Start in Deutschlands Offshore Windenergie Zukunft

Photovoltaikversicherung

An manchen Tagen merkt man welches Thema wichtig ist, wenn man sich nur anschaut welche Beiträge häufig gelesen werden. So ein Tag ist z.B. heute, wo viele ältere Artikel zur Offshore-Windenergie, insbesondere zum Windpark Alpha-Ventus, gelesen wurde. Denn heute wurde der erste deutsche Offshore Windpark Alpha-Ventus offiziell eingeweiht.

Gebaut wurde alpha ventus 45 Kilometer vor der Küste der Insel Borkum von einem gemeinsamen Konsortium der Unternehmen EWE, E.ON und Vattenfall Europe, die hierfür die Investitionssumme in Höhe von 250 Millionen Euro aufgewendet haben. Neben der reinen Stromgewinnung dient alpha ventus auch als Testfeld für Forschungsprojekte in Sachen Naturschutz, die vom Bundesumweltministerium gefördert werden. Der Windpark wird zudem wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf den Einsatz und die weitere Entwicklung der Offshore-Windenergie liefern.

Der Betrieb von alpha ventus kann auch im Internet verfolgt werden. Von der Forschungsplattform FINO1 aus zeigt eine Webcam direkt auf den Windpark. Sie finden hier den Link auf die Webcam.

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Hintergrundinfos zur Photovoltaikdebatte

Text aus einem Newsletter von Hans-Josef Fell (MdB, Bündnis90/ Die Grünen)

Die schwarz-gelben Regierungsfraktionen haben am 23.03.2010 den Gesetzentwurf zur Änderung der Photovoltaikvergütung im EEG beschlossen und diesen in den Bundestag eingebracht. Die erste Lesung im Bundestag fand am 25.03.2010 statt. Der Gesetzentwurf übernahm die Formulierungen der Kabinettsempfehlung. Am 21.04.2010 fand die Anhörung im federführenden Umweltausschuss statt. Am 23.04.2010 haben die Regierungsfraktionen ihre Verhandlungsergebnisse bekannt gegeben. Am 05.05.2010 wird der federführende Umweltausschuss die darauf basierenden Änderungsanträge beschließen und am 06.05.2010 wird der Deutsche Bundestag die Gesetzesnovelle mit den Stimmen der Regierungsfraktionen CDU/CSU und FDP verabschieden. Der Bundesrat wird am 04.06.2010 über das Gesetz abstimmen. Die Gesetzesnovelle ist nicht zustimmungspflichtig.  Ein Einspruch ist denkbar und würde zur Einberufung des Vermittlungsausschusses führen. Der Einspruch kann allerdings wiederum mit Mehrheit des Bundestages zurück gewiesen werden. Das Gesetz soll am 01.07.2010 in Kraft treten.

Folgende Änderungen sind vorgesehen

Dieses Jahr sollen die Vergütungen für Solarstrom zusätzlich zu der bereits erfolgten planmäßigen Degression drastisch gekürzt werden. Bereits zum 01. Januar 2010 waren bekanntlich die Vergütungen für Dachanlagen um 9 und für Freiflächen um 11 Prozent gesenkt worden.

Die Kürzungen für Dach- und Fassaden- und Freiflächenanlagen sollen jetzt generell zum 1. Juli 2010 erfolgen. Die Kürzung bei Dachanlagen soll 16 Prozent betragen. Komplizierter gestaltet sich die Regelung bei Freiflächenanlagen auf Ackerflächen. Hier soll die Vergütung ganz auslaufen. Für Anlagen, für die bis zum 25. März 2010 (Tag der ersten Lesung im Bundestag) ein Bebauungsplan vorlag, soll eine Ausnahme gelten, insofern sie noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden.

Die Vergütung für Solarstrom von Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen (ehemals militärisch oder industriell genutzte Flächen; sowie planierte vormalige Wohnbereiche und stillgelegte frühere Verkehrsflächen) wird um elf Prozent gekürzt, für übrige Freiflächenanlagen um 15 Prozent. Am 1.1.2011 wird die Basisdegression 9 Prozent betragen.

