Energieeffizienz in öffentlichen Schwimmbädern erfolgreich umgesetzt

Seit dem Klimagipfel in Kopenhagen im Dezember wird eine Frage mehr denn je diskutiert: Wie lässt sich der Ausstoß an CO2-Emissionen von Privatpersonen und insbesondere von Unternehmen nachhaltig senken? Die Bädergesellschaft Bremerhaven hat längst eine Antwort darauf: Zwei Schwimmbäder des Unternehmens, ein Hallenbad und das Freibad, haben ihren Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen in den vergangenen fünf Jahren um über 20 Prozent reduziert. Zusammen sparen die beiden Bäder rund 220 Tonnen CO2 jährlich ein – das ist ungefähr soviel wie 122 Autos im Jahr durchschnittlich an CO2 ausstoßen. Für diese Leistung erhielten das BAD 1 und das Freibad Grünhöfe der Bädergesellschaft am 22. Januar die Auszeichnung „Klimaschutzbetrieb CO2-20 2009“. Stellvertretend für den Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa ernannte Staatsrat Wolfgang Golasowski sie offiziell zu den ersten kommunalen Klimaschutzbetrieben des Landes Bremen.

„Die beiden Betriebe zeigen: Energieintensive Einrichtungen wie öffentliche Schwimmbäder sind nicht zwangsläufig Klimakiller. Durch den Einsatz verschiedener Maßnahmen wurde hier konsequent Klimaschutz betrieben und das zahlt sich nicht nur für die Umwelt aus“, so Golasowski, der bei einem Rundgang durch den Technikraum des Hallenbads BAD 1 erfuhr: Dank einer höheren Energieeffizienz sind die Betriebskosten um circa 16 Prozent gesunken. Beeindruckt war er von der überarbeiteten Gebäudeleittechnik im Schwimmbad. „Über eine automatische Steuerung wird an keiner Stelle im Gebäude mehr Energie verbraucht als notwendig“, sagt Robert Haase, Geschäftsführer der Gesellschaft. Das ist aber nicht die einzige Strom sparende Neuerung im BAD 1: Die Motoren der Wasserpumpen sind mit Frequenzumrichtern ausgestattet, mit denen die Maschinen effizienter betrieben werden, d.h., bei gleicher Leistung weniger Energie benötigen. „So konnten wir unseren Stromverbrauch um 20 Prozent reduzieren“, erklärt Haase weiter.

Weitere Bäder in Bremerhaven setzen auf Energieeffizienz

Während das Hallenbad auf umweltfreundliche Fernwärme aus dem örtlichen Müllheizkraftwerk zurückgreift, wird der Wärmebedarf des Freibades größtenteils durch eine 2008 auf dem Dach installierte Solarabsorberanlage gedeckt. Die durch Solarkollektoren erzeugte Energie erwärmt das Wasser in den Schwimmbecken. Dadurch haben sich die jährlichen Betriebskosten im Freiluft-Schwimmbad um rund 20.000 Euro verringert. „Die Investition in die Anlage hat sich somit schon jetzt amortisiert“, freut sich Robert Haase, der mit seinen Mitarbeitern aber auch in den anderen Bremerhavener Bädern auf ökologische Effizienz setzt. Im BAD 3 zum Beispiel hat man Wärmepumpen eingebaut, mit denen aus der Abluft Wärme zurück gewonnen wird. Im BAD 2 wurde erst kürzlich ein Blockheizkraftwerk mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung installiert. „Die Bädergesellschaft Bremerhaven hat die Zeichen der Zeit erkannt und rüstet nun auch die weiteren Einrichtungen ökologisch nachhaltig um. Das nenne ich vorbildlich“, betonte Wolfgang Golasowski und weiter: „Ich bin mir sicher, dass wir uns wiedersehen: Bei der Ernennung weiterer Bäder in Bremerhaven zum Klimaschutzbetrieb CO2 -20.“

Jedes Unternehmen kann sich jährlich neu auch mit verschiedenen Betriebsstätten um die Auszeichnung bewerben, wenn es seine CO2-Emissionen am Standort im Land Bremen nachweislich um 20 Prozent in den letzten fünf Jahren gesenkt hat. Neben Energiesparmaßnahmen wird auch die Nutzung selbst erzeugter regenerativer Energie anerkannt. Ein Expertenteam bewertet die Klimaschutz-Leistungen getrennt nach den Energieträgern Strom, Gas, Öl und Fernwärme. Der Titel „Klimaschutzbetrieb“ wird mit einer Jahreszahl versehen, um den Aktionszeitraum zu bezeichnen und gleichzeitig die Träger anzuregen, auch weiterhin nach Energieeinsparmöglichkeiten zu suchen. Mit der Vergabe des Titels hat sich das Unternehmen automatisch auch für eine Mitgliedschaft in der ’partnerschaft umwelt unternehmen’ qualifiziert.

