Startschuss für erste Job- und Bildungsmesse für erneuerbare Energien im Nordwesten

Photovoltaikversicherung

Der Startschuss für die zukunftsenergien nordwest ist gefallen: Die Partner der ersten Job- und Bildungsmesse für erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Nordwesten unterzeichneten heute den Kooperationsvertrag.

Prof. Dr. Gerd Schwandner, Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, betont den Nutzen der Messe für Industrie und Bildung: „Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Allerdings brauchen sie Input. Nicht nur Sonne oder Wind, sondern auch Wissen und Können. Die zukunftsenergien nordwest führt kluge Köpfe und starke Unternehmen zusammen. Ein Gewinn für alle Beteiligten – ebenso wie für Oldenburg und die Region!“

Erfreut über die Zusammenarbeit zeigt sich auch Wolfgang Golasowski, Staatsrat beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Freien Hansestadt Bremen: „Die Entwicklung der letzten Jahre im Bereich erneuerbare Energien hier im Nordwesten ist ein Beleg dafür, wie erfolgreich Kooperation in der Metropolregion Bremen-Oldenburg funktionieren kann.“

Der Vizepräsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jürgen Appelrath, begrüßt die Job- und Bildungsmesse ausdrücklich: „Die zukunftsenergien nordwest ist eine konsequente Fortsetzung unserer bisherigen Anstrengungen zum Thema Energie: Neben universitärer Forschung und Lehre ist es uns ein Anliegen, nun auch die Vernetzung im wachsenden Arbeitsmarkt zu erneuerbaren Energien voranzutreiben.“

Die Universität richtet die Messe mit ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung, aus. Partner der zukunftsenergien nordwest sind der Oldenburger Energiecluster OLEC e.V., die Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V., das Kompetenzzentrum RIS Energie e.V., die Hochschule Bremerhaven sowie die Wirtschaftsförderungen der Städte Bremerhaven (BIS) und Oldenburg.

Das Branchenforum präsentiert rund 60 Aussteller, darunter Unternehmen der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz, Aus- und Weiterbildungsträger sowie branchennahe Forschungsinstitute und – netzwerke. In Workshops und Fachvorträgen informiert die zukunftsenergien nordwest über Berufs- und Karrierewege. Exkursionen zu Anlagen und Firmen in der Region ermöglichen konkrete Einblicke in die Branche. Die begleitende Ausstellung energieberufe-live informiert Schulklassen über Berufsbilder in den erneuerbaren Energien.

Führende Unternehmen der Branche treten als Hauptsponsoren auf: aleo solar Deutschland GmbH, ENERCON GmbH, EnviTec Biogas AG und EWE AG. Zusätzlich wird die Messe unterstützt vom Oldenburger Energiecluster OLEC e.V., der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, der Stadt Oldenburg und der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V.

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Denkmalgeschütztes Hörsaalgebäude der Uni Marburg wird energieeffizient

Solche Meldungen von RWE über erfolgreiche Energieeffizienz-Maßnahmen möchte ich gerne öfters lesen:

Zusammen mit seiner Tochtergesellschaft KEVAG und den Stadtwerken Marburg ermöglicht RWE der Philipps-Universität Marburg eine energetische Sanierung der Spitzenklasse. Bis zu 84 Prozent der jährlichen Energiekosten kann die Hochschule dadurch am zentralen Hörsaalgebäude einsparen.

Unter dem Motto „Beim Klimaschutz gemeinsam VoRWEg gehen“ haben die Unternehmen für das zum Teil denkmalgeschützte Bauwerk ein energieeffizientes Modernisierungskonzept erstellt. Darin sind die Erneuerung der Glasfassade, umfangreiche Wärmedämm-Maßnahmen sowie der Einsatz von moderner Lüftungstechnik und eines innovativen Heizsystems vorgesehen. Die CO2-Emissionen des Gebäudes können auf diesem Wege um rund 75 Prozent gesenkt werden. Ferner lässt sich der Wärmebedarf um 88 und der Strombedarf um rund 55 Prozent reduzieren. Die Kosten der Maßnahmen in Höhe von rund 10 Millionen Euro werden aus Mitteln des Konjunkturpakets II des Bundes finanziert.