Die Degression erhöht sich 2011 ab 3500 MW in vier Schritten à 1000 MW um je einen Prozentpunkt je 1000 MW – maximal aber um vier Prozentpunkte auf insgesamt 13 Prozent, was der wahrscheinliche Wert sein dürfte. Ab 2012 sollen es nach dem gleichen Prinzip in vier Schritten ab 3500 MW (jährlicher Zubau) drei Prozentpunkte je 1000 MW werden. (2012 als maximale Degression 21 Prozent) [Berechnungszeitraum für die Degressionsstufe am 1.1.2011 – siehe unten]
Umgekehrt soll in 500-MW-Schritten die Degression um ein Prozentpunkt sinken, wenn 2500 MW unterschritten werden, was 2010 aber nicht der Fall sein wird.

Besonders problematisch ist die in den letzten Verhandlungsrunden aufgenommene Regelung,  wonach der Eigenverbrauchsbonus künftig an einen Mindestanteil gebunden sein. Die ersten dreißig Prozent der Jahresleistung einer Anlage, die selbst verbraucht werden, sollen nur einen Vorteil von 3,62 Cent/kWh erhalten und nur der Strom oberhalb von der 30 Prozent der Jahresleistung einer Anlage, der selbst verbraucht wird, wird mit 8 Cent/kWh bessergestellt. Bei einem Eigenverbrauchsanteil von 50% läge der „Bonus“ somit bei 5,37 Cent/kWh.

Dem stehen zusätzliche Kosten und ein zusätzlicher bürokratischer Aufwand gegenüber. Welcher Anlagenbetreiber soll sich diesen bürokratischen Aufwand mit ungewissem Ergebnis antun? Dass der Eigenverbrauchsbonus zukünftig eine wichtige Rolle im Marktgeschehen spielen wird, ist daher sehr unwahrscheinlich. weiterlesen »

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Unabhängige Studie ergibt, dass Windenergie den Strompreis senkt

Gruenspar.de

Eine heute von der European Wind Energy Association (EWEA) vorgestellte Studie zeigt, dass Windenergie den Strompreis und die CO2-Emissionen senkt.

Unter dem Titel “Windenergie und Strompreis” wurden Studien über die Auswirkung von Windenergie auf den Strompreis umfassend analysiert. Diese Übersicht wurde im Auftrag der EWEA von der unabhängigen Beratungsfirma Poyry AS erstellt. Sie vereinigt erstmals die Ergebnisse von Fallstudien aus Deutschland, Dänemark und Belgien.

Der Bericht zeigt, dass in den von Poyry analysierten Studien je nach Anteil der Windenergie eine Verringerung des Strompreises um 3 bis 23 EUR/MWh festgestellt wurde. Er gelangt zu dem Ergebnis, dass die Studien “im wesentlichen dieselben Schlussfolgerungen ziehen”, dass nämlich “ein erhöhter Anteil von Windenergie die Grosshandelspreise am Spotmarkt verringert.”

“Es ist inzwischen anerkannt, dass Wind die CO2-Emissionen reduziert,” sagt Christian Kjaer, Chief Executive der EWEA. “Jetzt haben wir bessere Belege als jemals vorher, dass Windenergie auch die Strompreise für Verbraucher reduziert. Die Botschaft ist deutlich – wenn Sie erschwinglichen CO2-freien Strom haben möchten, müssen Sie den Anteil von Windenergie in Ihrem Versorgungsmix erhöhen.”

Der Bericht ergibt, dass Windenergie CO2-intensive Herstellungstechnologien ersetzt. Die Technologie, die den Grosshandelspreis am Markt bestimmt, ist üblicherweise Steinkohle. In allen von dem Bericht analysierten Ländern ersetzt Wind während der Niedrigverbrauchszeiten Steinkohlekraftwerke und Gaskraftwerke während der Spitzenverbrauchszeiten.

Die Folgen der Windenergie ergeben sich aus seinen niedrigen Grenzkosten, durch die teurere Technologien wie Gas- und Wärmekraftwerke vom Markt verdrängt werden.

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Wind- und Solarstrom auf Vorrat

Prima, es gibt mal wieder eine gute Nachricht mit guten Argumenten gegen die ewigen Nörgler, die ich hier auf dem Blog habe. Es gibt eben doch immer mehr Möglichkeiten zur Überbrückung von Windflauten oder der Nachtstunden bei der Stromversorgung mit erneuerbaren Energien.

