Erster Schritt in die Windenergie-Nutzung auf hoher See

Deutschlands erste offshore WindenergieanlageLange hat es gedauert, bis Deutschland den ersten Schritt in Sachen Offshore-Windenergie unternehmen konnte, heute ging endlich das erste Hochsee-Windrad im Offhsore-Windpark alpha ventus in Betrieb. Während Deutschland bei der  Windenergie-Nutzung an Land lange Vorreiter war, sind andere Länder bei der Windenergie-Nutzung auf hoher See vorangeschritten. Hier hat man es verstanden, dem hohen Aufwand für die Offshore-Windenergie noch weitere Steine in den Weg zu legen. Viele der geplanten Windparks werden vermutlich nicht mehr umgesetzt, sei es aus Kosten- oder aus bürokratischen Gründen. Passend dazu ist übrigens der Artikel “Aufbau einer Offshore-Windenergieanlage” vom September 2008.

Heute hat das Konsortium von EWE, E.ON und Vattenfall, die Deutsche Offshore-Testfeld und Infrastruktur GmbH (DOTI), die erste von insgesamt zwölf Windkraftanlagen des Offshore-Windparks alpha ventus erfolgreich in der deutschen Nordsee errichtet. Ein Team von 50 Spezialisten ist auf der Hochsee-Baustelle vor Ort im Einsatz. Die Anlage mit einer Nennleistung von fünf Megawatt steht 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum. Alle zwölf Anlagen werden voraussichtlich bis Ende dieses Jahres in Betrieb gehen. Damit ist alpha ventus der erste Offshore-Windpark in deutschen Hoheitsgewässern. Die Investitionssumme in dieses Pionierprojekt beträgt 250 Millionen Euro. Die Strommenge, die alpha ventus künftig jährlich produzieren wird, entspricht dem Verbrauch von 50.000 Haushalten.

Mit der Errichtung der Windkraftanlagen wurde Mitte April dieses Jahres begonnen, nachdem ein erster Versuch im August 2008 wetterbedingt abgebrochen worden war. Seit April sind die Arbeiten nun so zügig vorangekommen, dass die Errichtung der ersten Windkraftanlage voll im Zeitplan liegt.

„Das ist die Premiere für die Nutzung der Offshore-Windenergie in Deutschland“, sagt der Gesamtprojektleiter von alpha ventus, Wilfried Hube (EWE). „Zum ersten Mal überhaupt werden Anlagen dieser Größe so weit draußen in Wassertiefen von bis zu 30 Metern errichtet. EWE, E.ON und Vattenfall leisten hier echte Pionierarbeit für die Offshore-Windbranche und ich bin sicher, dass alpha ventus eine Erfolgsstory wird“, so Hube weiter.

Gemanagt wird das Projekt von einem rund 40-köpfigen Team aus Mitarbeitern der drei beteiligten Unternehmen. Die gemeinsame Projektgesellschaft DOTI wurde im Juni 2006 gegründet; die Konstruktionsarbeiten für den Bau und die Errichtung der Windkraftanlagen laufen seit Mitte 2007. „Es ist mehr als beachtlich, was das Team aus den drei Häusern seither geleistet hat“, sagt Ralf Lamsbach von E.ON, zugleich Geschäftsführer der DOTI. „Über alle Unternehmensgrenzen hinweg zieht das ganze Team an einem Strang und zeigt den absoluten Willen und die Motivation, das Projekt zum Erfolg zu führen. Der Teamgedanke steht hier absolut im Vordergrund“, betont Lamsbach. weiterlesen ›

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Vielfältige Förderung für energetische Gebäudesanierungen

Wer seinen Altbau energieeffizient sanieren möchte, profitiert derzeit von niedrigen Zinsen und besonders attraktiven staatlichen Förderungen. Von der Energieberatung über den Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zur Komplettsanierung – die Fördermöglichkeiten für energetisch sinnvolle Modernisierungen sind zahlreich. „Grundsätzlich gilt, je umfangreicher die Maßnahmen sind und je besser der energetische Standard, desto mehr gibt der Staat dazu”, sagt Thomas Kwapich von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

Die dena hat beispielhaft fünf typische energiesparende Sanierungen* zusammengestellt und zeigt was es kostet, wie viel der Staat dazugibt und wann sich die Investitionen rechnen. Was energetisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, muss für jedes Gebäude individuell entschieden werden. Daher ist es unverzichtbar gleich zu Beginn einen Energieberater einzubinden, der den erforderlichen energetischen Modernisierungsbedarf des Gebäudes ermittelt. Die folgenden Sanierungspakete umfassen Maßnahmen für den kleinen Geldbeutel bis hin zum energetisch optimalen Standard.