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Neue Solarstromförderung in Frankreich

Während wir über die Absenkung der Einspeisevergütung für Solarstrom und die Zukunft der deutschen Solarindustrie diskutieren, hat Frabkreich gehandelt und neue, höhere Vergütungssätze für Solarstrom festgelegt. Das von der französischen Solarbranche seit Monaten erwartete Dekret zur Neuregelung der Vergütung für Solarstrom vom 12. Januar wurde am 14. Januar veröffentlicht und gilt für Solaranlagen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Betrieb waren.

Das neue Dekret unterscheidet zwischen gebäudeintegrierten Anlagen (intégration au bâti), Anlagen mit vereinfachter Gebäudeintegration (intégration simplifiée au bâti) und sonstigen Anlagen. Die bisherige Tarifregelung sah eine Grundvergütung sowie eine Prämie für Gebäudeintegration (prime à l’intégration de bâtiment) vor.

Ob die im Dekret genannten Anforderungen für Gebäudeintegration oder vereinfachte Gebäudeintegration erfüllt sind, ist im Einzelfall zu prüfen und durch eine Konformitätserklärung des Herstellers nachzuweisen.

“Das neue Dekret wirft noch zahlreiche Fragen auf, insbesondere zu den Anforderungen der vereinfachten Gebäudeintegration, deren praktischer Anwendungsbereich nun sehr begrenzt sein dürfte. Ausgeräumt ist aber die Unsicherheit zur Tarifhöhe. Damit ist für neue Projekte nun wieder mehr Planungssicherheit für Projektentwickler gewährleistet”, erläutert Olivier Fazio, Avocat bei Sterr-Kölln & Partner in Paris. Ein am 16. Januar veröffentlichtes Berichtigungsdekret präzisiert bereits Angaben zum Tarif und zur Gebäudeintegration von Fassadenelementen. weiterlesen ›

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Schnitt bei Solarförderung wird vollzogen

Gruenspar.de

Bevor ich auf die Änderungen in der Einspeisevergütung für Photovoltaik eingehe, möchte ich noch einmal klarstellen, die Einspeisevergütung ist keine Subvention des Staates. Sie wird durch eine Umlage finanziert, die von allen Stromverbrauchern bezahlt wird. Der Eindruck, dass die Einspeisevergütung vom Staat als Subvention bezahlt wird, der wird immer wieder -wider besseren Wissens – erweckt, um die Stimmung gegen Photovoltaik aufzuheizen. Wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz funktioniert, ist bei Wikipedia nachzulesen.

Der Spiegel macht schon in der Überschrift im Artikel zur Kürzung der Einspeisevergütung Stimmung gegen Solarstrom. Sollten seriöse Journalisten nicht Fakten sammeln und alle Seiten beleuchten? Ökostrom ist teurer, weil er sich selbst tragen muss, bei Atom- oder fossilen Kraftwerken zahlt der Staat versteckte Subventionen, damit diese Kraftwerke überhaupt betrieben werden können oder deren Folgen entsorgt werden können. Und um Subventionen handelt es sich auch nicht, wie oben bereits beschrieben.

Da ich immer noch keine offizielle Meldung zu den neuen Vergütungssätzen gefunden habe, muss ich dem Spiegel-Artikel die Höhe der Kürzungen entnehmen:

  • Solarstrom von Dachanlagen wird ab April um 15% weniger vergütet
  • Solarstrom aus Freiflächenanlagen wird ab Juni ebenfalls um 15% weniger vergütet
  • Solarzellen auf Ackerflächen erhalten ab Juli 25% weniger Vergütung

Eine höhere Vergütung erhalten hingegen die Selbstnutzer von Solarstrom, 5 cent pro erzeugter Kilowattstunde statt bisher 3,5 cent. weiterlesen ›