Schematische Darstellung einer Redox-Flow-Batterie. (© Fraunhofer ICT)Nachts oder bei Flaute liefern Sonnen- und Windkraftwerke keinen Strom. Erneuerbare Energien brauchen Stromspeicher, um ihr ganzes Potenzial entfalten zu können. Forscher der Fraunhofer-Allianz Energie zeigen auf der Hannover Messe in Halle 13, E44 (19. bis 23. April 2010) Redox-Flow-Batterien, die größere Mengen Ökostrom speichern können.

Die Idee stammt aus den 1970er Jahren: Zwei Flüssigkeiten, Elektrolyte mit Metall-Ionen, fließen aus Tanks durch eine Zelle, die in einem chemischen Prozess daraus Strom erzeugt. Dieses Prinzip der Redox- Flow-Batterie ist reversibel: Ist Energie aus Wind- oder Sonnenkraft übrig, wandelt die Batterie die elektrische wieder in chemische Energie um und speichert sie in den Tanks. Bis zu 10 000-mal lässt sich der Vorgang wiederholen. Solche Batterien sollen in den kommenden Jahren mit Leistungen bis zu einigen Megawatt entwickelt werden und Ökostrom so vorhersehbar wie Strom aus fossilen Kraftwerken machen. Auf der Hannover Messe zeigen Forscher der Fraunhofer-Allianz Energie Entwicklungen und Prototypen von Redox-Flow-Batterien. Der große Vorteil der neuen Akkus: Sie haben eine vergleichbare Energiedichte wie Bleiakkus, ihre Lebensdauer ist jedoch fast zehnmal so hoch.

Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal bei Karlsruhe entwickelt Elektrolyte sowie neue Materialien insbesondere für die Membran, durch die der Ionenaustausch stattfindet. Auf der Hannover Messe demonstriert das ICT eine voll funktionsfähige Redox-Flow-Batterie mit zwei kleinen Tanks und einem Zellenstapel, alles auf der Fläche eines A3-Blatts. Die Leistung beträgt zwar nur wenige Watt, dafür lassen sich in dem Versuchaufbau verschiedene Materialien erproben.

Die Stackentwicklung für kleine Leistungen und das Batteriemanagement wird zurzeit am Fraunhofer-Institut einen exemplarischen Stackentwurf vor.

Konzepte für größere Anlagen mit bis zu 2 MW sind in der Entwicklung. Am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen werden die hierzu notwendigen 35 kW Groß-Stacks entwickelt und in Zukunft auch getestet. Diese Stacks bilden die Basis der 2 MW-Anlagen. Auf der Messe zeigen die Forscher einen stufenförmig aufgeschnittenen Stack mit einem Stapel aus Zellen. In Oberhausen hat das Institut ein Redox-Flow-Batterie-Testlabor aufgebaut (weitere Informationen ab dem 19. April unter: battery-lab.umsicht.fraunhofer.de). In dem Labor können die Wissenschaftler Redox-Flow Batterien mit bis zu 80 Kilowatt und bis zu einer Tonne Gewicht untersuchen. Zurzeit prüfen sie erste Funktionsmuster für Einzelzellen .

Auf der Hannover Messe stellen Wissenschaflter in Halle 13, E44 aktuelle Forschungsergebnisse der Fraunhofer-Allianz Energie sowie des Fraunhofer Netzwerks »Energiespeichersysteme und Netze« und des »Batterie-Netzwerks« vor.

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Energielabel sollen deutlich informieren und nicht verwirren

Irreführend ist die neue Kennzeichnung für den Energieverbrauch von Elektrogeräten, über die das EU-Parlament am Mittwoch abstimmen wird. Das kritisieren der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Künftig soll es über der Effizienzklasse A bis zu drei Zusatzklassen geben. BUND und vzbv befürchten, dass das erfolgreiche Energielabel dadurch an Aussagekraft verliert.

