Kommunaler Klimaschutz trotz knapper Kassen

Photovoltaikversicherung

Vorbildliche Projekte zeige ich immer wieder gerne, vor allem wenn sie zeigen, dass mit Klimaschutz Geld gespart werden kann. Wie im Beispiel der Stadt Remseck geht es Kommunen letztlich darum die Energiekosten zu reduzieren, was nur mit nachhaltiger Technologie möglich ist.

Dass der Klimaschutz auf kommunaler Ebene eine große Rolle spielt, haben viele Städte und Gemeinden erkannt. Wie trotz knapper Kassen innovative Klimaschutzprojekte realisiert werden können, wurde heute bei der Tagung „Das Geld liegt auf dem Dach. Kommunaler Klimaschutz in Zeiten knapper Ressourcen“ im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) diskutiert. Auf der von der Fachhochschule Erfurt (FHE) initiierten Veranstaltung wurden strategische Umsetzungsinstrumente und innovative Finanzierungsstrategien für den kommunalen Klimaschutz vorgestellt. Gelungene Beispiele kamen etwa aus Gelsenkirchen, Hannover, Eisenach und Rheinberg. Auch die Möglichkeit, durch klimafreundliche Maßnahmen mehr Geld in die Gemeindekasse zu spülen, haben die Teilnehmer erörtert. Ein praktischer Handlungsleitfaden wird Interessierten in Kürze kostenlos zur Verfügung gestellt.

Klimaschutz als Daseinsvorsorge und Sicherung der Lebensgrundlage

„Die Kommunen sind eine der wesentlichen Handlungsebenen des Klimaschutzes“, sagte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Dort werde einerseits durch Industrie, Gewerbe und Privatverbraucher Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen. Andererseits gebe es hier konkrete Handlungsmöglichkeiten durch das Beeinflussen von Verbraucherverhalten, die Gründung von Partnerschaften und Netzwerken sowie durch Projekte und Initiativen. Klimaschutz sei zugleich Daseinsfürsorge und Sicherung der Lebensgrundlage aller. Nicht zuletzt seien klimafreundliche Initiativen auch ein entscheidender Impuls für das Schaffen von Arbeitsplätzen in Industrie, Handwerk, Landwirtschaft und im Dienstleistungssektor. Bei allen Projekten sei jedoch wichtig, dass sowohl die zuständigen kommunalen Stellen als auch die Bürger den Prozess gemeinsam aktiv gestalteten: „So lassen sich auch ambitionierte Ziele erreichen, wenn sie von engagierten Menschen und Persönlichkeiten getragen werden“, unterstrich Brickwedde. weiterlesen »

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Bundesumweltministerium startet Bewerbungsrunde für innovative Klimaschutzprojekte

Das Bundesumweltministerium hat am Freitag eine Förderinformation für innovative Klimaschutzprojekte veröffentlicht. Damit startet eine neue Bewerbungsrunde im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Gefördert werden ambitionierte und innovative Projekte, die dazu beitragen, die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Wirtschaft, Verbraucher und Bildung. Projektskizzen können bis zum 31. März 2011 eingereicht werden. Mehr Informationen zum kommunalen Klimaschutz-Wettbewerb.

Mit den “Informationen zur Förderung von Klimaschutzprojekten für die Bereiche Wirtschaft, Verbraucher und Bildung” will das BMU soziale, institutionelle und technische Innovationen fördern. Die geförderten Projekte sollen sich am Leitbild “100 Prozent Klimaschutz” orientieren.

Im Energiekonzept vom 28. September 2010 hat die Bundesregierung ihren Fahrplan für die Minderung des Treibhausgas-Ausstoßes aufgestellt: Dieser sollen bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 Prozent, bis 2040 um 70 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent unter das Niveau von 1990 sinken. Die Nationale Klimaschutzinitiative ist ein zentraler Baustein, um dieser Ziele zu erreichen. Sie dient der Umsetzung des integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms. Damit setzt das BMU seit 2008 die Einnahmen aus dem Handel mit Emissionszertifikaten direkt für den Klimaschutz ein und mobilisiert flächendeckend alle gesellschaftlichen Akteure, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Von interessanten lokalen Projekten würde ich gerne ausführlicher berichten, bitte einen Kommentar hinterlassen oder eine Mail an mich senden.

