Bürgerkraftwerke e.V. sucht Anleger für seine 12. Solaranlage

Photovoltaikversicherung

Gastbeitrag von Jan Schwefel, Bürgerkraftwerke e.V.

Seitdem der Verein im Jahr 2005 sein erstes Bürgerkraftwerk im Saarland gebaut hat, ist viel passiert in der Branche und im Verein. Im Jahr 2008 wurde eine eigene Betriebsgesellschaft als GmbH gegründet, für die die aktuelle Anlage bereits ihre sechste ist. Sitz der Gesellschaft und des Vereins ist inzwischen Berlin, und es werden bundesweit weitere Anlagen geplant und gebaut.

Die aktuelle und größte Bürgeranlage wird gerade jetzt (März/April 2010) auf dem Dach des Hafenbetonwerks in Trier errichtet. Die Anlage mit einer Leistung von fast 536 kWp hat ein Gesamtvolumen von über zwei Millionen Euro und bietet so sehr vielen Bürgern die Möglichkeit, sich daran zu beteiligen. Der Effekt bei den bisherigen Projekten, dass diese oft sehr schnell “ausverkauft” waren und interessierte Bürger sich nicht mehr beteiligen konnten, wird bei diesem Projekt also nicht so bald eintreten. Voraussichtlich noch bis Mitte April ist eine Beteiligung möglich.

Die Bürgerbeteiligung wird in Schritten ab 1.000,- Euro angenommen und die Laufzeiten sind wählbar von 4 Jahren über 8, 12 und 16 bis zu 20 Jahren. Die Zinsen sind gestaffelt nach Laufzeit und Sonnenertrag. Sie betragen auch in schlechten Jahren mindestens 4,25% (4 Jahre) bis 6,25% (20 Jahre). In sonnenreichen Jahren steigen die Zinsen auf bis zu 5,5% bzw. 7,5%. Die Zinsen werden jährlich ausbezahlt und am Ende der Laufzeit erhält der Bürger seine Einlage in voller Höhe zurück. Oder die Option, seine Anlage zu den gleichen Konditionen weiter zu verlängern.

Das Modell nennt sich hier “Solarbausteinvertrag” und unterscheidet sich von anderen Geldanlagen, indem es keine Unternehmensbeteiligung, keine Option, kein Genußschein oder Gesellschaftsanteil ist. Hier gibt der Bürger über den Verein der Betreibergesellschaft ein sogenanntes ‘partiarisches Darlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt’, das durch verschiedene Mechanismen zusätzlich abgesichert wird, wie z.B. Grundbucheintrag, Allgefahrenversicherung und Forderungsabtretung zugunsten des gemeinnützigen Vereins.

Weitere Informationen und die vollständigen Beteiligungsunterlagen erhalten Sie auf der Projektseite http://www.Berliner-Sonne.de

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Marktanreizprogramm ist wichtiger Anstoß für Umstieg

Das Marktanreizprogramm (MAP) der Bun­desregierung ist das wichtigste Förderinstrument für Erneuerbare Energien im Wärmebereich. Durch direkte Zuschüsse oder zins­günstige Darlehen gibt das MAP in vielen Fällen den Anstoß zum Umstieg auf eine klimafreundliche regenerative Wärmeversorgung. Ein Vielfaches der Fördersumme kommt in Form von privaten Investitionen dem heimischen Handwerk und Mittelstand zugute. In der aktuellen politischen Diskussion um die künftige Ausgestal­tung des MAP warnt die Agentur für Erneuerbare Energien deshalb vor starken und plötzlichen Einschnitten bei der Förderung von Heiz­anlagen auf Basis von Umwelt- und Erdwärme, Biomasse oder Sonnenenergie.

