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Studie zur wirtschaftlichen Einbindung von Ökostrom ins Netz

22. Juli 2008

In seiner neuen Studie „Smart Distribution 2020“ hat der VDE erstmals realistische Szenarien entwickelt, wie sich regenerative und KWK (Kraftwärme-Kopplung)- Erzeugeranlagen wirtschaftlich und technisch effizient in das Stromnetz integrieren lassen. Der VDE schlägt vor, die Vergütung für diesen Strom an den Marktpreisen der Leipziger Strombörse auszurichten und durch Zuschläge so zu erhöhen, dass die Produzenten im Durchschnitt die gleichen Renditen erreichen wie bei den heutigen fixen Preisen. Im VDE-Modell beträgt die Höhe der Zuschläge für EEG- und KWK-Strom in Deutschland 7,4 Milliarden Euro – zum Vergleich: 2007 beliefen sich die Förderkosten auf 7,7 Milliarden Euro. Nach Berechnungen des Verbandes wird in Schwachlastzeiten europaweit bis 2020 ein Überschuss von 20 Prozent an regenerativer Einspeisung entstehen. „Ohne neue Speichertechnologien oder intelligentes Lastmanagement wird zeitweise die Leistung von EEG- und KWK- Anlagen gedrosselt oder der Ökostrom zu Niedrigpreisen in Nachbarländer abgegeben werden müssen“, prognostiziert der VDE.

Voraussetzung für die optimale Einbindung eines wachsenden Anteils regenerativer Energien ist eine breit angelegte Aufrüstung der Informations- und Kommunikationstechnik im Bereich der Verteilungsnetze, der Aufbau virtueller Kraftwerke sowie deutlich größere Anstrengungen bei der Erforschung neuer Speichertechnologien. Deutschland hat hier Nachholbedarf. Japan investiert mit jährlich 3,9 Milliarden US-Dollar fast achtmal so viel Geld in die Energieforschung wie Deutschland, die USA fast sechsmal so viel wir. Dabei kann intelligentes Netzmanagement, so der VDE, zu einem Exportschlager „Made in Germany“ werden.

Die Studie kann für 150 Euro unter www.vde.com bestellt werden. Für VDE-Mitglieder ist sie kostenlos.

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