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Kreislauf des Atom-Irrsinns beenden

“Die Atomwirtschaft muss an den Milliardenkosten für die Räumung des Atomlagers Asse II beteiligt werden. Denn sie ist dazu verpflichtet”, verlangt der Präsident der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien EUROSOLAR e.V., Hermann Scheer. “Sie können aus den steuerfreien Rückstellungen der Atomkraftwerkebetreiber entnommen werden, die für die Entsorgung des Atommülls gedacht waren und bis heute auf mehr als 30 Milliarden Euro aufgelaufen sind. Diese gesetzlich zweckgebundenen Rückstellungen sind zumindest für den Anteil der in Asse II gelagerten radioaktiven Stoffe zu verwenden, die aus dem Betrieb von Atomkraftwerken stammen.”

Zu dem Plan, das unterirdische Lager Asse II zu entleeren, sagte Scheer: “Von allen bekannten Varianten ist dies die einzige realistische Möglichkeit, um eine Gefahr für die Menschheit wenigstens vorläufig zu beseitigen. Allerdings weise ich darauf hin, dass es nach wie vor nirgendwo ein gesichertes Endlager gibt. Auch wenn die strahlende Altlast aus Asse II in dem benachbarten Schacht Konrad untergebracht wird, ist dies keine kontrollierbare Lösung.”

Die wahnwitzig teure Katastrophe mit dem Atommüll in Asse II belegt nach Ansicht Scheers, “dass die Energiegewinnung aus Kernkraft ein Irrweg ist, der die dauerhaften Gefahren und die immensen Kosten ignoriert. Bei den laufenden vertraulichen Gesprächen mit den Chefs der Energieversorgungsunternehmen muss Bundesumweltminister Norbert Röttgen darauf bestehen, dass die Atomwirtschaft ihre gesetzlichen Verpflichtungen einhält. In dieser Situation darf er sich aber erst recht nicht darauf einlassen, den Atomkonsens aufzukündigen und Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke zuzustimmen. Denn dadurch würden zusätzliche abgebrannte Brennelemente produziert, die dann wiederum irgendwo in unsicheren Stollen oder in zweifelhaften Zwischenlagern geparkt würde. Es wäre ein Kreislauf des Irrsinns.”

Wenn die Atomwirtschaft endlich mal für alle Kosten selbst aufkommen muss, wird man sich überlegen, ob man dann noch von billigen Atomstrom reden kann. Bisher ist sie nur durch staatliche Unterstützung überhaupt lebensfähig.

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Solarstrom-Vergütung muss lohnenswert bleiben

Die Diskussion über die vorschnelle und deutliche Absenkung der Einspeisevergütung für Solarstrom hat auf den Seiten von energynet.de einen großen Boom an Seitenaufrufen ausgelöst. Mehr als doppelt so viele Seitenaufrufe und überwiegend zum Thema Solarstrom zeigen, dass dieses Thema viele Menschen interessiert und beschäftigt. Dazu gehört auch der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V., der sonst kaum in Medien auffällt:

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. protestiert gegen die geplante Absenkung der Einspeisevergütung für Solarstrom. Solarstromanlagen könnten bei Fortsetzung des bisherigen Ausbautempos bereits in 10 Jahren die Hälfte des jetzigen Strombedarfs decken. Der Neubau von Kohlekraftwerken und der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken können unterbleiben.

Eine Reduzierung der Vergütungen wird dazu führen, dass Investionen in Solartechnik unterbleiben. Auch den klein- und mittelständigen Solarinstallations-Betrieben wird ein erheblicher Schaden zugefügt. Gute Arbeit muss angemessen bezahlt werden. Solarstromanlagen müssen sich finanziell lohnen.

Der SFV fordert deshalb:

  1. Sofortige Rücknahme der verschärften Vergütungs-Degression im EEG 2009. Stattdessen Wiedereinführung der bis dahin geltenden 5 Prozent-Degression.
  2. Einführung eines Gebäude-Integrations-Bonus.
  3. Einführung einer erhöhten Einspeisevergütung für Kleinanlagen bis 10 kW

Hintergrundinformationen finden Sie unter http://www.sfv.de/artikel/unsere_strategie_nach_kopenhagen.htm

Sollten Sie hierzu Fragen haben, so rufen Sie uns gern an. Wir sind unter der Telefon-Nummer 0241-511616 zuverlässig zu erreichen.