Sanierungspaket 1: Kostengünstige Maßnahmen

Jährlich Energiekosten einsparen ohne den Geldbeutel dabei stark zu belasten – das ist möglich in dem man die oberste Geschossdecke, die Kellerdecke und die Rohrleitungen dämmt, Thermostat-Ventile einbaut und die Heizung gründlich überprüft und einstellt. Werden zudem die Heizkörper regelmäßig entlüftet, die richtige Raumtemperatur gewählt, sinnvoll gelüftet und Wärmestaus vermieden, rechnen sich die Investitionen bereits nach 4 Jahren. Kosten: 3.000 €, Energieeinsparung pro Jahr: 710 €

Sanierungspaket 2: Effiziente Heiztechnik + Solar

Wer mehr machen will, kann mit dem Einbau einer Öl- oder Gas-Brennwertheizung und der Installation einer solarthermischen Anlage zur Trinkwassererwärmung Energiekosten sparen. Nach 8 Jahren sind die Kosten gedeckt. Kosten: 9.515 €, Staatliche Förderung: 785 €, Energieeinsparung pro Jahr: 1.120 €

Sanierungspaket 3: Sanierung der Gebäudehülle

Mit der Sanierung der Gebäudehülle profitieren Hausbesitzer gleich doppelt: Denn eine gute Gebäudedämmung schützt im Winter vor Wärmeverlusten und hält im Sommer für lange Zeit die Hitze draußen. Um die Fördermittel zu bekommen, werden die Außenwände mit mindestens 14 cm Dämmstoff, das Dach mit mindestens 16 cm und die Kellerdecke mit mindestens 11 cm gedämmt. Zudem werden Fenster mit 2-Scheiben Wärmeschutzverglasung eingebaut. Die Modernisierung rechnet sich nach 14 Jahren. Kosten: 26.730 €, Staatliche Förderung: 2.170 €, Energieeinsparung pro Jahr: 1.780 €

Sanierungspaket 4: Rundum-Sanierung auf Neubau-Niveau

Den Altbau so zu sanieren, dass er die energetischen Mindestanforderungen an einen heutigen Neubau erfüllt, ist technisch problemlos möglich. Neben der Dämmung des Dachs mit 20 cm Dämmstoff, der Außenwände mit 14 cm und der Kellerdecke mit 11 cm werden auch die alten Fenster gegen neue mit 2-Scheiben Wärmeschutzverglasung ausgetauscht. Die Stärke der Dämmstoffe entspricht dabei den Kriterien, um die Fördermittel zu bekommen. Zudem wird eine moderne effiziente Heizung eingebaut und eine Solaranlage mit Trinkwassererwärmung installiert. Zu einer sorgfältigen Bauausführung gehört es, die energetischen Sanierungen kompetent zu planen sowie sachkundig zu begleiten und zu prüfen. Nach 15 Jahren machen sich die Investitionen bezahlt. Kosten: 43.200 € , Staatliche Förderung: 5.690 €, Energieeinsparung pro Jahr: 2.390 €

Sanierungspaket 5: Komplettsanierung zum modernen Effizienzhaus

Wer sein Haus optimal energetisch saniert, wird mit stark reduzierten Energiekosten belohnt: rund 85 Prozent lassen sich jährlich einsparen. Der sanierte Altbau ist dann ein echtes Effizienzhaus – es verbraucht etwa 50 Prozent weniger Energie, als der Gesetzgeber von einem vergleichbaren Neubau fordert. Eine umfangreiche Dämmung des Dachs mit 30 cm Dämmstoff, der Außenwände mit 24 cm und der Kellerdecke mit 8 cm gehören ebenso dazu, wie neue Fenster mit 2-Scheiben Wärmeschutzverglasung. Zusätzlich kann beispielsweise eine Pelletheizung eingebaut und eine Solaranlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung installiert werden. Mit dem Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist das Sanierungspaket komplett. Alle Bauausführungen sollten durch einen Fachmann begleitet und dokumentiert werden. Die Ausgaben amortisieren sich nach 12 Jahren. Kosten: 68.300 € , Staatliche Förderung: 18.398 €, Energieeinsparung pro Jahr: 3.010 €

