Online-Rechner für Photovoltaik-Anlagen an Wohngebäuden

Photovoltaikversicherung

Immer mehr Hausbesitzer möchten ihr Gebäude mit einer Photovoltaik-Anlage ausstatten, um aus der Kraft der Sonne Strom zu gewinnen. Doch die Frage ist, wann sich die Installation einer solchen Anlage lohnt, welche Größe sie haben sollte und welche Kosten dafür zu erwarten sind. Auskunft darüber gibt der neue von der EnergieAgentur.NRW entwickelte Photovoltaik-Rechner. Das Online-Tool ist in Kooperation mit Meteomedia Energy entstanden. Meteomedia Energy ist die Energieservice-Abteilung der Meteomedia Gruppe, einem der führenden Wetterdienstleister in Europa. Meteomedia produziert unter anderem die Wetterberichte im Anschluss an die ARD-Tagesthemen, für das ARD-Morgenmagazin, die werktägliche Sendung “Das Wetter im Ersten” im ARD-Vorabendprogramm und die TV-Programme von WDR, SWR, MDR, RBB und NDR.

“Für die intelligente Nutzung regenerativer Energiequellen wie der Sonnenenergie sind präzise Wetterdaten die Voraussetzung. Meteomedia Energy unterstützt mit jahrelanger Erfahrung in der Energiewirtschaft und meteorologischer Fachkompetenz die EnergieAgentur.NRW gerne in diesem Projekt, denn den regenerativen Energien gehört in ökonomischer und ökologischer Hinsicht die Zukunft. Wir freuen uns über diese Zusammenarbeit!”, erklärt Dipl.-Meteorologe Alexander Lehmann, Leiter der Abteilung Meteomedia Energy und Moderator zahlreicher Wetter-Sendungen.

Wer die Installation einer Photovoltaik-Anlage anvisiert, dem bietet das übersichtliche Tool eine wichtige Hilfe. Der Rechner fragt einige Angaben zum Gebäude ab und gibt auch Erklärungen dazu. Die Fläche, die sich zur Abschätzung eingeben lässt, ist auf maximal 250 m2 begrenzt. Denn das Tool ist für Gebäude von Privatpersonen konzipiert und nicht zur Planung von industriellen Anlagen.

“Das neue Online-Hilfsmittel ist auch für Laien einfach zu bedienen und damit eine ideale Vorbereitung in der Planungsphase, um etwa einen Solar-Check durch einen speziell geschulten Handwerker durchführen zu lassen.”, erklärt Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW. Beim “Solar-Check NRW” prüft ein von der EnergieAgentur.NRW ausgebildeter Handwerker vor Ort die Möglichkeiten der Solarenergienutzung für ein Wohnhaus. Der Solar-Checker nimmt alle notwendigen Daten nach einer von der EnergieAgentur.NRW entwickelten Checkliste auf und gibt Empfehlungen zur Nutzung der Sonnenenergie. Der Hausbesitzer zahlt lediglich 25 €. Geprüft werden Wohngebäude, die über nicht mehr als sechs Wohneinheiten verfügen.

In die Abschätzung bezieht der PV-Rechner auch die erwartbare Sonneneinstrahlung am Gebäudestandort ein. Dafür greift das System auf die Daten von allen 780 Meteomedia-Stationen in Deutschland zu, die neben anderen Werten auch Globalstrahlungsdaten liefern.

Globalstrahlungssensoren der Wetterstationen messen die Summe aus der direkten Sonneneinstrahlung und diffuser Strahlung. Darüber hinaus werden Globalstrahlungsdaten auch auf Basis von Satellitenbildern berechnet. Verwendet werden die durchschnittlichen Strahlungswerte der vergangenen fünf Jahre. Insgesamt sind über 32 Millionen Datensätze von Meteomedia hinterlegt. Mit einem Mausklick kann der Nutzer die Station auswählen, die seinem Gebäude am nächsten liegt.

Ausgehend von den konkreten Daten über Gebäude und Standort erstellt der PV-Rechner eine erste grobe Abschätzung zur einsetzbaren Größe am Gebäude und zum wirtschaftlichen Einsatz einer solchen Anlage. Zudem gibt es Informationen über die aktuellen Fördermöglichkeiten. Die Daten werden übersichtlich dargestellt und geben dem Gebäudebesitzer eine gute erste Orientierung für die weitere Planung seiner Photovoltaik-Anlage.

Solarenergie | , | 7 Kommentare

Mehr Praxisberichte?

Berichte aus der Praxis von realisierten Objekten wie “Erdwärme und Sonnenenergie zur Beheizung und Kühlung einer Schule” werden immer gerne und häufig gelesen – dies ist jedenfalls mein Eindruck. Für mich sind solche Praxisberichte etwas ganz besonderes, sie zeigen was alles machbar ist und umgesetzt wird. Ich hätte gerne mehr solcher Berichte, würde diese häufiger veröffentlichen und auch zu den Autoren natürlich einen Link setzen oder eine andere Art Belohnung anbieten. Was denken Sie lieber Leser, sollte der Schwerpunkt von energynet.de mehr Praxisberichte enthalten?

