Solarstrom auf der Schwelle zur Wettbewerbsfähigkeit II

Photovoltaikversicherung

Erst Italien, dann Deutschland und deutlich später Frankreich
In der EU ist Italien auf dem besten Weg, die Netzparität als erstes Land zu erreichen. Dort profitieren italienische Solarstromanbieter von den mit 0,23 €/kWh in 2007 vergleichsweise hohen Strompreisen. Steigen die Preise, wie angenommen, um durchschnittlich 6 % pro Jahr, können italienische Freilandanlagen bereits 2011 Grid Parity erreichen.

In Deutschland werden Photovoltaik-Großanlagen am schnellsten die Netzparität erreichen – nach vielen Prognosen bereits im Jahr 2012. Gegenüber kleineren Anbietern profitieren große Anlagen bei der kostengünstigen Stromerzeugung von proportional geringeren Investitionskosten. Vor diesem Hintergrund prognostiziert Greentech Media, dass kleinere dachmontierte PV-Anlagen Grid Parity erst zwischen 2013 und 2014 erreichen werden. Voraussetzung für diese Annahme ist, dass die inflationsbereinigten Netzstrompreise durchschnittlich um 6 % pro Jahr steigen. Der laufende Rückgang der Einspeisevergütung für Solarstrom fördert die Entwicklung zusätzlich: Im deutschen Markt ist der Druck zu einer effizienten Solarstromerzeugung auf Basis neuester Technologien deshalb besonders groß und die Industrie arbeitet mit Hochdruck an immer besseren Konzepten.

Frankreich hingegen ist noch weit entfernt von der Netzparität. Zum einen erschweren niedrige Netzstrompreise das Erreichen der Grid Parity: Staatliche Subventionen halten den Strompreis für den „Standardstrom” auf einem sehr geringen Niveau, das im Jahr 2007 bei nur 0,15 €/kWh lag. Zum anderen sollen die Einspeisetarife in den nächsten Jahren nicht weiter fallen, sondern nur entsprechend der Inflationsrate bereinigt werden. Deshalb stehen französische Solarstromerzeuger bislang weniger unter Druck, die Produktionskosten zu senken als ihre deutschen Kollegen.

Sonne ersetzt Kohle und Atom
Zur Zukunft des PV-Marktes sagt Anton Milner, Chief Executive Officer der Q-Cells SE, Bitterfeld-Wolfen: „Ein nahezu unbegrenzter, selbst tragender Photovoltaikmarkt ist keine ferne Utopie. Eine stetig wachsende Nachfrage vorausgesetzt, können langfristige Kostenreduzierungen der Photovoltaikproduzenten bei gleichzeitig steigenden Preisen für konventionellen Strom die traditionelle Energiewirtschaft schon sehr bald vor enorme Herausforderungen stellen.”

Grid Parity ist ein Schwerpunktthema auf dem 5. PV Industry Forum
Die vielen Faktoren, die bewirken, dass die Kosten von Strom aus Photovoltaikanlagen das Niveau konventionell erzeugten Stroms erreichen, beleuchtet Shyam Mehta, Senior Analyst, Global Solar Markets des Marktforschungsunternehmens Greentech Media in einem Vortrag auf dem PV Industry Forum am 25. Mai 2009. Im Anschluss an zwei weitere Impulsvorträge von Anton Milner und Eddy Blokken, Direktor für Technologie und Standards beim internationalen Halbleiterverband SEMI, folgt eine Podiumsdiskussion, die den ersten Kongresstag abschließt. Am folgenden Tag stehen die Technologien auf dem Programm, die die Erreichung der Netzparität ermöglichen. Ein Schwerpunkt werden neu in das Programm des PV Industry Forums aufgenommene Vorträge zu Wechselrichtertechnologien und -konzepten sein, die den Themenblock Großanlagen abrunden. Mit dem umfangreichen Programm bereichert das PV Industry Forum im Jahr 2009 bereits zum fünften Mal das Rahmenprogramm der Intersolar, der weltweit größten internationalen Fachmesse für Solartechnik.

Das PV Industry Forum findet am 25. und 26. Mai 2009 im Internationalen Congress Center in München statt. 850 Teilnehmer werden auf dem zweitägigen Event erwartet.

