Energieeffiziente Hausgeräte auf der IFA 2010

Photovoltaikversicherung


Gestern hatte ich im Artikel “Energieeffizienz spielt in Energiekonzept keine Rolle” noch geschrieben, dass die deutsche Wirtschaft durchaus viel in  Sachen Energieeffizienz leistet und auch noch Potential hat. Dies wird in den kommenden Tagen hoffentlich wieder auf der internationalen Funkausstellung IFA in Berlin zu sehen sein. Ich bin jedenfalls gespannt welche Rolle die Energieeffizienz dort spielen wird, immerhin gibt es schon ein paar interessante Ankündigungen.

Im folgenden zwei Beispiele von Hausgeräte-Herstellern, weitere energieeffiziente Produkte kann ich in den kommenden Tagen gerne vorstellen.
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Energieeffizienz, erneuerbare energien, Strom, Windenergie | , , , , | 2 Kommentare

Umweltverbände fordern und fördern den Austausch stromfressender Kühlschränke

Zum Start der Internationalen Funkausstellung IFA (3. September) in Berlin fordert die Kampagne “energieeffizienz – jetzt” Maßnahmen zur Verbreitung effizienter Kühlgeräte. Bei rund 30 Millionen veralteten Kühlgeräten in Deutschland wäre ein flächendeckender Austausch ineffizienter Geräte ein großer Beitrag für den Klimaschutz, von dem alle profitierten, so die Verbände. Ein sparsamer A++-Kühlschrank verbraucht nach Angaben der Initiatoren bis zu 50 Prozent weniger Strom als ein Gerät der A-Klasse. Um effiziente Geräte zu erkennen, fehle es jedoch an einer für Verbraucher eindeutigen Kennzeichnung. Erforderlich seien außerdem funktionierende umfassende Rücknahmesysteme für Altgeräte, so die Träger von “energieeffizienz – jetzt!”, das sind der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), das Öko-Institut, der Bundesarbeitskreis für umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) und der Deutsche Naturschutzring (DNR).

Während des Aktionsmonats, den der BUND gemeinsam mit co2online und den Handelsketten MEDIMAX und ElectronicPartner: (EP) ausruft, wird Verbrauchern der Austausch ihrer stromfressenden Kühlschränke leicht gemacht. Vom 3. bis zum 30. September erhalten sie beim Kauf eines Kühlgerätes in den MEDIMAX-Filialen und bei EP-Markenhändlern gegen Gutschein einen Bonus von bis zu 100 Euro. Voraussetzung ist der Kauf eines besonders sparsamen A++-Gerätes eines Markenherstellers. Die Entsorgung des alten Modells erfolgt durch den Händler. Der Gutschein und weitere Informationen zur Teilnahme sind unter http://www.bund.net/ifa-aktionsmonat abrufbar. Die Gutscheine können in allen teilnehmenden Standorten von MEDIMAX und EP eingelöst werden.

Christian Noll, BUND-Energieeffizienz-Experte: “Der Kauf sparsamer Kühlgeräte zahlt sich in jedem Fall aus. Dennoch schrecken Verbraucher oft vor den höheren Anschaffungskosten zurück. Damit veraltete und energiefressende Haushaltsgeräte schneller ausgetauscht werden, muss ein staatliches Markteinführungsprogramm für die effizientesten Geräte aufgelegt werden.”

“Dass die ‘Abwrackprämie’ für Stromfresser funktioniert, zeigen erfolgreiche Aktionen in den Niederlanden, Italien und Österreich”, sagte DNR-Generalsekretär Helmut Röscheisen. Dort seien die Preise bei den effizientesten Geräten durch die hohe Nachfrage bereits gesunken. “Frühere Vorschläge für Effizienzprogramme aus dem Umwelt- und Wirtschaftsministerium müssen endlich umgesetzt werden, wenn Deutschland nicht Schlusslicht in Europa werden will.”