„Klare und verlässliche Förderbedingungen sind der wichtigste Treiber für Heizungsmodernisierungen“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Von einer sprunghaften und unklaren Förderpolitik würden hingegen viele Sanierungswillige abgeschreckt. „Die Anfangsinvestition für eine regenerative Heizanlage ist ein großes Hemmnis“, erläutert Mayer. „Ein Zuschuss aus dem MAP gibt häufig erst den Anstoß, auf Erneuerbare Wärme umzusteigen.“

Diese Einschätzung wird gestützt durch eine aktuelle Umfrage des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung unter Hausbesitzern, die ihre Immobilie energetisch sanieren wollen. Danach sind für 93 Prozent der Sanierer nichtrückzahlbare Zuschüsse die attraktivste Form der Förderung. „Deshalb ist jede Verunsicherung durch ein Stop-and-go der Zuschüsse Gift für die Modernisierungspläne der Hausbesitzer. Ein Großteil alter, ineffizienter Anlagen in deutschen Heizungskellern droht bei unsteter Förderpolitik weiter in Betrieb zu bleiben.“

Deutschland hat sich im Rahmen der EU-Klimaschutzverpflichtungen das bindende Ziel gesetzt, bis 2020 den Anteil Erneuerbarer Wärme von heute 8 Prozent auf mindestens 14 Prozent zu steigern. Doch nicht nur aus diesem Grund ist die Förderung regenerativer Heizsysteme sinnvoll: Die knapp 400 Millionen Euro MAP-Mittel, die im Jahr 2009 ausgereicht worden sind, haben Investitionen von 3 Milliarden Euro angereizt. Ein Euro aus dem staatlichen Fördertopf initiierte also rund 8 Euro private Investitionen. „Davon profitiert in erster Linie die heimische Wirtschaft, nämlich mittelständische Anlagenbauer, Heizungsplaner und das Installationshandwerk“, betont Jörg Mayer. „Ein erheblicher Teil der Investitionssumme fließt in Form von Gewerbe-, Umsatz- und Einkom­mensteuern direkt an den Fiskus zurück.“

Ein weiterer wichtiger Faktor sind die durch Erneuerbare Wärme ver­miedenen externen Kosten: Allein im Jahr 2007 konnte die deutsche Volkswirtschaft von Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschäden in Höhe von 2,1 Milliarden Euro entlastet werden. Dies hat das Bundesumwelt­ministerium jüngst von mehreren Forschungsinstituten berechnen lassen.

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Deutschland bei Energieeffizienz nur Mittelmaß

Gruenspar.de

Ein klares Klimaschutzbekenntnis der Bundesregierung fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Als enttäuschend bezeichnet der vzbv den vergangene Woche vom Bundeswirtschaftsministerium präsentierten Vorschlag zur Umsetzung der Endenergie- und Energiedienstleistungsrichtlinie (RL 2006/32/EG). “Engagiertes Vorpreschen sieht anders aus”, kritisiert Billen die zu laschen Effizienzkriterien. “Wer Vorreiter für Energieeffizienz und Klimaschutz sein will, darf sich mit Minimallösungen nicht zufrieden geben”, fordert Billen vor allem von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle mehr Engagement. Die Bundesregierung müsse jetzt mit einem umfassenden Klimagesetz nachlegen.

Die Richtlinie hätte eigentlich bereits zum 17.05.2008 umgesetzt sein müssen. Das von der Europäischen Union eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren hat die langwierigen Verhandlungen zwischen dem Bundeswirtschafts- und Umweltministerium nun forciert, allerdings mit zweifelhaftem Ergebnis. Kern der Richtlinie ist die Festlegung eines nationalen Energieeinsparwertes von 9 Prozent. Der Entwurf des Wirtschaftsministeriums fokussiert lediglich auf Informationspflichten und die Gewährleistung eines ausreichenden Angebots an Energieberatung. “Faktisch wird sich durch die Einführung dieser Verpflichtungen kaum etwas ändern”, prophezeit Billen. Laut Gesetzentwurf reicht der bloße Hinweis der Energielieferanten auf eine unabhängige Anbieterliste, um die gesetzlichen Anforderungen weitestgehend zu erfüllen.