[poll id="3"]

Allgemein, Best-Practice | | Schreib was dazu

Sonderförderung für Solarwärme auf Mehrfamilienhäusern

Gruenspar.de

Eigentümer von Mehrfamilienhäusern erhalten Fördergelder, wenn sie eine Solarwärmeanlage zur reinen Warmwasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung installieren lassen. 180 Euro Förderung pro Quadratmeter Bruttokollektorfläche stellt der Bund seit dem 12. Juli 2010 im Rahmen der neuen Förderrichtlinien zur Innovationsförderung des Marktanreizprogramms bereit. Die bislang gesperrten Mittel in Höhe von 115 Millionen Euro sind nun wieder verfügbar, Anträge können jetzt gestellt werden. In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden bereits 82.000 Förderanträge bewilligt.

Förderfähig sind Solaranlagen ab 20 bis 40 Quadratmetern Kollektorfläche auf bestehenden Mehrfamilienhäusern, in denen sich mindestens drei Wohneinheiten befinden. Außerdem muss die Wärme effektiv der Warmwasserbereitung oder Raumheizung zugeführt werden und bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Die Kollektoren müssen beispielsweise das europäische Prüfzeichen „Solar Keymark“ tragen. Anlagen mit weniger als 20 Quadratmetern, die zur Heizungsunterstützung gebaut werden, erhalten ebenfalls Fördergelder. Für Anlagen mit mehr als 40 Quadratmetern gewährt die KfW-Förderbank zinsgünstige Kredite. Der Tilgungszuschuss beträgt bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten.

Der Förderantrag muss vor Vorhabensbeginn an das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) bzw. die KfW-Förderbank gestellt werden. Als Vorhabensbeginn gilt der Vertragsabschluss. Planungsleistungen dürfen bereits vor Antragstellung erbracht werden. Häufig übernehmen Solarfachbetriebe bzw. Hausbanken die Antragstellung für den Eigentümer.

„Mit der Öffnung des Förderprogramms können wir jetzt wieder Kontinuität in der Förderung zusichern. Das ist notwendig, damit die Entscheidungen für neue Investitionen sicher getroffen werden können“, erklärt Dr. Karin Freier, Referatsleiterin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. „Die Kampagne Solar – so heizt man heute macht es für Vermieter sehr viel einfacher als bisher, Informationen zur Planung und Finanzierung von größeren Solaranlagen für ihre Gebäude zu erhalten.“

Die bundesweite Kampagne informiert Vermieter über die Technik, die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Errichtung einer Solarwärmeanlage und die spezifischen Vorteile von Solarwärme auf Mehrfamilienhäusern. Produkt- und firmenneutrales Infomaterial steht unter www.solarwaerme-info.de/downloads zum kostenlosen Download bereit. Unter www.solarwaerme-info.de/bestellen kann die Broschüre Solarwärme für Mehrfamilienhäuser kostenlos angefordert werden.

Förderung, Solarenergie | , , , | Schreib was dazu

Erdwärme und Sonnenenergie zur Beheizung und Kühlung einer Schule

Im Neubau der Hauptschule Otto-Seeling-Promenade in Fürth arbeiten Erde und Sonne im Team, um das 5.400 m2 große Gebäude so klimaneutral wie möglich zu heizen und zu kühlen. Wärmequelle ist ein Erdwärmesondenfeld mit 30 rund 90 m tiefen Doppel-U-Erdwärmesonden. In diesen Sonden kreist Wasser mit einem Frostschutzmittel (Sole), das die Wärme aus dem Boden entnimmt. Die meisten der Bohrungen befinden sich unterhalb des Schulgebäudes.

Die Sonden sollen jedoch nicht nur im Winter heizen, sondern auch im Sommer für ein angenehmes Lernklima sorgen. Das System heißt also: “Wärme im Winter raus aus dem Boden rein ins Haus – Wärme im Sommer raus aus dem Haus rein in den Boden”. Im Winter wird Wärme aus dem Boden entnommen, der sich dabei langsam abkühlt, im Sommer kann sich das System regenerieren, in dem Wärme aus dem Untergrund nachfließt und zugleich aus dem Gebäude Wärme in den Untergrund eingespeist wird. Die relativ kühlen Bodentemperaturen werden während dieser Zeit gleichzeitig genutzt, um die Schule mit Klimakälte zu versorgen. Eine solche Anlage funktioniert aber nur dann sinnvoll, wenn über das Jahr betrachtet, sich Wärme- und Kälteentnahme bzw. -einspeicherung im Gleichgewicht befinden.

