Warmwasserbereitung verbraucht zwölfmal mehr Energie als Beleuchtung

Während viele Bundesbürger mit Energiesparlampen erfolgreich Strom sparen, unterschätzen die meisten Verbraucher bislang die Kosten des Warmwasserverbrauchs. Dabei verursacht die Warmwasserbereitung im Schnitt zwölf Prozent des gesamten Energieverbrauchs in deutschen Haushalten – Tendenz steigend. Für die Beleuchtung wird beispielsweise nur ein Prozent der Gesamtenergie aufgewendet. Die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne Energiesparclub hilft Verbrauchern, die laufenden Kosten des Warmwasserverbrauchs zu senken. Mit dem kostenlosen Energiesparkonto auf www.energiesparclub.de können Nutzer ihre Heiz- und Wasserkosten auswerten und überprüfen, wie sich ihre Einsparbemühungen auswirken.

„Für unser wohligwarmes Dusch- und Badewasser verbrauchen wir mehr Energie als nötig ist. Im Schnitt bezahlt jeder Haushalt jährlich zwischen 100 und 200 Euro allein für die Erwärmung von Wasser. Ein Viertel davon lässt sich ohne Komfortverlust mit einfachen technischen Lösungen und Verhaltensänderungen sparen“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin der gemeinnützigen co2online GmbH.

Die sechs besten Tipps im Überblick:

  • Duschen und Körperpflege
    Mit Sparduschköpfen und Durchlaufbegrenzern wird warmes Wasser effizienter genutzt. Die einfach zu installierende Technik optimiert den Wasserstrahl, ganz ohne Komfortverlust. Bei täglich zehn Minuten Duschen können im Jahr bis zu 36.500 Liter Wasser und 100 Euro gespart werden.
  • Sparsamer Umgang mit Wasser
    Duschen statt Baden, Abdrehen des Wasserhahns beim Zähneputzen und Händewaschen sowie die Reparatur von tropfenden Wasserhähnen bringen große Einsparungen. Das ist auch gut für die Umwelt: Alleine ein Vollbad sorgt nämlich für rund 3,3 Kilogramm klimafeindliche CO2-Emissionen.
  • Wäschewaschen und Geschirrspülen
    Neugeräte weisen teilweise erhebliche Unterschiede bei Wasser- und Stromverbrauch auf. Sich vor dem Kauf zu informieren, zahlt sich aus. Eine Übersicht über sparsame Haushaltsgeräte bieten www.ecotopten.de und www.ecochoice.de.
  • Warmwasserbereitung
    Generell muss warmes Wasser nicht höher als auf 60 Grad erwärmt werden. Wer die Temperatur an Boiler und Durchlauferhitzer reguliert, kann so einfach sparen. Wer einen neuen Durchlauferhitzer benötigt, sollte auf ein elektronisch gesteuertes Gerät zurückgreifen. Mit diesen kann die Temperatur des Wassers genau gesteuert werden.
  • Energiesparkonto macht Einsparerfolge sichtbar
    Mit dem Energiesparkonto auf www.energiesparclub.de können Verbraucher Ihre Erfolge sichtbar machen. Beim Wassersparen, genauso wie beim Reduzieren ihrer Strom- und Heizkosten.
  • Warmwasser mit Solarenergie
    Am umweltfreundlichsten ist das Warmwasser vom Dach. Mithilfe iner Solaranlage kann die kostenlose und CO2-freie Sonnenwärme für Warmwasser und zur Heizungsunterstützung genutzt werden.

Wer gleich starten möchte, kann im September auf http://www.energiesparclub.de/wasser-sparen/index.html eines von 15 Paketen mit Wasserspar-Technik gewinnen. Die Verlosung wird von den Firmen DieEinsparBerater OHG, DROSTE Wassertechnik und RST Gesellschaft für Wasserspartechnik mbh unterstützt.