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Steigt Deutschland aus der Solarwirtschaft aus?

Nachdem die Angaben zur Einspeisevergütung für Photovoltaik der mit Abstand wichtigste Beitrag bei energynet.de geworden ist, will ich auch nicht versäumen von den neuesten Änderungen zu berichten.

Was gibt es zu berichten? Offizielle Meldungen der Bundesregierung gibt es nicht, nur Meldungen, wie die von Spiegel Online gestern abend. Nach dieser Meldung soll die Einspeisevergütung schon zum 01. April 2010 um bis zu 17% reduziert werden. Und wenn der Ausbau weiter so stark voran gehen sollte, dann wird die Einspeisevergütung in 2011 ebenfalls deutlicher als geplant reduziert. Eine abschließende Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, das soll erst nächste Woche der Fall sein.

Damit wird in Deutschland, dem weltweiten Vorreiter der Solar-Förderung, die Luft dünner für den Zubau von Photovoltaik-Anlagen. Dabei beträgt der Anteil von Solarstrom an der gesamten Stromerzeugung gerade einmal 1%. Man mag sagen, dass die Hersteller derzeit riesige Gewinne machen. Aber die sind nötig, um investieren zu können und mithalten zu können auf dem bisher schon hart umkämpften Markt. Und die Handwerker, die vielen kleinen Elektrobetriebe, die mit dem Angebot der Installation von Photovoltaik-Anlagen sich ein wichtiges Standbein aufgebaut haben?

Als Beispiel kann ich hier wieder einmal Erhard Renz von der Fa. Ralos Gmbh  aus Michelstadt aufführen, der sich seit Jahren enorm engagiert für erneuerbare Energien, für den das alles noch völlig unglaublich ist und der immer noch voller Unverständnis und Wut ist.

Für den Bundestagsabgeordneten Hans-Josef Fell von Bündnis90/Die Grünen ist diese Kürzung der Einspeisevergütung existenzbedrohend für viele Solarunternehmen, die heute schon rote Zahlen schreiben. Er vemisst bei der Bundesregierung eine Technologiestrategie für Photovoltaik, bei der jetzigen Strategie profitiere nur die Atomwirtschaft und die Solarkonkurrenz aus China. Denn die Konkurrenz aus China habe mit dieser Entscheidung auf dem rasant wachsenden Weltmarkt weniger die Konkurrenz aus Deutschland zu fürchten.

Ja, so sehe ich es auch, die Zukunft spielt auf dem Weltmarkt, nicht in Deutschland. In vielen anderen Ländern auf der Welt wird der Photovoltaik-Markt rasant an Fahrt aufnehmen. Wenn deutsche Firmen dabei keine Rolle spielen, können wir uns bei der Bundesregierung bedanken.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), der bei den Gesprächen im Umweltministerium dabei gewesen sein soll, sieht 50.000 Arbeitsplätze in Gefahr

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und Analysten warnen eindringlich vor einer zu schnellen Absenkung der Solarstromförderung. Eine zusätzliche Reduktion der Fördersätze für Photovoltaikanlagen im zweistelligen Prozentbereich noch in diesem Jahr würden große Teile der deutschen Solarwirtschaft nicht überleben. Rund 50.000 Arbeitsplätze stünden für diesen Fall in Deutschland auf dem Spiel. Bereits am 1. Januar 2010 war die Förderung für neue Solarstromanlagen turnusgemäß um rund zehn Prozent reduziert worden. Nach unbestätigten Medienberichten plant das Bundesumweltministerium, die Förderung im Sommer 2010 und zum Jahreswechsel 2011 nochmals um jeweils rund 15 Prozent zu senken.

Produktion in Deutschland gefährdet

In einem Analysepapier der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) vom 13.1. 2010 heißt es, eine Absenkung der Solarstromförderung im zweistelligen Prozentbereich “bedeutet das Aus für den europäischen Produktionsstandort”. Eine Tarifkürzung begünstige zudem die ostasiatischen Wettbewerber, die in diesem Fall verstärkt Marktanteile gewinnen würden, so die LBBW-Analyse. Hintergrund dafür sind vor allem Wechselkursvorteile und eine Unterbewertung der chinesischen Währung.

