Kürzungen der Förderung für Gebäudesanierung gekürzt

Photovoltaikversicherung

In mehreren Artikeln hatte ich auf die drohende Kürzung der Fördermittel für die  energetische Gebäudesanierung berichtet. Beim Klimaretter wird nun berichtet, dass die Kürzungen nicht ganz so hoch ausfallen, wie befürchtet. Es werden doch 1,5 Milliarden Euro für die energetische Gebäudesanierung zur Verfügung gestellt in diesem Jahr, statt wie geplant nur 1,1 Milliarden, aber deutlich weniger als im vergangenen Jahr, als 2,2 Milliarden zur Verfügung standen.

So lange Gebäudeeigentümer keine anderen Anreize zur Sanierung haben, ist diese Förderung das wichtigste Instrument zur Reduzierung der CO2-Emissionen von Gebäuden. Bei der Bundesregierung scheint keinerlei Interesse mehr an der Beschlüssen von Meseberg zum Klimaschutz zu sein. Ich bin mir sicher, dass man Mittel und Wege finden kann, energetische Gebäudesanierungen für Vermieter attraktiv zu gestalten, ohne den Mieter zu sehr zu belasten.

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Mieter zahlen bei Betriebsstromkosten oft zu viel

Nur wenige Mieter kennen die Stromkosten für den Betrieb ihrer Heizanlage, obwohl deutschlandweit 90 Millionen Euro jährlich bei den Betriebsstromkosten eingespart werden könnten. Dies hat die gemeinnützige co2online GmbH bei der Auswertung von mehr als 30.000 Heizkostenabrechnungen ermittelt. Hilfestellung leistet der neue interaktive „BetriebsstromCheck“ von co2online und ein begleitendes Themenspezial auf www.heizspiegel.de. Mit dem Check kann jeder Mieter in einer Minute ermitteln, ob er zuviel für den Betriebsstrom bezahlt. Das individuelle Ergebnis mit Hinweisen für die nächsten Schritte ist so aufbereitet, dass es an den Vermieter oder die Hausverwaltung weitergeleitet werden kann und im Idealfall Optimierungsmaßnahmen an der Heizanlage nach sich zieht.

„Jährlich können 450 Millionen Kilowattstunden Strom und über 290.000 Tonnen CO2 eingespart werden, wenn Vermieter und Hausbesitzer ein paar einfache Eingriffe an ihrer Heizanlage vornehmen lassen und Mieter mehr Transparenz in der Heizkostenabrechnung erhalten“, rechnet Stefanie Jank von co2online und Projektleiterin der vom Bundesumweltministerium geförderten Heizspiegelkampagne vor. Das entspricht ungefähr dem jährlichen Stromverbrauch einer Stadt von der Größe Augsburgs.

Vielen Heizkostenabrechnungen mangelt es an Transparenz

Ein Problem bei der Ermittlung optimaler Betriebsstromkosten: mangelnde Transparenz der Heizkostenabrechnung. „Die Betriebsstromkosten sollten als Heiznebenkosten in der Heizkostenabrechnung aufgeführt werden. Nur dann kann der Mieter die Kosten wirklich nachvollziehen und prüfen“, erklärt Jank. Dies geschehe jedoch immer noch nicht flächendeckend, wie co2online bei der Analyse der Heizkostenabrechungen festgestellt hat.

Viele Heizkostenabrechnungen seien unvollständig und weisen einzelne Posten wie den „Betriebsstrom“ oftmals gar nicht auf. In diesen Fällen helfe nur noch die direkte Nachfrage beim Vermieter, der zur Darlegung der Grundlage seiner Berechnungen verpflichtet sei. Wo der Mieter auf seiner Abrechnung die Betriebsstromkosten finden kann, was er tun sollte, wenn sie nicht aufgeführt werden und viele weitere Informationen rund um das Thema Betriebsstrom können Mieter ab sofort auf www.heizspiegel.de nachlesen.

