Energieausweis in der Praxis

Photovoltaikversicherung

Es gab im letzten Jahr viele Informationen rund um den Energieausweis. Seit Herbst letzten Jahres muss er sich jetzt aber in der Praxis beweisen. Jetzt wird sich erst zeigen, wie Mieter und Kaufinteressenten das Instrument des Energieausweises nutzen, ob sie nur nach dem ungefähren Energieverbrauch fragen oder ob sie das Thema gar nicht interessiert.

Für die Stuttgarter Zeitung ist der Energieausweis bereits jetzt ein Flop. Sie beruft sich auf das Stuttgarter Siedlungswerk, das Mietinteressenten den Energieausweis unaufgefordert mit den Unterlagen mitschickt und für die vorhandenen Mieter – die ihren Energieverbrauch eigentlich kennen – ins Internet stellt. Bei beiden stösst das Dokument kaum auf Interesse.

Auch private Vermieter haben den Energieausweis nur erstellen lassen, um das sonst fällige Bußgeld von 15.000 Euro zu vermeiden, aber sehen will den Ausweis keiner – so die Aussage Grundbesitzervereins Haus und Grund. Für diesen Verein ist der Energieausweis nur Bürokratie, denn den Verbrauch kann man auch an den letzten Abrechnungen sehen. Wirkungsvoller wären “steuerliche Anreize für energetische Gebäudesanierungen und eine Komponente im Mietspiegel, die dem Vermieter eine Refinanzierung von Sanierungskosten, also eine höhere Miete, ermögliche”.

Der Mieterverein sieht das ganze etwas optimistischer und glaubt, dass der Zeitpunkt noch zu früh ist für eine Beurteilung. Aber wenn die Energiekosten wieder steigen werden, dann kann der Energieausweis ein entscheidendes Kriterium bei der Wohnungswahl sein. Ein wichtigeres Kriterium ist zur Zeit eher das Verhältnis von Angebot zur Nachfrage, denn wenn die Nachfrage das Angebot deutlich übersteigt – wie in Stuttgart – scheinen sich viele nicht zu trauen, nach dem  Energieausweis zu fragen, um nicht den Zuschlag zur Wohnung zu verlieren.

Wie seht ihr den Energieausweis in der Praxis? Wird nach dem Energieausweis gefragt bei der Wohnungs- oder Haussuche? Welche Erfahrungen haben andere Städte und Vermieter oder Verkäufer?

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Ausbau Erneuerbarer Energien hält Strompreis niedrig

Während die fossilen Brennstoffe Erdöl, Erdgas und Kohle immer knapper und daher teurer werden, erweisen sich die unerschöpflichen Erneuerbaren Energien zunehmend als Sparprogramm für die Stromversorgung: Ein aktuelles Gutachten des Ingenieurbüros für neue Energien (IfnE) belegt, dass der volkswirtschaftliche Nutzen der Erneuerbaren Energien immer weiter steigt, während die Mehrkosten sinken.

“Die Studie zeigt, dass ein Großteil des Stroms aus Erneuerbaren Energien bereits in wenigen Jahren wettbewerbsfähig ist”, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. Ab 2013 werde deshalb das Fördervolumen für regenerativen Strom kontinuierlich sinken, so das Ergebnis des Gutachtens. Die Mehrkosten, die für den Ausbau der Erneuerbaren Energien gezahlt werden müssen, betragen danach im Jahr 2020 nur noch 0,6 Cent pro Kilowattstunde. Gleichzeitig wachse indes der Einspareffekt, weil dank der Erneuerbaren Energien weniger fossile Brennstoffe importiert werden müssen.

„Im Jahr 2020 wird den jährlichen Mehrkosten für Erneuerbare Energien in Höhe von 2,4 Milliarden Euro fast die zehnfache Summe für vermiedene Brennstoffimporte gegenüberstehen”, fasst Mayer zusammen. „Die Erneuerbaren Energien halten also de facto den Strompreis niedrig. Darüber hinaus helfen sie, Umwelt- und Klimaschäden in Milliardenhöhe zu vermeiden.”

Das IfnE hat seine Kosten-Nutzen-Betrachtung auf Basis der Prognose „Stromversorgung 2020″ erstellt, die kürzlich von der Branche der Erneuerbaren Energien vorgelegt wurde. Darin wird ein weiterhin starkes Wachstum des regenerativen Anteils am deutschen Stromangebot vorhergesagt. Bis 2020 geht die Branche davon aus, knapp die Hälfte der Stromversorgung mittels Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft sowie Bioenergie und Erdwärme decken zu können.