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Studie über Luftqualität und Energieeffizienz in Bildungsgebäuden

Gruenspar.de

Wie hessische Schulen gute Luft in den Klassenzimmern sichern und obendrein Heizenergie sparen können, zeigt der Leitfaden für energieeffiziente Bildungsgebäude, der vom Passivhaus Institut im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstellt wurde.

„Mit dem nun vorliegenden Leitfaden für energieeffiziente Bildungsgebäude werden grundlegende Voraussetzungen für eine energieeffiziente Planung für Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen vor allem von Schulen, Kindergärten und –tagesstätten und auch praxisorientierte Handlungsstrategien und -empfehlungen für Bauherren, Planer und ausführende Firmen aufgezeigt,“ so Lucia Puttrich, Hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Zahlreiche Untersuchungen belegen mangelhafte Luftqualität in Schulen und Kindertagesstätten. Aufgrund der hohen Belegungsdichten ist häufig ein ausreichendes Lüften über Fenster kaum zu realisieren. Dabei ist die Luftqualität in Bildungsgebäuden besonders wichtig: Kinder sind nachweislich empfindlicher gegenüber Innenraumluftbelastungen, da sie im Verhältnis zu ihrem Gewicht höhere Luftmengen einatmen und sich ihre Organe noch im Wachstum befinden.

Anhand von Praxisbeispielen zeigt die Studie, dass mit einer kontrollierten Lüftung die Klassenräume ständig mit ausreichender Außenluft versorgt werden können. Neben der Verbesserung der Luftqualität spart die effiziente Lüftung mit Wärmerückgewinnung beträchtlich Energie. Neben dem Themenkreis Luftqualität und Lüftung befasst sich der Leitfaden intensiv mit weitgehenden Energieeffizienz-Maßnahmen im Neubau und bei der Modernisierung von Bildungsgebäuden.

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Durch kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement Energieverbrauch systematisch senken

Die Große Kreisstadt Remseck am Neckar, die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG haben heute die Beitrittserklärung von Remseck als energieeffiziente Musterkommune unterzeichnet. Damit wird die große Kreisstadt bundesweit als zweite Musterkommune, nach Magdeburg, ein kommunales Managementsystem zur Steigerung der Energieeffizienz und Verbesserung des Klimaschutzes einführen, das die dena entwickelt. In den nächsten drei Jahren wird Remseck beispielhaft zeigen, wie mit Hilfe des Energie- und Klimamanagements der Energieverbrauch gesenkt und so die Umwelt und die Haushaltskassen entlastet werden. Das Vorhaben in Remseck wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und EnBW finanziell getragen.

“Viele Kommunen in Deutschland haben die Notwendigkeit und die Vorteile eines effizienten Umgangs mit Energie erkannt, häufig fehlt es aber noch am Know-how zur systematischen Umsetzung”, kommentierte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. “Wir freuen uns, dass Remseck mit dem Energie- und Klimaschutzmanagement der dena zukünftig die Energieeffizienzpotenziale besser ausschöpfen wird und damit beispielhaft vorangeht.” weiterlesen »

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Dialog über effiziente Energienutzung in Städten und Gemeinden anregen

Mehr als die Hälfte aller Menschen lebt in Städten und produziert rund 70 Prozent aller Emissionen. Schätzungen sagen voraus, dass im Jahr 2050 der Anteil der Stadtbewohner bei 70 Prozent liegen wird. Der Umgang mit Energie ist daher ein großes Thema für die Städte. Diesen Herausforderungen stellen sich das Steinbeis-Europa-Zentrum (SEZ) und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Für die nächsten drei Jahre erhalten die Partner 4,5 Millionen Euro Fördermittel aus der EU-Begleitmaßnahme CONCERTO Premium. Ziel ist es, Städte und Gemeinden zu unterstützen, die ehrgeizigen Energie- und Klimaziele der EU 2020 zu erreichen.

Eine nachhaltige Energienutzung, der Einsatz erneuerbarer Energien, Energieeffizienz und Reduzierung von CO2 Emissionen sind die aktuellen Herausforderungen, wenn die Städte und Gemeinden die ehrgeizigen Energie- und Klimaziele der EU 2020 erreichen wollen. Mit ihrem Strategiepapier „Energie 2020 für eine wettbewerbsfähige, nachhaltige und sichere Energie“ hat die Europäische Union beschlossen, bis zum Jahr 2020 die Emissionen um 20 Prozent zu reduzieren. Ziel ist es, den Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent zu erhöhen und die Energieeffizienz um 20 Prozent zu verbessern.