„Wir haben die Herausforderung angenommen, den Charakter des Gebäudes zu bewahren und es gleichzeitig zu erneuern und energieeffizient zu machen. Was hier entsteht, hat für zukünftige Umbauten, aber auch Neubauten – in Marburg und darüber hinaus – Modellcharakter“, sagt Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH.

In enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde haben die Planungsgesellschaft Hascher Jehle und das Ingenieurbüro für Bauklimatik Hausladen+Meyer das Effizienz-Konzept miterarbeitet. Dabei war auch zu berücksichtigen, dass ein Teil der Arbeiten während des regulären Vorlesungsbetriebs durchgeführt werden soll. Für die Sanierungsmaßnahmen, die von März 2010 bis Oktober 2011 laufen, wird das im Jahre 1962 erbaute Hörsaalgebäude lediglich in den Semesterferien gesperrt werden.

„Die Machbarkeitsstudie ist ein herausragender Meilenstein auf dem Weg zur CO2-neutralen Universität“, lobt Dr. Volker Nienhaus, Präsident der Philipps-Universität Marburg. Die Kosten der Studie haben RWE und KEVAG im Rahmen ihres Energie-Effizienz-Programms zu 85 Prozent übernommen. Den Rest hat die Universität Marburg selbst finanziert. „Wir waren von Anfang an als Energieberater gefragt und haben an verschiedenen Stellen, zum Beispiel im Bereich der Messtechnik, unser Know-how bereit gestellt“, ergänzt Rainer Kühne, Geschäftsführer der Stadtwerke Marburg. Der lokale Energieversorger beliefert das Hörsaalgebäude auch künftig mit Fernwärme aus dem Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk am Ortenberg.

„Klimaschutz in der Praxis muss immer im Team geschehen. Wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen ist so ein hervorragendes Ergebnis möglich“, sagt Helmut Schütz, Leiter des Geschäftsbereichs Energie der KEVAG, mit Blick auf das gemeinsam ermittelte Einsparpotenzial bei den CO2 -Emissionen. Durch das Modernisierungskonzept schrumpfen diese von bislang 614 Tonnen im Jahr auf künftig 152. Das entspricht einer Reduzierung um 75 Prozent.

Die Sanierungsmaßnahmen im Einzelnen: Der Wärmeverlust des Hörsaalgebäudes im Winter wird durch die Erneuerung der Glasfassade, Wärmedämm-Maßnahmen an Dach, Kellerdecke und Außenwänden sowie die Installation einer modernen Lüftungstechnik drastisch reduziert. Durch eine ausgewogene Kombination von natürlicher Lüftung und Sonnenschutzelementen kann in den warmen Monaten zudem auf eine Klimatisierung der Foyerbereiche weitgehend verzichtet werden.

Sowohl die Raumheizung als auch die Raumkühlung wird nach der Sanierung von großflächigen Deckenelementen übernommen. Diese sollen von den nahe liegenden Brunnen der ehemaligen Marburger Brauerei versorgt werden.

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EU-Datenbank zum Recht der Erneuerbaren Energien komplett: 27 Länder kostenfrei abrufbar

Gruenspar.de

Die internationale Datenbank zum Erneuerbare Energien-Recht, www.res-legal.de, stellt nun Informationen zu allen 27 EU-Ländern bereit. Mit der Aufnahme der Profile von Rumänien und Bulgarien wurde das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) initiierte und beauftragte Projekt vervollständigt. Alle Länderprofile liegen auf Deutsch und Englisch vor. Eine zusätzlich geschaltete ebenfalls deutsch- und englischsprachige Hotline unter der Nummer +49 30 246 286 93 beantwortet Fragen zu den Förder- und Netzzugangsprofilen.

Seit ihrem Start vor rund einem Jahr haben bereits über 70.000 Besucher die Datenbank genutzt. Die Top 5 der aufgerufenen Länder sind Italien, Spanien, die Tschechische Republik, Frankreich und Deutschland.

