Reduzierung von Energiekosten erhöht die Wirtschaftlichkeit

Photovoltaikversicherung

Mal ein ganz anderes Thema, kommt viel zu selten vor, aber dafür umso wichtiger. Schließlich ist die nicht benötigte Energie die wichtigste Energiequelle. Autor des Textes ist Helmut König. Firmen-Pressemitteilungen veröffentliche ich nur selten, aber diese hier veröffentliche ich gerne, wegen des einfachen Prinzips und der schnellen Amortisation. Es fehlt allerdings eine konkrete Zahl,um wie viel in diesem Beispiel die Heizkosten reduziert werden konnten. Ich bin gespannt, was meine Leser darüber denken.

Wenn man heute vielen Energie-Effizienz-Beratern zuhört, dann fallen Begriffe wie CO2 Reduzierung, etwas für den Umweltschutz tun, an die Zukunft denken, Ressourcen schonen oder auf erneuerbare Energien setzen. Viel zu wenig fällt der Begriff Wirtschaftlichkeit, obwohl viele Maßnahmen im Bereich der energetischen Sanierung Erträge bringen können, die selbst bei hoch spekulativen Anlagemöglichkeiten in der Finanzbranche nicht realisierbar wären.

Ein Beispiel dafür sind Industriehallen,  an kalten Tagen sieht man es besonders deutlich: flimmernde Luft über Industriehallen, deren Oberlichter geöffnet sind. Fataler Weise versucht die Regelung der Hallenheizung, durch maximalen Einsatz die Temperatur zu halten und heizt so zum Fenster hinaus. Gleiches passiert natürlich, wenn Hallentore geöffnet sind.

Dies fiel auch dem Besitzer eines Autohauses auf, der die Euroscheine förmlich durch die Oberlichter davon flattern sah. Solche Verschwendung von Energie kann aber heute mit einfach nachrüstbaren Systemen minimiert werden. Batterielose Funksensoren, deren erforderliche Energie zum Versenden der Funksignale von Solarzellen erzeugt wird, teilen einem zentralen Controller mit, wenn Fenster, Tür oder Rolltor geöffnet wurden. Der Controller schaltet dann die verschiedenen Hallenheizungen ein- bzw. aus, steuert so die Heizung und spart jede Menge Energie.

IPcontrols, ein High-Tech-Unternehmen aus Marburg in Hessen, hat dieses Internet-basierte System entwickelt, dass bisher überwiegend in der Einzelraumsteuerung in Krankenhäusern, Wohnheimen oder Schulen eingesetzt wird. Dabei entwickelt und liefert das Unternehmen den Controller und nutzt dazu die auf dem Markt befindlichen Systeme der batterielosen Sensortechnik. Aber ein solches System kann natürlich noch mehr:

Über den Controller kann z.B. ein Heizplan eingegeben werden, der für jedes Gebäude oder jeden separaten Raum Ein- und Ausschaltzeiten, auch mit kurzfristigen Änderungen festlegt. Bedient wird der Controller mit einem Standard-Webbrowser. Das System ist natürlich so gesichert, dass Unbefugte nicht zugreifen können.

Die weiteren Ausbaumöglichkeiten für diese neue Technik sind enorm. Heute schon kann z.B. von jeder Stelle, die einen Internetzugang hat, kontrolliert werden, ob in einem so ausgerüsteten Gebäude alle Fenster und Türen geschlossen sind. Gleichermaßen könnte mit entsprechenden Sensoren Veränderungen oder Bewegungen im Haus erkannt werden und so der Brand- oder Diebstahlschutz verbessert werden. Ähnlich wie bei Linux ist es ein frei zugängliches System, dass Neuentwicklungen von anderen Unternehmen integrieren kann. weiterlesen »

Energieeffizienz | , , | 2 Kommentare

Umfragen für Photovoltaik-Interessierte

Das Thema Photovoltaik interessiert sehr viele meiner Leser, daher weise ich auch gerne auf die Seite www.photovoltaikumfragen.de hin. Dort gibt es immer wieder interessante Umfragen rund um die Photovoltaik-Branche.Es geht um Marken, Technik, Preise, Gehalt, Produkte oder um das aktuelle Thema Einspeisevergütung.

