Prognosen sind gut – Erneuerbare Energien sind besser

Photovoltaikversicherung

Endenergiebereitstellung aus erneuerbaren EnergienDie meisten Prognosen haben bisher die Entwicklung der Erneuerbaren Energien deutlich unterschätzt. Das geht aus einem aktuellen Gutachten der Agentur für Erneuerbare Energien hervor, das 50 der wichtigsten Szenarien für Deutschland, Europa und die Welt mit dem tatsächlich Erreichten vergleicht. Die meisten Prognosen wurden deutlich von der Ausbaudynamik der Erneuerbaren Energien übertroffen. Das Gutachten führt ebenfalls Vorhersagen von Politikern und Ver­bänden auf. Beispielsweise die des Infor­mations­kreises Kernenergie, Erneuerbare Energien könnten nicht mehr als 4 Prozent des deutschen Strombedarfs decken. Tatsächlich tragen sie heute schon 15 Prozent bei.

„Erneuerbare Energien dürfen nicht systematisch kleingerechnet werden“, kommentiert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, die Ergebnisse des Gutachtens. „Von Prognosen hängen wichtige energiepolitische Weichenstellungen ab. Ob eine Technologie als vielversprechend eingeschätzt wird oder nicht, wirkt sich auf Investitionen und Forschungsanstrengungen aus. Das entscheidet auch darüber, welche Art der Energieversorgung wir in wenigen Jahren haben werden“, so Mayer.

Dem Gutachten zufolge fehlen in frühen Szenarien der 1980er Jahre heute fest verankerte Technologien wie Windkraft, Photovoltaik und Erdwärmenutzung. Aber auch Prognosen neueren Datums sind nicht notwendigerweise treffsicher: Die im Jahr 2005 im Auftrag des Bundeswirtschafts­ministeriums veröffentlichten Werte für 2030 wurden zum Teil schon zwei Jahre nach Erscheinen der Studie übertroffen.

„Prognosen sind immer so gut, wie die darin zugrunde gelegten Annahmen,“ erklärt Jörg Mayer die Fehleinschätzungen vieler Studien. „Die Preise für Öl und Gas sind in den letzten Jahrzehnten deutlich schneller gestiegen als erwartet. Gleich­zeitig sind die Erneuerbare-Energien-Technologien immer günstiger geworden. Diese Innovations­schübe wurden in der Vergangenheit immer wieder unterschätzt. Diese Irrtümer dürfen sich bei der Diskussion um eine vermeintliche Strom­lücke nicht wiederholen“, fasst Mayer zusammen.

Erneuerbare Energien stellen aktuell 9,7 Prozent am deutschen Endenergieverbrauch (237 TWh). Zum Stromverbrauch tragen sie 15 Prozent (91 TWh) bei, zum Wärmebedarf 8 Prozent (109 TWh) und im Bereich der Mobilität haben Biokraftstoffe einen Anteil von 6 Prozent.

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Greenpeace-Studie zeigt die Perspektiven solarthermischer Kraftwerke

Solarthermische Kraftwerke koennen kuenftig bis zu ein Viertel des weltweiten Strombedarfs umweltfreundlich, preiswert und zuverlaessig decken. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Greenpeace-Studie. Die erforderlichen Kraftwerke, Speicherkapazitaeten und die Uebertragungsnetze sind technisch ausgereift und erprobt. Fuer die umfassende Nutzung von Wuestenstrom fehlt jedoch ein deutliches politisches Signal. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, den Stromimport aus den Wuesten gesetzlich zu foerdern und das Thema auf die internationale politische Agenda zu setzen.

“Die Nutzung des Energiepotentials der Sonne ist eine der kluegsten Antworten auf die globalen Umwelt- und Wirtschaftsprobleme dieser Zeit”, erklaert Andree Boehling, Energieexperte von Greenpeace. “Solarthermische Kraftwerke koennen zukuenftig dreimal mehr Strom produzieren als alle Atomkraftwerke weltweit. Und dies sauber, sicher und ohne Folgekosten.” Bis 2050 koennten Solarkraftwerke mit einer Gesamtkapazitaet von 1.500 Gigawatt installierter Leistung bis zu 7.800 Terrawattstunden Strom produzieren. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 haben alle 439 Atomkraftwerke der Welt gemeinsam 2.600 Terrawattstunden Strom erzeugt.