Bei einer zusätzlichen zweistelligen prozentualen Kürzung der Förderung würden Projektrenditen unter die von Analysten als kritisch betrachtete Marke zwischen sechs bis sieben Prozent sinken. „Das ist das notwendige Minimum, um Käufern neuer Photovoltaik-Anlagen einen ausreichenden Investitionsanreiz zu bieten und das Betreiberrisiko auszugleichen“, so Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar).

Auch cleanthinking.de -Blogger Martin Jendrischek fürchtet um viele Arbeitsplätze vor allem in Ostdeutschland, sollte diese Entscheidung umgesetzt werden.

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Erneuerbare Energien bringen viel Ertrag auf wenig Fläche

Auf einer Fläche von 357.104 Quadratkilometern müssen in Deutschland Industrie, Landwirtschaft und Wald, Wohngebäude und Verkehrswege Platz finden. Zunehmend beansprucht auch die Energiegewinnung aus Erneuerbaren Energien Flächen – sei es durch Windparks, Energiepflanzen oder Solaranlagen. Im Vorfeld der „Internationalen Grünen Woche“ stellte die Agentur für Erneuerbare Energien den ersten Potenzialatlas vor. In ihm ist der Flächenverbrauch von heute und bis zum Jahr 2020 für alle Sparten der Erneuerbaren Energien berechnet. Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie erreichen bis dahin nach Branchenprognosen einen Anteil von 28 Prozent am Energieverbrauch.

„Der Atlas zeigt, welche Potenziale im Energieland Deutschland stecken – sei es auf dem Acker oder auf unseren Dächern und mit der Erdwärme sogar unter unseren Füßen“, resümiert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Die Erneuerbaren Energien bringen viel Ertrag auf wenig Fläche“, so Mayer weiter. „So kann beispielsweise die Windenergie an Land bis 2020 ein Fünftel des deutschen Strombedarfs decken. Dafür benötigt sie aber nur etwa 0,75 Prozent der Landesfläche.“ weiterlesen ›

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Sanierungsprojekt zu klimaneutraler Energieversorgung von Gebäuden

Diese Projektvorstellung ist mehr als eine energetische Sanierung eines einzelnen Gebäudes, hier wird gleich ein ganzer Stadtteil saniert. Es wäre doch interessant mehr darüber zu erfahren. Wichtig ist immer, wie solch ein Projekt umgesetzt wird und, damit es als Vorbild taugt, wie wirtschaftlich sind solche Sanierungsmaßnahmen?

Mit dem Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung des Quartiers Weingarten in Freiburg im Breisgau startete Anfang Dezember das von der Freiburger Stadtbau FSB, der badenova WÄRMEPLUS und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE gemeinsam durchgeführte Forschungsprojekt »Weingarten 2020«. Das Projekt geht weit über eine Standardsanierung hinaus. Durch die Beteiligung der Forschung wird es möglich, den Primärenergiebedarf, d. h. den Energiebedarf, der für Beheizung, Trinkwassererwärmung, Lüftung, Klimatisierung und Beleuchtung sowie Hilfsenergien notwendig ist, gegenüber dem heutigen Stand der Technik nochmals deutlich zu reduzieren. Das Beispiel soll Schule machen und dazu beitragen, dass in Zukunft auch aus älteren Bestandsgebäuden nachhaltige Häuser mit geringem Energieverbrauch werden. Es will zeigen, dass bei der Gebäudesubstanz eine weitere grundlegende Verbesserung der Möglichkeiten einer konsequenten und nachhaltigen energetischen Sanierung bei niedrigen Kosten möglich ist. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Projekt im Rahmen des Schwerpunkts »Energieeffiziente Stadt«.

Ziel des Vorhabens ist die Planung, Umsetzung und messtechnische Analyse der energetischen Sanierung der Gebäude und der Energieversorgung dieses Stadtteils. »Der Primärenergieverbrauch aller Energiedienstleistungen wird um 30 Prozent gegenüber dem heutigen Zustand reduziert werden«, so Sebastian Herkel, Leiter der Gruppe Solares Bauen am Fraunhofer ISE. »Das Vorhaben soll exemplarisch ein zukunftsfähiges Modell energetischer Stadtsanierung darstellen, um so den Pfad zu einer nachhaltigen, klimaneutralen Energieversorgung aufzuzeigen.« Die Reduktion des Energieverbrauchs hat auch Einfluss auf die Auslastung von Blockheizkraftwerken (BHKW). Bei der Sanierung werden Lösungen angestrebt, die einerseits eine Reduzierung des Wärmeverbrauchs bewirken und andererseits die Laufzeiten des BHKW und damit die dadurch erreichbare CO2-Reduktion miteinander in Einklang bringen. weiterlesen ›

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Wie soll es weiter gehen mit der Solar-Förderung?

