Große Einsparpotenziale durch Energieeffizienz in der kommunalen IT-Beschaffung

Photovoltaikversicherung

Kommunen in Deutschland können durch die Beschaffung energieeffizienter Computer große Einsparpotenziale bei den Stromkosten erschließen. Das ergab eine Umfrage im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) unter 200 Mitarbeitern kommunaler Beschaffungsstellen* im Rahmen des dena-Projekts “Green-IT”.

Bei rund 170.000 Computern, die deutsche Kommunen nach eigenen Angaben in den kommenden 12 Monaten beschaffen wollen, lassen sich insgesamt 10 Gigawattstunden Strom einsparen, wenn auf die Energieeffizienz der Geräte geachtet wird. Die dadurch erzielbare Stromkostenersparnis für Kommunen in Deutschland beläuft sich auf rund 1,4 Millionen** Euro pro Jahr. Werden statt der Desktop-Computer energieeffiziente Notebooks beschafft, so beträgt die Ersparnis jährlich sogar 2,5 Millionen Euro. weiterlesen »

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Kommunen und Stadtwerke fordern bessere Bedingungn für den Ausbau erneuerbarer Energien

Kommunen und kommunale Unternehmen fordern einen Umbau des Energiekonzeptes für Deutschland mit besseren Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie begrüßen, dass die sieben ältesten Kernkraftwerke abgeschaltet sind und die Laufzeitverlängerung erneut zur Diskussion steht. „Kommunen und Stadtwerke sind für den Umbau des Energiesystems gut gerüstet und bieten ihre Mitwirkung an dieser zentralen Aufgabe an. Wir sehen die Chance, das Energiekonzept jetzt im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes und eines modernen, zukunftsgerichteten Energiesystems neu zu bewerten und umzugestalten“, erklärten die Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Dr. Stephan Articus, Dr. Gerd Landsberg und Hans-Joachim Reck während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin.

Die Energieversorgung im Zeitalter erneuerbarer Energien wird künftig deutlich weniger auf zentralen Strukturen beruhen. Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, betont dazu: „Die Städte und ihre Stadtwerke sind der geborene Partner für eine dezentrale Energieversorgung der Zukunft. Sie investieren umfangreich in Zukunftstechnologien und bauen die umweltfreundliche Energieerzeugung aus, etwa durch hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Um Klimaschutz und erneuerbare Energien weiter voranzutreiben, brauchen wir faire Wettbewerbsbedingungen, gerade auch im Vergleich zu den großen Konzernen, die durch die Laufzeitverlängerung klare wirtschaftliche Vorteile haben. Durch die aktuelle Debatte besteht jetzt die Chance, die Bedingungen für die erneuerbaren Energien zu verbessern. Wir appellieren an die Bundesregierung, die Stärken der Städte und der kommunalen Unternehmen für eine verlässliche und sichere Energieversorgung besser zu nutzen.“ weiterlesen »

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Solarstromanlagen in der Schweiz um etwa 24 Prozent günstiger

Gruenspar.de

Die Preise von Solarstromanlagen in der Schweiz sind im Jahr 2010 nach einer Studie zufolge um etwa 24 Prozent gegenüber dem Jahr 2009 gesunken. Die Ergebnisse dieser Studie basieren auf 299 Antworten aus einer Onlineumfrage des Umfragepanel Photovoltaikumfrage, an der über 241 Betreiber von Photovoltaikanlagen sowie 58 Solarteure aus der Schweiz über einen Zeitraum von drei Monaten teilgenommen haben. Die Onlinebefragung wurde in Kooperation mit dem Schweizer Nachrichtenportal ee-news.ch durchgeführt.