Aus der Selbstbeschreibung:

Wir möchten “Ihre Meinung zu verschiedenen Themen aus den Bereichen Solar und Photovoltaik in Erfahrung bringen, um so den Solarmarkt auf die Bedürfnisse des Kunden auszurichten. Internationale und führende Unternehmen, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen aus der Solarbranche sind an den Meinungen und Erfahrungen unserer Mitglieder interessiert.”

Aktuelle Themen sind:

Kundenzufriedenheit als Erfolgsfaktor
Um die Kundenzufriedenheit immer auf einem hohen Level zu halten, startet der Versicherungsmakler Gerd Rosanowske über das Umfrageportal www.photovoltaikumfrage.de erneut eine Meinungsumfrage zum Thema Kundenzufriedenheit. In dieser Umfrage werden Bestandskunden gebeten, zu gewissen Themen Stellung zu nehmen. Rosanowske möchte mit den Ergebnissen aus der Umfrage seinen Service und Dienst am Kunden permanent verbessern. Grundsätzlich soll mit jährlich stattfindenden Kundenbefragungen herausgefunden werden, wie zufrieden die Kunden mit den Produkten und den angebotenen Dienstleistungen sind.

“Ich bin erst dann zufrieden, wenn es auch meine Kunden sind”, so Rosanowske. „Wir möchten unseren Kunden einen einzigartigen Service und Mehrwert bieten. Dies gelingt nur, wenn Umfragen zur Kundenzufriedenheit regelmäßig gestartet, ausgewertet und miteinander verglichen werden“, so Rosanowske weiter.

Umfrage zur geplanten Kürzung der Solarförderung
Die Bundesregierung kürzt die Vergütung für Solarstromanlagen noch in diesem Jahr generell um 15 Prozent zusätzlich. Diese Änderung soll für Dachanlagen zum 1. April und für Anlagen auf Freiflächen zum 1. Juli in Kraft treten. Das kündigte Bundesumweltminister Norbert Röttgen von der CDU an.

Eine Ausnahme gilt demnach aber für Solaranlagen auf Ackerflächen:
Hier betrage die zusätzliche Kürzung 25 Prozent. Stärker gefördert werden soll dagegen der Eigenverbrauch des Stroms aus Dachanlagen. Besitzer, die ihren Strom selbst nutzen, erhalten künftig 5 Cent Förderung pro eingepeiste Kilowattstunde, als bislang 3,5 Cent.

Zu Jahresbeginn war die Förderung für neue Solarstromanlagen gemäß dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) bereits um 10 Prozent gekürzt worden. Anfang 2011 ist eine weitere Kürzung um 10 Prozent geplant.

Die nötige Neufassung des EEG soll noch im Februar im Kabinett verhandelt werden. Sie muss vom Bundestag gebilligt werden, der Bundesrat hingegen ist nicht zustimmungspflichtig.

Solarenergie | , | 2 Kommentare

Nachhaltigkeitsstudie zur Photovoltaikindustrie mit Überraschungen

Gruenspar.de

Die Photovoltaik ist im Kern eine Halbleitertechnologie und daher ebenso energie- und rohstoffintensiv. Bei der Bewertung der Nachhaltigkeit eines Herstellers und seiner Produkte muss die gesamte Kette der eingesetzten Herstellungsverfahren berücksichtigt werden. Auf Grund der Heterogenität der Prozesse ist die Transparenz der PV-Hersteller ein entscheidendes Kriterium.

Die Murphy&Spitz-Studie betrachtet die gängigen Herstellungsprozesse vom Sandkorn bis zum Endprodukt Solarmodul. Dabei erörtert sie den Energieeinsatz und verwendete Materialien und beantwortet die Frage nach der Technologie mit der energetisch günstigsten Bilanz.

