Daten der Bundesnetzagentur von Solarstromanlagen fehlerhaft

Die Bundesnetzagentur hat im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ein Register aller neu in Betrieb genommenen Solarstromanlagen zu erstellen. Ende Oktober wurden diese Daten erstmal offengelegt. Nach Recherchen der Fachzeitschrift Solarthemen enthält diese Statistik jedoch Fehler. So wurden darin Anlagen doppelt gezählt, berichtet die Fachredaktion in der aktuellen Ausgabe der Solarthemen. weiterlesen ›

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Erneuerbare Energien taugen nicht als Sündenbock für Strompreiserhöhungen

Erneuerbare Energien werden wieder einmal als Sündenbock für die aktuellen Strompreis-Erhöhungen abgestempelt, und zwar völlig zu unrecht, aber diese Schuldzuweisung lenkt von anderen Problemen ab:

Zusammensetzung des HaushaltsstrompreisesDas Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Vergütung für Strom aus regenerativen Quellen. Die Mehrkosten für Strom aus Sonnenenergie, Windkraft, Bioenergie, kleinen Wasserkraftwerken und Erdwärme werden mittels einer Umlage von allen Stromkunden bezahlt. Die so genannte EEG-Umlage ist die Differenz zwischen den Vergütungskosten für EEG-Strom und dem Börsenpreis für herkömmlichen Strom. Sie wird nach einer Prognose der großen Energieversorgungsunternehmen von ca. 1,1 Cent pro Kilowattstunde in diesem Jahr auf rund 2 Cent im Jahr 2010 ansteigen.

Dieser Anstieg hat im Wesentlichen drei Gründe:

1.) Aufgrund der Wirtschaftskrise ist 2009 die Stromnachfrage und damit der Strompreis an der Börse gesunken. Die Differenzkosten zwischen herkömmlich erzeugtem Strom einerseits und nach EEG vergütetem Strom andererseits wurden dadurch größer. Außerdem verteilt sich die EEG-Umlage auf einen geringeren Gesamtstromabsatz. Sobald jedoch die Wirtschaft wieder Tritt fasst und Strom wieder stärker nachgefragt wird, reduzieren sich die Differenzkosten und die EEG-Umlage sinkt.

2.) Durch eine neue Ausgleichsmechanismusverordnung, die ab 2010 in Kraft tritt, werden Bestandteile des Strompreises schlicht umgeschichtet: Waren bislang mit dem EEG-Strom verbundene Netzdienstleistungen Teil der Netzentgelte, so werden diese Kosten künftig über die EEG-Umlage abgerechnet. Diese wird auf der Stromrechnung der „nichtprivilegierten Letztverbraucher“, das sind v. a. Haushalte und mittelständische Unternehmen, gesondert ausgewiesen. Durch die Entlastung der Netzentgelte müsste auch der Strompreis entsprechend sinken. Bislang hat jedoch kein Stromversorger erklärt, diese reduzierten Netzentgelte an seine Kunden weitergeben zu wollen.

3.) Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird auch im Jahr 2010 dynamisch weitergehen. Obgleich die garantierte Vergütung je eingespeister Kilowattstunde EEG-Strom für neue Anlagen Jahr für Jahr sinkt („Degression“), wird sich die EEG-Umlage noch ca. bis ins Jahr 2014 leicht nach oben entwickeln, bevor sie anschließend deutlich abnimmt. Dies prognostiziert z. B. die Studie „Stromversorgung 2020“ der Agentur für Erneuerbare Energien und des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE).

„Aus volkswirtschaftlicher und klimaschutzpolitischer Sicht ist das Wachstum der Erneuerbaren Energien sehr zu begrüßen“, betont Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „Schließlich überwiegen die Kosteneinsparungen für vermiedene Brennstoffimporte sowie Umwelt- und Klimaschäden die EEG-Umlagekosten bei weitem.“

Mayer kritisiert in diesem Zusammenhang die Strompreiserhöhungen mehrerer Energieversorger, die sich auf die gestiegene EEG-Umlage berufen: „Die Erneuerbaren Energien taugen nicht als Sündenbock für Strompreiserhöhungen. Was bei der EEG-Umlage steigt, sinkt gleichzeitig bei den Netzentgelten. Wer unter Verweis auf die EEG-Umlage die Strompreise massiv erhöht, gleichzeitig aber günstigere Beschaffungskosten an der Strombörse und sinkende Netzentgelte nicht an die Kunden weitergibt, spielt mit falschen Karten.”

