KfW-Förderstandards werden an EnEV 2009 angepasst

Die KfW Bankengruppe hat die Anpassungen in ihren Förderprogrammen an die am 01.10.2009 in Kraft tretende Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) vorgestellt. Nach der EnEV richten sich die energetischen Vorgaben für Neubauten und umfassende Sanierungen in Deutschland. Sie ist die rechtliche Grundlage der KfW-Programme für Energieeffizientes Bauen und Sanieren.

„Die KfW-Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren bleiben auch unter den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen weiter sehr attraktiv“, so Dr. Axel Nawrath, Vorstand der KfW Bankengruppe. „Wir haben die Anforderungen mit sehr viel Augenmaß angepasst und nur soweit, wie es der gesetzliche Rahmen erfordert.“

Struktur der Förderung und die Programme selbst bleiben zum 01.10.2009 im Wesentlichen unverändert. Einheitlicher Förderstandard für Neubau und Sanierung ist weiterhin das „KfW-Effizienzhaus“. Die KfW überträgt die bekannten, an der EnEV 2007 ausgerichteten, Förderstufen KfW-Effizienzhaus 100, KfW-Effizienzhaus 70 und KfW-Effizienzhaus 55 in neue entsprechende Standards auf Basis der EnEV 2009. Dabei bleiben die energetischen Anforderungen weitgehend gleich: Ein KfW-Effizienzhaus 70 darf zum Beispiel höchstens 70 Prozent des Energiebedarfs eines nach den Vorgaben der EnEV errichteten entsprechenden Neubaus benötigen.

Neu hinzukommen im Oktober zusätzliche Förderstufen. Die derzeitigen energetischen Förderniveaus werden auch nach dem 01.10.2009 zu den heutigen Sätzen gefördert. Ein Beispiel: Das KfW-Effizienzhaus 70 (EnEV 2007) wird nun zum KfW-Effizienzhaus 100 (EnEV 2009) und weiterhin in der Kreditvariante mit einem Tilgungszuschuss von 12,5 % gefördert oder alternativ mit einem Zuschuss von 17,5 %.

Mit dem Jahresprimärenergiebedarf und dem spezifischen Transmissionswärmeverlust (Anforderung an die Gebäudehülle) des Gebäudes ist wie bisher anhand von nur zwei Kriterien auf den ersten Blick erkennbar, welchen energetischen Standard ein gefördertes Gebäude erfüllt.

Insgesamt werden zukünftig sechs KfW-Effizienzhausstandards gefördert (Angaben in % eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV 2009):

Zukünftige KfW-Effizienzhausstandards

Zukünftige KfW-Effizienzhausstandards

Anfang 2010 wird die neue Förderstufe Effizienzhaus 55 für Neubauten eingeführt werden. Während einer dreimonatigen Übergangszeit bis zum 30.12.2009 sind Anträge sowohl nach den bisherigen als auch nach den neuen Standards uneingeschränkt möglich. Damit ist eine weitgehende Planungssicherheit für die Investoren gewährleistet. Die Förderstufen KfW-Effizienzhaus 130 in der Sanierung und KfW-Effizienzhaus 85 im Neubau werden in einer Übergangsphase zeitlich befristet angeboten, voraussichtlich bis zum 30.06.2010.

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Haushalte testen deutschlandweit neue Energiesparsysteme

Die Angebote neuer Energiespartechniken werden immer zahlreicher. Innovationen wie intelligente Verbrauchszähler,
sogenannte Smart Meter, oder die webbasierte Energiebuchhaltung versprechen Verbrauchern, ihre Energiekosten und CO2-Emissionen zu senken. Doch wie viel sparen Haushalte mit Hilfe moderner Energiesparsysteme wirklich? Bewähren sich die Neuentwicklungen im Alltag der Anwender? Und wie können die digitalen Verbrauchsdaten, wie sie Smart Meter in Zukunft jedem Haushalt liefern, zu verbraucherfreundlichen Informationen werden?

Diese Fragen beantworten jetzt bundesweit bis zu 1000 Haushalte, die moderne Energiesparsysteme ein Jahr auf ihre Wirksamkeit und ihre Alltagstauglichkeit prüfen werden. Betreut wird das Forschungsvorhaben von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online mbH und der IZES gGmbH (Institut für ZukunftsEnergieSysteme). Am 18. August startete der vom Bundesumweltministerium geförderte Praxistest „Moderne Energiesparsysteme im Haushalt“, an dem sich sechs Stadtwerke mit ausgewählten Kunden beteiligen. Entwicklungen und Neuigkeiten des Praxistests können auf www.energiesparclub.de verfolgt werden.