Die abschließende Bewertung der untersuchten Unternehmen kommt zu einigen überraschenden Resultaten: Insgesamt führen SolarWorld und First Solar das Ranking an, gefolgt von dem chinesischen Hersteller Yingli. Generell punkteten alle untersuchten chinesischen Unternehmen mit dem Nachweis eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001-Norm. Der amerikanische Hersteller First Solar bekam die besten Noten auf Grund der hohen Transparenz, der Qualität der Informationen, dem Recycling-Ansatz und der Umweltrelevanz von Zulieferern. Das deutsche Unternehmen SolarWorld lieferte ein ähnliches Bild. Allerdings mussten Abstriche gemacht werden, weil nur ein Teil der Produktion nach ISO 14001 zertifiziert ist. Der amerikanische Hersteller Sunpower bildete in der Untersuchung das Schlusslicht und glänzte nur mit dem Marketing seiner Produkte als umweltfreundlich. Die eigenen Produktionsprozesse blieben gänzlich undokumentiert.

„Die Annahme, chinesische Hersteller produzierten nicht umwelt- und sozialverträglich, kann nicht allgemein getroffen werden. Die breite Implementierung der ISO 14001-Norm beweist, dass die Hersteller ein Umweltbewusstsein entwickelt haben und über Instrumente verfügen, Umweltschutzziele zu definieren, umzusetzen und zu dokumentieren. Die Lücken beim Nachweis der Zuliefererkette geben allerdings Anlass für Kritik. Hier ist die Transparenz bei den Chinesen noch verbesserungswürdig“, erläutert Nicole Vormann, Leiterin Sustainability bei Murphy&Spitz Research, das Resultat.

Murphy&Spitz ist seit 1999 erfolgreich im Bereich nachhaltigen Investments aktiv und gehört zu den wenigen Experten im deutschsprachigen Raum, die ein eigenes Researchteam mit Schwerpunkt auf nachhaltiges Investment unterhalten. Murphy&Spitz Research berät den Murphy&Spitz Umweltfonds Deutschland (WKN:A0QYL0) und den Murphy&Spitz Umweltfonds Welt (WKN:A0Q632).

Reblog this post [with Zemanta]
Solarenergie | , , | 3 Kommentare

Handel verkauft lieber Glüh- als Energiesparlampen

Kunden in Bau- und Elektromärkten werden, wenn sie einen Ersatz für Glühlampen kaufen wollen, nur selten gut beraten. Wer nicht ausdrücklich nach energiesparenden Leuchtmitteln fragt, bekommt meist stromfressende Glüh- oder Halogenlampen angeboten. Eine umfangreiche Beratung über mögliche Alternativen bekommen Verbraucher fast nie. Das ist das Ergebnis einer Recherche des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest. Gegenstand der Recherche waren Sortimente und Beratungsangebote bei Ikea, Conrad Elektronik, MediaMarkt und Saturn sowie den Baumärkten Obi, Bauhaus und Praktiker.

Klaus Brunsmeier, stellvertretender BUND-Vorsitzender: „Der Handel spielt eine Schlüsselrolle, damit energieeffiziente Leuchtmittel in die Haushalte kommen. Deshalb müssen die Kunden auf stromsparende Alternativen zu Glühlampen hingewiesen werden. Die derzeit völlig unzureichende Beratung führt außerdem leicht zu Fehlkäufen, denn nicht jede Energiesparlampe eignet sich für jeden Zweck. In der Folge kann es passieren, dass enttäuschte Verbraucherinnen und Verbraucher eine Abwehrhaltung gegenüber Energiesparlampen aufbauen. Das schadet dem Ziel, Energie zu sparen und klimaschädliche Treibhausgase zu verringern.“

Erforderlich wäre, dass die Verkäufer von sich aus Details wie Farbtemperatur, Aufhellzeit oder Unempfindlichkeit gegenüber häufigem Schalten erläuterten. Testkunden bei MediaMarkt und Ikea trafen in keinem einzigen Fall auf Verkäufer, die sie bei diesen Themen aktiv berieten. Der BUND kritisierte das schwedische Möbelhaus auch dafür, verstärkt Halogenleuchten in Glühlampenform anzubieten. Die von den Herstellern als „energy saver“ beworbenen Leuchtmittel verbrauchten mehr als dreimal soviel Strom wie eine vergleichbar helle Energiesparlampe.