Nach Berechnungen des BUND hätte ein wirksames Energieeffizienzgesetz einem durchschnittlichen Privathaushalt bis zum Jahr 2020 Kosten von etwa 2.000 Euro erspart. “Statt über hohe Benzinpreise zu klagen, hätte Bundeswirtschaftsminister Brüderle an dieser Stelle Flagge zeigen müssen”, so Billen. Der Vorstoß führt die politischen Zielsetzungen für eine ambitionierte Energie- und Klimapolitik ad absurdum. Der vzbv vermisst konkrete Einsparziele mit sektorübergreifenden Einsparverpflichtungen und die dafür nötigen Regulierungsinstrumente, wie zum Beispiel handelbare Einsparungszertifikate oder einen Energieeinsparfonds. “Der Markt braucht klare Signale für mehr mehr Effizienz und Klimaschutz”, sagt Billen. Das von der Bundesregierung angekündigte Energiekonzept müsse nachholen, was aktuell verpasst wurde. weiterlesen »

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KettenreAktion – der Film!

In wenigen Wochen , am Samstag den 24. April, soll die größte Anti-Atom-Aktion des Jahres stattfinden: Eine 120 Kilometer lange Aktions- und Menschenkette gegen eine Aufkündigung des Atomausstiegs – vom Pannenreaktor Krümmel über Hamburg bis zum Schrottreaktor Brunsbüttel.

Um viele Menschen zu motivieren, sich in die Menschenkette einzureihen, gibt es einen individualisierbaren Kurzfilm gedreht, der innerhalb weniger Tage bereits von über 64.000 Menschen angesehen wurde: http://younuke.de/

Solch ein individualisierter Film kommt immer gut an und lässt sich prima weiter verbreiten. Anti-Atom-Aktion werden wieder wichtiger, um zu zeigen, dass nicht mit dem Kurs der Bundesregierung einverstanden ist. Der Weg, den die Bundesregierung jetzt geht, scheint von einseitigen Industrie-Interessen geleitet zu sein – ohne Rücksicht auf die Verbraucher und auf ein nachhaltiges Energiekonzept für die Zukunft.



Aktions- und Menschenkette

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Keine staatlich vorgeschriebene Energieeffizienz in der Industrie

Energieeffizienz ist ein wichtiges Thema, das nicht nur zum Klimaschutz beiträgt, sondern in der Industrie auch langfristig Kosten reduzieren kann. Aber staatlich verordnen lässt sich Energieeffizienz scheinbar nicht, bisher ist jeder versuch ein Energieeffizienzgesetz auf die Beine zu stellen gescheitert. Mit steigenden Energiekosten wird Energieeffizienz in Unternehmen aber immer notwendiger, im privaten Bereich sowieso. Ist dazu ein aber ein Gesetz notwendig? Was denken die Leser dazu?

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat der Bundesregierung vorgeworfen, mit dem Scheitern des Energieeffizienzgesetzes große Potentiale zum Energiesparen und für den Klimaschutz vertan zu haben. Der zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium vereinbarte und jetzt vorgelegte Entwurf eines „Energiedienstleistungsgesetzes“ diene lediglich der Minimalumsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie. Verbindliche Ziele und wirksame Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz – wie sie im ursprünglich von der Bundesregierung geplanten Energieeffizienzgesetz vorgesehen waren – enthalte das „Energiedienstleistungsgesetz“ nicht mehr.

Hubert Weiger, BUND-Vorsitzender: „Wir kreiden das Scheitern des Energieeffizienzgesetzes vor allem Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle an. Ein wirksames Gesetz zum Energiesparen wäre nicht nur ein starker Innovationsmotor für die Wirtschaft gewesen, es wäre auch ein wichtiger Beitrag für den nationalen und internationalen Klimaschutz. Die Bundesregierung hat leider vor den Stromkonzernen kapituliert. Diese wollen mit Laufzeitverlängerungen für alte Atomkraftwerke und mit neugebauten Kohlekraftwerken ihre Gewinne weiter steigern. Sie haben keinerlei Interesse, weniger Strom zu verkaufen.“