„Unser Forschungsvorhaben legt einen deutlichen Fokus auf den Verbraucher. Energiesparsysteme müssen alltagstauglich sein, damit ihre Nutzer das Sparpotenzial auch erschließen können. Wenn wir verstehen, wie die Systeme genutzt werden und wo Schwierigkeiten bestehen, können wir sie weiter verbessern“, erklärt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer von co2online. Die eingesetzten Energiesparsysteme bestehen aus drei Komponenten: den intelligenten Verbrauchszählern (Smart Meter), Energieeffizienzgeräten wie Funkthermostatventile und Messsteckdosen sowie der Internetanwendung „Energiesparkonto“. Dieses bilanziert und bewertet den Energieverbrauch und berät zu Handlungsoptionen.

Der Praxistest findet im Rahmen der Kampagne „Energiesparclub“ statt. Sie berät Haushalte zum effizienten Umgang mit Energie und ermöglicht das Messen ihrer Energiesparerfolge. Kampagne und Praxistest werden durch die Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.

Unten stehen gleich einige Links mit Hinweisen zur Energieeinsparung im Haushalt. Bin gespannt auf die Ergebnisse des Praxistests.

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Solarwirtschaft rechnet 2009 mit Marktwachstum in Deutschland und in wichtigen Exportmärkten

Gruenspar.de

Hört sich doch nicht so schlimm an, wie manche PV-Hersteller in diesen Tagen jammern:

Die Nachfrage nach Solarstromanlagen wird nach jüngsten Prognosen des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) in diesem Jahr in Deutschland und in einigen wichtigen Exportmärkten trotz der Finanz- und Konjunkturkrise wachsen. Nach einem eher schwachen ersten Halbjahr verzeichnet die Mehrzahl der Solarunternehmen derzeit eine spürbare Geschäftsbelebung und rechnet mit einem weiteren Anziehen der Nachfrage, so die Ergebnisse des aktuellen Geschäftsklimaindex des BSW-Solar. Dieser konnte im zweiten Quartal um knapp zehn Punkte zulegen.

Spätestens 2010 werde die Photovoltaikindustrie nach Einschätzung der Branche weltweit wieder auf ihren Wachstumskurs zurückkehren. Von dieser Entwicklung wird Deutschlands Solarindustrie trotz eines verschärften internationalen Wettbewerbs weiter profitieren. Dazu tragen ihr Technologievorsprung, eine hohe Qualität, ein erhebliches Fachkräftepotenzial und insbesondere die Stärke Deutschlands im Maschinen- und Anlagenbau bei.

Im letzten Jahr konnten deutsche Photovoltaikhersteller ihre Produktion um rund 65 Prozent steigern. Ihr Umsatz wuchs von sechs auf zehn Milliarden Euro und wurde zur Hälfte im Ausland realisiert. Zu einem inzwischen nahezu ausgeglichenen Exportsaldo trugen auch die besonders großen Absatzerfolge der Photovoltaik-Zuliefererindustrie bei, so die Ergebnisse einer jüngsten Marktstudie von EuPD Research im Auftrag des BSW-Solar. Im letzten Jahr wurden in Deutschland rund 150.000 Solarstromanlagen mit einer Spitzenleistung von 1,5 Gigawatt neu installiert.

Auch für dieses Jahr rechnet der BSW-Solar mit einem Wachstum der neu installierten Solarstromleistung in Deutschland im zweistelligen Prozentbereich. Nach einem eher schleppenden Jahresauftakt verzeichnet der Verband in den letzten Wochen wieder eine deutliche Belebung der Nachfrage. Zwar verzögerten sich weiterhin einige Großprojekte durch die Finanzkrise, 80 Prozent des inländischen Marktes sei davon aber nicht betroffen. Eigenheimbesitzer und Landwirte zeigen sich weiterhin sehr investitionsfreudig. Dazu trägt bei, dass die Preise für Solarstromanlagen seit Ende letzten Jahres um über 20 Prozent gesunken sind, so dass sich die Investition auf einer Vielzahl geeigneter Dachflächen derzeit rentiere.

