Posterserie Solartechnik für Schulen

Das solid-Zentrum in Fürth bietet Schulen aktuell eine Ausstellung zu Solarstrom und Solarwärme. Mit der neuen Postergalerie  Faszination Solartechnik entspricht solid dem Wunsch vieler Schulen nach geeignetem Bildmaterial zur Solartechnik. Auf zwölf großformatigen Farbpostern werden die Grundlagen, die Funktionsweise und Anwendungen der Solartechnik (im Bereich Solar-Architektur, Solare Mobilität, Consumer-Produkte) dargestellt.

Vor allem aber werden modellhafte Schulprojekte aufgezeigt und pädagogische Ideen für “Sonnenschulen” veranschaulicht. Die Ausstellung soll Schulen eine Hilfe sein, bei jungen Menschen Neugier für die „Solarenergie“ zu wecken und das Interesse für eine weitergehende Beschäftigung mit diesem Zukunftsthema hervorzurufen. So gibt die Ausstellung auch einen Ausblick auf Ausbildung, Studium und berufliche Perspektiven.

Die limitierte Auflage liegt im Format A0 (farbig) gedruckt vor. Die Poster sind kostenfrei erhältlich, es muss lediglich eine Versandgebühr entrichtet werden. Im solid-shop kann die Posterserie bestellt werden. Ebenso kann sie kostenlos bei solid abgeholt werden.

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Erneuerbare Energien vermeiden real CO2

In der Diskussion über den Spiegel-Artikel zum angeblichen Widerspruch zwischen dem CO2-Handel und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien mit Hilfe des EEG hatte mir eine Stellungnahme des betroffenen Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. oder einer seiner Mitglieder gefehlt, siehe Artikel vom 11.02.09. Am Freitag nachmittag habe ich eine Antwort auf meine Anfrage erhalten.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e.V. (BEE), Björn Klusmann, stellt klar:

„Richtig ist, dass der Emissionshandel nicht ausreichend auf die positiven Effekte des EEG abgestimmt ist, ebenso wenig auf die positiven Wirkungen weiterer Instrumente wie des KWK-Gesetzes oder des Marktanreizprogramms. Falsch ist allerdings, daraus den Schluss zu ziehen, die Förderung der Erneuerbaren Energien über das EEG und die weiteren Instrumente brächten Nichts für den Klimaschutz. Im Gegenteil: Das EEG hat überhaupt erst dazu geführt, dass die für die CO2-Vermeidung notwendige Technologie bereit steht und auch massenhaft eingesetzt wird.

Mit jeder neuen Anlage, die Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugt und damit Stromproduktion auf Basis fossiler Brennstoffe vermeidet, wird real CO2 vermieden. Was fehlt, ist die Anpassung des Emissionshandels an diese Leistung der Erneuerbaren Energien. Das mahnt der BEE schon so lange an, wie es den Emissionshandel gibt. Das Bundesumweltministerium muss sich vehement dafür einsetzen, dass die im Emissionshandel festgelegten Emissionsobergrenzen jeweils um die Mengen reduziert werden, die aufgrund anderer Instrumente eingespart werden. Ansonsten führt der Emissionshandel in der Tat zu Mitnahmeeffekten, da die verpflichteten Unternehmen von den Minderungsleistungen profitieren, die bereits vom Stromverbraucher über EEG und KWK-Gesetz finanziert werden.

Dass die derzeitigen Bestimmungen des Europäischen Emissionshandels nicht ambitioniert genug sind, um im Klimaschutz schnell voranzukommen, liegt nicht zuletzt daran, dass die deutsche Bundesregierung in Brüssel Ende Dezember 2008 mit ihrer Forderung nach Entlastungen für die energieintensive Industrie das Tor für die nun verankerten breiten Ausnahmen und Sonderregelungen aufgestoßen hat. Zu hohe Obergrenzen für die Emissionsmengen und keine 100-prozentige Versteigerung der Zertifikate schwächen die Wirkung des Emissionshandels für den Klimaschutz erheblich.“

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Ratgeber für Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