RES-LEGAL.de bietet eine juristische Auswertung von Gesetzestexten, die im Original und überwiegend auch in englischer Übersetzung vorliegen. Dabei werden die Regelungen für Wind, Solar, Geothermie, Biomasse oder Wasserkraft im Detail aufgeführt. Die Daten sind nach Informationen zur Förderung, zum Netzzugang sowie zu den Gesetzestexten gegliedert. Eine Liste mit den Kontaktdaten von nationalen Experten rundet das Angebot ab. Ein Suchassistent unterstützt den Benutzer bei der Recherche.

RES LEGAL ergänzt das Online-Angebot des BMU, zu dem im Bereich der erneuerbaren Energien auch das Portal www.erneuerbare-energien.de gehört.

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Flexibles Dünnschicht-Solarmodul auf Baustahlfolie für kostengünstigere Anwendungen

Dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ist es gelungen, ein voll funktionstüchtiges flexibles Dünnschicht-Solarmodul auf einer 0,5 Millimeter dünnen Baustahlfolie herzustellen.  Baustahl ist deutlich günstiger als bisher eingesetzte Trägermaterialien für die flexible Dünnschichtphotovoltaik. Das knapp 50 Quadratzentimeter große Minimodul aus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIGS) wurde in einem industrienahen Prozess hergestellt und erreichte bei einem externen Prüfinstitut 8,6 Prozent Wirkungsgrad. Die neue Technik eröffnet den Weg zu flexiblen Anwendungen auf Stahlfolie oder Stahlblech etwa für den mobilen Bereich oder an Gebäuden.

“Baustahl ist um den Faktor zwei bis drei kostengünstiger als Edelstahl oder Polyimidfolien. Damit ist das Kostensenkungspotenzial für Anwendungen deutlich größer als bisher, zum Beispiel für Dachbahnen von der Rolle oder für den Einsatz auf Autos oder Schiffen”, beschreibt Roland Würz, Projektleiter am ZSW, einen Vorteil der neuen Technik gegenüber bereits auf dem Markt befindlichen flexiblen Solarmodulen.

Ein großer Vorteil der CIGS-Dünnschichttechnik ist die monolithische Verschaltung der Einzelzellen zum Modul. Dabei wird im Herstellungsprozess die Vorderseite einer Zelle direkt mit der Rückseite der nächsten Zelle in einer Serienschaltung verbunden. Das erspart zusätzliche metallische Verbindungen, wie sie bei kristallinen Siliziumsolarzellen nötig sind. Damit ist die Technologie kosteneffizienter zu automatisieren und variabler in der Produktgestaltung. Die monolithische Verschaltung hat sich bei der Produktion von CIGS-Modulen auf Glas millionenfach bewährt.

Bei einem direkten Aufbringen der CIGS-Schicht auf eine elektrisch leitende Unterlage wie Baustahl würde die monolithische Verschaltung jedoch sofort zum Kurzschluss führen. Eine große Herausforderung für die ZSW-Forscher war es deshalb, eine elektrisch isolierende Schicht zwischen Baustahl und CIGS-Zellen zu finden, die den industriellen Fertigungsprozess übersteht. Das Eindringen (Diffusion) von Fremdelementen aus dem Baustahl in die CIGS-Schicht musste verhindert werden, da schon kleinste Mengen fremden Materials in der Halbleiter-Schicht den Wirkungsgrad deutlich senken. Weil dieser Effekt bei Baustahl noch ausgeprägter ist als bei Edelstahl, galt es, eine geeignete Diffusionsbarriere zu finden. Das Leibniz-Institut für Neue Materialen INM in Saarbrücken entwickelte in Zusammenarbeit mit dem ZSW daher eine neuartige, wenige Mikrometer dünne Isolations- und Diffusionsbarriere.

Die Arbeiten erfolgten im Rahmen des FlexNet Projektes, gefördert vom BMBF unter dem Förderkennzeichen 03SF0321A. In diesem Vorhaben wurden seit August 2006 verschiedene Technologien zur Abscheidung von Funktionsschichten für flexible CIGS-Dünnschichtsolarzellen untersucht.