Der durchschnittliche Preis für eine schlüsselfertige Solarstromanlage im Jahr 2010 betrug 6.064,17 CHF netto je installiertem Kilowattpeak (kWp). Im Jahr 2009 lag der Anlagenpreis im Durchschnitt noch bei 7.979,27 CHF/kWp netto. Das entspricht einer Senkung der Anlagenpreise um etwa 24 Prozent (1.915,10 CHF/kWp). Je nach Anlagengröße fallen die Preissenkungen in der Schweiz wiederum sehr unterschiedlich aus. Die höchste Preissenkung liegt bei Photovoltaikanlagen in der Größenordnung zwischen 11 und 15 kWp und beträgt über 30,45 Prozent. In der aktuellen Studie werden die Anlagenpreise zusätzlich zwischen der Art der Anlage sowie der Anlagengröße differenziert, da die Höhe der Einspeisevergütung davon abhängig ist, ob eine Solaranlage aufgeständert über dem Dach montiert oder als Dachersatz integriert wurde. weiterlesen »

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Saerbeck macht sich unabhängig und setzt auf Wind, Sonne und Biomasse

Die westfälische Gemeinde Saerbeck ist für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats März 2011 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.

Die 7300-Einwohner-Gemeinde möchte bis 2030 ihren Energiebedarf in der Bilanz vollständig aus Erneuerbaren Energien decken. Die erwartete Überproduktion beim Strom soll die Minderproduktion bei der Wärme und Mobilität bilanziell ausgleichen. Die Bürger stehen hinter dem Ausbau von Wind, Sonne und Co. in ihrer Nachbarschaft. „Die Gemeinde hat frühzeitig und umfassend informiert. Dadurch besteht eine große Akzeptanz für die vorgesehenen Projekte und eine hohe Nachfrage nach eigenen Investitionen in Bürgeranlagen“, versichert Wilfried Roos, parteiloser Bürgermeister der Gemeinde Saerbeck. weiterlesen »

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Innovative Speicherung von Ökostrom im Erdgasnetz

In der letzten Woche gab es gleich zwei interessante Meldungen über neue Speichertechnologien für Strom aus erneuerbare  Energien. Auch wenn die Meldungen unabhängig voneinander erschienen sind, geht es doch um die gleiche Technik. Es geht darum überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien über den Zwischenschritt Elektrolyse zu Wasserstoff in das Erdgasnetz einzuspeisen. Das so vollständig regenerativ erzeugte Gas kann wieder (in einem BHKW) in Strom umgewandelt oder zur Heizung verwendet werden.

Die Technik dahinter wird jetzt von der juwi-Gruppe und der SolarFuel GmbH umgesetzt. Eine Laboranlage von SolarFuel in der Morbacher Energielandschaft im Hunsrück wandelt elektrische Energie in Erdgas um.Die elektrische Anschlussleistung beträgt 25 Kilowatt. Die Grundlagen der Technik stammen von den Forschungsinstituten ZSW und Fraunhofer IWES. Ziel des einzigartigen Vorhabens ist ein optimal entwickelter Baustein für eine regenerative Energieinfrastruktur.

Die neue Ökostromspeichertechnik von SolarFuel wurde im Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) entwickelt. SolarFuel realisiert die Anlagen. „Mit der klimaneutralen Umwandlung in Erdgas schaffen wir einen erneuerbaren Stromspeicher. Unsere Technologie passt Wind- und Solarenergie an den Bedarf an und trägt somit auch zur Stabilität der Netze bei“, sagt Gregor Waldstein, Geschäftsführer der SolarFuel GmbH, bei der Einweihung. Das unterstütze auch den weiteren Ausbau der regenerativen Energien.

Das Modellprojekt soll Aufschluss darüber geben, wie die Technologie in eine dezentrale Energieversorgung mit regionalen Kombikraftwerken integriert werden kann. Eingespeist wird der als Gas gespeicherte Ökostrom wie herkömmliches Erdgas in das Erdgasversorgungsnetz, das über eine enorme Speicherkapazität von Monaten verfügt. weiterlesen »

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Riesen-Batterien für Speicherung von Ökostrom

Die Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien ist eine der Schlüsselfragen auf dem Weg hin zur Vollversorgung mit erneuerbaren Energien. Entsprechend häufig wurde hier in den vergangen Tagen nach dem Begriff Stromspeicher gesucht. Eine interessante Entwicklung aus der Forschung wird dazu auf der Hannover-Messe vorgestellt werden:

Künftig müssen die wachsenden Mengen an Sonnen- und Windstrom für dunkle oder windschwache Zeiten gespeichert werden. Eine Lösung sind Redox-Flow-Batterien (Wikipedia-Definition), die bis zu 2000 Haushalte versorgen können. Mehrere Fraunhofer-Institute arbeiten gemeinsam an diesen Flüssigbatterien der Zukunft. Auf der Hannover Messe (4. bis 8. April 2011, Halle 13, Stand C41) stellen die Forscher ihre große Batterieanlage vor.

