Solarkraftwerk ermöglicht Sanierung belasteter Militärflächen

Die brandenburgische Gemeinde Turnow-Preilack ist für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats September 2009 ausgezeichnet worden. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.

Vor wenigen Wochen konnte in der 1.230-Einwohner-Gemeinde das weltweit zweitgrößte Solarkraftwerk eingeweiht werden. Es hat eine installierte Leistung von 53.000 Kilowatt und kann etwa 15.000 Haushalte mit sauberem Solarstrom versorgen. Das Besondere daran: Das Solarkraftwerk befindet sich auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberose. Dieser ging nach dem Abzug der Sowjetarmee im Jahr 1992 in den Besitz des Landes Brandenburg über – mit allen Altlasten. Neben scharfer Munition auf dem Gelände sorgten vor allem Chemikalien für Gefahr und verunreinigten den Boden und das Grundwasser.

„Für uns war es sehr wichtig, dass die Kampfmittel endlich geräumt wurden. Überall waren Fässer mit chemischen Kampfstoffen im Boden vergraben“, erklärt der Bürgermeister der Gemeinde Turnow-Preilack, Helmut Fries. Seit Januar 2008 haben Kampfmittelräumdienste auf der Lieberoser Heide eine Fläche von rund 400 Hektar von Munition und chemischen Altlasten befreit. Die dafür notwendigen fünf Millionen Euro konnten durch eine Einmalzahlung der Investoren des Solarkraftwerks und durch die Pachteinnahmen für das Gelände finanziert werden. „Die ganze Gemeinde steht hinter dem Projekt. Bürger und Gemeindeverwaltung haben sich regelmäßig getroffen, um es voranzutreiben und Hindernisse aus dem Weg zu räumen“, erinnert sich Fries. Innerhalb von nur 30 Monaten wurden die Aufstellung des Bebauungsplanes, die Beseitigung der zurückgelassenen Kampfmittel und der Aufbau der Anlage durchgeführt.

Die Unternehmen First Solar und juwi investieren insgesamt 160 Millionen Euro, um das Solarkraftwerk zu realisieren. First Solar liefert die ca. 700.000 Photovoltaikmodule in modernster Dünnschichttechnologie. Sie werden überwiegend im Werk Frankfurt/Oder hergestellt. Die juwi-Gruppe aus Rheinland-Pfalz übernimmt als Generalunternehmer Planung, Errichtung und Betrieb der Anlage.

„Die Räumung der Altlasten auf dem ehemaligen Militärgelände in Lieberose ist eine perfekte Win-Win-Situation für Umwelt, Wirtschaft und Bevölkerung“, erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, anlässlich der Bekanntgabe der „Energie-Kommune“. „Erneuerbare Energien ermöglichen, die Verschmutzungen der Vergangenheit zu beseitigen und zukünftige Umweltbelastungen zu vermeiden. Zudem bringen sie Arbeitsplätze in die Region und Gewerbesteuereinnahmen in die Gemeindekasse.“

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Bewegung bei Offshore-Windparks

Kurz vor der Bundestagswahl tut sich etwas bei Offshore-Windparks, nachdem in den letzten Jahren kaum Fortschritte vermeldet werden konnten. In allen anderen Ländern wurden neue Offshore-Windparks errichtet, während in Deutschland gerade mal ein Offshore-Windrad im Testfeld Alpha-Ventus aufgestellt und in Betrieb genommen wurde.

Am 16. September 2009 hat nun das Kabinett die Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) über die Raumordnung in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der Nordsee gebilligt.

Anlass für den Raumordnungsplan ist der angestrebte Bau von Windrädern in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone. Dadurch nehmen die Nutzungskonflikte auf dem Meer zu, insbesondere zwischen der sich entwickelnden flächenintensiven Offshore-Windenergienutzung und dem Meeresumweltschutz sowie den herkömmlichen Nutzungen wie der Schifffahrt. Mit der Verordnung werden nun alle Belange der Meerespolitik transparent miteinander verzahnt und in einer frühen Planungsphase abgestimmt. Mit dem Raumordnungsplan für die AWZ in der Nordsee ist, zusammen mit dem Raumordnungsplan für die AWZ in der Ostsee, welcher noch in diesem Herbst folgen soll, und mit den bereits genehmigten Windenergieanlagen, eine erste Tranche von mehr als 12 000 MW Offshore-Windenergie gesichert. 25 Windparks (22 in der Nordsee, 3 in der Ostsee) sind bereits genehmigt.