Lesen Sie auch “Falsches Spiel mit den Strompreisen” von Hans-Josef Fell

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Energieberatung ist der Schlüssel zur Umsetzung der EnEV

Gruenspar.de

260 Teilnehmer aus ganz Deutschland nutzten die 2. EffizienzTagung Bauen und Modernisieren zum fachlichen Austausch. Vom 13. bis 14. November 2009 informierten sich die Fachleute im Hannover Congress Centrum über intelligente Lösungen für Alt- und Neubauten. Im Rahmen der begleitenden Messe EnergieSparTage präsentierten rund 90 Aussteller ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen.

Wie unterschiedlich die Rolle der Energieeinsparverordnung (EnEV) von Experten eingeschätzt wird, veranschaulichte die EffizienzTagung gleich zu Beginn mit der Podiumsdiskussion “EnEV 2009 – 2012 – 2015: Chancen und Stolpersteine”. So zeigte sich Roswitha Peters, stellvertretende Vorsitzende des GIH Bundesverbandes, zufrieden mit der EnEV 2009, da hierdurch eine verstärkte Baubegleitung nötig werde. “Die EnEV greift zu kurz”, stellte dagegen Harald Halfpaap, Geschäftsführer des enercity-Fonds proKlima heraus und forderte, strengere Standards in die Praxis umzusetzen. Heinz Wensing, Ausschussvorsitzender für Planung und Technik vom Verband der Wohnungswirtschaft Niedersachsen und Bremen e. V., hat vor allem die Wirtschaftlichkeit im Blick. “Da sind Grenzen erreicht”, meinte er hinsichtlich der für das Jahr 2012 geplanten EnEV-Verschärfung. Zudem wünscht sich Wensing, dass die Förderung zum energieeffizienten Bauen und Modernisieren ausgeweitet wird. Dr. Alexander Renner vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) betonte: “Die EnEV möchte nur den Regelfall darstellen.” Eine zu starke Verschärfung der EnEV lehnte er ab. Dann könne der Bund nicht mehr über Förderprogramme finanzielle Mittel bereitstellen. Aktuell liefen die Programme gut, die Fördermittel flössen hervorragend ab. Jan Habermann, Vorstand des Verbandes Wohnen im Eigentum e. V., sieht Probleme bei der praktischen Umsetzung der EnEV. “Betroffen ist vor allem der Bestand”, so Habermann. Hausbesitzer würden Lücken suchen, um weniger investieren zu müssen. weiterlesen ›

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Grünes Licht für Energie-Label und Energiesparauflagen für Neubauten

Die EU-Kommission hat die politische Einigung auf ein europäisches Energieeffizienz-Label für Haushaltsgeräte und neue Energiestandards für Neubauten begrüßt. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs sagte: “Mit diesen Entscheidungen sendet die EU ein starkes Signal an die bevorstehenden Klimaverhandlungen in Kopenhagen”. Den politischen Kompromissen zufolge sollen Hausgeräte wie Fernseher, Waschmaschinen oder Kühlschränke auch künftig mit einer Skala von A bis G klassifiziert werden. Für besonders sparsame Produkte sollen auch die Klassen A+, A++ und A+++ möglich sein. Zudem soll der Energieverbrauch von Neubauten im Privatsektor vom 31. Dezember 2020 an mittels Techniken wie Wärmedämmung, Solaranlagen oder Sparlampen auf ein äußerst niedriges Niveau gesenkt werden («Nahe- Null-Energiegebäude»). Rat und Europäisches Parlament müssen noch offiziell zustimmen.

Alle Informationen zur Einigung über das Energieeffizienz-Label finden Sie hier.