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Hunderttausend Arbeitsplätze durch Sparpläne der Regierung gefährdet

Gruenspar.de

Noch ist nichts entschieden, ob die Fördermittel für energetische Gebäudesanierungen, wie bereits berichtet, gekürzt werden sollen.

Führende Verbände des Bau- und Ausbaugewerbes wiederholen ihre Kritik an der geplanten Kürzung der Fördermittel für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für 2010. Waren im letzten Jahr noch 2,2 Milliarden Euro für die klimagerechte Sanierung von Gebäuden zur Verfügung gestellt worden, sieht der aktuell diskutierte Haushaltsentwurf des Bundes eine drastische Kürzung um über eine Milliarde Euro auf nur noch 1,1 Milliarden Euro vor.

„Immer mehr Experten warnen vor dem Abbau von Arbeitsplätzen, der mit einer Kürzung einhergehen würde. In Regierungskreisen rechnet man nach Zeitungsberichten mit Auswirkungen auf den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Höhe von 100 000. Wir warnen die Regierung vor den verheerenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und das Klima“, sagt IG BAU-Vorsitzender Klaus Wiesehügel im Vorfeld der Beratung des Haushaltsausschusses am kommenden Mittwoch (24. Februar).

Die bisherige Förderung der energetischen Gebäudesanierung ist auch aus Sicht der IG Metall konjunkturell wie ökologisch eine Erfolgsgeschichte. „Die öffentliche Förderung hat dazu beigetragen, den immensen ökologischen Modernisierungsstau allmählich zu überwinden“, sagte Wolfgang Rhode, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall.

Dennoch gelte: Noch immer hänge die Mehrzahl der Gebäude in Sachen Energieeffizienz weit zurück. Es gäbe noch viel zu tun, insbesondere auch für Heizungs- und Fensterbauer. „Bei der ökologischen Gebäudesanierung geht es jetzt um Weitsicht für Arbeit und Umwelt. Kurzsichtiges Sparen können wir uns nicht leisten!“ fordert Rhode von den Bundestagsabgeordneten.

„Im letzten Jahr ist deutlich geworden, welch wirksame Unterstützung die KfW-Programme zur energetischen Gebäudesanierung zur Umsetzung der
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Klimaschutzziele leisten. Mit nahezu 550.000 über die KfW geförderten Wohneinheiten in der Gebäudesanierung ist ein um 140 % höheres Ergebnis erzielt worden als 2008. Die von der Bundesregierung angestrebte Beschleunigung des Sanierungstempos zur Erreichung der Klimaschutzziele kann über die Sanierungsförderung erreicht werden“, sagt Dr. Hans Hartwig Löwenstein, Präsident des ZDB.

Wie wichtig eine solche Förderung für sanierungswillige Hausbesitzer ist betont auch der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks: „Kluges Sparen ist das Gebot der Stunde. Die Bundesregierung sollte bei konsumtiven Ausgaben sparen, nicht dagegen bei investiven Maßnahmen, die – wie die KfW-Förderung – in erheblichem Maße privates Kapital aktivieren und damit heimische Arbeitsplätze sichern,“ erklärt der Hauptgeschäftsführer des Dachdeckerverbandes, Ulrich Marx.

„Gerade im Maler-Lackiererhandwerk, mit einem Marktanteil von mehr als 70 % bei der Wärmedämmung von Gebäuden haben die KfW-Programme im letzten Jahr dazu beigetragen, dass die Beschäftigtenzahlen stabil geblieben sind“, stellt der Präsident des Hauptverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz Karl August Siepelmeyer fest. Einbrüche in weiteren Marktfeldern aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise hätten damit aufgefangen werden können.