Im Redox-Flow-Labor von Fraunhofer UMSICHT, Oberhausen können Redox-Flow Batterien mit einer Leistung von bis zu 80 kW aufgebaut werden. © Fraunhofer UMSICHT

Ökostrom ist ein unstetes Gut. Photovoltaik-Anlagen ruhen nachts, und bei Flaute stehen Windräder still. Künftig wird man den umweltfreundlichen Strom daher in beträchtlichen Mengen zwischenspeichern müssen. Derzeit werden unter anderem Elektroautos als mobiler Speicher heiß diskutiert. Experten sind sich einig, dass das allein nicht reichen wird. Große stationäre Speicher müssen her, die an zentralen Stellen im Versorgungsnetz sitzen und Energie in Megawatt-Mengen für stromarme Stunden puffern können.

Ein Fraunhofer-Konsortium treibt derzeit die Entwicklung von großen Energiespeichern, Redox-Flow-Batterien, voran. Das Fernziel der Experten ist der Bau einer handballfeldgroßen Batterieanlage mit 20 Megawattstunden Kapazität, die etwa 2000 Haushalte während einer langen Winternacht oder an wolkigen Tagen mit Strom versorgt. Ganz so weit ist es noch nicht: Derzeit haben die größten Labor-Anlagen im Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT eine Leistung von einigen Kilowatt.

Auf der Hannover-Messe demonstrieren die Forscher die Funktionsweise der Redox-Flow-Batterie an einer 2-Kilowatt-Anlage. Drei Fraunhofer-Institute sind an dem Konsortium beteiligt, das die Entwicklung dieser Akkus vorantreibt. »Das Verfahren arbeitet bereits zuverlässig«, sagt Christian Dötsch, Geschäftsfeldleiter Energie-Effizienz-Technologien am UMSICHT, einem der beteiligten Institute. »Die Herausforderung besteht im Upscale, der Vergrößerung der Anlagen.« Bei den Redox-Flow-Speichern handelt es sich um große Vanadium-Flüssigbatterien (siehe auch “Flüssigbatterie als Windstrom-Speicher”), in denen chemische Vanadium-Verbindungen an Membranen abwechselnd Elektronen aufnehmen und abgeben. Da bei diesen Batterien nur Vanadium-Verbindungen und nicht wie in anderen Systemen zugleich zwei verschiedene Flüssigkeiten zum Einsatz kommen, bleiben Verunreinigungen aus. »Dadurch lassen sich sehr robuste und langlebige Batterien bauen – ein entscheidender Vorteil dieser Batterietechnologie«, betont Dr. Tom Smolinka, der die Arbeiten am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE koordiniert. weiterlesen »

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Pilotprojekt für Energie- und Netzmanagement erfolgreich beendet

Darstellung der im Projekt »DEMAX« eingesetzten flexiblen Stromtarife, die zu einer deutlichen Lastverlagerung bei den Feldtestteilnehmern geführt haben. ©Fraunhofer ISE

Darstellung der im Projekt »DEMAX« eingesetzten flexiblen Stromtarife, die zu einer deutlichen Lastverlagerung bei den Feldtestteilnehmern geführt haben. ©Fraunhofer ISE

