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Stören Solaranlagen das Stadtbild?

8. Oktober 2008

Von Windenergie kennen wir die Diskussion über die Optik und die Störung des Landschaftsbildes, jetzt scheint diese Diskussion auch bei der Solarenergie anzukommen. Der ralos-Blog berichtet von der Schwarzwald-Gemeinde Bräunlingen, die beschlossen hat, dass Solaranlagen auf den Dächern in der Altstadt unzulässig sind und selbst langjährige Anlagen von den Dächern verschwinden müssen.

Sind damit der Solarenergie-Nutzung Grenzen gesetzt? Dürfen Städte nicht modern und zukunftsfähig werden? Es scheint, als darf man nur innen modern werden und außen soll alles so bleiben wie im 19. Jahrhundert und nur Autos dürfen hinzukommen. Früher, als das Stadtbild entstanden ist, musste man sich um die Zukunft weniger Gedanken machen, aber heute ist Zukunftsfähigkeit essentiell. Städte und Gemeinden, die nicht anderweitig sich um die Energieversorgung kümmern, müssen die Veränderung des Stadtbildes hinnehmen. Es gibt ja auch die Möglichkeit über z.B. Bioenergie eine zukunftsfähige Energieversorgung aufzubauen – dann ist es legitim dem Stadtbild Vorrang zu geben.

Gibt es ähnliche Erfahrungen, wo Solarenergie mit Hinweis auf das Stadtbild eingeschränkt oder verboten ist?

· Gelesen: 2216 · heute: 4

5 Kommentare zu “Stören Solaranlagen das Stadtbild?”

  1. Christian sagt:

    So ein verdamm*** Mist – als ich den Titel im RSS-Feed gelesen habe, habe ich das noch für eine Falschmeldung gehalten, aber nach einiger Recherche zeigt sich, dass es leider tatsächlich stimmt. Einfach unfassbar und für mich ganz besonders ärgerlich, nachdem ich mir auch noch die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat der Gemeinde Bräunlingen angesehen habe… Wie man so einen Mist – zur Wahrung des Stadtbildes – beschließen kann, ist mir vollkommen unverständlich. Immerhin sind Autos, Satellitenschüsseln und Verkehrsampeln auch erlaubt…

    Ich hoffe, die Betroffenen klagen die Stadt in Grund und Boden, sollte diese den Abbau tatsächlich erzwingen. Ich werde die Geschichte am Wochenende noch ein wenig recherchieren und nächste Woche ausführlich und in angemessen scharfem Tonfall über diesen Irrwitz berichten.

  2. tom sagt:

    Ich finde Solaranlagen auf den Dächern wirklich nicht schlimm. Es ist doch eine sehr gute Option für Privatleute Ihr Haus damit zu versorgen. Viel Schlimmer finde ich die Ghetto und Hochhäuser. Aus meiner Sicht sind die viel schlimmer als stylische Solaranlagen.

    Grüße
    Tom

  3. Erhard sagt:

    Da hier anscheinend einige sich noch im Solar-Himmel wähnen hier ein weiterer Fall bei dem unser Kunde (vor sieben Jahren) eine PV-Anlage baute und von seinen Nahbarn tyranisiert wurde…
    http://ralos.de/blog/?p=281

    Inzwischen wurde dieser Fall auch vom Solar Förder Verein aufgegriffen.
    http://ralos.de/blog/?p=666

    Spontan fallen mir drei weitere Fälle ein bei denen ich aktiv eingebunden war.
    Demnächst dokumentier ich die auch noch…
    Auch Solar Energie ist nur solange Klasse bis sie vor der eigenen Haustür entstehen soll.

  4. energynet » Blog Archiv » Spaziergänger zu sensibel für Windenergieanlagen sagt:

    [...] Solaranlagen abgebaut werden sollen, weil sie angeblich das Stadtbild stören, hatte ich schon Anfang Oktober berichtet. Jetzt sollen Windenergieanlagen nicht gebaut werden dürfen, weil sich Spaziergänger gestört [...]

  5. energynet » Blog Archiv » Gegenwind für erneuerbare Energien? sagt:

    [...] verschiedenen Artikeln hatte ich schon von davon berichtet, dass Solaranlagen als störend für das Stadtbild empfunden werden oder Spaziergänger zu sensibel für Windenergieanlagen sein könnten. Nun [...]

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