Im Fürther Fall reicht im Sommer der Wärmeeintrag aus dem Gebäude allerdings nicht aus, die Temperaturen im Boden wieder so erhöhen, dass im Winter genug Energie für die Heizung zur Verfügung steht. Im Gegensatz zu Verwaltungs- und Bürogebäuden müssen Schulen eben nicht den gesamten Sommer über klimatisiert werden: Während der Großen Ferien macht auch die Versorgungstechnik Pause.

Wenn es jetzt noch etwas in der Nähe gäbe, das ebenfalls seine überschüssige Wärme loswerden wollte und ein wenig Kühlung vertragen könnte.

Die mit der Planung der Erdwärmeanlage beauftragten Ingenieure der CDM Consult GmbH aus Nürnberg lösten das Problem, in Zusammenarbeit mit dem Fachingenieur Haustechnik,  auf elegante Weise. Und zwar auf dem Dach.

Dort wurde eine Fotovoltaik-Anlage installiert. Ursprünglich war geplant, herkömmliche  Module einzubauen. Ein Teil von ihnen wurde durch gekühlte ersetzt. Wenn eine Fotovoltaik-Anlage Sonnenlicht in Strom umwandelt, entsteht dabei auch Wärme. Was dazu führt, dass weniger Strom in das Netz eingespeist werden kann. Gekühlte Module arbeiten effizienter. In Fürth wird überschüssige Wärme in den Boden eingespeist.

Hört sich zwar erst einmal einfach an, aber ein paar technische Kniffe waren doch noch nötig. Einer davon war, die 30 Bohrungen des Erdwärmsondenfelds im Verhältnis von 13:17 hydraulisch in zwei Teilfelder zu trennen. Der Boden um die Sonden des einen Bereichs wird nun im Sommer durch die Wärme aus dem Schulgebäude wieder aufgeheizt, der des anderen durch die Abwärme der Solarstromanlage.

Die Temperaturen im Boden liegen bei uns in Mitteleuropa normalerweise zwischen 7 und 12 °C. Diese reichen natürlich nicht aus, um ein Gebäude direkt zu beheizen. Deswegen schaltet man eine Wärmepumpe dazu, deren Technik dafür sorgt, dass dieses Temperaturangebot auf das Niveau angehoben wird, das man im Haus braucht. Im Fall der Fürther Hauptschule Otto-Seeling-Promenade holt sich dieses Gerät die Wärme aber nicht nur aus dem Boden. Denn auch im Winter liefert die Solaranlage Strom – und also auch Abwärme. Zu schade zum Wegwerfen, wird sie in den Rücklauf der Sole eingespeist, also auf dem Weg von der Wärmepumpe in den Boden. Da deswegen der Boden allein weniger Energie bereitstellen muss, wurden weniger Bohrmeter benötigt. Das sparte Kosten.

“Probetrieb erfolgreich bestanden”, konnten Planer und Betreiber am Ende der ersten Heizperiode zufrieden feststellen. Denn auch nach der Inbetriebnahme wird das System laufend überwacht, damit die Kühlung der Fotovoltaik-Anlage, Beheizung und Kühlung des Gebäudes die die Erwärmung des Rücklaufs der Sole optimal aufeinander abgestimmt werden können.

Dieses System verspricht während des gesamten Jahres ein behagliches Klima im Gebäude und das bei weitgehender CO2-Neutralität. Denn der für den Betrieb der Erdwärmepumpen benötigte Strom kommt von den Solarmodulen auf dem Schuldach.

Quelle: MEDIAfrac

Best-Practice | , , , , | Schreib was dazu

Werbung für Klimageräte oft mit falschen Angaben zur Energieeffizienz

Bei den aktuellen Temperaturen (30° C um 22.30 Uhr) sind Artikel zu Klimageräten vielleicht das passende Thema, auch wenn vermutlich kein Leser eines besitzt oder kaufen möchte. Oder sehe ich das falsch?

Mobile Klimaanlagen werden häufig mit irreführenden Klimaschutzargumenten beworben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und sechs Verbraucherzentralen haben deshalb 35 Unternehmen abgemahnt, die für Klimaanlagen mit fehlenden, falschen oder scheinbar positiven Angaben warben.

Die 35 Hersteller und Händler der Klimageräte wurden abgemahnt, weil die Produkte gar nicht oder falsch in Bezug auf ihre Energieeffizienz und den Verbrauch gekennzeichnet waren, und/oder mit Hinweisen wie “voll ökologisch” oder “hoch effizient” warben, obwohl der Stromverbrauch dieser Geräte besonders hoch ist. Ein Großteil der Unternehmen wurde ebenfalls abgemahnt, weil sie die Kältemittel der Geräte als “umweltschonend” oder “umweltfreundlich” bezeichneten, obschon diese klimaschädlich sind und die Nutzung teilweise bereits seit 1991 gesetzlich eingeschränkt wurde.