„Eine der größten Herausforderungen für die weltweite Entwicklung der menschlichen Gesellschaft in den nächsten Jahren ist die ausreichende Bereitstellung von Energie. Neben der Nutzung regenerativer Energien ist der intelligente Umgang mit der verfügbaren Energie sowie das energieeffiziente Bauen bzw. Renovieren eine sinnvolle Strategie. Europaweit gibt es bereits viele Forschungsarbeiten, Pilotprojekte und gute Beispiele für Anwendungen. Die -Initiative CONCERTO der Europäischen Kommission unterstützt erfolgreich solche Projekte, betont Prof. Dr. Norbert Höptner, Europabeauftragter des Wirtschaftsministers und Direktor des Steinbeis-Europa-Zentrums. weiterlesen »

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Spielerisch Entscheidungsträger in der Wirtschaft simulieren

Wir diskutieren viel in verschiedenen online- und offline-Medien, wir lesen viel über Klimaschutz und wir haben alle eine eigene Meinung dazu. Wie ist es aber, wenn man davor steht wirkliche Entscheidungen in z.B. Unternehmen der Versicherungswirtschaft, der Automobil-, der Chemie-Industrie oder bei Energieversorgern zu treffen? Welche Auswirkungen haben diese Entscheidungen auf Investoren, Kunden und nicht zuletzt auf die Umwelt? Welche Ausgaben sind finanzierbar und welche Maßnahmen sind in den verschiedenen Branchen zukunftsfähig,  um Investoren, Kunden und Umwelt zu erfreuen?

Wer sich diese Fragen schon einmal gestellt hat und glaubt, die Zusammenhänge zu kennen, kann die Simulation  CEO2 spielen. In diesem Strategiespiel der Allianz wird man in die Rolle eines Vorstandsvorsitzenden eines Unternehmens aus den oben genannten Branchen versetzt. Man muss in zwei Runden von jeweils zehn Jahren ökonomisch wichtige und klimarelevante Entscheidungen treffen und in die gewünschten Richtungen investieren. Nach jeder Runde wird eine Simulation durchlaufen und die Folgen der Entscheidungen auf den Aktienkurs und auf die CO2-Emissionen werden angezeigt.

Somit kann man ein Gefühl für die Zusammenhänge von Wirtschaft und Klimaschutz entwickeln. Denn wirtschaftlicher Erfolg in diesem Spiel hängt sehr stark von der Entwicklung des Klimaschutzes ab. Und, wer in dem Spiel glaubt, wie die deutsche Wirtschaft es noch immer vorgibt, den Klimaschutz ausbremsen zu müssen, der wird gewaltig auf die Nase fallen und nicht erfolgreich sein im Simulationszeitraum bis 2030.

Sind Sie auch erfolgreich in allen Branchen im Klima-Simulationsspiel CEO2 – wirtschaftlich und ökologisch?

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Deckelung von Photovoltaik-Zubau spart keine Kosten

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) hat heute eine Studie mit dem Titel “Wege zur 100% erneuerbaren Stromversorgung” vorgelegt.   In der Studie sprechen sich die Gutachter für eine absolute jährliche Obergrenze der geförderten Solarstrom-Kapazitäten aus. Die Solarbranche lehnt eine starre Mengenbegrenzung strikt ab. Ein solcher “Deckel” würde wettbewerbliche Marktmechanismen außer Kraft setzen und 130.000 Arbeitsplätze in Deutschland gefährden. Er würde zudem keine Kosten vermeiden, sondern erheblichen volkswirtschaftliche Schaden anrichten, so die Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). Die Studie berücksichtige zudem nicht den jüngsten Vorschlag des Bundesumweltministers zur wachstumsorientierten Verringerung der Solarstromförderung um bis zu 24 Prozentpunkte bis zum Jahresende. Dieser wird von der Branche mitgetragen und den Markt mittelfristig auf ein Niveau von jährlich 3 bis 5 Gigawatt führen.

“Ein starrer Marktdeckel würde den weiteren Ausbau der Photovoltaik abwürgen und tausende Unternehmen und Arbeitsplätze in Deutschland gefährden. Dies spart keine Kosten, sondern verhindert, dass sich die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen volkswirtschaftlich auszahlen. Welche verheerenden Auswirkungen ein fixer Markt-Deckel auf die Photovoltaik-Technologie haben kann, hat die Entwicklung in Spanien gezeigt. Aufgrund fehlender Investitionsperspektiven ist der Solarmarkt durch einen starren Marktdeckel im Jahr 2009 gänzlich zusammengebrochen, so Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW-Solar in Berlin.

