europe: Hallo @energynet hier spricht heute Herr Stiegler, Umweltmanager im Namen von Sharp – Herr Kühl wir freuen uns auf Ihre Fragen! #eeltv

Hallo Herr Stiegler, @Sharp_Europe, Wann kommt das neue Energielabel für TV-Geräte auf den Verbraucher zu? #EELTV

@energynet verpflichtend kommt das neue Label spätestens ab dem 30. Nov. 2011. Freiwillig kennzeichnet Sharp schon seit Dez. 2010 #eeltv

@Sharp_Europe Heißt verpflichtend für Hersteller und auch für den Handel? Muss der Handel das Energielabel sichtbar machen? #eeltv

@energynet ja, Hersteller & Händler sind hier beide in der Pflicht. Das Label muss sichtbar auf den TV Geräten angebracht sein #eeltv weiterlesen »

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Energieeffiziente Fernseher bieten finanzielle Vorteile

Auch in der Unterhaltungselektronik hält das Energielabel Einzug, denn durch die zunehmende Nutzung wird der Anteil der Unterhaltungselektronik, insbesondere von Fernsehgeräten, am Stromverbrauch immer größer. Wer sich informieren möchte über sparsame Fernsehgeräte, kann sich im BUND TV-Finder informieren.

Fernseher sind zunehmend länger eingeschaltet, es werden mehr Geräte verkauft und der Trend geht hin zu größeren Bildschirmen – Grund genug für die Europäische Kommission, dem steigenden Stromverbrauch mit Hilfe eines neuen EU-weiten Energielabels für Fernseher zu begegnen. Für die Konsumenten lohnt es sich laut Analysen von GfK Retail and Technology durchaus beim Kauf eines neuen Fernsehers nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Stromverbrauch zu achten.

Im Dezember dieses Jahres wird das neue Energielabel für Fernsehgeräte verpflichtend in allen europäischen Ländern eingeführt. Die Europäische Kommission erhofft sich durch die Einteilung in die Klassen A (niedriger Verbrauch) bis G (hoher Verbrauch) mehr Transparenz für die Bürger und Impulse für einen grüneren TV-Markt.

Mehrere Faktoren ließen den Anteil der Fernsehgeräte am privaten Stromverbrauch in den vergangenen Jahren stetig wachsen. Die Zeit, in denen Fernseher eingeschaltet sind, steigt an. Zum einen trägt hierzu die wachsende durchschnittliche Sehdauer bei. Zum anderen wird der Fernseher nicht nur genutzt, um TV-Sendungen zu verfolgen, sondern auch um beispielsweise Filme auf DVD und Blu-ray anzusehen, Konsolenspiele zu nutzen oder sogar im Internet zu surfen. Hinzu kommt, dass immer mehr Geräte in Betrieb sind. Selbst wenn davon ausgegangen wird, dass nach fünf Jahren ein neuer Fernseher angeschafft wird, sind derzeit mehr als 213 Millionen Geräte in Europa in Gebrauch. Der TV-Markt verzeichnet zudem mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 10 Prozent in den vergangenen fünf Jahren einen konstanten Aufwärtstrend. Außerdem geht in allen betrachteten Ländern die Entwicklung hin zu größeren Bildschirmdiagonalen. Hatten Fernseher mit einem Durchmesser von 40-Zoll und mehr im Jahr 2006 noch einen Anteil von 17 Prozent an allen verkauften Geräten, so lag dieser im Jahr 2010 bereits bei 27 Prozent. weiterlesen »

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Wettbewerbsfeindliche EEG-Novelle zerschlägt laufende Energiewende

Die gemeinnützige Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien (EUROSOLAR) lehnt die Verabschiedung der EEG-Novelle 2012 in der gegenwärtigen Form ab und fordert Bundesumweltminister Dr. Röttgen dazu auf, das übereilte Gesetzgebungsverfahren zu entschleunigen.

“Die Bundesregierung hat etwas grundlegend falsch verstanden. Die Herausforderungen der wachsenden Risiken der Atom- und Fossilenergien erfordern nicht die Beschleunigung kontraproduktiver Gesetzgebungsverfahren. Was wir brauchen, ist die Beschleunigung der laufenden dezentralen Energiewende”, erklärt EUROSOLAR-Präsident Prof. Peter Droege und empfiehlt der Politik die Anwendung des 10-Punkte-Sofortprogramms von EUROSOLAR.

