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Im Gebaeudebestand liegt noch hohes Energiesparpotential

11. August 2008

Angesichts steigender Energiepreise setzen Unternehmen und Immo­bilienbesitzer verstärkt auf die energetische Sanierung von Gebäuden. Von diesem Investitionsschub profitiert insbesondere auch das Hand­werk. Nach Angaben des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NRW (LDS) verzeichneten die Handwerksbranchen, die Arbeiten in der energetischen Sanierung anbieten, in 2007 ein überdurchschnittliches Umsatzplus. Das Dachdeckerhandwerk konnte seinen Umsatz um 17,1 Prozent, das Tischlerhandwerk um 11,2 Prozent und das Maler- und Lackiererhandwerk, das auch wärmedämmende Arbeiten anbietet, um 4,6 Prozent steigern. Das Handwerk insgesamt verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 3,6 Prozent.

Gerade im Gebäudebestand lässt sich mit dem heute am Markt verfügbaren Dämmmaterial und den modernen Heiztechniken ein hohes Energiesparpotential mobilisieren. Werden diese Techniken konse­quent eingesetzt, lässt sich der Heizenergiebedarf eines Hauses um bis zu 70 Prozent des derzeitigen Verbrauchs reduzieren. “Zum Beispiel ist die Wärmedämmung ein absolutes Muss. Nur die wenigsten wissen, dass nicht nur Außenwände, sondern auch Kellerdecken und Dächer bzw. die oberste Geschossdecke gedämmt werden sollten”, sagte NRW Wirtschaftsministerin Christa Thoben.

Aber auch in der Beheizung der Gebäude liegen große Kosten- und Effizienzpotenziale. Noch immer werden viele Gebäude nicht zeitgemäß mit Wärme versorgt. Nach Schätzungen der EnergieAgentur.NRW können landesweit noch rund 250.000 alte Heizanlagen gegen moderne sparsame Geräte ausgetauscht werden. Sehr wirkungsvoll ist die Steigerung der Energieeffizienz durch moderne Haustechnik. “Vor Beginn der Heizperiode ist genau die richtige Zeit, um die Heizungsanlagen zu warten oder in wirtschaftlichere Heiz- und Energietechniken zu investieren”, so die Ministerin. Eine energetische Sanierung rentiere sich gerade wegen der hohen Preise in immer kürzeren Zeiträumen. So könnten mit Wärmepumpen, die kostenlose Wärme aus dem Erdreich für das Heizen nutzbar machen, die Heizenergiekosten halbiert werden.

Die vom nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium ins Leben gerufene Gemeinschaftsaktion Gebäudesanierung “Mein Haus spart” hat das Ziel, die energetische Sanierung von Gebäuden im Bestand zu forcieren. Partner der Gemeinschaftsaktion ist auch das Handwerk in Nordrhein-Westfalen.

Unter www.mein-haus-spart.de finden Hausbesitzer und Unternehmen eine Übersicht über die vielfältigen Informations- und Beratungsangebote in Nordrhein-Westfalen.

· Gelesen: 1474 · heute: 3

2 Kommentare zu “Im Gebaeudebestand liegt noch hohes Energiesparpotential”

  1. Heinrich Eckert sagt:

    In Österreich wird bei vermieteten Objekten ab 2009 ein Energieausweis gefordert. Das System scheint allerdings noch etwas unausgegoren. So ist der Energieausweis keine Pflicht, wohl aber ein Muß – gerade bei Altbauten die (noch nicht) saniert wurden.

  2. Passivhaus Blog » energetische Sanierung von Gebäuden spart Geld und ist gut für das Handwerk sagt:

    [...] Immer mehr Hausbesitzer führen energetische Sanierung an ihren Gebäuden durch. Das senkt die Heizkosten der Hausbesitzer und dem Handwer wiederum sichert es Aufträge. So verzeichneten Handwerksfirmen die energetische Sanierung von Gebäuden anbieten 2007 ein überdurchschnittliches Umsatzplus. [...]

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