Dietlinde Quack, Leiterin der Verbraucher-Informationskampagne EcoTopTen am Öko-Institut e.V., kritisierte, dass Verbraucher nicht erkennen können, wie viel ein effizientes Gerät durch den geringeren Stromverbrauch an Folgekosten einspare. “Die Gesamtkosten, die über die Lebensdauer eines Gerätes entstehen, müssen beim Kauf ausgewiesen werden. Hier sollte die Bundesregierung nachbessern.” Auf der Internetseite www.ecotopten.de bietet das Öko-Institut eine Übersicht über die sparsamsten Kühl- und Gefriergeräte der Energieeffizienzklasse A++ – einschließlich der jährlichen Gesamtkosten im Vergleich zu marktüblichen, ineffizienteren Produkten.

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Energieeffizienz spielt in Energiekonzept keine Rolle

Gruenspar.de

Im Moment vergeht kein Tag an dem die Medien nicht über die zukünftige Energieversorgung diskutieren, wobei eigentlich nur über die Zukunft der Atomkraftwerke diskutiert wird. Die Energieversorgung scheint nur von der Atomfrage abzuhängen. Das ist aber nicht der Fall, auch wenn es eine sehr wichtige Frage ist. Aber wenn die Bundesregierung ein Energiekonzept diskutiert, dann gehört der gesamte Energiemix dazu.

Zu einer Betrachtung der künftigen Energieversorgung gehört aber nicht nur die Bereitstellung von Strom, denn es kann durchaus wirtschaftlicher sein in Energieeffizienz zu investieren. Warum soll es in neue Kraftwerke investiert werden, wenn es günstiger sein kann in Energieeffizienz, also Einsparung von Strom, zu investieren? Jede nicht benötigte kWh oder MWh muss auch nicht produziert werden – da spielt dann die Art der Stromgewinnung auch keine Rolle.

Wenn ich mir aber Artikel zum Energiekonzept durchlese, wie z.B. bei Spiegel Online, dann sind kaum Angaben zur Energieeffizienz zu finden. Es sind nur Angaben zur Förderung von energieffizienten Heizungen enthalten, die aber nichts oder nur wenig mit dem Strombedarf zu tun haben. Ironischerweise soll, Gerüchten zufolge, im nächsten Jahr die KfW-Förderung zur Gebäudesanierung halbiert werden. Zurück zum Thema Stromeffizienz, auch Frau Merkel hat im ZDF-Interview nur einen Beitrag für Öko-Energien angesprochen. Von Energieeffizienz war keine Rede (korrigiert mich bitte, wenn es nicht stimmt), dabei kann diese einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft leisten. Dabei leistet die deutsche Wirtschaft schon sehr viel in Sachen Energieeffizienz und hat hier immer noch viel Potential.

Wenn aber die Regierung sich nur von den Stromkonzernen beraten lässt, die vom Stromverkauf leben, kann leider Energieeffizienz keine große Rolle spielen.

Ich würde mich freuen, wenn das Thema hier oder an anderen Stellen diskutiert wird und die Energieeffizienz an Bedeutung gewinnt, denn (auch wenn ich mich wiederhole) ein Energiekonzept ohne Energieeffizienz ist unvollständig.

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Warum AKW häufiger abgeschaltet werden müssen, wenn erneuerbare Energien ausgebaut werden

Während ich auf die Diskussion zur Atomenergie bei “Hart aber Fair” warte, lese ich im LichtBlickBlog einen interessanten Artikel über eine neue Studie zur Energieversorgung. In dem Interview mit Professor Olav Hohmeyer von der Universität Flensburg, der Autor der Studie „2050. Die Zukunft der Energie.“ ist, werden viele interessante Fragen zur Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken und zum Ausbau von erneuerbaren Energien beantwortet. Laut FR-online geht die Studie davon aus, dass bereits in zehn Jahren die erneuerbaren Energien ein Anteil an der Stromproduktion von 50% erreicht – mehr als die 40%, die von der Bundesregierung als Ziel angestrebt wird. Damit muss der Atomstrom, der wohl noch lange vorhanden sein wird, in das Stromnetz integriert werden und evtl. sogar häufig abgeschaltet werden werden müssen – was wiederum zu hohem Verschleiss und damit hohen Kosten führen wird.