Gruenspar.de

Der Energiespar-Ratgeber „Heizkosten im Neubau“ der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online ermöglicht Bauherren von Wohngebäuden einen schnellen Vergleich der Kosten von Heizsystemen. Es berücksichtigt dabei die Bestimmungen des Wärmegesetzes (EEWärmeG) (Zusammenfassung als pdf-Datei), das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist. Der Ratgeber ist online unter www.klima-sucht-schutz.de, der Website der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne „Klima sucht Schutz“, abrufbar oder hier bei energynet.de. Nutzer können hier schnell und unkompliziert die Höhe der nötigen Investitionen sowie der laufenden Verbrauchs- und Betriebskosten in Erfahrung bringen und bekommen zudem das individuell günstigste und klimafreundlichste Heizsystem angezeigt. Außerdem nennt der Energiespar-Ratgeber regionale Adressen von Handwerkern und Energieberatern.

Das neue Wärmegesetz verpflichtet Hauseigentümer bei Neubauten zum Klimaschutz: Bauherren müssen den Energiebedarf ihres Hauses für die Raumheizung und das Warmwasser ab sofort anteilig mit erneuerbaren Energien decken. Diese Forderung kann durch den Einsatz unterschiedlicher Energiequellen wie Bioenergie, Solarthermie, Geothermie oder Umweltwärme erfüllt werden. Das Gesetz gilt zusätzlich und parallel zur jeweils gültigen Energieeinsparverordnung (EnEV).

Ersatzweise steht es Hauseigentümern frei, Maßnahmen zu ergreifen, die ähnlich Klima schonend wirken. Dazu zählen Kraft-Wärme-Kopplung, also die Erzeugung von Strom bei gleichzeitiger Wärmenutzung, Dämmmaßnahmen und die Nutzung von Wärme, die aus Nah- oder Fernwärmenetzen kommt.

„Heizkosten im Neubau“ ist einer von 13 interaktiven Energiespar-Ratgebern der Klimaschutzkampagne. Seit Kampagnenstart im Juli 2004 erzielte die Kampagne mit ihren verschiedenen Ratgebern mehr als 2,3 Mio. abgeschlossene Online-Beratungen, die zur Vermeidung von knapp 1,8 Millionen Tonnen CO2 beigetragen haben.

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Wo bleibt die Abwrackprämie für Haushaltsgeräte?

Richtig ökologisch wäre eine Abwrackprämie für alte Haushaltsgeräte auch nicht, denn es fällt Sondermüll an und der Energieaufwand für die Herstellung von Elektrogeräten ist groß. Aber eine Energieeinsparung lässt sich sicher mit einem neuen Kühlschrank oder einer neuen Waschmaschine erreichen -wenn man auf die Energieeffizienzklasse achtet.

In vielen deutschen Haushalten belasten alte Kühlschränke, Waschmaschinen und Co. die Haushaltskasse. Dabei erhöhen moderne energieeffiziente Haushaltsgeräte nicht nur den Komfort, sondern tragen auch spürbar zur Senkung der Stromkosten bei. Denn seit 1998 ist der Energieverbrauch der “Weißen Ware” um bis zu 70 Prozent gesunken. “Wird zum Beispiel ein Gefrierschrank aus dem Jahr 1998 gegen ein modernes Gerät der Energieeffizienzklasse A++ ausgetauscht, reduziert das die Stromkosten schon um rund 70 Euro* im Jahr”, erklärt Steffen Joest, Bereichsleiter bei der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). “Werden zusätzlich Kühlschrank, Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner auf den neusten Stand gebracht, lassen sich etwa 300 Euro* für Strom und Wasser einsparen.”

Das funktioniert allerdings nur, wenn das Neugerät tatsächlich energieeffizient arbeitet. Denn nicht jedes moderne Haushaltsgerät ist sparsam. Bei neuen Kühl- und Gefriergeräten kann der Energieverbrauch zum Beispiel um mehr als 50 Prozent auseinander liegen. Deshalb sollten beim Gerätekauf Energieeffizienzklassen und Stromverbrauchsangaben auf dem EU-Label genau verglichen werden. Um Verbrauchern die Wahl von Kühlschrank, Waschmaschine und Co. zu erleichtern, veröffentlicht die dena regelmäßig TopGeräte-Listen mit aktuellen Marktübersichten zu energieeffizienten Produkten.