Neben dem wichtigen Beitrag für den Klimaschutz und zum Aufbau einer sicheren und bezahlbaren Energieversorgung kann sich der Ausbau der Photovoltaik mit einem Plus von über 50 Milliarden Euro auch volkswirtschaftlich unterm Strich für Deutschland auszahlen. Dies ergaben jüngste Berechnungen der Beratungsunternehmen Roland Berger und Prognos.

Auch die SRU-Gutachter bestätigen in der Mehrzahl der untersuchten Szenarien das große Ausbaupotenzial der Photovoltaik in Deutschland. Das Gutachten zeigt ebenfalls, dass Solarstrom in Deutschland perspektivisch zu wettbewerbsfähigen Kosten von deutlich unter 10ct/kWh erzeugt werden kann. Der gemeinsam von der Branche, Roland Berger und Prognos erarbeite „Wegweiser Solarwirtschaft“ zeigt ähnliche Kostensenkungspotenziale auf. Die Branchen-Roadmap zeigt aber auch, dass der weitere Ausbau der Photovoltaik mit vertretbaren Anschubinvestitionen erreichbar ist. Die dafür erforderliche Umlage auf alle Stromverbraucher wird sich nach den Berechnungen auf rund zwei Cent je Kilowattstunde begrenzen lassen und bereits kurzfristig auf diesen Wert einpendeln. weiterlesen »

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Jetzt mit Stromspeicher in Haushalten beginnen

Die Diskussion um die Einspeisevergütung für Solarstrom kommt nicht zur Ruhe. Passend zum gestrigen  Artikel über den notwendigen Netzausbau und Stromspeicher habe ich heute eine Pressemeldung des Solarenergie-Fördervereins (SFV) aus Aachen erhalten. Ob sich diese Forderung der Stromspeicher in jedem Haushalt einfach realisieren lässt, kann ich nicht beurteilen, es ist aber wenigstens ein konstruktiver Beitrag. Von der Politik hört man leider nichts konstruktives in der Richtung. Was denken Sie, liebe Leser, darüber?

Aus Furcht vor einem Stromüberangebot will der Bundesumweltminister die Solarstromvergütung kürzen. Ziel soll es sein, den jährlichen Zuwachs von Solaranlagen etwa auf die Hälfte (3,5 GWp pro Jahr) zu verringern.

Nach Meinung des SFV ist es in der Tat absehbar, dass bald – infolge der Verlängerung der Atomlaufzeiten und bei weiterem schnellem Ausbau der Solarenergie – an sonnigen Tagen um die Mittagszeit mehr Strom angeboten wird als die Verbraucher benötigen. Atomkraftwerke sind keine Regelkraftwerke und auch der vielfach vorgeschlagene Ausbau der Stromnetze kann dieses Problem nicht grundlegend lösen.

Der SFV hält die Verlängerung der Atomlaufzeiten für einen hoch riskanten Fehler, der nun nicht durch einen zweiten schweren Fehler, die Verminderung des solaren Wachstums, korrigiert werden kann.

Als bessere Alternative schlägt der SFV vor, schon jetzt mit der Aufstellung von Batteriespeichern bei den Endverbrauchern anzufangen und dies politisch zu unterstützen. Auf diese Weise kann das zeitweilige Stromüberangebot gespeichert werden, um es später – in sonnenarmen Stunden oder am Abend – zu verbrauchen. Eine aufladbare Batterie (1 kWh) von der Speicherfähigkeit einer üblichen Autobatterie pro Haushalt würde für den Anfang ausreichen. Bei weiterem Ausbau der Solarenergie müssen im gleichen Maße auch die Speicher bei den Endverbrauchern ausgebaut werden. Durch Millionen solcher “Notstromsystem” wird gleichzeitig die Sicherheit gegenüber Stromausfällen – d.h. die Versorgungssicherheit – erheblich erhöht. weiterlesen »

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100% Erneuerbare Energien und Netzausbau müssen Bürger einbeziehen

In zahlreichen Artikeln hatte ich schon geschrieben, dass 100% erneuerbare Energien in der Stromversorgung möglich ist. Die Artikel berufen sich meist auf die erzeugte Strommenge, doch es ist für eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien notwendig, dass die benötigte Strommenge jederzeit und an jedem Ort verfügbar ist.