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Energieeinsparpotenziale bleiben im Mittelstand mangels Kapital und Personal ungenutzt

Das Thema Energieeffizienz genießt bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine hohe Aufmerksamkeit. Knapp 50 % aller befragten Unternehmen halten das Thema für wichtig bis sehr wichtig. Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen sehen zudem Möglichkeiten, den Energieverbrauch in ihrem Betrieb zu reduzieren. Dies sind zentrale Ergebnisse der Studie “Rolle und Bedeutung von Energieeffizienz und Energiedienstleistungen in KMU”, die die KfW Bankengruppe in einer Unternehmensbefragung zur Ermittlung des gegenwärtigen Stellenwerts des Themas Energieeffizienz durchgeführt hat. An der Befragung haben rund 640 kleine und mittlere Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und dem Dienstleistungssektor teilgenommen.

“Die Erschließung vorhandener Potenziale zur Energieeinsparung ist eine grundlegende Voraussetzung für die Erreichung ambitionierter energie- und klimapolitischer Ziele sowie für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. KMU sind zentrale Akteure für Innovationen und Wettbewerb und müssen die Kosteneinsparpotenziale durch Energieeffizienz – auch angesichts langfristig zu erwartender Energiepreissteigerungen – noch stärker nutzen,” sagt Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. weiterlesen »

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Solarwärme für Mehrfamilienhäuser wird gefördert

Solarthermieanlage in BerlinWir blicken aktuell meist auf die Photovoltaik, dabei darf die Solarwärme nicht vergessen werden. Solarwärme lässt sich gut einsetzen zur Unterstützung der Heizung und der Warmwasserbereitung,  sie reduziert dabei den Brennstoffbedarf der Heizung und damit den CO2-Ausstoß.

Aktuell günstige Förderprogramme und gesetzliche Rahmenbedingungen machen die Installation einer Solarwärmeanlage auf Mehrfamilienhäusern für Vermieter derzeit besonders attraktiv. Die Bundesregierung fördert die Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung mit 400 Millionen Euro im Jahr. Ein Hausbesitzer, der sich jetzt entschließt, auf einem Mehrfamiliendach Sonnenkollektoren zu installieren, bekommt bis zu 30 Prozent der Investitionskosten vom Staat geschenkt. Außerdem trägt die Installation einer Solarwärmeanlage zur Steigerung des Gebäudewertes bei. Die Anschaffungskosten können über einen Zeitraum von zehn Jahren anteilig steuermindernd von der persönlichen Einkommenssteuer abgesetzt werden. Über die Technik und rechtliche Rahmenbedingungen bei der Errichtung einer Solarthermieanlage auf Mehrfamilienhäusern informiert die morgen startende bundesweite Kampagne „Solar – so heizt man heute“, die vom Bundesumweltministerium, dem Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) und dem Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) gefördert wird.

Angebote für Fachhandwerker

Produkt- und herstellerneutrales Infomaterial (Broschüre, Beratungsfolien, Musterbriefe etc.) steht für das Fachhandwerk unter www.solarwaerme-info.de/downloads zum kostenlosen Download bereit. Zugang zu vertiefenden Informationen erhalten Handwerker, wenn sie sich auf der Website registrieren. Beratung und Unterstützung bei der regionalen Pressearbeit bietet die Berliner Agentur Sunbeam an. Drei unabhängige Kompetenzzentren für große Solarwärmeanlagen stehen für Fachfragen zur Verfügung: Die Berliner Energieagentur beantwortet Handwerkeranfragen aus Ostdeutschland, das Hannover Unternehmen target ist für Nord-West-Deutschland, das Solarenergie Kompetenzzentrum solid für den süddeutschen Raum zuständig.

Mehrfamilienhäuser: Warum sich Solarwärme hier rechnet

Rund die Hälfte aller Wohneinheiten befindet sich in Mehrfamilienhäusern, aber nur wenige private Kleinvermieter haben bisher Sonnenkollektoren aufs Dach montieren lassen. Ein Grund ist, dass viele Vermieter zu wenig über die Vorteile von Solarwärme und die staatlichen Förderprogramme informiert sind: Große Solarwärmeanlagen werden durch das Marktanreizprogramm des Bundesumweltministeriums gefördert. Für Solaranlagen mit einer Kollektorfläche bis einschließlich 40 m2 sind die Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu stellen, für größere Anlagen werden zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen durch die KfW-Förderbank vergeben. Ansprechpartner ist in diesem Fall die Hausbank. weiterlesen »

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Fördertöpfe für energetische Gebäudesanierung sollen halbiert werden

Bei der Kürzung der Einspeisevergütung für Solarstrom ging ein  riesiger Aufschrei durch Deutschland und die Netzgemeinde. Und das obwohl der Solarstrom nur einen geringen Anteil an der Stromproduktion hat, aber dafür ein riesiges Potential. Die Klimaschutz-Wirkung ist also eher langfristig zu sehen – wer es anders sieht, möge mir widersprechen.