Richtig gespart wird natürlich nur, wenn die alten Haushaltshelfer fachgerecht entsorgt werden und nicht im Keller als Zweitgerät zum Einsatz kommen. Altgeräte oder Einzelteile dürfen nicht in den Restmüll, sie müssen bei den Sammelstellen der Kommune abgegeben werden. Viele Einzelhändler bieten die Entsorgung beim Kauf eines neuen Gerätes gleich mit an.

*Annahme: Strompreis von 20 Cent/kWh.

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Green IT wird zum Trend und notwendiger

Bald ist es wieder soweit, am 03. März öffnet die CeBIT ihre Tore und eines der Hauptthemen wird wieder Green IT und Energieeffizienz sein. Laut 300 Fachjournalisten ist das Thema Green IT sogar das wichtigste Thema der größten Computer-Messe der Welt, berichtet der Blog marketingguerilla.net. Das Ziel ist erkannt, eine effiziente Nutzung der IT ist wichtig, um den Stromverbrauch, bzw. die -kosten, und den damit verbundenen CO2-Ausstoss nicht weiter ins unermessliche steigen zu lassen. Taten müssen aber noch folgen, passiert ist bisher zu wenig und Trends in der IT-Industrie werden normalerweise schneller umgesetzt.

Passend dazu ist ein Film, den ich bei betterandgreen.de entdeckt habe. “Digital-Lifestyle vs. Öko-Bewusstsein” ein Beitrag von 3Sat über die Nutzung von IT-Geräten und die stärkere Verbreitung des digital Lifestyle im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten.

Für meine eigene Websuche nutze ich jetzt nur noch Znout, die den CO2-Ausstoss durch Kauf von Zertifikaten für erneuerbare Energien ausgleicht. Nur ein kleiner Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen meiner eigenen Web-Aktivitäten, aber immerhin.

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Wie Windkraft mit Hilfe der Chemie wirtschaftlich wird

Dass eine moderne Windkraftanlage ohne innovative Lösungen der Chemie kaum denkbar wäre, ist meist weniger bekannt. Die riesigen Rotorblätter können bis zu 60 Meter lang sein und sind enormen Belastungen ausgesetzt. Hier kommt die Chemie ins Spiel. Sie sorgt dafür, dass die Herstellung der Windräder und damit auch die Stromerzeugung durch Windkraft kostengünstiger wird. Ziel ist, dass Windkraftanlagen im Energiemix mit anderen Energiequellen in Zukunft einen nachhaltigen Beitrag auf dem Weg zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft leisten können.

BASF Corporate Communications hat seit April 2007 ein regelmäßiges zweisprachiges Podcast-Angebot gestartet, um in leicht verständlicher Form, informativ und unterhaltsam über die BASF-Innovationen und Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu berichten.

In dieser Ausgabe des BASF Podcasts mit den Experten Dr. Gregor Daun (Business Manager Epoxy Systems bei BASF), Ivan Costantini (Industrial Coatings Relius) und Jörg Hermes (Global Sales Manager Windenergy bei Industrial Coatings Relius).

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Öffentliche Diskussion über erneuerbare Energien ohne deren Interessenvertreter

Die Diskussion über den Spiegel-Artikel von gestern zieht noch weitere Kreise und geht weiter. Sebastian Keil, der den ersten Kommentar zu dem Artikel geschrieben hat, bekam nun eine Mail von Anselm Waldermann, dem Autor des betreffenden Spiegel-Artikels. Dieser schrieb, dass er keinesfalls von der Lobby der Energieunternehmen bezahlt werde. Er verweist darauf, dass seine Quellen die Grünen und der Bundesverband der Erneuerbaren Energien seien. An diese gibt er den schwarzen Peter weiter, da sie sich als Klimaschützer feiern.

Es ist sehr einfach, wie es zu einem populäres Nachrichtenmagazin passt, die Argumentation damit zu beenden und nur auf den Beitrag zur Verringerung der Importabhängigkeit und zur Schaffung von Arbeitsplätzen hinzuweisen. Wir heizen immer noch nur zu einem sehr geringen Anteil mit Strom, da bringt es gar nichts. Wind- und Solarkraftwerke werden gebaut für eine zukunftsfähige und ressourcenschonende Stromversorgung und nicht um die Anforderungen eines politischen Konstruktes zu erfüllen – was anderes ist der CO2-Handel nicht.