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Solarstrom auf der Schwelle zur Wettbewerbsfähigkeit

Die so genannte „Netzparität” oder „Grid Parity” ist der Zeitpunkt, an dem Strom aus einer Photovoltaikanlage zum gleichen Preis wie konventioneller Strom angeboten werden kann. Marktforscher erwarten, dass dieser Zeitpunkt schon in wenigen Jahren erreicht wird. In Deutschland ist die Netzparität voraussichtlich bereits 2012 oder 2013 möglich. In extrem preissensiblen Photovoltaikmärkten und an Standorten mit besonders hoher Sonneneinstrahlung, wie etwa in Kalifornien, kann die Netzparität sogar noch früher erreicht werden. Wie nahe die Systempreise unterschiedlicher Solarstromanlagen bereits an der Netzparität sind und in welchen Ländern sie zuerst erreicht werden kann, steht am 25. Mai im Mittelpunkt des 5. PV Industry Forums im Internationalen Congress Center München (ICM), zu dem rund 850 Teilnehmer aus aller Welt erwartet werden.

Netzparität in preissensiblen Märkten bereits in diesem Jahr möglich
GTM Research, Cambridge Massachusetts/USA, eine Tochter des Marktforschungsunternehmens Greentech Media, betont, dass die Erreichung der Netzparität von einer Reihe von Faktoren abhängt: angefangen bei der Modultechnologie über das Projektdesign bis hin zur Entwicklung des Strompreises. Aufgrund der Abhängigkeit der Solarstromerzeugung von den klimatischen Verhältnissen kommt dabei vor allem dem Standort eine zentrale Bedeutung zu. Durch besonders hohe Sonneneinstrahlung in Regionen wie in Kalifornien herrschen dort optimale Bedingungen für Photovoltaikanlagen.

Beschleunigt wird der Weg zur Grid Parity durch Fortschritte der Solarindustrie bei der Massenfertigung: Effizienzsteigerungen durch Automatisierung und neue Produktionskapazitäten senken die Kosten und Forschungserfolge steigern laufend den Wirkungsgrad von Photovoltaikanlagen.

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EU will Energieeffizienz von Gebäuden deutlich verbessern

Gruenspar.de

Um den Klimawandel nachhaltig zu bekämpfen, will die EU bis 2020 die Treibhausgase um 20 Prozent senken, ebenso den Energieverbrauch. In der Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden sieht das Europäische Parlament enormes Potential und hat deshalb am Donnerstag eine novellierte Richtlinie für Energieeffizienz in Gebäuden verabschiedet. Alle Gebäude die nach 2018 gebaut werden, sollen dabei ihre eigene Energie produzieren.

Die Europäische Union ist zu 51 % ihres Energiebedarfs von externer Gasversorgung abhängig. In den letzten zwei Jahren sind die Energiepreise für die Haushalte erheblich gestiegen: für Strom um 15 %, für Gasöl um 21 % und für Erdgas um 28 %. Die 160 Millionen Gebäude in der Europäischen Union sind für mehr als 40 % des europäischen Primär-Energieverbrauchs verantwortlich. Darüber hinaus sind sie eine wichtige Quelle von CO2-Emissionen und auf lange Sicht eine Gefahr für die Sicherheit der Energieversorgung.

Die Neufassung der Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (2002), die von der Europäischen Kommission im November letzten Jahres vorgeschlagen und nun mit entsprechenden Änderungen des Parlamentes verabschiedet wurde, hilft den Bürgern die Energieeffizienz ihrer Häuser zu verbessern. Es wird geschätzt, dass die aktualisierte Richtlinie den Energieverbrauch um fünf bis sechs Prozent und die CO2-Emissionen um bis zu fünf Prozent in der gesamten EU bis zum Jahr 2020 reduzieren kann.

Umweltfreundliche Gebäude bis 2019
Die EU-Mitgliedsstaaten müssen nach der neuen Verordnung bis zum 31. Dezember 2018 sicherstellen, dass alle neu gebauten Gebäude so viel Energie erzeugen wie sie gleichzeitig verbrauchen, etwa mittels Sonnenkollektoren oder Wärmepumpen. Schon jetzt sollten die Mitgliedsstaaten nationale Pläne entwickeln, um die Zahl der “Netto-Nullenergiegebäude” zu erhöhen. Zudem sollen die Regierungen festlegen, wie hoch der Anteil der Null-Energiehäuser bei bestehenden Gebäuden für die Jahre 2015 bis 2020 sein soll. Hierbei sollen vor allem öffentliche Einrichtungen eine Vorreiterrolle einnehmen.