Die Förderung von Solarstrom ist genauso erfolgreich wie umstritten, siehe auch den vorigen Beitrag oder den Beitrag von Erhard Renz im Ralos-Blog zur Stimmungsmache. Ab heute berät die Bundesregierung die Zukunft der Einspeisevergütung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen.

Wie ist Ihre Meinung zur Zukunft der Förderung von Photovoltaik-Anlagen?

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Solarstrom bereits 2013 auf Niveau der Verbraucher-Stromtarife

Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. lässt sich Solarstrom bereits in vier Jahren auf deutschen Dächern zu Kosten erzeugen, die dem Niveau herkömmlicher Verbraucher-Stromtarife entsprechen. Möglich wird dies durch Erfolge bei der Kostensenkung, durch die Weiterentwicklung der Technologie und durch einen beschleunigten Photovoltaik-Marktausbau. Auch die hohe Investitionsbereitschaft der Bürger trägt maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung der Solarenergie bei. Die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger ist nach einer heute veröffentlichten FORSA-Umfrage bereit, deutlich mehr Geld für die Markteinführung von Solarenergie zu zahlen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat deshalb das Dialogangebot der Politik zur Überprüfung der Solarstromförderung aufgegriffen und ist mit einem Vorschlag zur Senkung der Solarförderung in die politischen Gespräche dieser Woche gegangen. Das Konzept des BSW-Solar sieht vor, dass die Förderung bei anhaltendem starken Marktwachstum jährlich um bis zu fünf Prozentpunkte schneller abgesenkt wird, als bislang gesetzlich vorgesehen. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sinkt die Solarförderung bislang um rund neun Prozent im Jahr.

„Solarstrom vom eigenen Dach ist dann bereits zum Ende dieser Legislaturperiode so günstig wie Strom aus der Steckdose“, so BSW-Solar-Geschäftsführer Carsten Körnig. „Damit trägt Solarenergie langfristig entscheidend zum Schutz der Verbraucher, zur Versorgungssicherheit und dem Erreichen der Klimaziele bei.“ Gleichzeitig gibt das Konzept des BSW-Solar Planungs- und Investitionssicherheit für die Solarbranche und Verbraucher.

Eine überwiegende Mehrheit der Bundesbürger hat diese Vorteile für sich erkannt. Das zeigt eine heute veröffentlichte Forsa-Umfrage: 71 Prozent der Befragten ist bereit, über ihre Stromrechnung einen signifikanten Beitrag für den Ausbau der Photovoltaik zu leisten. Die Bürger stimmten einer Erhöhung der Solarstromförderung von derzeit etwa drei Prozent ihrer Stromrechnung auf fünf Prozent zu. Dies würde eine vorübergehende Mehrbelastung eines Durchschnittshaushaltes von etwa 1,60 Euro im Monat bedeuten.

Dieses Geld sei gut angelegt, so BSW-Solar Präsident Günther Cramer: „Die Solarstrombranche investiert in den nächsten vier Jahren rund zehn Milliarden Euro am Standort Deutschland in Ausbau und Modernisierung der Photovoltaik-Produktion und in die Forschung“. Dabei zählt die Branche in Deutschland derzeit bereits rund 55.000 Beschäftigte.

So kann die unerschöpfliche, sichere Ressource Solarstrom als wichtige Säule der Energieversorgung etabliert und ausgebaut werden: „Zu den Vorteilen von Solarstrom zählt, dass er vor allem zu Spitzenlastzeiten und verbrauchernah erzeugt wird.“, so Cramer.

In über 100 Fabriken in Deutschland werden vom Silizium bis zur fertigen Anlage Solarkomponenten hergestellt. Ihre Produkte erfreuen sich auch im Ausland zunehmender Beliebtheit: Deutsche Solarunternehmen und ihre Zulieferer haben 2009 Exportumsätze von über fünf Milliarden Euro erreicht.

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