Presseartikel von Lichtblick zur genannten Studie:

Bei einer Laufzeitverlängerung für die deutschen Kernkraftwerke droht ein massiver wirtschaftlicher Konflikt zwischen Öko- und Atomstrom. Dies geht aus einer neuen Studie der Universität Flensburg im Auftrag des Energieversorgers LichtBlick hervor. „Die Laufzeitverlängerung provoziert ohne Not eine der größten wirtschaftlichen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit“, so Gero Lücking, Vorstand Energiewirtschaft von LichtBlick.

Sollte sich der Ausbau der erneuerbaren Energien wie geplant fortsetzen, werden Wind und Sonne in Zukunft immer häufiger die volle Stromnachfrage decken. Atomstrom wird dann nicht mehr benötigt, die Meiler müssen kurzfristig vom Netz. Bei einer Laufzeitverlängerung von 28 Jahren werde es, so das Ergebnis der Studie, ab 2020 bis zur Stilllegung des letzten Meilers zu mindestens 15.800 kurzfristigen AKW-Abschaltungen kommen. Die Atomkonzerne müssten durch diese Produktionsausfälle auf Gewinne in Höhe von 21 bis 80 Milliarden Euro verzichten.

Die Studie geht davon aus, dass die großen Energiekonzerne versuchen werden, die Milliarden-Verluste zu verhindern. Dies ist nur möglich, wenn der gesetzlich garantierte Ökostrom-Vorrang bei der Stromeinspeisung abgeschafft und der Ausbau der erneuerbaren Energien begrenzt wird. Die für den Klimaschutz so wichtige ökologische Energiewende würde sich um Jahrzehnte verzögern. Investitionen in alternative Energien wie zum Beispiel Windanlagen auf See würden weniger attraktiv. weiterlesen »

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Videoclip-Contest für den Klimaschutz

Die EnergieAgentur.NRW und das Musical „Wicked – die Hexen von Oz“ (Stage Entertainment) haben mit Sommerbeginn gemeinsam zum Video-Clip-Contest aufgerufen. In kurzen Filmen sollen die Teilnehmer zwischen 15 und 25 Jahren darstellen oder berichten, was ihren Berufswunsch, ihre Ausbildung oder das Studium mit Zukunftsenergien und Klimaschutz verbindet. Die Clips sollten bis zum 15. September 2010 per Mail an mailto:clips@energieagentur.nrw.de geschickt oder bei http://www.energieagentur.nrw.de/clips hochgeladen werden. Alternativ tut’s auch eine DVD an die EnergieAgentur.NRW. Kasinostraße 19-21, 42103 Wuppertal.

Auf die Gewinner warten attraktive Preise.

„Während die weltweite Nachfrage nach Effizienztechnologie und Erneuerbaren Energien weiter steigt, dürfen wir nicht riskieren, dass nordrhein-westfälische Unternehmen den Anschluss verlieren, weil Fachkräfte fehlen. Um dieser Gefahr frühzeitig entgegenzuwirken und den Standort Nordrhein-Westfalen als Energieland nachhaltig zu sichern, wollen wir mit dem Projekt EnergieJobs.NRW und diesem Wettbewerb qualifizierter Nachwuchs an die Thematik Klimaschutz heranführen“, so Dipl.-Ing. Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

Warum soll Klimaschutz nicht spannend und unterhaltend sein? Der „Clip-Contest EnergieJobs.NRW“ fordert Azubis, Schüler und Studierende auf, in einem maximal 2:30 Minuten langen Video-Clip zu zeigen, was sie an ihrem Ausbildungsweg zum „EnergieJob“ besonders fasziniert, warum sie sich für diesen entschieden haben, was Studenten an ihren Studienziel besonders fasziniert oder welchen Energie-Job sich Schüler wünschen. Die besten Filme werden durch eine Jury ermittelt und mit einem Preis ausgezeichnet. Teilnahmebedingung ist das Einverständnis des Teilnehmers, dass sein Beitrag – auch ohne Auszeichnung – auf der Website der EnergieAgentur.NRW, insbesondere auf der Projektseite EnergieJobs.NRW – publiziert werden darf.