Über den Energiesparclub
Wissen, was wirkt: Der Energiesparclub ist die erste Kampagne, die Verbraucher kontinuierlich beim Energiesparen begleitet. Das Energiesparkonto ist das Herzstück der Kampagne. Es motiviert seine Nutzer, sparsam mit Energie umzugehen. Ziel ist es, 100.000 Nutzer zu gewinnen, die mit dem Energiesparkonto langfristig weniger Energie verbrauchen und so ihre CO2-Emissionen senken. Der Energiesparclub ist eine Kampagne der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online mbH und wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert. Allmess, Allianz Dresdner Bauspar AG, Richter + Frenzel, Stiebel Eltron, Deutscher Mieterbund, lekker Energie, Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und die HypoVereinsbank unterstützen den Energiesparclub.

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Energieeffiziente Fernsehgeräte benötigen Energielabel

Entwurf des Energielabels für TV-GeräteZur Beurteilung der Energieeffizienz von Elektrogeräten wird üblicherweise ein Energielabel verwendet, das die Energieeffizienzklasse des Gerätes angibt. Bei Fernsehgeräten hat sich zwar einiges getan in Sachen Stromverbrauch in den vergangen Jahren, aber eine verlässliche Aussage gibt es immer noch nicht, denn ein Energielabel für Fernsehgeräte gibt es noch nicht, wie der BUND bereits bemängelte.

Vermutlich im ersten oder zweiten Quartal wird das Energielabel nun eingeführt, wie ich vergangen Woche auf der Sharp-Pressekonferenz erfahren konnte (daher stammt auch der Entwurf des Energielabels, siehe Grafik). Für das Weihnachtsgeschäft ist dieser Termin leider zu spät. Ein Artikel der Süddeutschen Zeitung bestätigt diesen Termin nun, die Pflicht zur Nutzung des Labels wird allerdings erst ein Jahr später beginnen.

Es ist zwar bereits der Stromverbrauch gesenkt worden, laut SZ:

Vorbei die Zeit, als jeder Flachbildfernseher unter Energieschleuder-Verdacht stand. Das Marktforschungsinstitut GfK präsentierte auf der IFA Daten, nach denen der Verbrauch in den vergangenen Jahren kontinuierlich sank. Jedes vierte Gerät verbrauche inzwischen weniger als 100 Watt, sagt GfK-Fachmann Friedemann Stöckle. Die meisten von ihnen kosten zwischen 600 und 800 Euro. Billigere Geräte verbrauchten in der Regel mehr, ebenso die hochgerüsteten teureren.

Aber interessiert das die Kundschaft überhaupt? Solange nicht deutlich sichtbar auf dem Gerät oder der Verpackung vermerkt ist, wie hoch der Energieverbrauch ist, werden die wenigsten Kunden sich darüber Gedanken machen.

Ein weiterer Weg um auf energieeffiziente Geräte hinzuweisen ist der Blaue Engel als Label:

Besonders energieeffiziente Fernseher würden bis zu fünfzig Prozent weniger Strom verbrauchen als vergleichbare Modelle. Mit einem Blauen Engel ausgezeichnete Geräte wären außerdem frei von Quecksilber und arm an sonstigen Schadstoffen, und der Blaue Engel dann für Fernsehgeräte das einzige staatlich verankerte Umweltzeichen, da eine unternehmensunabhängige Energieverbrauchskennzeichnung wie bei Haushaltsgeräten bisher bei TV-Geräten fehlt.

Immerhin können Geräte, die mit dem blauen Engel ausgezeichnet sind einiges an Strom einsparen:

Die stellvertretende Vorsitzende der Jury Umweltzeichen erläuterte auf der IFA, dass energieeffiziente Fernsehgeräte nur eine von zurzeit vierzig Produktgruppen sei, die mit dem Klimaschutzzeichen ausgezeichnet werden könnten. Ein privater Haushalt könne insgesamt bis zu vierzig Prozent Strom sparen, wenn neben Fernseher ausschließlich Kühl- und Gefrierkombination, Waschmaschine, Wäschetrockner, DVD- bzw. Blu-ray-Gerät, Espressomaschine, ausschaltbare Steckerleisten, Wasserkocher und Netbook(s) mit dem Blauen Engel zum Einsatz kämen.

via: Econitor

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Handel lockt Kunden mit Fantasie-Angaben zur Energieeffizienz von Geräten

Gruenspar.de

Ob Notebooks, Staubsauger, Elektroheizpilze oder Waschmaschinen: Der Handel wirbt teils mit Fantasie-Angaben zum Stromverbrauch von Elektrogeräten. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und mehrere Verbraucherzentralen mahnten im Rahmen der Verbraucherallianz “fürs klima” Werbung unter anderem von REWE, Pro Markt, Acer und Media Markt ab.