Der Ausbau der erneuerbaren Energien erfolgt derzeit schneller als erwartet und nimmt zunehmend Einfluss auf die Energiemärkte und unsere Energieversorgungsstruktur. Gerade Stromnetze auf städtischer oder lokaler Ebene nehmen die erneuerbaren Energien auf. Da die Stromerzeugung aus Wind und Sonne witterungsbedingt schwankt, können zukünftig in den Verteilnetzen zeitweise Netzüberlastungen auftreten. Die intelligente Vernetzung von dezentralen Erzeugern und Lasten in sogenannten »Smart Grids« ist entscheidend, um diese fluktuierende Stromerzeugung zu kompensieren. Ein unter Leitung des Fraunhofer ISE entwickeltes Pilotsystem zeigt, wie flexible Tarifanreize, die über moderne Smart Metering Systeme bereitgestellt werden, Erzeugung und Lasten von Haushaltskunden so beeinflussen, dass der Lastfluss in den Netzen intelligent gesteuert werden kann. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi hat die Arbeiten im Rahmen des InnoNet-Verbundprojekts DEMAX (Dezentrales Energie- und NetzMAnagement mit fleXiblen Stromtarifen) (pdf-Link) gefördert.

Intelligentes Energiemanagement in Smart Grids
Unter Koordination des Fraunhofer ISE haben die Forschungs- und Industriepartner ein innovatives Energiemanagement- und Kommunikationssystem entwickelt, mit dem dezentrale Erzeuger und Lasten aus dem gewerblichen und privaten Bereich am Energiemarkt teilnehmen können. Die kommunikationstechnische Vernetzung erfolgt unter der durchgängigen Verwendung offener, internetbasierter Kommunikationsprotokolle. Zentrale Komponente des Systems ist ein internetfähiges »Embedded System« der neuesten Generation, das eine internetbasierte Kommunikation ermöglicht. weiterlesen »

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Förderstopp bremst umweltfreundliche Mini-Blockheizkraftwerke aus

Nach dem Abbruch des Mini-KWK-Förderprogramms vor einem Jahr ist der Absatz Strom erzeugender Heizungen deutlich zurückgegangen. Das geht aus einer aktuellen Herstellerbefragung der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. und vorläufigen Zahlen vom Öko-Institut/Energie & Management hervor. Während 2009 mit steigender Tendenz rund 4.400 Kraft-Wärme-Kopplungsgeräte (KWK) installiert wurden, waren es im Jahr 2010 nur noch ca. 4.000. Für die beteiligten Branchen ist das ein herber Rückschlag auf dem Weg, diese energieeffizienten Anlagen verstärkt in den Markt zu bringen, wird im ASUE-Effizienzdialog mit sächsischen Landtagsabgeordneten und Wirtschaftsminister Sven Morlok in Dresden berichtet.

„Die Folgen des Förderstopps sehen wir heute: Hersteller waren verunsichert und Hausbesitzer investierten 2010 deutlich weniger in diese innovative Technologien. Trotz dieser Verunsicherung setzen alle namhaften Heizgerätehersteller auf Mini-KWK, wie die Energie- und Gebäudetechnik-Messe ISH in der vergangenen Woche zeigte. Wenn die KWK verstärkt in diesen Markt gebracht werden soll, sind verlässliche politische Rahmenbedingungen unverzichtbar. Die ASUE fordert deshalb klare Signale von der Politik, z.B. mit einer Anschubförderung moderne Mini-KWK-Technologie zu unterstützen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, sagt Dr. Andreas Auerbach, ASUE-Vorstandsmitglied. weiterlesen »

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Studie zu Umweltwirkungen und Wirtschaftlichkeiten von Heizungssystemen

Eine vom Beratungsunternehmen Ecofys im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführte und kürzlich veröffentlichte Vergleichsstudie von Heizungssystemen zeigt zum Teil erhebliche Unterschiede in Bezug auf Umweltwirkungen und Wirtschaftlichkeiten. Betrachtet werden unsanierte Altbauten und Neubauten in unterschiedlichen Effizienzklassen, die jeweils mit einer Reihe von Anlagentechniken kombiniert werden. Die Studie dient unter anderem als Entscheidungshilfe für Bauherren.