Der Lichtblickblog, Blog des Ökostrom-Anbieters Lichtblick, hat dazu einen interessanten Gastbeitrag von Peter Ahmels, Leiter erneuerbare Energien der Deutsche Umwelthilfe (DUH), veröffentlicht. Er beschreibt die Notwendigkeit von Speichertechnologien und einem Netzausbau, bedingt durch räumlichen und zeitlichen Abstand von Energieverbraucher und -erzeuger. Das Stromnetz könnte zum Flaschenhals beim Ausbau der erneuerbaren Energien werden und Strom muss immer verfügbar sein, so Ahmels in seinem Gastbeitrag.

Den damit notwendigen Ausbau des Stromnetzes – wie sonst kommt der Strom von Offshore-Windparks oder von Pumpspeicherkraftwerken in Norwegen in die Ballungszentren Süddeutschlands – kann man nicht gegen den Willen betroffener Anwohner durchsetzen. Die Angst vor gesundheitlichen Auswirkungen der Stromleitungen ist weit verbreitet und könnte viele Gegner auf die Straßen bringen – Proteste wie bei Stuttgart 21 würde sicher niemand haben wollen beim Ausbau und der Modernisierung des Stromnetzes. Daher müssen die Menschen vor Ort mit einbezogen werden, wie das positive Beispiel vom Windpark in Schlalach zeigt.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat im Dezember 2010 entsprechende Handlungsempfehlungen an die Politik überreicht. So “soll die Bundesnetzagentur bei Netzausbaukosten auch akzeptanzfördernde Maßnahmen wie zum Beispiel eine längere Trassenführung  anerkennen. Der Netzbetreiber wird  zur Einhaltung von Mindestabständen verpflichtet, die jedes Risiko durch elektromagnetische Felder sicher  ausschließen und auch dem Schutz des Wohnumfeldes dienen.” Zudem sind die Planungsverfahren transparenter zu gestalten und Eingriffe in die Natur zu minimieren.

Was daraus wird, bleibt offen und es scheint unwahrscheinlich, dass diese Forderungen umgesetzt werden. Doch nachdem ich den ersten Teil geschrieben hatte, meine Kinder versorgt und ins Bett gebracht hatte, entdeckte ich eine Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums zum Thema Netzausbau. Diese macht Hoffnung auf eine stärkere Beteiligung der Bürger:

“Durch eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger kann die Akzeptanz für den Ausbau der Stromnetze erhöht werden. Dies ist von zentraler Bedeutung für einen beschleunigten Netzausbau. Hier sind die Netzbetreiber und die Politik gemeinsam gefragt”, sagte Reiche anlässlich eines Gesprächs mit Bürgerinitiativen über Wege zur Beschleunigung des Netzausbaus.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Ausbau der Stromnetze sind zwei Seiten einer Medaille. “Wir brauchen neue Stromnetze, um den dezentral erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien zu den Stromverbrauchern zu bekommen.”, so Reiche. weiterlesen »

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Online-Nachschlagewerk zum Thema Passivhaus

Nach dem Erfolg des bekannten Online-Lexikons Wikipedia gibt es viele verschiedene Spezial-Wikis für das Wissensmanagement von Firmen, Fachverbänden, etc. So gibt es jetzt auch Passipedia, eine interaktive, ständig wachsende Online-Wissensdatenbank zum Thema Passivhaus.

Passipedia besteht aus systematischen, wissenschaftlich fundierten und relevanten Artikeln zum Passivhaus-Standard. Der Inhalt der zweisprachigen Passipedia wächst täglich und ist nach Themengebieten gegliedert. Darüber hinaus ermöglicht eine Suchfunktion die Recherche nach einzelnen Begriffe. Zu finden sind sowohl Basisinformationen (Welche Merkmale besitzt ein Passivhaus?) als auch spezielles Know-how zum Passivhaus-Standard (Welche Details der Wärmebrückenberechnung bei erdberührten Bauteilen müssen beachtet werden?).

„Der Passivhaus-Standard verbreitet sich weltweit mit hoher Geschwindigkeit. Passivhäuser sind bereits in Ländern wie Japan, China, Kanada, Ungarn, Irland und den USA realisiert. Daher ist es so wichtig, eine Lösung für den wachsenden Informationsbedarf zu finden – schnell zugänglich und stets aktuell. Passivhaus-Interessenten weltweit steht ab sofort mit Passipedia eine dynamische Plattform zur Verfügung, die wertvolle Information anbietet und somit die Verbreitung des Standards  international vorantreibt“, so Wolfgang Feist.

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