Erneuerbare Energien müssen als Sündenbock für Strompreiserhöhungen herhalten

Photovoltaikversicherung

Ausgerechnet die zukunftsfähigen erneuerbaren Energien müssen derzeit als Sündenbock herhalten: Angeblich sind sie schuld an den jüngsten Strompreiserhöhungen. Entsprechend heftig werden die Erneuerbaren befehdet. Doch die Polemik gegen Erneuerbare ist in Wahrheit ein Ablenkungsmanöver, mit dem die Stromkonzerne von ihren überzogenen Preisen und Gewinnen ablenken.

  • Tatsächlich steigt die Umlage für erneuerbare Energien ab 1. Januar 2011 um 1,5 Cent je Kilowattstunde von bisher 2,05 auf dann 3,53 Cent je Kilowattstunde. Diese Umlage müssen jedoch nicht die Stromkunden zahlen, sondern zunächst die Stromversorger. Es ist deshalb nicht wahr, dass sich die Haushaltsstrompreise automatisch um diesen Betrag erhöhen müssten.
  • Die Stromeinkaufspreise der Stromfirmen haben sich, auch durch die Einspeisung von erneuerbarem Strom, in den vergangenen zwei Jahren deutlich verringert: Zwischen 2009 und 2010 um 0,9 Ct/kWh und zwischen 2010 und 2011 um 0,5 Ct/kWh. Die KWK-Umlage sinkt zudem zwischen 2010 und 2011 um 0,1 Ct/kWh. Von der Kostenseite her gibt es daher keine Rechtfertigung für eine Strompreiserhöhung  (Der Sechs-Milliarden-Raubzug).
  • Es ist unredlich, lediglich die Kostensteigerung des EEG an die Verbraucher weiterzureichen und die Kostensenkungen beim Stromeinkauf stillschweigend als Zusatzgewinn einzustreichen.
  • Die Gewinne der drei größten Stromkonzerne sind in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen: von sechs Milliarden Euro jährlich im Jahr 2002 auf über 23 Milliarden jährlich im Jahr 2009 (Gewinnexplosion bei den Stromkonzernen).
  • E.on Vorstand Dr. Johannes Teyssen sagte auf der Bilanzpressekonferenz am 10. November 2010 klar und öffentlich, dass sich die Strompreise für Haushaltskunden nicht an den Kosten, sondern am Wettbewerb orientieren.
  • Die branchenweite Erhöhung der Strompreise um 1,5 Cent/kWh hat also den Charakter einer Preisabsprache unter den Stromanbietern. Die Begründung “gestiegene EEG-Umlage” ist lediglich ein Codewort um die Öffentlichkeit in die Irre zu leiten und die erneuerbaren Energien zu diffamieren.
  • Bereits in den vorangegangenen Jahren hatten die Stromversorger die Preise jeweils um gut einen Cent erhöht – ohne ausreichende Begründung.
  • Die Preise wurden in den vergangenen Jahren hauptsächlich von den Grundversorgern erhöht.
  • Der Bundesgerichtshof hat die Versorger in der Grundversorgung verpflichtet, alle Kostensenkungen unmittelbar an die Kunden weiterzugeben (BGH VIII ZR 138/07 Rn. 39, VIII ZR 81/08 Rn. 18). Die Preiserhöhungen stellen damit vermutlich einen Rechtsbruch dar.
  • Der rasche Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung vermindert den Stromabsatz aus konventionellen Kraftwerken und damit das Kerngeschäft der Stromkonzerne. Diese Konzerne haben also allen Grund, um ihre gewaltigen Gewinne zu zittern und die Öffentlichkeit gegen die Förderung erneuerbarer Stromerzeugung aufzubringen.
  • Verbraucher müssen den Neubau von Kraftwerken stets über den Strompreis bezahlen. Die Einspeisevergütung nach dem EEG senkt die Erzeugungskosten der Erneuerbaren Energien mit großer Geschwindigkeit. Sie entspricht daher den Kosten für den Bau neuer Kraftwerke. Durch die Finanzierung über das EEG ist von vornherein entschieden, dass mit diesen Geldbeträgen nur die Erneuerbaren ausgebaut werden. Den Stromversorgern ist die Entscheidung darüber, welche Kraftwerke gebaut werden, aus der Hand genommen.
  • Der Vorsitzende der Bundesnetzagentur, Mathias Kurth, warnte die Stromversorger davor, die gestiegene EEG-Umlage in voller Höhe auf die Strompreise der Verbraucher aufzuschlagen. Auch der Vorsitzende der Monopolkommission, Professor Justus Haukap äußerte sich in diesem Sinne.

