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Bürgerbewegung will sich an Stromversorger beteiligen

23. April 2009

Es gibt keinen kompetenteren Solar-Blogger als der Sonnenflüsterer Erhard Renz, auch seine Blogbeiträge von Ralos lese ich sehr gerne. Heute hat er mich im Sonnenflüsterer-Blog auf den bevorstehenden Verkauf der Thüga durch EON aufmerksam gemacht, sowie auf das Interesse einer Bewegung Thüga in Bürgerhand einen Anteil davon zu übernehmen.

Der Vorstand des EON-Energiekonzerns will voraussichtlich zum Sommer 2009 seine Stadtwerketochter, die THÜGA AG, verkaufen. Die THÜGA ist an 110 Stadtwerken beteiligt, mit rund 47 Prozent auch an der badenova AG. Der anstehende Verkauf der THÜGA AG bietet erstmalig die große Chance für bürgerschaftliches Engagement im Energiebereich:

Der Verkauf der THÜGA AG könnte genutzt werden, um eine Interessengemeinschaft „Thüga in Bürgerhand“ zu initiieren: Umweltbewusste Bürger und Bürgerinnen beteiligen sich direkt an der THÜGA. Damit stärken sie eine ökologisch und sozial ausgerichtete Energie- und Wasserversorgung in Südbaden und in Dutzenden weiteren Stadtwerken: Das Gegenmodell zu Monopolisten wie E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW. Die THÜGA AG wäre europaweit das erste große Energieversorgungsunternehmen, in dem umweltengagierte Bürger und Kommunen die Geschäftspolitik direkt beeinflussen können. Eine THÜGA- Interessengemeinschaft hat noch weitere Vorteile:

Geld kann vor Ort investiert werden – sicher, gewinnbringend, ökologisch und zukunftstorientiert, geschützt vor dem Zugriff von Investmentgesellschaften, so genannten Heuschrecken.

Einige Fragen zu dieser Thematik werden online beantwortet, viel mehr gibt es (noch) nicht.

All das kann ich nur unterschreiben, auch wenn mir die finanziellen Möglichkeiten fehlen mich zu beteiligen. Aber ich finde es schade, dass nicht die Möglichkeiten neuer Medien genutzt werden, wenn eine Bürgerbewegung aufgebaut werden soll. Blogs, Twitter und all die anderen Möglichkeiten im Social-Media-Bereich können mithelfen eine große Bewegung aufzubauen. Und es kostet nur Zeit, Kreativität und Engagement. All das ist eigentlich vorhanden. Ich helfe auch gerne mit und unterstütze die Initiative beim Einstieg in die Nutzung von Social-Media..

· Gelesen: 2240 · heute: 3

3 Kommentare zu “Bürgerbewegung will sich an Stromversorger beteiligen”

  1. Der Sonnenflüsterer» Blogarchiv » Fiat kauft Opel! sagt:

    [...] aber auch unter Strom (natürlich erneuerbarer). Vielen Dank an Andy für das sagenhafte Lob in seinem Blog(energynet) von heute. Das motiviert natürlich. Inzwischen hab ich natürlich bei TiB (Thüga in Bürgerhand) [...]

  2. Erhard sagt:

    Vielen Dank Andy,

    da hast du ja ganz schön dick aufgetragen. Vielen Dank für die Ehre. Ich werde mir Mühe geben diesem Lob in Zukunft noch mehr gerecht zu werden.
    Meine beiden Artikel heute beschäftigen sich der Mobilität.

    Ralos Blog:
    Positiv
    http://ralos.de/blog/2009/04/netzintegration-anstelle-tanken.html

    Sonnenflüsterer:
    anders :-)
    http://www.sonnenfluesterer.de/?p=838
    (der Sonnenflüsterer Artikel war nach deinem Kommentar sozusagen unter positivem “Opiat”

  3. Christian sagt:

    War am 18. auf der fachlich hochspannenden Prenzlauer Energiemesse (http://www.energiemesse-prenzlau.de), auf der es unter anderem einen Vortrag über das Konzept der bürgerlichen Beteiligung an Energieversorgern im Allgemeinen und sog. “Bürgersolaranlagen” im Speziellen zu hören gab. Ich muss sagen, dass ich solche Ansätze mehr und mehr befürworte, auch wenn – wie Du schon richtig schreibst – eine ganze Menge passieren muss, bevor man von einer erfolgreichen Bürgerbewegung im engeren Sinne sprechen kann…

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