Der Bau von Windenergieparks außerhalb der Vorranggebiete bleibt grundsätzlich möglich. Nur in den EU-rechtlich geschützten Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Gebieten ist die Errichtung von Windenergieanlagen ausgeschlossen. Von dieser Ausschlusswirkung ausgenommen sind die bereits vor der Ausweisung dieser Gebiete genehmigten Windenergieparkprojekte. 2011 soll überprüft werden, ob die Ausweisung weiterer Vorranggebiete für Windenergie notwendig wird.

Der Bundesverband WindEnergie e.V. ist zufrieden mit der erreichten Planungssicherheit:

“Der Raumordnungsplan für die Außenwirtschaftszone bringt Investitions- und Planungssicherheit für die Offshoreindustrie in Deutschland”, erklärte Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie. “Nach der EEG-Novelle 2009 setzt der heute verabschiedete Raumordnungsplan ein weiteres positives Signal für den Beginn der Windenergie auf hoher See.” [..]

Der heutige Raumordnungsplan AWZ regelt eine erste Tranche von ca. 11.000 Megawatt. Die Festlegungen tragen der “Strategie der Bundesregierung zur Windenergienutzung auf See” sowie dem “Integrierten Klima- und Energieprogramm der Bundesregierung” Rechnung. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 Windkraftanlagen mit einer Kapazität von ca. 25.000 Megawatt zu installieren. “Diese ambitionierte Marke ist nur zu schaffen, wenn weitere Tranchen der Raumordnung für die Nutzung der Windenergie auf hoher See folgen”, so Albers.

Wenn die geplanten Projekte in Nord- und Ostsee realisiert werden, kann Deutschland auch im Offshore-Bereich eine weltweite (immer noch?) Führungsposition wie bei der Windenergie an Land erreichen. Dazu müssen aber alle bürokratischen Hemmnisse abgebaut und die notwendige Infrastruktur geschaffen werden.

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Neuer Energiesparclub begleitet Verbraucher beim Modernisieren und Energiesparen

Gruenspar.de

Deutsche Haushalte geben jedes Jahr Milliarden für Modernisierungsmaßnahmen an Haus und Wohnung aus. Ob sich diese Investitionen bezahlt machen, lässt sich bisher nur schwer kontrollieren. Mögliche Effekte für den Klimaschutz und die eigene Energierechnung verpuffen oft. Der Energiesparclub hilft Verbrauchern, die richtigen Entscheidungen beim Energiesparen zu treffen. Die neue Kampagne der gemeinnützigen co2online GmbH, gefördert vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative, berät Haushalte auf www.energiesparclub.de kontinuierlich beim Energiesparen. „Dort erfahren die Nutzer, wie Modernisierungsmaßnahmen künftig ihr volles Potenzial entfalten“, sagt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online.

Dass Informationsbedarf besteht, zeigt eine aktuelle co2online-Auswertung von 350.000 Gebäudedaten: Die Spareffekte, die beispielsweise durch den Austausch von Fenstern entstehen, sind in der Praxis geringer als bisher angenommen. Zwei Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche spart der Tausch jährlich. Bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung sind das im Jahr 14 Liter Heizöl oder umgerechnet elf Euro. „Kältebrücken an den Fensterlaibungen oder fehlende Winddichtigkeit der Häuser“, sieht Hengstenberg als mögliche Ursachen, die den Effekt moderner Fenstertechnik zunichte machen.