Im Zusammenhang mit der Intensivierung weltweiter Klimaschutzmaßnahmen registriert die Solarbranche auch in den meisten Auslandsmärkten ein spürbares Marktwachstum. So rechnet der BSW-Solar bis zum Jahresende 2009 in Italien mit einem Absatzplus in Höhe von 20-30 Prozent, in den USA von mindestens 40 Prozent. In Frankreich und China werde sich der Photovoltaikmarkt binnen eines Jahres mindestens verdoppeln, so die Erwartung der dortigen Solarverbände. Davon werden auch deutsche Solarunternehmen profitieren können, ist sich der BSW-Solar sicher.

Nur in Spanien werde der Markt aufgrund einer Verschlechterung des dortigen Förderprogramms in diesem Jahr voraussichtlich deutlich schrumpfen. Die dadurch ausgelösten Absatzeinbußen hatten in den letzten Monaten maßgeblich zu einem verschärften Wettbewerb und in der Folge starken Preissenkungen im internationalen Photovoltaikmarkt geführt.

Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW-Solar: „Aufgrund des Marktrückgangs in Spanien und der Finanzkrise blieb das Auslandsgeschäft in den letzten Monaten hinter den Erwartungen zurück und trübte einige Geschäftsberichte. Trotz der Konjunkturdelle rechnen wir 2009 in Deutschland jedoch mit einer wachsenden Nachfrage. Derzeit entstehen weltweit viele neue Absatzmärkte. Spätestens 2010 wird unsere Branche deshalb auch weltweit wieder auf ihren Wachstumspfad zurückkehren. Einen regelrechten Solarboom erwarten wir dann insbesondere in den USA und in China. Der Ausbau der Solarenergie geht weiter und Deutschlands Solarwirtschaft wird davon profitieren!“

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Wärme für den Winter speichern -Prenzlau ist die “Energie-Kommune” des Monats August

Die Agentur für Erneuerbare Energien hat die uckermärkische Kreisstadt Prenzlau für ihr Engagement als „Energie-Kommune“ des Monats August 2009 ausgezeichnet. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte und stellt sie auf dem Infoportal www.kommunal-erneuerbar.de ausführlich vor.

Die Stadt Prenzlau mit ihren rund 20.000 Einwohnern produziert schon heute mehr Strom aus Erneuerbaren Energien als sie selbst verbraucht. Jetzt ist geplant, die gesamte Innenstadt mit regenerativer Wärme zu versorgen. Der Schlüssel hierzu: Wärme aus Erneuerbaren Energien soll gespeichert werden.

In Prenzlau fällt bei der Nutzung von Biogas in Blockheizkraftwerken (BHKW) viel Abwärme an. Diese Wärme wollen die Prenzlauer im Sommer nicht nutzlos verpuffen lassen, sondern zwischenspeichern und in den kalten Monaten nutzen. Darum planen die Stadtwerke derzeit einen unterirdischen Wärmespeicher. „Durch dieses Vorhaben wird die komplette Prenzlauer Innenstadt schon in Kürze nahezu ausschließlich mit Erneuerbaren Energien beheizt“, freut sich Hans-Peter Moser, Bürgermeister von Prenzlau.

Für die Speicherung der Abwärme der Biogas-BHKWs wird auf einen Aquifer-Wärmespeicher in mehreren hundert Meter Tiefe zurückgegriffen. Die Wärme wird unterirdisch direkt in Wasser führende Gesteinsformationen gebracht. Um die Wärme zu speichern, wird über eine „kalte Bohrung“ Grundwasser entnommen, welches oberirdisch durch Wärme, z.B. von Blockheizkraftwerken oder Solaranlagen, erwärmt wird. Über eine zweite „warme Bohrung“ wird das erwärmte Wasser zurückgeführt. Soll die Wärme im Winter in einem Nahwärmenetz genutzt werden, wird das erwärmte Wasser aus dem Aquifer wieder an die Erdoberfläche gepumpt.

„Die so genannten saisonalen Wärmespeicher können Angebot und Nachfrage Erneuerbarer Energien besser in Einklang bringen. Sie sind ein Schlüssel für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien, denn Wärme kann nicht wie Strom problemlos über weite Strecken transportiert werden“, betont Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, anlässlich der Bekanntgabe der „Energie-Kommune“ des Monats August.

Die Agentur für Erneuerbare Energien stellt ein umfangreiches Hintergrundpapier zum Thema „Wärme speichern“ kostenlos zur Verfügung. Das leicht verständliche Hintergrundpapier stellt alle wichtigen Speichertechniken im Wärmebereich vor und ist als Einstiegslektüre nicht nur für Bürgermeister interessant.