Fazit: Für den Stromkunden erwecken die Strompreiserhöhungen den Eindruck, die Erneuerbaren würden den Strompreis im Jahr 2011 um zusätzliche 1,5 Cent/kWh verteuern. Dieses Argument hält einer kritischen Prüfung nicht stand. Wer dennoch so argumentiert, macht sich fehlender Sachkenntnis oder einer interessengeleiteten Argumentation verdächtig. Verbraucher wollen mit ihrem Geld den Ausbau Erneuerbarer finanzieren und sind auch bereit, dafür höhere Strompreise in Kauf zu nehmen. Versorger missbrauchen diese Bereitschaft, um sich die Taschen zu füllen.

Es stellt sich also nicht die Frage, ob wir uns den Ausbau der Erneuerbaren leisten können und wollen. Denn dazu gibt es keine Alternative. Sondern es ist zu fragen, wie lange wir den Stromversorgern ihre überzogenen Preise und ihre Lügen noch durchgehen lassen wollen. Durch den Anbieterwechsel weg von den Konzernen und ihren Töchtern kann jeder Verbraucher die Rote Karte zeigen: Ohne jedes Risiko. Er wird nicht nur mit einem guten Gewissen, sondern zusätzlich noch mit Kosteneinsparungen in Höhe von mehreren hundert Euro belohnt.

Quelle: Bund der Energieverbraucher

Mein Fazit war darauf: Stromanbieter wechseln

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Stromsparcheck für einkommensschwache Haushalte in Dortmund

Stromspar-Chek DortmundAm 08.11.2010 habe ich von energieeffizienten Kommunen berichtet, die für ihre Effizienz-Maßnahmen ausgezeichnet wurden mit dem Good-Practice-Label der dena. Diese vier Kommunen möchte ich gerne in einer kleinen Serie genauer vorstellen.

Teil 1: Energieeinspar-Contracting für die Straßenbeleuchtung in Dormagen

Die effiziente Energienutzung in allen Verbrauchsbereichen trägt zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz bei. Mit dem Wettbewerb „Energieeffizienz in Kommunen – Gute Beispiele 2010“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) werden besonders vorbildliche Energiesparprojekte aus Städten und Gemeinden prämiert, die zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen. Das Energiesparprojekt aus Dortmund erhält zusätzlich das Label „Good Practice Energieeffizienz“ der dena, das Energieeffizienz in Kommunen, Institutionen und Unternehmen sichtbar macht.

Das Projekt in Dortmund
Einkommensschwache Haushalte erhalten durch verschiedene Bausteine des Stromsparchecks in Dortmund die Möglichkeit, die Lebenshaltungskosten zu reduzieren und zur Senkung des Endenergieverbrauchs sowie des CO2-Ausstoßes beizutragen. Der persönliche Stromsparcheck in diesen Haushalten wird durch speziell geschulte
Arbeitsuchende durchgeführt. Vor Ort werden bereits erste Stromsparmaßnahmen umgesetzt, z. B. das Einschrauben von Energiesparlampen und die Verwendung von schaltbaren Steckdosenleisten.

Können die Teilnehmer nach einem halben Jahr Energieeinsparungen nachweisen, organisiert der Stromsparcheck unter bestimmten Voraussetzungen
den Austausch der alten, stromintensiven Technik gegen energieeffiziente Haushaltsgeräte. Mit kommunikativer Unterstützung der Caritas, der ARGE, des Sozialamts, von Familien- und Seniorenbüros und durch das Amt für Wohnungswesen werden die entsprechenden Teilnehmer für den Stromsparcheck gewonnen. weiterlesen »

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Stellungnahme der 18599 Gütegemeinschaft e.V. zum KfW-Förderstopp

Gruenspar.de

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) hat mit Datum vom 18.10.2010 bekanntgegeben, dass für die Programme Energieeffizient Sanieren und Energieeffizient Bauen (Programm Nr. 151 und 153) bis auf weiteres die Berechnung nach DIN V 18599 nicht mehr akzeptiert wird (siehe Artikel). Somit können derzeit nur Berechnungen nach der DIN V 4108-6 und 4701-10 zur Antragstellung bei der KfW eingereicht werden. Alle Hersteller der Gütegemeinschaft stellen dieses Verfahren auch weiterhin in ihren Produkten zur Verfügung. Somit ist sichergestellt, dass weiterhin Anträge zu den Programmen der KfW gestellt werden können und keiner auf Kredite oder Zuschüsse verzichten muss.