Verklagt wurde der Hersteller De’Longhi, weil er eines seiner Klimageräte als “Öko” bezeichnet, obwohl es in die Energieeffizienzklasse E eingruppiert ist. Der Otto-Versandhandel erhielt ebenfalls eine Abmahnung wegen falscher beziehungsweise fehlender Angaben auf seinem Onlineportal.

Die Energieeffizienzklasse wird mit dem EU-Energielabel auf Elektrogroßgeräten angegeben. Sie wird mit einer Skala von A bis G angegeben, wobei A für einen niedrigen und G für einen hohen Energieverbrauch steht. Weitere Infos zur Energiekennzeichnung auf www.verbraucherfuersklima.de.

Angaben zu Energieeffizienz und Energieverbrauch fehlen
Bei den Werbeanzeigen fiel insbesondere auf, dass viele Baumärkte nur ungenügende oder falsche Angaben zu den Klimageräten machen. So fehlten in den Filialen von Bauhaus Rhein-Ruhr oftmals die gesetzlich vorgeschriebenen Etiketten mit den Angaben zu Energieeffizienz und Energieverbrauch oder die Geräte waren nur mit ausländischen Etiketten ausgezeichnet. Auch Obi und Toom verstießen gegen die gesetzlichen Vorschriften zur Energiekennzeichnung und betitelten zudem die schädlichen Kältemittel als ökologisch oder umweltfreundlich.

Abmahnungen wegen Werbung mit Klimaschutzargumenten
Im Rahmen der Verbraucherallianz “fürs klima” gehen die Verbraucherzentralen seit 2009 gegen Unternehmen vor, die zu Unrecht mit Klimaschutzargumenten werben. Die 35 Unternehmen wurden vom Verbraucherzentrale Bundesverband und den Verbraucherzentralen in Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern abgemahnt – ein Großteil von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

für mich. für dich. fürs klima. ist ein Bündnis des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) mit den Verbraucherzentralen und weiteren Verbraucherverbänden. Die Allianz wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.

Energieeffizienz, Strom | , , , | 1 Kommentar

Wärmepumpen nutzen die Hitze und kühlen

Wärmepumpen sind auch im Hochsommer ein aktuelles Thema. Denn diese energieeffiziente Technologie lässt sich nicht nur zum Heizen von Gebäuden, sondern auch als komfortable Klimaanlage an heißen Tagen einsetzen. Im brandneuen Kameha Grand Hotel in Bonn übernimmt eine große Wärmepumpe derzeit diese kühlende Funktion. Zur 10. Wärmepumpen Fachtagung der EnergieAgentur.NRW kamen am 8. Juli über 130 Architekten, Ingenieure und Vertreter der Wohnungswirtschaft in das futuristische Hotel am Bonner Bogen.

Das architektonisch spektakuläre Haus wurde im Frühjahr mit dem renommierten MIPIM Award der internationalen Immobilienwirtschaft ausgezeichnet. Neben der Architektur hat dazu auch das vorbildliche Energiekonzept des gesamten Gebäudekomplexes beigetragen. Neben dem Hotel gehören aktuell noch vier Bürogebäude mit insgesamt 40.000 Quadratmetern dazu. Die Energiezentrale verfügt über eine Wasser/Wasser-Wärmepumpe mit 919 kW Wärmeleistung und 625 kW Kälteleistung sowie zwei Gas-Brennwertkessel mit 1 MW und 1,9 MW. Die Ergänzung der Wärmepumpe um einen Grundwasserspeicher bot sich aufgrund der Lage des Hotels an. Durch die Nähe zum Siebengebirge, von dem ständig Wasser herunterströmt, und die direkte Lage am Rhein ist stets genug Grundwasser vorhanden. „Durch die Nutzung dieses Grundwasserspeichers wird die Effizienz der Anlage noch um 10 bis 15 Prozent gesteigert“, erklärte Architekt Karl-Heinz Schommer, der das markante Gebäude entworfen hat.

Die Geothermieanlage deckt nahezu 100 Prozent des Kältebedarfs sowie 70 Prozent der Heizwärme im gesamten Gebäudebestand ab. Sobald der geplante Endausbau umgesetzt ist, wird die Anlage circa 95.000 m2 Gesamtfläche abdecken. Dann beträgt die Energieeinsparung 1.700 MWh pro Jahr gegenüber einer konventionellen Versorgung mit Gaskessel. Das bedeutet eine Einsparung von 400 Tonnen CO2 jährlich.