Einheitliche Definition und nationale Zielvorgaben
Berichterstatterin Silvia-Adriana Å¢ICÄ‚U (SPE, Rumänien) weist daraufhin, dass die Europäische Kommission bis Ende 2010 eine detaillierte europäische Definition von Gebäuden, deren Kohlendioxidemissionen und Primärenergieverbrauch gering oder gleich Null sind, vorweisen sollte. Laut der heute verabschiedeten Richtlinie ist ein Netto-Nullenergiegebäude als ein Gebäude definiert, “in dem der jährliche Primärenergieverbrauch aufgrund der sehr hohen Energieeffizienz des Gebäudes nicht die Energieerzeugung vor Ort aus erneuerbaren Energien übersteigt”.

Die Mitgliedsstaaten sind darüber hinaus aufgefordert, nationale Ziele zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden finden. Dazu sollen sie bis zum 30. Juni 2011 nationale Pläne entwickeln, die Maßnahmen enthalten sollen, wie die neue Richtlinie umgesetzt werden kann. Es gehe dabei vor allem darum, rechtliche Hindernisse und Marktschranken abzubauen sowie neue steuerliche und finanzielle Instrumente einzuführen. Vorgeschlagen wird beispielsweise die Senkung der Mehrwertsteuer auf Güter und Dienstleistungen zur Energieeinsparung.

Bei Gebäuden, die einer größeren Renovierung unterzogen werden – wenn die Renovierungskosten 20 Prozent des Gebäudewertes übersteigen -, müssen die neuen Gebäudeteile wie Fenster oder Energieversorgungssysteme mindestens den bestehenden Anforderungen der Energieeffizienzbestimmungen entsprechen. Dafür sollten auch entsprechende Fördermaßnahmen zur Verfügung stehen, beispielsweise für den Einbau Erneuerbarer-Energie-Systeme. Die Mitgliedsstaaten sollen zudem dafür sorgen, dass in neuen Gebäuden und allen renovierten Bauten “intelligente Messgeräte” eingebaut werden.

Exit-Optionen
Nicht betroffen von den neuen Energieeffizienzbestimmungen sind provisorische Gebäude, die nur eine Nutzungsdauer von einschließlich 18 Monaten haben sowie religiöse Einrichtungen und besonders historisch oder architektonisch wertvolle Bauten, sofern die baulichen Maßnahmen eine “unannehmbare Veränderung” bedeuten würde. Bei Ferienhäusern wurden bestehende Anlagen von den Bestimmungen ausgenommen, bei Neubauten muss sich allerdings nach den neuen Regelungen gerichtet werden.

Finanzielle Unterstützung und Steuererleichterungen zur Förderung energieeffizienter Gebäude auf EU-Ebene
Das EP fügte auch neue Bestimmungen über die Finanzierung energieeffizienter Gebäude hinzu. So soll bis spätestens 2014 ein Energieeffizienz-Fonds eingerichtet werden, der private und öffentliche Investitionen zur Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden unterstützt. Zudem sollen die Beihilfen zur Förderung der Energieeffizienz aus dem Fond für regionale Entwicklung “signifikant” angehoben werden.

Das EP fordert die Europäische Kommission zudem auf, eine gemeinsame Methode zur Berechnung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden bis zum 31. März 2010 zu erstellen. Um einen besseren Überblick zu gewährleisten, soll eine gemeinsame europäische Website mit allen geltenden Rechtsvorschriften eingerichtet werden.

Quelle: Europäisches Parlament

Die Immobilienwirtschaft hat da etwas dagegen, denn die Beschlüsse erfordern ein Umdenken in Neubauten und auch höhere Investitionen. Aber eine reine Blockadehaltung ist alles andere als konstruktiv und konstruktive Lösungen waren von der Immobilienwirtschaft bisher nicht zu erkennen – schade.

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Angebot effizienter Wäschetrockner hat sich nahezu vervierfacht

An der Luft oder in einem unbeheizten Raum trocknet Wäsche immer noch am umweltfreundlichsten. Doch an feuchtkalten Tagen und während der Heizperiode kann dies zu einer Herausforderung werden. Was viele nicht wissen: Wer seine Wäsche dann in einem beheizten Raum trocknet, verbraucht zusätzliche Energie. In diesem Fall ist die Nutzung eines effizienten Wäschetrockners
aus Umweltsicht meist die bessere Alternative. Aber Vorsicht: Noch immer gehören viele Trockner zur Energieeffizienzklasse C und verschwenden unnötig viel Energie.