Die EnergieAgentur.NRW koordiniert im Auftrag des Landes das Projekt EnergieJobs.NRW. Das Projekt soll jungen Menschen frühzeitig ein konkretes Bild von den vielfältigen und attraktiven Studien- und Berufsmöglichkeiten vermitteln, die mit dem Thema Energie in Verbindung stehen. Das zentrale Kommunikationsinstrument für das Projekt ist das Internet-Portal http://www.EnergieJobs.NRW, auf dem die Clips zu sehen sein werden.

Als Preise winken u.a. 15×2 zwei Karten für das Musical „Wicked – die Hexen von Oz“ in Oberhausen. Zudem werden den besten Filmen auf einer kleinen Auszeichnungs-Veranstaltung im Metronomtheater in Oberhausen weitere Preise (iPhone 4, Smartphones Samsung S i9000 Galaxy) verliehen.

Weitere Informationen im Internet unter http://www.energiejobs.nrw.de oder http://www.musical.de/energiejobs oder http://www.facebook.com/energiejobs.

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Stadt und Landkreis in Bamberg für 100-Prozent-Versorgung aus Erneuerbaren Energien

Die Stadt und der Landkreis Bamberg sind für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats August 2010 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.

Die Oberfranken haben sich das Ziel gesetzt, den Energiebedarf der rund 210.000 Einwohner von Stadt und Landkreis bis zum Jahr 2035 zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien zu decken. „Die Erkennt­nis, dass die Stadt ihr angestrebtes Ziel der Energieunabhängigkeit nicht allein erreichen kann, war ein Grund für die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Stadt“, so der Umweltbeauftragte der Stadt Bamberg, Günter Reinke. In überparteilicher Zusammenarbeit schufen deshalb Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und Landrat Dr. Günther Denzler (CSU) im Jahr 2008 die Klimaallianz Bamberg. „Die Klimaallianz mit dem Ziel der gemeinsamen Energie­autonomie bietet ein Lösungsmodell für eine der vordringlichsten Fragen der kommunalen Daseinsfürsorge. Städte als Energiever­braucher und das Umland als Energieerzeuger können zukünftig gemeinsam eine nachhaltige Energieversorgung sicherstellen”, fasst Oberbürgermeister Starke die Vorteile zusammen.

„Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2035 CO2-neutral zu sein“, erklärt Landrat Denzler. „Dafür haben wir im Rahmen einer Potenzialanalyse die Etablierung regenerativer Versorgungsmodelle in der Region prüfen und die daraus resultierenden Handlungsfelder darstellen lassen.“ Dabei zeigte sich erwartungsgemäß, dass die Stadt Bamberg die eigene Vollversorgung aus regenerativen Energien nicht schaffen würde. Die Gemeinden des Landkreises hingegen verfügen über Potenziale, die den Eigenverbrauch um ein Vielfaches übersteigen. Die Bezifferung der vorhandenen Potenziale bietet nun die Basis für eine gemeinsame Raumplanung zur Ansiedelung von Anlagen und Energieparks. Durch den dezentralen Charakter der Erneuerbaren Energien verteilen sich die Einnahmen auf verschiedene Gemeinden. Das erhöht die regionale Wertschöpfung, bringt neue Arbeitsplätze in die ländlichen Gebieten und verbessert die finanzielle Situation der Kommunen. Letztlich profitiert auch die Stadt Bamberg von der steigenden Kaufkraft ihres Umlandes.

„Das Modell Bamberg zeigt, dass die Stadt-Land-Verflechtung bei Erneuerbaren Energien zu einem beiderseitigen Nutzen führt: Umweltfreundliche, heimische Energie fließt in die Stadt, und zusätzliche Einnahmen fließen ins Umland“, betont Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, anlässlich der Bekanntgabe der Energie-Kommune des Monats. „Diese Win-win-Situation kann und sollte Vorbild für viele Regionen in Deutschland werden“, so Mayer.