Die umfassende Studie „Umweltwirkungen von Heizungssystemen in Deutschland“ vergleicht gängige und innovative Anlagensysteme zur Wärmeversorgung im Wohngebäudebereich, darunter Öl- und Gasbrennwertkessel, Sole-Wasser-Wärmepumpen, konventionell und regenerativ erzeugte Fernwärme sowie Blockheizkraftwerke. „Neben den Treibhausgasemissionen haben wir den Primärenergiebedarf sowie die Investitions- und Betriebskosten in übersichtlicher Form pro Referenzgebäude und Anlagentechnik dargestellt. Dies erlaubt einen direkten Vergleich je Referenzgebäudetyp“, erklärt Thomas Boermans, Unit Manager Built Environment Strategies bei Ecofys.

Der Studie liegt eine festgelegte Versorgungsaufgabe zu Grunde: die Bereitstellung von Heizwärme, Warmwasser und Belüftung der Gebäude für unterschiedliche Gebäudegrößen und Energiestandards. Die Untersuchungen richteten sich an den Geometrien eines Reihenhauses und eines Mehrfamilienhauses der Gebäudetypologie des Instituts Wohnen und Umwelt der Epoche 1984 – 1994 aus. Neben der Geometrie der Gebäude wurden vier Energiestandards definiert: ein unsanierter Altbau, ein Neubau nach Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009, ein KfW-Effizienzhaus-Neubau sowie ein Passivhaus-Neubau.

Als weiterer Bestandteil der Studie macht eine Sensitivitätsanalyse den Einfluss der bestehenden Bandbreite von Wirkungsgraden der Heizungssysteme deutlich, indem sie Standardannahmen und die Daten aus Feldversuchen einbezieht.

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Warum wir uns mehr über Wohnungslüftung Gedanken machen müssen

Ich möchte mit einer kleinen, losen Serie mal zeigen wo meine persönlichen fachlichen Kompetenzen am größten sind und auch mal eigene Themen setzen. Das Thema Wohnungslüftung ist meines Erachtens gleichzeitig am meisten unterschätzt und am meisten überschätzt im Baubereich, kaum einer kann die Anforderungen an die Wohnungslüftung richtig einschätzen.

Warum müssen wir lüften?
Um die Wohnungslüftung richtig einschätzen zu können, muss man sich anschauen, warum wir lüften müssen. Es müssen Feuchtigkeit, CO2 und Schadstoffe abgeführt werden (und die entsprechende Menge an Frischluft muss in die Wohnung gelangen können) um für hygienische Verhältnisse zu sorgen und die Bausubstanz vor Feuchteschäden zu schützen.

Jeder Mensch produziert beim atmen Feuchtigkeit, Zimmerpflanzen geben Feuchtigkeit ab, durch Trocknen von Wäsche wird Feuchtigkeit an die Luft abgegeben und beim Kochen wird Feuchtigkeit produziert. All diese Feuchtigkeit muss irgendwo hin, wobei die Aufnahmefähigkeit der Luft beschränkt ist. An den kältesten Stellen der Außenwand, z.B. in Ecken, besteht – bei zu hoher Luftfeuchtigkeit – die Gefahr der Kondensation und damit eines Feuchteschadens oder gar von Schimmelpilzen.

Was ist heute anders?
Bisher haben wir uns nie oder nur wenig Gedanken machen müssen über die Lüftung. Gelüftet wurde praktisch automatisch durch die noch zahlreich vorhandenen Fugen in der Gebäudehülle. Heute gibt es in Neubauten und in sanierten Gebäuden kaum noch Fugen für eine automatische Lüftung. Zudem besteht die Angst vor Energieverlusten durch übermäßiges Lüften.

Als Folge verschlechtert sich in vielen Wohnungen die Raumluftqualität und der Feuchtegehalt in der Raumluft steigt soweit an bis die Feuchtigkeit sich an den kältesten Stellen niederschlägt. Im Extremfall kommt es zu einem Feuchteschaden am Gebäude oder gar zu einem Schimmelpilzwachstum. Diese Schadensfälle treten immer häufiger auf.

Man, also alle am Bau beteiligten Personen und Eigentümer oder Mieter, muss sich also mehr Gedanken machen über die Wohnungslüftung. Dabei spielen die Faktoren Abfuhr von Feuchtigkeit und  Schadstoffen, Hygiene und Energieeinsparung die wichtigste Rolle.

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