Der Vorschlag zur Neugestaltung der A-G-Kennzeichnung ist ein Kompromiss, auf den sich EU-Rat, -Kommission und -Parlament im vergangenen November verständigt hatten. Verbraucht ein neues Gerät weniger Energie als das bisher effizienteste am Markt, soll es künftig mit einem zusätzlichen Plus gekennzeichnet werden. Die technische Entwicklung verläuft in den Produktgruppen jedoch unterschiedlich schnell. Die Folge: In der einen Gruppe wird A+ das effizienteste Gerät sein, in einer anderen A+++. “Das ist für Hersteller bequem, für Verbraucher absolut irreführend. Die Politik ist hier vor der Wirtschaftslobby eingeknickt. In diesem Tempo und mit solcher Halbherzigkeit hält die EU den Klimawandel jedenfalls nicht auf”, kritisiert vzbv-Vorstand Gerd Billen.

In der Vergangenheit war das Label ein wichtiger Anreiz für Kunden, effiziente Geräte zu kaufen, was die technische Entwicklung vorantrieb. Diesen Effekt sieht Christian Noll, Experte für Energieeffizienz beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), durch die geplante Neuregelung gefährdet: “Hersteller und Handel befürchten nun zu Recht, dass ein Label, bei dem die Klasse A dem Stand der Technik folgend ausschließlich die sparsamsten Geräte kennzeichnet die derzeitigen aber inzwischen unterdurchschnittlichen A-Geräte zu Ladenhütern macht. Die Rechnung für diese kurzsichtige Politik zahlen die Verbraucher und das Klima.”

Die neue Regelung sieht außerdem vor, mit neuen Effizienzklassen auch die bekannte Farbskala zu verschieben. Kommt eine besonders effiziente Waschmaschine auf den Markt, erhält diese beispielsweise ein A+++ in einem dunkelgrünen Balken. Gleichzeitig findet der Verbraucher im Geschäft jedoch auch noch die älteren Modelle. Dort ist das A+ oder A++ ebenfalls dunkelgrün unterlegt. Beim Kunden entsteht so der Eindruck, alle Geräte seien besonders sparsam.

Energiekennzeichnung sollte regelmäßig aktualisiert werden

Stimmt das EU-Parlament dem Kennzeichnungsvorschlag zu, könnte das neue Label bereits ab Herbst in den Geschäften zu finden sein. Zum Einsatz wird dieses vor allem bei Kühlgeräten, Waschmaschinen und Spülmaschinen kommen, da in diesen Gruppen ein Großteil der Produkte bereits die Effizienzklasse A erreicht hat. Absehbar ist bereits jetzt, dass in nicht allzu ferner Zukunft die Mehrzahl der Geräte am Markt ein A++ oder A+++ trägt. Eine Klausel der Vereinbarung sieht vor, dass in diesem Fall noch einmal neu über Kennzeichnungsvarianten diskutiert werden soll.

Umwelt- und Verbraucherverbände fordern, die bekannte A bis G-Skala beizubehalten und sie regelmäßig zu aktualisieren. Mindestens alle drei bis fünf Jahre sollten die Produkte den technischen Entwicklungen folgend neu eingestuft werden. So wäre das Label immer auf dem Stand der sparsamsten Technik.

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Energetische Gebäudesanierung online simulieren

Schnitt des BeispielhausesDas Thema „Energie sparen“, rückt immer weiter in den Vordergrund der Bevölkerung. Nicht nur die gestiegenen Sprit- und Strompreise belasten die Haushalte, sondern gerade im Bereich der Wärmeerzeugung von Häusern und Wohnungen, wo mehr als 70% der gesamten erzeugten Energie privater Haushalte verbraucht werden, liegen enorme Einsparpotentiale.

Was aber sollen Hausbesitzer als erstes machen? Fassade dämmen? Fenster austauschen? Oder doch die Heizung erneuern? Und wie sieht es mit der Nutzung regenerativer Energien aus?

All dies können Interessierte in der Musterhaus-Simulation „ModernuS – Modernisieren und Sparen“ einmal an einem Musterhaus „durchspielen“. Ein Musterhaus aus den 60er Jahren soll dabei energetisch saniert werden. Ziel ist es die besten Kombinationen für drei verschiedene Charaktere zu finden.

  • > Willy Wirtschaftlich sucht die wirtschaftlichste Kombination, mit der er am meisten Kosten spart.
  • > Otto Öko versucht so viel CO2 einzusparen, wie nur möglich und.
  • > Erika Energieberatung versucht das Optimum zwischen gelungener Sanierung und Kosteneinsparung zu finden. Dabei berät sie den Sanierer mit wichtigen Hinweisen zu allen Kombinationen.