Als Begründung gab die KfW an, dass unterschiedliche Softwareprodukte ungewöhnlich starke Abweichungen in den Ergebnissen liefern würden. Implizit wurde die Qualität der Softwareprodukte in Frage gestellt. Die Mitglieder der 18599 Gütegemeinschaft bemängeln diese einseitige Darstellung und haben zwischenzeitlich den betroffenen Fall nachgerechnet. Erste Ergebnisse belegen, dass die aufgezeigten Abweichungen keinesfalls nur in den Softwareprodukten begründet liegen, sondern vielmehr in der unzureichend beschriebenen Normgrundlage und der Eingabe beim Anwender. Die Primärenergiebedarfs-Ist-Werte weichen bei gleichen Randbedingen lediglich um +/- 1% ab und die HT’ Auswertungen sind identisch. Diese ersten Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit der 18599 Gütegemeinschaft in den letzten 18 Monaten schon erhebliche Fortschritte gemacht hat.

Die grundsätzliche Problematik, dass sich durch mögliche unterschiedliche Norminterpretationen, unterschiedliche
Softwareprodukte und Eingabefehler beim Anwender auch deutliche Abweichungen ergeben können, ist dennoch weiter vorhanden. Um dieser Problematik zu begegnen, wird die Gütegemeinschaft den Dialog mit den Normenverantwortlichen und der Politik verstärkten. Ein übergreifendes Treffen mit Vertretern aus der Politik (BMVBS und BBSR), aus der Normenarbeit, von der KfW und den Mitgliedern der Gütegemeinschaft ist bereits kurzfristig vereinbart. Alle Beteiligten werden sich gemeinsam an einem Tisch zusammen finden und über das weitere Vorgehen intensiv diskutieren.

Die 18599 Gütegemeinschaft spricht sich eindeutig für die DIN V 18599 aus. Sie ist und bleibt die beste Norm seit es Energieberatungen gibt. Jetzt ist es allerdings an der Zeit, die notwendigen Schritte zur Fortschreibung der Norm einzuleiten.

Für Nicht-Wohngebäude gilt die DIN V 18599 uneingeschränkt weiter. Auch für Wohngebäude gilt im normalen EnEV-Nachweisverfahren die Berechnung nach DIN V 18599 weiterhin. Hier ist die Wahlfreiheit gesetzlich verankert und auch durchaus gewollt. Einzig die Nachweise für die KfW Bankengruppe in den Programmen 151 und 153 sind derzeit ausgesetzt. Dieses ist zum Schutz der Antragsteller geschehen, um hier bei eventuellen Fehleinschätzungen, nicht dem Vorwurf des Subventionsbetruges ausgesetzt zu sein.

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Lampen-Navigator weist den Weg zu effizienteren Leuchtmitteln

Die EnergieAgentur.NRW hat ihren Lampen.Navi erweitert. Inzwischen sind die Produkte von 14 Firmen in die Datenbank aufgenommen, insgesamt 3.063 Lampen – darunter über 800 LED-Lampen. Zu jeder der über 3.000 Lampen sind bis zu 80 Parameter (u.a. Hersteller, Bezeichnung, Artikel-Nummer, Anschlussart, Bauform, Besonderheiten, Lichtfarbe, technische Daten zum Beispiel Höhe, Durchmesser, Watt, Lumen oder Lux, Farbtemperatur) aufgenommen.

Dass die Zukunft eine leuchtende sein wird, ist nicht grundsätzlich klar. Dass die Zukunft eine beleuchtete sein wird, dagegen schon. Fraglich ist nur: wie? Seit Glüh- und Halogenlampen wegen mangelnder Effizienz sukzessive vom Markt verschwinden, konkurrieren vor allem kompakt Energiesparlampen (KSL, ESL), LED-Lampen (LED – Light Emitting Diode), und OLED-Lampen (Organic Light Emitting Diode) um die Nachfolge.