Auf www.energiesparclub.de stehen deshalb ab sofort verschiedene Beratungsangebote bereit. Sie helfen, das volle Potenzial von Modernisierungsmaßnahmen auszuschöpfen: Das Journal – ein monatlicher Themenschwerpunkt – bietet Hintergrundwissen und fundiert aufbereitete Tipps aus der Redaktion. Die Energiesparclub-Community ist der Treffpunkt für Energiesparer im Internet. Nutzer können dort Tipps und Erfahrungen rund um das Thema Energieeffizienz austauschen. Das Energiesparkonto, das Herzstück der Kampagne, steht Verbrauchern als kompetenter Energieberater zur Seite. Es bilanziert den Energieverbrauch und die Kosten, bewertet sie und berät individuell bei geplanten Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen. Es macht den Verbrauch von Heizenergie, Wasser und Strom sichtbar, entlarvt heimliche Stromverschwender und dokumentiert Sparerfolge. So lässt sich mit dem Energiesparkonto kontrollieren, ob der zu erwartende Spareffekt – etwa nach dem Austausch der Fenster – auch tatsächlich eingetreten ist.

10.000 Haushalte nutzen das Energiesparkonto bereits und leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Sie zeigen, was möglich ist: Nutzer des Energiesparkontos sparen jährlich drei Prozent Energie gegenüber dem Vorjahr ein. Das ist doppelt so viel wie beim durchschnittlichen Bundesbürger. Um ein Energiesparkonto auf Energiesparclub.de anzulegen, müssen nur einige Daten über Wohnung oder Haus in eine Datenmaske eingegeben werden. Danach kann das Konto bequem online mit Verbrauchsdaten gefüttert werden. Die Ergebnisse lohnen sich – für die Haushaltskasse und die Umwelt.

Der Energiesparclub
Wissen, was wirkt: Der Energiesparclub ist die erste Kampagne, die Verbraucher kontinuierlich beim Energiesparen begleitet. Statt auf punktuelle Maßnahmen setzt die Kampagne auf kontinuierliche Information.

Ziel ist es, 100.000 Nutzer zu gewinnen, die langfristig weniger Energie verbrauchen und CO2-Emissionen reduzieren. Der Energiesparclub ist eine Kampagne der gemeinnützigen co2online GmbH und wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert. Allmess, Allianz Dresdner Bauspar AG, Richter + Frenzel, Stiebel Eltron, der Deutsche Mieterbund und Nuon Deutschland unterstützen die Kampagne als Partner der ersten Stunde.

Mal sehen welche Erfahrungen ich im Energiesparclub machen werde. Ob man sein Profil veröffentlichen kann?

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Mit Solarthermie auf Rügen die Energiekosten um ein Drittel reduziert

Wer in Deutschland ganz besonders viel Sonne abbekommen möchte, fährt in den Nordosten auf eine der Ostseeinseln. In den Sonnenscheinbilanzen der Wetterdienste liegen insbesondere die Orte auf den Inseln Hiddensee und Rügen regelmäßig vorne. Während sich bei wechselhaftem Wetter auf dem Festland starke Wolken bilden, bleibt es auf den Inseln meist weniger bewölkt und sonnig — und das vor allem im Sommer. An manchen Tagen verwöhnt die Sonne die Gäste 16 Stunden lang. Etwa 1800 Sonnenstunden pro Jahr kommen so auf Rügen zusammen. Zum Vergleich: Der Mittelwert der Sonnenscheindauer in Deutschland liegt bei etwa 1550 Stunden.

Von der vielen Sonne auf Rügen profitieren nicht nur die Gäste, sondern auch die Hoteliers und Besitzer von Pensionen und Ferienwohnungen: Wer jetzt die Wärme der Sonne einfängt und die Energie clever nutzt, spart nicht nur Geld, sondern signalisiert seinen Gästen auch Umweltbewusstsein und Engagement für die Region. Gerade in den Ostseebädern mit ihren prachtvollen Bauten im Bäderarchitekturstil ergeben sich viele reizvolle Möglichkeiten, die stilvoll verspielten Villen mit modernster Energie-Technologien auszustatten.