Bei der Entwicklung von CIGS-Dünnschichtmodulen ist das ZSW international führend. Das Institut brachte diese Photovoltaiktechnologie zusammen mit der Firma Würth Solar zur Industriereife. Der Marktanteil der Dünnschichttechnik wächst wegen ihrer Kosteneinsparpotenziale stetig. Der Anteil an der gesamten installierten Photovoltaik-Leistung betrug 2008 rund 14 Prozent. Für 2010 werden 20 bis 30 Prozent prognostiziert.

Das ZSW gehört zu den renommiertesten Forschungsinstituten auf den Gebieten Photovoltaik, Energiesystemanalyse, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen. An den drei Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind derzeit rund 150 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt. Sie erwirtschaften einen Umsatz von rund 20 Millionen Euro.

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Klimaschutzpreis für Entwickler des regenerativen Kombikraftwerks

Die Erneuerbaren Energien könnten in Zukunft, wenn man sie intelligent kombiniert, den Strombedarf in Deutschland decken. Dies belegt das Pilotprojekt »Regeneratives Kombikraftwerk«. Dr. Kurt Rohrig vom Kasseler Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES und wissenschaftlicher Leiter des Projekts wird für seine Forschungsleistung mit dem »Deutschen Klimaschutzpreis 2009« ausgezeichnet.

Deutschland kann theoretisch rund um die Uhr zuverlässig durch ausschließlich regenerative Energiequellen versorgt werden. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Kurt Rohrig, Abteilungsleiter am IWES. Er hat im Auftrag und in Zusammenarbeit mit den Unternehmen Enercon GmbH, Schmack Biogas AG und Solar World AG ein virtuelles Kombikraftwerk entwickelt. »Jede Energiequelle – sei es Wind, Sonne oder Biogas – hat ihre Stärken und Schwächen. Wenn wir die unterschiedlichen Charaktere der regenerativen Energien geschickt kombinieren, können wir die Stromversorgung in Deutschland sicherstellen«, freut sich Rohrig. »Wir haben die für die Steuerung nötige Soft- und Hardware realisiert. In dem Modellprojekt wurden beispielhaft drei Windparks, vier Biogas- und zwanzig Solaranlagen sowie ein ‘virtuelles’ Pumspeicherwerk über eine Leitzentrale bei uns am Institut zusammengeschaltet. In dieser Simulation kann die dezentrale Kraftwerkszentrale in Echtzeit Tag und Nacht bei jedem Wetter ein Zehntausendstel des deutschen Strombedarfs decken.«

Auch wenn die Sonne sich hinter den Wolken versteckt und nur ein laues Lüftchen weht, benötigen Fabriken und Haushalte Energie. Wenn Wind- und Sonnenenergie fehlen müssen innerhalb weniger Sekunden Biogasanlagen und Pumpspeicherwerke einspringen und den fehlenden Strom liefern, sonst bricht das Netz zusammen. Und wenn es in Süddeutschland bewölkt ist, kann der Wind in Norddeutschland das Defizit ausgleichen. Wäre dort Flaute, springen Biogasanlagen ein. Nur Sekunden später produzieren sie den nötigen Strom. Steht insgesamt zuviel Energie zur Verfügung, tritt das Pumpspeicherwerk in Aktion: Wasser wird in einen Speichersee gepumpt und kann bei Bedarf wieder abgelassen werden. Die Generatoren erzeugen dann wieder Strom.

Den Wissenschaftlern ist es durch die Vernetzung gelungen, die insgesamt 28 Anlagen wie ein herkömmliches Großkraftwerk zu steuern. Was im Kleinen möglich ist, lasse sich auf ganz Deutschland übertragen, betont der Energieexperte. »Um eine flächendeckende Versorgung zukünftig sichern zu können, muss man jedoch viele weitere Anlagen bauen, das Netz erweitern und die Speichertechnologie vorantreiben«, ergänzt Rohrig. Auch die Stromkunden können, wenn es variablere Tarife gibt, wesentlich stärker als bisher ihren Beitrag zur optimalen Nutzung leisten und die Waschmaschine dann laufen lassen, wenn die Auslastung und somit der Strompreis geringer ist.

