Viel Erfolg beim Neustart von klimaretter.info

Photovoltaikversicherung

Am vergangenen Wochenende startete das mehrfach ausgezeichnete Portal www.klimaretter.info mit neuem Layout und neuem Konzept. Und bei dem was herausgekommen ist, könnte ich fast neidisch werden. Aber ich gratuliere den Machern von ganzem Herzen zu ihrem gelungenen Neustart. Ich bin wirklich beeindruckt von dem hervorragenden Layout und der Themenvielfalt. Daher wünsche ich viel Erfolg und einen langen Atem.

Was mir aber fehlt ist eine Einbeziehung des Lesers, es sind nicht einmal Kommentare vorgesehen. Der Blog ist seit drei Jahren nicht mehr aktualisiert worden und es scheint sonst keine Möglichkeit eines Feedbacks zu geben. An modernen Kommunikationsmöglichkeiten gibt es doch deutlich mehr und von einem Internet-Magazin erwarte ich heute auch mehr. Vielleicht bin ich verwöhnt von Manomama, auch wenn es eine ganz andere Branche ist. So bleibt mir eben diese Lücke eben für die Zukunft.

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Energiekonzept ohne Energieeffizienz ist unvollständig

In der Energiediskussion um das Energiekonzept der Bundesregierung war in der Öffentlichkeit immer nur die Rede davon ob es beim Atomausstieg bleibt oder nicht. Das ist ein wichtiges Thema und ich hoffe es bleibt beim Ausstieg. Aber kann es nur um die Art der Energieerzeugung gehen in der politischen Diskussion? Wenn viele Menschen sich bei der Wahl des Stromanbieters auf die Kosten reduzieren ist natürlich eine ehrliche Diskussion über die wirklichen Kosten, unter Einbeziehung aller externen Faktoren, wünschenswert. Aber wer sich Gedanken macht über die Kosten für den Strom, sollte sicht Gedanken über eine eine effiziente Nutzung machen. Denn in der Energieeffizienz liegt noch großes Potential, das noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat der Bundesregierung vorgeworfen, in den von ihr beauftragten Szenarien für ein energiepolitisches Gesamtkonzept keine Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vorzusehen. Es gehe ihr vor allem darum, politisch gewollte Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke zu legitimieren. Ab wann erneuerbare Energien die Atomkraftwerke ablösen könnten, werde ebenfalls nicht untersucht. Der ambitionierte Ausbau der regenerativen Stromerzeugung und das entschiedene Fördern der Stromeffizienz könnten bis spätestens 2020 sämtliche Atomkraftwerke in Deutschland ersetzen. Allein mit Energieeffizienzmaßnahmen ließen sich sechs Atommeiler überflüssig machen. Der Ruf nach Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke blockiere hingegen eine verbraucher- und klimafreundliche Stromversorgung.

„Neue Kohlekraftwerke, längere Laufzeiten für die deutschen Atommeiler und ein steigender Stromverbrauch sind wesentliche Hindernisse beim Aufbau einer zukunftsfähigen Stromversorgung“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. „In dem von der Bundesregierung für den Herbst angekündigten Energiekonzept droht ein entscheidender Faktor völlig vernachlässigt zu werden – die Steigerung der Energieeffizienz. Der Atomausstieg kann schneller als gedacht vollzogen werden, wenn das riesige Sparpotential effizienter Technologien mobilisiert wird. Bestandteil eines nationalen Energiekonzeptes muss ein gesetzliches Einsparziel beim Primärenergieverbrauch von mindestens zwei Prozent pro Jahr sein“, sagte Weiger. Er forderte Bundesumweltminister Röttgen auf, ein Energiekonzept ohne jede Laufzeitverlängerung und mit ambitionierten Energieeinsparzielen durchrechnen zu lassen.

Der BUND veröffentlichte dazu ein mit Unterstützung des Heidelberger ifeu-Instituts für Energie- und Umweltforschung erarbeitetes Maßnahmenpaket für mehr Stromeffizienz. Die mit Effizienzmaßnahmen bis 2020 erreichbare Reduzierung des Stromverbrauchs in Deutschland entspreche der Jahresproduktion von mindestens sechs Atomkraftwerken, rechnete Martin Pehnt vom ifeu-Institut vor. Kern des Energiekonzeptes der Bundesregierung müsse deshalb die Einrichtung eines Stromsparfonds mit einem jährlichen Finanzvolumen von mindestens 300 Millionen Euro sein. Speisen lasse sich der Fonds mit den Einnahmen aus dem CO2-Zertifikate-Handel und mit der Erhebung eines „Effizienz-Zehntel-Cents“ auf jede Kilowattstunde Strom. Als Vorbild sollten hier Dänemark und Großbritannien dienen, die bereits ähnliche Fonds aufgelegt hätten.