Auf Rügen werden die im Baustil der Jahrhundertwende errichteten Häuser mit den großen Rundbögen, Rechteckfenstern, Dreiecksgiebeln und mitunter den kleinen Türmchen auch „Weiße Perlen“ genannt. Die Ferienwohnungen „Fortuna“ im Ostseebad Sellin auf Rügen ist eine solche Perle. Fortuna wurde 1997 liebevoll renoviert und um ein weiteres Gebäude erweitert. Nun stehen insgesamt 10 komfortabel eingerichtete Ferienwohnungen für jeweils bis zu 4 Personen zur Vermietung. weiterlesen ›

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Anbieter für PV-Zertifizierungen

Die CETECOM ICT Services – ein Unternehmen der RWTÜV-Gruppe mit Sitz in Saarbrücken – gibt das erfolgreiche Bestehen des Akkreditierungsaudits ihres Test- und Zertifizierungsservices für Photovoltaik-Module bekannt. Damit bietet die CETECOM ab sofort die Qualifizierung von PV-Modulen nach den gängigen Standards sowohl für kristalline als auch für Dünnschicht-Module an. Hersteller und Distributoren von Photovoltaikmodulen können nun die für den Marktzugang so wichtige Zertifizierung in völlig neu gestalteten Laborräumen erzielen. Dr. Wilhelm Wick, Vorstandsvorsitzender der RWTÜV AG: “Mit dem Engagement in erneuerbare Energien und hier im Speziellen in die Photovoltaik unterstreicht die CETECOM ihre Zukunftsorientierung. weiterlesen ›

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Atomstrom nur mit staatlicher Unterstützung möglich

Es heißt ja die erneuerbaren Energien kosten viel Geld und sind noch viele Jahre abhängig von der Förderung, nur Atomstrom ist eine “billige” Energiequelle. Dazu muss man aber den PR-Abteilungen der Energiekonzerne glauben, denn frei von staatlicher Unterstützung kann auch Atomstrom nicht bezahlbar produziert werden, wie Greenpeace in einer Studie zusammen getragen hat:

Die Nutzung der Atomenergie in Deutschland kostete die Bundesbürger von 1950 bis 2008 mindestens 165 Milliarden Euro an staatlichen Fördermitteln. Mindestens 92,5 Milliarden Euro kommen künftig an Ausgaben noch hinzu. Diese tatsächlichen Kosten der Atomenergie beziffert jetzt eine von Greenpeace beim Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft in Auftrag gegebene Studie. In ihren Subventionsberichten hingegen führt die Bundesregierung lediglich Atomsubventionen von weniger als 200 Millionen Euro auf. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, alle Subventionen für die Atomkraft offen zu legen und Fördermittel künftig nur noch für Erneuerbare Energien und effiziente Brennstoffnutzung auszugeben.

“Mit dem Geld der Steuerzahler füllt die Bundesregierung die Bankkonten der Atomkonzerne”, sagt Andree Böhling, Energie-Experte von Greenpeace. “100 Milliarden Euro Gewinn haben E.on, RWE, Vattenfall und EnBW allein seit 2002 gemacht. Es ist unerträglich, dass die Bundesregierung dennoch erhebliche Kosten und Risiken der Atomkraft übernimmt und die exakte Höhe der Subventionen auch noch verschleiert.” weiterlesen ›

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Hotel mit Null-Energie-Bilanz in Wien

Wieder ein positives Beispiel von dem ich gerne berichte, das zeigt, was alles machbar ist – wenn man nur möchte. Ich hoffe, ich finden noch mehr solche Beispiele.

Das Wiener Boutiquehotel Stadthalle wird um einen Zubau mit Null-Energie-Bilanz erweiter. Mit Photovoltaik- und Solaranlage, Windrädern und Wärmepumpe wird das erste Null-Energie-Hotel der Welt im urbanen Bereich betrieben.