Alle Informationen zur Einigung über die Richtlinie über das Energieprofil von Gebäuden gibt es hier.

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Mustersanierung an Universität in Mexiko-City erzielt 60 bis 95 Prozent Stromeinsparung

Wie wirtschaftlich Klimaschutz sein kann, hat das Konsortium Büro Ö-Quadrat, Freiburg, UNEP/Wuppertal Institut-Center für nachhaltigen Konsum und Produktion (CSCP), Wuppertal, und Genertek, Mexico City, mit Förderung durch die Initiative „WISIONS“ ermittelt.  Mustersanierungen an der Universität Mexiko-City (UNAM) ergaben eine Stromeinsparung durch effiziente Beleuchtung von 60-95 Prozent.

Würde die gesamte Beleuchtung an der UNAM im gleichen Stile saniert, ließen sich rund 68 Mio. US Dollar Stromkosten sparen und dies mit einer Anfangsinvestition von nur 3 Mio. US Dollar. Das Projektkonsortium führte Mustersanierungen in mehreren, für die UNAM typische Räume durch. Dabei stand der Ersatz alter Leuchten und Fluoreszenz-Lampen durch hocheffiziente Beleuchtungssysteme mit Tageslichtsteuerung im Vordergrund. Die Investitionskosten und die erzielten Energieeinsparungen wurden systematisch erfasst.

Die Auswertung der Daten zeigt, dass sich je nach Raum und Nutzung eine Stromeinsparung zwischen 60 und 95% erzielen lässt. Die Investitionskosten werden sich durch die eingesparten Strom- und Wartungskosten in weniger als drei Jahren amortisieren.

Enormes Kosteneinsparpotenzial
Aufbauend auf den Ergebnissen der Mustersanierungen wurde ein Masterplan für effizienteres Licht an der gesamten UNAM erstellt. Dieser zeigt auf,wie die gesamte Beleuchtung der UNAM mit einem geringen Anfangskapital und systematischer Re-Investition der Energiekosteneinsparung saniert werden kann. Die Ergebnisse sind wegweisend: Mit einer Anfangsinvestition von 3 Mio. US-Dollar (rund 2 Mio. Euro) und den Re-Investitionen der in den sieben Folgejahren erzielten Stromkosteneinsparungen ließen sich über die Nutzungsdauer der neuen Beleuchtung 68 Mio. US-Dollar Kosten einsparen.„Eine bessere Verzinsung auf das eingesetzte Kapital findet sich bei keiner seriösen Anlageform“, so Dieter Seifried vom Büro Ö-Quadrat, der das Projekt als Ingenieur und Ökonom leitete.

Beleuchtungssanierung als effizienter Klimaschutz
UNAM könnte zum Leuchtturmprojekt für alle Universitäten werden, nicht zuletzt weil die Bedeutung des Themas Beleuchtung für den Klimaschutz häufig unterschätzt wird. „Beleuchtung ist mit rund 20 Prozent Anteil am weltweiten Stromverbrauch einer der größten Emissionsquellen für Kohlendioxid,“ so Carmen Dienst, Projektleiterin bei „WISIONS“.

Die vor zehn, 15 oder mehr Jahren installierten Beleuchtungssysteme sind jedoch zumeist ineffizient und verursachen insgesamt Kohlendioxid-Emissionen von rund 2.000 Mio. Tonnen CO2, was in etwa 70% aller Kohlendioxid-Emissionen des weltweiten PKW-Verkehrs entspricht.

Gutes Licht für besseres Lernen
Effiziente Beleuchtung schützt das Klima und erzielt eine hohe Rendite. Darüber hinaus verbessert eine gute Beleuchtung die Lernbedingungen an Schulen und Universitäten – ein nicht zu beziffernder Vorteil, der in seiner Dimension die Investitionskosten bei weitem übersteigt.