„EcoTopTen empfiehlt dagegen ausschließlich moderne Gas- und Wärmepumpentrockner der A-Klasse, die bis zu 50 Prozent weniger Energie verbrauchen als konventionelle Geräte“, sagt EcoTopTen-Projektleiterin Dr. Dietlinde Quack. Die gute Nachricht: Das Angebot hat sich mit 15 Modellen gegenüber den letzten EcoTopTen-Empfehlungen nahezu vervierfacht.

Wichtig zu wissen: Wärmepumpentrockner enthalten klimawirksame Kältemittel. „Deshalb ist es absolut notwendig, die Geräte an ihrem Lebensende fachgerecht und umweltfreundlich zu entsorgen“, betont Dr. Dietlinde Quack. „Hier sind Hersteller und Händler gleichermaßen gefordert, Verbraucher umfassend zu informieren und geeignete Rücknahme- und Entsorgungssysteme zu gewährleisten.“

Die aktualisierte EcoTopTen-Marktübersicht zu Wäschetrocknern finden Sie hier: www.ecotopten.de/prod_trocknen_prod.php.

Außerdem aktualisiert: Die EcoTopTen-Marktübersicht zu Waschmaschinen. Fast alle neuen Maschinen haben heute bereits niedrige Werte beim Energie- und Wasserverbrauch. Mit Waschmaschinen der Energieeffizienzklasse A, Waschwirkung A und Schleuderdrehzahl A oder B mit mindestens 1400 Umdrehungen pro Minute sind Verbraucher daher schon – fast – auf der sicheren Seite. Darüber hinaus sollte sich aber auch das Fassungsvermögen an der tatsächlich anfallenden Wäschemenge orientieren. Zwar sind zunehmend Maschinen mit sieben, acht oder sogar zehn Kilogramm Fassungsvermögen im Handel. „Diese Maschinen sind aber nur in Ausnahmefällen für Privathaushalte sinnvoll, in denen regelmäßig ungewöhnlich viel Wäsche anfällt“, sagt Dr. Dietlinde Quack.

Denn werden große Maschinen nicht voll beladen, verbrauchen sie pro Kilogramm Wäsche meist mehr Wasser und Strom als ein kleineres Gerät bei gleicher Beladung. Von Waschmaschinen im XL-Format rät EcoTopTen daher weiterhin ab. „Stattdessen empfehlen wir Geräte mit Trommeln für fünf Kilogramm Wäsche und für große Haushalte Maschinen mit sechs Kilogramm Fassungsvermögen“, sagt die Expertin. Doch gut gekauft ist noch nicht effizient gewaschen. „Entscheidend sind die richtige Temperaturwahl, Waschmitteldosierung und Beladung“, betont Dr. Dietlinde Quack. „Optimal genutzt können Verbraucher bis zu einem Drittel ihrer Kosten für das Wäschewaschen verringern. Davon profitiert nicht nur die Haushaltskasse, sondern auch die Umwelt.“

Trotz vorhandener Mengenautomatik ist es außerdem immer sinnvoller, die Waschmaschine voll zu beladen. Denn der Energie- und Wasserverbrauch wird nicht proportional zur Beladung reduziert. Bei halber Beladung liegt er noch immer bei 75 bis 85 Prozent, bei sehr hochwertigen Geräten bei etwa 60 bis 70 Prozent. „Da Waschmaschinen leider häufig nicht voll beladen werden, wäre eine Kennzeichnung, wie effektiv die Mengenautomatik den Strom- und Wasserverbrauch verringert, sinnvoll, zum Beispiel auf dem Energielabel“, sagt  Dr. Dietlinde Quack. „Das ist zurzeit aber noch nicht der Fall.“ EcoTopTen informiert daher auch über die Energie- und Wassereinsparungen bei halber Beladung.

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Bürgerbewegung will sich an Stromversorger beteiligen

Es gibt keinen kompetenteren Solar-Blogger als der Sonnenflüsterer Erhard Renz, auch seine Blogbeiträge von Ralos lese ich sehr gerne. Heute hat er mich im Sonnenflüsterer-Blog auf den bevorstehenden Verkauf der Thüga durch EON aufmerksam gemacht, sowie auf das Interesse einer Bewegung Thüga in Bürgerhand einen Anteil davon zu übernehmen.