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Broschüre “Energieeffizienz in Brandenburg” zeigt Beispiele aus der Praxis

Rechtzeitig zum Energietag Brandenburg am 10. September 2009 in Cottbus wird von der bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam angesiedelten Brandenburgischen Energie Technologie Initiative (ETI) die Broschüre „Energieeffizienz in Brandenburg” zu Klimaschutz und Ressourcenschonung fertig gestellt. Das Heft gibt Tipps, wo Unternehmen und Kommunen ansetzen können, um nachhaltig den Energieverbrauch zu senken. Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis der Industrie, der Wohnungswirtschaft und der Kommunen zeigen Handlungsfelder auf und geben Anregungen für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen unter Nutzung innovativer Technologien und erneuerbarer Energien.

Der Energietag wird zugleich den Startschuss für ein neues Projekt der ETI – die Erstellung eines Katalogs für energieeffiziente Produkte und Dienstleistungen Brandenburger Unternehmen – geben. Das Ziel ist, das Potenzial für Energieeinsparung und Kostenreduzierung transparent und leichter zugänglich zu machen, sowohl für die regionale Wirtschaft als auch für die Verbraucher.

Dieses Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit den Protagonisten der ETI Arbeitsgruppen Energiesparendes Bauen/Gebäudeenergieeffizienz und Energieeffizienz in Unternehmen/ Energiedienstleistungen umgesetzt. Darin eingeschlossen sind der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) und der Energetische Stammtisch, die mit dem Projekt „Allianz für Anlageneffizienz” ALFA die energetische Modernisierung und Optimierung der Wohnbestände durch gering-investive Maßnahmen betreiben.

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Wie funktionieren Windenergieanlagen?

Neben den vielen politischen Themen, möchte ich auch gerne mehr fachlich informieren. So möchte ich heute der Frage nachgehen, wie Windenergieanlagen funktionieren. Da ich selber kein Experte bin auf diesem Fachgebiet, möchte ich zeigen, wo es gute Erklärungen zu finden gibt:

Kennt jemand noch weitere gute Seiten mit Technik-Informationen zur Windenergie? Ich ergänze die Liste gerne weiter.

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Nur grüne Energiewirtschaft führt aus Wirtschaftskrise

Die Wirtschaft bewegt sich in Wellen auf und ab, diese Wellen werden überlagert von größeren Wellen, die durch Knappheit von Ressourcen angestossen werden. Diese Knappheiten müssen mit neuen Innovationen überwunden werden, wie z.B. bei der Entwicklung von Dampfmaschine, Eisenbahn oder Automobil. So ist es auch bei dieser Wirtschaftskrise, schreibt Solarworld-Chef Frank Asbeck im Blog Ruhrbarone. Nur grundlegende Veränderungen führen aus einer Wirtschaftskrise. Und weiter schreibt er, grüne Energietechnologien sind der Schlüssel für den Weg aus der Krisse. Sie lösen die Industrienationen aus der Abhängigkeit von anderen Ländern und sie helfen Menschen, die bisher keinen Zugang zu Energie haben.

Die Technologien sind vorhanden, das Potential ist da:

Die Solarstromtechnologie ist inzwischen reif, um massenhaft wirtschaftliche Anwendungen zu ermöglichen. Bereits Anfang des nächsten Jahrzehnts wird es auf jedem Dach in Deutschland möglich sein, den Strom billiger zu produzieren als er aus der Steckdose kommt. Hausbesitzer werden zu Stromerzeugern, so wie es bereits 500.000 Betreiber in Deutschland erfolgreich vorgemacht haben. Die deutschen Dachflächen reichen aus, um alleine ein Drittel des gesamten Stromverbrauches zu decken. Dafür braucht man nicht erst große Leitungen nach Nordafrika legen. Für weite Teile Afrikas allerdings bedeutet der Einsatz von Solartechnologie erstmals überhaupt die Möglichkeit, wirtschaftliche Entwicklung zu vollziehen.

Das ist gar nicht so neu, für diejenigen, die die ähnlich denken. Aber diese Aussage muss weiterverbreitet werden, denn erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind die Technologien für die Zukunft. Die Politik scheint bis jetzt aber mehr auf Technologien von gestern zu setzen, obwohl geraden diese sich in der Krise befinden.