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Deutschlands erster Offshore-Windpark ist fertig

Alpha-Ventus Areva Multibrid M5000Deutschlands erster Offshore-Windpark alpha ventus steht: Heute früh um 7.13 Uhr hat das Konsortium von EWE, E.ON und Vattenfall, die Deutsche Offshore- Testfeld und Infrastruktur GmbH (DOTI), die zwölfte und damit letzte Windkraftanlage erfolgreich in der deutschen Nordsee 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum errichtet. Die reine Bauzeit für alle zwölf Windturbinen betrug sieben Monate. Damit ist alpha ventus zum jetzigen Zeitpunkt der erste Offshore-Windpark weltweit, in dem ein Dutzend Windkraftanlagen der 5-Megawatt-Klasse zum Einsatz kommen. Sechs Turbinen laufen bereits im Probebetrieb. Sie haben bislang rund 13 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Offshore-Windstrom in das deutsche Netz eingespeist. In den kommenden Wochen werden nun die weiteren sechs Windkraftanlagen schrittweise in Betrieb gehen. Die Investitionssumme, die EWE, E.ON und Vattenfall für dieses Pionierprojekt aufwenden, beträgt 250 Millionen Euro. Die Strommenge, die alpha ventus künftig im Vollbetrieb jährlich produzieren soll, entspricht dem Verbrauch von 50.000 Haushalten.

„Mit dem Bau von alpha ventus haben unsere drei Unternehmen gezeigt, dass Offshore-Windenergie in Deutschland auch unter vergleichsweise schwierigen Bedingungen technisch machbar ist. Darauf kann das gesamte Team zu Recht stolz sein“, freut sich Gesamtprojektleiter Wilfried Hube (EWE). „Die Errichtung von zwölf Windkraftanlagen der 5-Megawatt-Klasse in 45 Kilometer Entfernung von der Küste und bei Wassertiefen um 30 Meter ist ein echtes Stück Pionierarbeit und weltweit bislang einzigartig“, so Hube weiter.

Das Projekt alpha ventus war für EWE, E.ON und Vattenfall ebenso wie für zahlreiche Auftragnehmer der sprichwörtliche Sprung ins kalte Wasser. Zwar lagen bereits Erfahrungen aus anderen Windprojekten vor, aber den Realitätstest über die Machbarkeit von Offshore-Windkraft in Deutschland erbrachten erst die rauen Bedingungen der Nordsee. So ist der Bau von alpha ventus eine beachtliche logistische Leistung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Errichtungsschiffen im Jahr 2008 wurden diese „lessons learned“ 2009 bei der Wahl des geeigneten Equipments direkt umgesetzt. Mit der Folge, dass alle zwölf Windturbinen in sieben Monaten errichtet werden konnten und das Projekt gut im Gesamt-Zeitplan liegt. Oliver Funk von Vattenfall und zugleich Geschäftsführer der DOTI hierzu: „Wir haben gelernt, dass die Errichtungsprozesse und die zum Einsatz kommende Logistik sehr gut aufeinander abgestimmt sein müssen, um erfolgreich bauen zu können. In diesem Punkt haben wir eine sehr steile Lernkurve durchlaufen.“ weiterlesen ›

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Bundesregierung darf Energieeffizienz von Gebäuden nicht länger blockieren

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat heute in Berlin die Bundesregierung aufgefordert, die Energie- und Geldverschwendung bei Gebäuden zu stoppen und sich in Brüssel für eine Verbesserung der Energieeffizienz alter Gebäude einzusetzen. EU-Ministerrat, Parlament und Kommission beabsichtigen die EU-Gebäuderichtlinie morgen, am 17. November, unter Dach und Fach zu bringen.

Bisher lehnt die Bundesregierung zentrale Maßnahmen ab, die die Sanierung von ineffizienten Gebäuden voranbringen könnten. Sie will keine Ziele für den Ausbau von Niedrig- und Nullenergiehäusern im Gebäudebestand, keine finanziellen Anreize und auch keine verbindliche Vorreiterrolle für den öffentlichen Sektor.

„Die Bundesregierung hat eigentlich keinen Grund in der EU auf die Bremse zu treten, schließlich liegt Deutschland bei der Energieeffizienz von Gebäuden im europäischen Vergleich vorn“, betonte Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings.

