Von der Marktübersicht des Bundesverbandes Windenergie e.V. mit den Windpotenzialkarten habe ich bereits berichtet, ich habe auch die Gelegenheit einen Auszug daraus zu veröffentlichen, was ich nun nutzen möchte:
Geht man nach der Statistik des Deutschen Windenergie-Institunt so liefern die 335 Windenergieanlagen (WEA) in Baden-Württembergs in einem durchschnittlichen Windjahr nur gut 1.350 Volllaststunden.. Dagegen treibt der Küstenwind in Schleswig-Holstein die Windräder dort regelmäßig auf über 2.000 Volllaststunden. Ist die Nutzung von Windenergie im südlichen Binnenland also blanker Unsinn?
Die scheinbar klaren Fakten der Gegenüberstellungen geben nur die halbe Wahrheit wieder. Die wenigen Ertragsdaten die Basis der Statistik sind, stammen überwiegend von älteren Pionierturbinen und lassen damit vor allem eine entscheidende Größe außer Acht: die Höhe heutiger moderner Anlagen. Je weiter Windenergieanlagen in den Himmel wachsen, desto größer ihre Ausbeute. Als Faustformel gilt: Mit jedem Höhenmeter steigt der Ertrag um ein Prozent. Gleichzeitig erlauben höhere Türme längere Rotorblätter, ohne in die sehr turbulenten Strömung in Bodennähe zu gelangen. Und das zeigt erst recht Wirkung: doppelter Rotordurchmesser bringt vierfache Stromernte.
Bei einer Anlage mit 2 Megawatt (MW) Nennleistung steigt der Jahresertrag an einem Standort mit rund 5,5 m/s allein durch Anheben der Nabenhöhe von 60 auf 100 m um gut 800.000 Kilowattstunden (kWh). Noch interessanter wird es weitere 25 m oben. Auf 125 m Nabenhöhe erntet die Anlage mit zusätzlichen 10 m Rotordurchmesser sogar 6,5 Millionen kWh oder 50 Prozent mehr Strom als auf 60 m Höhe.
Dazu kommen an das Binnenland angepasste Proportionen zwischen Generatorleistung und Rotorfläche, höhere Wirkungsgrade von Rotorblättern und Triebstrang sowie ein besseres Verständnis für Standortwahl und Parkoptimierungen als noch vor einigen Jahren.

Wer heute ein Haus baut, sollte auf einen möglichst geringen Energiebedarf achten. Schließlich sollen die Heizkosten auch noch in 20 Jahren bezahlbar sein. Der neue