Bei den angebotenen Sortimenten sei positiv, dass Ikea bereits im Oktober 2009 auch 75-, 60- und 40-Watt-Glühlampen ausgelistet habe. Alle anderen getesteten Märkte führten hingegen weiterhin Glühlampen, teilweise sogar Restbestände der 100-Watt-Lampen, die seit September 2009 nicht mehr verkauft werden dürften. In einigen Märkten der Ketten Conrad und Praktiker werde sogar mit Aufstellern dafür geworben, veraltete Glühlampen auf Vorrat zu kaufen.

Der BUND forderte die Handelsunternehmen auf, die alten Glühlampen schnell auszulisten und mittels einer intensiven Personalschulung die Standards der Beratung zu verbessern. Außerdem sollten in den Verkaufsstellen gut sichtbare Informationstafeln zu Energiesparlampen aufgestellt werden. Da diese Quecksilber enthalten, dürften sie am Ende ihrer Lebensdauer auf keinen Fall im Hausmüll entsorgt werden. Händler sollten den Kunden offensiv die Rücknahme ausgedienter Lampen anbieten, die Hersteller seien aufgefordert, umgehend schadstoff- und strahlungsfreie Leuchten zu entwickeln und anzubieten.

Verbraucherinnen und Verbraucher finden unter www.bund.net/lampencheck wichtige Tipps, worauf sie beim Lampenkauf achten sollen. Dort ist auch die vollständige Recherche verfügbar.

Die Rechercheergebnisse zur Beratungsqualität erscheinen auch in der Zeitschrift test 2/2010 sowie online unter www.test.de/energiesparlampenberatung. Das Heft ist online am 28. Januar 2010 und einen Tag später im Handel erhältlich.

Licht | , , | 1 Kommentar

Solarstrom AG meldet Bedenken an gegen geplante Änderung des EEG

Ich kann es nicht lassen, über das Thema Einspeisevergütung fürPhotovoltaik zu schreiben. Aber schließlich ist das Thema zu wichtig für die Zukunft der Photovoltaik. Jetzt lasse ich einen der Produzenten zu Wort kommen, den Komplettanbieter S.A.G. Solarstrom AG aus Freiburg.

Die S.A.G. Solarstrom AG , Freiburg, hat starke Bedenken gegen jüngst vom Umweltministerium geäußerte Änderungspläne des EEG bezüglich der Einspeisevergütungen für Solarstrom. Wenngleich die Auswirkungen für das Freiburger Unternehmen überschaubar bleiben würden, sind dennoch erhebliche negative Folgen für die deutsche Solarbranche zu erwarten.

Nach den derzeitigen Plänen für Freilandanlagen wird dieser Bereich bei einer entsprechenden Umsetzung ab Juli nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der S.A.G. Solarstrom AG Dr. Karl Kuhlmann kaum noch Chancen in Deutschland haben. „Auch bei den Dachanlagen wird es in Deutschland sicher eine Abschwächung geben. Wir von der S.A.G. Solarstrom AG sind international gut aufgestellt, so dass wir dies mit dem Absatz in anderen Ländern werden kompensieren können“, so Kuhlmann. Umsatz, Ertrag und damit Arbeitsplätze der S.A.G. Solarstrom AG in Deutschland seien aufgrund der sorgfältigen Planung und erfolgreichen Vertriebstätigkeit nach derzeitigem Kenntnisstand gesichert. Stark betroffen würden allerdings die für das Unternehmen in Deutschland tätigen Montageunternehmen sein, dort werde es bei einer Umsetzung der Pläne sicher zum Abbau von Arbeitsplätzen kommen. weiterlesen »