Trotz aller Probleme könnten die neuen Träger der Energiewende – Stadtwerke, Kommunen, Bürgergenossenschaften und mittelständische Unternehmen – mit dem geltenden Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Energiewende wirksamer beschleunigen als mit der geplanten “EEG-Konzern-Novelle”, sagt EUROSOLAR-Vizepräsident Dr. Fabio Longo. Die EEG-Konzern-Novelle diene allein dazu, mit der überdimensionalen Förderung von Off-Shore-Windparks die Monopolstellung der Energiekonzerne abzusichern und Marktanteile der neuen Träger zu beschneiden. weiterlesen »

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Energieeffizienz wird in Europa zu einem stärkeren Trend

Obwohl moderne Haushaltsgroßgeräte immer mehr Zusatzfunktionen bieten, verbrauchen sie nicht mehr Energie. Ganz im Gegenteil – der Energieverbrauch von Waschmaschinen, Kühlschränken und Co geht laut Daten von GfK Retail and Technology in Europa seit einigen Jahren kontinuierlich zurück. Besonders wirksam zeigen sich dabei staatliche Förderprogramme.

Rund die Hälfte des Stroms in deutschen Haushalten verbrauchen Elektrogroßgeräte wie Waschmaschinen, Kühl- und Gefrierschränke oder Geschirrspüler (Quelle: Bundeswirtschaftsministerium). In anderen europäischen Ländern könnte dieser Anteil noch höher liegen, da deutsche Konsumenten im Vergleich die energieeffizientesten Geräte kaufen. Dies zeigt eine GfK-Analyse von Handelsdaten aus 23 europäischen Ländern für das Jahr 2010. Der durchschnittliche Energieverbrauch der verkauften Waschmaschinen, Geschirspüler, Kühl- und Gefriergeräte liegt demnach in Deutschland mit 215 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr und Gerät 13 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt mit 246 Kilowattstunden. Im 5-Jahres-Vergleich ist der Durchschnittsverbrauch in Europa um 7 Prozent zurückgegangen. Das ist eine durchaus bemerkenswerte Entwicklung, da die Nachfrage nach größeren Geräten oder einer verbesserten Ausstattung wie beispielsweise NoFrost-Technologie bei Kühlgeräten zugenommen hat. weiterlesen »

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Wann muss ein Dach oder die oberste Geschossdecke gedämmt werden?

Im letzten Artikel hatte ich mich schon zur Dämmung des Daches geäußert. Passend dazu hatte ich in der letzten Woche bei “Wer weiss Was?” eine Frage beantwortet, ob die oberste Geschossdecke oder das Dach in einem Einfamilienhaus nach EnEV 2009 gedämmt werden muss.

Grundsätzlich gilt §10 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden, Absatz 3 und 4 EnEV 2009 (Quelle: EnEV-Online) :

(3) Eigentümer von Wohngebäuden sowie von Nichtwohngebäuden, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate und auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,24 Watt/(m²·K) nicht überschreitet. Die Pflicht nach Satz 1 gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher ungedämmte Dach entsprechend gedämmt ist.

(4) Auf begehbare, bisher ungedämmte oberste Geschossdecken beheizter Räume ist Absatz 3 nach dem 31. Dezember 2011 entsprechend anzuwenden. weiterlesen »

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Mehr Förderung für energetische Gebäudesanierungen, aber bitte mit positivem Beispiel

Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,763715,00.html

Es ist ja schön, dass die Bundesregierung zwei Milliarden Euro in die Förderung von energetischen Gebäudesanierungen steckt, und dass SpiegelOnline darüber berichtet. Die Förderung mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm ist ein wichtiger Anreiz für Sanierungsmaßnahmen, daher ist die deutliche Erhöhung des Förderetats nur zu begrüßen.

Den Kritikern sei gesagt, dass nicht zu erwarten ist, dass die Kosten für Heizenergie sinken werden. Bei Öl und Gas ist davon auszugehen, dass die Bezugskosten in den nächsten Jahren weiter ansteigen werden. Nur durch eine energetische Gebäudesanierung kann sichergestellt werden, dass Eigentümer oder Mieter nicht mit weiter steigenden Heizkosten belastet werden.

Was mir an dem Artikel aber gar nicht gefällt, ist das Bild dazu. Denn das Bild zeigt ein Beispiel einer etwas unüblichen Dachsanierung, scheinbar ohne Windsperre, bzw. diffussionsoffener Unterspannbahn. Normalerweiese läuft eine nachträgliche Dachdämmung so ab, dass das Dach komplett abgedeckt wird, Dämmung evtl. von außen eingesetzt wird, die diffusionsoffene Unterspannbahn außen verlegt und anschließend das Dach neu eingedeckt wird. Erst dann wird innen die Dampfbremse luftdicht verlegt. Warum SpiegelOnline, bzw. die DPA, kein positives Beispiel verwendet- die gibt es alleine hier im Umfeld genug – ist mir unverständlich.

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