Der Computer- und Technologiekonzern Acer warb für ein Notebook mit “bis zu 40 Prozent weniger Strom als vergleichbare Notebooks”, allerdings ohne einen Bezugswert anzugeben. LCD-Monitore der Firma Eizo sollen der Vertriebsfirma Avnet Technology Solutions zufolge “um bis zu 50 Prozent” Strom sparen. Auch hier fehlte die Bezugsgröße. Beide Firmen versicherten gegenüber der Verbraucherzentrale Hamburg, die Werbung nicht mehr zu verwenden.

Rechtsexperte Immo Terborg kritisierte: “Ohne eine klare Bezugsgröße sind die Angaben nichtssagend. Denn die Kunden können sich kein Bild über die vorgegebene Einsparung machen. Oft fehlen auch Angaben, wie viel das Gerät überhaupt verbraucht.”

Für Waschmaschinen, die “sparsamer als EEK A” sein sollen, warben unter anderem das Elektronik-Kaufhaus Pro Markt, das Möbelhaus Höffner und ein Edeka-Markt. Die Energieeffizienzklasse (EEK) A ist jedoch bereits die höchste Effizienzstufe auf der EU-Skala. Die Warenhaus-Kette real vergab für eine Waschmaschine sogar das Fantasiezeichen A*. In allen Fällen erreichten die Verbraucherzentralen, dass die irreführende Werbung nicht wiederholt wird.

Bei Weißer Ware – also Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen und Wäschetrockner – muss der Handel auf einer Skala von G bis A angeben, wie viel Energie ein Gerät verbraucht. Bei Waschmaschinen und Wäschetrocknern ist A derzeit die sparsamste Stufe. Nur bei Kühl- und Gefrierschränken gibt es nach A die effizienteren Klassen A+ und A++.

für mich. für dich. fürs klima. ist ein Bündnis des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) mit den 16 Verbraucherzentralen, dem Deutschen Mieterbund (DMB), der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem VerbraucherService (VS) im Katholischen Deutschen Frauenbund und Germanwatch. Die Allianz wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Infos unter www.verbraucherfuersklima.de

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Intelligente Vermarktung von Strom aus dezentralen Energiequellen

Massig StrukturbildDie dezentrale Stromgewinnung aus regenerativen und umweltfreundlichen Energiequellen wird in Europa eine wichtige Rolle bei der zukünftigen Stromversorgung spielen. In Deutschland werden zunehmend erneuerbare Energieträger und dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen die Netze mit Strom versorgen. Noch hängt deren Erfolg stark von Subventionen und Einspeisevergütungen ab. Aber schon heute gibt es technische und wirtschaftliche Konzepte, die darstellen wie ein intelligenter Energiemix auf Basis solcher Erzeuger unter den gegebenen Rahmenbedingungen am Markt erfolgreich sein kann. Ein europäisches Team aus Forschern, Energieerzeugern und Dienstleistern hat diese unter dem Titel »Market Access for Smaller Size Intelligent Electricity Generation (MASSIG)« erarbeitet.

Kleine Stromerzeuger in großen Märkten
Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts »MASSIG« untersuchten Wissenschaftler des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Projektpartnern wie Strom aus dezentralen und umweltfreundlichen Erzeugern bedarfsgerecht und kostendeckend am liberalisierten Strommarkt bereitgestellt und vermarktet werden kann. Die zentrale Frage hierbei war: Wie können kleine und mittlere Stromerzeuger (bis einige MW) in große Märkte eintreten? Das Projektteam wählte exemplarisch die Zielländer Dänemark, Deutschland, Großbritannien und Polen aus. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen, regulatorischen und technischen Rahmenbedingungen und Anforderungen wurden die länderspezifischen Marktchancen – mittels Gewinn- und Verlustberechnungen – analysiert und aus den Ergebnissen Maßnahmen für einen erfolgreichen Markteintritt abgeleitet. »Insbesondere wenn sich mehrere regional verteilte Stromerzeuger zusammenschließen und intelligente Stromprodukte am Markt anbieten, können sie gegenüber großen konventionellen Anbietern durchaus konkurrenzfähig sein«, erläutert Dr. Thomas Erge, Projektleiter am Fraunhofer ISE. Ein Schlüssel hierfür ist neben der reinen Stromlieferung auch das Anbieten zusätzlicher Dienstleistungen, die beispielsweise zur Beseitigung kurzfristiger Ungleichgewichte im Stromnetz beitragen, wie die Lieferung sogenannter Regelenergie. Auch alternative Stromversorger können bei intelligenter Betriebsführung zu solchen Dienstleistungen beitragen und hiervon profitieren.