Solarenergie | , , | 1 Kommentar

Umwelthilfe fordert Korrekturen an geplanten Reduzierungen der Einspeisevergütung für Solarstrom

Über die geplanten Kürzungen der Einspeisevergütung für Solarstrom wird noch viel diskutiert, wie auch auf diesem Blog. Dabei richtet sich die Kritik nicht nur gegen die Reduzierung der Einspeisevergütung an sich, es geht auch um den Termin, der ohne Zeitdruck und Not viel zu früh festgelegt wurde, wie auch Erhard Renz in seinem offenen Brief an die Mitglieder vom Umweltausschuss des Deutschen Bundestages und an Umweltminister Norbert Röttgen schreibt.

Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) fordert Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) auf, bei der Nachsteuerung der Photovoltaik-Förderung mit Augenmaß vorzugehen und den betroffenen Privatpersonen und Unternehmen die notwendige Zeit zur Umstellung auf neue Vergütungssätze zu gewähren. Es komme darauf an, das dynamische Wachstum der Sonnenenergie zu tragbaren Kosten für die Stromverbraucher sicherzustellen, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Rainer Baake. Ziel müsse es sein, die Vergütung möglichst schnell unter den „Steckdosenpreis“, den die Kunden heute ihrem Stromversorger zahlen, zu senken, ohne auf dem Weg dorthin die in Deutschland und Europa produzierenden Unternehmen zu strangulieren.

In diesen Tagen feiert das Erneuerbare Energien Gesetz, das zu Recht als das weltweit effektivste Instrument zur Markteinführung und Kostensenkung erneuerbarer Energietechnologien bezeichnet wird, seinen zehnten Geburtstag“, erinnerte Baake. Der Erfolg des EEG beruhe vor allem darauf, dass es einerseits Investoren und Produzenten große Planungssicherheit garantiere und sie andererseits durch eine anspruchsvolle Degression zu raschen Kostensenkungen anhalte. „Beides gehört zusammen und deshalb ist es richtig, jetzt auf eine außergewöhnliche Marktentwicklung bei den Modulpreisen sozusagen außerplanmäßig zu reagieren“, sagte Baake und mahnte die Bundesregierung gleichzeitig bei der nun zu beschließenden „Sonderdegression mit Augenmaß vorzugehen und das Kind nicht mit dem Bade auszuschütten“. Dafür müssten die von Umweltminister Röttgen vorgestellten Eckpunkte an mehreren Stellen korrigiert werden.

Dies gelte insbesondere für die Freiflächenanlagen. Ihr großer Vorteil sei, dass sie Photovoltaik-Strom zu erheblich geringeren Kosten für die Stromverbraucher lieferten als die zumeist kleinteiligen Dachanlagen. Deshalb sei es im Ansatz falsch, die kostengünstigere Variante durch eine noch einmal um 10 Prozent verringerte Vergütung faktisch auf so genannte vorbelastete Flächen (munitionsbelastete Militärflächen, geschlossene Mülldeponien …) zu reduzieren, die kaum noch zur Verfügung stehen. Die geplante Absenkung um 15 plus 10 Prozent für Freiflächenanlagen auf ehemaligen Ackerflächen würde sich mit den regulären Degressionsschritten von Anfang 2010 und Anfang 2011 auf 45 Prozent binnen 13 Monaten addieren. Das werde absehbar zum völligen Zusammenbruch dieses Marktes führen, was offensichtlich auch politisch gewollt sei. „Ob und wo in einer Kommune eine Freiflächenanlage errichtet wird, sollten die Städte und Gemeinden in ihren Parlamenten entscheiden. Sie sind Träger der Planungshoheit. Bei der Ausweisung von Flächen haben sie Belange des Landschaftsschutzes und andere Gemeinwohlbelange zu berücksichtigen“, so Baake. „Die Entscheidung, ob eine Ackerfläche für eine Photovoltaikfläche genutzt wird, gehört nicht nach Berlin.“