Die Greenpeace-Studie “Globaler Ausblick auf die Entwicklung solarthermischer Kraftwerke 2009″ zeigt zudem, dass solarthermische Kraftwerke bis 2050 den Ausstoss von 4,7 Milliarden Tonnen klimaschaedlichen Kohlenstoffdioxides verhindern koennten. Diese Einsparung entspricht dem sechsfachen Volumen des derzeitigen CO2-Ausstosses in Deutschland. Fuer die Weltwirtschaft waere die Technologie ein Konjunkturmotor: 15 Milliarden Euro koennten pro Jahr an zusaetzlichen Investitionen ausgeloest und damit bis 2050 ueber zwei Millionen neue Arbeitsplaetze geschaffen werden. Bereits 2020 koennte die Zahl neu geschaffener Arbeitsplaetze auf mehr als 200.000 steigen.

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Intersolar 2009: Branche sieht sich gut gerüstet für die nächste Party

Gruenspar.de

Gastbeitrag von: Ralph Diermann, Journalist für Energie und Cleantech

Besucher aus der ganzen WeltDie Vorzeichen zur diesjährigen Intersolar waren nicht allzu gut: Mehrere Branchengrößen meldeten in den letzten Wochen mäßige bis miserable Quartalszahlen, Analysten und Banken warnen vor einer Stagnation des PV-Marktes, Q-Cells und Sovello schicken tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit. Also Grabesstimmung auf der Messe? Mitnichten: Zwar klingen die Prognosen der Unternehmen und Verbände deutlich weniger euphorisch als noch vor im Vorjahr, aber den Optimismus hat sich die Branche nicht nehmen lassen. Gespeist wird die Zuversicht von den mittel- bis langfristigen Perspektiven: „Der internationale Solarmarkt wird 2010 wieder spürbar anziehen. Die USA, China, Japan und Kanada haben Gesetzesinitiativen verabschiedet oder bereits umgesetzt, die Solarstrom fördern, Das schafft gewaltige Exportpotenziale für die deutsche Solarwirtschaft”, zeigt sich Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverband Solarwirtschaft, bei der Eröffnungs-Pressekonferenz der Intersolar überzeugt. Bei einer Exportquote von 46 Prozent im vergangenen Jahr („und die steigt weiter”, so der BSW-Solar-Vorsitzende Georg Salvamoser) sieht sich die deutsche Industrie gut gerüstet, um sich eine dicke Scheibe dieses Kuchens einzuverleiben. Zum Beispiel Schott Solar: „Wir haben unsere Produktionskapazitäten deutlich ausgebaut, um vorbereitet zu sein, wenn die Party in den USA beginnt”, sagte CEO Martin Heming auf der Intersolar. Das Unternehmen hat auf der Messe seine neue Produktionsstätte in Albuquerque, New Mexico, vorgestellt, die jetzt eröffnet wurde. Hier kann das Unternehmen pro Jahr 85 MW PV-Module und 400 MW Receiver für solarthermische Kraftwerke bauen.

Angesichts der Perspektiven also kein Wunder , dass alle wichtigen Photovoltaik-Hersteller mit großen Ständen in München vertreten sind. Ob Solarworld, Q-Cells, SMA, Ersol oder auch mittelgroße Anbieter wie Avancis, Gehrlicher oder Odersun: Die aufwändigen, ästhetisch ansprechenden Stände spiegeln den Erfolg wie die Professionalisierung der Branche in den letzten Jahren. Nicht ganz so prominent besetzt ist die Solarthermie-Sparte; hier fehlen wichtigen Unternehmen wie Vaillant oder Viessmann. Warum diese Lücken in der Ausstellerliste bei der solaren Wärme? „Da müssen Sie die Firmen selber fragen”, zeigt sich Messesprecher Markus Elsässer ratlos. In Anbetracht der Rekorde, die die diesjährige Intersolar verzeichnet, ist deren Fehlen in den Augen der Veranstalter aber nur ein kleiner Wermutstropfen: Die Ausstellerzahl stieg um 31 Prozent auf 1.414, die Fläche um 37 Prozent. Jeder zweite Aussteller kommt aus dem Ausland – allein 200 Unternehmen stammen aus China. Die Besucherzahl wird um etwa 18 Prozent auf circa 60.000 steigen, erwarten die Veranstalter – dem dichten Gedränge in den neun voll belegten Messehallen nach zu urteilen eine realistische Einschätzung.