Mit dem Verschwinden der Glühlampe und dem Auftauchen sparsamer Alternativen ergeben sich bisweilen Probleme. Zum Beispiel: Wenn die Glühlampe kaputt ist – gibt es für jede Leuchte eine passende energiesparende Alternative? Dazu hat die EnergieAgentur.NRW im Jahr 2008 den Lampen.Navi entwickelt. Dieses Tool unterstützt den Nutzer bei der Suche nach einer energiesparenden Lampenalternative. Der Kunde hat – durch die Vorgabe von Auswahlkriterien – die Möglichkeit, für seine Anwendung eine Lampenalternative angezeigt zu bekommen.

In der neusten Version des Online-Tools wurde das Produktangebot von ESL bzw. KSL weiter verfeinert. So werden jetzt u.a. das Startverhalten, die Reduzierung der Quecksilbermenge, Amalgam als Ersatzstoff, die Lichtfarben und die Bauformen berücksichtigt.

„Bei der Recherche für den Lampennavigator konnten wir auch erkennen, dass die Entwicklungen der LED weiter zügig voranschreitet. Die Vorteile der LED-Lampe werden vermutlich, trotz einiger Nachteile, dazu führen, dass die Nachfrage immer weiter zunehmen wird“, so Dipl.-Ing. Günter Neunert, Projektleiter bei der EnergieAgentur.NRW.

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Bleibt das Thema Gebäude-Energieeffizienz bei der Bundesregierung ein Papiertiger?

Im gerade erst verabschiedeten Energiekonzept der Bundesregierung heißt es zur energetischen Gebäudemodernisierung:

In den nächsten zehn Jahren will die Bundesregierung den Wärmebedarf um 20 Prozent reduzieren. Für den Zeitraum 2020 bis 2050 wird die Bundesregierung einen  langfristigen Sanierungsfahrplan in Richtung “Klimaneutralität” einführen. Das Wirtschaftlichkeitsgebot wird dabei eingehalten.

Bis 2050 strebt die Bundesregierung an, den Primärenergiebedarf in der Größenordnung von 80 Prozent zu senken. Dabei soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeerzeugung deutlich steigen.

Die Vielfalt im Gebäudebestand spiegelt die Vielfalt der deutschen Geschichte und Baukultur wieder. Deshalb lassen sich bei der Frage der Energieeffizienz nicht alle Gebäude gleich behandeln. Sanierungsmaßnahmen sollen weder Hausbesitzer noch Mieter finanziell überfordern. Für die Modernisierung des Altbaubestands gilt daher, dass jede Maßnahme zumutbar, wirtschaftlich und sozial ausgewogen sein muss. Zwangssanierungen wird es nicht geben.

Auch zu den finanziellen Anreizen werden Aussagen von der Bundesregierung angegeben:

Auch in Zukunft kommt es darauf an, dass Eigentümer langfristig planen können und Mieter nicht unverhältnismäßig belastet werden. Das Energiekonzept stellt wirtschaftliche Anreize in den Mittelpunkt.

  • Finanzielle Anreize sollen die Eigentümer zu energetischen Maßnahmen bewegen.
  • Die Bundesregierung prüft, wie das Mietrecht geändert werden kann, damit es künftig mehr Anreize für Eigentümer bietet, ihre Häuser energetisch zu sanieren.
  • Wenn der Eigentümer die Zielwerte vorzeitig erreicht oder übertrifft, erhält er dafür eine staatliche Unterstützung.
  • Auch die Mieter profitieren von einer neuen Wärmedämmung oder neuer Heiztechnik: durch eine deutliche Senkung der Energiekosten.

Die finanziellen Anreize waren bisher sehr erfolgreich gegeben durch das Förderprogramm CO2-Gebäudemodernisierung der KfW-Förderbank, das insbesondere in den letzten Jahren sehr gut nachgefragt war und viele weitere Investitionen ausgelöst hat. Insgesamt konnten durch diese Förderung 50 Millionen Euro an Heizkosten eingespart werden. weiterlesen »

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Energiesparendes Bauen ist nicht schwarz-weiß

Modernes energiesparendes Bauen oder Sanieren von Wohngebäuden ist nicht nur schwarz und weiß. Diese Anspielung auf die Energiedebatte des BDEW ist mir eingefallen, als ich heute morgen den Artikel “Experten kritisieren übertriebene Dämmaßnahmen” im Portal enbausa.de gelesen habe. Es reicht nun mal nicht, sich eine einfache Maßnahme auszusuchen, Gebäude sind komplizierter und müssen bei Effizienz-Maßnahmen immer in der Gesamtheit betrachtet werden.