Hier gibt es die Förderung

Der Staat belohnt Investitionen in Energieeffizienz in Form von Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen. Die wichtigsten Fördertöpfe des Bundes werden durch die KfW Förderbank – www.kfw.de – und für erneuerbare Energien durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) – www.bafa.de – bereitgestellt. Auch die Länder bieten Förderprogramme an, weshalb sich auf jeden Fall die Nachfrage beim örtlich zuständigen Umwelt- oder Bauamt lohnt. Da die Förderangebote sehr komplex sind, sollte man sich einen ersten Überblick verschaffen, z.B. unter www.energiefoerderung.info. Die empfehlenswerte Vor-Ort-Energiesparberatung wird vom BAFA mit bis zu 300 Euro gefördert. In der Expertendatenbank der dena – www.zukunft-haus.info – findet man Energieberater in der eigenen Umgebung, die nicht nur eine Vor-Ort-Analyse machen, sondern auch den Energieausweis ausstellen. Für geprüfte Qualitätsstandards steht dabei das dena-Gütesiegel, das zertifizierte Austeller vergeben können.

* Freistehendes Einfamilienhaus, Baujahr 1970, 150 m² Wohnfläche, unsaniert, 4 Personen-Haushalt, Energiepreis 0,08 €/kWh, Energiekosten vor Sanierung: 3.600 €/a für 45.000 kWh/a; Zinssatz für Finanzierung 5%, Energiepreissteigerung für die Amortisation 6%; Ausnahme Variante 5 / Kredit über KfW-Effizient Sanieren die ersten 10 Jahre mit 1,41% Dämmstoff der Wärmeleitgruppe 035.

Bauen, Förderung, Heizung , , 1 Kommentar

Zukunftsmodell Sonnenstrom aus der Wüste

Gruenspar.de

Es klingt gigantisch und verlockend, mit Sonnenstrom aus der Sahara 15% des europäischen Strombedarfs decken zu können. Schließlich gibt es in Afrika mehr Sonnenenergie, als je gebraucht wird und das ohne Ende. So wartet das Projekt DESERTEC auch mit großen Zahlen auf, im Norden Afrikas sollen bis 2050 17% des europäischen Strombedarfs erzeugt und insgesamt 400 Milliarden Euro investiert werden. Mit diesem Projekt kann ein bedeutender Anteil der künftigen Stromversorgung regenerativ produziert werden – allerdings darf man nicht vergessen, dass der Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. bereits für 2020 einen Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von 47%  vorhersagt.

Doch damit schafft man auch wieder Abhängigkeiten – man wird abhängig von den Ländern in denen die solarthermischen Kraftwerke aufgestellt sind und von den Strom durchleitenden Ländern. Natürlich scheint in der Sahara weit mehr Sonne als bei uns und das Potential ist riesig – aber erneuerbare Energien sind ideal für eine dezentrale und damit flexible Stromerzeugung. Was wäre eigentlich, wenn man bei uns in Deutschland  so viel Geld in die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien stecken würde? Das sollte man sich auch mal überlegen bei aller Euphorie.

Versteht mich nicht falsch, ich halte das Projekt durchaus für sinnvoll – im Gegensatz zu neuen Kohle- oder Atomkraftwerken. Aber es gibt doch ein paar kritische Gedanken, die ich erwähnen möchte. Daran haben die Projekt-Initiatoren auch gedacht und eine lange Liste von Fragen und Antworten zum DESERTEC-Konzept zusammen gestellt.

Beim Schreiben dieses Textes fällt mir ein, dass zu meiner Ausbildung bei der DLR von 1990 bis 1994 die solarthermische Stromerzeugung bereits ein Forschungsthema war. Es hat also lange gedauert bis die Zeit reif war, um damit zu starten oder bis das nötige Geld zusammen war.

Für einen weiteren Überblick hier noch einige Links mit Kommentaren zu dem Projekt:

Gerade bei Twitter gelesen, dass EON und RWE sich nur als Bremser beteiligen an dem Projekt, das wäre fatal.

Link-Updates:

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Neues Entsorgungsproblem CO2

Um CO2, das nicht vermieden wird, der Atmosphäre zu entziehen, ist geplant es nach dem Entstehen von den Verbrennungs-Abgasen zu trennen und  unterirdisch zu speichern. Damit soll verhindert  werden, dass das CO2 in  die Atmosphäre gelangt und als Treibhausgas wirkt. Das Verfahren wird als CO2-Abscheidung und Speicherung bei Wikipedia ausführlich beschrieben.