Der Vorstand des EON-Energiekonzerns will voraussichtlich zum Sommer 2009 seine Stadtwerketochter, die THÜGA AG, verkaufen. Die THÜGA ist an 110 Stadtwerken beteiligt, mit rund 47 Prozent auch an der badenova AG. Der anstehende Verkauf der THÜGA AG bietet erstmalig die große Chance für bürgerschaftliches Engagement im Energiebereich:

Der Verkauf der THÜGA AG könnte genutzt werden, um eine Interessengemeinschaft „Thüga in Bürgerhand“ zu initiieren: Umweltbewusste Bürger und Bürgerinnen beteiligen sich direkt an der THÜGA. Damit stärken sie eine ökologisch und sozial ausgerichtete Energie- und Wasserversorgung in Südbaden und in Dutzenden weiteren Stadtwerken: Das Gegenmodell zu Monopolisten wie E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW. Die THÜGA AG wäre europaweit das erste große Energieversorgungsunternehmen, in dem umweltengagierte Bürger und Kommunen die Geschäftspolitik direkt beeinflussen können. Eine THÜGA- Interessengemeinschaft hat noch weitere Vorteile:

Geld kann vor Ort investiert werden – sicher, gewinnbringend, ökologisch und zukunftstorientiert, geschützt vor dem Zugriff von Investmentgesellschaften, so genannten Heuschrecken.

Einige Fragen zu dieser Thematik werden online beantwortet, viel mehr gibt es (noch) nicht.

All das kann ich nur unterschreiben, auch wenn mir die finanziellen Möglichkeiten fehlen mich zu beteiligen. Aber ich finde es schade, dass nicht die Möglichkeiten neuer Medien genutzt werden, wenn eine Bürgerbewegung aufgebaut werden soll. Blogs, Twitter und all die anderen Möglichkeiten im Social-Media-Bereich können mithelfen eine große Bewegung aufzubauen. Und es kostet nur Zeit, Kreativität und Engagement. All das ist eigentlich vorhanden. Ich helfe auch gerne mit und unterstütze die Initiative beim Einstieg in die Nutzung von Social-Media..

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Über 120 geöffnete Türen von alternativen Energieanlagen

In 13 Bundesländern öffnen am 25. April 2009 zum 14. Tag der erneuerbaren Energien wieder die Betreiber ihre alternativen Energieerzeugungsanlagen vor Ort. So sind umweltfreundliche Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen sowie Biomassenutzungen für jedermann kostenlos zu besichtigen. Energieeffiziente Häuser und Technik wie Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen werden ebenfalls präsentiert.

Auch im 14. Jahr wird die Aktion von zahlreichen Veranstaltungen begleitet, so z.B.

* die Woche der Erneuerbaren Energien in Bärenstein, Sachsen,
* das Energiefest in Kirchheimbolanden und im gesamten Donnersberg- Kreis, Rheinland-Pfalz,
* die Radtour in Altenstadt, Hessen oder
* die Energieaktion der SAENA in Görlitz, Sachsen
An besonderen Anlagen und Häusern werden beispielsweise präsentiert:

* das zum Passivhaus saniertes Ferienhaus in Neuendorf auf der Insel Usedom, Mecklenburg-Vorpommern,
* div. Elektromobiltät in Fehmarn /Schleswig-Holstein,
* das Waldsolarheim in Eberswalde /Brandenburg und
* die geothermische Grubenwassernutzung im Schloss Freudenstein in Freiberg/Sachsen
* das CO2 neutrale Feuerwehrgerätehaus in Neustadt/Vogtland Sachsen
* die Absorbtionskälteanlage mit solarem Antrieb im Nationalpark- Zentrum in Bad Schandau / Sachsen
* die Bioabfallvergärung mit Blockheizkraftwerk in Frankfurt/Main
* das Wasserkraftwerk der Stadtwerke Zirndorf, Bayern.

“Viele interessante Anlagen lassen sich noch nennen, aber schauen Sie selbst in den www.energietag.de “, so Eberhard Ohm vom Organisationsteam der Stadtverwaltung. „Diese Aktion der offenen Tür ist dezentral angelegt, da in ganz Deutschland bereits Wärme und Strom aus Sonne, Wind, Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse genutzt werden. Aber es ist noch viel zuwenig, um das Klima wirksam zu schützen.” Auch einige Schulen führen in der Zeit vom 20. bis 24. April eigene Energie-Projekttage durch.