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Leuchtturmprojekte stehen für Energieeffizienz im Unternehmen

Rheinland-pfälzische Unternehmen machen sich fit für die Zukunft. Dazu gehört der Check, wie sie energieeffizienter, mit geringerem Rohstoffverbrauch und damit umwelt- und klimafreundlicher und insgesamt sparsamer wirtschaften können: Jetzt liegen Ergebnisse aus den 5 ersten Unternehmen vor. Sie haben einen EffCheck absolviert und zusammengefasst lautet das Ergebnis: Ein EffCheck lohnt sich für die Unternehmen immer. Die Einsparungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von der Nutzung von Blockheizkraftwerken und der Wärmerückgewinnung über die Reduzierung des Kompressordrucks und die Optimierung der Außenbeleuchtung bis hin zur Regenwassernutzung.

Die Untersuchungen liefen im Rahmen des Effizienznetzes (EffNet) Rheinland-Pfalz, einer gemeinsamen Initiative von Umwelt- und Wirtschaftsministerium.

“Die ersten Ergebnisse aus den Unternehmen zeigen ganz deutlich: Energieeinsparungen sind immer möglich und Energieeffizienz ist ein Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg”, sagte Ministerin Conrad. Die abgeschlossenen EffChecks sollen als “Leuchttürme” wirken und möglichst viele Betriebe ermuntern, selbst aktiv zu werden. “Wir erhoffen uns Impulse für weitere Unternehmen und damit insgesamt mehr Res-sourceneffizienz sowie geringere Kosten- und Umweltbelastungen”, so Conrad. “Das kommt der Wirtschaft zugute und erhält Arbeitsplätze.”

Die im Rahmen des Projektes “EffCheck – PIUS-Analysen in Rheinland-Pfalz” erarbeiteten Datenblätter der ersten fünf von 16 Pilot-Betrieben sind im Internet unter www.effnet.rlp.de abrufbar. Sie enthalten jeweils eine Kurzdarstellung des Unternehmens sowie die im EffCheck ermittelten jeweiligen Potenziale und Ergebnisse – dazu gehören im Wesentlichen Einsparungen im Energie-, Wasser oder Abfallbereich.

Folgende Unternehmen sind gecheckt und gehören zu den Leuchttürmen:

Das Effizienznetz Rheinland-Pfalz, 2005 von Umwelt- und Wirtschaftsministerium geschaffen, hat es sich zum Ziel gemacht, den Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) und die Ressourceneffizienz als wirtschaftliche Zukunftschance zu entwickeln. Das EffNet verknüpft im Internet die Einzelinitiativen im Land zu einem umfassenden Informations- und Beratungsangebot im Bereich Umwelt und Energie. So steht es vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen und den Kommunen als zentraler Ansprechpartner zur Verfügung.

Konkret wird es im Produktionsprozess: Jährlich können bis zu 30 EffChecks in Unternehmen durchgeführt werden. Das Land übernimmt dabei bis zu 70 Prozent der Beratungskosten für bis zu 9 Beratertage (Höchstbetrag 4.500 Euro). Am Ende stehen Maßnahmenpläne zur Optimierung der Produktionsprozesse und -organisation nach circa 3 bis 4 Monaten Projektlaufzeit. Auch die Reihe der Leuchtturmprojekte wird fortgeschrieben.

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Zweiter Stipendiatentag der Reiner Lemoine Stiftung: Fachforum für wechselseitigen Austausch über regenerative Energien!

„Scheiss auf den Kommerz. Lass uns was Richtiges machen“ – Ganz im Sinne des Gründers Reiner Lemoine findet am Samstag, 12. September der zweite Stipendiatentag der Reiner Lemoine Stiftung im Technologiepark Adlershof statt. Die Stiftung fördert ambitionierte Doktoranden, deren Arbeit im Forschungsfeld der regenerativen Energien angesiedelt ist.

Die 15 Stipendiaten des zweiten Jahrgangs werden auf dem Stipendiatentag konkrete Forschungsergebnisse vorstellen. Die Präsentationen werden dem Fachpublikum Einblicke in verschiedenste wissenschaftliche Untersuchungen im Bereich erneuerbare Energien gewähren. Toke Franke präsentiert beispielsweise erste Ergebnisse seiner Promotionsarbeit, in welcher er Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung von Solaranlagen untersucht. Grit Bürgow wird veranschaulichen, inwiefern regenerative Aquakulturen einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können. Und Maren Kuschkes Promotion untersucht und erforscht ein innovatives Prinzip zur optimierten Netzintegration von Windstrom.