Eigentlich dachte ich, dass die Zeit der reinen U-Wert Betrachtung von Gebäudebauteilen längst vorbei ist und das Gebäude als Ganzes betrachtet wird, inklusive der Haustechnik. Noch in den 90-er Jahren war es üblich die Außenbauteile einfach zu dämmen und das war es dann mit der energetischen Sanierung. Heute sollte man einen Gebäude-Energieberater beauftragen, der sich das Haus genau anschaut und auch sagen kann welche Maßnahme sich am meisten lohnt. In dem Wunsch möglichst wenig Geld zu investieren, wird jedoch vermutlich häufig die Energieberatung eingespart und einfach mal gedämmt oder ein Handwerker befragt, der naturgemäß Interesse an einem Auftrag hat.

Es sollte heute auch jeder wissen, dass die Dämmung eines Gebäudes nichts mit der zunehmenden Anzahl an Schimmelschäden zu tun hat. Warum es seit der Einführung der EnEV 2009 mehr Schimmelschäden gegeben haben soll, ist mir daher schleierhaft. Im vergangen Jahr wurde auch die überarbeitete Fassung der DIN 1946-6 eingeführt, die zwar nicht baurechtlich binden ist, aber im Schadensfall vom Sachverständigen als Stand der Technik zugrunde gelegt wird. Diese Norm besagt, dass ein Lüftungskonzept erstellt werden muss unter Berücksichtigung einigen Parametern wie die Gebäudedichtheit. Eigentümer und Bauherren, die kein Lüftungskonzept im Schadensfall vorlegen können, werden Gefahr laufen auf dem Schaden und zurübehaltenen Mietzahlungen sitzen zu bleiben.

Zum Thema Lüftung hatte ich kürzlich im enbausa.de-Blog einen sehr guten Beitrag von Arno Kuschow gefunden unter dem Motto: “Wie dicht muss oder darf es sein?”

Was sind Ihre Erfahrungen, wird auch heute noch einfach gedämmt ohne vorherige Energieberatung? Ich bin auf Berichte aus der Praxis gespannt.

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Energieeinspar-Contracting für die Straßenbeleuchtung in Dormagen

Am 08.11.2010 habe ich von energieeffizienten Kommunen berichtet, die für ihre Effizienz-Maßnahmen ausgezeichnet wurden mit dem Good-Practice-Label der dena. Diese vier Kommunen möchte ich gerne in einer kleinen Serie genauer vorstellen.

Die effiziente Energienutzung in allen Verbrauchsbereichen trägt zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Ressourcenschonung und zum Klimaschutz bei. Mit dem Wettbewerb „Energieeffizienz in Kommunen – Gute Beispiele 2010“ der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) werden besonders vorbildliche Energiesparprojekte aus Städten und Gemeinden prämiert, die zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen. Das Energiesparprojekt aus Dormagen erhält zusätzlich das Label „Good Practice Energieeffizienz“ der dena, das Energieeffizienz in Kommunen, Institutionen und Unternehmen sichtbar macht.

Das Projekt in Dormagen
Im Jahr 2006 ermittelte ein Energiedienstleister für die Technischen Betriebe Dormagen bei der Straßenbeleuchtung ein Energieeinsparpotenzial von mindestens 30 Prozent. Nach öffentlicher Ausschreibung und Prüfung verschiedener Varianten beauftragte die Stadt Dormagen das Energiedienstleistungsunternehmen Horlemann Elektro GmbH als Contractor mit dem Austausch der veralteten Technik.

Von den damals 9.337 Leuchtmitteln wurde über die Hälfte ausgebaut und hauptsächlich von Quecksilberdampf- auf Natriumdampf-Hochdrucklampen umgerüstet. Von insgesamt 138 Schaltschränken wurden 126 mit Spartransformatoren zur stufenweisen Spannungsabsenkung ausgerüstet.

Der Erfolg des Projektes
Durch den Austausch veralteter Technik und die vertragliche Bindung an einen Contractor konnte die Stadt Dormagen den Stromverbrauch von jährlich etwa 3.160.000 Kilowattstunden auf ca. 1.740.000 Kilowattstunden und damit um 45 Prozent senken. Der jährliche CO2-Ausstoß wurde so um etwa 830 Tonnen reduziert. Die Energiekosteneinsparungen kommen nach den ersten fünf Contracting-Jahren dem städtischen Haushalt zugute. Dormagen ist die erste Kommune in NRW, die ein Energieeinspar-Contracting für die Straßenbeleuchtung nach öffentlicher Ausschreibung erfolgreich realisiert hat.