In Oederan selbst wird wieder die Messe „Erneuerbare Energien” mit Naturmarkt und Frühlingsfest zahlreiche Besucher anlocken. Abgerundet wird die Aktion mit Vorträgen, einer Energietour um Oederan und eine Passivhaus-Ausstellung. „Schließlich soll die neue Sporthalle in Passiv-haus-Bauweise errichtet werden”, so Steffen Schneider, Bürgermeister der Stadt Oederan. „Wir wollen nur noch, wenn es wirtschaftlich vertretbar ist, Gebäude mit überschaubarem Energieverbrauch und geringen Kosten bauen. So schonen wir auch die Umwelt.

Die Stadt Oederan hat 1996 den Tag der Erneuerbaren Energien ins Leben gerufen. Er breitete sich deutschlandweit aus. 2005 erhielt sie den Deutschen Solarpreis und wurde 2008 nach den Klimaschutz- und Energiekriterien des „European Energy Award®” zertifiziert. Durch die Agentur für Erneuerbare Energien in Berlin wurde die Stadt Oederan als „Energiekommune des Monats April 2009″ ausgezeichnet.

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Serie zur Windenergie-Nutzung

Gestern hatte ich mal wieder einige Artikel zum Thema Windenergie veröffentlicht. Passend dazu hat der Bewag Ökocenter-Blog aus Österreich eine Serie zur Funktionsweise von Windkraftanlagen gestartet.

Dort berichtet Martin Pröll im ersten Teil von der Geschichte der Nutzung der Windenergie, der Bauweise eines modernen Windrades und dem Aufbau eines modernen Windrades.

Windenergie kommt in Blogs viel zu kurz, bzw. eigentlich gar nicht vor, daher ist diese Initiative besonders zu begrüssen und hat es verdient vorgestellt zu werden.

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Unternehmen für herausragende Leistungen zur Steigerung der Energieeffizienz ausgezeichnet

Drei innovative Unternehmen wurden heute in Hannover für beispielgebende Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz mit dem “Energy Efficiency Award 2009″ ausgezeichnet. Den mit 15.000 Euro dotierten ersten Preis überreichte der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jochen Homann, der ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG, einem Hersteller von Motoren und Ventilatoren. Den zweiten Preis erhielt die Brauerei Bosch GmbH & Co. KG. Der dritte Preis ging an das Geschäftsfeld Chemie der Evonik Industries AG. Alle drei Unternehmen konnten mit ihren Effizienzprojekten überdurchschnittlich hohe Kosteneinsparungen im Produktionsprozess erzielen. Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte “Energy Efficiency Award” wurde im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Messe ausgeschrieben und auf dem WORLD ENERGY DIALOGUE der HANNOVER MESSE verliehen.

“Die ausgezeichneten Unternehmen gehen mit gutem Beispiel voran. Mit Investitionen in Energieeffizienz stellen sie die Weichen für das Wachstum der Zukunft”, betonte dena-Geschäftsführer Stephan Kohler bei der Preisverleihung.

Das Unternehmen ebm-papst hat für einen Werksneubau eine Lösung realisiert, die den gesamten Wärmebedarf der Werksgebäude über vorhandende Wärmelasten deckt. Die Beheizung erfolgt vollständig durch Nutzung der Abwärme aus der Produktion. Bei der Auswahl der Komponenten wurde auf modernste, energieeffiziente Technologien geachtet. So konnte ebm-papst die Energiekosten des Werkes für Heizung, Lüftung und Kühlung um 91 Prozent und damit um 87.000 Euro pro Jahr senken. Auf andere produzierende Unternehmen mit großen inneren Wärmelasten in den Werkshallen lässt sich das Projekt sehr gut übertragen.

Der Brauerei Bosch gelang es, den Brauprozess durch innovative Technik energieeffizienter zu gestalten. Sie hat ein neu entwickeltes Verfahren zur Würzekochung zum ersten Mal im industriellen Maßstab implementiert, das den Energiebedarf für die Ausdampfung unerwünschter Aromastoffe aus der Bierwürze erheblich senkt: die Rektifikationswürzekochung. Diese beruht auf dem Prinzip der mehrstufigen Destillation. Die Brauerei hat damit dazu beigetragen, eine neue innovative und energieeffiziente Technologieentwicklung zur Marktreife zu bringen. Mithilfe dieser Technik konnte die Brauerei den Energieverbauch bei der Würzekochung um 80 Prozent und somit um 21.000 Euro pro Jahr reduzieren. Das Projekt zeigt, wie sehr sich eine Steigerung der Energieeffizienz auch für kleine und mittlere Unternehmen auszahlt.