Durch “ModernuS“ erhalten Hausbesitzer einen ersten Überblick über verschiedene Maßnahmen, deren Kombination und die wirtschaftlichen Auswirkungen.
“ModernuS“ soll dabei nicht den Fachmann ersetzen, sondern will diesen sogar vermitteln. In einer Datenbank haben bereits mehr als 3.000 Energieberater, Architekten und Handwerker und Dienstleister anderer branchenrelevanten Gewerke eingetragen, die in bis zu 20 verschiedenen Themenbereichen, wie Energie-, Schimmelberatung oder Heizungserneuerung ihre Kompetenz anbieten. Unter www.modernus.de können Hausbesitzer kostenfrei den Fachmann in ihrer Nähe finden und konkrete Anfragen an mehrere Dienstleister gleichzeitig versenden. Auch die Dienstleister erhalten die geprüften Anfragen kostenlos und können direkt mit den Hausbesitzern in Kontakt treten.

Das Besondere für Dienstleister: Mehr als 40 Finanzinstitute und andere namhafte Partner setzen ModernuS bereits beim ersten Kundenkontakt ein. Über die jeweiligen Internetseiten ist ModernuS erreichbar. So profitieren die eingetragenen Dienstleister wieder durch die Vielzahl an Anfragen die täglich gestellt werden.

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Wegweiser zu emissionsarmen und wohlhabendem Europa

Der vorherige Beitrag über eine mögliche Vollversorgung Europas mit erneuerbaren Energien ist auf große Resonanz gestoßen. Der folgende Filmbeitrag über “Roadmap 2050″ gibt einen kleinen Eindruck wider, was hinter der Studie steckt. An der Studie sind namhafte Organisationen und Unternehmen beteiligt, ebenso wie Energieversorger und Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs). Kritische Fragen wie die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Kosten wurden ebenso betrachtet, wie die sichere Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien.

Habe ich den Untertitel der Studie in meiner Überschrift halbwegs gut übersetzt?

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Die Vollversorgung Europas mit Ökostrom ist realistisch, sicher und bezahlbar

Erstmals kommt eine unter Beteiligung deutscher und europäischer Stromkonzerne und Stromnetzbetreiber erstellte Studie zu dem Ergebnis, dass Europa bis 2050 vollständig mit Elektrizität aus Erneuerbaren Energien versorgt werden kann. Die in Brüssel präsentierte Untersuchung „Roadmap 2050: A practical guide to a prosperous, low-carbon Europe“ im Auftrag der Europäischen Klimastiftung (European Climate Foundation, ECF) zeigt darüber hinaus, dass der Weg in eine klimaneutrale Stromversorgung nicht merklich teurer sein wird als die Fortführung der aktuellen Stromversorgung, die vor allem auf klimaschädlichen fossilen Brennstoffen und hoch riskanter Atomenergie gründet. Die Vollversorgung mit Ökostrom ist nach den Ergebnissen der Untersuchung auch nicht teurer als ein Stromsystem, bei dem 2050 noch 60, 40 oder 20 Prozent des Strombedarfs aus Atomkraftwerken und Kohlekraftwerken mit CO2-Tiefenlagerung gedeckt werden. Darüber hinaus würde eine europaweit vernetzte, klimaneutrale Stromversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien Haushalte und Industrie ebenso verlässlich mit Elektrizität beliefern wie das heutige System.

„Die in der aktuellen deutschen Diskussion ständig wiederholte Behauptung, Erneuerbare Energien seien sündhaft teuer und nicht in der Lage eine verlässliche Vollversorgung mit Strom sicherzustellen, erweist sich als interessengeleitete Angstkampagne“, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake die Bedeutung der ECF-Studie. „Es gibt keine Wahl zwischen Teufel und Beelzebub, zwischen hochris-kant und teuer: Vielmehr können wir binnen als einer Generation in Europa eine klimaneutrale und risikoarme Stromversorgung aufbauen. Die Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien ist realistisch, sicher und bezahlbar“.

Die ECF-Studie wurde federführend von der industrienahen Unternehmensberatungsgesellschaft McKinsey erarbeitet. Zur Arbeitsgruppe, die für die Datenbasis und technischen Inputs verantwortlich zeichnete, gehörten Vertreter großer deutscher und europäischer Stromversorger (darunter RWE, Vattenfall und E.on), führende Netzbetreiber (Tennet, Energienet/DK, Entso-e), Hersteller von Kraftwerksanlagen (Siemens, Vestas) und Umweltorganisationen (WWF, German-watch, E3G).