Die Teilnehmer der 10. Fachtagung erhielten eine Führung durch die Energiezentrale des Hotels. Zudem erlebten sie an einem extrem heißen Sommertag die Vorteile der Klimatisierung mit einer Wärmepumpe. Denn mit dieser Technik können auch sehr große Flächen gekühlt werden. Das in den Leitungen der Fußboden- oder Wandheizung zirkulierende 16 bis 19 Grad kalte Wasser entzieht dem Raum die Wärme. Vermieden wird so der Durchzug und die lästigen Geräusche, wie man sie von klassischen Klimaanlagen kennt. Ein entscheidender Vorteil ist zudem: Bei Wasser/Wasser- und auch bei Sohle/Wasser-Wärmepumpen kann die Wärme, die den Räumen im Sommer entzogen wird, im Erdreich gespeichert werden und dann im winterlichen Heizbetrieb die Effizienz der Anlage erhöhen. Bei allen Wärmepumpen kann zudem mit der überschüssigen Raumwärme auch das Brauchwasser erwärmt werden. Wärmepumpen nutzen also die Hitze clever aus. Eine herkömmliche Klimaanlage gibt die Wärme hingegen ungenutzt an die Umgebungsluft ab.

Neben der interessanten Hoteltechnik wurden auf der Fachkonferenz auch weitere Innovationen im Bereich Wärmepumpe vorgestellt. Ein Thema war die Hybrid-Wärmepumpe, die eine Solaranlage mit einbezieht. Zudem ging es um die Gas-Wärmepumpe, die im Frühjahr als Innovation auf der Fachmesse SHK in Essen vorgestellt wurde. Beide Neuentwicklungen bieten interessante Möglichkeiten, auch ältere Bestandsgebäude nachträglich mit der energieeffizienten Technik der Wärmepumpen auszustatten.

„Die Fachtagung bot wieder eine gute Gelegenheit, die Neuerungen der Branche und die verschiedenen Facetten von modernen Wärmepumpen kennenzulernen und mit Experten zu diskutieren. Denn es hat sich sehr viel entwickelt in diesem Bereich. Längst ist klar, dass sich große Gebäude sowie der Nicht-Wohnbereich hervorragend mit einer Wärmepumpe ausstatten lassen. Neue Perspektiven eröffnen zudem die Innovationen bei der Wärmepumpentechnik für den Gebäudebestand“, so fasste Sven Kersten, Leiter des Wärmepumpen-Marktplatzes der EnergieAgentur.NRW, den aktuellen Stand zusammen.

Die 10. Wärmepumpen Fachtagung der EnergieAgentur.NRW fand in Kooperation mit der Architektenkammer NRW, dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. NRW, des BFW Landesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. NRW, der Ingenieurkammer-Bau NRW und der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (GEU) statt.

Die Vorträge der 10. Wärmepumpen-Fachtagung sind hier zum Download zu finden.

Hat eigentlich jemand selbst Erfahrung mit einer Wärmepumpe zur Kühlung im Sommer?

Heizung | , , , , | Schreib was dazu

Schnellere Absenkung der Solarstromförderung setzt Photovoltaikbranche unter Druck

Endlich, nach über einem halben Jahr Diskussion ist die Kürzungder Einspeisevergütung beschlossene Sache. Ich frage mich aber mittlerweile, was schwerer wiegt für die Kunden der Solarunternehmen, ist es die Kürzung der Einspeisevergütung oder die gezielte Verunsicherung des Marktes?

Nun hat auch der Bundesrat der deutlich schnelleren Absenkung der Solarstromförderung zugestimmt. Die am 09.07. beschlossene EEG-Novelle sieht bis zum 1.1.2012 in vier Schritten eine Rückführung der Solarstromförderung um bis zu 50 Prozentpunkte vor: Rückwirkend um 1. Juli werden die Fördersätze um bis zu 13 Prozent und zum 1. Oktober um weitere 3 Prozent reduziert. Zum 1. Januar 2011 folgt eine Rückführung der Zuschüsse um bis zu 13 Prozent und zum 1. Januar 2012 um weitere bis zu 21 Prozent. Die konkrete Höhe der Förderabsenkung wird sich am Marktwachstum orientieren.

Die Solarbranche hatte vor dem Hintergrund einer erfolgreichen Marktentwicklung in Deutschland bereits im Herbst vergangenen Jahres eine schnellere Rückführung der Förderung angeboten. Die nun beschlossene Förderabsenkung war in den letzten Monaten jedoch vom Bundesverband Solarwirtschaft, vielen Energieexperten und der Mehrheit der Bundesländer wiederholt als zu hoch kritisiert worden. Der im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag erzielte Kompromiss brachte jedoch keine nennenswerten Nachbesserungen. Die vereinbarte dreimonatige Verschiebung von 3 Prozentpunkten des rückwirkend für den 1.Juli2010 geplanten Einschnittes von 16 Prozent auf den 1. Oktober 2010 ist nach Einschätzung des BSW-Solar lediglich ein „kosmetischer Eingriff“, der für die deutsche Solarindustrie keinen nennenswerte Unterstützung im Rahmen der Herausforderung darstellt, auch in Zukunft nachhaltig Wertschöpfung in Deutschland betreiben zu können.

BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig: „Um weiterhin eine hohe Nachfrage und den eigenen Marktanteil zu sichern, steht Deutschlands Solarindustrie nun vor der großen Herausforderung, die Kosten für die Produktion von Solarzellen und anderen Solarkomponenten noch schneller zu senken als in der Vergangenheit und gleichzeitig die Wirkungsgrade und Qualität der Produkte weiter zu steigern.“

Nach Angaben des BSW-Solar sind die Preise für Solarstromanlagen seit 2006 bereits um 40 Prozent gesunken. Investitionen in modernste Solarfabriken in Deutschland und verstärkt auch im Ausland würden die Kosten weiter senken und dazu beitragen, dass Solarstrom vom eigenen Hausdach bereits im Jahr 2013 das Niveau konventioneller Verbraucherstromtarife erreichen dürfte.

Der Bundesverband Solarwirtschaft bedauert, dass mit dem aktuellen Kürzungsbeschluss die Förderung von Solarstromanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen zukünftig ganz ausgeschlossen werden soll. Er kritisiert darüber hinaus, dass der Eigenverbrauch von Solarstrom nicht stärker angereizt wird. Beide Maßnahmen hätten zur schnelleren Kostensenkung von Solarstrom beitragen können.

Enhanced by Zemanta
Förderung, Solarenergie | , | 4 Kommentare

Fördergelder für Erneuerbare Energien wieder verfügbar

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Haushaltssperre beim Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien (MAP) aufgehoben. Ab sofort können beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wieder Förderanträge nach der neuen Richtlinie gestellt werden. Die vor dem Programmstopp am 3. Mai 2010 gestellten und bislang noch nicht bewilligten Anträge werden jetzt abschließend nach den bisherigen Förderkonditionen bearbeitet. Anträge, die im Zeitraum 4. Mai bis zum 11. Juli 2010 beim BAFA eingegangen sind, werden abgelehnt. Eine erneute Antragstellung ist möglich, wenn die geplanten Maßnahmen die neuen Förderrichtlinien erfüllen.

Damit können in diesem Jahr bis zu 115 Millionen Euro für die Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt abgerufen werden. Die neue Richtlinie konzentriert sich auf innovative Technologien, bei denen die Wirtschaftlichkeit ohne zusätzliche Fördermittel nicht gegeben ist. Gefördert werden unter anderem Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung, Solarkollektoren zur Kälte- und Prozesswärmeerzeugung, Pelletkessel und hocheffiziente Wärmepumpen. Die Fördersätze wurden zum Teil reduziert.

Nur noch für Bestandsgebäude

Nicht mehr gefördert werden Anlagen im Neubau, da hier eine bundesweite Nutzungspflicht nach dem Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz besteht. Ebenso entfällt künftig eine Förderung für bereits breit im Markt etablierte Technologien wie Solarkollektoren zur reinen Trinkwassererwärmung oder Technologien mit einer guten Wirtschaftlichkeit, wie luftgeführte Pelletöfen, Scheitholzvergaserkessel sowie auch weniger effiziente Wärmepumpen. Die Förderkonditionen gelten zunächst bis Ende 2011.

Förderrichtlinien

Die neuen Förderrichtlinien können auf der Website des Bundesumweltministeriums www.erneuerbare-energien.de heruntergeladen werden. Weitere Informationen zum Marktanreizprogramm 2010 erhalten Sie beim BINE Informationsdienst unter www.energiefoerderung.info.

erneuerbare energien, Förderung | , , | 3 Kommentare

Billige Raumklimageräte belasten Stromrechnung und Umwelt

Wenn die Sommerhitze in die Wohnung dringt, versprechen Raumklimageräte schnelle und einfache Kühlung. Sie werden derzeit von vielen Bau- und Elektromärkten zu niedrigem Preis angeboten. Doch Klimageräte sind wahre Stromfresser und belasten die Haushaltskasse erheblich. Bis zu 300 Euro im Jahr kann ein Klimagerät die Stromkosten nach oben treiben – und die private Ökobilanz entsprechend verschlechtern.

Insbesondere mobile Kompakt-Klimageräte verbrauchen viel Energie für wenig Leistung. Wenn sie die warme Raumluft mit einem Schlauch durch das geöffnete Fenster leiten, strömt warme Außenluft zurück – das macht die Geräte ineffizient und leistungsschwach. Selbst ein Kompakt-Klimagerät der Effizienzklasse A benötigt durchschnittlich 460 Kilowattstunden in den heißen Wochen, kostet den Verbraucher damit rund 100 Euro im Jahr und belastet das Klima mit 287 Kilogramm CO2. Auch Kompaktgeräte mit dem doppelten jährlichen Stromverbrauch sind keine Seltenheit. Hinzu kommt, dass Kompressor und Lüfter Betriebsgeräusche von bis zu 60 Dezibel entwickeln. Das ist so laut wie ein Rasenmäher in zehn Metern Entfernung.