Evonik hat ein konzernweites Energiemanagement im Unternehmen etabliert, mit dem die bisher beteiligten Standorte bis zu 25 Prozent ihrer Jahresenergiekosten einsparen können. Ein Bestandteil des Energiemanagements sind interdisziplinäre Expertenteams, die alle energierelevanten Prozesse analysieren und Maßnahmenvorschläge entwickeln. Ein Beispiel für eine solche Effizienzmaßnahme ist die Optimierung der thermischen Nachverbrennungsanlage am Standort Münchsmünster. Dadurch konnten die Energiekosten der Nachverbrennung um mehr als 70 Prozent und damit um 680.000 Euro pro Jahr gesenkt werden.

Alles hervorragende Beispiele, die zeigen, dass man mit Energieeffizienz in der Industrie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens stärken kann.

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Bioenergiedörfer zum nachmachen

Bioenergiedörfer machen Schule – immer mehr Kommunen setzen auf die Selbstversorgung mit Energie aus Biomasse. Damit die nächste Generation aus den Erfahrungen der Pioniere lernen kann, hat das BMELV jetzt das Portal www.wege-zum-bioenergiedorf.de eingerichtet. Hier sind nicht nur bereits existierende und geplante Dörfer bundesweit recherchierbar, es ist auch der direkte Austausch in einem Forum möglich. Auszüge aus dem Leitfaden „Wege zum Bioenergiedorf” runden das Angebot ab.

Die Übersicht über Bioenergiedörfer und das Forum sind das Herzstück des Portals. Je mehr sie sich mit Leben füllen, desto wertvollere Informationen kann die Seite vermitteln. Damit dies gelingt, sind alle bestehenden und geplanten Bioenergiedörfer aufgerufen, das Portal zu nutzen. Ein Eintrag in die Deutschlandkarte ist ebenso erwünscht wie eine Beteiligung an den Diskussionen im Forum.

Eine prima Idee, um in Kommunen eine Unabhängigkeit von großen Energieversorgern und unabhängig von Öl und Gas zu erreichen – sollte viele Nachahmer finden.

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Reiche Windernte auch im Binnenland II

Ein weiterer Auszug aus der Marktübersicht Windenergie mit Windpotenzialkarten zeigt, welches Potenzial in der Windergie im Binnenland noch steckt:
Windenergie auf dem Land

Auf 120 m Nabenhöhe versprechen Standorte in Mittelgebirgen also Erträge, wie sie bis vor wenigen Jahren nur an der Küste und exponierten Berggipfeln denkbar waren. Und das ist keineswegs bloß Theorie. So erreicht das Bürgerwindrad Brandenkopf auf dem gleichnamigen 945 m hohen Schwarzwaldberg satte 2.300 Volllaststunden. In 2006 zählte die 1 MW-Anlage damit zu den zehn ertragreichsten Anlagen ihrer Klasse im Bundesgebiet. Im Folgejahr stieg ihr Ertrag sogar auf über 2,3 Millionen kWh – bei nur 70 m Nabenhöhe. Kein Einzelfall. Auch eine 1,8 MW starke Enercon E-66/70 in Yach bei Elzach im Südschwarzwald erreicht regelmäßig über 2.000 jährliche Volllaststunden. Und auch drei 14 Jahre alte 110 KW-Anlagen auf der Hochebene Hornisgrinde im Nordschwarzwald zeigen das Windenergiepotenzial von Höhenzügen im Süden. Sie liefern laut Betreiber seit Jahren deutlich über 600.000 kWh – und das bei ganzen 30 m Nabenhöhe. Wie würden die Ertrage erst aussehen, wenn man dort moderen Anlagen bauen würde?