Kommt das Gespräch auf die kurzfristigen Perspektiven der Photovoltaikbranche, klingen die Töne aus den Unternehmen allerdings nicht mehr ganz so freudvoll. Die Finanzkrise macht auch vor den Solarfirmen nicht halt: „Viele Unternehmen berichten von verschlechterten Finanzierungskonditionen bei Großprojekten und der Firmenexpansion”, so Carsten Körnig. Dies zeigt sich auch im „PV Geschäftsklimaindex”, deren aktuelle Zahlen die Marktforscher von EuPD Research auf der Intersolar vorgestellt haben: Die befragten Unternehmen beurteilen die gegenwärtige Geschäftslage als so schlecht wie nie zuvor seit Start des Index Anfang 2005. Das die Werte nicht völlig abgestürzt sind, ist der nahezu ungebrochenen Nachfrage von Privatpersonen und Landwirten nach Solarmodulen zu verdanken. „Hier ist die Kreditvergaben weitgehend stabil geblieben oder hat sich in einigen Fällen sogar verbessert”, sagt Körnig. Allerdings bestätigt der PV-Geschäftsklimaindex die mittelfristig positiven Erwartungen des BSW-Solar: So sind die Geschäftserwartungen im ersten Quartal dieses Jahres sprunghaft angestiegen und erreichen ein neues Rekordhoch.

Zwar belegen die Photovoltaikfirmen sieben der neun Messehallen und dominieren damit die Wahrnehmung der Messe – doch auch für die Solarthermieunternehmen ist die Intersolar die weltweit wichtigste Branchenausstellung, wie Intersolar-Sprecher Elsässer betont. Von Krise ist hier gar nichts zu spüren: Im ersten Quartal stieg der Absatz der heimischen Solarthermiefirmen um zehn Prozent. „Die Abwrackprämie für Heizkessel und das EEWärme-Gesetz zeigen Wirkung”, so Carsten Körnig vom BSW Solar.

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Solar-Leitmesse Intersolar mit optimistischem Start

Die weltweit größte Fachmesse für Solartechnik Intersolar 2009 öffnete gestern  ihre Pforten. In diesem Jahr kommen 1.417 Aussteller und erwartete 60.000 Besucher aus aller Welt nach München und setzen damit ein wichtiges Zeichen für die Branche und ihre internationale Entwicklung. In neun Messehallen und auf dem Freigelände der Neuen Messe München präsentieren mehr Unternehmen als jemals zuvor Innovationen und bewährte Technik auf 104.000 qm Ausstellungsfläche. Auch in diesem Jahr sind die Schwerpunkte der Messe Photovoltaik und Solarthermie. Darüber hinaus verstärkt die Intersolar 2009 gemeinsam mit der weltweit tätigen PV Group ihr Angebot für Aussteller im Bereich der Fertigungstechnik. Auf der Intersolar 2009 steht den Unternehmen aus der Photovoltaik-Produktion in der Halle A3 erstmals eine eigene Ausstellungshalle zur Verfügung, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren.

Die Intersolar wächst weiter
Seit dem letzten Jahr ist die Intersolar erneut deutlich gewachsen. Ein Plus von 31 Prozent bei den Ausstellern und ein Flächenzuwachs von 37 Prozent sprechen eine deutliche Sprache: Die Branche wächst und die Internationalisierung schreitet weiter voran. Die Aussteller kommen in diesem Jahr aus 40 Ländern nach München und es werden Besucher aus über 140 Ländern weltweit erwartet. Außerdem kommen in diesem Jahr erstmals 50 Prozent der Aussteller aus dem Ausland. Aber auch die Beteiligung deutscher Unternehmen hat in absoluten Zahlen erneut zugenommen: Waren letztes Jahr noch etwa 570 deutsche Unternehmen vertreten, so sind es 2009 bereits an die 700 deutsche Aussteller.