Das Fallbeispiel badenova WÄRMEPLUS
Zu den sieben europäischen Projektpartnern zählte auch badenova WÄRMEPLUS. Die Tochterfirma des regionalen Energieversorgers badenova betreibt Blockheizkraftwerke (BHKW) und beliefert Zehntausende von Kunden in Südwestdeutschland mit Wärme und Kälte. Gemeinsam mit diesem Industriepartner wurde ein Konzept erarbeitet, das auch nach Auslaufen der Förderung gemäß Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) einen rentablen Betrieb der bestehenden BHKW ermöglicht. In der konkreten Umsetzung bedeutet dies, dass badenova WÄRMEPLUS zukünftig einerseits Strom am Markt vertreiben wird, gleichzeitig Regelenergieprodukte für den Abruf durch die Übertragungsnetzbetreiber anbietet und somit hilft, die Stromnetze stabil zu halten. »Die Projektarbeit hat uns vielversprechende Lösungsansätze für unser Unternehmen aufgezeigt. Deutlich wurde, dass sich die Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung auch unter den aktuell schwieriger gewordenen Bedingungen weiterhin auszahlen kann – wenn, wie hier gezeigt, intelligente Vermarktungsstrategien umgesetzt werden«, so Klaus Preiser, Geschäftsführer badenova WÄRMEPLUS.

Weitere Fallbeispiele sowie der Abschlussbericht stehen auf der Projektwebseite http://www.iee-massig.eu zum Download zur Verfügung.

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Bundesnetzagentur stellt Leitfaden zum EEG-Einspeisemanagement vor

Die Bundesnetzagentur hat heute einen Leitfaden zum EEG Einspeisemanagement zur Konsultation veröffentlicht. Die Marktteilnehmer können nun bis Anfang Oktober 2010 zu den Vorschlägen Stellung nehmen.

Gegenstand des Einspeisemanagements ist die zeitweilige Reduzierung der Einspeiseleistung von EEG-, KWK- und Grubengasanlagen auf Anforderung des Netzbetreibers bei einer Überlastung des Netzes. Der Netzbetreiber ist verpflichtet, dem Einspeiser, der seine Einspeiseleistung reduziert hat, eine Entschädigung zu zahlen.

“In unserem Leitfaden erläutern wir die Rangfolge, nach der die Erzeuger aufgrund der Aufforderung des Netzbetreibers ihre Einspeiseleistung reduzieren müssen. Hierbei ist eine optimale Nutzung der Netze für die größtmögliche Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energien sichergestellt, ohne dabei die Versorgungssicherheit zu gefährden”, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

“Zudem wird im Leitfaden dargestellt, wie sich die Höhe der Entschädigungszahlungen berechnet und wie diese Zahlungen bei der Ermittlung der Stromnetzentgelte berücksichtigt werden können“, so Kurth. „Die geplanten Regelungen gewährleisten dem Einspeiser eine angemessene Vergütung für die Dauer der Leistungsreduzierung ohne den Netznutzer übermäßig zu belasten.”

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Energieeffizienz war wichtiges Thema auf Sharp IFA-Pressekonferenz