Ein wirksames Energieeffizienzgesetz hätte dafür sorgen können, jährlich mehr als zwei Prozent Gas, Strom, Fernwärme und andere Energieträger einzusparen. Dem durchschnittlichen Privathaushalt hätte eine Steigerung der Energieeffizienz um zwei Prozent im Jahr bis 2020 Kosten von etwa 2000 Euro erspart. Für die gesamte deutsche Wirtschaft wären die Energiekosten bis 2020 um rund 80 Milliarden Euro geringer ausgefallen. Vor allem aber hätte dies die Schonung des Klimas um mehr als eine Milliarde Tonnen CO2 bis 2020 und rund 600000 zusätzliche Arbeitsplätze bedeutet. Auch die Abhängigkeit von Energieimporten wäre massiv gesunken.

Der Wirtschaft fehlten nun Anreize, stärker in Energiespartechniken und Energieeffizienz zu investieren. Auch die vorgesehene Information der Verbraucher über Angebote zur Energieberatung in Wohnsitznähe sei wenig hilfreich. Der Markt für energieeffiziente Produkte werde nur dann deutlich wachsen, wenn es ambitionierte Einsparziele und konkrete Fördermaßnahmen zum Ersatz Strom fressender Elektrogeräte gebe. Nichts davon finde sich in dem vorliegenden Entwurf zum Energiedienstleistungsgesetz.

Hubert Weiger: „Nur ein sinkender Stromverbrauch trägt zum Schutz des Klimas bei. Um beim Klimaschutz glaubwürdig zu bleiben, muss die Bundesregierung jetzt dringend ein Klimaschutzgesetz auf den Weg bringen, das eindeutig festlegt, wie hoch die CO2-Minderung ist, die mit mehr Energieeffizienz erreicht werden soll. Wirtschaft, Kommunen und Haushalte brauchen konkrete Zielvorgaben. Ein wirksames Klimaschutzgesetz muss deutliche Anreize zur Effizienzsteigerung geben.“

Um Haushalte, kleine und mittelständische Unternehmen sowie Kommunen bei Investitionen in Energiesparmaßnahmen zu helfen, verlangte der BUND die Einrichtung eines Energieeffizienzfonds mit einem Volumen von drei Milliarden Euro. Damit ließen sich stromfressende Straßenlaternen ersetzen, Vor-Ort-Energieberatungen für Mieter anbieten, Handwerker schulen und finanzschwache Haushalte mit Zuschüssen beim Austausch alter Elektrogeräte unterstützen.

Das BUND-Konzept für ein wirksames Energieeffizienzgesetz.Reblog this post [with Zemanta]

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Energieeffienz: Energetischer Fingerprint der Produktion

Gesetzliche Vorgaben und die zunehmenden Preissteigerungen für Öl, Gas und Strom zwingen Unternehmen zum sparsamen Umgang mit Energie. Ein vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA entwickeltes Energiemanagementsystem ermöglicht den Ressourcen schonenden Energieeinsatz in der Produktion.

Firmenchefs und Manager von Produktionsbetrieben kennen zumeist den Kraftstoffverbrauch ihres Dienstwagens ganz gut, was ihre Maschinen und Fertigungslinien an Energie verbrauchen, wissen sie in der Regel nur in der Summe. Dabei setzt weniger Energieverbrauch bei unverändertem Produktionsumfang mehr Energieeffizienz voraus. Und um diese zu erreichen, sind detaillierte Aussagen über den Energieeinsatz in der Produktion nötig. In vielen Unternehmen fehlen jedoch die Informationen, welche Energiearten in welcher Menge und in welchen Produktionsbereichen zum Einsatz kommen. Derartige Informationsdefizite erschweren es das Verbesserungspotenzialen zu erkennen. Als Grund dafür wurde im Rahmen der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Fraunhofer Gesellschaft beauftragten »Untersuchung zur Energieeffizienz in der Produktion« (EffPro) von einem Großteil der befragten Firmen genannt, dass bisher eine geeignete Methodik fehlt den Energieeinsatz in der Produktion zu optimieren.