Präsentation HaustechnikIm November 2009 wird der Null-Energie-Zubau mit 38 Zimmern eröffnet. Doch bereits jetzt gibt es unzählige Anfragen und Reservierungen. Der neue Teil des Hotels wird eine Null-Energie-Bilanz aufweisen. Er wird seine Energie aus dem Nutzen des Grundwassers beziehen, die Toilettenspülungen aus dem Regenwasser speisen, Wasser durch eine Solaranlage erwärmen und Strom mit einer Photovoltaik-Anlage sowie zwei Windrädern auf dem Dach gewinnen. Das Energiegewinnungskonzept des Anbaus wird mindestens genau soviel Energie erzeugen, wie verbraucht wird. Reitterer wird rund 4,5 Millionen Euro in den Um- und Zubau des Boutiquehotels Stadthalle investieren. Der Rohbau steht, rund 50 % der neuen Photovoltaikanlage sind bereits installiert. Das Hotel Stadthalle zeichnet „eine eigene Art von Umwelt-Charme aus. Diesen leben wir und ziehen ihn bis zum kleinsten Detail durch,“ so Michaele Reitterer, Eigentümerin des Boutiquehotels Stadthalle.

Umweltschutz wird seit jeher im Hotel Stadthalle groß geschrieben. Bereits jetzt werden die 44 Zimmer mit Warmwasser aus der 130 m² großen Solaranlage versorgt. Das Regenwasser wird vom Dach geleitet und für die Bewässerung des Garten und der Gründächer genutzt. „Ich bin überzeugt mit unserem Betrieb einen wichtigen Beitrag für den Klima- und Umweltschutz zu leisten“, ist die Eigentümerin überzeugt. Und die Auszeichnungen geben ihr Recht. Das Boutiquehotel Stadthalle wurde bereits mit dem Umweltzeichen der Republik Österreich und als erstes Hotel in Wien mit dem EU Umweltzeichen ausgestattet. Im Frühjahr 2009 kam noch der Umweltpreis der Stadt Wien dazu.

Laut demWochenjournal wieninternational.at werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

Ab dem 1. Obergeschoß wird die Gebäudehülle auf Passivhaus-Niveau mit einem Heizwärmebedarf von 9 kWh/m2 gebracht. Das Grundwasser wird in Zukunft per Wärmepumpe zur Energienutzung verwendet. Strom wird durch die 77 m2 große Photovoltaikanlage und zwei Windräder auf dem Dach erzeugt. Das Regenwasser wird zusätzlich zur Gartenbewässerung auch für die Toilettenspülungen genutzt. Mit dem Energiegewinnungskonzept des Anbaus wird mindestens genauso viel Energie erzeugt, wie verbraucht wird. Wann die Hoteleigentümerin finanziell von dieser großen Investition profitieren wird? “Die Investition wird sich in etwa acht bis neun Jahren rechnen”, gibt der zuständige Energieplaner Ing. Gerhard Heiling an.

Aktuelle Informationen zum Hotel gibt es im schön gemachten Blog des Hotels.

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Ideenwettbewerb für eine energieeffiziente Stadt

Letzte Woche erreichte mich ein Aufruf für einen Ideen Wettbewerb für eine energieeffiziente  Stadt im Jahr 2020. Der Wettbewerb läuft unter dem Namen „Save Our Energy – Die energieeffiziente Stadt 2020“. Es können Ideen eingereicht werden, wie man die Bereiche Wohnen und Mobilität energieeffizienter gestalten könnte. Eingereichte Ideen werden sowohl von den Mitgliedern der Internetseite, als auch von einer Expertenjury bewertet. Die besten Ideen werden hinterher in Workshops zusammen mit dem Ideengeber und Experten ausgearbeitet.

Möglichkeiten gibt es viele, Technologien gibt es heute auch schon viele, aber meines Erachtens kommt es auch auf eine intelligente Umsetzung an, ich bin auf die Ideen gespannt und werde vielleicht mal davon berichten.

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Wo finde ich sparsame Geschirrspüler, Computer und Drucker

Zur Internationalen Funkausstellung in Berlin hat die Verbraucher-Informationskampagne EcoTopTen einen Teil ihrer Angebote aktualisiert. So haben die WissenschaftlerInnen aus dem Öko-Institut neue Marktübersichten für Geschirrspülmaschinen veröffentlicht. Zudem sind die Kaufempfehlungen für Computer und Drucker neu aufgelegt.