Die deutsche Wirtschaft würde als Marktführer bei grünen Technologien von mehr Energieeffizienz in den Nachbarländern besonders profitieren. Außerdem könnten die Abhängigkeit von fossilen Energien reduziert und die Energiekosten für Verbraucher gesenkt werden.

Wenn die EU bei der Energieeffizienz von alten Gebäuden keine Fortschritte macht, wird sie ihre Klimaziele kaum schaffen. Denn Gebäude sind in Europa für mehr als ein Drittel des CO2-Ausstoßes verantwortlich. „Effizienz ist der günstigste Weg, die Klimaziele zu erreichen. Wer hier nicht handelt, kann nur den teuren Weg gehen wollen“, wunderte sich Hubert Weinzierl.

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Baden-Württemberg zählt deutschlandweit zu den führenden Standorten für Photovoltaik.

Ich staune immer wieder, wenn ich in meiner alten Heimat Baden-Württemberg bin, wie viele Photovoltaik-Anlagen installiert sind. In Berlin und Brandenburg kann man sie dagegen noch ohne Probleme abzählen.

Baden-Württemberg zählt zu den führenden Standorten für Photovoltaik in Deutschland. Mit 9.300 Beschäftigten und einem Branchenumsatz von 3,4 Mrd. Euro hat sich die Photovoltaik Branche in Baden-Württemberg vom Nischendasein zu einem zukunftsweisenden Wirtschaftszweig entwickelt. Insbesondere die Unternehmen der Zuliefererindustrie, deren regionale Konzentration in Baden-Württemberg sehr hoch ist, haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Marktexperten von EuPD Research sehen besonders im hochentwickelten, wissenschaftlichen Umfeld und dem weitreichende Fachkräfteangebot die entscheidenden Standortfaktoren für die Industrieansiedlung in Baden-Württemberg. Gemessen an der bundesweiten Forschungslandschaft im Bereich Photovoltaik forscht jeder zweite Wissenschaftler in Baden-Württemberg, so die Branchenanalyse.

Baden-Württemberg liegt bundesweit auf Platz zwei
Auch der Absatzmarkt im Südwesten der Republik verzeichnet mit 371 MW neu installierter PV-Leistung im Jahr 2008 Rekordwerte. Das Bundesland kommt damit auf Platz zwei im deutschlandweiten Vergleich, nach dem Freistaat Bayern. Ende 2008 belief sich die kumulierte PV-Leistung in Baden-Württemberg damit auf 1,2 GW und machte rund 22 Prozent der in Deutschland installierten Gesamtleistung aus. weiterlesen ›

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Sanierungsobjekte als Modellvorhaben gesucht

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) sucht ab sofort bundesweit jeweils 50 neue Sanierungsobjekte für zwei Modellvorhaben. Wohngebäude und Nichtwohngebäude stehen dabei im Fokus. Ziel der beiden Modellvorhaben ist, vorbildliche Beispiele für die energetische Sanierung zu schaffen. Diese sollen zeigen, wie sich die Energiekosten bei gleichzeitigem Komfortgewinn langfristig senken lassen. Die dena unterstützt die Teilnehmer mit einem speziellen Förderangebot, Expertenwissen und in der regionalen sowie bundesweiten Kommunikation der Best-Practice-Beispiele.

Das Modellvorhaben “Niedrigenergiehaus im Bestand für Wohngebäude” steht allen Eigentümern offen, vom privaten Eigenheimbesitzer bis hin zum Wohnungsbauunternehmen. Im Blickpunkt der 4. Projektphase befinden sich insbesondere Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Gebäude müssen vor dem 1. Januar 1995 errichtet worden sein.

Das Modellvorhaben “Niedrigenergiehaus im Bestand für Schulen und andere Nichtwohngebäude” richtet sich in seiner 2. Projektphase unter anderem an Kommunen, gemeinnützige Organisationen oder Kirchen. Teilnahmeberechtigt sind alle Nichtwohngebäude mit Bauantragsdatum vor dem 1. Januar 1995.