Martin Pehnt vom ifeu-Institut: „Die Mittel des Stromsparfonds müssen vor allem für Energieberatungen einkommensschwacher Haushalte, zum Austausch Strom fressender Elektrogeräte und zur energetischen Optimierung technischer Systeme wie Klima-, Lüftungs- und Druckluftanlagen eingesetzt werden. Dringend erforderlich ist außerdem ein „Top-Runner-Programm“, das zur Durchdringung des Marktes mit besonders sparsamen Elektrogeräten führt.“

Der BUND forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, ihren Worten, Deutschland in Sachen Energieeffizienz „zum Weltmeister“ machen zu wollen, endlich Taten folgen zu lassen. Mit dem Scheitern des Energieeffizienzgesetzes habe sich die Bundesregierung leider ins europäische Abseits manövriert.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: “Die Bundesregierung muss beim Energiesparen aus dem Abseits heraus. Besonders peinlich ist es, dass die Bundesregierung das nutzlose Energiedienstleistungsgesetz nur deshalb beschlossen hat, weil die EU mit Strafe drohte. Energieeffizienz ist der Kern eines zukunftsfähigen Energiekonzeptes. Alles andere nützt nur den großen Stromkonzernen, die möglichst viel Strom verkaufen wollen und mehr Klimaschutz dabei als störend ansehen.“

Das BUND-Hintergrundpapier „Kein Energiekonzept ohne Energieeffizienz“ finden Sie im Internet unter: http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/energie/20100623_energie_hintergrund_energieeffizienz.pdf

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Zwitschernde Solaranlagen

Gruenspar.de

Mein Feedreader ist so umfangreich geworden, dass ich einige Blogs erst nach ein paar Tagen lese. So auch beim Blog von IBC Solar, den ich vor einige Wochen vorgestellt habe. Da konnte ich einen kurzen Artikel mit einer interessanten Idee lesen. Der Sinn von Twitter mag ja nicht jedem einleuchten, aber wenn die Photovoltaik-Anlage meldet, dass Randalierer am Werk sind oder dass sie dreckig ist macht es durchaus Sinn. Wie wäre ein Tweet „Hilfe, ich bin dreckig und habe deshalb eine zu geringe Leistung.“ wie in dem Blog von IBC Solar vorgeschlagen? Würde so etwas nicht Sinn machen?

Und wäre ein täglicher oder wöchentlicher Tweet mit der erzeugten Strommenge nicht auch sinnvoll?

Ich bin gespannt was die Photovoltaik-Experten unter meinen Lesern dazu sagen.

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Wie die Energieeffizienz in Unternehmen verbessert werden kann

Nur rund 20 Prozent der deutschen Unternehmen aus Industrie und produzierendem Gewerbe steigern bislang gezielt und betriebsübergreifend ihre Energieeffizienz. Gleichzeitig rechnen viele Unternehmen langfristig mit steigenden Energiepreisen*. Mit Hilfe eines Energiemanagements können Unternehmen Energieverbrauch, Kosten und CO2-Emissionen deutlich senken. Die Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) unterstützt Unternehmen mit einem Handbuch und einem Online-Angebot auf www.industrie-energieeffizienz.de bei der Einführung eines betrieblichen Energiemanagements.

“Energiemanagement hat das Ziel, den Energieeinsatz in einem Unternehmen - vom Energieeinkauf bis hin zum Verbrauch - systematisch und dauerhaft zu senken. Es ist daher gerade für Unternehmen aus energieintensiven Branchen ein wirkungsvolles Instrument, um Kosten zu senken und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen,” so Annegret-Cl. Agricola, Bereichsleiterin bei der dena.