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erstes Passiv-Mietshaus in Berlin feiert demnächst Richtfest

Das Umweltbewusstsein und die Sensibilität für das Energiesparen sind in Deutschland längst angekommen und es scheint, als wollten sie sich häuslich einrichten. Aus dem Boden sprießen Bio-Supermärkte, Chevrolet baut ein Elektroauto und sogar die Berliner Fashionweek präsentiert „grüne Label“. Nachhaltig zu handeln ist Einstellungssache, eine Möglichkeit die eigene (Um-) Welt mitzugestalten. Wer noch nicht umgedacht hat, wird von den steigenden Energiekosten bestimmt bald dazu angeregt. Dabei liefern die eigenen vier Wände viele Sparmöglichkeiten. Etwa 87 Prozent des gesamten Energiebedarfs in privaten Haushalten entfallen auf Heizung und Warmwasser.

Passivhäuser sparen durch ihre sehr gute Dämmung und Wärmerückgewinnung ganze 85 Prozent dieser Energie. Ein gewaltiges Sparpotential, das nur jenen, die neu bauen oder ihr Eigentum nach Passivhausstandard umrüsten bisher zugänglich ist. Mieter dagegen können ihre Nebenkosten nicht beeinflussen und damit von diesen Einsparungen auch nicht profitieren. Das soll sich mit dem 1. September 2010 ändern, denn die Berliner Mieter bekommen ihr erstes Passivhaus.

Überzeugungstäter setzen ein Zeichen Paul Grunow ist Solarphysiker und macht sich seit Jahren für nachhaltiges Bauen stark. Wenn er am 1. September den symbolischen letzten Nagel in den Dachstuhl „seines“ Hauses schlägt, freuen sich 41 Mietparteien mit ihm, denn sie werden nie wieder eine Stromnachzahlung leisten müssen. Ein bisschen wirkt das Haus am hippen Arnimplatz im Prenzlauer Berg wie ein Gemeinschaftsprojekt der Berliner Nachhaltigkeitsszene.

Initiiert wurde es vom Architekten Uwe Heinhaus, dessen Name, spätestens seit dem Baugruppenprojekt in der Kollwitzstraße 22, in einem Atemzug mit ökologischem Bauen genannt wird. Fachkundig sind selbst die zukünftigen Bewohner. Fabian Tacke, der mit seiner fünfköpfigen Familie umziehen wird, war sofort überzeugt von der „Qualität und Ausführung“ des Entwurfs. Er sollte es wissen, denn er verkauft klimaneutrale Immobilien und ist seit 18 Jahren in der Berliner Stadterneuerung tätig. Familie Tacke hätte sich die Wohnung als Eigentum nicht leisten können, „zur Miete geht das schon“, verrät Herr Tacke. Er hofft, dass es bald viel mehr Mietshäuser nach Passivhausstandard gibt, denn auch Mieter sollten das Recht haben zu sparen, findet er.

Nebenkosten 1 Euro/ m²
Noch ist es eine scheinbar normale Baustelle, aber eines Tages soll an der Schivelbeiner Ecke Schönfließer Straße ein einzigartiges Wohnhaus stehen. Minimale Energiekosten zu maximalem Wohnkomfort und dazu eine neutrale CO2-Billanz. Zum Mietpreis ab 9 Euro/ m² nicht gerade günstig, aber , dafür sind die Nebenkosten außerordentlich niedrig, „wir rechnen mit ca. 1 Euro/ m²“, sagt Heinhaus.

Technik mit Mehrwert
Und so geht das. Wenn die Sonne scheint, heizen sich die Räume auf und bleiben dank luftdichter Dämmung warm. Selbst ohne Heizung fällt die Raumtemperatur nie unter 15 Grad. Be- und entlüftet wird das Gebäude über eine raffinierte zentrale Belüftungsanlage, die bei niedriger Außentemperatur die Zuluft erwärmt. Dasselbe System funktioniert auch umgekehrt und gestaltet an heißen Tagen ein angenehmes Wohnklima.

Auf dem Dach finden 92 Solarmodule Platz, die etwa 20% der Energie im Wohnhaus liefern sollen. Trotzdem wird es Heizkörper geben. „Ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk ermöglicht eine Komfortsteigerung und dient auch dem Abbau von Berührungsängsten“, meint der Architekt.