Am Tag vor der Eröffnung der 50. Ausgabe der Internationalen Funkausstellung IFA hatte ich die Möglichkeit die Pressekonferenz von Sharp Electronics zu besuchen. Eigentlich ist die Präsentation von neuen Fernsehgeräten nicht mein Fachthema und scheinbar unpassend für diesen Blog, wenn auch schön anzusehen. Aber ich hatte dennoch den Eindruck am richtigen Ort zu sein, auch wenn ich eine solche Veranstaltung zuvor noch nie besucht hatte und vielleicht auch noch etwas beeindruckt bin. Denn für Sharp gehört die Energieeffizienz der TV-Geräte genauso zu den Kernthemen wie die Bildqualität und Ausstattung. So steht die Backlight-Technologie von Sharp für eine bessere Bildqualität und für Energieeffizienz. Die, im letzten Artikel bereits vorgestellte, Liste der sparsamsten TV-Geräte des BUND zeigt den Erfolg der Bedeutung der Energieeffizienz bei Sharp TV-Geräten – in fast allen Listen sind Geräte von Sharp ganz vorne. Dazu veröffentlichte Sharp bereits den Entwurf des geplanten Energielabels für TV-Geräte.

Hiroshi Sasaoka (President & CEO Sharp Electronics Europe GmbH) legte in seiner Präsentation Wert auf die Darstellung von Sharp als Hersteller von energieffizienten (TV) und energieproduzierenden Produkten (Solar).  Ein weiteres Beispiel ist die Produktions- und Entwicklungsstadt Green Front Sakai in Japan, dort konnte der CO2-Ausstoss durch Energiemanagement, Steigerung der Energieeffizienz und Einsatz von Solarenergie um 35% reduziert werden.

Ich kann mich nur bedanken für die interessante Erfahrung eine internationale Pressekonferenz mit zu erleben und sehe mich bestätigt, dass die Industrie viel weiter in Energieeffizienz ist als die Politik – nur leider ist Sharp kein deutsches Unternehmen das ich hier loben kann.

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Wie Sie Angaben zum Stromverbrauch von TV-Geräten finden

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat anlässlich der morgigen Eröffnung der Internationalen Funkausstellung IFA die EU-Kommission aufgefordert, den Weg für die Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Fernsehgeräten freizumachen. Ein sinnvoller Kennzeichnungsvorschlag liege seit Längerem vor. Dieser stößt nach BUND-Angaben jedoch auf den Widerstand einiger TV-Hersteller, die befürchteten, dass als ineffizient gekennzeichnete TV-Geräte zu Ladenhütern würden. Verlierer seien die Verbraucher, die weiterhin nicht erkennen können, wie viel Strom ein neues TV-Gerät benötige. Die Stromverbräuche variieren nach BUND-Angaben erheblich. Sparsame Geräte mit LED-Technik benötigten bis zu 50 Prozent weniger Strom als Durchschnittsgeräte. Mit dem interaktiven BUND-TV-Finder (http://www.bund.net/tv-finder) können Verbraucher unter rund 700 Geräten, inklusive der IFA-Neuheiten, das für sie passende Geräte ermitteln. Der TV-Finder wurde gemeinsam mit dem Öko-Institut e. V. entwickelt.

Das sparsamste Gerät des TV-Finders, ein LED-TV mit einer Bilddiagonale von 80 Zentimeter, verursache über eine Lebensdauer von zehn Jahren rund 160 Euro, das verbrauchsintensivste Plasma-Gerät mit einer Bilddiagonale von 160 Zentimetern über 1300 Euro Stromkosten.

Christian Noll, BUND-Experte für Energieeffizienz: „Große Fernseher und andere verbrauchsintensive Elektrogeräte treiben den Energieverbrauch in die Höhe und belasten so das Klima. Sparsame Geräte können den Markt nur erobern, wenn die Verbraucher sie auch erkennen. Es ist vollkommen unverständlich, dass das Label für Fernseher immer noch blockiert wird. EU-Energiekommissar Günther Oettinger muss endlich den Weg frei machen für eine sinnvolle Verbrauchskennzeichnung.“

Die Energiekennzeichnung könnte eigentlich schnell umgesetzt werden. Uneinigkeit  herrsche noch bei der Frage, wie die Klasseneinteilung beim neuen Label vorgenommen werden sollte, ob die effizientesten TV-Geräte in die Klasse A oder in Zusatzklassen wie A+ eingestuft werden.