Geschirrspüler: Der Spitzenreiter benötigt nur noch sieben Liter Wasser

Erfreuliche Nachrichten gibt es bei den Geschirrspülmaschinen: So listet die aktuelle Marktübersicht 113 Geräte auf, die aus Umweltsicht zu empfehlen sind, eine gute Qualität und einen angemessenen Preis haben. Alle tragen die Auszeichnung AAA für höchste Energieeffizienz, beste Reinigungs- und Trockenleistung. Dabei zeigt sich, dass die Geschirrspüler im Vergleich zum Vorjahr noch einmal einen Liter Wasser pro Spülgang einsparen und nur noch maximal 13 Liter (60 Zentimeter breite Geräte) oder zwölf Liter (45 Zentimeter breite Geräte) verbrauchen, der Durchschnitt der Geräte liegt bei knapp elf Litern. Der Spitzenreiter in der EcoTopTen-Übersicht kommt sogar mit sieben Litern Wasser pro Spülgang aus.

Auch der Energieverbrauch ist bei den meisten Maschinen der Marktübersicht noch einmal zurück gegangen, so dass viele Geschirrspüler bereits weniger als eine Kilowattstunde Strom pro Spülgang benötigen. Tendenz weiter sinkend. Der Geräuschpegel liegt bei vielen Maschinen mittlerweile sogar schon unter 46 Dezibel. Gute Qualität hat jedoch ihren Preis, weshalb die EcoTopTen-Geräte mehr kosten als die marktüblichen Geschirrspüler. „Aber die jährlichen Gesamtkosten liegen dabei in der gleichen Größenordnung“, sagt Dr. Dietlinde Quack, Wissenschaftlerin im Öko-Institut. Übrigens: Das Spülen mit der Maschine ist heutzutage in der Regel kostengünstiger und umweltfreundlicher als von Hand.

Computer: Überdimensionierte Komponenten ziehen viel Strom

Weil der IT-Markt so schnelllebig ist, empfiehlt EcoTopTen bei Computern und Druckern keine konkreten Produkte. Stattdessen haben die WissenschaftlerInnen eine Übersicht zusammen gestellt, mit der VerbraucherInnen auch langfristig ein energieeffizientes und für sie geeignetes Gerät finden können.

„Leider gibt es im Privatbereich nur wenige Computer, die mit Umweltlabeln gekennzeichnet sind“, sagt IT-Experte Andreas Manhart aus dem Öko-Institut. Sein EcoTopTen-Tipp: „Suchen Sie Ihren Computer nach Ihrer individuellen Nutzung aus und sparen Sie so Geld und Energie. Für die üblichen PC-Anwendungen sind die angepriesenen Komponenten oftmals überdimensioniert und verbrauchen damit unnötig Strom. Das gilt besonders für Prozessor, Grafikkarte und Netzteil. Als Nutzer einfacher Anwendungen sollten Sie den Kauf eines Netbooks oder eines kompakten Desktop-PCs in Betracht ziehen, da diese deutlich energiesparender und kostengünstiger sind als ihre großen Geschwister.“

Drucker: Sparsamer Umgang mit Papier, Toner und Tinte schont die Umwelt und den Geldbeutel

Bei Tintenstrahldruckern wird durch zu frühes Wechseln der Patronen zwischen 20 und 40 Prozent der Druckertinte verschwendet. „Trotz der Meldung ‚Patrone leer, bitte wechseln’ lassen sich oft noch etliche Seiten ausdrucken. Deshalb sollte der Nutzer die Patronen nur dann wechseln, wenn der Ausdruck tatsächlich an Qualität verliert“, sagt Siddharth Prakash, Wissenschaftler im Öko-Institut. „Entscheidend für die Umweltbilanz eines Druckers ist auch der Papierverbrauch. Denn er macht rund 90 Prozent der Umweltauswirkungen aus, der Energieverbrauch nur zehn Prozent“, so Siddharth Prakash. Wie sich Papier-, Energie- und Tintenverbrauch beim Drucken verringern lassen, beschreiben die Kaufempfehlungen.