Die Kampagne „energieeffizienz – jetzt!“ der führenden Umweltverbände fordert daher, dass diese Klimageräte aus den Regalen von Bau- und Elektromärkten verschwinden – durch zukunftsorientierte Effizienzmindeststandards der EU. Verbraucher sollten Klimageräte nur von Fachbetrieben und nach eingehender Energieberatung installieren lassen, wenn zwingend Bedarf besteht. Klimafreundlicher und billiger sind in der Regel das bewährte Lüften und Schatten spendende Gardinen und Rollos. „Die etwa 25 Hitzetage in Deutschland im Jahr können auch ohne Klimageräte durch geeignete Vorsichtsmaßnahmen überstanden werden“, betont der Generalsekretär des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Helmut Röscheisen.

Wer seine Räume unbedingt mit Strom kühlen will, sollte ein so genanntes Split-Gerät von einem ausgebildeten Fachhandwerker installieren lassen. Split-Geräte bestehen aus zwei Elementen, die innerhalb und außerhalb des Gebäudes angebracht werden. Aber auch ein Split-Gerät der Effizienzklasse A braucht 540 Kilowattstunden pro Jahr und verursacht damit 337 Kilogramm CO2. Mit steigenden Temperaturen und zunehmender Verbreitung von Klimageräten, schafft sich der Klimawandel seinen eigenen Stromverbrauch. Das Klima leidet unter dieser Entwicklung sogar doppelt: Die Apparate enthalten häufig die extrem klimaschädliche Chemikalie Tetrafluorethan (R134a), die insbesondere durch die oft unsachgemäße Installation und Wartung entweicht.

Die Kampagne „energieeffizienz – jetzt!“ empfiehlt Verbrauchern in den heißen Wochen die in Mitteleuropa bewährten Kühltechniken für Wohnraum und Büro:

  1. Es gibt für Mieter wie Hauseigentümer viele Möglichkeiten, Wohnräume nachhaltig vor zu viel sommerlicher Wärme zu schützen: Eine gute Gebäudedämmung und eine moderne Verglasung halten im Winter die Wärme drinnen und im Sommer draußen. Auch eine Fassadenbegrünung kann wohltuenden Schatten spenden. Langfristig sind solche Maßnahmen kostengünstiger als mobile Klimageräte und verbessern das Raumklima ohne zur globalen Klimaerwärmung beizutragen.
  2. Ziehen Sie versteckten Wärmequellen den Stecker! Dazu zählen u. a. ungenutzte Kaffeemaschinen und Netzteile sowie alle Geräte im Standby-Betrieb.
  3. Schatten spenden: Die von der Sonne beschienenen Fenster mit Vorhängen, Jalousien, Markisen oder Rollos abschatten. In den heißen Stunden über Mittag die Fenster schließen, damit die heiße Luft nicht in die Räume drückt.
  4. In den kühlen Stunden lüften: Morgens und nachts kräftig lüften und dafür sorgen, dass die warme Luft nach draußen strömt.
  5. Ventilatoren sind besser als Klimageräte: Wenn die Luft doch mal dick wird, sorgen Stand- oder Deckenventilatoren für Erfrischung. Sie verbrauchen deutlich weniger Strom als ein Klimagerät.

Christian Noll, Experte für Energieeffizienz vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), sagt: „In einem heißen Sommer verbraucht ein Klimagerät mehr Strom als ein Kühlschrank im ganzen Jahr. Mobile Klimageräte sollten wie andere ineffiziente Elektrogeräte nicht mehr in den Handel gelangen. Mit dem seit diesem Monat geltenden Verbot stromfressender Kühlschränke hat die EU einen Schritt in die richtige Richtung gemacht“.

Laut EU-Recht müssen Raumklimageräte mit dem rot-gelb-grünen Effizienzlabel und der entsprechenden Effizienzklasse gekennzeichnet sein. Bekannt sind die Label und Effizienzklassen von A (effizient) bis G (völlig ineffizient) von Waschmaschinen, Kühlschränken und Energiesparlampen. Verantwortlich für die Kennzeichnung ist der Einzelhandel. Dabei müssen Effizienzlabel so angebracht sein, dass Verbraucher auf einen Blick den Energieverbrauch und die Effizienzklasse erkennen können.

Agnes Sauter, Leiterin Verbraucherschutz der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH): „Leider stellen wir noch heute, mehr als 10 Jahre nach Inkrafttreten der Kennzeichnungspflicht, große Defizite fest – viele Handelsunternehmen kennzeichnen schlecht bis gar nicht und die für den Vollzug der Verordnung verantwortlichen Behörden kontrollieren nur sehr lasch“. Die DUH führt seit einigen Jahren stichprobenartig bundesweite Kontrollen in verschiedenen Handelsunternehmen wie Bau- und Elektromärkten durch, um Verbrauchern zu ihrem Recht und der Umwelt und dem Klima zu effizienteren Geräten zu verhelfen.

