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Firmenblog meldet Produktionsstart von gedruckten Solarzellen

19. Dezember 2007

Es gibt ja kaum Firmenblogs im Themenbereich von energynet.de. Genau genommen habe ich bisher nur einen gefunden, den von Nanosolar. Allerdings fehlt zu einem richtigen Blog hier noch die Kommentarfunktion. Es sind eher aktuelle Meldungen, die dort veröffentlicht werden. Immerhin schreibt der CEO Martin Roscheisen persönlich.

Wer ist die Firma Nanosolar?
Mit neuartigen Solarzellen will das US-Unternehmen Nanosolar auf dem Solarmarkt für Wirbel sorgen. Dazu sollen Nanotechnologie und einer Herstellungsform, die dem Zeitungsdruck gleicht, beitragen. In den USA sind die gedruckten Solarzellen schon Innovation des Jahres, noch vor dem iPhone.

Anstatt auf Silizium setzt Nanosolar bei der Herstellung seiner Solarzellen und -module auf eine Verbindung aus Kupfer, Indium, Gallium und Diselenid (CIGS). “Neben dem alternativen, aber bereits bekannten Material kommt bei Nanosolar außerdem ein radikal anderer Herstellungsprozess zum Einsatz. Die Solarzelle wird auf eine Metallfolie gedruckt”, streicht Erik Oldekop, Deutschlandchef von Nanosolar, heraus. So könne auf die Einrichtung von Reinräumen und Vakuumzellen – wie in der Silizium-basierten Produktion üblich – verzichtet werden.

Aufgrund der Verwendung eines klassischen Halbleiters sieht Oldekop bei den Nanosolar-Modulen auch keine Stabilitätsprobleme, wie sie insbesondere beim Einsatz organischer Materialien durchaus vorkommen können. “Unsere Module sind auch nach 20 Jahren noch einsatzfähig”, meint der Nanosolar-Chef und beruft sich auf im Dünnschicht-Segment übliche Tests. Im Vergleich zur Silizium-Konkurrenz sieht sich das Unternehmen im Vorteil. “Siliziumzellen sind in der Produktion deutlich teurer. Darüber hinaus herrscht derzeit ein Mangel am Rohstoff Silizium”, so Oldekop gegenüber pressetext.

Was den Wirkungsgrad angeht, sieht sich Nanosolar im Dünnschicht-Segment bereits vorn und fast auf Augenhöhe mit den Silizium-basierten Modulen. Nanosolar erreicht in der Produktion nach eigenen Angaben einen Wirkungsgrad im zweistelligen Bereich. Die Dünnschicht-Konkurrenz scheitert derzeit noch an der Zehn-Prozent-Hürde. Herkömmliche Siliziumzellen erreichen Wirkungsgrade zwischen 15 und 18 Prozent. Der Rekordwert liegt bei 40 Prozent und konnte mit sogenannten Konzentratorzellen aufgestellt werden.

Nanosolar wurde Ende 2001 in den USA von Martin Roscheisen gegründet. In Deutschland ging die Nanosolar GmbH im vergangenen Jahr an den Start. Für den Ausbau in den USA und Deutschland hat Nanosolar in einer erfolgreichen Finanzierungsrunde 100 Mio. Dollar eingesammelt. Auch eine Erweiterung der Produktionsstätte in Luckenwalde wird nicht ausgeschlossen. “Wir verfügen dort über 55.000 Quadratmeter. Die Fabrik steht auf 5.000 Quadratmetern. Es wäre also logisch auszubauen”, so Oldekop abschließend im pressetext-Gespräch.

Quelle: solarportal24.de und pressetext.ch

Jetzt kommt die interessante Nachricht
Das alles ist vielleicht interessant, aber noch nicht der große Durchbruch. Aber eine richtige Nachricht ist erst, wie Edgar A. Gunther in seinem Solarblog schreibt, der neueste Beitrag im Blog von Nanosolar. Und zwar sind die ersten Module der Serienfertigung fertig und ausgeliefert für ein größeres Freiland-Kraftwerk in den neuen Bundesländern. Die ersten drei Module bleiben jedoch einem besonderen Zweck vorbehalten. Das erste Modul bleibt in einer Ausstellung bei Nanosolar, das zweite wird bei ebay versteigert und das dritte Modul ist einem Technikmuseum von San Jose gespendet worden.

Nanosolar-Video
Mehr Informationen gibt es in diesem sehr gut gemachten Video.

Das wird sehr spannend was jetzt noch kommt, und wie sich der Markt im nächsten Jahr dadurch ändern wird.

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3 Kommentare zu “Firmenblog meldet Produktionsstart von gedruckten Solarzellen”

  1. Stefanie Kaberidis sagt:

    Hallo,

    also ich versuche die ganze Zeit den Link zu dem Nanosolar Blog zu öffnen, aber man wird immer automatisch zur Startpage von Nanosolar weitergeleitet. Anscheinend ist der Blog doch noch nicht bzw. nicht mehr online?

  2. Andy sagt:

    Der Blog existiert noch, aber unter einer anderen Adresse. Ich habe jetzt alle Links zum Blog repariert. Danke für den Hinweis.

  3. Stefanie Kaberidis sagt:

    ach ja, hab ihn gefunden.
    sehr schnelle Antwort :-)

    Danke!

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