Familien willkommen
Auf den acht Etagen werden sich einundvierzig Wohnungen mit Größen ab 40m² erstrecken. Dazu eine exklusive Penthousewohnung im achten Obergeschoss mit 220 m². Alle größeren Wohnungen werden über zwei Badezimmer verfügen, ein kleines mit Dusche und ein größeres mit Badewanne. Darüber hinaus soll jede Wohnung einen eigenen Balkon oder Terrasse bekommen. Spürbar wird der gehobene Anspruch in der Ausstattung, denn die Böden werden mit massivem Eichholzparkett ausgelegt. Geplant sind große Wohnküchen und offene Essplätze, die Familien zu gemeinsamen Mahlzeiten einladen. Wem die Sonne aus den großen Fenstern zu heiß wird, kann sie durch eine Sonnenschutzanlage verschatten lassen. Weitläufige 1000 m² Innenhof werden einen kinderfreundlichen Gemeinschaftsgarten beherbergen. Darüber hinaus gibt es Gewerbeflächen (4 davon sind noch zu haben), von denen eine der Architekt Uwe Heinhaus bezieht. „Bei der Auswahl der Gewerbemieter achten wir sorgfältig auf ein gutes Zusammenspiel von deren Geschäftskonzepten mit der Energieeffizienz und Zukunftsorientierung eines Passivhauses“, sagt Heinhaus, und beschließt mit „deshalb bin ich auch selbst eingezogen.“

Quelle: Gröschel / pressbot.net

Update:

Passiv-Mietshaus am Arnimplatz / Kurzbeschreibung

Grundstücksgröße: 2080 m²
Wohnfläche: 4.600 m², 41 Wohnungen (zw. 40 und 170 m²)
Gewerbefläche: 650 m², 5 Gewerbeeinheiten
lichte Raumhöhe: 2,80 m

Passivhausstandard:
Wohneinheiten: gemäß Kriterien des Passivhaus-Instituts in Darmstadt
Gewerbeflächen: gemäß KfW-Energieeffizienzhaus 55
Photovoltaik-Anlage: 92 Solarmodule, „total power“: 20,24 kWp
Blockheizkraftwerk (BHKW): elektr. Leistung – 16 kW; therm. Leistung – 35 kW

Bauherr: Paul Grunow
Architekt: Heinhaus Architekten
Planung Haustechnik: Ingenieurbüro Siegfried Hanka
Wasserrecycling: Nolde & Partner

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Neue Liste von Ablesediensten erleichtert Suche nach dem günstigsten Anbieter

Die gemeinnützige co2online GmbH hat mit ihrer Untersuchung über die undurchsichtigen Tarife der Heizungsableser eine deutschlandweite Diskussion über die Preispolitik der Branche ausgelöst. Viele Mieter und Vermieter wollen nun wissen, welche Anbieter in ihrer Region aktiv sind. Auf diese Nachfragen reagiert co2online jetzt mit einem neuen Service: Eine Übersicht mit Ablesefirmen aus der jeweiligen Region kann kostenlos auf www.heizspiegel.de heruntergeladen werden. So können Vermieter gezielt Angebote einholen und vergleichen. Die Liste wird kontinuierlich um noch nicht erfasste Anbieter erweitert. Eine Mail an redaktion@heizspiegel.de genügt, um in die Übersicht aufgenommen zu werden.

Kostenloses Heizgutachten zeigt, ob Kosten zu hoch sind

195 Millionen Euro zahlen deutsche Mieter laut der Untersuchung von co2online jedes Jahr zuviel für den Service der Ablesefirmen. „Dass manche Mieter für eine identische Dienstleistung teilweise dreimal so viel bezahlen als andere, ist nicht nachvollziehbar“, sagt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online. Rund 14.000 Verbraucher nutzten bislang den MessCheck express auf www.heizspiegel.de, um sich über die Preise ihres Anbieters zu informieren. Das kostenlose Heizgutachten zeigt Mietern und Vermietern zudem, wie viel Euro sie für den Ablesedienst zuviel bezahlen – und wo weitere Überzahlungen bei den Heizkosten lauern. Es kann auf www.heizspiegel.de angefordert werden.

Mietern empfiehlt co2online, den Vermieter zu bitten, gezielt Angebote von Ablesefirmen aus der Region einzuholen und den günstigsten Anbieter zu beauftragen. Bei der Recherche hilft die kostenlose Anbieterübersicht auf www.heizspiegel.de. Die Kommunikation mit dem Vermieter erleichtert ein vorformulierter Musterbrief, den Nutzer des MessCheck express gratis herunterladen können.