Stéphanie Zangl, Expertin für TV-Geräte beim Freiburger Öko-Institut: „Wichtig ist es vor allem, die Kennzeichnung so bald wie möglich einzuführen, um Verbrauchern endlich eine  Entscheidungshilfe beim Kauf sparsamer Fernseher zu bieten. Die effizientesten TV-Geräte sollten eindeutig mit einem A gekennzeichnet sein. Diese Bezeichnung und der auf dem Label erscheinende Stromverbrauch helfen nicht nur Verbrauchern, sondern motivieren  auch die Hersteller sparsame Geräte zu entwickeln.“

Die Wirkung von Energielabeln belege die Erfolgsgeschichte der Kühlschrank-Kennzeichnung. Seit Einführung des Labels im Jahr 1995 sei der Stromverbrauch von Kühl-Gefrier-Kombinationen durchschnittlich um zwei Drittel gesunken.

Der TV-Finder von BUND und Öko-Institut mit  über 700 Geräten und eine Übersicht über die sparsamsten TV-Geräte zur IFA ist im Internet abrufbar unter: www.bund.net/tv-finder

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Mehr zu energieeffizienten Hausgeräten auf der IFA 2010

Den gestrigen Beitrag zu energieeffizienten Haushaltsgeräten auf der IFA 2010 kann ich mit noch weiteren Beispielen ergänzen. Diese Beispiele zeigen, dass noch Potential vorhanden ist und die Industrie dieses Thema sehr ernst nimmt. Wichtig ist aber auch, dass diese Geräte auf dem Markt ankommen und somit zu einem geringeren Stromverbrauch in Haushalten beitragen.

Die koreanische Fa. LG Electronics Inc. präsentiert mehrere Kühl-Gefrierkombinationen der Energieeffizienzklasse A++ auf der IFA:

Mit Energieeffizienzklasse A++ verbrauchen die Kühl-Gefrierkombinationen GB7143A2HZ, GB7143AERZ und GB7138PVXZ 45 Prozent weniger Energie als Modelle der Energieeffizienzklasse A. So lassen sich beispielsweise im Vergleich zu Geräten der Energieeffizienzklasse A in einem Zeitraum von zehn Jahren die Energiekosten um bis zu 615 Euro senken. Denn im Gegensatz zu Kompressoren mit vier Reibungspunkten minimiert der Linear Kompressor die notwendige Antriebstechnik auf nur einen Reibungspunkt. Das verursacht weniger Geräusche und senkt den Energieverbrauch nachweislich. Eine innovative Technologie, die überzeugt: LG gewährt auf den Linear Kompressor zehn Jahre Garantie. Ein weiterer Pluspunkt: Das lästige Abtauen entfällt komplett, denn mit der Total No Frost-Technologie, die LG in alle Kühlgeräte integriert, wird im Inneren ständig Feuchtigkeit entzogen, so dass Eis überhaupt nicht erst entstehen kann. Als Multi-Airflow-System sorgt Total No Frost zudem für eine extrem schnelle und gleichmäßige Kühlung. Das hält Lebensmittel nicht nur länger frisch, sondern auch den Innenraum sauberer, hygienischer und geruchsfrei.

Quelle: http://www.presseportal.de/pm/57776/1674626/lg_electronics

Der Gütersloher Hersteller von Haushaltsgeräten Miele geht einen ganz anderen Weg. Miele präsentiert auf der IFA Geräte für das künftige Smart-Grid, die sich bei günstigeren Strompreisen selbständig einschalten können:

Wie in anderen europäischen Ländern – Beispiele sind die Schweiz und Frankreich – wird sich der Strommarkt in Deutschland in den kommenden Jahren stärker an Angebot und Nachfrage orientieren. Ein realistisches Szenario: Zu Spitzenlastzeiten wird Strom teurer. Günstigere Tarife sind zu erwarten, wenn die Auslastung des Stromnetzes tageszeitabhängig geringer ist, an Sonn- und Feiertagen oder wenn der Anteil regenerativ erzeugter Energien im Netz besonders hoch ist.* Mit der Smart-Grid-Technologie können Miele-Hausgeräte automatisch den jeweils günstigsten Stromtarif nutzen, den ein Energieversorgungsunternehmen (EVU) anbietet.