Weiterhin werden Annerose Knorz, Dirk Reinwald, Jochen Link, Jochen Wirth, Junis Rindermann, Marcel Pagels, Niklas Hartmann, Nizra Fabiola Castro Gonzáles, Sebastian Burhenne, Stefan Heß, Tobias Roesener und Vera Klinger ihre bisherigen Ergebnisse präsentieren. Parallel zu den Präsentationen wird eine Posterausstellung des ersten Stipendiatenjahrgangs stattfinden.

Die Reiner Lemoine Stiftung wurde im September 2006 mit dem Ziel gegründet, Wissenschaft und Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien zu fördern. Neben der Vergabe von Stipendien unterstützt die Stiftung unter anderem auch die Durchführung von Bildungsprojekten und die Realisation von Forschungs- und Entwicklungshilfeprojekten.

Der Stipendiatentag wird auch in diesem Jahr wieder den intensiven Austausch zwischen Stipendiaten und Kuratorium fördern. Bereits am ersten Stipendiatentag im September vergangenen Jahres konnte die Reiner Lemoine Stiftung demonstrieren, dass sie ihrem Anspruch gerecht wird, innovative und zukunftsfähige Entwicklungen im Bereich erneuerbare Energien voranzubringen. An diesem Ziel wird kontinuierlich weiter gearbeitet. Der Stipendiatentag ist eine öffentliche Veranstaltung und richtet sich an Fachleute aus dem Bereich Erneuerbare Energien, Studenten und ein interessiertes Publikum. Die Teilnahme ist kostenlos.

WANN + WO
Samstag, den 12.09.2009 SOLON SE
von 10:00 bis 18:15 Uhr Am Studio 16
12489 Berlin Adlershof

Bitte melden Sie sich bis zum 5. September 2009 unter info@reiner-lemoine-stiftung.de für den Stipendiatentag der Reiner Lemoine Stiftung an. Weitere Informationen sowie den genauen Ablaufplan finden Sie unter www.reiner-lemoine-stiftung.de.

Reiner Lemoine Stiftung
Die Reiner Lemoine Stiftung fördert Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, sowie die Entwicklungshilfe im Bereich der regenerativen Energien. Im Vordergrund steht dabei die Vergabe von Stipendien an Promovenden und Doktoranden, deren Arbeit einen Bezug zu dem Thema Erneuerbare Energien aufweist. Da Nachhaltigkeit im Stiftungsgedanken groß geschrieben wird, unterstützt die Reiner Lemoine Stiftung auch die Jüngsten. Um sie für eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Thematik nichtfossiler Energiezukunft zu gewinnen und zu sensibilisieren, fördert die Stiftung auch Projekte an Schulen im Bundesgebiet.

Über die Vergabe der Förderungen befindet alljährlich im Spätsommer der Stiftungsvorstand nach den Vorschlägen des Kuratoriums.

Leidenschaft für Erneuerbare Energien:  Reiner Lemoine

Vor knapp 20 Jahren hatte man ihn noch belächelt, als er mit Gleichgesinnten am Kreuzberger Paul-Linke-Ufer im „Wuseltronik-Kollektiv“ elektronische Messgeräte entwickelte. Die Welt wollten sie verbessern. Zumindest ein Stück. Elektrotechnik optimieren und Wege gehen, die andere sich nicht zu gehen trauten.

Reiner Lemoines Antrieb war sein ausgeprägter Glaube an die Zukunft der Erneuerbaren Energien. Das größte Potential sah er dabei immer in der Photovoltaik. Gemeinsam mit Freunden und Kollegen entwickelte er zahlreiche Verfahren und Technologien zur Nutzung der Sonnenenergie.

Ende der 90er Jahre stellte sich schließlich der wirtschaftliche Erfolg ein. Mit Freunden und Geschäftspartnern hatte er das Unternehmen Solon AG und später Q-Cells AG gegründet, die heute zu den führenden Solarunternehmen weltweit gehören.