Der Vorteil von diesem Verfahren ist, dass – wo man nicht um die CO2-erzeugende Stromerzeugung herumkommt oder meint nicht darum zu kommen – man verhindern kann, dass das CO2 in die Atmosphäre gelangt.

Allerdings schafft man sich damit ein neues Endlagerproblem. Denn genauso wie beim Atommüll ist die unterirdische Lagerung von CO2 für viele Jahre nicht unbedingt sicher und es kommt hinzu, dass der ohnehin geringe Wirkungsgrad der Kohlekraftwerke weiter sinkt, wie die Klimaretter berichten. Im Zuge der aktuellen Energie-Diskussion, die mittlerweile zum Wahlkampfthema geworden ist, dient die CO2-Abscheidung und Speicherung als Legitimation für den Bau neuer Kohlekraftwerke. Die Technologie wird damit aber wieder auf dem Rücken einiger weniger ausgetragen, wie bei der Atommüll Endlager-Diskussion – betroffen sind hauptsächlich Bauern, unter deren Äcker das CO2 gelagert werden soll. Diese haben sich bereits zu verschiedenen Bürgerinitiativen zusammen geschlossen, um dagegen zu kämpfen, wie die Bürgerinitiative CO2 Endlager Stoppen  e.V..

So viel als Einführung zu dem Thema. Auch wenn das CCS-Gesetz noch nicht verabschiedet wurde, so wird es nach der Bundestagswahl wieder zum Thema. Was meint ihr dazu? Reicht das aus, um Kohlekraftwerke wieder als Option  zu haben?

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Vom Märchen der sichersten Atomkraftwerke der Welt

An dem Diskussionsthema zur Nutzung der Atomkraft komme ich zur Zeit einfach nicht mehr vorbei. Während die Unionspsarteien immer wieder beteuern, dass Deutschland die sichersten Atomkraftwerke der Welt habe und nach der Bundestagswahl der Ausstieg aus dem Ausstieg kommen werde. Nun ist aber bekannt geworden, dass diese Behauptung von den sichersten Atomkraftwerken wider besseren Wissens ist. Denn bei zwei kleinen Anfrage hat die Bundesregierung eingeräumt, dass AKW wie Krümmel technisch veraltet sind, wie die Süddeutsche Zeitung am 08.o7.09 berichtet. Demnach musste sie im Oktopber 2007 zugeben, dass AKW wie Brunsbüttel und Krümmel nicht zu den sichersten Atomkraftwerken der Welt gehören.

Bereits im April 2006 musste die Bundesregierung einräumenm, dass die älteren Meiler Biblis A und B, Neckarwestheim und Brunsbüttel nicht zu den weltweit hochmodernsten und sichersten Atomkraftwerken gehören. Die Frage, ob diese Kraftwerke heute genehmigungsfähig wären, blieb unbeantwortet.

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Atomkraft? Mir doch egal!

Die Diskussion über die Krümmel-Pannenserie und die Schwachstellen und Mängel in vielen deutschen Atomkraftwerken zeigt: Atomkraft ist zum zentralen Wahlkampfthema geworden. Die Atomlobbyisten fordern, flankiert von der Bundeskanzlerin, längere Laufzeiten für die veralteten und gefährlichen Atomreaktoren. Sie reden die Gefahren klein und versuchen, Atomkraft als Beitrag zum Klimaschutz zu verkaufen.

Der BUND hat jetzt eine filmische Antwort auf diese Verdrehungen veröffentlicht: den Videospot “Mir egal”, der seit heute auf der Videoplattform Youtube und der Webseite des BUND zu sehen ist. Der 40-Sekünder greift die Gefahren der Atomkraft auf und spitzt sie drastisch zu: Ein Anti-Atom-Spot mit Kult-Potenzial.

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Fehlende Nachhaltigkeit als Ursache für Wirtschaftskrise?

Die Überschrift mag reißerisch und falsch sein, aber fehlende Nachhaltigkeit in der Energienutzung wird uns noch teuer zu stehen kommen, so der Artikel von Prof. Mojib Latif in Spiegel Online. Die Energiekrise kann nur durch Stromgewinnung aus Sonnenkraft verhindert werden.

Bei der Bewältigung der aktuellen Wirtschaftskrise sollten wir für die Zukunft lernen, um für künftige Krisen gerüstet zu sein. Und der derzeitige Verbrauch natürlicher Ressourcen schreitet so schnell voran, dass wir “geradewegs auf einen Kollaps zusteuern.”