Eine Branche in Bewegung
Die Intersolar ist ein wichtiger Gradmesser für die Branche und der Erfolg der Messe ein wichtiges internationales Signal. Die Märkte befinden sich weltweit im Umbruch. Viele Länder in Europa und weltweit haben neue Förderprogramme für Solarthermie und Photovoltaik aufgelegt und orientieren sich dabei oft an den deutschen Erfahrungen. Die USA sind nur ein Beispiel für einen wachsenden Markt, der durch neue Impulse aus der Politik zunehmend positiver bewertet wird. Auch in Griechenland und Italien entstehen neue vielversprechende Märkte um nur einige Beispiele zu nennen.

Aber auch in Deutschland hat sich viel getan, beispielsweise im Markt für Photovoltaik-Systeme. Während die Einspeisevergütung für Solarstrom für 2009 um etwa 9 Prozent gesunken ist, sind die Preise für Photovoltaik-Systeme seit Jahresbeginn um etwa 15 Prozent gefallen. Gerade für Privatleute ist es deshalb derzeit attraktiver denn je, in Solarstromanlagen zu investieren, was den Markt mittelfristig positiv beeinflussen dürfte.

Auch im Bereich der Solarthermie stellt sich die Entwicklung aktuell positiv dar. Im ersten Quartal 2009 konnte die deutsche Branche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zulegen. Georg Salvamoser, Präsident des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) blickt vorsichtig positiv in die Zukunft: “Trotz Finanzkrise könnte auch 2009 ein Wachstumsjahr für den deutschen Solarmarkt werden. Die Stimmung vieler Unternehmen hellt sich auf. Der Absatz von Solarheizungen lag in den ersten vier Monaten dieses Jahres rund zehn Prozent über dem Vorjahr.” weiterlesen »

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Solarbranche rechnet mit weiterem Wachstum

Trotz der Weltwirtschaftskrise blickt die deutsche Solarbranche relativ optimistisch in die Zukunft. Der überwiegende Teil der Solarunternehmen rechnet bereits in den nächsten Monaten mit einer spürbaren Marktbelebung und erwartet in den nächsten Jahren ein starkes Marktwachstum. Das gab der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) heute anlässlich der Eröffnung der weltweit größten Solartechnik-Messe „Intersolar“ in München bekannt.

Ursachen für den Optimismus seien ein nahezu ungebrochenes Verbraucherinteresse, gesunkene Preise für Solarstromanlagen und eine Vielzahl neu geplanter Förderprogramme für den Ausbau der Solarenergie in immer mehr Ländern der Erde. Nach den Ergebnissen des jüngst erhobenen Geschäftsklimaindex des BSW-Solar erreicht die Geschäftserwartung der Solarstromunternehmen den höchsten Stand seit Beginn der Messung 2005. Zuvor hatte sich zum Jahreswechsel die Geschäftslage der Photovoltaikbranche unter anderem infolge der Finanzkrise und eines langen Winters merklich eingetrübt.

„Viele Unternehmen sehen nach einem holprigen Jahresauftakt wieder Licht am Ende des Tunnels“, kommentiert BSW-Solar Geschäftsführer Carsten Körnig die Ergebnisse. „Wir rechnen damit, die guten Vorjahreszahlen 2009 wieder erreichen, vielleicht sogar leicht übertreffen zu können.“ 2008 wurden in Deutschland über 300.000 neue Solaranlagen mit einer Solarstrom- und Solarwärme-Spitzenleistung von jeweils rund 1,5 Gigawatt neu installiert.