Ganz anders ist es aber bei der energetischen Sanierung von Gebäuden. Hier wird sofort nach Fertigstellung eine Reduzierung des Energieverbrauchs und damit der CO2-Emissionen erreicht. Zu jedem Euro aus der Förderung kommen weitere Ausgaben vom Investor hinzu und es werden Arbeitsplätze in der Baubranche und im Handwerk gesichert. Doch mein letzter Artikel zu leeren Fördertöpfen wurde kaum gelesen und von einem Aufschrei ist auch nichts zu merken. Sind energetische Gebäudesanierungen nicht so sexy wie Photovoltaik? Das Thema ist in der Tat komplexer, aber dafür nicht weniger wichtig und sogar mit größerer Bedeutung und Tragweite. Immerhin trägt der Gebäudebestand zu  40% zu den CO2-Emissionen bei.

Daher hier noch einmal die Fakten, übermittelt von campact – weitere Informationen habe ich nicht gefunden:

In seinem Haushaltsentwurf für 2010 sieht Finanzminister Wolfgang Schäuble die faktische Halbierung der Fördermittel für die energetische Gebäudesanierung vor. Statt 2,2 Milliarden wie im letzten Jahr, soll der Bund nur noch 1,1 Milliarden für bessere Wärmedämmung und neue Heizungen zur Verfügung stellen – und die effektivste Klimaschutz-Maßnahme der Regierung glatt halbiert werden. Doch es regt sich Protest gegen dieses Vorhaben: Über 60.000 Emails haben Campact-Aktive in den letzten Tagen bereits an die Regierungskoalition verschickt!

Schon nächste Woche wird der Haushaltsausschuss des Bundestags hinter verschlossenen Türen über die Kürzung beraten. Einen Tag vorher, am Dienstag, wollen wir mit einer Aktion die Folgen dieses Planes in die Öffentlichkeit tragen: Direkt vor dem Bundestag bauen Handwerker die Wärmedämmung eines Hauses auf. Kaum sind sie fertig, reißt ein Mensch mit der Maske von Bundesbauminister Peter Ramsauer die Dämmplatten weg – mit einem großen Rotstift. Zudem laden wir die baupolitischen Sprecher/innen der Bundestagsfraktionen ein, mit uns über die Kürzungspläne zu diskutieren.

Haben Sie Zeit, uns bei der Aktion am Dienstag zu unterstützen?
Ort: Vor dem Bundestag, Scheidemannstr., Nähe Brandenburger Tor (http://bit.ly/dammaktion)
Zeit: Dienstag, 23. Februar, 10.30 bis 12 Uhr

Selbst in der Regierungskoalition ist die Kürzung der Mittel für die Gebäudesanierung umstritten. Während die Baupolitiker/innen fordern, mehr Geld zur Verfügung zu stellen, wollen die Haushaltspolitiker/innen ausgerechnet am Klimaschutz sparen. Dabei hat die Förderung allein im letzten Jahr 1,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart und 300.000 Arbeitsplätze gesichert – und das mitten in der Wirtschaftskrise. Jetzt ist öffentlicher Druck gefragt!

Aktuelle haben sich 70.128 Personen an der Aktion von campact beteiligt. Es wäre schön, wenn wir hier etwas bewegen können, denn daran wird sich zeigen, welche Bedeutung der Klimaschutz für die Bundesregierung wirklich hat. Also, bitte die Aktion weiter bekannt machen und die Informationen weiterverteilen!