Für eine Anpassung der PV-Vergütung müssten außerdem die Einführungsfristen der 15-prozentigen Sonderdegression so gestaltet werden, dass es zu keinen unnötigen Verwerfungen wegen bereits angelaufener Kapazitäts- und Projektplanungen der Herstellerfirmen und der Investoren komme. Die DUH schlägt deshalb vor, die Sonderdegression für Dachanlagen, wie ursprünglich geplant, auf den 1. Juli 2010 (statt auf den 1. April) zu terminieren und die für Freiflächenanlagen auf den 1. Oktober 2010 (statt auf den 1. Juli). Baake: „Eine Hoppla-Hopp-Reform hilft niemandem, sondern erzeugt nur eine neue Welle im Auf und Ab von Hochkonjunktur und Depression des Modulabsatzes, der dann hinterher wieder allseits beklagt wird.“

Baake lobte ausdrücklich das vom Bundesumweltministerium vorgeschlagene jährliche Ausbauvolumen von 3.000 Megawatt und die Möglichkeit, in Zukunft flexibel auf eine davon wesentlich abweichende Ausbauleistung reagieren zu können. „An der Durchsetzung dieses Zielkorridors werden wir die Reform messen. Er darf keinesfalls zur Verhandlungsmasse im Abstimmungsprozess werden.“ Mit dem vorgesehenen Zielkorridor bewege sich die Photovoltaik „auf einem Pfad, der sie in absehbarer Zeit nicht nur industriepolitisch, sondern auch energiewirtschaftlich zu einem gewichtigen Faktor in Deutschland macht.“  Allerdings werde dies nur gelingen, wenn den Unternehmen die notwendige Zeit zur Anpassung gewährt werde. Dagegen spreche gegenwärtig die Hektik, mit der versucht werde, die Reform durch das Gesetzgebungsverfahren zu treiben. Baake rief den Bundestag auf, die betroffenen Kreise in einem seriösen Gesetzgebungsverfahren zu hören. Dies sei nach der gegenwärtigen Planung offenbar ebenso wenig vorgesehen wie eine angemessene Beteiligung des Bundesrates und der besonders betroffenen ostdeutschen Bundesländer.

Der Leiter Politik und Presse der DUH, Gerd Rosenkranz, warnte die Bundesregierung davor, die Photovoltaikindustrie zum „Versuchsobjekt einer neuen Kultur des Durchregierens“ zu machen. „Norbert Röttgen bewegt sich auf einem schmalen Grat. Er muss wissen, dass ihm auch im eigenen Lager nicht verziehen wird, wenn er im Ergebnis eine der wenigen aufstrebenden Branchen in Deutschland außer Landes treibt“. Er werde dann als der Minister in die Annalen eingehen, der den von der Bundesregierung vollmundig angekündigten „Weg in das regenerative Zeitalter“ mit gleich drei Entscheidungen als reinen Budenzauber entlarvt habe: Mit der Durchsetzung längerer Laufzeiten für störanfällige Atomkraftwerke, mit seinem Einsatz für neue Kohlekraftwerke und mit der Beendigung des Booms der solaren Stromerzeugung in Deutschland.

Reblog this post [with Zemanta]
erneuerbare energien, Solarenergie | , , , , | Schreib was dazu

Kennzahlen und Einsparpotenziale für Energieeffizenz in Krankenhäusern

Über Energieeffizienz in Krankenhäusern hatte ich schon mehrfach berichtet, siehe unten. Das Einsparpotential ist auch sehr groß. Möglichkeiten, in Krankenhäusern Energie zu sparen, gibt es viele. Der Abschlussbericht »Energieeffiziente Krankenhäuser« des Fraunhofer-Instituts UMSICHT (pdf-Datei) zeigt die größten Einsparpotenziale und wie sie lohnenswert erschlossen werden können. Der Bericht ist kostenfrei online zugänglich.

Wo stecken die größten Einsparpotenziale von Krankenhäusern und welche können lohnenswert erschlossen werden? Diesen Fragen ist Fraunhofer UMSICHT in einem Forschungsprojekt nachgegangen und hat die Energienutzung in 20 Krankenhäusern im Detail untersucht.