Ausgangspunkt der Untersuchung sind nationale und internationale politische Beschlüsse, wonach Industrieländer ihre CO2-Emissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent reduzieren müssen, um die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. In einem solchen Szenario muss die Stromversorgung zur Mitte des Jahrhunderts praktisch klimaneutral erfolgen. Das Energiesystem muss dafür nach den Ergebnissen der Untersuchung insgesamt effizienter werden, die Politik muss ihre langfristigen Ziele klar formulieren, um für Investitionssicherheit zu sorgen. Insbesondere muss die EU die Initiative für ein europaweites Stromnetz ergreifen, das den Austausch großer Mengen Strom aus variabel einspeisenden Sonnen-, Wind- und Wasserkraftwerken ermöglicht und damit auch den Bedarf an Stromspeicherkapazität reduziert. Die Untersuchung zeigt auch, dass jede politische Verzögerung die Decarbonisierung des europäischen Energiesystems teurer macht.

Die Studie geht von heute existierenden oder absehbar einsatzbereiten Technologien aus. Durchaus mögliche zusätzliche technologische Durchbrüche werden in der Untersuchung nicht berücksichtigt. Unter diesen Bedingungen müssen für die 100-Prozent-Vollversorgung mit Ökostrom 15 Prozent Strom aus solarthermischen Kraftwerken in Nordafrika importiert werden (ähnlich wie derzeit unter dem Namen „Desertec“ auch in Deutschland breit diskutiert). Außerdem muss die Geothermie umfangreicher genutzt werden, als in den anderen Szenarien.

Baake: „Diese Untersuchung beweist, was die Deutsche Umwelthilfe und andere Umweltorganisationen schon seit Jahren erklären: Eine Vollversorgung mit Strom aus Er-neuerbaren Energien in ganz Europa ist machbar. Sie ist weder teurer noch weniger verlässlich, als das heutige System. Das erkennen allmählich auch diejenigen, die bisher ihr Heil in der Blockade suchten, um alte Privilegien zu retten. Warum noch gefährliche Atomkraftwerke betreiben und das Klimaroulette mit neuen Kohlekraftwerken fortsetzen, wenn es auch ohne diese Megarisiken geht?“

Ich werde vermutlich wieder empörte Kommentare von ewig gestrigen bekommen, dass dies doch gar nicht gehen kann. Aber ich weiß, dass es genügend Leser gibt, die mich unterstützen und wissen, dass der Wechsel in eine erneuerbare Zukunft funktioniert.

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Installierte Leistung von Solaranlagen im Jahr 2009 um über 60 Prozent gestiegen

Die Bundesnetzagentur hat vergangene Woche die vorläufigen Zahlen für die im Jahr 2009 neu installierten Photovoltaik (PV)-Anlagen sowie den „EEG-Statistikbericht 2008“ veröffentlicht. Demnach stieg die installierte Leistung von Solaranlagen im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um über 60 Prozent. Der EEG-Statistikbericht zeigt, dass im Jahr 2008 mit 2,2 Milliarden Euro allein ein Viertel der nach dem EEG für erneuerbare Energien zu zahlenden Vergütung auf Solaranlagen entfiel.

Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. September 2009 verzeichnete die Bundesnetzagentur einen Zuwachs an installierter Leistung von rund 1,5 Gigawatt. Allein aus den vorläufigen Zahlen für die Monate Oktober bis Dezember 2009 ergibt sich ein weiterer Zuwachs von 2,3 Gigawatt. Siehe auch Grafik mit monatlicher Verteilung un ter pv-tech.org.

Die meisten Anlagen sind in Bayern entstanden. In dem Bundesland mit seinen rund 12 Millionen Einwohnern gingen den Angaben zufolge 1.485 Megawatt ans Netz, das entspricht einem Anteil von 39 Prozent der insgesamt in Deutschland neu installierten Solarleistung. Über ihre Laufzeit von 20 Jahren wird alleine der Strom aus den neuen bayerischen Anlagen mit rund zehn Milliarden Euro vergütet werden.

