Licht

Fakten zu Energiesparlampen

Auf Grund des Kommentars zum Artikel „Schönes Licht und mehr Energieeffizienz“ möchte ich ein paar Fakten zu Energiesparlampen hinweisen:

Zum angesprochenen Elektrosmog steht bei Wikipedia:

Wie alle elektrischen Geräte verursachen Kompaktleuchtstofflampen elektromagnetische Felder (EMF). Die Stiftung Warentest ermittelte eine Feldstärke von 19 bis 65 V/m bei einem Abstand von 30 cm, sie liegt damit deutlich über den entsprechenden Grenzwerten des TCO-Standards für Bildschirme (1 V/m beziehungsweise. 10 V/m). Der TCO-Richtwert wurde erst ab einem Abstand von 1,50 Meter von allen Kompaktleuchtstofflampe unterschritten, deswegen empfiehlt die Stiftung Warentest Energiesparlampen ausschließlich in Wand- und Deckenleuchten einzusetzen. Jedoch muss man hier zwischen elektrischen und magnetischen Feldern sowie deren unterschiedlichen Frequenzen unterscheiden. Bei den aus gesundheitlicher Sicht bedeutsamen magnetischen Feldern niedriger Frequenz von 50 Hertz sind Kompaktleuchtstofflampen nicht von Glühbirnen zu unterscheiden. Im Frequenzbereich von 10 kHz bis 500 kHz erzeugen Energiesparlampen hingegen ein stärkeres magnetisches Feld, da Glühbirnen in diesem Bereich kein Feld erzeugen. Die Flussdichte einer Energiesparlampe in 30 cm Entfernung ist hier vergleichbar mit der eines Röhren-Fernsehers bei einem Abstand von einem Meter. Bei den elektrischen Feldern liegt die Feldstärke in beiden genannten Frequenzbereichen jeweils etwas höher als eine Glühbirne. Bis auf die niederfrequenten elektrischen Felder halten Energiesparlampen die strengen TCO-Grenzwertempfehlungen für Bildschirme ein. Die elektromagnetischen Ausstrahlungen können durch Verwendung eines geerdeten Lampenschirms erheblich gesenkt werden, ungeerdete metallene Lampenschirme erhöhen hingegen die Strahlungswerte. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass für Kompaktleuchtstofflampen keine konkreten Richtlinien, wie beispielsweise für Computermonitore, existieren. Bei der Verwendung des TCO-Standards für Bildschirme ist zu bedenken, dass dieser sich an dem bei Bildschirmen möglichen Minimalwert orientiert, der für Kompaktleuchtstofflampen schwerer zu realisieren ist.

Bekannt ist die lange Vorheizphase von Energiesparlampen, die bei Wikipedia wie folgt beschrieben werden:

Der größte Nachteil von vielen Energiesparlampen ist ihre temperaturabhängige Helligkeit. Im Gegensatz zu Glühlampen und LEDs leuchten Kompaktleuchtstofflampen kurz nach dem Einschalten zunächst noch nicht mit voller Helligkeit. Erst nach 1 bis 2 Minuten Aufheizphase entfalten sie ihre volle Helligkeit – kurz nach dem Einschalten erreichen sie nur zwischen 50 % und 80 % der Endhelligkeit. Dies ist bei Lampen, die nur kurz benötigt werden, ungünstig (wie in Abstellkammern, Treppenhäusern, mit Bewegungsmelder gesteuerte Zufahrtsbeleuchtungen). Während der Startphase haben die Lampen – aufgrund der Temperatur der Leuchtstoffe – oft eine andere Lichtfarbe.

Hochwertige Lampen mit Vorheizfunktion können die Umgebungstemperatur kompensieren, starten jedoch etwas langsamer: Nach dem Einschalten dauert es – wegen der Vorheizphase – erst 0,1 bis 2 Sekunden, bis die Lampe anfängt zu leuchten. Dieser Nachteil wird durch die hohe Schaltfestigkeit dieser Modelle ausgeglichen, dadurch verlängert sich die Lebensdauer. Von dreizehn durch die Stiftung Warentest getesteten Lampen erreichten in punkto Vorheizzeit nur zwei positive Bewertungen, vier wurden sogar als mangelhaft bewertet. Neuerdings erhältliche Energiesparlampen ohne Glühkathode verringern die Dauer der Vorheizphase, sind weniger empfindlich gegen häufiges Schalten und darüber hinaus noch effektiver.

Zu den weiteren Vorurteilen gehört, dass häufiges Ein- und Ausschalten die Lebensdauer erheblich reduziert. Stiftung Warentest schreibt: „Die Lampen des jüngsten Tests wiesen eine enorm hohe Schaltfestigkeit auf. Sie sind daher auch für Gästetoiletten und Hausflure geeignet, wo sie nur kurz brennen und oft geschaltet werden.“

Und zur Lichtfarbe heißt es bei Test: „Alt und steril wie viele Leuchtstoffröhren müssen Energiesparlampen nicht sein. Es gibt sie mittlerweile in verschiedenen Lichtfarben. Wählen Sie ein Modell in „extra warmweiß“ oder „warmweiß“, wenn Sie warmes, gemütliches Licht suchen.“

Neben dem Hinweis, dass Energiesparlampen Sondermüll sind und nicht in den Hausmüll gehören, bzw. vom Hersteller zurück genommen werden müssen, gibt es dort noch weitere Fakten zu Energiesparlampen.

Eine andere Übersicht mit Informationen zu Energiesparlampen gibt es im Energiesparlampen-FAQ bei Andreas Delleske unter dem Motto „Was Sie schon immer über Energiesparlampen wissen wollten, aber sich bisher niemanden zu fragen trauten…“

Einen Produktvergleich von Energiesparlampen gibt es bei EcoTopTen. Dort werden auch Lebensdauer, Lichtausbeute und die Umweltbewertung verglichen.

Einen weiteren Test und Vergleich von Energiesparlampen bietet Stiftung Warentest in der Ausgabe 03/2008

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Über den Autor

Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich.
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