Deutliche Anzeichen für ein stabiles Investitionsverhalten der Bürger bei Solarenergie sieht auch Dr. Henry Puhe, Geschäftsführer des Bielefelder SOKO Instituts für Sozialforschung und Kommunikation in den zur Intersolar veröffentlichten Vorabergebnissen seiner „SOLAR-Trendstudie 2009“: „Von 1.144 befragten Hauseigentümern hat sich bereits mehr als die Hälfte Gedanken über die Nutzung von Solarwärme oder Solarstrom gemacht und jeder Fünfte denkt konkret darüber nach. Die Investitionsbereitschaft ist trotz Finanzkrise und niedrigem Ölpreis nahezu eben so hoch wie in den vergangenen Jahren.“ Die Solarwärmebranche zählte zu den wenigen Branchen, die im ersten Quartal dieses Jahres sogar ein Wachstum verzeichnete. Der Absatz von Solarheizungen wuchs um immerhin 10 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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Effizient einen kühlen Kopf bewahren

Große Gebäude, wie beispielsweise Krankenhäuser, Kongresszentren, Büros und Warenhäuser, lassen sich mit wärmegetriebenen Verfahren energieeffizient kühlen oder klimatisieren. Dabei arbeiten diese Technologien mit Abwärme, dem Überschuss von Wärmenetzen oder Sonnenenergie und ersetzen so die bisher üblichen stromgetriebenen Kältemaschinen. Das neue Buch „Kühlen und Klimatisieren mit Wärme“ aus der Reihe der BINE-Informationspakete stellt die verschiedenen Systeme und deren Einsatzspektrum vom Einzelraum bis zum Fernkältenetz vor.

Einen Raum mit frischer, angenehm temperierter Luft, einer optimalen Feuchte und geringen Temperaturdifferenz zur umgebenden Gebäudehülle nehmen wir als behaglich wahr. Diese Faktoren haben auf das menschliche Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit einen großen Einfluss. Einerseits erhöhen raumlufttechnische Anlagen gleich welcher Art den Energiebedarf eines Gebäudes. Ziel jeder Planung muss es daher sein, durch intelligente Architektur den Kühlungsbedarf zu minimieren. Andererseits sind bei vielen Gebäudetypen, z. B. wegen innerer Wärmelasten, aktive Systeme zur Regelung von Temperatur oder Luftfeuchte unverzichtbar. Die bisher üblichen elektrischen Kompressionskältemaschinen haben das Stromnetz oftmals in Spitzenlastzeiten zusätzlich sehr gefordert. Eine stärkere Nutzung wärmegetriebener Verfahren kann das Problem lösen und zu einer höheren Energieeffizienz beitragen. Das Buch stellt sowohl geschlossene Systeme (Ad- und Absorptionskältemaschinen) als auch die offenen Kühl- und Entfeuchtungsverfahren vor.

Als Autorenteam für dieses BINE-Informationspaket konnten Dr. Hans-Martin Henning und Dr. Thorsten Urbaneck gewonnen werden. Herr Henning arbeitet als Abteilungsleiter für den Bereich „Thermische Anlagen und Gebäudetechnik“ am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme. Herr Urbaneck ist als Bereichsleiter „Thermische Energiespeicher“ an der TU Chemnitz-Zwickau tätig.

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Stand-by-Check zeigt Einsparpotenziale im Haushalt

Einsparpotenziale eines BeispielhaushaltsIn vielen Haushalten verbrauchen Elektrogeräte im Stand-by heimlich Strom. Wer das verhindert, indem er Geräte wie Computer und Fernseher beim Abschalten komplett vom Stromnetz trennt, kann im Jahr um die 70 Euro* sparen. Wie viel genau im eigenen Haushalt zusammenkommt, können sich Verbraucher mit dem Stand-by-Check der Initiative EnergieEffizienz online berechnen lassen.

“Oft sind es sehr viele Geräte, die im Stand-by Energie verbrauchen und sich gemeinsam deutlich auf die Stromrechnung auswirken”, erklärt Steffen Joest, Bereichsleiter bei der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). “Ein alter Fernseher sorgt im Stand-by zum Beispiel für etwa 8 Euro* unnötige Stromkosten im Jahr, ein DSL-Router für rund 10 Euro*. Kommen dann noch Computer, Hi-Fi-Anlage, DVD-Gerät und Spielkonsole dazu, wird es teuer.”