Total Energy Efficiency Management (TEEM)
Mit Total Energy Efficiency Management (TEEM) hat das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart ein Analyse- und Monitoringsystem zur Optimierung des Energieeinsatzes in der Produktion entwickelt. Grundlage ist ein System zur Energiedatenerfassung (bestehend aus Software, vernetzten Zählern und Messfühlern), das Energieströme und –verbräuche kontinuierlich und detailliert aufzeichnet – Energie als Bestandteil der digitalen Fabrik. Damit lässt sich der prozessbezogene Energieverbrauch in der Produktion erkennen und Verbesserungs- und Optimierungspotentiale entwickeln. Einsetzbar ist es in sämtlichen Metall-, Kunststoff- und Holz-verarbeitenden Produktionsbetrieben, insbesondere in Unternehmen mit energieintensiven Prozessketten, zum Beispiel Spritzgießen, Lackieren, Galvanisieren. «Unternehmen werden in die Lage versetzt, Potenziale für Energieeinsparungen zu erkennen und konkrete Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten«, verspricht Dipl.-Ing. (FH) Markus Hornberger, Gruppenleiter Produkt- und Qualitätsmanagement beim IPA. Das Gesamtsystem ist zudem in einem Anwendungsleitfaden dokumentiert. Dieser ist nicht nur bei der Umsetzung der technischen und organisatorischen Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung, sondern auch bei der Einführung der Norm E DIN EN 16001 (Energiemanagementsysteme) hilfreich. weiterlesen »

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Ökostrom bei EcoTopTen: Neue Angebote in der Palette

Für die Verbraucher wird es immer leichter, Öko-Strom zu beziehen und damit die Umwelt zu entlasten. 16 bundesweit verfügbare Ökostrom-Angebote listet die aktuelle EcoTopTen-Marktübersicht auf, die jetzt veröffentlicht ist. Hinzu kommen 121 lokale und regionale Angebote. Sie alle erfüllen die strengen EcoTopTen-Kriterien und haben einen wirklichen ökologischen Zusatznutzen.

Das ist der Fall, wenn der angebotene Ökostrom aus neuen Kraftwerken stammt oder ein festgelegter Betrag des Strompreises in den Bau neuer Kraftwerke auf Basis erneuerbare Energien und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen fließt – und zwar über die bestehende staatliche Förderung und insbesondere über das Erneuerbare-Energien-Gesetz hinaus.

Die aktualisierten EcoTopTen-Marktübersichten zu Ökostrom finden Sie hier: www.ecotopten.de/prod_strom_prod.php.

Die EcoTopTen-Kriterien für Ökostromangebote lesen Sie hier: www.ecotopten.de/download/EcoTopTen_Kriterien_Strom.pdf

Wichtige Erkenntnis aus der Liste: „Ein Preisvergleich beim Ökostrom lohnt sich für die Verbraucher“, sagt EcoTopTen-Projektleiterin Dr. Dietlinde Quack. So muss ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt beim günstigsten Ökostrom-Anbieter in 2010 jährlich 696 Euro zahlen, wohingegen der teuerste Anbieter 947 Euro jährlich berechnet. Insgesamt sind die jährlichen Preise für Öko-Strom gegenüber dem Vorjahr jedoch um durchschnittlich 77 Euro für einen zwei Personen-Haushalt gestiegen. Aber auch konventionelle Stromangebote sind teurer geworden: um durchschnittlich 69 Euro im Jahr. Immerhin drei Ökostrom-Angebote in der EcoTopTen-Liste haben ihre Tarife seit 2009 nicht erhöht.

Bedauerlich aus Sicht des Öko-Instituts: der durchschnittliche Stromverbrauch in deutschen Haushalten ist im Vergleich zu 2007 gestiegen. So hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft gerade aktuelle Zahlen für 2009 veröffentlicht. Demnach hat ein durchschnittlicher Ein-Personen-Haushalt 2050 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr verbraucht (2007: 1970), bei einem Zwei-Personen-Haushalt sind es 3440 kWh jährlich (2007: 3210). Auch beim Drei- (2009: 4050 kWh, 2007: 4260) und beim Vier-Personen-Haushalt (2009: 4940 kWh, 2007: 4750) ist der jährliche Stromverbrauch gestiegen. „Für die Umwelt ist der beste Ökostrom der Strom, der gar nicht verbraucht wird“, sagt Öko-Instituts-Wissenschaftlerin Dr. Dietlinde Quack.