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Solar-Schulungsprogramm für Installateure

Gruenspar.de

Ich berichte immer wieder gerne von neuen Bildungsinitiativen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien. Denn nur mit Bildung können wir unseren erreichten Stand im Bereich der erneuerbaren Energien weiter ausbauen. Dazu gehört auch die neue Auflage des Bildungsprogramms von Schott Solar:

Qualität, Leistung und Langlebigkeit von Solarmodulen sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass sich Investitionen in eine Solaranlage lohnen. Damit diese Qualität vom Fertigungswerk auch aufs Dach kommt, bietet die SCHOTT Solar AG spezielle Trainings für Installateure an. Dabei steht 2009 erstmals das Profi Qualitätstraining im Vordergrund des Schulungsprogramms. Auch das internationale Interesse am Angebot von SCHOTT Solar ist gestiegen: Neben Deutschland sind auch Schulungen in Europa, Australien und den USA vorgesehen.

Zu den Zielen der Installateursschulungen gehört es, dass die Teilnehmer die Produktpalette und das Produktionsverfahren von SCHOTT Solar kennen lernen. Die Installateure erhalten so einen detaillierten Überblick über die spezifischen Qualitätsmerkmale und Einsatzbereiche der Produkte. Weitere Inhalte der Schulungen sind Argumentationshilfen für erfolgreiche Verkaufsgespräche, Ratschläge im Umgang mit Kunden sowie Servicetipps. Darüber hinaus lernen sich die Teilnehmer während der Schulungen kennen und haben so die Chance, Erfahrungen und eigene Best-Practice-Beispiele auszutauschen. Eine Schulung dauert einen Tag und ist für 20 bis 25 Teilnehmer konzipiert.

In den vergangenen Jahren haben über 1.400 Teilnehmer an den technischen Schulungen von SCHOTT Solar teilgenommen. Dabei hatten die Monteure und
Vertriebsmitarbeiter die Möglichkeit, die SCHOTT Solar Produktschulungen zu ASI – oder InDaX-Produkten oder die SCHOTT Solar Powerschulung zu besuchen. Der große Erfolg und das positive Feedback der Installateure hat SCHOTT Solar dazu bewogen, das Trainingsprogramm 2009 weiter auszubauen. Für das diesjährige Programm wurde außerdem das SCHOTT Solar Profi Qualitätstraining neu konzipiert.

Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Heming ist überzeugt: “Der Ertrag beim Kunden setzt sich aus Leistung und Dauerhaftigkeit zusammen. Die Qualität der Solarmodule steht dabei im Vordergrund. Damit diese Qualität auch aufs Dach kommt, müssen die Module fachgerecht installiert werden. Mit unserem Schulungsprogramm leisten wir dazu einen wesentlichen Beitrag.”

In diesem Jahr findet erstmals ein signifikanter Teil der Schulungen im Ausland statt. “Das Interesse bei unseren ausländischen Vertriebspartnern ist groß und nehmt stetig zu. Sogar in Australien gibt es eine rege Nachfrage. Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Schulungsjahr”, sagt Michael Harre, Chief Sales Officer der SCHOTT Solar AG.

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Abwrackprämie für alte Heizkessel wird kontrovers diskutiert

In Deutschland gibt es enormen Modernisierungsbedarf in den Heizungskellern, investiert wird aber zu wenig. Dabei gibt es zahlreiche Förderprogramme. Doch die sind viel zu kompliziert, so Experten bei einer Umfrage des Webportals www.enbausa.de. Eine staatliche Abwrackprämie für alte Heizkessel in Höhe von 1500 Euro („Kesselprämie“) könnte das Verfahren vereinfachen. Sie ist aber unter den befragten Fachleuten umstritten.

Nur 12 Prozent der 17 Millionen Heizkessel in Deutschland sind auf dem heute möglichen Stand der Technik, schätzt Barbara Wiedemann Präsidentin der VdZ (Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft). Die Branchenverbände VdZ und ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima) fordern deshalb die Einführung einer Abwrackprämie für alte Heizungskessel – analog zur derzeit erfolgreich laufenden Maßnahme in der Autoindustrie, die demnächst vermutlich verlängert wird.