Die Forschungsergebnisse aus dem Pilotprojekt »Regeneratives Kombikraftwerk« fließen in aktuelle Projekte ein. Ein Beispiel: Die »Regenerative Modellregion Harz« (RegModHarz) ist eines von sechs Modellprojekten, die im Programm E-Energy durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi in Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit BMU gefördert werden. Ziel des Projekts RegModHarz ist die technische und wirtschaftliche Erschließung und Einbindung erneuerbarer Energieressourcen im täglichen Gebrauch. Dazu haben sich 19 regionale und nationale Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zu einem Konsortium zusammengeschlossen. Das IWES hat die wissenschaftliche Leitung des Projekts.

Mit dem Deutschen Klimaschutzpreis ehrt die Deutsche Umwelthilfe herausragende Leistungen, die mit innovativen Konzepten, wirksamen Maßnahmen oder neuen strategischen Initiativen zum Schutz des Weltklimas beitragen und zur Nachahmung ermutigen. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Bundesvorstand der Deutschen Umwelthilfe e.V.

Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES
Das IWES wurde zum Jahresbeginn 2009 gegründet und ist aus dem ehemaligen Fraunhofer-Center für Windenergie und Meerestechnik CWMT in Bremerhaven sowie dem Institut für Solare Energieversorgungstechnik ISET e.V. in Kassel hervorgegangen. Die Forschungsgebiete des IWES umfassen das gesamte Spektrum der Windenergie sowie die Integration aller erneuerbaren Energien in Versorgungsstrukturen.

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Diskreditierung des EEG wird international forgesetzt

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist ein weltweites Erfolgsmodell, die deutsche Fördervariante wurde in vielen Ländern der Welt kopiert und umgesetzt. Dieses Erfolgsmodell steht seit einiger Zeit in Deutschland extrem unter Beschuss durch das – mit der traditionellen Stromwirtschaft verbundene – Forschungsinstitut RWI (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung), das die hohen Kosten des EEG anprangert und die Wirksamkeit für den Klimaschutz bezweifelt. Alle Argumente sind wunderbar widerlegt durch das Bundesumweltministerium – fragt sich nur wie lange das BMU diese Stellungnahme aufrecht erhält.

Nachdem man in Deutschland erfolgreich ist und mit der CDU-/FDP-Koalition den passenden Partner in der Regierung hat, wird die Diskreditierung des Erfolgsmodells EEG international fortgesetzt. Dabei gibt es kein erfolgreicheres Konzept zur Markteinführung von erneuerbaren Energien und kein Modell für wirksameren Klimaschutz, denn der CO2-Handel scheint nicht mehr als eine Luftnummer zu sein und dank verlängerter Laufzeiten für Atomkraftwerke darf noch mehr CO2 ausgestossen werden.

Der Blog “Klima der Gerechtigkeit” von der Heinrich-Böll-Stiftung berichtet, dass das RWI bei Klimaskeptikern und Gegnern von Klimaschutzmaßnahmen auf offene Ohren gestossen ist. Das Institute for Energy Research kümmert sich scheinbar hauptsächlich um die Kosten von Energie und Klimaschutzmaßnahmen, nicht aber um wirksamen Klimaschutz. Der soll wohl eher nachrangig behandelt werden, so zumindest mein kurzer Eindruck von deren Website. So richtig Hoffnung auf ein wirksames FirstSolar, Nanosolar, etc.), die selbst Fakten schaffen wird und die Kosten für erneuerbare Energien deutlich reduzieren wird. Spannend wird dann nur wo Deutschland dann stehen wird.

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350.org: Weltweiter Klima-Aktionstag

Am 24. Oktober 2009 ist weltweiter Klima-Aktionstag:

350.org ist eine internationale Kampagne mit dem Ziel eine Bewegung aufzubauen, die die Welt durch Auswege aus der Klimakrise vereint – Auswege, die die Gerechtigkeit verlangt. Es ist unsere Mission, die Welt zu inspirieren, die Herausforderung der Klimakrise anzugehen – und ihr die Dringlichkeit bewusst zu machen, aber auch die Chancen.

Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Zahl 350 – denn 350 ppm ist das Höchstmaß von CO2, das unsere Atmosphäre tragen kann. Aber 350 ist mehr als nur eine Zahl – 350 ist ein Symbol für das Ziel, dass wir als Planet verfolgen müssen. Weiter: http://www.350.org/de/die-mission

Aktionen vor Ort: http://www.350.org/de/aktionen oder unter http://sebastianbackhaus.wordpress.com/2009/10/22/24-oktober-2009-weltweiter-klima-aktionstag/

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500.000 Berliner Dächer könnten voller Energie sein

Ein schon etwas älterer Beitrag, aber immer noch hervorragend als Beispiel wie groß das Potential der Sonnenenergie ist, Flächen gibt es ja scheinbar genug.

Wie viel Sonnenenergie kann mein Haus einfangen? Wie viel CO2 und Energiekosten lassen sich dadurch einsparen? Und was kostet eine Solaranlage zur Stromgewinnung auf meinem Dach? Auf diese Fragen wird künftig der Berliner Solaratlas Antwort geben, der durch Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer auf der Münchner Immobilienmesse EXPO REAL erstmalig einem größeren Publikum vorgestellt wurde. Das Pilotprojekt wurde von der Berlin Partner GmbH, Berlins Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Standortmarketing, realisiert. Es stellt derzeit 19 Quadratkilometer des Stadtgebietes (Umgebung der Friedrichsstraße in Mitte und ein Wohngebiet in Lichterfelde) dar und soll demnächst auf ganz Berlin ausgedehnt werden.

So funktioniert der Solaratlas:
Mit nur wenigen Mausklicks lässt sich in einem dreidimensionalen Stadtmodell im Internet ablesen, ob sich ein Dach für die Installation von Solaranlagen eignet und wie viel Sonnenenergie dieses Dach dann einfangen könnte. Das entsprechende Gebäude wird nicht mehr in seiner echten Höhe dargestellt, sondern in einer Höhe, die seinem Solarpotenzial entspricht. Aus unscheinbaren Flachbauten können so „Energieriesen“ werden. Darüber hinaus errechnet das Programm auch, wie viel CO2 sich einsparen ließe. Außerdem informiert es den Nutzer, welche Kosten bei einer Investition in Solarenergie zu erwarten wären. Alle Daten sind online auch in zweidimensionaler Darstellung im Wirtschaftsatlas des Business Location Center Berlin verfügbar.

Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer: „Zur grünen Metropole Berlin gehört nicht nur, dass Mittel des Konjunkturpaketes II schnell und ohne Hindernisse in die energetische Sanierung unserer Schulen und Sporthallen fließen. Oder dass wir eng mit Wohnungsbaugesellschaften zusammenarbeiten, um den Bau von Niedrigenergiehäusern zu fördern. Berlin ist dafür bekannt, immer wieder auch ganz neue Wege zu gehen. Der Solaratlas betritt ein solches Neuland. Über die Informationen zum Einsparpotenzial des jeweiligen Hauses hinaus, schafft dieses Instrument ein Bewusstsein für Klimaschutz vor der eigenen Haustür. Viele Immobilienbesitzerinnen- und -besitzer scheuen sich vielleicht, einen Energieberater zu engagieren oder rechnen nur mit geringem Einsparpotenzial.

Der Solaratlas bietet nun die Möglichkeit, ohne großen Aufwand und unverbindlich zu erfahren, was Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Dach bewirken könnten. Indem er beim Eigentümer auch die Neugierde anspricht, erleichtert er den schwierigen Einstieg in das Thema. Wer sich für energetische Sanierung entscheidet, ist in Berlin an der richtigen Adresse. Grüne Technologien sind in der Hauptstadt zu Hause: Viele Weltmarktführer in dieser Branche haben hier ihren Sitz, beispielsweise im Wissenschafts- und Technologiepark Adlershof. Der Solaratlas kann eine wirkungsvolle Klammer zwischen privaten Investitionen in Klimaschutz und Neuen Technologien in der Hauptstadt bilden.“

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Kunststoff- und Farbstoff-Solarzellen werden Silizium basierte Module künftig ersetzen können