EcoTopTen ist eine groß angelegte Kampagne für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an hochwertigen, so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern.

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Neue Angebote für Photovoltaik-Anlagen

Solarstrom ist weit gekommen in den letzten Jahren und lange nicht mehr nur für Idealisten oder Öko-Spinner. Dank dem EEG lässt sich mit der Anlage auf dem Dach Geld verdienen und Solarstrom ist heute auf viele Eigenheim-Dächern zu finden – wenig hier in Berlin und Brandenburg, aber mehr im Süden Deutschlands.

Photovolatik-Anlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser werden auch zu Werbezwecken genutzt, wie bei dem Anbieter IBG-Haus, der “auf alle Photovoltaikanlagen zur Feier des Jahres einen Rabatt von 25 % [gibt]. Die Aktion, die auch für bereits übergebene Häuser ab sofort gilt, läuft bundesweit 25 Wochen.” Laut Pressemeldung “gibt IBGHAUS auf jede Photovoltaik-Anlage, die durch IBGHAUS auf einem Haus des Unternehmens installiert wird, einen Einkaufsvorteil von satten 25 %. Das gilt auch für Bauherren, die ihr bereits fertiggestelltes IBG-Haus mit einer Photovoltaik Solaranlage von IBGHAUS nachrüsten wollen. Die Aktion gilt ab dem 22. März 2010 über einen Zeitraum von 25 Wochen.” Vermutlich wird man sich nicht den Lieferanten aussuchen können, der Lieferant der PV-Anlagen ist nicht bekannt. Und auf was sich die 25% Rabatt beziehen, wird leider auch nicht erwähnt. Ich vermute, das ist nur eine Marketing-Aktion um mehr Aufmerksamkeit zu erreichen, wenn mehr dahinter steckt oder jemand mehr darüber weiss, wäre ich an Informationen als Kommentar interessiert.

Eine weitere Meldung passt dazu, der allseits bekannte Kaffeeröster Tchibo bietet jetzt auch die Planung und Installation von Photovoltaik-Anlagen an. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen SIG-Solar, das mir bisher nicht bekannt war. Laut IWR erhält man im Aktionszeitraum “vom 23. März bis zum 19. April 2010 [...] ein kostenloses Beratungsgespräch mit Experten der SiG Solar GmbH zur Installation einer Solarstrom-Anlage. Bei Vertragsabschluss erhalten Kunden eine zehnjährige Herstellergarantie auf die Module, die Unterkonstruktion und den Wechselrichter sowie ein Monitoring-System zur laufenden Kontrolle der Energie-Erträge.” Tchibo ist nur der Vermittler,  wenn auch ein prominenter Vermittler, und man erhält ein Angebot, wie von jedem anderen Anbieter auch – ob das Angebot günstiger oder besser ist, kann ich nicht beurteilen. Die gleiche Idee wie ich hatte auch der Fernsehsender n-tv und empfiehlt das Angebot von den Experten des Photovoltaikforums unter www.photovoltaikforum.com, prüfen zu lassen, die die Module von SunEarth aus China kritisch beurteilen.

Diese beiden Aktionen sind nicht unbedingt der Highlight, aber sie zeigen, dass Solarstrom in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und zur Normalität wird. Daran werden auch die Kürzungen in der Einspeisevergütung nichts ändern. Ich bin gespannt, was meine Leser nun von diesen Aktionen halten.

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Blockheizkraftwerken gehört die Zukunft

Gastbeitrag von Christian Märtel, www.heizungsfinder.de , als viertem Teil einer Serie von Artikeln zum Thema Heizung (weitere Beiträge sind willkommen).