Die Beispiele zeigen: auch im Süden der Republik hängt enormes, bisher noch kaum genutztes Energiepotenzial in der Luft. Doch gerade Baden-Württemberg und Bayern tun sich schwer damit, es zu nutzen. In beiden Länder sind bis heute erst jeweils 400 MW Windenergie-Leistung am Netz. Zum Vergleich: Niedersachens Windmüller haben Ende 2008 die 6.000 MW-Marke geknackt. Und während Brandenburg mit rund 4.000 MW installierter Leistung schon über die Hälfte jenes Potenzials nutzt, das auf einem Prozent Landesfläche zu heben ist, erntet Bayern nur ein Fünfunddreißigstel davon. Bei einem Flächenbedarf von höchstens 7 Hektar pro MW Leistung könnte der Freistaat auf 10.000 MW Leistung aufstocken und hätte dennoch 99 Prozent „windkraftfreie Zone”.

Staatliche Verwaltung trägt zu einer “Versprargelung” bei, die gar nicht nötig wäre:

Größte Sorge der Windkraftgegner ist die „Verspargelung” der reizvollen Mittelgebirgs-Landschaften. Doch die ist nicht zu befürchten. Nach Berechnung des BWE würden etwa in Baden-Württemberg 650 moderne 5 MW Anlagen, aufgeteilt auf ca. 250 Standorte mit je drei Anlagen reichen, um zehn Prozent des Strombedarfs zu decken. Bei immerhin 35.751 km2 Landesfläche kann man bei 700 bis 900 Anlagen kaum von einer erheblichen Beeinträchtigung des Landschaftsbildes sprechen.

Dafür allerdings müssten sich die Verantwortlichen auf Landes- und Regionalebene zu einer Neuausrichtung ihrer Standortpolitik durchringen. Die Landesregierung gibt zwar für 2020 das Ziel aus, mit 1,2 TWh Windstrom 1,7 Prozent des Strombedarfs im Lande decken zu wollen. Doch bisher blockieren viele Regionalpläne eine Umsetzung dieser wenig ambitionierten Pläne. Gerade die windhöffigsten Standorte auf Bergkämmen und Hochebenen sind bei den ausgewiesenen Vorranggebieten für Windkraft meist konsequent ausgespart.

„Viele Vorranggebiete liegen an Bergrücken weit unterhalb der eigentlich geeigneten Standorte”, kritisiert Andreas Heizmann, Vorsitzender des BWE Regionalverbandes Südbaden. Zugleich strebe die Landesregierung bisher eine durchschnittliche WEA- Auslastung von 1120 Stunden Volllast an. „Die 60%-Klausel aus § 29 des EEG wird so kaum zu erreichen sein”, kritisiert er. Das stelle nicht nur den Vergütungsanspruch von 9,2 Cent/KWh zur Disposition, sondern die gesamten Ausbaupläne. So machen Windpark-Projektierer einen großen Bogen um die Region Südlicher Oberrhein, seit der dortige Regionalverband 2005 seine Planung vorlegte. „Bisher wurde in den 13 ausgewiesenen Vorranggebieten keine einzige Anlage gebaut”, so Heizmann.

Die Landesregierung und Regionalverbände widersetzen sich mit ihren Planungen dem Effizienzgedanken, der dem überarbeiteten EEG für den Ausbau im Binnenland zu Grunde liegt. Und sie torpedieren damit ihr eigenes Ziel, eine „Verspargelung” zu verhindern. Denn um die Mengenziele zu erreichen, müssen an den windschwachen Standorten um so mehr Anlagen aufgestellt werden. Wie irrational das Vorgehen teilweise ist, zeigt sich am Windpark Hornisgrinde. Obwohl die drei 110 KW-Anlagen in direkter Nachbarschaft zu einem sehr viel höheren Sendemast stehen, dürfen die Betreiber dort nicht repowern. Und so rotieren die Windräder weiterhin auf ihren 30 m Nabenhöhe vor sich hin, obwohl auf der Hochebene Windverhältnisse herrschen, die so mancher Anlagenbetreiber an der Küste gern hätte. Erzwungene Ineffizienz, die der Akzeptanz von Windkraft im „Ländle” nicht eben förderlich ist.

Neben dem verschenkten Energiepotenzial haben die vorgeschlagenen Flächen, die teils 270 Höhenmeter unterhalb der eigentlich geeigneten Höhenzüge liegen, weitere Nachteile. Unter anderem für die Umwelt. Denn um die Standorte in den Hanglagen für eine Montage moderner WEA vorzubereiten, wären massive Erdbewegungen und Rodungen für Zufahrten nötig. „Das ist ökonomischer und ökologischer Unsinn”, so Heizmanns Fazit. Bei einem Großteil der ausgewiesenen Vorranggebiete handele es sich um Scheinflächen.

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