Das “Handbuch für betriebliches Energiemanagement” der Initiative EnergieEffizienz stellt alle relevanten Handlungsebenen dar, von der Unternehmensleitung über unterschiedliche Betriebsebenen - wie Controlling und Produktion - bis zum Energiemanager. Mit dem Online-Angebot kann der Nutzer einem Projektteam eines typischen Fertigungsbetriebs bei der Einführung eines Energiemanagements über die Schulter sehen. Die zentralen Schritte werden anschaulich dargestellt und durch weiterführende Informationen, Praxisbeispiele und Hinweise zu gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen ergänzt. Das Vorgehen orientiert sich dabei an vier Arbeitsschritten, die problemlos in bestehende Qualitätsmanagementsysteme wie ISO 9001 eingebettet werden können:

1. Vorbereitung: Zunächst sollten Verantwortlichkeiten und Kompetenzen für das Projekt “Energiemanagement” definiert werden. Es empfiehlt sich, ein abteilungsübergreifendes Energieteam zu gründen, das die Umsetzung vorantreibt und kontinuierlich begleitet.

2. Analyse: In einem nächsten Schritt werden systematisch Daten zu Energieverbräuchen und -kosten im Unternehmen erhoben. Diese Werte bilden die Grundlage für ein regelmäßiges Energiecontrolling, das kontinuierlich Fortschritte und Handlungsbedarf bei der Umsetzung erfasst. Nach der Analyse des energetischen Ist-Zustands werden für unterschiedliche Bereiche konkrete, messbare Einsparziele festgelegt.

3. Planung und Umsetzung: Auf Basis der Analyse werden sowohl organisatorische als auch technische Maßnahmen zur Reduzierung von Energieverbrauch und -kosten umgesetzt. Die im Netz aufbereiteten Referenzprojekte der dena bieten einen Überblick über erfolgreiche Praxisbeispiele. Es empfiehlt sich, bei Bedarf auf das Know-how externer Dienstleister zurückzugreifen. So können Energieberater bei der Datenerhebung und -auswertung oder bei der Planung von Maßnahmen helfen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen können außerdem verschiedene Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen, zum Beispiel aus dem “Sonderfonds Energieeffizienz KMU” der KfW-Mittelstandsbank.

4. Laufende Verbesserung: Ist ein Energiemanagement einmal etabliert, sollten die Prozesse langfristig fest in die betrieblichen Abläufe integriert werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Erfassung und Bewertung von Energieverbrauchskennzahlen. Auf Basis dieser Daten werden kontinuierlich neue Zielvorgaben festgesetzt und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung entwickelt.

Die Initiative EnergieEffizienz ist eine Kampagne der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

* Laut einer im Auftrag der dena durchgeführten Unternehmensbefragung vom November 2009 rechnen 64 Prozent der befragten Unternehmen für die kommenden zwei Jahre mit langsam aber kontinuierlich steigenden Energiepreisen. Das Marktforschungsunternehmen Mindline Energy befragte insgesamt 500 wirtschaftliche und technische Entscheidungsträger aus Unternehmen der Bereiche Industrie und Gewerbe zur Bedeutung des Themas Energieeffizienz.

Gibt es weitere Ideen oder gar positive Beispiele, die hier erwähnt werden sollten?

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Klarer Sieger beim Stromwechsel: Ökostrom

Dies ist ein gesponsorter Gastbeitrag des Preisvergleichportals Preis.de, der für den Inhalt des Artikels die Verantwortung trägt.

Bereits jeder Dritte deutsche Haushalt nimmt repräsentativen Umfragen zufolge nach einem erfolgten Stromvergleich einen Stromwechsel zu einem Ökostromanbieter vor. Und richtete man sich nach den Vorlieben der Berliner, Hamburger oder anderer Großstädter, so beträfe dies sogar 50% der Bevölkerung. Dass dem so ist, hat seine guten Gründe: Denn mit dem Beziehen von Strom aus regenerativen Energien schont man nicht nur die Umwelt und zeigt Rücksicht gegenüber nachfolgenden Generationen. Auch die weit verbreitete Ansicht, dass Ökostrom automatisch einen tieferen Griff in das Portemonnaie nach sich zöge als dies bei herkömmlich gewonnenem Strom der Fall sei, basiert nicht auf tatsächlichen Zahlen. Im Gegenteil: Grüner Strom erweist sich teilweise sogar als kostengünstiger gegenüber seinem aus fossilen Rohstoffen erzeugtem Bruder, und Ökostromtarife schneiden oftmals äußerst gut ab, nimmt man einen Stromversorgervergleich vor und deren Strompreise sowie Vertragsinhalte genau unter die Lupe.