Stand-by heißt, dass sich Geräte in Bereitschaftsstellung befinden, weil sie mit einer Fernbedienung wieder eingeschaltet werden sollen oder empfangsbereit sind, wie zum Beispiel Fernseher oder Modem. Oft bleiben Geräte aber auch in langen Pausen oder über Nacht im Stand-by, obwohl ihre Bereitschaft gar nicht sinnvoll ist. Um unnötigen Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten zu vermeiden, empfiehlt die Initiative EnergieEffizienz Elektrogeräte, wie Hi-Fi-Anlage und Fernseher, nach dem Benutzen komplett vom Stromnetz zu trennen. Entweder über den Netzschalter direkt am Gerät oder, falls nicht vorhanden, über eine schaltbare Steckdosenleiste.

Wie viel das im eigenen Haushalt spart, können Verbraucher mit dem kostenlosen Stand-by-Check unter www.stromeffizienz.de berechnen lassen. Er zeigt, wo Geräte unnötig Strom verbrauchen, was das kostet und wie sich diese Kosten verhindern lassen. Der Online-Check berechnet die Höhe des persönlichen Stand-by-Verbrauchs und zeigt, wie er sich zusammensetzt. Zusätzlich gibt es auf der Website Tipps, wie sich mit kleinen Tricks die Stromrechnung einfach senken lässt.

*Annahme: Strompreis 20 Cent/ kWh.

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Häuser online planen und energetisch optimieren

Mit dem neuen Gebäudeplanungsdienst simCO2 kann ein beliebiges Gebäude in 3D gezeichnet und energetisch optimiert werden.

Es können reale Bauprodukte ausgewählt und in den Entwurf eingebunden werden. Auch werden die Bau- und Energiekosten des Gebäudes berechnet. Zudem kann man sich auf der Webplattform über Themen des Bauens informieren. Das Arbeiten mit der Software setzt kein besonderes Wissen voraus.

Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die energetische Optimierung Ihres Entwurfs gelegt.
Man hört und liest ständig über neue Energieeinsparverordnungen, Wärmeschutz oder Solarheizungen. Doch worauf muss man achten?

Das neue Programm von simCO2 nimmt Sie an der Hand und hilft Ihnen bei Ihren Entscheidungen. Es unterstützt Sie bei der Auswahl passender Bauelemente und kalkuliert für Sie sowohl Bau- als auch Energiekosten. Zudem können Sie sich über alle wichtigen Themen des Bauwesens auf der Plattform informieren und in Foren diskutieren.

Das Erstellen Ihres 3D-Modells geschieht online, ist somit ständig auf dem neuesten Stand und benötigt keine Installation auf dem heimischen PC. Wer von seinem Entwurf begeistert ist und ihn umsetzen möchte, kann direkt mit einem Architekten Kontakt aufnehmen, um mit ihm gemeinsam das Projekt zu verwirklichen.

Für Experten stehen zusätzliche Funktionen bereit, wie der Export eines Energiepasses, die Umfangreiche Auswertungen des Entwurfs oder die Möglichkeit zur Weiterverarbeitung in Architekturprogrammen.

Das Team simCO2 besteht aus vier Würzburger Absolventen aus den Bereichen Architektur, Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik und Informatik. Die Arbeit von simCO2 wurde mit dem Exist Stipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgezeichnet.

Klingt interessant und hat sicher Potenzial mit dem Web2.0-Gedanken der Verbindung von realen Personen. Ich werde mich anmelden, das Programm testen und bei Gelegenheit einen Bericht schreiben.

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Wissenschaftspreis zur Förderung industrienaher Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik

Der Verein zur Förderung der Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik e.V. schreibt den UMSICHT-Wissenschaftspreis für industrie- und marktnahe Forschung im Bereich Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik und deren verständlicher Darstellung in der Öffentlichkeit erstmals in 2009 aus. Der Preis ist mit 15 000 € dotiert und wird in den Kategorien Wissenschaft und Journalistik verliehen. Bewerbungen können bis zum 31. Oktober 2009 eingereicht werden.