Eine solche „Kesselprämie“ von 1500 Euro würde den Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern „schlagartig auflösen”, glaubt Michael von Bock und Polach, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. „Wir wissen, dass es bei den Heizungsanlagen, ähnlich wie bei den PKW, eine relativ alte Flotte gibt. Ein nicht unerheblicher Teil müsste dringend erneuert werden, und es ist die Frage, wie ich den Verbraucher dazu bekomme, diese Ersatzinvestition zügig vorzunehmen“, ergänzt Holger Krawinkel, Leiter des Fachbereichs Bauen, Energie, Umwelt beim Bundesverband der Verbraucherzentralen im Interview mit EnBauSa. Das kürzlich gestartete Webportal liefert neutrale Informationen zum Thema energieeffizientes Bauen und Sanieren und hat mehrere Experten zur „Kesselprämie“ befragt. Auch im EnBauSa-Forum diskutieren Hausbesitzer, Handwerker und Energieberater kontrovers über das Pro und Contra dieser Initiative.

So sieht der nordhessische Heizungshersteller Viessmann in einer Abwrackprämie nicht die geeignete Maßnahme, um die Heizungsmodernisierung in Deutschland voranzubringen. Es sei wesentlich besser, über die Mehrwertsteuer einen Anreiz zu schaffen, glaubt Martin Viessmann, Vorsitzender des Verwaltungsrats des Unternehmens. Auch aus anderen Gründen sei die pauschale Förderung nicht zwingend sinnvoll, warnt Fred Weigl, Vorsitzender des Energieberaterverbands GIH. Denn seiner Meinung nach ist ein Austausch des Kessels nicht immer zu empfehlen. So sei es manchmal möglich, eine vorhandene Anlage stufenweise zu ergänzen und einen alten Kessel für die Spitzenlast zuzuschalten.

Die bisherigen Anreizprogramme hat VdZ-Präsidentin Wiedemann im Visier. Sie verlangt ein Ende des „Förderdschungels”. Finanzielle Unterstützung müsse verbraucherfreundlicher werden. Die VdZ fordert daher neben der Abwrackprämie auch komfortablere Abschreibungsmöglichkeiten in der Steuererklärung sowie einfachere Fördermodelle. Für Verbraucherschützer Holger Krawinkel ist zudem ein Umdenken der Politik entscheidend: „Investitionen in die Energieeffizienz sind stärker zukunftsorientiert als Milliardenbeträge zur Rettung der Banken oder von Altindustrien.“

Was denkt ihr darüber? Würde eine Abwrackprämie für alte Heizkessel Sinn machen?

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Zehn Millionen Energieverschwender

Mit dem “Energiesparkompass 2009″ stellt der Fachverband Wärmedämmverbund-Systeme heute erstmals eine umfassende Datensammlung zur Energieeffizienz im Gebäudebereich vor. Sie belegt: Die Regierung ist weit von ihren Zielen entfernt, weil viele Menschen kaum über Sparpotenziale informiert sind und nur zögerlich handeln.

Deutschlands Gebäude müssen sparsamer werden. Das ist die Kernaussage des “Energiesparkompass 2009″, den der Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme heute in Berlin vorstellt. Danach ließe sich allein durch Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäudebestand fünfmal so viel Energie einsparen, wie alle deutschen Atomkraftwerke 2007 ins Netz einspeisten. Warum trotz derart großer Chancen so wenig passiert, ist wesentliche Frage des “Energiesparkompass 2009″. Für die Antwort verknüpfte die Studie erstmals die Daten zur Energieeffizienz im Gebäudebestand mit einer repräsentativen dimap-Umfrage unter deutschen Wohneigentümern und Mietern. Das Fazit: Die Menschen wissen zu wenig und handeln zu zögerlich – auch weil die Politik das Thema noch nicht ausreichend forciert.