Eine solche Gegenüberstellung der Strom- und Ökostromversorger ist äußerst schnell und unkompliziert durchgeführt: Einfach bei einem Strompreisvergleich online seine Postleitzahl und den durchschnittlichen Stromverbrauch der vergangenen Jahre eingegeben, schon erhält man die gewünschten Informationen. Und hat man sich einmal für einen neuen Anbieter entschieden, so gestaltet sich der entsprechende Stromwechsel als ebenso problemlos und kann innerhalb weniger Minuten im Internet vorgenommen werden.

Ökostrom-Initiativen

1) Bundestag

Dass nicht nur Energie gespart werden sollte, sondern diese auch klimabewusst bezogen, ist schon seit Langem eine Forderung der Politiker an Privathaushalte. Im brandenburgischen Abgeordnetenhaus wurde nun die Absicht laut, öffentliche Einrichtungen zu 100% mit ökologischem Strom zu versorgen und dadurch nicht nur mit gutem Beispiel voranzugehen, sondern auch seinen Teil zu der im Kyoto-Protokoll festgelegten Reduzierung des Treibhausgasausstoßes beizutragen.

2) Großstädte

Auch die ehemalige preußische und gegenwärtige bayerische Hauptstadt haben sich viel vorgenommen im Bereich der Energiegewinnung ohne CO²-Ausstoß. So will die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin beispielsweise zukünftig ausnahmslos grünen Strom für die Versorgung ihrer Mietimmobilien nutzen. Und München setzt sogar noch eins drauf, denn hier soll die gesamte Stadt mitziehen: Im Jahr 2025 soll spätestens das Ziel erreicht sein, sowohl Privatpersonen, als auch Gewerbe und Industrie ausschließlich mit Elektrizität aus regenerativen Ressourcen zu beliefern.

Auf-Wind für Wasser und Sonne

Dieses Ziel zu erreichen, dazu soll die Wasserkraft der die Stadt durchfließenden Isar in Anspruch genommen und von in den umliegenden Alpen gewonnener Erdwärme unterstützt werden. Insgesamt spielen bei Ökostrom allerdings auch Wind- und Solarenergie eine tragende Rolle, und durch einen kürzlich in der Solarzellenforschung erreichten Durchbruch kann hier die Kraft der Sonnenstrahlen zukünftig besonders effektiv genutzt werden.

Übersichtliche Kennzeichnung

So sehr ein Stromwechsel zu einem Ökostromversorger dazu beiträgt, sich umweltgerecht beim Energieverbrauch zu verhalten, so sehr hilft natürlich auch Energiesparen. Und was Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Mikrowelle oder Waschmaschine betrifft, wird ab Herbst dieses Jahres dank einer vom Europäischen Parlament eingeführten Richtlinie die energieeffiziente A-Klasse noch weiter aufgeteilt und der Nutzer somit genauer über den entsprechenden Stromverbrauch informiert wird.

Ausblick

Umweltschutz ist in aller Munde, und Worten folgen bekanntlich Taten. Diese könnten in einem Stromwechsel zu einem Ökostromanbieter bestehen. Welches Unternehmen hier den Zuschlag erhalten sollte, hängt selbstverständlich von der individuellen Situation ab. Zahlreiche bekannte Stromversorger haben inzwischen auch Ökostrom in ihr Stromangebot mit aufgenommen, allerdings finden sich auch reine Ökostromanbieter auf dem hart umkämpften Markt. Bei einem Stromvergleich werden sämtliche in Frage kommende Stromtarife einander übersichtlich gegenübergestellt. Neben dem finanziellen Aspekt sollte allerdings auch auf Bedingungen wie Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen und Festpreisgarantien geachtet werden. Informationen zu einem eventuellen Stromwechsel können telefonisch, online oder bei einem persönlichen Gespräch in einer der nationalen Energieberatungsstellen erfolgen.