Erste Geräte mit Smart-Grid-Funktion, die das Unternehmen zur IFA zeigt, sind eine Waschmaschine und ein Trockner. Die Modelle können mit einem zusätzlichen Kommunikationsmodul ausgestattet werden und tauschen über die vorhandene Stromleitung im Haus Daten mit dem Miele-Gateway aus. Auf dem Gateway – eine Box im kompakten Format – sind sowohl Steuerungsfunktionen wie „Start“ und „Stop“ als auch ein Kalender hinterlegt. Für die Installation verbindet der Benutzer seinen PC mit dem Gateway und gelangt so auf die Benutzeroberfläche des Gateways. Dort trägt er die Stromtarife des Energieversorgers im Kalender ein. Noch einfacher ist es, wenn das Energieversorgungsunternehmen die Tarife beispielsweise in Form einer RSS-Meldung über den WLan-Router direkt auf das Gateway überträgt. Diesen Service werden die EVUs aber vermutlich noch nicht mit Einführung der Tarif-Staffelung anbieten.

Nach Eingabe der Tarife aktiviert der Benutzer am Hausgerät über das Display die Smart-Start-Funktion. Es folgt die Eingabe des frühesten Starttermins (beispielsweise 7 Uhr) und der spätesten Endzeit (beispielsweise 20 Uhr). So ist gewährleistet, dass etwa der Waschvorgang zu einem definierten Zeitpunkt abgeschlossen ist. Außerdem werden Gerätelaufzeiten in der Nacht, so sie nicht gewünscht sind, vermieden. Nach Abschluss der Installation starten die intelligent vernetzten Miele-Hausgeräte automatisch zum günstigsten Stromtarif. „In den kommenden Jahren können wir eine sehr uneinheitliche Entwicklung der Stromtarife in Deutschland erwarten. Mit Smart-Grid-fähigen Hausgeräten bietet Miele eine Lösung für den Energiemarkt der Zukunft an“, sagt Peter Hübinger, Leiter des Miele-Werks Electronic.

Quelle und mehr Infos: Miele Pressebereich zur IFA 2010

Der angekündigte Wärmepumpentrockner ist mit 2 kWh Verbrauch pro Trocknungsvorgang relativ gut, aber es gibt auch Trockner, die einen geringeren Verbrauch haben (von Bosch/ Siemens mit 1,6 kWh oder von AEG mit 1,9 kWh).

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Neuer Förderratgeber für umweltfreundliche Wärme

Viele Förderangebote zur Heizungsmodernisierung wurden jüngst erheblich umstrukturiert. Hier den Durchblick zu behalten fällt schwer. Übersicht schafft der jetzt erschienene „Leitfaden Förderprogramme“ des Deutschen Heizungsindustrieverbandes BDH. Der Ratgeber fasst die aktuellen Förderangebote des Bundes für Bauherren und Sanierer kompakt zusammen. Er kann kostenlos unter www.bdh-koeln.de heruntergeladen werden.

Pünktlich vor dem Start der nächsten Heizperiode fließen die Fördermittel für den Umstieg auf klimafreundliche Wärme wieder. So werden Solarwärmeanlagen durch das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien (MAP) mit bis zu 90 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche bezuschusst. Für besonders effiziente Lösungen gibt es Bonuszahlungen. So wird beispielsweise der Kesseltausch gegen moderne Brennwerttechnik mit zusätzlichen 400 Euro belohnt. 50 Euro Bonus werden für effiziente Solarkollektorpumpen gezahlt.

Attraktiv gefördert werden im MAP außerdem automatisch beschickte Holzpelletkessel, Holzhackschnitzelanlagen sowie besonders effiziente Wärmepumpen.

Die KfW Förderbank hat ebenfalls ihre Förderangebote zum energieeffizienten Bauen und Sanieren novelliert. So werden energiesparende Maßnahmen – wie der Einbau einer Lüftungsanlage oder eines Brennwertkessels, oder auch die Optimierung der Wärmeverteilung – ab dem 01. September nur noch im Rahmen von Komplettsanierungen eines Gebäudes zu einem „KfW-Effizienzhaus“ gefördert.

Die geänderten Förderangebote treffen auf einen immensen Sanierungsstau in Deutschland: Gerade einmal 13 Prozent der Heizungsanlagen entsprechen dem Stand der Technik. Dabei sparen moderne Heizsysteme 30 bis 50 Prozent Energie und Kosten ein. Wer die Förderangebote jetzt nutzt, hat die Investitionskosten in eine effiziente Anlage deshalb schon nach wenigen Jahren wieder drin.

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