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Hohe Akzeptanz für Biogasheizkraftwerk dank Bürgergutachten

Die baden-württembergische Stadt Rottweil ist für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats Februar 2010 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.

Seit Anfang 2008 produziert eine Biogasanlage Wärme und Strom für den Rottweiler Ortsteil Hausen. Dabei wird mehr Strom erzeugt, als die gut 1.000 Einwohner des Ortsteils verbrauchen. Die gewonnene Wärme wird in das lokale Nahwärmenetz eingespeist, das jeden zweiten Haushalt erreicht. Vorbildlich ist die Einbindung der Bevölkerung. Im Rahmen von Bürgerversammlungen erstellten die Anwohner ein Bürgergutachten und nahmen so aktiv an der Planung der Biogasanlage teil. „Durch die Einbindung der Bevölkerung während der Planungsphase ist die Akzeptanz auch zwei Jahre nach der Inbetriebnahme sehr hoch“, betont Herbert Sauter, Ortsvorsteher des Stadtteils Hausen.

Am Anfang stand die Frage nach der zukünftigen Strom- und Wärmeversorgung in Rottweil-Hausen. Im Laufe von sieben Monaten trafen sich die Anwohner zu mehreren Arbeitstreffen, Bürgerversammlungen und Besichtigungen. Der ganze Prozess war bis zur Entscheidung ergebnisoffen angelegt, denn Vertreter der ENRW Energieversorgung Rottweil waren nicht stimmberechtigt sondern nur als Experten gefragt. Beim Thema Biogas äußerten einige Bürger zunächst Vorbehalte gegen die Verwendung von Nahrungs- und Futtermitteln zur Energiegewinnung. Die geladenen Landwirte der Umgebung konnten diese Bedenken jedoch entkräften. Neben Reststoffen, wie beispielsweise Gülle, werden für die Biogasanlage ausschließlich Energiepflanzen auf ehemals stillgelegten Flächen angebaut. Alle Ergebnisse und Forderungen des Abstimmungsprozesses flossen in ein gemeinsames Bürgergutachten ein, das beim Genehmigungsverfahren durch den Ortschaftsrat berücksichtigt wurde.

„Bei der Planung von Erneuerbaren-Energien-Projekten ist die Kommunikation das A und O“, betont Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, anlässlich der Bekanntgabe der „Energie-Kommune“ des Monats. „Information und Beteiligung der Anwohner sind wichtige Vorbedingungen für die spätere Akzeptanz vor Ort. Dies wird an der erfolgreichen Umsetzung der Biogasanlage in Rottweil-Hausen exemplarisch deutlich. Hier war die Einbindung der Bevölkerung von Anfang an vorbildlich“, so Mayer.

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Stärkung der Kommunen für den Ausbau Erneuerbarer Energien

Zum Beschluss des Bundesrates zur Ausweitung der Gewerbesteuerzerlegung auf Photovoltaik-Freiflächenanlagen erklärt Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR e.V.:

Der Beschluss des Bundesrates, die Aufteilung der Gewerbesteuer zwischen Standortgemeinde und Sitzgemeinde des jeweiligen Unternehmens ähnlich wie bei der Windkraft im Verhältnis 70:30 aufzuteilen, entspricht der wichtigen Rolle der Kommunen beim weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien. Mit der Ausweitung des Gewerbesteuersplittings wird ein wichtiger Anreiz geschaffen, weitere Flächen auszuweisen, sodass die Kommunen ihre Energieversorgung vollständig auf Erneuerbare Energien umstellen können. Dieser Bundesrats-Beschluss ist also vernünftig und hat nachhaltige Wirkung.