Die zukünftige Entwicklung und vor allem der Wohlstand der Menschheit sind unter anderem eng mit der Verfügbarkeit bezahlbarer Energie für alle verknüpft. Die momentane Energiegewinnung ist im höchsten Maße unnachhaltig. Die fossilen Energieressourcen werden derart schnell verbraucht, dass man kein Prophet sein muss, um die nächste Krise – die Energiekrise – vorherzusehen. Und wir gefährden das Klima, wenn wir weiterhin auf die fossile Karte setzen.

Nur die regenerativen Energien kommen als Lösung in Frage, da nur sie nachhaltig sind. Immerhin kann die Hälfte des Energiebedarfs derMenschheit bis  zur Mitte des Jahrhunderts gedeckt werden, so Prof. Latif. Ich denke, wenn der Wille da ist, ist auch noch mehr drin.

via Klimawandel-Global

Klima , , Schreib was dazu

Holzpellets beheizen das Hallenbad der Campinganlage Hennesee

Solche positive Beispiele suche ich und veröffentlich immer gerne. Ich weiß, dass es noch mehr Campingplätze gibt, die ihre Energie aus der Sonne oder aus Biomasse holen.

Vom Liegestuhl aus das Klima schützen? Kein Problem in der Campinganlage Hennesee bei Meschede im Sauerland. Ein moderner Holzpelletkessel ersetzt dort den alten Durchlauferhitzer bei der Warmwasserversorgung. Das schon nicht nur die Umwelt, sondern erspart dem Betreiber jährlich rund 20.000 Euro Betriebskosten.

Die Anlage, die zu den Knaus-Campingparks gehört, ist mit einem Hallenbad ausgestattet, das von den Campingfreunden bei kalter Witterung sowie von den umliegenden Schulen für den Schwimmunterricht genutzt wird. Die steigenden Energiekosten veranlassten Michael Imhof von Knaus-Campingparks, die EnergieAgentur.NRW um Unterstützung bei der Entwicklung eines neuen Energiekonzeptes zu bitten. Nach einer Initialberatung durch die EnergieAgentur.NRW hat das Unternehmen in einem ersten Schritt im Frühjahr dieses Jahres die Heizungsanlage erneuert.

Zum Einsatz kommt jetzt ein Holzpelletkessel der Firma Gilles aus Österreich mit einer Wärmeleistung von 150 kW. Da das Hallenbad bisher über einen elektrischen Durchlauferhitzer mit Pufferspeicher beheizt wurde, ist nach dem Umbau mit einer Halbierung der Heizkosten zu rechnen“, erklärt Christoph Scherwing von der Firma Scherwing & Hillebrand. Der Betrieb aus Olsberg hat die Anlage in Zusammenarbeit mit dem Dipl.-Ing. Holger Roswandowicz installiert.

Mit der neuen Heizungsanlage wird der Energieverbrauch von circa 350 MWh/a auf rund 280 MWh/a reduziert. Durch die Umstellung von dem teuren Energieträger Strom auf die kostengünstigeren Holzpellets und die Senkung des Energieverbrauchs werden rund 20.000 Euro pro Jahr an Betriebskosten eingespart, was bei einer Investitionssumme von rund 100.000 Euro eine Amortisationszeit von fünf Jahren ergibt. Durch die Verwendung des CO2-neutralen Energieträgers Holz werden jährlich bis zu 220 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Die gelieferten Holzpellets werden in der Region erzeugt, was dem regionalen Arbeitsmarkt zugute kommt.

Damit seien aber noch nicht alle Energieeinsparpotenziale erschlossen, so die Einschätzung von Dipl.-Ing. Matthias Kabus, Experte der EnergieAgentur.NRW. Geplant ist deshalb auch noch ein umweltfreundliches Blockheizkraftwerk, das die Heizungsanlage unterstützen wird, und auch die Lüftungsanlage für das Hallenbad soll saniert werden. Damit kann der Energiebedarf des Campingplatzes weiter deutlich gesenkt werden.