Die Bewertung des Projektes
Das Energieeinsparprojekt, das von den Technischen Betrieben Dormagen umgesetzt wurde, wurde von der Jury als preiswürdig ausgewählt. Besonders herauszustellen ist, dass die Stadt Dormagen bei der Modernisierung der Straßenbeleuchtung auf ein Energieeinspar-Contracting gesetzt hat. Der Contractor hat für die Stadt Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Instandhaltung übernommen. Außerdem trägt er die Verantwortung und die damit verbundenen Risiken der neuen Beleuchtungsanlagen.

Durch das Energieeinspar-Contracting konnte die Kommune die moderne Technik finanzieren, ohne selbst investieren zu müssen. Sie erreichte so eine hohe Energieeinsparung, die die kommunalen Kassen langfristig entlastet. Das gesamte Modernisierungsprojekt wurde überregional bekannt gemacht und im Internet detailliert dargestellt.

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Seniorenwohnanlage heizt mit Erde und Sonne

Die Dresdner kennen die Garnisonkirche St. Martin in der Albertstadt. Sie wurde am Ende des 19. Jahrhunderts als evangelische und katholische Simultankirche des damaligen Kasernenkomplexes errichtet. Heute wird nur noch der katholische Teil sakral genutzt. Im ehemals evangelischen Bereich haben sich mehrere Firmen niedergelassen. Darunter auch die Wohnen und Leben im Alter an der St. Martin Kirche GmbH.

Der Name ist Programm. Vor drei Jahren errichtete das Unternehmen, sozusagen im Schatten des Kirchturms, eine aus zwei Gebäuden bestehende Seniorenwohnanlage. Diese soll nicht mehr an die bestehende fossile Fernwärmeversorgung angeschlossen sein. Stattdessen entschied man sich für ein Energiekonzept auf der Basis erdgekoppelter Wärmepumpen und einer solarthermischen Anlage. Die beiden Gebäude haben einen jährlichen Wärmebedarf von 332.100 kWh. Davon sollen 299.000 kWh geothermisch gedeckt werden, den Rest die Sonnenkollektoren beisteuern. Die Plausibilitätsprüfung des Konzepts, die fachtechnische Begleitung und Bauüberwachung des die Erdwärmenutzung betreffenden Teils des Vorhabens lag in den Händen des Leipziger Büros der CDM Consult GmbH.

Soll bei größeren Bauvorhaben, wie dem an der Garnisonskirche, Erdwärme zum Heizen eingesetzt werden, müssen viele Erdwärmesonden installiert werden, die die Energie aus dem Boden einsammeln. Wie viele genau und in welchem Abstand zueinander, das lässt sich nur mit Hilfe eines TRT-Tests feststellen. Dieser ermöglicht es, die Wärmeleitfähigkeit des Erdreichs in der Umgebung der Bohrung präzise zu erfassen. Daraus lassen sich dann in einem weiteren Schritt Anzahl, Tiefe und Lage der weiteren Bohrungen im Erdwärmesondenfeld beplanen. Auf der Wiese zwischen Kirche und Seniorenwohnanlage wurde eine erste 150 m tiefe Bohrung abgeteuft und in dieser der TRT-Test durchgeführt. Solche Tests sind seit mehr als 10 Jahren verfügbar und längst unverzichtbarer Standard geworden. Für die Auswertung der Messergebnisse setzten die Fachleute von CDM den Earth-Energy-Designer (EED) ein, ein Softwaretool, das sich in Europa für die Erledigung solcher Aufgaben durchgesetzt hat.

Auf Grund der geologischen Voruntersuchungen waren ursprünglich 20 Bohrungen vorgesehen. Das Testergebnis legte jedoch nahe, die Anzahl um zwei weitere zu erhöhen. Alle 22 Löcher zusammengerechnet ergeben eine Länge von 3,3 km. Auf der Wiese ist von ihnen später nichts mehr zu sehen. Sie sind unterirdisch mit den Gebäuden verbunden und dienen als Wärmequelle für zwei Wärmepumpen mit einer Leistung von 68,5 kW bzw. 58,8 kW.

Die Bohrarbeiten wurden von neugierigen und interessierten Zuschauern verfolgt. Denn für die meisten der kleinen Besucher des benachbarten Kindergartens wurde das ganze Drum und Dran zu einem spannenden Erlebnis.