Der Bundestag muss im weiteren Gesetzgebungsverfahren die Änderungen des Bundesrates lediglich befürworten. Da sich schon die CSU-Landesgruppe bei ihrer Klausursitzung in Wildbad Kreuth für eine solche Änderung des Gewerbesteuergesetzes ausgesprochen hat, dürften von den schwarz-gelben Koalitionsfraktionen keine Widerstände zu erwarten sein. Initiativen zur Stärkung der Kommunen und der kommunalen Finanzen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gingen zwar in der vorigen Wahlperiode (zur Windkraft) und in der jetzigen Wahlperiode (zu Photovoltaik-Freiflächenanlagen) von der SPD-Bundestagsfraktion und vom SPD-regierten Rheinland-Pfalz aus. Allen Parteien und Fraktionen wird die Bedeutung der kommunalen Entscheidungsträger für den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien aber immer bewusster.

Auch wenn Solaranlagen in Zukunft ganz überwiegend auf Dächern installiert werden, bleiben Freiflächenanlagen ein Element des Ausbaus der Photovoltaik in Deutschland. Vorschläge von EUROSOLAR zu einer Solaren Innovationsstrategie für Deutschland wurden Mitte Januar präsentiert. Im Mai bietet EUROSOLAR mit der vierten Konferenz „Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien“ in München und mit der Tagung „Neue Raumordung für Erneuerbare Energien“ in Kassel hierzu zwei vorwärtsweisende Konferenzen an. Das Innovationskonzept finden Sie hier. Näheres zu den beiden Veranstaltungen finden hier.

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Volle Fördertöpfe für Haussanierer?

www.campact.deGenau an dem Tag, als die dena eine Information über die Förderung von Sanierungsmaßnahmen veröffentlicht, wird bekannt, dass die Bundesregierung die Fördermittel für die Gebäudesanierung kürzen will. Laut Campact.de, enthielt der Haushaltsentwurf von Finanzminister Schäuble für dieses Jahr gerade einmal noch 1,1 Milliarden Euro an Fördermitteln, während im letzten Jahr gut doppelt so viel zur Verfügung gestellt wurde. Daher muss damit gerechnet werden, dass die Fördermittel schnell erschöpft sein werden. Dabei ist die Förderung ein wichtiges Signal und ein bedeutender Anreiz zur energetischen Sanierung von Gebäuden. Nicht umsonst war das CO2-Gebäudesanierungsprogramm in den vergangenen Jahren so erfolgreich. Ohne diese Förderung hätte es deutlich weniger energetische  Sanierungen gegeben. Daher ist die folgende Meldung der dena zwar interessant, aber vielleicht unter Vorbehalt:

Wer seinen Altbau energieeffizient sanieren möchte, profitiert derzeit von niedrigen Zinsen und besonders attraktiven staatlichen Förderungen. Von der Energieberatung über den Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zur Komplettsanierung – die Fördermöglichkeiten für energetisch sinnvolle Modernisierungen sind zahlreich. „Grundsätzlich gilt, je umfangreicher die Maßnahmen sind und je besser der energetische Standard, desto mehr gibt der Staat dazu“, sagt Thomas Kwapich von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

Die dena hat beispielhaft fünf typische energiesparende Sanierungen* zusammengestellt und  zeigt was es kostet, wie viel der Staat dazugibt und wann sich die Investitionen rechnen. Was energetisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, muss für jedes Gebäude individuell entschieden werden. Daher ist es unverzichtbar gleich zu Beginn einen Energieberater einzubinden, der den erforderlichen energetischen Modernisierungsbedarf des Gebäudes ermittelt. Die folgenden Sanierungspakete umfassen Maßnahmen für den kleinen Geldbeutel bis hin zum energetisch optimalen Standard. weiterlesen »

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Welche Wärmepumpe soll es denn nun sein?

Passend zu dem Beitrag über Wärmepumpen der vergangenen Woche, habe ich einen Filmbeitrag über die Auswahl von Wärmepumpen gefunden. Welche Art von Wärmepumpe soll es sein? Soll es ein Erdwärmepumpe oder doch lieber eine Luftwärmepumpe sein? Welche Wärmepumpen gibt es darüber hinaus? Worin unterscheiden sie sich und was gilt es zu beachten? Eine Reportage auf N24 gibt Aufschluss.

via “Erdwärme für alle”

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