Herkömmliche Großkraftwerke sind nicht nur schwerfällig. Sie haben auch einen sehr niedrigen Wirkungsgrad um die 40 Prozent. Einen Großteil der eingesetzten Energie verpufft als Abwärme nutzlos in der Luft. Viel effizienter sind Blockheizkraftwerke. Sie produzieren Strom und Wärme und erzielen so Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent. Ein umfassender Klimaschutz ist ohne Kraft-Wärme-Kopplung also gar nicht denkbar.

Abkopplung von Großkonzernen

Noch etwas unterscheidet Blockheizkraftwerke von atomaren oder fossilen Großkraftwerken. Sie sind für eine dezentrale Energieversorgung gedacht. Kein aufwändiger Transport von der Großanlage über endlos lange Rohrleitungsnetze – die Energie wird gleich vor Ort verbraucht: in Industriegebieten, Schulen oder Krankenhäusern. Auch das ist ein klarer Pluspunkt.

Blockheizkraftwerke könnten in den nächsten Jahren auch die private Energieversorgung revolutionieren. Der Hamburger Energieanbieter Lichtblick und VW wollen dafür sorgen, dass Kraft-Wärme-Kopplung auch in Einfamilienhäusern genutzt wird. Der Wolfsburger Autobauer plant die Massenproduktion von Mini-Blockheizkraftwerken, die in den Hauskeller passen. Sie werden von einem VW-Gasmotor angetrieben und haben eine elektrische Leistung von 20 Kilowatt. Lichtblick übernimmt den Vertrieb der „Zuhause-Kraftwerke“, die zu einem großen virtuellen Gaskraftwerk vernetzt werden sollen. Das kann als Kampfansage an die etablierten Stromkonzerne verstanden werden. Für Hauseigentümer, die ihre betagte Ölheizung sowieso auswechseln möchten, ist dieses Modell sicherlich attraktiv. Es sollen auch schon mehrere tausend Anfragen eingegangen sein. Die Massenproduktion bei VW startet in diesem Jahr. Geeignet sind die Kellerkraftwerke in erster Linie für Mehrpersonenhaushalte mit hohem Energieverbrauch.

Unabhängigkeit ist bezahlbar

Die Kosten für das Mini-Blockheizkraftwerk schätzt Lichtblick auf 5000 Euro für die Installation und die Entsorgung des alten Heizkessels. Wartung und Reparaturen sind für einen monatlichen Grundpreis von 20 Euro zu haben. Darüber hinaus muss der Lichtblick-Kunde ausschließlich die von ihm verbrauchte Wärme bezahlen. Der Preis richtet sich dabei nach dem Gaspreisindex, den das Statistische Bundesamt ermittelt. Dafür bekommen die Kunden fünf Euro monatliche Kellermiete und 0,5 Cent für jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde.

Lichtblick ist hierzulande der größte unabhängige Ökostromanbieter und drängt mit einer 5-Prozent-Biogas-Beimischung mittlerweile auch in den Wärmemarkt. Mit den Blockheizkraftwerken baut das Unternehmen sein Geschäftsmodell weiter aus. Die Idee, Kraft-Wärme-Kopplung in die Privathaushalte zu bringen, erweckt sicherlich mehr Vertrauen als die Haus-Atommeiler eines US-amerikanischen Herstellers. Dessen Mini-Reaktor produziert genau so Atommüll wie seine großen Brüder in Biblis oder Brunsbüttel.

In Dänemark, Finnland und den Niederlanden übernehmen Blockheizkraftwerke schon zwischen 35 und 50 Prozent der landesweiten Stromerzeugung. Deutschland hinkt, laut Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung, da mit rund 11 Prozent deutlich hinterher, allerdings sind nach einer Studie des Bremer Energie-Instituts 57 Prozent möglich. Allein die kleinen und mittleren Blockheizkraftwerke, die hierzulande seit 2002 installiert wurden, können jetzt schon drei Großkraftwerke ersetzen. Das hat der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung ausgerechnet.