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Windenergie-Potenziale müssen besser genutzt werden

Nach der VDMA-Strommix-Studie werden sich in Deutschland die Windenergiekapazitäten bis 2030 verdreifachen und in Europa sogar verfünffachen. Der Anteil der Stromproduktion aus Windenergie wird dabei in der EU auf 23 Prozent und in Deutschland auf 33 Prozent ansteigen. „Um diesen Ausbau auch wirklich Realität werden zu lassen, müssen die Hemmnisse beseitigt werden, die den Einsatz unserer neuesten Turbinentechnologie verhindern“, betont Thomas Richterich, Vorsitzender der Windbranche im VDMA und Vorstandsvorsitzender der NORDEX SE, anlässlich des HUSUM WindEnergy-Tages in Berlin.

Die Onshore-Windenergie wird in Deutschland zukünftig durch das Ersatzanlagengeschäft, das sogenannte Repowering dominiert. Über 30.000 Megawatt werden bis 2030 ihr „Lebensende“ erreichen und durch neue Anlagen ersetzt. EU-weit werden bis 2030 sogar über 100.000 Megawatt ersetzt werden müssen. Moderne Anlagen nutzen nicht nur das Windangebot besser aus, sondern sie lassen sich auch viel besser in das Netz integrieren und stabilisieren es. „Der Einsatz dieser Anlagen und damit wirtschaftlich sinnvolle Investitionen scheitern in vielen Fällen an administrativen Hemmnissen, insbesondere durch Höhenbegrenzungen und pauschale Abstandsregelungen. Dadurch ist es nicht möglich, das Potenzial der innovativen neuen Windkraftanlagen in Deutschland auszuschöpfen. Hier wäre eine flächendeckende Anwendung des Repowering-Leitfadens der Bundesregierung notwendig“, so Richterich.

Auch müssen bis zu 10.000 Megawatt an Bestandsanlagen in Deutschland nachgerüstet werden, um das Stromnetz zu stabilisieren und für den weiteren Zubau an Stromerzeugungskapazitäten zu optimieren. „Leider können bis Jahresende nur maximal 3.000 Megawatt netztechnisch optimiert werden, da es zu Verzögerungen auf Zertifizierungsseite kam. Die Nachrüstungsfrist im Erneuerbare-Energien-Gesetz muss deshalb dringend um ein Jahr verlängert werden, da solche Nachrüstungen mit einem entsprechenden Zeitvorlauf erfolgen müssen“, fordert Richterich.

Der Anteil der Offshore-Windenergie wird nach der VDMA-Strommix-Studie in Deutschland von derzeit 60 Megawatt bis auf 25.000 Megawatt in 2030 wachsen. „Die Offshore-Windenergie ist ein neues Wirtschaftsfeld mit einem riesigen weltweiten Wachstumspotenzial. Aber auch hier gilt es, im Inland die Weichen für die weitere Erfolgsgeschichte dieser jungen Branche richtig zu stellen, damit wir im internationalen Vergleich unsere Spitzenstellung mit deutscher Wertschöpfung halten und ausbauen können“, betont Rüdiger Schaaf, Vorstandvorsitzender der SIAG Schaaf Industrie AG.

„Hochkritisch für die Offshore-Branche ist das derzeit noch fehlende Offshore-Stromnetz. Hier müssen die Clusteranschlüsse der Windparks im Meer durch die Netzbetreiber als auch durch die Bundesnetzagentur vorangetrieben werden. Der Netzanschluss der Windparks ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und erfordert strategische Planung, denn ohne Netz gibt es keinen Offshore-Strom und keine Offshore-Industrie“, so Schaaf.

Die noch unterentwickelte Verknüpfung der Offshore-Windenergie mit der Maritimen Wirtschaft bietet enorme Chancen für eine nachhaltig positive Entwicklung der strukturschwachen Küstenregionen Deutschlands. „Das deutsche Engagement lohnt sich daher doppelt. Es wird nicht nur in eine neue Technologie investiert, sondern es entstehen vor allem auch neue Arbeitsplätze. In diesen Zeiten wäre es nicht zu verantworten, wenn sich das politische und gesellschaftliche Engagement nicht auch in Arbeitsplätzen im Inland niederschlagen würde. Offshore-Windenergie in Deutschland ohne deutsche Wertschöpfung im Bau von Turbinen, Fundamenten, Verkabelung oder Spezialschiffen, wäre definitiv ein Irrweg“, resümiert Schaaf.