“Eine entscheidende Erkenntnis aus unserer Umfrage war das Informationsdilemma bei den Menschen”, sagt Dr. Wolfgang Setzler, Geschäftsführer des Fachverbandes WDV-Systeme. “Einerseits fühlten sich über 60 Prozent der Befragten zum Thema Energieeffizienz gut und sehr gut informiert. Auf der anderen Seite unterschätzten jedoch auch 60 Prozent die Einsparpotenziale beispielsweise von Wärmedämmung erheblich.” So kommt es, dass fast 40 Prozent der Wohneigentümer eine energetische Sanierung ihrer Immobilie ablehnten: 63 Prozent von ihnen halten die Sanierung für unnötig oder fürchten die hohen Investitionskosten (29 Prozent). Diesen Annahmen stehen die Erfahrungen derer entgegen, die bereits Energieeffizienzmaßnahmen vorgenommen haben: 95 Prozent sind mit den Auswirkungen der Modernisierung zufrieden und 87 Prozent geben zudem an, dass sich die Investition finanziell ausgezahlt hat oder sich künftig rechnen wird. Auch die Bewohner von Mietwohnungen auf einem aktuellen energetischen Sanierungsstand sind zufrieden: 80 Prozent schätzten die Modernisierungseffekte positiv ein. Einziger Wermutstropfen: Nur 31 Prozent der befragten Mieter lebten in Wohnungen, die im vergangenen Jahrzehnt energetisch saniert wurden.

Soweit zur Pressemitteilung des Fachverbandes Wärmedämmverbund-Systeme. Sinnvoll ist daraus zu folgern, eine umfassende Information in einer Energieberatung ist notwendig. Jede eingesparte kWh ist mehr Wert als die Deckung von Heizenergiebedarf mit erneuerbaren Energien, wie vom Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz gefordert. Und jeder eingesetzte Euro in der Förderung trägt mehr zum Klimaschutz bei, als die sogenannte “Umweltprämie”, und schafft mehr Arbeit in Deutschland.

Aber Energieberatung und Förderung muss umfassend sein, das ganze Gebäude betrachten und dabei gleichzeitig das wirtschaftliche Optimum suchen. Daran hapert es meistens, Informationen sind häufig zu einseitig von Vertretern einzelner Gewerke erstellt. Aber selten gibt es neutrale und umfassende Information und Beratung. Auch der Fachverband Wärmedämmverbund-Systeme ist einseitig und hat eigene Interesse, wie auch die dena (leider) nicht neutral ist – was sie aber sein sollte.

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Preis- und Marktentwicklung der PV-Branche

Am Montag hatte ich davon berichtet, dass ab 2012 Solarstrom konkurrenzfähig werden soll mit Haushaltsstrom vom Energieversorger. Gestern hat der Photovoltaik-Blog ein Interview mit Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck veröffentlicht. Das Interview, im Original in der Wirtschaftswoche, geht um die Preis- und Marktentwicklung in der Photovoltaik-Branche. Also im Prinzip der gleiche Inhalt, nur im Wortlaut von Frank Asbeck und ausführlicher.

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Neuerungen in der EnEV 2009

Am 18.3.2009 hat das Kabinett die EnEV 2009 verabschiedet, wie bereits berichtet. Die Einwände des Bundesrats wurden berücksichtigt. Aller Voraussicht nach tritt die EnEV 2009 am 1.9.2009 in Kraft. Die Gesellschaft für rationelle Energieanwendung e.V. hat wichtige Änderungen zusammengefasst:

Wichtige Punkte der EnEV 2009

  • Bei Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden wird die Obergrenze für den zulässigen Jahres-Primärenergiebedarf um durchschnittlich 30 Prozent gesenkt.
  • Die Wärmedämmung der Gebäudehülle muss bei Neubauten um durchschnittlich 15 Prozent leistungsfähiger sein als in der EnEV 2007.
  • Bei Umbaumaßnahmen hat der Eigentümer die Wahl zwischen zwei Ansätzen. Entweder werden die Anforderungen an die Bauteile bei größeren baulichen Veränderungen an der Gebäudehülle (Dach, Fenster, Fassade) um durchschnittlich 30 Prozent gesenkt. Oder der Jahres-Primärenergiebedarf des Gebäudes muss nach der Sanierung 30 Prozent niedriger sein und die Gebäudehülle muss um durchschnittlich 15 Prozent besser gedämmt sein als zuvor.
  • Bis Ende 2011 müssen begehbare Geschossdecken gedämmt werden, wenn das Dach darüber ungedämmt ist.
    Nachtstromspeicherheizungen müssen ab 2020 schrittweise außer Betrieb genommen werden.

Wichtige Punkte zur Verbesserung der Qualitätskontrolle

  • Einführung von Unternehmererklärungen, in denen der Unternehmer dem Eigentümer bestätigt, dass die EnEV bei der baulichen und anlagentechnischen Modernisierung von Altbauten eingehalten wurde.
  • Auf Verlangen der zuständigen Behörde muss die Unternehmererklärung vorgelegt werden.
  • Verstöße gegen bestimmte Neubau- und Modernisierungsanforderungen der EnEV sowie bei Verwendung falscher Gebäudedaten bei der Ausstellung von Energieausweisen stellen in Zukunft eine Ordnungswidrigkeit dar.
  • Bezirksschornsteinfeger werden mit der Durchführung von Sichtprüfungen an heizungstechnischen Anlagen beauftragt.