Die grüne Bundestagsfraktion hat sich zu dem Thema bereits geäußert, ohne allerdings direkt auf den Artikel hinzuweisen. Sie betont, dass sich das EEG und der Emissionshandel ergänzen und, dass die erneuerbaren Energien wichtig sind, um den Strukturwandel in der Energiewirtschaft voran zu bringen. Schade ist, dass sich der Bundesverband Erneuerbare Energien noch nicht geäußert hat, ich habe ihn angeschrieben und hoffe auf eine Antwort. Auch die erneuerbaren Energien müssen sich dem Web2.0 öffnen, denn dann spricht nur über sie und man hat diese Diskussionen nicht selbst unter Kontrolle.

Update: Der Klima-Lügendetektor befasst sich ausführlich mit dem Spiegel-Artikel und zerpflückt detailliert die Argumente von Herrn Waldermann.

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Stromverbrauch kann deutlich reduziert werden

Theoretisch könnten wir auch im eigenen Haushalt noch viel Strom sparen, das Potential ist riesig. Dazu gab es gleich mehrere Meldungen gestern.

Im Blog cleanthinking wurde berichtet von einer Studie, die der Energieversorger energieGut veröffentlicht hat. Durch den Austausch von alten gegen neue Stromverbraucher könnten 17 Milliarden kWh im Jahr eingespart werden. Allerdings müssten diese Investitionen erst einmal vorfinanziert werden, was wohl die meisten davon abhält. Diese Studie verweist auch auf die komplizierten und verwirrenden Energielabel, so ist ein Kühlschrank mit Energieeffizienzklasse A nicht mehr als effizient zu bezeichnen, da der Stromverbrauch doppelt so hoch ist wie bei einem Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A++.

Der Internetriese Google machte wieder einmal in Sachen Energie von sich reden und bietet jetzt, in Zusammenarbeit mit Stromversorgern, einen intelligenten Stromzähler, der den aktuellen Verbrauch gleich im persönlichen igoogle anzeigt. Das setzt aber einen entsprechenden Stromanbieter voraus, der intelligente Stromzähler anbietet. Scheinbar gibt es diese in USA schon, wie die Erfahrungsberichte von Google-Mitarbeitern zeigen.

Ein ähnliches Projekt läuft in der Stadt Friedrichshafen am Bodensee, im Rahmen der Zukunftswerkstatt T-City Friedrichshafen. Über 200 Haushalte sammeln hier seit einem knappen Jahr Erfahrungen mit dem Einsatz intelligenter Zähler. Wichtigstes Ergebnis sind Spareffekte und verändertes Verhalten durch stets aktuelle Verbrauchszahlen. So verfolgt der Arzt Dr. Germar Büngener bequem via Internet, wie sich die Verwendung verschiedenster Geräte im Haushalt und in seiner Arztpraxis auf den Verbrauch auswirkt. “Gemeinsam mit unserem zweijährigen Sohn spüren meine Frau und ich versteckte Stromfresser auf”, bestätigt Dr. Büngener begeistert.

Eine Kommunikationsbox von T Systems sammelt die Zählerdaten und überträgt sie via DSL. “Dabei haben wir sogar eine Tiefkühltruhe in einer Rumpelkammer entdeckt, die wir seit Jahren eigentlich nicht nutzen”, freut sich Dr. Büngener. In der Mittagspause fährt er die sieben PC-Arbeitsplätze seiner Praxis bis auf den Server herunter und reduziert damit den Verbrauch um rund 60 Prozent. Den Erfolg der Sparmaßnahmen kontrolliert er dann zufrieden über sein iPhone. Mit dem hat er sogar schon unterwegs einmal nachgeschaut “was denn im Moment so läuft”. “Gerade in Zeiten steigender Preise gewinnt Energieeffizienz an Bedeutung und wer seinen Stromverbrauch genau kennt, kann richtig Energie und damit Kosten sparen”, berichtet Stefan Söchtig, Geschäftsführer der Technischen Werke Friedrichshafen (TWF), über die positiven Ergebnisse aus dem Modellversuch und ergänzt: “Damit bauen wir Deutschlands größtes Kraftwerk – die Energieeffizienz”.

Dass gerade ein Stadtwerk wie die TWF gemeinsam mit der Telekom als erste die neue Technologie in der Praxis erprobt, ist für Söchtig kein Zufall: “Stadtwerke sind die ‘guten Nachbarn’ der Bürger, die auch intelligente Lösungen zum Strom- und Gassparen anbieten und nicht nur immer mehr Strom verkaufen wollen.”