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Zeit, dass sich was dreht – am Global Wind Day 2010

Der Global Wind Day 2010 in Deutschland reiht sich mit seinen Veranstaltungen in das Wissenschaftsjahr 2010 ein. Rund um den 15. Juni 2010 zeigt der Global Wind Day der breiten Öffentlichkeit die Zukunft der Energie. Nachdem Deutschland letztes Jahr mit über 30 Aktionen im internationalen Vergleich führend war, ruht sich Deutschland nicht auf diesen Lorbeeren aus. Um die Menschen in unserem Land auch in diesem Jahr für die Windenergie zu begeistern, verbindet der Bundesverband Windenergie den Global Wind Day mit der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Denn im Juni dreht sich nicht nur der Fußball. Auch die Windenergie zeigt Flagge.

Der Bundesverband WindEnergie sendet mit freundlicher Unterstützung der REpower Systems AG, der Vestas Deutschland GmbH, der wpd AG, der Ambau GmbH, der Lapp Gruppe und der Windreich AG bundesweit an zahlreichen Fußball-WM-Public-Viewing-Schauplätzen einen ca. 30 Sekunden dauernden Global Wind Day-Trailer. Hauptsendezeit ist das erste Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Australien am 13. Juni 2010 um 20.30 Uhr – etwa in der Arena auf Schalke, in der Esprit Arena Düsseldorf, in der Commerzbank Arena Frankfurt, im Zentralstadion Leipzig und auf dem Hamburger Heiligengeistfeld.

Das Wissenschaftsjahr 2010 “Die Zukunft der Energie” will den Bürgerinnen und Bürgern Einblicke in die neuesten Erkenntnisse und Lösungsstrategien der Energieforschung ermöglichen. Einen wichtigen Schwerpunkt bildet natürlich gerade auch die Windenergie und hier insbesondere die Speicherung von Windstrom. Das Wissenschaftsjahr will besonders Kinder und Jugendliche für die Welt der Forschung begeistern. Fachleute im ganzen Land öffnen die Türen zu ihren Forschungseinrichtungen und Laboratorien und besuchen die künftigen Nachwuchsforscher in ihren Klassenzimmern. Auf zahlreichen Veranstaltungen in allen Regionen Deutschlands wirbt die Windenergie für eine CO2-freie und zukunftsfähige Energieversorgung. “Der Global Wind Day will die Menschen in Deutschland erreichen und bewegen: Windenergie ist der starke und verlässliche Beitrag für unsere Zukunft. Diese Botschaft wollen wir in den Köpfen und Herzen der Öffentlichkeit verankern”, so Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie.

In den Tagen um den 15. Juni 2010 findet der Global Wind Day in über 20 Ländern statt. Es ist der zweite weltweite Aktionstag zugunsten der Windenergie. Zahlreiche Veranstaltungen und Events informieren weltweit über die Bedeutung der Windenergie für die Energieversorgung. Der Global Wind Day versteht sich als Informationskampagne, die über die wirtschaftliche wie ökologische Bedeutung der Windenergie aufklären will. Er will Menschen bewegen, sich mit dem Potenzial der Windkraft auseinanderzusetzen. Gleichsam adressiert er in der Öffentlichkeit die Frage, wie wir die Stromversorgung der Zukunft gestalten wollen. Wie in vielen anderen Nationen weltweit wird auch in Deutschland der Tag mit zahlreichen Aktionen begleitet. Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen im Rahmen des Global Wind Day 2010 in Deutschland unter www.globalwindday.de, weltweit unter www.globalwindday.org.

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Lebenslanges Lernen für die Windenergie

Die Windenergiebranche entwickelt sich rasant und damit die Anforderungen an die Mitarbeiter. Neue Technologien, größere Projekte und komplexe rechtliche Rahmenbedingungen lassen das gängige Qualifizierungsmodell der Branche „Learning by Doing“ an seine Grenzen stoßen.

Als Antwort auf diese Entwicklung bieten ForWind, das Zentrum für Windenergieforschung, und die Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. das Weiterbildende Studium Windenergietechnik und -management an. Im September startet der Kurs 2010/2011. Interessierte können sich noch bis zum 1. Juni auf einen der 24
Studienplätze bewerben. Die Studienmaterialien für den neuen Durchgang berücksichtigen die aktuellen Entwicklungen der Branche.

