energynet

Energiesparendes Bauen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien

    CO2-neutrale Website
  • Kategorien


  • Archiv



energynet.de auf Facebook


Links

  Stromvergleich
gas.idealo.de
Elbatec Batterien
Stromanbieter vergleichen
Werbeartikel
Flos
Energieeffizient bauen
Denkmalschutz Immobilien
Containerdienst Berlin
energievergleich.de
Italien Wetter
Beco Uhrenbeweger - Eilux
online Rollenspiele
Nordsee Immobilien Norden

Unsere Online-Ratgeber
HeizCheck
Heizkosten im Neubau
PumpenCheck
Modernisieren
Förderung
BestPractice Archiv




LichtBlick



  • Aktuelle Diskussion:

    • Dietrich von Saldern: Sehr verehrte Frau Professor Kempfert. Sie haben sicher das Gutachten gelesen, das der...
    • Powwownow: Nachhaltig ist heutzutage wichtiger denn je! Vielen Dank!
    • Cleantech Martin: Hallo Andy, das Thema Energieeffizienz ist in den Medien generell ein stiefmütterlich behandeltes...
    • Johannes: Im Prinzip bin ich mit den Aussagen im Text einverstanden. Allerdings wird in dem Text übersehen, dass die...
    • Walter: Der Ratgeber ist meiner Meinung nach ein guter Einsteig zum Thema Heizungsmodernisierung. Denn so kann man...

Top-Artikel des Tages


blogoscoop
Energieliga.de
Sonnenertrag das Sonnenportal
ÖKOPORTAL - Das Webverzeichnis der Ökobranche
Paperblog :Die besten Artikel aus Blogs

Nordsee-Netzplan lenkt Ausbau der Windkraft in die falsche Richtung

10. Januar 2010

Zu dem Vorschlag, ein 30-Milliarden-Hochspannungsnetz unter der Nordsee zu bauen (siehe auch Artikel Hilft neues Stromnetz in der Nordsee den erneuerbaren Energien?), erklärt Hermann Scheer, Präsident von EUROSOLAR e.V.:

Der Plan, ein Hochspanungskabelnetz durch die Nordsee zu legen, das Strom aus Offshore-Windparks und aus norwegischen Stauseen liefern soll, mag auf den ersten Blick faszinierend aussehen, ist aber als Gesamtplan auf den zweiten Blick irreführend. Denn dahinter steckt unverkennbar die Absicht, den weiteren Ausbau der Windkraft in erster Linie auf Offshore-Anlagen und damit in die Hände der Energiekonzerne zu lenken. Damit würde dem wünschenswerten Ausbau dezentraler Stromerzeugung in vielen Händen – von Stadtwerken und von privaten Betreibern – der Weg verstellt. Diese dezentrale Erzeugung ist auch für die Windkraft die volkswirtschaftlich attraktivere und betriebswirtschaftlich preiswertere Alternative.

Es ist auffällig: Immer wenn milliardenschwere Megavorhaben angekündigt werden, gibt es große öffentliche Aufmerksamkeit. So war es bei der weit überschätzten Wüstenstromidee Desertec, und so ist es jetzt bei der North Seas Countries’ Offshore Grid Initiative. Dass es hierfür eine breite Zustimmung von Regierungen bis zu Greenpeace gibt, ist kein Ausweis für die Güte des Planspiels.
Netzinvestitionen müssen von den tatsächlichen Standorten der Stromerzeugung ausgehen. Dies gilt in erster Linie für den erforderlichen Strukturwandel zur Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien, der vorrangig zu dezentraler Stromerzeugung an vielen Standorten in breiter regionaler Streuung führen muss. Die Priorität bei künftigen Stromnetzinvestitionen muss also für regionale und lokale Erzeuger gesetzt werden, die intelligente Systeme mit einem Mix aus Erneuerbaren Energien anbieten.

Der Ausbau von Versorgungsleitungen aus norwegischen Wasserkraftwerken nach Zentraleuropa ist deshalb vernünftig, um auf diesem Wege schneller zu einem notwendigen und vollständigem Strommix mit Erneuerbaren Energien, insbesondere zu einer Reserveleistung für die Windkraft in windarmen Sommermonaten, zu kommen. Demgegenüber muss jede Investition für Untersee-Hochspannungskabel von Offshore-Windparks in der Nordsee davon abhängig bleiben, dass derartige Produktionsstätten tatsächlich praktisch gesichert sind. Wie viele Kapazitäten es sein werden, ist heute allerdings nicht seriös abschätzbar. Es bleibt fraglich, ob eine Offshore-Kapazität von 100 Gigawatt in der Nordsee (entsprechend 100 Kohlekraftwerken von je 1.000 Megawatt) entsteht, wie europäische Stromkonzerne behaupten.
Es steht nämlich zweifelsfrei fest, dass Windkraftanlagen Onshore auf dem Festland oder Nearshore in Küstennähe zu deutlich niedrigeren Kosten produzieren können. Dabei wird es bleiben. Nicht zufällig muss Windstrom aus Offshore-Anlagen nach dem deutschen EEG eine um 40 Prozent höhere Einspeisungsvergütung pro Kilowattstunde erhalten als Windstrom vom Festland. Wer einseitig auf Offshore setzt, schadet dem Wechsel zu Erneuerbaren Energien, weil er ihn verteuert und zeitlich verzögert. Die Stromkonzerne setzen nur deshalb darauf, weil sie dadurch ihr Oligopol als Stromproduzenten erhalten wollen, das sie mit ihren Atom- und Kohlekraftwerken und ihren Preisdiktaten errungen haben.

Enhanced by Zemanta

· Gelesen: 1352 · heute: 5

Kommentar schreiben

XHTML: Sie können diese Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>