Titelbild_Studie_ Thin-FilmNach jahrzehntelanger Forschung und Entwicklung steht die Organische Photovoltaik in zahlreichen Anwendungsbereichen vor dem Durchbruch. So lautet ein zentrales Ergebnis der heute veröffentlichten Studie „Forecasting the Future of Dye Sensitized and Organic PV.“ Diese wurde von Greentech Media in Zusammenarbeit mit dem renommierten Prometheus Institute, Chicago, herausgegeben, und beleuchtet die neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der organischen Photovoltaik. Sowohl Farbstoff-Solarzellen (DSC) als auch Kunststoff–basierte Zellen (OPV) sind marktreif und könnten in den kommenden Jahren teure Silizium-Solarzellen in bestimmten Anwendungsbereichen ersetzen. Wirkungsgrad und Lebensdauer werden schrittweise erhöht und sollen bei Farbstoff-Solarzellen bis 2020 rund 30% erreichen. Die neuen Technologien eignen sich hervorragend für den Einsatz in Baustoffen (BiPV), der Fahr- und Flugzeugindustrie sowie Consumer Electronics.

Der Studie zufolge planen die Vorreiter bei den beiden Technologien, die walisische G24 Innovations (DSC), und Konarka Technologies (OPV) aus den USA bis 2012 eine Vervielfachung ihrer Produktionskapazitäten. Alleine Konarka rechnet mit einem Anstieg des Produktionsvolumens von jetzt 5 Megawatt auf 1000 Megawatt im Jahr 2012. Gleichzeitig wachsen Qualität und Quantität der Unternehmen, die die zentralen Vorteile der Organischen Photovoltaik (Kostengünstige Produktion im Rolle-zu-Rolle-Verfahren, Verwendung auch bei diffusem Licht, Flexibilität) nutzen, um eigene Produkte wie Autodächer, Hausfassaden oder Sonnenbrillen damit auszustatten.

Auch Unternehmen aus Deutschland sind auf dem Markt für Organische Photovoltaik aktiv: Im Oktober schloss der Chemieriese Merck eine Entwicklungspartnerschaft mit dem australischen Spezialisten für Farbstoffsolarzellen, Dyesol. Dazu kooperiert Merck mit Bosch und Schott Solar, die Dresdner Heliatek GmbH plant den Aufbau einer Produktionslinie für Kunststoffsolarzellen bis 2011.

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Energieeffizienz im Fokus der Energieversorger

Mir sind heute zeitgleich zwei Pressemitteilungen zum Thema Energieeffizienz aufgefallen. Diesem Thema, das leider sehr stiefmütterlich behandelt wird, werde ich mich künftig mehr widmen müssen. Denn die Energieeffizienz ist unsere günstigste Energiequelle und – so lange sie nichts kostet – am wenigsten umstritten, siehe Kommentare zum Artikel über den  Atomfonds. Ich bin aber gespannt, welche Konsequenzen es aus den beiden folgenden, widersprüchlichen (daher in einem Beitrag) Meldungen gibt.

Energieeffizienz als Differenzierungsmerkmal für Stadtwerke: (Pressemeldung der Etaconsult Unternehmensberatung, Quelle)
Stadtwerke und andere kommunale Energieversorger kämpfen derzeit einen harten Kampf. Gegen Wettbewerber aus dem eigenen Lager, gegen neue Wettbewerber aus den anderen Branchen, gegen die Mühlen der Politik in Europa und in Deutschland, gegen regulatorischen Bürokratismus.

„Die Bemühungen vieler Energieversorger, im zukünftig härteren Wettbewerb zu bestehen, sind häufig noch wenig zukunftsgerichtet“, stellt Claus Lindemann, Inhaber der etaconsult Unternehmensberatung aus Pforzheim, fest. „Eher passive Abwehrstrategien mit besonderem Augenmerk auf das regulatorische Umfeld kennzeichnet eine Gruppe der Stadtwerke. Andere sind sehr aktiv am Markt, sind aber nach wie vor auf den Einzelhandel der Commodities Strom oder Gas fixiert.“ Schmelzende, bisher recht komfortable Margen müssen in letzterem Fall durch höheres Volumen und Steigerung von Marktanteilen ausgeglichen werden.
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