Dazu wurden in den Bereichen Heizung, Trinkwarmwassererzeugung, Lüftung, Kälteversorgung und Aufzüge umfangreiche Lastgangmessungen durchgeführt. Auf der Basis der Messergebnisse wurden Einsparmöglichkeiten aufgezeigt und Best Practice Lösungen entwickelt. Weiterhin wurden die Energieverbrauchswerte mit den charakteristischen Eigenschaften der Krankenhäuser in Verbindung gebracht und in einem Krankenhausvergleich gegenübergestellt.

Die Ergebnisse des Projektes liegen in einem umfangreichen Abschlussbericht vor. Damit stehen technischen Abteilungen von Krankenhäusern und planenden Ingenieuren eine Vielzahl an Einsparmaßnahmen und Kennzahlen sowie methodische Ansätze für die tägliche Arbeit zur Verfügung.

Mehr Informationen dazu auch bei den Energie-Experten.

Energieeffizienz | , , | 1 Kommentar

Auswirkung der Kürzung der PV-Einspeisevergütung auf den Markt

Aus der internationalen Sicht auf die Kürzungen der Photovoltaik-Einspeisevergütung habe ich diesen Bericht des Anlagen-Lieferanten isuppli gefunden. Hier geben sie einen Ausblick auf die zu erwartende Marktentwicklung in 2010. Demnach wird es bis Ende April einen großen Ansturm geben, der nach erfolgter Kürzung extrem einbricht. Erst gegen Ende des Jahres wird sich der Markt langsam wieder erholen. Zudem wird eine Konsolidierung des Marktes erwartet, bei der vor allem die großen Firmen als Gewinner hervorgehen, welche die komplette Wertschöpfungskette abdecken.

Posted via web from energynet’s posterous

Solarenergie | , , | 9 Kommentare

Mitmachaktion: -10% CO2 in 2010

Der Welt-Klimagipfel in Kopenhagen ist einige Wochen vorbei und hat den fahlen Nachgeschmack des Misserfolgs hinterlassen.

Beteiligt Euch an der Aktion “-10% in 2010″ und spart mindestens 10% CO2 in diesem Jahr.
Ein paar Beispiele, wie man – ohne großen Verzicht – 10% einzusparen kann und ein paar interessante Links, seht Ihr hier (Klima_2010).

Es gibt hierzu auch eine Online-Aktion bei GreenAction, die mit folgendem Link erreichbar ist: http://beta.greenaction.de/kampagne/mitmachaktion-10-co2-in-2010

Leitet diese Information an möglichst viele Menschen weiter und lasst uns gemeinsam erfolgreich sein!

Eine Aktion und ein Aufruf von Birgit Wegner. Ich veröffentliche gerne auch weitere Aktionsaufrufe.

Klima | , , | 3 Kommentare

Mit Energieeffizienz im Krankenhaus CO2 einsparen

Mit modernisierter Anlagentechnik erzielt das St. Johannes Krankenhaus in Troisdorf eine jährliche CO2 – Einsparung von mehr als 500 Tonnen. Die Energiepreise steigen immer weiter, und der Klimaschutz wird eine immer dringlichere Aufgabe. Da ist es wichtiger denn je, für Energieeffizienz im Betrieb zu sorgen. Deshalb hat auch das gemeinnützige St. Johannes Krankenhaus in Troisdorf seine Energieanlagen gründlich überprüft und modernisiert. Innerhalb kurzer Bauzeit wurde u.a. eine neue energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage installiert; die Sanierung ist mit Beginn dieses Jahres fertig gestellt. Das kirchlich getragene Krankenhaus investierte 750.000 Euro in die Modernisierung der Energieversorgung. Diese Summe setzt sich überwiegend aus Mitteln des Konjunkturpaketes II sowie Eigenmitteln des Krankenhauses zusammen.