Reiner Lemoine gilt heute als „Querdenker und Visionär“. Als verantwortungsvoller Ausnahmeunternehmer, dessen Entscheidungen zutiefst ethisch motiviert waren. Sein Engagement und seine Beharrlichkeit, regenerative Energiequellen in unserer Gesellschaft nachhaltig zu etablieren, hat er Zeit seines Lebens im gesellschaftlichen und politischen Kontext gesehen. Er wollte mit der neuen Technologie die Unabhängigkeit von Nationen stärken und dem Frieden dienen. Durch sie sollte die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen gesichert und die Umwelt geschützt werden.

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Energetische Sanierung senkt den Energiebedarf von Altbauten um 50 bis 60 Prozent

Altbauten können ihren Energiebedarf nach einer energetischen Sanierung leicht halbieren. Nach Angaben von Zukunft Altbau, dem Programm des Umweltministeriums Baden-Württemberg, liegt das durchschnittliche Endenergie-Einsparpotenzial einer Standardsanierung je nach Baujahr zwischen 50 und 60 Prozent. „Zwar ist jedes Haus anders“, sagt die Leiterin des Programms, Claudia Rist, „doch zeigen die Erfahrungswerte einen allgemeinen Trend.“ Mit rund 30 Prozent Reduktion kommt die Dämmung der Gebäudehülle auf den größten Anteil. 10 bis 20 Prozent erreicht eine neue Heizung. Neue Fenster und eine thermische Solaranlage senken den Bedarf um rund 10 Prozent. Darüber hinausgehende Maßnahmen verursachen nur geringe Mehrkosten.

Die Erfahrungen von vielen Standardsanierungen zeigen: Ein- und Zweifamilienhäuser aus den siebziger Jahren können ihren Energieverbrauch um gut 50 Prozent vermindern. Ältere Häuser aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts schaffen sogar über 60 Prozent. Wenn Instandsetzungsarbeiten anstehen, etwa Nachbesserungen an der Fassade, lohnt sich eine energetische Sanierung besonders. Denn viele dafür notwendige Arbeiten sind dann schon beauftragt: Das Gerüst steht bereits, Handwerker und Planer sind engagiert.

Experten aus den verschiedenen Gewerken weisen außerdem darauf hin, dass ein höheres energetisches Niveau als der Standard meist nur noch geringe Mehrinvestitionen verursache. „Wenn energetisch saniert wird, lohnt es sich, einige Zentimeter mehr Dämmung draufzupacken als der Gesetzgeber fordert“, sagt etwa Dr. Roland Falk, Leiter des Kompetenzzentrums vom Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg. „Da bereits gedämmt wird, fallen ausschließlich die zusätzlichen Materialkosten an. Dafür winken weitere Energieeinsparungen.“ Bei der Fassadendämmung liegt der Mehrpreis pro Zentimeter weiterer Dämmstärke derzeit bei 1,00 bis 1,50 Euro pro Quadratmeter.

Dass sich Mehrinvestitionen lohnen, zeigt folgendes typische Beispiel aus Süddeutschland: Die hochwertige Sanierung eines Einfamilienhauses aus den siebziger Jahren mit 240 Quadratmeter Wohnfläche senkt die Heizkosten um stolze 65 Prozent und wirft nach einer Amortisationsphase von rund 10 Jahren finanziellen Gewinn ab. Die Ausgaben für die Energiesparmaßnahmen summieren sich auf insgesamt rund 32.000 Euro – die nötigen Instandsetzungsar-beiten bei Heizung, Fenstern und Putzerneuerung wurden nicht mitgerechnet, da sie sowieso erfolgen mussten.

Sanierungen lohnen sich auch aus anderen Gründen: Der Wohnkomfort steigt, außerdem werden die jüngst verschärften gesetzlichen Bestimmungen der novellierten Energieeinsparverordnung EnEV 2009 und das Erneuerbare-Wärme-Gesetz in Baden-Württemberg eingehalten.

Welche Energieeffizienzmaßnahmen beim eigenen Haus sinnvoll sind, können Hausbesitzer am besten mit Hilfe eines Energieberaters herausfinden. „Da die bauliche Situation bei jedem Haus anders ist, lohnt sich eine fachliche Beratung“, so Claudia Rist. „Energieberater aus der Region können hier gute Vorschläge machen, da sie sich hervorragend mit der Materie auskennen.“ Die Energieberatung wird vom Staat finanziell gefördert, die Sanierungsmaßnahmen ebenfalls.

Weitere Informationen zum Energieeinsparpotenzial bei Altbauten bekommen Hausbesitzer beim kostenfreien Beratungstelefon von Zukunft Altbau: 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.

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