Attraktiv durch staatliche Zuschüsse

Blockheizkraftwerke werden vom Gesetzgeber durch das seit 2002 geltende Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz gefördert. Das funktioniert im Prinzip wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die örtlichen Netzbetreiber müssen den Strom aus Blockheizkraftwerken mit einer festgelegten Einspeisevergütung honorieren. Zur Zeit liegt sie bei 5,1 Cent pro Kilowattstunde für kleine Anlagen bis 50 Kilowatt. Seit einer Gesetzesnovellierung im Jahr 2009 gilt die Vergütung nicht mehr nur für eingespeisten Strom, sondern auch für privat verbrauchten. Wenn ein Biokraftstoff wie zum Beispiel Rapsöl genutzt wird, kann die Einspeisevergütung sogar bis auf 21 Cent pro Kilowattstunde klettern.

Blockheizkraftwerke werden üblicherweise von Verbrennungsmotoren oder Gasturbinen angetrieben. Mit dem KWK-Gesetz soll aber auch die Brennstoffzellentechnik voran gebracht werden, denn für Blockheizkraftwerke ist ebenso Wasserstoff geeignet. Wasserstoff wird als alternativer Energieträger für eine klimaverträgliche Energieversorgung gehandelt. Die Entwicklung im KWK-Bereich steht aber noch am Anfang.

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Mit Energiesparkonto und kostenlosem Unterrichtspaket den Klimaschutz auf den Stundenplan setzen

Deutsch, Mathe und Geschichte sind in jedem Klassenzimmer Pflicht. An immer mehr Schulen steht auch Klimaschutz auf dem Lehrplan. Das für Lehrkräfte und Schüler entwickelte Energiesparkonto für Schulen und die Unterrichtsmaterialien „Schulpaket CO2-frei“ veranschaulichen dieses Thema zielgruppengerecht. Mit thematischen Schwerpunkten, Recherchetipps und einem Quiz verbinden sie den didaktischen Anspruch moderner Lehrmittel mit den technischen Möglichkeiten des Energiesparens. Auf www.energiesparclub.de/schule können Lehrkräfte und Schüler ein kostenloses Energiesparkonto für Schulen eröffnen und die Unterrichtsmaterialien herunterladen. Beide sind Teil des Aktionsprogramms „Klimaschutz in Schulen und Bildungseinrichtungen“ des Bundesumweltministeriums.

Schulpaket und Energiesparkonto machen Klimaschutz lernbar

Das 92-seitige „Schulpaket CO2-frei“ richtet sich fächerübergreifend an die Klassen 5 bis 10, enthält aber auch Hinweise für Grundschulen. Es begleitet Lehrkräfte und Schüler bei der Anwendung des Energiesparkontos und vermittelt Wissen zu Themen wie Klimawandel und Energie. Themenmodule und Kopiervorlagen erleichtern es, die Unterrichtsmaterialien den Erfordernissen unterschiedlicher Lernsituationen anzupassen.

Das Energiesparkonto für Schulen dokumentiert und bewertet den Verbrauch von Strom, Wasser und Heizenergie. Es vermittelt ein Gefühl für den Energiekonsum der Schule und die damit verbundene Kosten- und Klimabelastung. Messbare Erfolge motivieren die ganze Schule, Kosten zu sparen und das Klima zu schützen. Die Unterrichtsmaterialien und das Energiesparkonto für Schulen gibt es zum kostenfreien Download bzw. online auf www.energiesparclub.de/schule.

Mit dem Konto 1.000 Euro beim Energiesparmeister gewinnen

Zusätzlich können sich alle Schulen mit einem eigenen Energiesparkonto beim bundesweiten Wettbewerb „Energiesparmeister 2010“ für den Sonderpreis „Messbare Erfolge“ bewerben. 1.000 Euro winken als Preisgeld. Der Wettbewerb richtet sich an Schulen, die effektiv Energie sparen – und dies auch mit dem Energiesparkonto dokumentieren. Die Schirmherrschaft hat Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen. übernommen. Die Details zum Wettbewerb sind unter www.energiesparmeister.de zu finden.

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