Das Vorhaben wird über die Sächsische Aufbaubank finanziert. Die Mieter der Seniorenwohnanlage können sich auf niedrige Heizkosten ab der kommenden Wintersaison freuen. Sie wohnen nun in einem Gebäude, das umweltfreundlich, klima- und ressourcenschonend für angenehme Wärme sorgt.

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Energieeffiziente Kommunen als gutes Beispiel ausgezeichnet

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat im Rahmen des dena-Energieeffizienzkongresses in Berlin vier vorbildliche kommunale Energieeinsparprojekte aus ganz Deutschland mit insgesamt 25.000 Euro ausgezeichnet. Die Gewinnerkommunen stehen mit ihren Projekten modellhaft für die vielfältigen Ansatzmöglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz und sind damit Vorbild für Deutschlands Städte und Gemeinden. Die Prämierung sowie die Vergabe eines Anerkennungspreises erfolgte im Zuge des Wettbewerbs “Energieeffizienz in Kommunen – Gute Beispiele 2010″, den die dena im Rahmen der vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Kommunikationsplattform zur Umsetzung der EU-Energiedienstleistungsrichtlinie (EDL-Richtlinie) in diesem Jahr erstmalig initiierte. Den Gewinnerprojekten wurde gleichzeitig das Label “Good Practice Energieeffizienz” verliehen, das Energieeffizienz in Kommunen, Institutionen und Unternehmen sichtbar macht.

“Energieeinsparprojekte entlasten die öffentlichen Kassen langfristig und erlauben es der öffentlichen Hand, trotz knapper Kassen ihrer Vorbildrolle beim Klimaschutz gerecht zu werden”, betonte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Aus über 50 Wettbewerbsbeiträgen wählte eine Expertenjury drei kommunale Projekte als Gewinner aus, die jeweils eine Prämie im Wert von 7.000 Euro erhielten. Zusätzlich vergab die Jury einen Anerkennungspreis im Wert von 4.000 Euro.

Die Stadt Dormagen wurde für die Modernisierung der Straßenbeleuchtung mittels Contracting ausgezeichnet, wodurch die Stadt moderne Technik finanzieren konnte, ohne selbst investieren zu müssen. Das Projekt erreichte eine Endenergieeinsparung von 45 Prozent, die – nach 5 Jahren Contracting-Laufzeit – auch zu Kosteneinsparungen im städtischen Haushalt führt. Um die Energieeinsparpotenziale besonders in einkommensschwachen Haushalten zu heben, setzt die Stadt Dortmund gemeinsam mit lokalen Partnern wie der Caritas einen persönlichen Stromsparcheck in zahlreichen Haushalten um. Die Energieeinsparungen führen direkt zur Entlastung der öffentlichen wie auch der privaten Haushaltskassen.

Für den Neubau eines Schulzentrums in Passivhausbauweise wurde die Gemeinde Neckargmünd mit einem Preis ausgezeichnet. Das bisher größte, zertifizierte Schulbauprojekt in Passivhausstandard in Deutschland wurde mit einer energetisch hochwertigen Gebäudehülle, moderner Gebäudeleittechnik und mit Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien ausgestattet. Vorbildlich ist darüber hinaus die Integration der energiebezogenen Aspekte des neuen Gebäudekomplexes in den Schulunterricht. Einen Anerkennungspreis erhielt der Landkreis Unna für seine Mobilitätsmanagement-Kampagne “mobil&Job”. Mit den individuellen Beratungen motiviert die Initiative Unternehmen und deren Mitarbeiter zum Umstieg vom Individualverkehr auf alternative und klimafreundliche Verkehrsmittel.

Weitere Informationen zum Good-Practice-Label und zu dem Wettbewerb unter www.good-practice-label.de.

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Wie Sie eine gute LED-Lampe in 3 einfachen Schritten erkennen!

Dieser Artikel ist für alle, die sich für den Einsatz von LED-Leuchtmitteln interessieren und ratlos vor dem Regal im Baumarkt stehen und für mich selbst zur Orientierung – mittlerweile ist ein großer Teil meiner Leuchtmittel im Haus in LED-Technologie und es werden immer mehr. Hat jemand von den Lesern eventuell noch weitere Tipps worauf man beim Kauf von LED-Leuchtmittel achten soll? Oder sogar Kritik an diesen Tipps?

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