Im Vergleich zu vorher erzielt das Krankenhaus nun eine CO2 -Reduzierung um mehr als 500 Tonnen pro Jahr. Damit trägt es erheblich zum Klimaschutz bei. Die neue Technik steht für Innovation und Energieeffizienz.

Bei einer Erstberatung empfahl die EnergieAgentur.NRW dem Krankenhaus, die veraltete Energieversorgung zu erneuern und als zusätzliche Option, den Einsatz besonders effizienter Blockheizkraftwerke zu überprüfen. „Dies war für uns die Initialzündung zu handeln“, sagt Bertin Blömer, Geschäftsführer der St. Johannes Krankenhaus gGmbH.

Diesem Rat folgte die Krankenhausleitung und beauftragte die Firma HSG Wolfferts Gebäude- und Energiemanagement GmbH aus Köln mit der Erarbeitung einer Analyse. Die Resultate waren eindeutig. Bei einer mehr als 35 Jahre alten Anlagentechnik waren erhebliche Einsparpotentiale durch den Einsatz energieeffizienter Anlagentechnik möglich. Bezogen auf die damaligen Energiekosten wurden Einsparungen von mehr als 20 Prozent prognostiziert. Im Mai 2009 beauftragte die Krankenhaus-Leitung dann die Umsetzung.

Neben zwei Gasheizkesseln mit einer Wärmeleistung von je 1,1 MW wurden zwei Blockheizkraftwerke mit einer Wärmeleistung von je 80 kW und einer elektrischen Leistung von je 50 kW installiert. Durch den Einsatz dieser Blockheizkraftwerke kann der externe Strombezug des Krankenhauses nun um circa 35 Prozent gesenkt und so eine CO2-Emission von jährlich mehr als 500 Tonnen vermieden werden. Weiterhin sorgt ein Abgaswärmetauscher für die energieoptimale Ausnutzung des Brennwerteffektes bei den zur Mittellastabdeckung dienenden Heizkesseln.

Ergänzend zu der innovativen Wärmeerzeugung spielt auch der Einsatz eines energieeffizienten hydraulischen Wärmeverteilsystems eine große Rolle. Neben einer hydraulischen Entkopplung werden die Erzeuger- und Nachfragekreise den jeweiligen Temperaturniveaus im Rahmen eines patentierten Verteilerkonzeptes zugeordnet. Hochenergieeffiziente Umwälzpumpen im Zusammenspiel mit den Verteilkonzept und neuester Mess- und Regelungstechnik sorgen für eine nachfragebasierte Betriebsweise der Heizungsanlage. Die Mess- und Regelungstechnik stellt dabei die Basis für ein nachhaltiges Energiemanagement dar. Die Visualisierung aller Heizungsverteiler bedeutet für die technische Abteilung eine Minimierung der Störeinsätze. Die zum Einsatz kommenden Sensoren und Aktoren sowie ein intelligentes Pufferspeichermanagement sorgen für einen hohen Auslastungsgrad. Neben der Hauptheizungsverteilung wurden zudem weitere Unterverteiler wie der Neubau, das Schwesternwohnheim und der Unterverteiler Kapelle ausgestattet. Alle sind nun mit neuester Armaturen-, Umwälzpumpen als auch der Mess- und Regelungstechnik versehen.

Als weiteres Feature gilt die innovative Warmwasserbereitung im Altbau.
Statt den bisher eingesetzten Warmwasserspeichern mit insgesamt 14.000 Liter Fassungsvolumen werden nun vier Pufferspeicher eingesetzt, die insgesamt 6.000 Liter Heizungswasser bevorraten. Die darin befindliche Wärmeenergie dient der Versorgung der Frischwasserkaskaden, die per Durchfluss das ankommende Trinkkaltwasser zum nachgefragten Trinkwarmwasser erwärmen. Der Vorteil dieser Frischwassertechnik besteht im Wesentlichen darin, dass die Legionellenbildung erheblich vermindert wird, weil das Trinkwasser erst in dem Moment erwärmt wird, in dem Nachfrage herrscht.

Best-Practice, Energieeffizienz | , | 3 Kommentare