Der UMSICHT-Wissenschaftspreis soll motivieren, innovatives Denken und Handeln in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Energie voranzutreiben und zeigen, dass Bildung, Forschung und Entwicklung im Tandem mit unternehmerischem Denken Wertschöpfung für das eigene Handeln bietet und Spaß macht.

Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Professor Dietrich H. W. Grönemeyer, Vorstandsvorsitzender des Wissenschaftsforums Ruhr e. V. und Direktor des Grönemeyer Instituts für Mikrotherapie, Bochum.

Der UMSICHT-Wissenschaftspreis ist mit € 15 000 dotiert. Das Preisgeld verteilt sich auf einen Haupt- und zwei Nebenpreise. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2009

Teilnahmevoraussetzungen
Zugelassen sind sämtliche Arbeiten aus den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Energie. Die Arbeiten dürfen nicht älter als zwei Jahre sein. Besonders erwünscht sind Gemeinschaftsarbeiten zwischen Industrie und Wissenschaft. Die Arbeiten können in deutscher und englischer Sprache verfasst sein.

Vergabekriterien
Der UMSICHT-Wissenschaftspreis wird für hervorragende Arbeiten in den Bereichen Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik ausgeschrieben. Wissenschaftliche Arbeiten sind ebenso willkommen wie journalistische. Ein besonderes Augenmerk bei der Beurteilung liegt auf der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie, der Markt- und Anwendungsnähe sowie auf der gut verständlichen Präsentation wissenschaftlicher Themen.

Je nach Fachbereich werden Kriterien wie Innovationsgrad, Praxisrelevanz, Nutzen für Umwelt und Gesellschaft, Wirtschaftlichkeit, Form der Darstellung sowie Themenbezug herangezogen. Bewertet wird neben dem fachwissenschaftlichen Niveau besonders die Interdisziplinarität der Arbeit, ihre gesellschaftliche Bedeutung, der Mut bei der Wahl des Ansatzes und die Fähigkeit, Themen zu entwickeln und überzeugend darzustellen.

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Schwimmendes, energieautarkes Klimahaus auf der IBA Hamburg

Energie-Management-System, Grafik: Intersolar

Es ist eine kleine Sensation: Das zukünftige schwimmende Informationszentrum für die Internationale Bauausstellung Hamburg (IBA) braucht keine Energie von aussen. Die von IMMOSOLAR konzipierte Heizung, Warmwasserbereitung und Kühlung des Objektes wird komplett über erneuerbare Energien garantiert (siehe Grafik). Die wesentlichen Energieerzeuger sind Solarkollektoren (ca. 34 m2 Bruttokollektorfläche) und eine Sole/Wasser-Wärmepumpe (44 kW). Die Energiequelle für die Wärmepumpe ist der Stahlbeton-Ponton, in welchem Bewehrungsmatten mit Wärmetauscherrohren verlegt werden (geschlossenes Solesystem).

Die Anlage wird durch das EnergyManagementSystem (EMS) als zentrale Steuerungs- und Hydraulikeinheit vervollständigt. Der EnergyManager sorgt dafür, dass alle Energieströme temperatur- und bedarfsabhängig verwertet werden. Solarenergie wird bei Bedarf sofort an die Verbraucher weitergeleitet oder zur späteren Nutzung zwischengespeichert. Dabei werden mehrere Speicher – Kombispeicher mit Durchflussprinzip (650 Liter), Pufferspeicher (1500 Liter), Kältespeicher (500 Liter) und geschlossenes Solesystem (ca. 2600 Liter) – je nach Priorität nacheinander be- oder entladen.

Die Solarkollektoren decken den größten Teil der Warmwasserbereitung und einen Teil der Heizungswärme. Darüberhinaus wird die Sonnenenergie mit Temperaturen unterhalb 30°C, welche nicht für Warmwasser und Heizung benutzt werden kann, dem geschlossenen Solesystem zugeführt und zwischengespeichert. Die gespeicherte Energie wird in der Heizperiode mittels der Wärmepumpe auf ein für Heizwecke nutzbares Temperaturniveau angehoben und den Heizflächen und Warmwasserbereitung zugeführt. Dies erhöht deutlich den Solarertrag und die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe und somit die Effizienz des Gesamtsystems.

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