Die ausführliche Liste der wesentlichen Änderungen in der EnEV 2009 beim BMVBS (pdf-Datei).

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Neue EU-Vorgaben auch für Büro- und Straßenbeleuchtung

Im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie (Richtlinie 2005/32/EG) haben die EU-Mitgliedstaaten am 18. März 2009 verbindliche Mindeststandards unter anderem für die Energieeffizienz von Leuchtstofflampen, Vorschaltgeräten und Leuchten festgelegt. Diese finden insbesondere im Dienstleistungssektor Verwendung. Die EU geht davon aus, dass die vorgeschlagenen Anforderungen bis zum Jahr 2020 EU-weit zu Stromeinsparungen von 38 TWh führen werden.

Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) kommentiert: “Die neuen EU-Vorgaben stärken Hersteller, die auf Energieeffizienz als Qualitätsmerkmal setzen. Dank der Mindeststandards werden ineffiziente Produkte vom Markt verdrängt. Jetzt kommt es darauf an, die Marktdurchdringung von besonders energieeffizienten Beleuchtungssystemen zu fördern.”

Viele Hersteller bieten schon jetzt Beleuchtungstechnologien an, die wesentlich effizienter sind als es die neuen Mindestanforderungen verlangen. Sie können ihre Vorreiterposition nutzen und ihre Produkte verstärkt über das Qualitätsmerkmal Energieeffizienz bewerben. Hohe Energie- und Kosteneinsparungen sind ein hervorragendes Argument, um Kunden zur Modernisierung ihrer Beleuchtungssysteme zu motivieren.

Dafür zeichnet die dena als anerkanntes Kompetenzzentrum besonders erfolgreiche Energieeffizienzprojekte von Herstellern und anwendenden Unternehmen als dena-Referenzprojekt aus und stellt diese im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz als Ansporn und Anregung für andere dar. Darüber hinaus können sich spezialisierte Beleuchtungsberater in einer Datenbank mit ihren Schwerpunkten präsentieren. Die Angebote sind zu finden unter www.energieeffizienz-im-service.de.

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Solarstrom erreicht 2012 den Preis für Haushaltsstrom

Die Solarindustrie hat in den vergangenen Jahren groß in Produktionsanlagen für Module, Zellen und Solar-Silizium investiert, um mit der Nachfrage mithalten zu können. Sinkende Preise, wie im Beitrag “Rückgang der PV-Modulpreise setzt sich fort” sorgen weiterhin für eine anhaltend hohe Nachfrage.

Kurz nach dem der genannte Beitrag erschienen ist, habe ich beim Energieblog gelesen, dass der Chef von Solarworld, Frank Asbeck,  bei Solarstrom einen Preisrutsch vorraussagt, und dass bei anhaltender Preisentwicklung im Jahr 2012 der Solarstrom wettbewerbsfähig zum Haushaltsstrom wird.

Damit muss Solarstrom immer mehr ernst genommen werden und wird für viele Verbraucher eine interessante Alternative zum Strom des bisherigen Lieferanten. Auch über die dauerhafte Verfügbarkeit von Solarstrom machte sich Frank Asbeck gegenüber den Finanznachrichten seine Gedanken – Solarworld will innerhalb der nächsten drei Jahre ein Paket mit einer Batterie anbieten, die den überschüssigen Tagesertrag für die Nacht speichert. Solarstrom steht dann zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung. Der Vorwurf der Unzuverlässigkeit ist dann vom Tisch.

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Rückgang der PV-Modulpreise setzt sich fort

Diese Meldung möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten, denn die Preise für Solarstrom werden in diesem Jahr deutlich fallen und nähern sich immer mehr der Wirtschaftlichkeit.

Greentech Media und das Prometheus Institut prognostizieren für 2009 das geringste Marktwachstum der Solarbranche seit 1994, dennoch wird die sogenannte Netzparität (Grid Parity) bereits 2009 in einigen preissensiblen Märkten erreicht werden.