Themen wie Offshore-Windenergie, rechtliche Rahmenbedingungen und technische Anforderungen für den Systemdienstleistungs-Bonus fließen hier ein. Das Windstudium setze insbesondere auf ein fachübergreifendes Systemverständnis, erläutert Studienkoordinator Moses Kärn: „Gerade in Windenergieprojekten wirken sehr unterschiedliche Bereiche interdisziplinär zusammen. Das fordert von den Mitarbeitern Überblickswissen und ein kompetentes Verständnis der Zusammenhänge.“

Bisher leisten die Unternehmen die Qualifizierung der benötigten Fachkräfte „nebenbei“. Die Entwicklung eigener Weiterbildungsprogramme ist zeitaufwändig und teuer. Viele Branchenexperten schätzen darum das Windstudium als Motor für die Personalentwicklung: „Für die nächsten Wachstumsstufen der Branche bietet das Weiterbildende Studium Windenergietechnik und -management wichtige Qualifizierungsmöglichkeiten“, so Jens Peter Molly, Geschäftsführer DEWI GmbH – Deutsches Windenergie-Institut.

Das Weiterbildende Studium Windenergietechnik und -management wird finanziell unterstützt von der EWE AG, der GE Wind Energy GmbH, der Bremer Landesbank und der wpd think energy GmbH & Co. KG.

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BUND kritisiert vor Fußballweltmeisterschaft Vermarktung Strom fressender Fernsehgeräte

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat vor vermeintlichen Schnäppchen beim Kauf von Fernsehgeräten gewarnt. Vor der Fußballweltmeisterschaft werbe der Handel verstärkt für Großbild-Geräte mit zum Teil extremem Stromverbrauch. Im Vergleich zu den sparsamsten Geräten mit quecksilberfreier LED-Technik könne dieser bis zum Vierfachen höher liegen. Über seine durchschnittliche Lebensdauer gerechnet könne ein scheinbar günstiger Fernseher über 400 Euro mehr an Stromkosten verursachen. Der BUND forderte vom Handel eine verpflichtende Kennzeichnung der Stromverbrauchskosten von Elektrogeräten sowohl in der Werbung als auch in Elektronikmärkten.

Christian Noll, BUND-Experte für Energieeffizienz: „Energiesparen und Klimaschutz stehen beim WM-Geschäft total im Abseits. Dabei sind moderne Geräte mit sparsamer LED-Technik längst auf dem Markt. Erst Ende 2011 soll es auch für Fernseher ein EU-Label wie bei Haushaltsgeräten geben. Den Preis für diese mangelhaften Informationen zum Stromverbrauch zahlen die Verbraucher.“

Obwohl sich große Elektronikfirmen wie Sony und Philips mit ihren neuen und sehr sparsamen LED-Fernsehern eigentlich nicht verstecken müssten, habe die Mehrzahl der Fernsehgeräte-Hersteller Anfragen des Umweltverbandes zum Stromverbrauch ihrer Produkte nicht beantwortet. Lediglich Sharp, Metz und Loewe hätten Auskunft gegeben, wie viel Strom ihre aktuellen Geräte verbrauchten.

Eine auf Angaben von Herstellern und Verbrauchermagazinen beruhende Beratung zum Kauf von Fernsehgeräten bietet der BUND seit heute im Internet an. Unter http://www.bund.net/tv-finder können Interessenten die sparsamsten TV-Geräte ermitteln. Rund 500 Geräte wurden erfasst, damit ist der „BUND-TV-Finder“ die umfassendste Informationsquelle für Verbrauchsangaben bei Fernsehern.

Der „BUND-TV-Finder“ gehört zur Kampagne „energieeffizienz – jetzt!“, die die intelligente Nutzung von Energie in Haushalten und Unternehmen fördert. Mit Informationen zu energieeffizienten Produkten, der Beteiligung an politischen Prozessen, der Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Regelungen bei verschiedenen Warengruppen und der Qualifizierung von Energieeffizienz-Managern in kleinen und mittleren Unternehmen machen sich namhafte Partner für eine CO2-reduzierte Zukunft stark. Gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gehören unter dem Dach des Deutschen Naturschutzrings dazu das Öko-Institut, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Deutsche Umwelthilfe und der ökologische Unternehmensverband B.A.U.M..