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CDU will Energieeffizienz-Niveau von gestern fördern

Auch wenn Inhalte bis jetzt rar waren im Bundestagswahlkampf, ging die CDU jetzt in die Offensive und verkündete ihre geplante Energie-Spar Prämie 130. Das Ziel klingt logisch und einleuchtend, der Bereich der Gebäudesanierung soll einfacher und transparenter gestaltet werden. Leider spricht die vorliegende Information nur Schlagwörter an und geht nicht weiter in die Tiefe. Das große Einsparpotential im Gebäudebestand wird immerhin erkannt und gesehen, dass sich was tun muss. Also soll eine Gebäudesanierungsoffensive gestartet werden, die mit einer Energie-Spar-Prämie und einem Wärme-Contracting-Konzept umgesetzt werden soll.

Die Energie-Spar-Prämie 130 soll die Gebäudesanierung einfacher und effizienter machen, so der verkündete Wortlaut.

Die Energie-Spar-Prämie richtet sich an Privatpersonen sowie private und gewerbliche Wohnungsunternehmen, wenn an Gebäuden von mehr als 30 Jahren nachhaltige Renovierungsinvestitionen durchgeführt werden und dadurch der Primärenergieverbrauch auf mindestens 130 kWh/m² jährlich reduziert wird. Um die Kosten für den Bundeshaushalt und damit für den Steuerzahler kalkulierbar zu halten, soll der Zuschuss pro Wohneinheit gedeckelt sein. Durch die Energie-Spar-Prämie sollen die vorhandenen Einzelförderungen mit komplizierten Antragsverfahren ersetzt werden.

Es betrifft vor allem die Gebäude, die eine Sanierung dringend nötig haben, aber jüngeren Gebäude werden wohl leer ausgehen. Und die Anforderung von 130 kWh/m² pauschal für alle Gebäude ist einfach, aber ungerecht (weil unabhängig von der Geometrie und Beschaffenheit des Gebäudes) und unabhängig vom Ausgangsniveau. Der Grenzwert von 130 kWh/m²a Primärenergiebedarf ist heute allerdings auch für Sanierungen eher Standard als Förderungswürdig – vor zehn Jahren wären 130 kWh/m²a vielleicht noch etwas besonderes gewesen. Aber Standard ist nicht förderungswürdig, diese Förderung stellt gegenüber der heutigen Förderung einen gewaltigen Rückschritt dar.

Positiv ist die einfache Gestaltung als Zuschuss und Offenheit wie das Ziel erreicht werden soll. Auch das Wärme-Contracting muss mehr unterstützt werden, wie bleibt aber noch offen. Wirtschaftlich attraktive Lösungen sind wichtig und werden gebraucht, das habe ich hier oft genug gefordert und kann ich nur begrüssen. Da kann ich dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen zustimmen, aber bitte nicht auf dem Niveau von gestern.

Damit ist keinem geholfen und dem Klimaschutz erst recht nicht. Technologie-Offenheit bedeutet sich dem aktuellen Stand der Technik zu öffnen und neues zu unterstützen, aber das energetische Gebäudeenergie-Niveau von 130 kWh/m² Primärenergiebedarf ist auch in der Sanierung einfach nicht mehr förderungswürdig. Unter 100 kWh/m²a sollte der Primärenergiebedarf schon liegen, oder wenigstens abgestuft angeboten werden. Alles andere ist ein Rückschritt gegenüber dem erfolgreichen CO2-Gebäudesanierungsprogramm.

Solche Projekte wie in Goch wären dann vermutlich kaum noch möglich, oder wie schaffen es einige Wohnungsbauunternehmen sich auf den Passivhaus-Standard festzulegen? Und dann soll noch nicht einmal der Niedrigenergiehaus-Standard gefördert werden? Kann ich wirklich nicht nachvollziehen.

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