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Wie sie mit optimierten Pumpensysteme optimieren die Stromkosten senken

Unternehmen können durch die Modernisierung von Pumpensystemen große Einsparpotenziale erzielen und ihre Stromkosten deutlich senken. Welche Effizienzmaßnahmen bei der Optimierung von Pumpen zum Erfolg führen, zeigt jetzt eine Energieanalyse für das Werk der Bayer Schering Pharma AG in Bergkamen. Das Fazit der Untersuchung: bei Umsetzung der erarbeiteten Effizienzmaßnahmen kann der jährliche Stromverbrauch am Standort Bergkamen um insgesamt rund 1.000.000 kWh reduziert werden. Bayer Schering kann durch die Optimierung der installierten Pumpensysteme seine Stromkosten damit um 122.500 Euro pro Jahr senken. Erstellt wurde die Analyse im Rahmen des Projekts “Leuchttürme energieeffizienter Pumpensysteme in Industrie und Gewerbe” der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

“Die Ergebnisse dieser beispielhaft durchgeführten Analyse zeigen, wie sehr es sich wirtschaftlich für Unternehmen lohnt, die Energieeffizienz ihrer Pumpensysteme zu optimieren. Dabei sind Kapitalrenditen von mehr als 25 Prozent möglich,” sagt Annegret-Cl. Agricola, Bereichsleiterin bei der dena.

Die Untersuchung konzentrierte sich auf die Analyse von Einsparpotenzialen bei der Kühlwasserversorgung auf dem Werksgelände. Wie das Ergebnis zeigt, sind bei einzelnen Systemkomponenten durch die Installation intelligenter Steuerungs- und Regelungsmechanismen Einsparungen von bis zu 50 Prozent beim Energieverbrauch möglich. Details zu dem erarbeiteten Maßnahmenpaket stehen unter www.industrie-energieeffizienz.de zum Download bereit.

Um Unternehmen für die Einsparpotenziale durch die energetische Optimierung von Pumpensystemen zu sensibilisieren, führt die dena im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz gemeinsam mit den Industriepartnern GRUNDFOS GmbH, Sulzer Pumpen (Deutschland) GmbH und WILO SE das Projekt “Leuchttürme energieeffizienter Pumpensysteme” durch. Das Projekt zielt darauf ab, durch die Steigerung der Energieeffizienz von Pumpensystemen wirtschaftliche Energie- und Kosteneinsparungen zu erschließen.

* Strompreis: 12 ct/kWh.

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Beispiel der Sanierung einer Hochhaussiedlung

Blick aus dem Penthouse durch Dreifach-VerglasungAbriss und Neubau oder bewusster Rück- und Umbau? Vor dieser Frage stand die Neuland Wohnungsgesellschaft vor einigen Jahren bei der Wohnanlage „Burg“ in Wolfsburg-Detmerode. Im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens entschied man sich aus ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Gründen für die Sanierung des Hochhauskomplexes. Statt die vom Leerstand bedrohten Gebäude aus den 60er Jahren abzureißen, wurden sie von mehr als zehn auf vier Stockwerke „rasiert“, die Grundrisse der Wohnungen neu gestaltet und die Gebäude energetisch saniert. Unterschiedliche Fassadensysteme gliedern den großen Baukörper in überschaubare Segmente. Die Gebäude mit ihrer warmen Farbgebung und die komplett neu gestalteten Grünanlagen harmonieren mit dem anliegenden Waldrand. „Uns gelingt mit der ,Neuen Burg‘ ein Leuchtturmprojekt – energieeffizient, barrierearm, stadtnah und dennoch in der Natur“, stellt Ilona Krause, Neuland-Pressesprecherin fest.