Dieses Geld wird zu einem Großteil von Stromkunden bezahlt, die außerhalb des Freistaates leben. Etwa von den circa acht Millionen Niedersachen, in deren Bundesland vier Mal weniger Solaranlagen zugebaut wurden als in Bayern. Als Ursache für den hohen Zubau in Bayern – und mit 551 Megawatt ähnlich in Baden-Württemberg – sieht
PHOTON die vergleichsweise hohe Sonneneinstrahlung in Süddeutschland in Kombination mit einer Solarvergütung, die deutschlandweit einheitlich ist und auch im eher wolkigen Norddeutschland noch den Bau von rentablen Anlagen erlaubt. In Süddeutschland sind daher überproportional hohe Gewinne mit Solaranlagen möglich. PHOTON schlägt daher in seiner aktuellen Ausgabe mit Blick auf die aktuellen Bundestagsdiskussion zur Solarvergütung vor, die Vergütungssätze nach Bundesländern zu differenzieren.

Dadurch würden Solarstromanlagen deutschlandweit gleichmäßig attraktiv und der ungleichmäßige Zubau zu Gunsten der süddeutschen Bundesländer auf Kosten der Norddeutschen würde beendet. „Durch eine regionale Differenzierung kommt es in denjenigen Bundesländern, die bisher weniger vom Solarboom profitiert haben zu besseren Beschäftigungseffekten im lokalen Handwerk, das die Photovoltaikanlagen errichtet“, begründet PHOTON-Herausgeber Philippe Welter den Vorschlag. „Ohne die hier vorgeschlagene Ausdifferenzierung würde das weitere Wachstum des Photovoltaikmarktes in Deutschland nach wie vor hauptsächlich in Bayern und Baden-Württemberg stattfinden.“

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Gemeinde wird unabhängig dank Erneuerbarer Energien

Die schleswig-holsteinische Gemeinde Sankt Michaelisdonn ist für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats April 2010 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.

Die Gemeinde Sankt Michaelisdonn in Dithmarschen, Deutschlands ältester Landkreis, erklärt ihre Unabhängigkeit. Schon heute produzieren Erneuerbare-Energien-Anlagen vor Ort viermal mehr Strom als die Einwohner verbrauchen. 14 Windenergieanlagen erzeugen 80 Prozent des Stroms in der 3.650-Einwohner-Gemeinde. Darüber hinaus gibt es im Ort eine Biogasanlage und eine neun Hektar große Freiflächen-Photovoltaikanlage.

„Deutschland ist im hohen Maße abhängig von Öl, Gas, Kohle und Uran. Jedes Land sollte die Ressourcen nutzen, die es hat. Wir nutzen die Sonne, den Wind und die Bioenergie für die Energieproduktion“, so Bürgermeister Volker Nielsen. Der ehrenamtliche Bürgermeister und die Bewohner seiner Gemeinde wollen in den kommenden 30 Jahren die komplette Energieversorgung, also auch die Wärme- und Kraftstoffversorgung, auf regenerative Energien umstellen. Vom Ausbau der Erneuerbaren Energien erhofft sich Nielsen einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Region: „Wir wollen mit den Erneuerbaren Energien einen geschlossenen Kreislauf bilden und so die Wertschöpfung in der Region erhöhen. Von der Produktion, über den Handel bis zum Endverbrauch soll alles in den Händen der Bürger hier vor Ort liegen“, so der Bürgermeister.

In Zukunft will die Gemeinde Sankt Michaelisdonn als lokaler Energieerzeuger auch den Vertrieb des Stroms wieder in die kommunale Hand nehmen. Dazu beabsichtigt die Gemeinde im Jahr 2011 das Stromnetz vom Netzbetreiber E.on Hanse zurückzukaufen. Mit dem Rückkauf des Netzes soll den Bürgern langfristig ein faires und stabiles Preisniveau angeboten und eine nachhaltige Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien sichergestellt werden. „Die großen Netzbetreiber sind als Aktiengesellschaft ihren Aktionären verpflichtet. Das bedeutet, dass über den jetzigen Netzbetrieb sehr viel Kaufkraft aus der Region abfließt. Bei einem kommunalen Gemeindewerk bleiben die Gewinne zu 100 Prozent in der Region“, erklärt Nielsen.

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