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Kurzinfos 07.07.09

Aufgrund der Vielzahl an Meldungen und bitten um Veröffentlichung starte ich eine Kategorie mit Kurzinfos:

  1. Energieblog.de läuft für behinderte Menschen und bittet um Unterstützung.
    Sebastian Stanger sammelt Spenden und verlost unter allen Spendern, die auch auf seinem Blog namentlich genannt werden einen Amazon-Gutschein.
  2. Lassen Sie mit Naturwatt und Utopia eine Solaranlage wachsen!
    NaturWatt und Utopia haben unter www.utopia.de/naturwatt-aktion gestern eine Mitmach-Aktion gestartet, bei der die User eine Photovoltaikanlage wachsen lassen: Mit jedem Klick (sei es ein Eintrag in die Unterstützerliste oder der Wechsel zu Ökostrom) werden Punkte gutgeschrieben, für die NaturWatt Solarmodule stiftet. Bis zu 80 Module können so durch das Engagement der Nutzer zusammenkommen – das wäre eine Anlage mit über 11 Megawatt Jahresleistung! Gemeinnützige Institutionen (Vereine, Schulen, etc.) können sich um die Anlage bewerben – die Community stimmt dann darüber ab, wer sie erhalten soll. Der Gewinner bekommt die Anlage fertig aufs Dach montiert und erhält die Vergütungen für den so erzeugten Strom.
  3. Kampagne “Die Klimaschützer”
    Bis zum Beginn der Welt Klimakonferenz am 07. Dezember 2009 möchte das Portal stromauskunft.de  den Verantwortlichen zeigen, wie viel CO2 wir gemeinsam durch einen Wechsel zu sauberen Ökostrom einsparen können.

Kurzinfos Schreib was dazu

Sicherheits-Krise in deutschen Atomkraftwerken

Was in Krümmel passiert, erweckt nicht gerade den Eindruck, als könnte man den immer wiederkehrenden Beteuerungen glauben, dass Deutschlands Atomkraftwerke die sichersten AKW der Welt seien. Das behaupten ja auch alle anderen von sich.

Weil die AKW-Betreiber in Deutschland auf den Ausstieg aus dem Atomausstieg unter einer schwarz-gelben Regierung spekulieren, nimmt das Risiko einer schweren Atomkatastrophe in Deutschland systematisch zu. Auf diesen unter Reaktorsicherheitsexperten diskutierten Zusammenhang hat die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) anlässlich der neuen Störfallserie im Atomkraftwerk Krümmel hingewiesen.

Statt alternde und besonders störanfällige Reaktoren stillzulegen und nicht genutzte Stromkontingente entsprechend den geltenden Regelungen des Atomausstiegsgesetzes auf neuere Anlagen zu übertragen, versuchten die Betreiber diese Kraftwerke mit Billig-Reparaturen und -Nachrüstungen über den Wahltermin zu retten. Weil die Zukunft der Meiler unsicher sei, würden teure Nachrüstungen, die nach dem Wortlaut des Atomgesetzes dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik genügen müssen, systematisch verweigert.

Die AKW-Betreiber haben den Ausstiegsvertrag selbst unterzeichnet und spekulieren nun auf seinen Bruch. Union und FDP müssen wissen, welche praktischen Folgen ihre Atomstrategie aktuell für die Sicherheit dieses Landes hat“, sagte der Leiter Politik und Presse der DUH, Gerd Rosenkranz. Die Handhabung des Transformatoren-Problems in Krümmel sei dafür „ein gutes Beispiel“. Vattenfall und Eon hatten den Transformator des AKW Krümmel, der vor zwei Jahren spektakulär ausbrannte, nicht durch einen fabrikneuen ersetzt, sondern den Ersatz im Uralt-Reaktor Brunsbüttel beschafft. Im seinerzeit intakt gebliebenen zweiten Trafo, ist nun trotz „umfangreicher Prüfungen und Analysen“ (O-Ton Vattenfall) ein fast identischer Störfall aufgetreten. Als „zweiter Strang“ stand lediglich der „Austausch-Trafo“ aus dem noch älteren Atomkraftwerk Brunsbüttel zur Verfügung. Rosenkranz: „Die frühere Maxime ´Sicherheit geht vor Wirtschaftlichkeit´ ist längst einer anderen geopfert worden. Die lautet: möglichst billig über die Runden kommen.“  Schon vor drei Jahren hatte der technische Kraftwerksleiter des Brunsbüttel-Reaktors erklärt, umfangreiche Nachrüstungen kämen vor einer Entscheidung über eine Laufzeitverlängerung nicht in Frage. Mit ihrem Widerstand gegen den von ihnen selbst ausgehandelten und unterzeichneten Atomausstieg schaffe die Atomwirtschaft so neue Unsicherheiten. Deshalb müsse die politische Debatte über eine Abkehr vom Atomausstieg aufhören. weiterlesen ›

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