Die Solarbranche befindet sich an einem Wendepunkt: Erstmals in ihrer Geschichte übersteigt das Angebot der Module die Nachfrage. Das führt dazu, dass sich der Markt innerhalb weniger Monate von einem Verkäufermarkt zu einem Käufermarkt gewandelt hat. Was den Endverbraucher freut, stellt die Photovoltaik-Industrie jedoch vor unternehmerische Herausforderungen. Fundierte Kenntnisse über die Entwicklung der Märkte sind daher gerade jetzt notwendig, um sicher agieren und die aktuelle Situation meistern zu können.

Datenmaterial als Basis eines einzigartigen Reports
Die Report-Serie „The Anatomy of a Shakeout“ besteht aus zwei sich ergänzenden Marktforschungsberichten: „PV Production, Technology and Cost, 2009 Forecast“ und „2009 Global PV Demand Analysis and Forecast“, die auf einer bis heute einzigartigen Research-Methode basieren. Angebot und Nachfrage können detailliert abgebildet werden, aus den ermittelten Daten werden wiederum akkurate Markt-Prognosen erstellt.

Die Studie geht damit weit über die üblichen Produktions- und Kapazitätsprognosen hinaus. Die Bottom-up-Betrachtung der gesamten Photovoltaik-Wertschöpfungskette untersucht die Herstellungskosten verschiedener Unternehmen nach Regionen und Technologien in einer datenorientierten Analyse. Dieses Verfahren ermöglicht die Darstellung einer Angebotskurve, die die exakte Wettbewerbsposition eines jeden Unternehmens sowie jeder Technologie im Zeitraum von 2008 bis 2015 aufzeigt. Die Daten liefern wertvolle Hinweise für die strategische Ausrichtung der Unternehmen der gesamten Photovoltaikindustrie.

„2009 Global PV Demand Analysis and Forecast“ Wesentliche Ergebnisse im Überblick:

  • Der durchschnittliche Verkaufspreis für Module wird bis 2009 unter US $ 2,50 pro Watt und bis 2010 sogar unter US $ 2,0 pro Watt fallen, da der Preisdruck der Nachfrageseite Unternehmen dazu zwingen wird, die Preise zu senken.
  • Absatzprobleme auf deutschen und spanischen Märkten in Verbindung mit der globalen Rezession und ihrer Auswirkung auf Kreditgewährung, Projektfinanzierung und Regierungszuschüsse werden die Nachfrage nur um 13% auf 5 GW in 2009 ansteigen lassen. 2009 wird in dieser Branche somit das Jahr mit dem geringsten Wachstum seit 1994 sein.
  • Der Marktumfang wird um 15% auf 12 Milliarden US $ in 2009 schrumpfen und bis 2012 nur relativ gering wachsen.
  • In der Branche wird sich kurzfristig ein von asiatischen multikristallinen und CIGS- Solarzellenherstellern dominierter Markt herausbilden, mit stabilen Marktanteilen der CdTe- und monokristallinen Solarzellenhersteller. Bis 2012 wird die Hälfte des Branchenwachstums auf Dünnschichtmodule entfallen.
  • Die Netzparität (Grid Parity) wird in einigen Märkten bereits 2009 erreicht werden. Damit rücken die durchschnittlichen Stromgestehungskosten und der Verkaufspreis pro kWh als vorrangige Messgrößen für die Wettbewerbsfähigkeit der Hersteller in den Vordergrund.

„PV Production, Technology and Cost, 2009 Forecast“ Wesentliche Ergebnisse im Überblick:

  • Die globalen Modulkapazitäten werden bis 2012 auf 27.5 GW ansteigen.  Der Dünnschichtmarkt wird von 13% in 2007 auf 34% in 2012 an Marktanteilen gewinnen.
  • Die c-Si-Modulkosten werden sich bis 2015 auf US $ 1,40 per Watt halbieren; die Kosten für CIGS Module werden im gleichen Zeitraum auf US $ 0,75 per Watt fallen.
  • Dramatisch abfallende Preise in 2009 werden sich auf die Hauptakteure auswirken. Monokristallin- und Dünnschichttechnologie-Hersteller werden einen 30%-igen (Effizienzbereinigten) Kostenvorteil über traditionell produzierende multikristalline Hersteller verbuchen.
  • Asiatische Unternehmen werden die weltweite Versorgung des Kristallin-Siliziumzellen Marktes bis 2012 zu 82% übernehmen. Dies wird ihnen einen erheblichen Vorteil gegenüber europäischen Produzenten verschaffen.
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