Dr. Dietlinde Quack, Leiterin der Verbraucher-Informationskampagne EcoTopTen, sagt: „Bauliche Maßnahmen zur Außenabschattung und Wärmedämmung sowie die Nutzung von Nachtkühlung stellen die energieeffizienteste Wahl für den Schutz vor zu viel sommerlicher Hitze in Gebäuden dar. Wo das nicht möglich ist oder nicht ausreicht, empfiehlt sich die Fachberatung und ggf. die Wahl eines energieeffizienten Klimageräts.“

Dieter Brübach, Vorstandsmitglied beim Umweltverband der Wirtschaft B.A.U.M. e.V., sagt: „In Büros und Betrieben sind mobile Klimageräte umweltschädliche Kostentreiber. Hocheffiziente, zentral gesteuerte Klima- und Lüftungsanlagen, die von einem betrieblichen Energiemanager betreut werden, schützen das Welt- und Unternehmensklima. Bei Klimatechnik sollten sich Beschaffer wie bei allen Elektrogeräten an der Energie-Kennzeichnung orientieren. Darüber hinaus empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit Fachbetrieben, um richtig ausgelegte, effiziente Anlagen zu planen, installieren und warten zu lassen.“

Energieeffizienz | , , , , , , | Schreib was dazu

Zahlen Sie zuviel für das Ablesen der Heizung?

Beim täglichen Einkauf oder der Wahl des Stromanbieters ist es selbstverständlich: Verbraucher vergleichen Preise und entscheiden sich für das lukrativste Angebot. Für den Service der Messdienstleister, die einmal im Jahr den Verbrauch der Heizung ablesen, zahlen deutsche Mieter hingegen pro Jahr im Schnitt 13 Euro zu viel. Das geht aus einer Untersuchung von 12.500 Heizkostenabrechnungen der gemeinnützigen co2online GmbH hervor. „Vermieter sind kaum motiviert, einen günstigen Anbieter zu suchen, weil sie die Mehrausgaben mit der Heizkostenabrechnung an ihre Mieter weiterreichen“, sagt co2online-Geschäftsführer Dr. Johannes D. Hengstenberg.

co2online bietet nun erstmals auf www.heizspiegel.de die Möglichkeit, die Preise verschiedener Messdienste zu vergleichen. Zusätzlich können Nutzer des Immobilienportals ImmobilienScout24 in Kürze auf www.immobilienscout24.de den MessCheck express nutzen. So können Mieter und Vermieter in weniger als einer Minute herausfinden, um wie viel Prozent ihr Anbieter im jeweiligen Postleitzahlenbereich über dem günstigsten Messdienst liegt. „Damit sorgen wir endlich für mehr verbraucherfreundliche Transparenz“, sagt Hengstenberg.

Kostenloses Heizgutachten bewertet Heiznebenkosten

Im zweiten Schritt kann auf www.heizspiegel.de ein kostenloses Heizgutachten bestellt werden. Es nimmt den energetischen Zustand der Wohnung oder des Gebäudes unter die Lupe und analysiert die Heizkostenabrechnung und die darin enthaltenden Heiznebenkosten. Dazu gehören die Kosten für den Messdienst und die Ausgaben für den Betriebsstrom sowie die Wartung der Heizung. Außerdem können Mieter gratis bei co2online einen Musterbrief herunterladen. Damit können sie den Vermieter auffordern, den Messdienstleister zu wechseln oder günstigere Konditionen auszuhandeln.

Mieter zahlen jährlich 195 Millionen Euro unnötig zu viel

Bei 15 Millionen Mietwohnungen mit Zentralheizung werden so in Deutschland jährlich 195 Millionen Euro für Messdienstleisterkosten zu viel gezahlt. „Dass Mieter für eine identische Dienstleistung bis zu 70 Prozent mehr bezahlen als andere, ist schlicht nicht nachvollziehbar“, sagt Hengstenberg. Schuld daran sind intransparente Marktverhältnisse und Versäumnisse der Hausverwaltungen. „Viele nehmen ihren Messdienst als gottgegeben hin. Sie wissen offensichtlich gar nicht, dass es verschiedene Anbieter gibt und verlängern bestehende Verträge unbesehen“, ergänzt Dietmar Wall, Rechtsexperte des Deutschen Mieterbundes. Die Infografik von co2online zeigt eine aktuelle Messdienstleister-Rangliste: Große Firmen wie Ista und Techem gehören demnach zu den teuersten Anbietern. Sie liegen mit ihren Gebühren um 24 beziehungsweise 18 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Heizung | , , | 1 Kommentar