Anträge zur Teilnahme sind bis zum 10. Dezember 2009 möglich. Die Beratung und Antragstellung erfolgt bei den regionalen Partnern der dena, zu denen zum Beispiel der enercity-Fonds proKlima und die Klimaschutzagentur Region Hannover gehören. proKlima hat die Koordination für die Region Nord, zu der unter anderem die Bundesländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein zählen, übernommen.

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KfW Bankengruppe erhält Greenbuildingpreis der Stadt Frankfurt

Die KfW Bankengruppe hat für zwei ihrer Bürogebäude heute von der Stadt Frankfurt eine von acht Auszeichnungen von „Green Building Frankfurt“ erhalten. Die KfW habe „Zeichen im nachhaltigen Bauen gesetzt“, so die Jury. Ausgezeichnet wurden die Revitalisierung des „Haupthauses“ und der energieeffiziente Neubau der „Ostarkade“ am Standort Frankfurt. In beiden Gebäuden wurde mittels innovativer Technik – einmal bei der Sanierung, einmal beim Neubau – ein ökologisches Gesamtkonzept der nachhaltigen Gebäudenutzung umgesetzt. Darüber hinaus wurde eine ansprechende Gestaltung erreicht.

„Die KfW fördert nicht nur Umweltschutz und ökologisches Bauen – wir fordern dies auch von uns selbst und unseren Bürogebäuden. Die KfW setzt auf hohe Standards bei der Energieeffizienz am Arbeitsplatz und schafft gleichzeitig ein angenehmes Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter“, sagt Dr. Ulrich Schröder, Vorsitzender des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Durch die Sanierung des 1968 errichteten Haupthauses im Jahr 2006 wurde der so genannte Jahresenergiebedarf des Gebäudes auf rund 30 Prozent des Ausgangszustands reduziert, lobte die Jury. Besonders hob sie die Fassadengestaltung mit senkrecht verstellbaren Sonnenschutzelementen hervor, die dem Haus einen immer wieder neuen und lebendigen Ausdruck verleihen. Die Jury würdigt das Objekt als Beispiel einer umfassenden Bürohaussanierung.

Eine weitere Besonderheit des Bürogebäudes stellt das Konzept der sommerlichen Gebäudekühlung dar, bei dem durch Lüftungsschlitze in der Fassade die kältere Außenluft zur Abkühlung des Gebäudes genutzt wird. Die KfW besitzt zudem ein Blockheizkraftwerk, mit dem nicht nur Strom produziert wird, sondern auch die dadurch entstehende Energie der Abwärme genutzt wird. Angenehmes Kunstlicht und optimale Lüftungssysteme sorgen für helle Büroräume und optimale Raumtemperaturen.

Der 2002 fertig gestellte Neubau der Ostarkade wurde aufgrund seiner hervorragenden planerischen Energiebedarfszahlen (unter 100 KWh/m2/a) als beispielgebend für den Büroneubau in Frankfurt ausgezeichnet. Zukunftsweisend sei das Lüftungssystem mit Nachtkühlung sowie das Energie- und Wasserkonzept.

Der Primärenergieverbrauch liegt mit einem Gesamtwert von 155,4 (KWh/m2/a) für das revitalisierte Haupthaus bzw. 89,8 (KWh/m2/a) ohne Heizenergie für den Neubau der Ostarkade pro Quadratmeter und Jahr (KWh/m2/a) weit unter dem Durchschnitt anderer Bürogebäude (Referenzwert beim modernisierten Altbau: 240 beim Neubau: 150 KWh/m2/a). Die KfW ist darüber hinaus eine der ersten Banken, die standortübergreifend von konventionellem auf „grünen“ Strom umgestellt hat.

Im Rahmen von „Green Building Frankfurt“ der Stadt Frankfurt wurden insgesamt acht Frankfurter Gebäude vom energiesparenden Wohnhaus bis zum nutzerfreundlichen Büroturm als „Vorreiter für nachhaltiges Bauen“ ausgezeichnet.

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