Steigende Leerstände und eine Gleichförmigkeit der Fassaden in Material, Farbe und Gliederung prägten die „Burg“ – typisch für die Modul-Bauweise der 60er Jahre. Die Höhenstaffelung mit teilweise mehr als zehn Stockwerken verstärkte das inzwischen unattraktiv gewordene Gesamtbild. Mit der Planung wurde das Braunschweiger Architektenbüro KSP Jürgen Engel beauftragt. Die Sanierung des Hochhauskomplexes stellte alle Beteiligten vor eine große Herausforderung: „Bauen im Bestand ist wie eine Wundertüte. Viele Bauteile aus den 60er Jahren waren nicht genormt. Wir mussten jedes Fenster, jeden Balkon und die Fassadenverkleidung individuell anpassen“, beschreibt Bauleiter Alexander Faul die Aufgabe.

Der erste Bauabschnitt begann 2008 mit dem Rückbau der ersten Hochhäuser, der Ende des Jahres abgeschlossen ist. 2011 folgt die Sanierung eines weiteren Hochhauskomplexes. Die Arbeiten werden voraussichtlich 2013 abgeschlossen sein.

So wird das Haus Energetisch zeitgemäß

Alle Wohnungen und Penthouses erfüllen einen hohen energetischen Standard. Solarthermie-Kollektoren mit einem Pufferspeicher sorgen für eine Warmwassergewinnung durch Ausnutzung der Sonnenenergie und erreichen einen Deckungsanteil von ca. 40 Prozent.

Die Außenhüllen aller Wohnungen wurden mit 16 Zentimeter dicken Polystyrolplatten an der Fassade gedämmt, 18 Zentimeter auf den Flachdächern. Überall dort, wo es der Brandschutz fordert, kommt Mineralwolle zum Einsatz. Beeindruckend ist das Wechselspiel der Fassadensysteme, das alles andere als von der Stange wirkt: Zum einen erhalten die Gebäude Mehrschichtverbundplatten mit Holzfurnier in verschiedenen Tönen, zum anderen eine Putzoberfläche.

Die neuen Fensterkonstruktionen liegen mit einem Uw-Wert von 1,3 W/m²K auf Neubau-Niveau. Die Fenster der Penthouse-Wohnungen sind mit Dreifach-Wärmedämmglas (Uw-Wert von 0,5 W/m²K) ausgestattet – modernes Glas dämmt so gut wie eine Wand. Die Penthouses sind als Aufstockung konzipiert. Ihre Wände sind monolithisch hergestellt und ebenfalls mit einer Wärmedämmung versehen. Der Deckenabschluss ist als Holzkonstruktion entstanden. Mit der 30 Zentimeter-Dämmung wird hier ebenfalls ein besonders hoher Energiestandard erreicht. Die Treppenhauswände im Kellergeschoss wurden auf der Kellerraumseite und der Außenwand gegen das Erdreich mit zehn Zentimeter Wärmedämmung versehen. Dadurch geht die Wärme der Treppenhäuser nicht an das Kellergeschoss verloren. Dieses ist zudem mit einer Perimeterdämmung von 16 Zentimeter ausgestattet.

Der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung in den Obergeschossen sorgt für den Luftaustausch. Sie ist mit einer Wärmerückgewinnung gekoppelt. So entsteht ein angenehmes Raumklima.

Auf dem Außengelände kommen im Innenhof und an Treppenaufgängen modernste LED-Lampen zum Einsatz, die nicht nur die Streu-Lichtemission drastisch reduzieren, sondern auch für Sicherheit im Dunkeln sorgen.

Für das Projekt nutzt die Neuland mehrere KfW-Förderprogramme für „Energieeffizientes Bauen“. „Die modernisierten Gebäude verbrauchen voraussichtlich so wenig Energie, wie nach EnEV für Neubauten vorgeschriebenen ist. Die Penthouse-Wohnungen liegen sogar deutlich darunter“, erläutert Uwe Gabriel, Teamleiter Technik. Der Rückbau wird den Energieverbrauch pro Quadratmeter Wohnfläche voraussichtlich deutlich senken. „Die Modernisierung des Hochhauskomplexes „Neue Burg“ soll ein Beispiel für den verantwortungsvollen Umgang mit alter Bausubstanz darstellen und zeigt, dass auch Wohnanlagen aus den 60er Jahren das Potential für eine soziale, ökologische und ökonomische Aufwertung bergen.“, so Kerstin Mallwitz.

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