Lange dauert es wohl nicht mehr, bis die intelligenten Stromzähler generell verfügbar werden. Der Gesetzgeber schreibt ihre flächendeckende Installation in Neubauten und bei Sanierungen ab dem Jahr 2010 vor.

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Spiegel schreibt Wind- und Solarstrom wieder mal schlecht

Im Spiegel waren schon häufiger negative Berichte über erneuerbare Energien zu lesen, daher hat mich der heutige Artikel bei SpOn auch nicht weiter verwundert. In dem Artikel soll dargelegt werden, dass Strom aus Wind und Sonne rein rechnerisch nichts für den Klimaschutz bringen, da sie kein CO2 einsparen. Wenn man nur den CO2-Handel betrachtet, ist das auch richtig, aber der ist nur ein künstliches Konstrukt, das die Interessen der Energiewirtschaft und der großen Industrie berücksichtigt. Mit der Wirklichkeit hat der CO2-Handel aber nichts zu tun, hier werden, wie Sebastian Keil in seinem Beitrag schreibt “Äpfel mit Birnen verglichen”.

Den Strom, den Solar- und Windkraftwerke erzeugen, müsste sonst ein Kohle- oder Kernkraftwerk erzeugen – für den Kohlestrom hat der Kraftwerksbetreiber ja seine CO2-Zertifikate gekauft (?). Ist der Kohlestrom dann also sauber? Natürlich ist er kein anderer Strom, also ohne irgend einen Zettel. Solar- und Windkraftwerke werden ja gebaut, wie Sebastian treffend schreibt, um sauberen Strom zu produzieren und nicht um CO2 einzusparen oder Zertifikate zu erfüllen.

In dem Artikel werden wieder einmal – wie beim alljährlichen Gasstreit zwischen Russland und Ukraine – Heizenergie und Strom durcheinander gebracht. Die Dämmung von Gebäuden hat nichts mit dem Stromverbrauch zu tun. In Niedrigenergiehäusern wird ja nicht mit Strom geheizt. Keine Frage, die wirtschaftlich interessanteren Alternativen, wie der Heizenergieverbrauch (sollte sich nicht auf die Dämmung beschränken) von Gebäuden sollten vorher in Angriff genommen werden. Aber diese Maßnahmen können nicht mit der Stromerzeugung verrechnet werden – es kommt ja auch keiner auf die Idee, nur weil er ein Passivhaus hat, sich zu erlauben seinen SUV in der CO2-Bilanz damit zu verrechnen.

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Gebäudeplanung im Web2.0

Bisher war die Planung von Gebäude eine lokale Arbeit, die jeder Architekt für sich im Büro erledigt. Eine Vernetzung von Planungen mit gleichzeitigem Erfahrungsaustausch und onlinebasierte Optimierung gab es noch nicht. Ein neuer Service, entwickelt von drei Absolventen der FH Würzburg wird das nun ändern. Sie haben mit SimCO2 einen umfassenden Gebäudeplanungsservice entwickelt, der Architekten bei einem fachlich fundierten Gebäudeentwurf unterstützt. Mit Hilfe von diesem Werkzeug kann der Entwurf zeichnerisch umgesetzt werden und der Planer erhält gleichzeitig, auch im Entwurfsstadium, Vorschläge zur finanziellen und energetischen Optimierung des Gebäudes. Nach der Planung soll der Energiepass gleich ausgedruckt werden können.

Das Web2.0 kommt mit dem Anlegen von persönlichen Profilen und dem Vorschlag von günstigeren Bauteilen ins Spiel. Ob man sich auch andere Profile anschauen kann, Kontakte knüpfen, Bauteile und Erfahrungen austauschen kann, ist noch nicht zu erkennen, aber nach der Umfrage zu urteilen scheinbar geplant. Für mich hört sich das Projekt sehr ambitioniert und sehr umfangreich an – aber es ist innovativ und verspricht sehr viel. Ob es angenommen wird, steht auf einem anderen Blatt, die Baubranche gilt als nicht besonders innovativ, ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Weitere Neuheiten zu diesem Projekt stelle ich gerne vor, wenn ich noch mehr weiss.

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