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Einsparpotenziale von rund 80 Prozent bei der IT-Nutzung am Arbeitsplatz möglich

Öffentliche Einrichtungen und Kommunen können ihre IT-bedingten Stromkosten durch den Einsatz energieeffizienter IT-Geräte um rund 80 Prozent senken. Dies belegen Fallstudien, die die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) bei der Berliner Polizei und beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) durchgeführt hat.

“Angaben zu Einsparpotenzialen durch Green IT beruhen häufig auf theoretischen Berechnungen. Umso wichtiger war es uns daher, anhand von Fallstudien aus der Praxis zu zeigen, dass hohe Energieeinsparungen durch die Beschaffung energieeffizienter IT-Geräte möglich sind,” betont dena-Bereichsleiterin Annegret-Cl. Agricola.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und die Berliner Polizei nutzen die standardmäßig geplante Ersatzbeschaffung, um alte Desktop-PCs durch moderne, besonders energieeffiziente Geräte zu ersetzen. Im Rahmen der dena-Fallstudien wurden die Auswirkungen des Gerätetauschs auf den Stromverbrauch und die daraus resultierenden Einsparungen untersucht. Gemessen wurden außerdem Einsparungen, die sich aus Verhaltensänderungen der Mitarbeiter ergaben, die zu energieeffizientem Nutzungsverhalten am Arbeitsplatz geschult wurden.

Bei der Berliner Polizei wurden alte Desktop-PCs durch moderne, besonders energieeffiziente Modelle ersetzt, die mit Unterstützung des IT-Dienstleistungszentrums Berlin beschafft wurden. Allein durch den Gerätetausch konnte der Stromverbrauch um 51 Prozent pro Rechner reduziert werden. Durch ein energieeffizientes Nutzerverhalten konnte der Stromverbrauch im Rahmen der Stichprobe um weitere fünf Prozent reduziert werden. So konnte für die Berliner Polizei eine Gesamteinsparung von 56 Prozent ermittelt werden. Wenn bis 2012 alle 9.000 Computer ausgetauscht sind, ergibt sich für die Berliner Polizei dadurch eine jährliche Stromeinsparung von rund 2,5 Mio. kWh. Dies entspricht einer Reduktion der CO2-Emissionen um 1.580 Tonnen pro Jahr. Der Einspareffekt ist hier besonders hoch, da etwa die Hälfte der Computer in den 145 Polizeidienststellen rund um die Uhr im Einsatz ist.

Im Falle des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie konnte durch den Austausch herkömmlicher Desktop-PCs gegen energieeffiziente Laptops pro Rechner sogar eine Einsparung von 74 Prozent erreicht werden. Weitere acht Prozent Einsparung wurden hier durch ein optimiertes Nutzerverhalten erzielt. Das ergibt eine Stromeinsparung je Computer von 82 Prozent. Insgesamt werden im BMWi durch die Beschaffungsmaßnahme und ein energieeffizienteres Nutzerverhalten ab 2011 jährlich etwa 105.000 kWh Strom eingespart, wodurch 62 Tonnen CO2 pro jahr vermieden werden.

Nach dem Willen der Bundesregierung soll Energieeffizienz bei der Beschaffung im öffentlichen Sektor eine größere Rolle spielen. So treten in Kürze die aktualisierte Vergabeverordnung (VgV) und die aktualisierte Sektorenverordnung (SektVO) in Kraft. Die neuen Verordnungen sehen unter anderem vor, dass beim Kauf neuer technischer Geräte und Ausrüstungen oder bei der Nachrüstung vorhandener technischer Geräte Angaben zum Energieverbrauch in der Leistungsbeschreibung eingefordert werden müssen. Der Energieverbrauch kann außerdem als Zuschlagskriterium bei der Vergabe der Beauftragung definiert werden.

Die Initiative EnergieEffizienz der dena bietet Beschaffern in öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungsunternehmen hierzu einen praxisorientierten Beschaffungsleitfaden und die Gerätedatenbank Office TopTen mit den energieeffizientesten Bürogeräten, die aktuell am Markt erhältlich sind. Die Abschlussberichte der beiden Fallstudien und alle weiteren Tools und Informationen zu Green IT sind online verfügbar unter www.energieeffizienz-im-service.de.

Die Initiative EnergieEffizienz ist eine bundesweite Aktionsplattform zur effizienten Stromnutzung. Sie wird getragen von der dena und gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

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